Wie die AfD gegen die Inklusion hetzt: Sie setzt Behinderungen in Zusammenhänge mit “Inzest” und “Krankheit”

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BERLIN. Mit Äußerungen zu Behinderten haben Parlamentarier der AfD für Empörung gesorgt. Mit einer großformatigen Zeitungsanzeige in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ protestieren 18 Sozialverbände aus ganz Deutschland gegen eine Anfrage von AfD-Bundestagsabgeordneten, in der eine Verbindung zwischen Behinderung, Inzest und Migration gezogen  wird. „Wir rufen die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und sich entschlossen gegen diese unerträgliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit zu stellen“, heißt es in der Anzeige. Auch in Saarbrücken löste ein AfD-Abgeordneter – namentlich der Fraktionschef der Partei im saarländischen Landtag, Josef Dörr  – scharfen Widerspruch aus.

Die AfD – hier der Bundestagsabgeordne Markus Frohnmaier – trommelt gegen die Inklusion. Screenshot

In einer Kleinen Anfrage wollten AfD-Bundestagsabgeordnete von der Bundesregierung wissen, wie sich die Zahl der Behinderten in Deutschland seit 2012 entwickelt habe, und zwar insbesondere „durch Heirat innerhalb der Familie“. Daran schlossen sie die Frage an, wie viele dieser Fälle einen Migrationshintergrund hätten. Die Bundesregierung antwortete umgehend. „Daten zum Familienstand der Eltern von Kindern mit Behinderungen werden in der Statistik der Schwerbehinderten nicht erhoben“, so teilte das Bundesinnenministerium lapidar mit. Bei mehr als 94 Prozent der schwerbehinderten Menschen handele es sich um Deutsche.

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Die Sozialverbände äußern sich in der Zeitungsanzeige (Titel: „Es geht uns alle an: Wachsam für die Menschlichkeit“) entsetzt über das Vorgehen der Rechten. „Die Fraktion der AfD erkundigt sich vordergründig nach der Zahl behinderter Menschen in Deutschland, suggeriert dabei jedoch in bösartiger Weise einen abwegigen Zusammenhang von Inzucht, behinderten Kindern und Migrantinnen und Migranten.“  Die Anfrage erinnere damit „an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte, in denen Menschen mit Behinderung das Lebensrecht aberkannt wurde und die zu Hunderttausenden Opfer des Nationalsozialismus wurden“. Zu den Unterzeichnern zählen neben den großen Sozialverbänden auch zahlreiche Behindertenorganisationen, verantwortlich zeichnet der Paritätische Gesamtverband.

„Es geht der AfD darum, behindertes Leben als etwas Vermeidbares darzustellen. Als etwas, das Schaden anrichtet. Früher wurde von ‚unnützen Essern‘ gesprochen, von ‚ewig Leidenden‘, die man von ihrem Leid befreien müsste. Das ist ja nicht neu“, sagte Ilja Seifert, Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland (ABiD), gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. „Schauen Sie mal in das Wahlprogramm der AfD. Die fordern für alle Behinderten nur noch Sonderschulen, Sondereinrichtungen. Natürlich immer mit dem Hinweis, dort wären die Bedingungen für sie besser.“

Tatsächlich hatte sich in der vergangenen Woche auch Josef Dörr, Chef der AfD-Fraktion im Saarbrücker Landtag, gegen die Inklusion in der Schule gewandt – und dabei von „gesunden“ und „kranken Kindern“ gesprochen. Wörtlich erklärte er einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ zufolge: „Was aber unter keinen Umständen geht, ist, dass in dem gleichen Krankenhaus oder der gleichen Abteilung dann auch Menschen sind mit übertragbaren Krankheiten, schweren ansteckenden Krankheiten. Das ist ein Bild. Aber in der Schule haben wir die gleiche Situation.“ Durch die Inklusion würden an Schulen „Kinder mit Down-Syndrom unterrichtet (…) mit anderen Kindern, die ganz normal, gesund sind“.

“Jenseits jeglicher Vorstellungskraft”

Der Verband Sonderpädagogik sieht in den Äußerungen „ein rückwärts gerichtetes Menschenbild, welches in jeglicher Art abzulehnen“ ist. „Menschen mit übertragbaren Krankheiten gleichzusetzen mit Kindern mit Unterstützungsbedarf ist jenseits jeglicher Vorstellungskraft. Hier sehen wir Vergleiche aus einer Zeit, als Menschen mit Handicap als ,krank’ und lebensunwert eingestuft wurden“, erklärte der Landesvorsitzende Thomas Fey dem Bericht zufolge. Wenn Dörr sage, es gebe Kinder, die „anders“ seien, müsse geklärt werden, wer als „nicht anders“ einzustufen sei. Fey: „Hier kann man nur hoffen, dass Herr Dörr sich seine Rede nochmals ,antut’ und in der Lage ist zu reflektieren, was er von sich gegeben hat. Dies hat mit einem humanistischen Menschenbild und (sonder-)pädagogischem Verständnis der Menschen, mit denen wir arbeiten, nichts zu tun und ist in aller Form scharf zu verurteilen.“

Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, erklärte gegenüber dem Radiosender NDR Info: „Wir fühlen uns in der Tat erinnert an einen Behindertenbegriff, den wir in den 30er-/40er-Jahren hatten, und der zu Schlimmem geführt hat.“ bibo / Agentur für Bildungsjournalismus

Liegen alle falsch, die Verantwortung für die Schulpolitik tragen? Die AfD behauptet, Inklusion sei gar nicht verpflichtend

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56 KOMMENTARE

  1. Vieles, was ich im gegenwärtigen Umgang mit der AfD lese und höre, erinnert mich an den Umgang der (west-)deutschen Öffentlichkeit mit der PDS in den 1990er Jahren. Das Ergebnis ist bekannt: Tolerierung in Sachsen-Anhalt 1994; Koalition als Juniorpartner in Mecklenburg-Vorpommern 1998; diverse Koalitionsregierungen in ostdeutschen Bundesländern seither und nun sogar ein PDS/Linke-Ministerpräsident in Thüringen.

    Für manch Westdeutschen sind das ja alles unterschiedslos Extremisten.

    • In den Medien liest sich das dann so:

      “Inzwischen gibt es vier Parteien, die fast gleich stark sind: SPD und CDU lagen bei einer Umfrage für den rbb in der vergangenen Woche bei je 23 Prozent – ein Rekordtief für die Sozialdemokraten. Auf Platz 3 folgt die AfD mit einem neuen Rekordhoch von 22 Prozent. […] Diese Wahl war jedenfalls ein klarer Dämpfer für die AfD. – Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/30057042 ©2018– Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/30057042 ©2018

      Hä, denke ich dann kopfschüttelnd.

      Nun lese ich, dass auch die AfD gegen Kuschelpädagogik wettert. Hilfe, das tue ich ja auch. Was mache ich also. Finde ich künftig Kuschelpädagogik gut, um nicht in AfD-Nähe gerückt zu werden oder bleibt mir nichts anderes übrig als AfD, wenn ich bei meinen Vorstellungen bleibe?!?

    • In Brandenburg denkt jetzt (das steht in dem Artikel in dem Kommentar, der noch auf eine Freischaltung wartet) sogar die CDU darüber nach, mit der Linken (PDS) in einer Dreierkoalition zu koalieren.

      Ob ich das noch erlebe? 🙂

      • Ich war nicht derjenige, der AfD und PDS/Linke in einen Topf warf. Fragen Sie diejenigen.

        Es ging damals um die Wahlergebnisse in Ostdeutschland. Auch und gerade hier hieß es, dass im Osten rund 40% Extremisten gewählt hätten. Das stand sogar so im “Leitartikel”.

        • @Sofawolf:
          “Vieles, was ich im gegenwärtigen Umgang mit der AfD lese und höre, ERINNERT MICH an den Umgang der (west-)deutschen Öffentlichkeit mit der PDS in den 1990er Jahren.”
          “Für manch Westdeutschen sind das ja alles unterschiedslos Extremisten.”
          “In Brandenburg denkt jetzt (das steht in dem Artikel in dem Kommentar, der noch auf eine Freischaltung wartet) sogar die CDU darüber nach, mit DER LINKEN (PDS) in einer Dreierkoalition zu koalieren.”
          “Ich war nicht derjenige, der AfD und PDS/Linke in einen Topf warf. ”

          Lassen Sie mich raten: Sie werfen sie nicht in einen Topf, sondern erwähnen nur, dass es andere tun? Sie werden an etwas erinnert, was aber nicht heißt, dass Sie sie in einen Topf werfen?
          Die Frage von Bernd ist also nur eine falsche Schlossfolgerung aus einer Fehlinterpretation ihrer Meinung?
          Es ist schon erstaunlich, dass Sie immer falsch verstanden werden, um dann anderen widersprechen zu können.

      • Ihnen nicht bekannt, aber in der DDR (die SED ist die Vorgängerpartei) gab es seltsame Sitten, z.B. eine Meldepflicht für Behinderte, keine Spur von Inklusion, und alles im Visier der Stasi (selbstverständlich im Namen des Sozialismus), und das schreibt die TAZ dazu:
        http://www.taz.de/!5177317/
        Ich glaube, Sie sollten sich generell etwas besser informieren, anstatt sich nur als “Wadenbeißer” zu betätigen. Die neuen “Kompetenzen” bestehen doch angeblich darin, dass man weiß, wo die wichtigen Dinge stehen. Hieran fehlt es vielfach.
        NB: In der linken Kolumne in dem Taz-Artikel geht es um Verflechtungen der Kirche mit der Stasi.

  2. Man hätte vorher mal bei Wikipedia nachlesen sollen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Verwandtenheirat
    Dort steht, dass Ehen von Cousin und Cousine (die beispielsweise in Pakistan sehr häufig sind) tatsächlich zu mehr MIssbildungen geführt haben, jedenfalls unter pakistanischen Zuwanderern in England. Das Problem ist auch bei der Tierzucht ein sehr bekanntes, und biologisch sind die Menschen da nicht wesentlich anders. In Deutschland ist das Thema ein Tabu, aber warum soll das nun gut sein?
    Ich denke, hier soll Stimmung gemacht werden: Die Tötung von Behinderten in der Nazizeit hat nichts zu tun mit der heute möglichen Vermeidung von Behinderungen durch pränatale Vorsichtsmaßnahmen. Man hat ja auch diverse Tests an Ungeborenen, die es früher nicht gab. Ich denke, man sollte das Urteil den Medizinern und den Biologen überlassen und nicht den Politikern.

    • Es gab letztens mal einen großen Bericht im Internet von einer Gen-Datenbank oder so, wo man seine Daten eingeben kann und herausfinden kann, wo Verwandte leben und in Zusammenhang damit stand dort auch, dass früher (in Europa bis vor 100 Jahren) meistens innerhalb einer Familie geheiratet wurde – u.a. deshalb um Besitz innerhalb einer Familie zu belassen. Ich glaube man sprach von einem Umkreis von 50km, innerhalb dessen geheiratet wurde und dass es Verwandte (Cousins unterschiedlichen Grades) waren, war absolut üblich.

      • Gefunden und hier ein ZITAT (meine Daten stimmen nicht so ganz):

        “Größere Distanz – engere Verwandtschaft?

        Doch mehr Geschichten lassen sich so erzählen: Vor der industriellen Revolution, die Mitte des 18. Jahrhunderts begann, fanden meist Ehepaare zusammen, deren Geburtsorte nur bis zu rund zehn Kilometer voneinander entfernt lagen. Das änderte sich Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Beginn der zweiten industriellen Revolution, als das Schienennetz der Eisenbahn ausgebaut wurde und Dampfmaschinen immer weiteren und schnelleren Transport ermöglichten. Paare fanden aus deutlich weiteren Entfernungen zusammen, bis die Geburtsorte der Partnerinnen und Partner um das Jahr 1950 herum durchschnittlich etwa 100 Kilometer auseinander lagen. Frauen wanderten deutlich häufiger, um sich für eine Ehe an einem anderen Ort niederzulassen. Männer legten dagegen nur vereinzelt längere Strecken zurück.”

        Der Link im nächsten Kommentar. Der muss erst freigeschaltet werden.

    • Unter Adligen ist die Inzestrate ja auch vergleichsweise hoch, wie man weiß, Cavalieri. Wann kommt die Anfrage der AfD dazu?

  3. Zitat: “Es geht der AfD darum, behindertes Leben als etwas Vermeidbares darzustellen.”
    Wie steht es dann mit der momentan parteipolitisch umstrittenen sog. “Werbung für Abtreibungen”, für die sich meiner Kenntnis nach andere Parteien stark machen, während die CDU sich schwertut und die AfD sogar dagegen ist?
    Ich habe gelesen, dass 90% aller Föten, die laut Untersuchung Trisomie 21 haben, abgetrieben werden. Warum hier dann nicht der Vorwurf, “…behindertes Leben als etwas Vermeidbares darzustellen.”?
    Ich werde immer nachdenklicher, wenn der Vorwurf der Hetze erhoben wird, vor allem in plakativen Überschriften.

  4. Sogar die linke TAZ hat das Thema entdeckt, spricht vom “gesundheitlichen Risiken einer Verwandtschaftsehe” und schreibt, dass Ausklärung unter türkischen Migranten über das Thema von religiösen Konservativen behindert wird:
    http://www.taz.de/!5111122/
    Tatsachen kann man eben nicht leugnen. Aber natürlich: Die AfD muss Unrecht haben, das ist inzwischen ein “Glaubenssatz”. Wie man dann mit behinderten Kindern umgeht, ist eine ganz andere Frage. Aber niemand wünscht sich die.

      • Geht es noch ein klein wenig ausländerfeindlicher oder ist das jetzt schon das Maximum? Ich empfehle, sich einmal die offizielle Position der katholische Kirche (es gibt 23 Millionen Katholiken in Deutschland) zum Thema Verhütung anzusehen, und sich erst dann mit “denen” zu befassen.

        • Es geht hier nicht um die katholische Kirche und meine Meinung zu deren Meinung über Verhütung und Abtreibung. Zum Thema Verhütung habe ich etwas von Herrn Erdogan gefunden:

          https://www.focus.de/politik/ausland/kommt-fuer-muslime-nicht-in-frage-das-sagt-erdogan-zur-empfaengnis-verhuetung_id_5577981.html

          Zitat: “Ich sage ganz klar: Unser Nachwuchs wird zunehmen”, sagte Erdogan bei einer Ansprache in Istanbul. “Sie reden von Empfängnisverhütung und Familienplanung. Keine muslimische Familie kann eine solche Geisteshaltung haben.”

          Und weiter: “Er [Erdogan] setzt sich für ein restriktives Abtreibungsrecht und gegen den Gebrauch der ‘Pille danach’ ein.”

          • Da sieht man die Schizophrenie von Teilen der progressiven Linken: Vieles, was bei uns als schlecht gilt, wird als akzeptabel hingenommen, wenn es zu den Sitten und Traditionen von Migranten gehört. Spiegelbildlich wird vieles, was bei uns als anzustreben gilt, den Migranten gar nicht erst zugemutet, z.B. die Abschaffung einer verklemmten und verlogenen Sexualmoral, die Selbständigkeit von Mädchen, die Abschaffung des Jungfräulichkeitswahns usw.

    • @Cavallieri
      Ihr Link ist Gold wert, glaubt man doch immer nur einer “seriösen” Quelle, die für jeden anders aussieht, bei n4t aber vermutlich und unbedingt die TAZ ist.

      • Lächerlich, wie Sie hier versuchen, aus dem bösartigen AfD-Quatsch eine vermeintlich “sachliche” Diskussion zu machen. Genauso gut könnte man parlamentarisch anfragen (und hier diskutieren), wie’s mit dem Inzest in ostdeutschen Dörfern oder im hintersten bayerischen Wald aussieht.

        Aber darum geht es natürlich gar nicht. Es geht (wie immer bei der AfD) darum, mit Schmutz zu werfen und unsere Gesellschaft zu spalten. Wunderbar – in einer Anfrage gleich zwei gesellschaftlichen Minderheiten in den Dreck gezogen, Ausländer und Behinderte. Haben Sie, xxx, realo, cavalieri und wie Sie sich sonst noch so nennen, eigentlich eine Vorstellung davon, was eine solche Debatte, die Sie hier zu führen versuchen, auf Eltern behinderter Kinder wirkt? Sie sind so ekelhaft.

        Dass xxx dem Ganzen noch einen draufsetzt und öffentlich über Verhütung herumsabbert (na, Mann – unter Druck? Geht bei Ihnen die Phantasie spazieren?), ist an Widerwärtigkeit nicht zu überbieten.

        • “Aber darum geht es natürlich gar nicht. Es geht (wie immer bei der AfD) darum, mit Schmutz zu werfen und unsere Gesellschaft zu spalten. Wunderbar – in einer Anfrage gleich zwei gesellschaftlichen Minderheiten in den Dreck gezogen, Ausländer und Behinderte.”

          WENN das das ursächliche Ziel der AfD war, DANN gebe ich Ihnen Recht. Aber auch nur dann, wie die ganzen seriösen Links in den Kommentaren zeigen. Die politischen Reaktionen auf die Anfrage halte ich für wesentlich respektloser als den Hinweis auf einen wahren Kern innerhalb der Anfrage hier in den Kommentaren. Mehr als “AfD ist doof”, “Daten gibt es nicht” und “miimiimii” kam nicht herum – auch nicht von Ihnen, Bernd.

          • Dann lesen sie bitte die Anfrage einmal im Wortlaut (in meinen Post unten z.B.) und meine Ausführungen dazu. Wenn sie dann noch erläutern würden, in wie weit die Anfrage der Informationsgewinnung dienen könnte, was das ursächliche Ziel solcher Anfragen ist, wäre ich dankbar.

        • Bernd: Bitte überprüfen sie mal Ihre eigene Wortwahl anhand von linguistischen Merkmalen und vergleichen Sie das mit dem, was andere hier schreiben (z.B. ich).
          Hier ein Beispiel für eine Hysterie beim übereifrigen “Kampf gegen rechts”. Die Rechten sollen auch nicht mehr in normalen Lokalen bedient werden, man will sie ausgrenzen:
          http://www.spiegel.de/politik/deutschland/meinungsfreiheit-hier-kein-bier-fuer-fremde-kolumne-jan-fleischhauer-a-1159946.html
          Erinnert das nicht auch irgendwie an das “kauft nicht bei Juden” der 1930er Jahre?

          • Jetzt vergleichen Sie die Rechtshetzer schon mit den jüdischen Opfern der NS-Gewaltherrschaft – geht’s noch geschmackloser?

          • In beiden Fällen ging das “von oben” aus: die Stadt München hat den Wirt unter Druck gesetzt, und es waren die Obernazis, die einen Boykott haben wollten.
            Das einfache Volk findet offenbar nichts dabei, wenn Leute von Pegida am Nebentisch Bier trinken, solange sie sich anständig benehmen. Und in den 1930er Jahren kauften die Deutschen eben weiter wie bisher auch in jüdischen Geschäften ein. Genau deshalb hat ja die Führung eingegriffen, um das zu unterbinden.
            Das Volk denkt eben anders als die Partei-Oberen. Ich verkenne nicht die Unterschiede dieser Parteien. Aber das “von oben nach unten” ist ein bleibendes Prinzip. Das war auch so mit dem Verbot von West-Kontakten in der DDR. Man traut dem Volk nicht, denn es könnte sich vom jeweiligen Feind verführen lassen. Wer Feind ist, bestimmen immer die Oberen.

  5. Hier haben sich anscheinend Einige so sehr manipulieren lassen, dass inzwischen bereits alleine das Stellen unangenehmer aber legitimer Fragen als “Hetze” war genommen wird. Ja, die Heirat zwischen Cousins und Cousinen ersten Grades ist in einigen arabischen Ländern durchaus üblich und ja, dies führt zwangsläufig zu einer erhöhten Anzahl von Missbildungen. Obwohl beide Tatsachen wohlbekannt und unbestritten sind, wird es anscheinend automatisch absolut verwerflich und unmenschlich danach zu fragen, sobald die AFD diese Frage stellt. Hier betreibt nicht die AFD Hetze, sondern offensichtlich hetzt nur die Presse sehr unlauter gegen die AFD.

  6. Ich finde es unfassbar, dass jetzt die AfD von einigen wieder in eine Opferrolle gedrängt wird. Eine Sabine, die sich sonst zu Bildungsthemen nie äußert, “immer nachdenklicher, wenn der Vorwurf der Hetze erhoben wird”. Bei Cavaliere muss die AfD “Unrecht haben, das ist inzwischen ein “Glaubenssatz”. xxx haut als Antwort gleich noch ein dümmliches Vorurteil hinterher.

    Befassen wir uns mal mit Fakten, wenn das erlaubt ist, nämlich mit dem Wortlaut der AfD-Anfrage. Und beschäftigen wir uns mit der Frage, warum man sie als pure Hetze bezeichnen muss:

    Zitat aus der Anfrage:
    “4.Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl der Behinderten seit 2012 entwickelt, insbesondere die durch Heirat innerhalb der Familie entstandenen (bitte nach Jahren aufschlüsseln)? 5. Wie viele Fälle aus Frage 4 haben einen Migrationshintergrund? ”

    Die AfD weiß ganz genau, dass es auf beide Frage keine Antwort geben kann, weil die Daten nicht erhoben werden. Und sie hat ganz plaktiv, damit man auch auf gar keinen Fall eine seriöse Antwort geben kann, an der entscheidenden Stelle ganz undifferenziert “Heirat innerhalb der Familie” angefragt. Bei welchem Verwandtschaftsgrad hört denn “innerhalb der Familie” auf? Beträfe es z.B. auch die Queen und ihren Ehemann, die eine gemeinsame Urgroßmutter haben?

    Zurück zum Thema der fehlenden Daten: Sie werden vermutlich aus folgenden Gründen nicht erhoben:
    1. Statistik/Datenerfassung
    Die Fälle in Deutschland, wo behinderte Kinder wegen naher Verwandschaft der Eltern geboren werden, sind zu wenige, um seriöse Aussagen zu machen. Insbesondere wird natürlich auch die Zahl der gesunden Kinder aus solchen Ehen, die ja bis auf Geschwisterehen legal (z.B. Cousins) sind, nicht erhoben. Von wem auch?
    2. Datenschutz
    Man kann sicher wissenschaftlich bestimmen, um wie viel höher das Risiko einer Behinderung ist, wenn z.B. Cousins ein Kind zeugen, bzw. liegen Zahlen wissenschaftlich vor. Daher dürfte es vorboten sein, genau solche Daten zentral zu speichern, da kein übergeordeter Grund vorliegt.

    Aus meinen Ausführungen kann man eine Sache ganz klar ableiten: Die AfD wollte mit ihrer Anfrage gar keine Info bekommen, sie wollte nur mal die Themen Inzucht und Migranten in einem Atemzug nennen, und die Botschaft als Subtext in die Welt rufen:
    Die degenerierten Ausländer heiraten sowieso meistens die Geschwister und deshalb sind da so viele behindert, was wir guten und reinen Deutschen mitbezahlen müssen.

    • Die AfD versteht es, sich im Gespräch zu halten, genauer nicht sie selbst, sondern durch die zahlreichen Reaktionen darauf. Die Reagierenden sollten aber dringend mal Argumente bringen und nicht in der Trotzphase verbleiben. Sie, küstenfuchs, haben das in Teilen getan.

      • Wieso sollten die Reagierenden Argumente bringen – und über jedes Stöckchen springen, dass die AfD dieser Gesellschaft hinhält? Dieser Dreck ist es nicht wert, diskutiert zu werden (allenfalls in einer entlarvenden Analyse der Beweggründe, warum die AfD versucht, eine solche Debatte vom Zaun zu brechen, wie sie Küstenfuchs ehrenwerterweise hier liefert).

        Was kommt als nächstes? Eine Diskussion – “Euthanasie: Gut oder schlecht?” Oder eine Debatte zum Thema: “Der deutsche Herrenmensch – immer nur Opfer der Lügenpresse?” Oder (wie’s Höcke ja schon ernsthaft versucht hat): “Hatte Hitler auch gute Seiten?”

        Müssen dann “die Reagierenden” auch Argumente bringen? Gibt’s bei Ihnen eigentlich eine Niveauunterkante, xxx, wo selbst Sie nicht mehr mitgehen? Oder ist Ihnen – wie der AfD – alles recht, wenn’s nur fremdenfeindlich, behindertenfeindlich und/oder frauenfeindlich genug ist?

      • Sie Bernd, machen genau das, worauf die AfD spekuliert, nämlich über die Stöckchen springen, die Ihnen die AfD vorhält. Leider machen die Berufspolitiker dasselbe. Bitte bringen Sie sachliche Argumente, die Ihre Position stützen, die aber weder mich noch andere Kommentierende denunzieren. Küstenfuchs hat es in Ansätzen getan, von Ihnen kam leider wie immer nur “miimiimii”, “du du du” und völlig an der Sachen vorbei gehende Gegenfragen.

    • @Küstenfuchs
      Sie behaupten: “Eine Sabine, die sich sonst zu Bildungsthemen nie äußert,…”
      Das ist falsch. Sabine schreibt nicht oft, aber schon länger.
      Hier 3 Links, bei denen Sie unter den Kommentaren auch Sabines finden. Bei längerer Suche wären es sicher noch ein paar mehr gewesen.
      https://www.news4teachers.de/2018/03/eine-paedagogische-revolution-oder-schlicht-grober-unfug-bremer-schueler-trampeln-im-unterricht-auf-dem-ergometer/

      https://www.news4teachers.de/2016/12/verbot-von-schreiben-nach-gehoer-grundschulverband-fordert-kretschmann-auf-schreiten-sie-ein-stoppen-sie-die-kultusministerin/

      https://www.news4teachers.de/2016/11/fdp-chef-lindner-zieht-in-den-wahlkampf-und-will-statt-inklusion-die-foerderschulen-staerken/

    • “1. Statistik/Datenerfassung, 2. Datenschutz”
      Also ich kann nicht nachvollziehen, warum es da eine Geheimhaltung geben soll. In statistischer Form werden ganz andere Daten erhoben und weiterverarbeitet, z.B. auch, wer auf welchen Internet-Seiten unterwegs ist.
      Erbkrankheiten sind kein Spaß, und wenn Kinder mit Defekten geboren werden, sollte das eigentlich irgendwo erfasst werden. Wie war das doch mit der Contergan-Affäre? Wird nicht auch untersucht, wie sich Konsum von Tabak, Alkohol, Rauschgift von Müttern auf die Kinder auswirkt? Dazu bedarf es zumindest repräsentativer Befragungen. Warum aber nicht sowas in einem anonymen Fragebogen nach der Geburt erfassen? Bei Eheschließungen müssen ja wohl die Standesämter zumindest überprüfen, ob ein verbotener Inzest vorliegt, denn sonst müssen sie sich pflichtgemäß weigern. Dann könnten sie auch erfassen, ob es Cousin und Cousine 1. Grades sind. Das kann doch nicht geheim sein.
      In anderen Ländern ist man offenbar nicht so dogmatisch. Zu England siehe den von mir oben genannten Link zu Wikipedia. Offensichtlich erfasst man das dort. In Deutschland haben wir gigantische Ministerien, aber auf Anfragen wissen die immer angeblich nichts.
      Und dass der bloße Text der AfD-Anfrage als “Hetze” zu deuten ist, sehe ich nicht. Die Überschrift des Artikels ist irreführend. Wenn die Sozialverbände meinen, der “suggeriere” etwas Böses, dann sollte das mal präzisiert werden. Auch das, was aus der linken Ecke kommt, suggeriert oft was anderes, als was tatsächlich dasteht. Wenn die AfD gegen Inklusion und für Förderschulen ist, dann ist das nicht schlimmer, als wenn die CDU vor 20 Jahren das ebenfalls so gesehen hat . Und Verwandtenehen 1. Grades sind nun mal unter Migranten viel mehr in Mode als traditionell in Deutschland, siehe den Artikel in der TAZ. Man beachte das am Schluss erwähnte Sprichwort zu den “guten” und den “schlechten” Mädchen (ist nicht allein die Formulierung eine Frechheit im Sinne von Gender? “Man(n) gibt Mädchen an einen Mann.”). Das hängt wohl auch damit zusammen, dass die Mädchen oft gar keine Gelegenheit haben, weiter entfernte Männer kennenzulernen (der Jungfräulichkeitswahn), und es gibt das sog. “Brautgeld”. Das belässt man halt lieber in der eigenen Familie, weil es die Finanzen der Familie stärkt. Man könnte es auch abschaffen, aber Traditionen abschaffen, das geht ja nicht.
      Um die Royals brauchen wir uns keine Sorgen mehr zu machen. Die heiraten neuerdings bürgerlich, und das auch noch aus entfernten Erdteilen. Die britische Monarchie ist gerettet.

        • Sie müssten eigentlich wissen, dass es im Islam einer Frau verboten ist, einen Mann zu heiraten, der nicht auch Moslem ist. Umgekehrt dürfen die Männer das, aber sie benötigen zum Heiraten ja eine Jungfrau, und unter den deutschen Mädchen gibt’s die im heiratsfähigen Alter nicht mehr.
          Deshalb heiraten muslimische Migranten vorwiegend untereinander. Es wird also nichts mit der biologischen Vermischung. Zudem haben wir eigentlich genug Zuwanderung aus EU-Ländern. Mischehen zwischen Partnern verschiedener europäischer Länder, das finde ich gut.
          Bernd- wie wär’s denn, sioe sagtne mal was zur Sache? Ich sehe viele flapsige Sprüche, die an der Sache vorbeigehen.

          • @Cavalieri
            So ganz sinnerfrassend haben sie meinen Beitrag aber nicht gelesen, oder?

            Noch mal im Kern zusammengefasst:
            1. Warum stellt die AfD eine Anfrage, obwohl sie die Antwort (Daten gibt es nicht) kennt?
            2. Warum stellt sie sie größmöglich unpräzise?

          • Doch, habe ich. Aber das Stellen einer überflüssigen Anfrage ist nicht per se “Hetze”. Außerdem: Sind Sie sicher, dass andere Parteien niemals überflüssige Anfragen stellen, deren Antwort sie schon kennen? Will nicht die Opposition öfter mal die Regierung vorführen?
            Zur Präzision: Es bliebe der Antwort überlassen, welchen Verwandtschaftsgrad man erfasst hat. Was soll darin so schlimm sein? Sind Sie sicher, dass alle anderen Anfragen Ihre Anforderungen nach Präzision erfüllen?
            Was ist denn nun in der Sache? Ist es richtig, sowas alles geheimzuhalten? Bräuchten wir nicht zumindest ein Register zu Erbkrankheiten und eines zu Verwandtenehen (bis 1. Grad) ?

          • Ach, das Vermischen geht auch ohne Heirat ganz gut, Cavalieri.

            Zur Sache? Sie erwarten ernsthaft, dass ich diesen Menschenzucht-Schwachsinn diskutiere? Wie wär’s, wenn wir hier mal ein bisschen über den Degenerationsgrad von Rechtspopulisten herumspekulieren: Ungehemmter Alkoholgenuss kann ja zu geistigem Totalausfall führen, wie man weiß …

            “Bräuchten wir nicht zumindest ein Register zu Erbkrankheiten und eines zu Verwandtenehen (bis 1. Grad) ?”, so fragen Sie. Ja, klar – fangen wir doch bei Ihnen an: Wie sieht’s denn aus? War bei Ihnen zu Hause alles schön sauber, oder gab’s doch den einen oder anderen Eintrag in den Ariernachweis?

            Um mit Ihren Worten zu fragen: “Ist es richtig, sowas alles geheimzuhalten?” Auf gar keinen Fall!

          • @Cavalieri: Anfragen ansich eignen sich überhaupt nicht dazu, um als Opposition die Regierung vorzuführen. Anders sieht es mit den Antworten aus, die die Opposition dann nutzt. Das ist hier aber nicht der Fall!
            Haben Sie in den letzten Jahren in ihrem Bundesland oder im Bundestag auch nur eine einzige Anfrage zur Kenntnis genommen? Seit ich Anfragen (aus dem Bildungsbereich) meines Bundeslandes in mein Mailpostfach bekomme – und das ist schon viele Jahre der Fall – waren die Anfragen egal welcher Partei immer so gestellt, dass man eine Antwort haben wollte.
            Und sie waren in aller Regel so gestellt, dass man auch präzise antworten konnte.
            Hier aber ist das völlig anders.
            Und um bei der Präzision noch einmal nachzulegen: Eine Aufschlüsselung nach Jahren will die Anfrage, die wichtige Frage nach Verwandschaftsgraden aber nicht?
            Entweder die AfD ist zu dumm, Fragen halbwegs vernünftig (wenigstens schwaches Abiturientenniveau) zu stellen, oder aber es steckt ein gänzlich anders Ziel dahinter.

          • “Ach, das Vermischen geht auch ohne Heirat ganz gut,” (Behauptung von Bernd)
            Bei uns eigentlich schon, aber in anderen Kulturkreisen eben nicht, da gilt ein uneheliches Kind immer noch als Schande, siehe hier:
            http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2011/12/18627/schutz-vor-ehrenmord-uneheliches-muslimisches-baby-muss-adoptiert-werden/
            Ich glaube, Sie wissen zu wenig über sowas. Sie dürfen gern ein Freund des Islams sein, aber informieren Sie sich bitte darüber, was das dann praktisch heißt (und nicht nur theoretisch nach Ansicht kopftuchbewehrter Frauen in Talkshows. In der Wirklichkeit haben immer noch die Patriarchen das Sagen.).

          • Küstenfuchs: ich frage mich schon, warum wir uns über einen etwaigen Missbrauch parlamentarischer Regeln derart aufregen und darin “Hetze” sehen sollen. Wer wirkliche Hetze sehen will, muss alte Reden von Hitler und Goebbels ansehen. Untersuchungsausschüsse werden jedenfalls öfter mal aus PR-Gründen beantragt, wohl wissend, dass die Mehrheit dagegen ist. Haben wir keine anderen Sorgen, als uns über etwaige Motive der AfD die Köpfe heiß zu reden? Diskutieren wir auch über die Motive anderer Parteien bei irgendwelchen politischen Finten, z.B. beim Thema “Ehe für alle” ?
            Das Thema selbst wäre eher geeignet: Was ist denn nun mit den Ehen zwischen Cousin und Cousine 1. Grades? Darüber soll aber lt. Befehl der Redaktion hier nicht gesprochen werden. Aber in meinen Augen ist das der rationale Kern der Sache. Wenn die AfD hier falsch liegt, könnten wir das evtl. inhaltlich entlarven. Aber das geht nur mit guten Argumenten, nicht mit Diffamierungen mit dem Vokabular von Bernd. Tabus bringen rein gar nichts. Früher oder später rächen sie sich.
            Jeden Quatsch zu beanstanden, den die AfD von sich gibt, wohin soll das führen? Soll die AfD doch erzählen, was sie will,.Letztlich entscheidet der Wähler, so ist das in der Demokratie. Aber was mag der Wähler-stammtisch über diese (meist “arrangierten”) Verwandtenehen denken?

  7. Wir haben Ihren Kommentar gelöscht, Bernd, weil er eindeutig zu weit ging. Und wir haben Ihren Kommentar gelöscht, g. h., weil wir hier kein Forum für AfD-Werbung bieten. Wir werden auch keinen weiteren Kommentar mehr zulassen, der behinderte Menschen oder ihre Eltern ins Zwielicht rückt.

    Ihre Islam-Feindlichkeit und Misanthropie werden in Ihren vorliegenden Kommentaren hinreichend deutlich, xxx und Cavalieri – es reicht jetzt. Wir werden hier keine Rassen- oder Erbgut-Debatte zulassen.

    Die Redaktion

    • Liebe Redaktion,

      bitte löschen Sie in diesem Zusammenhang auch gleich folgende Kommentare (inkl. aller Reaktionen darauf):

      Bernd, 23.4., 19:07
      xxx, 23.4., 21:31
      Bernd, 24.4., 7:38
      Bernd, 24.4., 10:05
      Bernd, 24.4., 13:29

      Danke. Ich habe übrigens nichts gegen den Islam, ich habe etwas gegen den politischen und / oder fundamentalistischen Islam, weil gerade aktuell Antisemitismus in die Schulen bringt und auch die AfD überhaupt so stark hat werden lassen.

    • @Redaktion
      Ich muss Ihre Entscheidung akzeptieren, kann aber nicht im Geringsten nachvollziehen, dass ich AfD-Werbung gemacht hätte, indem ich nur die 1 oder 2 Sätze lange Antwort der namentlich genannten AfD-Abgeordneten auf den Sturm der Entrüstung zitierte, in denen sie sich als Initiatorin der Anfrage bezeichnet, die selbst ein behindertes Kind hat.
      Gilt eine solche Information schon als Werbung für die AfD?

      • Dann sollte sie ja wissen, wie es sich anfühlt, wenn man als Elternteil eines behinderten Kindes mit Inzest in Verbindung gebracht wird – wie es die AfD-Anfrage bei Ausländern tut.

        • Nur dann, wenn Inzest tatsächlich vorliegt, sonst wird das nicht einmal die AfD behaupten. Vgl. das, was Frank K. oben um 5:19 geschrieben hat.

  8. @g.h.
    Zu Ihrer Frage: Ob Werbung oder nicht hängt oft von der Perspektive des Betrachters ab. Der Artikel oben mit seiner Überschrift, zeigt die Sicht von n4t. Im Text heißt es dann per Zitat: “Die Anfrage erinnere damit „an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte, in denen Menschen mit Behinderung das Lebensrecht aberkannt wurde.” Oder: ” „Wir fühlen uns in der Tat erinnert an einen Behindertenbegriff, den wir in den 30er-/40er-Jahren hatten, und der zu Schlimmem geführt hat.“
    Wenn Sie dann mit der Information kommen, dass eine bestimmte Bundestagsabgeordnete der AfD, die für die Empörung auslösende Anfrage hauptverantwortlich ist, selbst ein behindertes Kind hat, stellt das vieles in Frage, was im Artikel direkt oder indirekt zitiert wird.
    So eine Frau wird wohl kaum behinderten Kindern das Lebensrecht aberkennen wollen oder mit einem Behindertenbegriff sympathisieren, der in der Nazizeit “zu Schlimmem geführt hat”.
    Insofern ist Ihre zwar kurze Sachinformation ziemlich unerträglich für jeden Feind der AfD. Er kann darin eine Werbung für die AfD sehen, denn Sie hätten auf diesen Hinweis ja auch verzichten können.
    Wenn Sie das nicht tun, kann das für AfD-Gegner bereits nach Werbung für die AfD aussehen.
    Übrigens habe ich das von der AfD-Abgeordneten auch nicht gewusst. Darum danke für die Information.

  9. Eine kleine Blütenlese wörtlicher Zitate von Bernd, nur hier zu diesem Thema:

    Lächerlich, wie Sie hier versuchen, aus dem bösartigen AfD-Quatsch eine vermeintlich “sachliche” Diskussion zu machen.
    Es geht (wie immer bei der AfD) darum, mit Schmutz zu werfen und unsere Gesellschaft zu spalten.
    Haben Sie, xxx, realo, cavalieri und wie Sie sich sonst noch so nennen, eigentlich eine Vorstellung davon, was eine solche Debatte, die Sie hier zu führen versuchen, auf Eltern behinderter Kinder wirkt? Sie sind so ekelhaft.
    Dass xxx dem Ganzen noch einen draufsetzt und öffentlich über Verhütung herumsabbert, ist an Widerwärtigkeit nicht zu überbieten.
    … geht’s noch geschmackloser?
    Dieser Dreck ist es nicht wert, diskutiert zu werden.
    Gibt’s bei Ihnen eigentlich eine Niveauunterkante, xxx, wo selbst Sie nicht mehr mitgehen?
    Sie erwarten ernsthaft, dass ich diesen Menschenzucht-Schwachsinn diskutiere?
    Wie wär’s, wenn wir hier mal ein bisschen über den Degenerationsgrad von Rechtspopulisten herumspekulieren: Ungehemmter Alkoholgenuss kann ja zu geistigem Totalausfall führen, wie man weiß …
    Wie sieht’s denn aus? War bei Ihnen zu Hause alles schön sauber, oder gab’s doch den einen oder anderen Eintrag in den Ariernachweis?

    @ Redaktion
    Ist das der Diskussionsstil, den Sie sich im Positiven vorstellen? Das sind teilweise persönliche (!) Beschimpfungen. Und achten Sie mal auf die Wortwahl. Ist das die sog. “Netiquette”? Stattdessen werde ich gerügt wegen angeblicher Misanthropie. Das Wort ist voher nie gefallen. Dabei bekomme ich hier im Forum mehr Zustimmung als Bernd, Sind die anderen auch misanthrop?
    Ist vielleicht Bernd doch im Auftrag (oder mit stillschweigender Billigung) der Redaktion als “Aufpasser” in Sachen PC (political correctness) unterwegs? Aber ist seine eigene Ausdrucksweise PC ? Es fällt auf: zu den heutigen Themen (25.4.) trägt Bernd nichts bei.

    • Danke für die Liste. In der Konzentration ist sie doch sehr bedenklich.

      Ich bin auch kein Kind von Traurigkeit, nur gehe ich (hoffentlich) die Mitdiskutanten und -onkel mit Ausnahme der PC-Polizei nicht derart persönlich an.

    • Und von mir danke, dass Sie mutig argumentieren, sich nicht so leicht ideologisch etwas vormachen lassen und versuchen, den Dingen auf den realen Grund zu gehen.

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