Zweifel an Studie zu “Lesen durch Schreiben”, die bundesweit Schlagzeilen machte, wachsen – sind die präsentierten Ergebnisse sauber?

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BONN. Eine Studie zum Schreibunterricht in den Grundschulen sorgte vor einem Monat bundesweit für Schlagzeilen: Forscher der Uni Bonn wollen herausgefunden haben, dass der Einsatz von Methoden wie „Lesen durch Schreiben“ oder der „Rechtschreibwerkstatt“ deutlich schlechtere Ergebnisse in Sachen Rechtschreibung hervorbringt als der klassische Fibel-Unterricht (News4teachers berichtete). Politische Konsequenzen wurden umgehend gezogen: Nur zwei Wochen später verbot die Brandenburgische Bildungsministerin Ernst (SPD) ihren Grundschullehrern den flexiblen Methodeneinsatz. Jetzt allerdings mehren sich Zweifel an der Methodik der Studie. Die ist offenbar noch immer nicht veröffentlicht.

Bundesweit umstritten: Schreiben durch Lesen. Foto: Shutterstock

„Der ‚Fibelunterricht‘ führt bei Grundschülern zu deutlich besseren Rechtschreibleistungen als mit den Methoden ‚Lesen durch Schreiben‘ oder ‚Rechtschreibwerkstatt‘. Das haben Psychologen um Prof. Dr. Una Röhr-Sendlmeier von der Universität Bonn in einer groß angelegten Studie herausgefunden“, so heißt es in einer Pressemitteilung der Universität vom 10. September.  Im Rahmen der Untersuchung seien die Leistungen von „über 3.000 Grundschulkindern in NRW“ verglichen worden.

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Weiter heißt es: „Die Wissenschaftler (…) testeten die Erstklässler kurz nach der Einschulung auf ihre Vorkenntnisse und nachfolgend an fünf weiteren Terminen bis zum Ende des dritten Schuljahres mit der Hamburger Schreib-Probe. Sie erfasst als Standardverfahren die Rechtschreibleistungen von Schülern in Form eines Diktats. ‚Die Fibelgruppe hat sich gegenüber den beiden anderen Didaktikgruppen als überlegen erwiesen. Zu allen fünf Messzeitpunkten haben die Fibelkinder bessere Rechtschreibleistungen erbracht‘, fasst der Doktorand Tobias Kuhl die Ergebnisse zusammen. So machten Kinder, die mit ‚Lesen durch Schreiben‘ unterrichtet wurden, am Ende der vierten Klasse im Schnitt 55 Prozent mehr Rechtschreibfehler als Fibelkinder. In der ‚Rechtschreibwerkstatt‘ unterliefen den Schülern sogar 105 Prozent mehr Rechtschreibfehler als Fibelkindern.“

Das Problem: In der Grundschulpraxis lassen sich die Methoden meist gar nicht sauber trennen – in der Regel nutzen Lehrer Mischformen, um Kinder an das Schreiben heranzuführen. Wie die Wissenschaftler zu ihrer Zuordnung kamen, wissen allerdings auch Forscherkollegen nicht. Die Arbeit ist, bis auf die genannten Ergebnisse, offenbar noch immer unter Verschluss. „Die Studie ist nicht veröffentlicht, weder in einer anerkannten Fachzeitschrift mit Peer-Review noch als Dissertation oder in einem Fachbuch, Sie geben aber eine Pressemitteilung zu den Ergebnissen heraus – ein aus wissenschaftlicher Sicht höchst fragwürdiges Vorgehen“, so schreibt Wolfgang Tofing, Geschäftsführer der Graf Orthos Rechtschreibwerkstatt in einem Brief an Röhr-Sendlmeier, der News4teachers vorliegt. Er äußert darin auch Zweifel an der Größe der Stichprobe. „Es ist unredlich, wenn einfach sogenannte Ergebnisse einer ‚systematischen Untersuchung‘ an ‚über 3000 Grundschulkindern aus NRW‘ kolportiert werden, zugleich aber nur von 237 Kindern vollständige Ergebnisse vorliegen.“

Fragen bleiben offen

Entscheidende Fragen sieht Tofing bislang durch die Studienautoren nicht beantwortet: „Wie wurden einzelne Methoden definiert? Wie wurde sichergestellt und auch dokumentiert, dass alle Methoden konzeptgetreu unterrichtet wurden?  Welche Materialien kamen in den einzelnen Lerngruppen tatsächlich zum Einsatz, sowohl konzepteigene als auch zusätzliche/fremde Materialien? Hatten alle Lerngruppen die gleiche wöchentliche Lern- und Übungszeit für die Rechtschreibung zur Verfügung? Wie wurde dies erfasst? Wie wurde die Hamburger Schreibprobe in den einzelnen Lerngruppen vorbereitet und durchgeführt? Wie wurde sichergestellt, dass die Bedingungen für alle Lerngruppen und alle Probanden gleich waren?“

Weiter heißt es: „Es ist bei Ihnen wiederholt vom ‚systematischen Fibelansatz‘ die Rede, der in den Schulen zum Einsatz komme. Nur gibt es diesen überhaupt nicht. Sie thematisieren nicht, dass in den Schulen eine Vielzahl von Fibeln und Fibellehrgängen mit den unterschiedlichsten Zusatzmaterialien verwendet werden. Welche Fibel genau in der Studie untersucht wurde oder ob es gar mehrere verschiedene waren, legen Sie nicht offen. Kein Wort darüber, dass Fibelunterricht ohne den Einsatz von Zusatzmaterialien kaum Differenzierungsmöglichkeiten in den immer heterogener zusammengesetzten Lerngruppen bietet. Vielmehr legen Sie den Schluss nahe, dass, wenn man Rechtschreibwerkstatt und Lesen durch Schreiben eliminiert, mit der Rechtschreibkompetenz in Deutschland wieder alles in Ordnung ist. Sie unterschlagen dabei, dass es gar keine Rückkehr zur Fibel geben kann, denn ‚die Fibel‘ war nie weg und hat einen Marktanteil von über 90 Prozent.“ Deshalb könne der Rückgang von Rechtschreibkompetenzen von Viertklässlern in Deutschland, wie ihn etwa unlängst der IQB-Bildungstrend festgestellt hat, kaum auf andere Methoden zurückgeführt werden.

Trotzdem hatte die Veröffentlichung der Pressemitteilung unmittelbare bildungspolitische Folgen – zulasten von “Lesen durch Schreiben” und der “Rechtschreibwerkstatt”. Am 25. September, also nur zwei Wochen später, trat die Brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) vor die Presse und verkündete: Alle Brandenburger Grundschüler lernen vom kommenden Schuljahr an wieder allein nach der Fibel-Methode lesen und schreiben. Andere Methoden würden den Lehrerinnen und Lehrern in Bandenburg ab sofort verboten. Das Ministerium werde die Umsetzung kontrollieren, kündigte Ernst an (News4teachers berichtete). Eine seriöse Sichtung der Studienergebnisse kann es durch ihr Haus kaum gegeben haben.

In Nordrhein-Westfalen hingegen ließ sich Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) die Studienergebnisse durch die Autoren vorstellen. Konsequenzen? Keine. Das NRW-Schulministerium halte an der Methodenfreiheit der Grundschullehrer grundsätzlich fest, hieß es in Düsseldorf. bibo / Agentur für Bildungsjournalismus

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

“Schwarzer Peter” heißt das Spiel: Die Debatte um “Lesen durch Schreiben” nimmt hysterische Züge an – zum Schaden der Schulen

 

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133 KOMMENTARE

  1. Wenn die Studie tatsächlich fehlerhaft ist, muss sie ergebnisoffen wiederholt werden. Die Stichprobe von 237 Grundschülern erscheint auch mir wenig repräsentativ. Die Methodenfreiheit in NRW finde ich richtig, korrekte Rechtschreibung von Anfang an aber genauso. Erstklässler müssen noch keine Romane schreiben können.

    • Sie sollte zuallererst mal veröffentlicht werden, damit Lehrer und Wissenschaftler sich dazu äußern können. Ich finde es schon ein starkes Stück, sowas über eine Pressemitteilung rauszuhauen, Politik und Medien sofort darauf anspringen und 2 Monate danach immer noch nicht geliefert wurde.

    • Vor allem ist es ja auch in den unteren Klassen noch “machbar”, zu jeder Korrektur eine Berichtigung zu verlangen, was nötig wäre. Sonst kann man sich die Korrektur auch sparen!

    • Im Leitfaden der Rechtschreibwerkstatt für Eltern, den ich zu Hause auf dem Dachboden mit den bei meinen ersten Kindern angewandten Materialien der Rechtschreibwerkstatt aufbewahre, steht aber eindeutig geschrieben, dass man die Kinder nicht verbessern soll, sie schriftlich brabbeln lassen soll, sich die Schriftsprache wie die Sprache über Fehler kontinuierlich zur richtigen Schreibweise hin entwickelt.
      Als Beispiel wurde das “richtige Schreiben von Anfang an” am Beispiel des Wortes Blätter genannt, welches sich in der Weise wie falsche Schreibungen wie Pleta, Bleta, Bleter, Bläter sich irgend wann zu Blätter entwickeln soll. Der theoretische Ansatz ist einfach nur noch mit grobem Unfug zu umschreiben.

      Warum der Geschäftsführer öffentlich und unter fadenscheinigen Argumenten interveniert liegt doch auf der Hand, man fürchtet sich schließlich vor Umsatzverlusten.
      Alleine in Beckum arbeiten inzwischen wohl nur noch 2 Grundschulen mit den Materialien, und dieser Umstand ist der falschen Methodik des eigen initiativen Lernens ab der ersten Klasse geschuldet, sowie dem unstrukturierten Ansatz in der Vermittlung der korrekten Grapheme vom ersten Tag an.
      Herr Jansen hat sich ausführlich mit dem Konzept auseinandergesetzt, aufgezeigt wie sich dieser in eigenen Seminaren an der Uni Münster darstellen darf und regelmäßig auch auf Workshops an Wochenenden für Grundschullehrer vertreten ist.
      Ich hoffe im Interesse aller Schulanfänger, dass sich die Rechtschreibwerkstatt als Lernmateriallieferant für Grundschulen erledigt hat.

  2. Nur keine Illusionen: Bei etlichen Studien zu “politisch sensiblen” Themen kann man Zweifel anmelden. Es gab auch massive Kritik an PISA, denn die PISA-Leute haben die Details ihrer Methoden auch nie veröffentlicht, sondern nur die Ergebnisse. Es gab zum Beispiel etliche Studien, die angeblich “nachgewiesen” haben, dass G8-Abiturienten dasselbe können wie G9-Abiturienten. Glaubt die hier irgend jemand? Ich habe den Verdacht, dass man eben “unter NIveau” getestet hat, und dann sind in der Tat kaum Unterschiede zu erwarten. Das jedenfalls, was man beim Übergang von G9 zu G8 ganz bewusst gestrichen hat, das wurde natürlich nicht getestet.

    • Das stimmt – mal wieder – nicht, Cavalieri. Natürlich gibt es ausführliche Bände zu PISA, in denen alle Details der Studie ausgebreitet sind. Wikipedia dazu:” Vorbereitung, Durchführung und Auswertung sind in vielhundertseitigen technischen Berichten und Auswertungshandbüchern beschrieben.”

      Hier im Detail nachzulesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Methodik_der_PISA-Studien

      Auch Ihre zweite Geschichte ist falsch: Es gibt eine Meta-Studie, die die Ergebnisse aller Arbeiten dazu zusammenträgt. Verglichen wurden dabei vor allem Noten und die zugrundeliegenden Arbeiten. Ergebnis: Es könnten weder eindeutig positive noch eindeutig negative Effekte festgestellt werden.

      http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/studie-zu-turbo-abi-kaum-unterschiede-bei-abiturienten-mit-g8-und-g9-a-986159.html

      Klar, dass Sie als Pressesprecher der AfD, die ihre Wahrheiten zum Klimawandel schlicht erfindet, Wissenschaft per se in Zweifel ziehen – wenn’s gerade politisch in den Kram passt.

      Lügenpresse, Lügenwissenschaft, Lügenwirtschaft – Nur die AfD erzählt immer die Wahrheit. Pffff

      • Zur PISA-Kritik gibt es mittlerweile auch einen eigenen Wikipedia-Artikel (was ungewöhnlich ist):
        ttps://de.wikipedia.org/wiki/Kritik_an_den_PISA-Studien
        Zum Beispiel wird die Wissenschaftlichkeit dieser Studie bestritten. Außerdem sind die Ergebnisse verdächtig ähnlich wie die bei üblichen Intelligenztests. Getestet wird hauptsächlich “Testkompetenz”, in Multiple-Choice-Aufgaben etwa so wie bei Günther Jauch. Das ist auch eine Kunst, hat aber nichts etwa mit dem Schulfach Mathematik zu tun, das man vorgibt zu testen. Zum Klimawandel hatte ich nichts gesagt, was soll der damit zu tun haben? Und was soll die AfD damit zu tun haben? Sie haben wohl zu viel AfD im Kopf. Die ist gar nicht so wichtig. Wie der Stier auf das rote Tuch …
        Und dass die “progressiven” Leute wie Sie an einen Bildungsmonitor vom Institut der deutschen Wirtschaft glauben, da kann ich nur grinsen. Die Wirtschaft hat ein massives Interesse an G8. Sie hat das ja auch vorangetrieben. Da können Sie gleich an Bertelsmann glauben.

        • Natürlich gibt es Kritik – es gibt an jeder ernzunehmenden wissenschaftlichen Veröffentlichung Kritik. Er gehört zur Wissenschaft, sich einer Peer-Review zu stellen.

          Sie haben aber behauptet, die Methoden von PI’SA seien nie veröffentlicht worden – und das ist, wenn Sie weiter drauf insistieren, glatt gelogen.

          • PS. Was das mit Ihrer Propaganda-Arbeit für die AfD zu tun hat? Nun, Sie schaffen es ja bei jedem beliebigen Thema auf News4teachers, einen Schlenker hin zu den von Ihnen verhassten Muslimen einzubauen – sollte das hier mal anders sein?

            Falls nicht: Macht nichts. Die AfD bedient ja auch den Hass auf vermeintliche gesellschaftliche Eliten wie Journalisten, Politiker, Wissenschaftler, Wirtschaftsvertreter – dafür liefern Sie ja gerade ein schönes Beispiel.

            Übrigens auch für die Doppelmoral dieser Partei – denn vermutlich gehören Sie selbst zu dem “System”, das Sie hier mit jedem Ihrer Posts bekämpfen. Und leben sicher ganz gut davon …

          • Von Muslimen war oben nicht die Rede. Die haben mit Tests aller Art nichts zu tun. Wo habe ich denn das letzte mal was zu “Muslimen” geschrieben? Ich hatte Prozentzahlen von Migrantenkindern genannt, aber das sind offizielle Statistiken. Diese Zahlen steigen und steigen, was wiederum andere hier wohl nicht sehen wollen.

        • Cavalieri,

          genau das ist doch entscheidende Unterschied. PISA ist veröffentlicht, Leute können sich alles bin ins Detail anschauen und ihre Meinung dazu bilden.

          Wissenschaftler können auch ihre Gegenposition bilden und selber veröffentlich – kurz PISA kann Diskutiert werden.

          Jetzt finde den Unterschied zur Studie, um die es hier im Beitrag geht

          • Schauen Sie mal in den Beitrag des Spiegel, den ich um 12:23 Uhr zitiert habe. Dort wird ganz deutlich darauf hingewiesen, dass es sich bei dem von den Bonner Psychologen gewählten Veröffentlichungsmodus um ein “in der Wissenschaft durchaus verbreitete[s] Vorgehen” handelt.

          • “[…] die Psychologen versicherten, dass die vollständigen Ergebnisse selbstverständlich so bald wie möglich publiziert würden […]”, siehe Spiegel.

          • Es geht darum, dass es ein “in der Wissenschaft durchaus verbreitete[s] Vorgehen” ist, Ergebnisse einer Studie über die Presse zu publizieren, bevor die komplette Studie als solche veröffentlicht ist. In diesem konkreten Fall passt das Herrn Brügelmann, dem Grundschulverband, N4t und anderen jedoch nicht in den Kram, weshalb sie “Stimmung machen”, wie N4t so gerne in die entgegengesetzte bildungspolitische Richtung formuliert.

          • @Aufmerksamer Beobachter
            “[…]selbstverständlich sobald wie möglich Publiziert würden[…]”
            Genau. Und DANN kann man darüber reden. Und nicht im vorauseilenden Gehorsam die Lehrmittelfreiheit über Bord werfen.

          • @Aufmerksamer Beobachter
            Das mit dem “Stimmung machen” kann man auch umdrehen. Sie verteidigen eine Studie, deren Inhalt sie überhaupt nicht kennen können, nur weil Ihnen das angebliche Ergebnis “in den Kram passt”

            Üblich oder nicht, es ist einfach unseriös, so mit wissenschaftlicher Arbeit umzugehen. Und erst recht, politische Entscheidungen auf Basis einer Pressemitteilung zu treffen

          • @ stobbart:

            Dann halt nochmal: Es geht darum, dass es ein “in der Wissenschaft durchaus verbreitete[s] Vorgehen” ist, Ergebnisse einer Studie über die Presse zu publizieren, b e v o r die komplette Studie als solche veröffentlicht ist. In diesem konkreten Fall passt das Herrn Brügelmann, dem Grundschulverband, N4t und anderen jedoch nicht in den Kram, weshalb sie “Stimmung machen”, wie N4t so gerne in die entgegengesetzte bildungspolitische Richtung formuliert.

            Unabhängig von der Diskussion um den Veröffentlichungsmodus sagt der User Martin Urban auf der Facebook-Seite von N4t alles inhaltlich Notwendige zum Thema “Schraibn nach Gehöa”:

            “Es gibt keinen handfesten Beleg dafür, dass diese Methode das mit sich bringt, was man sich davon verspricht. Im Gegenzug muss erwähnt werden, dass auf Grund dieser Methode vermehrt Missverständnisse auftreten (was meinst du eigentlich?) und es nicht hilfreich ist, wenn Kinder erst ab der 4. oder gar später an die Rechtschreibung herangeführt werden (erhöhter Lernaufwand und ggf. weitere Probleme).
            Kurz: endlich mal wieder eine gute, bestimmt auch richtige Entscheidung im Sinne der Kinder (und darum geht es). […]

            Kommentare und Artikel widerlegen […] nicht z. T. frustrierte Kinder und Jugendliche, die dann eben auch kein Verständnis dafür haben, warum man Ihnen erst nach Jahren der Schulpflicht sagt, dass man dieses und jenes eben so und nicht anders schreibt, da dies einer gemeinsam Kommunikation dienlich ist und eben Missverständnisse vermeidet.
            Bitte auch die berechtigte Kritik daran wahrnehmen, davon gibt es genug, auch genug Belege, die das untermauern. Schade, dass das nicht thematisiert wird.”

            Zum Thema “Stimmungsmache”: Ich setze lediglich dem, was N4t behauptet (“Zweifel an Studie”) die im Spiegel formulierte Gegenposition (“Kaum war die erste Meldung über die aktuelle Studie in der Welt, versuchte er [Brügelmann], die Bonner Forscher von einer weiteren Verbreitung ihrer Ergebnisse in der Presse abzubringen […]”) entgegen.

          • Und mir ist es egal, was Hans Dampf auf Facebook schreibt. Es geht mir darum auf welcher Grundlage hier Entscheidungen getroffen werden sollen.

            Und wenn bei einer Studie nicht mal klar, wie groß die Stichprobe ist und wie der Untersuchungsgegendstand überhaupt Definiert ist, finden Sie nicht, dass es berechtigte Zweifel sind?

          • Die Diskussion hatten wir hier schonmal. In diesem Dialog zwischen Conny und mir kommt sie zusammengefasst zum Ausdruck.

            Conny schrieb: “Dass sich eine Unterrichtsmethodik in Deutschland an Grundschulen ausbreiten konnte, ohne dass jemals dazu ein staatlicher Modellversuch oder eine mehrjährige Evaluation vorgeschaltet wurde, halte ich tatsächlich für skandalös, egal ob da jetzt Millionen oder nur ein paar 10 000 Kinder danach unterrichtet wurden.”

            Aufmerksamer Beobachter schrieb: “Richtig. Noch skandalöser ist nur, dass es jetzt genau solcher Studien/Evaluationen bedarf, um eben diese ‘Unterrichtsmethodik’ endlich vollständig loszuwerden.”

            https://www.news4teachers.de/2018/09/schwarzer-peter-heisst-das-spiel-die-debatte-um-lesen-wie-schreiben-nimmt-hysterische-zuege-an-zum-schaden-der-schulen/

          • Mit anderen Worten: Wenn man “Schraibn nach Gehöa” exakt so abschaffen würde, wie es eingeführt wurde (nämlich ohne jegliche Studie/Evaluation), dann könnte man sich die ganze Diskussion um die aktuelle Studie komplett sparen. Man bräuchte sie (die Studie) nämlich nicht.

          • Sind Sie Vertriebsleiter der Rechtschreibwerkstatt in Beckum ?
            Dann kann man sich mir nämlich einen Reim auf ihr Engagement für ein derart schlechtes “Lehrwerk” für Schreibnovizen machen, denen man vorgaukelt, man könne allein nach Gehör das Schreiben erlernen, gleichzeitig aber die Eltern von korrigierenden und erklärenden Ansätzen fernhalten will und nach Möglichkeit mit der Methode von Abschreibstrategien und Anlauttabellen sich selbständig das Erlernen der Schriftsprache aufnötigt.
            Dabei werden aber gerade die Risikogruppen nachhaltig geschädigt und in ihren Schulkarrieren negativ beeinflusst.

      • Man veröffentlicht die zahlreichen Statistiken mit zahlreichen Kommentaren, aber die Testinstrumente selber sind geheim (bis auf wenige Beispiele). Deshalb wäre die PISA-Studie nie von Außenstehenden reproduzierbar. Dabei sind die Testinstrumente der Kern eines Tests. Sowas würde in anderen Fächern nie als Wissenschaft akzeptiert.

        • Hier sind umfangreiche Beispielaufgaben: https://www.pisa.tum.de/beispielaufgaben/

          Warum nicht alle Aufgaben veröffentlicht werden, dafür gibt es eine einleuchtende Erklärung: “Der Großteil der Aufgaben bleibt allerdings weiterhin unter Verschluss, da diese in kommenden PISA-Erhebungen wieder eingesetzt werden.”

          Dem nationalen PISA-Konsortium, dem rund ein Dutzend der renommiertesten Bildungsforscher in Deutschland angehören, sind die Fragen natürlich bekannt.

          • Die Beispielaufgaben zur Mathematik und zum Haupttest sind sämtlich eingekleidete Aufgaben zu den vier Grundrechenarten (inkl. Prozentrechnung), mit der Ausnahme von Flächenberechnungen (erste und vorletzte Aufgabe) sowie eine Winkelberechnung (letzte Aufgabe: ein Drittel des Vollwinkels).
            Allein mit der Grundschulmathematik kann man schon diesen Teil gut “bestehen”. Ob das bei den nicht veröffentlichten Aufgaben auch so ist, das ist eben nicht bekannt. Allerdings sind die Texte oft kompliziert und erfordern “Lesekompetenz”, die ihrerseits aber auch unter “Lesen” getestet wird. Also “Lesen” wird nahezu doppelt gewichtet.
            Und selbst die Tests zu G8/G9 testen großenteils Mittelstufen-Mathematik (so sagen sie selbst, “mathematical literacy”) und geben nicht einmal Aufgaben an, auch wenn diese Tests nicht später wiederholt werden. Es ist eine Politik, alles schön im Dunkeln zu halten, damit man sich unangreifbar macht.

          • Und gern ein drittes mal:
            Sie können ihre Kritik (Gewichtung Lesen; Aufgaben zu einfach) anbringen, weil es Öffentlich ist. Es sind legitime Einwände, aber darüber kann geredet werden. Aber um PISA pro und contra geht es hier nicht.

            Hier bei der Studie ist nichts (!) bekannt. Nicht wie schwer die Aufgaben waren, ob diese valide waren, noch nicht mal, wie die Stichprobe aussah.

            Es ist (noch) nichts veröffentlicht, und trotzdem sollen Entscheidungen gefällt werden. Das ist unredlich.

          • stobbart: Okay, aber war denn VOR der Einführung des Schreibens nach Gehör dasselbe durch eine wissenschaftliche Studie hieb- und stichfest untersucht waren? Oder war das genauso unredlich? Siehe auch den Beitrag von Aufmerksamer Beobachter oben 14:47.
            Ich stimme zu: die Schulpolitik neigt dazu, irgendwas einzuführen oder abzuschaffen, ohne dass das wissenschaftlich begründet ist.
            Beispiel: Ganztagsschule deuscher Art (d.h. nachmittags nur Betreuung, kein Unterricht). Deren Einführung wurde sogar mit PISA (!) begründet, nicht aber mit einem Test, bei dem in einem Vorversuch mal Halb- und Ganztagsschulen hinsichtlich ihrer Wirkungen gegeneinander gestellt wurden:
            https://www.ganztagsschulen.org/archiv/13831.php
            Und sowas steht auch noch stolz auf der Homepage des BMBF !!
            Fazit: Mit Testergebnissen wird von der Politik ohnehin sehr “großzügig” (um nicht zu sagen “opportunistisch”) umgegangen. Das Beispiel im obigen Artikel ist nicht einmal besonders krass.

          • VORher war es so, dass Lehrkräfte zu dem Schluss gekommen sind, dass das Material der Fibeln, die es damals gab, nicht ausreichend war und Kinder Probleme hatten, auf die damals übliche Weise Lesen und Schreiben zu lernen.
            Das haben verschiedene Lehrkräfte an verschiedenen Orten festgestellt und daraufhin haben sich unterschiedliche Ansätze gebildet, die Lehrkräfte ausprobiert haben, LdS ist einer, Rechtschreibwerkstatt ein anderer, Spracherfahrungsansatz noch einer, es gibt weitere UND es gibt verschiedene Ansätze bei Fibeln.
            Gerade bei LdS, wie z.B. auch beim Ansatz Silben einzubinden, gab es nämlich zunächst Initiativen einiger Lehrkräfte, die neue Ideen in den Unterricht einbinden und dabei bleiben, wenn die Ergebnisse vielversprechend sind … oder besser als das, was zuvor war. Erst später finden diese neuen Ansätze Eingang in Lehrwerke oder Schulpolitik bzw. Curricula.
            Außerdem greifen andere Lehrkräfte die Neuerungen auf, setzen sie womöglich ähnlich oder anders ein, verbinden sie mit anderem Material, passen sie an die eigene Lerngruppe an, entwickeln auf der Grundlage oder angestoßen durch die Idee etwas anderes.

            Ob die Studie sauber geführt wurde und die gestellten Fragen beantwortet werden können, wird man erst überprüfen können, wenn sie veröffentlicht ist.

            Unredlich ist, dass man sich die Studie gar nicht ansieht, sondern auf Grundlage der Pressemitteilung quer durch alle Medien Schlüsse zieht und Verurteilungen vornimmt oder gar Entscheidungen trifft und Politiker und andere zu Äußerungen kommen, dass es eine Qualitätsoffensive und mehr Fortbildungen für Grundschullehrkräfte brauche etc.

            Ebenso, wie die Presse die Pressemitteilung genutzt hat, um in Artikeln das LdS-Thema plakativ aufzugreifen, darf die Presse nun auch danach fragen, wo die Veröffentlichung der Studie zu finden ist.
            Danach kann man sich zum Vorgehen, den Ergebnissen und den Schlussfolgerungen äußern.

          • Offensichtlich sind die anderen Methoden alle noch weniger erfolgreich.

            Dass nach der Fibel-Methode alle in Rechtschreiben nur noch Einsen schreiben, hat niemand behauptet und erwartet auch niemand.

          • Was hier bei der Diskussion vollkommen außer acht gelassen wird, ist die zusätzliche Methodik des eigen initiativen , durch den Schüler gesteuerten Lese- und Schriftspracherwerb ohne eine strukturierte Vorgabe in den ersten zwei Grundschuljahren.
            Somit ergibt sich bei einer besonders ungünstigen Konstellation mit LDS + freiem Schreiben nach Scharrelmann/Ganzberg mit einer Anlaut-Tabelle und dem Training des “phonologischen Bewusstseins” mit Hilfe der Anlaut-Tabellen, wobei den Schülern zunächst eine 1:1 Phonem-Graphem-Beziehung vorgegaukelt wird, was zu einer resistenten Vermittlung, eigener,aber falscher Schreibstrategien führt. Diese dienen dem Schüler zunächst als Grundlage seiner eigenständigen schriftlichen Mitteilungen.
            Hier vor Ort Arbeitet jede Schule mit anderen Konzepten und unterschiedlichen Materialien und Methoden.
            Die nächst gelegene Grundschule arbeitet, bei einem hohen Anteil an Kindern mit einem Migrationshintergrund, im ersten Jahr mit offenen Lernmethoden, LDS, dem Buchstaben der Woche und der selbständigen Methode des Schriftspracherwerbs mit einer Anlaut-Tabelle im offenen Ansatz nach Scharrelmann.
            Die Rechtschreibwerkstatt und Tinto dienen als weitere Lernmaterialien im eigen initiativen Schriftsprach- und Leseerwerb.
            Rechtschreibregeln mit strukturierten Übungen zur Anwendung der orthographisch richtigen Grapheme werden nicht primär vermittelt und später dann auch nicht , Rechtschreibstrategien werden vom Schüler weitgehend selbst entwickelt, Fehler werden akzeptiert und nicht verbessert, die Lehrerin erwartet eine eigenständige Weiterentwicklung in Richtung einer schrittweisen Verbesserung der Orthographie durch den Schüler. Allerdings finden Rechtschreibgespräche in der Klasse statt, die aber nicht nachhaltig in Richtung auf die orthographisch Korrekte Schreibung wirken.
            Die Ergebnisse nach der vierten Klasse sind entsprechend desaströs im Vergleich zu den anderen Grundschulen.
            Über die kann ich auch noch differenziert berichten, so dies erwünscht ist.

          • @AvL
            Es war mir schon aufgefallen, dass Sie sich bisher zurückgehalten haben.
            Es geht GAR NICHT um eine Auseinandersetzung mit den Methoden, Möglichkeiten und Mischungen von Ansätzen.
            Solange die Studie nicht öffentlich ist, kann man in dieser Hinsicht gar keine Aussage treffen, ebenso keine zu Lernvoraussetzungen und anderem.

          • @Palim
            Es sind eben mehrere Faktoren, die einen Einfluss auf das Lernverhalten haben. Der wichtigste Einflussfaktor ist die kompetente, engagierte Lehrerin bzw. ein derartig engagierter Lehrer.
            Methodisch wird sich meiner Meinung nach, wenn ich hier Vergleiche zwischen den Schulen ziehe, ein auf einem silbenanalytischen oder analytisch-synthetischer Fibelwerk gestützter Methodenansatz als Grundlage durchsetzen gegenüber mehr offenen Fibelwerken, erweitert durch Zusatzarbeiten zum eigenschriftlichen Schrifterwerb.
            Ich denke auch, dass dann eine verstärkte Anwendung von reinen Lese-Lernbüchern nach dem Kieler Leseaufbau im Einzellerngang und ohne Bebilderung zum Training der Leseautomatisierung, im visuellen Erfassen der Silben und/oder des Intra-Akt-Plus-Konzept im Gruppenverband, vermehrt zur Anwendung kommen werden.
            Es geht letztendlich um eine strukturierte, sukzessive Hinführung zum eigenständigen Schreiben und Lesen, ohne dass Fehler implementiert werden, die einer Automatisierung auf höheren Ebenen im Wege stehen und sich später nachhaltig negativ auswirken..

          • Ich glaube, sie formulieren mit Ihren Gedanken Ihren Wunsch 🙂

            Angekommen sind Sie inzwischen bei einem Methodenmix:
            ein auf einem silbenanalytischen oder analytisch-synthetischen Fibelwerk gestützter Methodenansatz als Grundlage ” + “Training der Leseautomatisierung” mit verschiedenen möglichen Materialien.
            Davon haben hier mehrere Lehrkräfte schon häufiger geschrieben.

            Wenn Sie jetzt noch die Kurve zur Differenzierung bekommen, die in einer Klasse mit 25 Kindern und 1 engagierten Lehrkraft gelingen kann, wobei unterschiedlichste Lernausgangslagen berücksichtigt werden, nähern wir uns der Realität an.

            Man kann mit der genannten Mischung arbeiten, man kann auch andere Wege wählen.
            Man kann diesen Schwerpunkt setzen, man kann ihn auch ergänzen. Vielleicht sind manche Elemente auch schon im Fibelmaterial enthalten – je nach Wahl der Fibel.

            Letztendlich braucht es mehrere Methoden und Ansätze sowie Differenzierung, um in der Heterogenität erfolgreich arbeiten zu können.

  3. Aus dem “Spiegel” (Ausgabe 39/2018):

    Zitat: “Die Schreiben-nach-Gehör-Ideologie hat in Deutschland immer noch mächtige Verfechter. Der emeritierte Professor für Grundschulpädagogik Hans Brügelmann lässt gemeinsam mit dem einflussreichen Grundschulverband schon seit Jahren keine kaum eine Gelegenheit aus, jede Studie anzuzweifeln, die den auf Schreiben nach Gehör basierenden Methoden ein schlechtes Zeugnis ausstellt. Brügelmann vertritt die Meinung, perfekte Rechtschreibung sei nicht das Wichtigste.

    Kaum war die erste Meldung über die aktuelle Studie in der Welt, versuchte er, die Bonner Forscher von einer weiteren Verbreitung ihrer Ergebnisse in der Presse abzubringen, zumindest vor der vollen Veröffentlichung der Daten.

    Brügelmann weist dies als Unterstellung entschieden zurück; er habe lediglich eine Verbreitung in den Medien ohne nachprüfbare Belege kritisiert. Obwohl die Psychologen versicherten, dass die vollständigen Ergebnisse selbstverständlich so bald wie möglich publiziert würden, verschickte der Grundschulverband eine Stellungnahme, in der er dieses – in der Wissenschaft durchaus verbreitete – Vorgehen der Bonner Forscher als ‘wissenschaftlich unseriös’ beschimpfte.

    Allerdings haben Brügelmann und die anderen Verfechter des Schreibens nach Gehör mit immer stärker werdendem Widerstand zu kämpfen.”
    https://magazin.spiegel.de/SP/2018/39/159553285/index.html

  4. @ Redaktion
    Das obige Thema hat nun mit Parteipolitik nichts zu tun. Wer aber hat hier die AfD in die Debatte eingebracht, und warum? Da wurde oben plöltzlich gesagt, die AfD hätte was Falsches zu irgendeinem anderen Thema (Klimawandel) gesagt, und deswegen müsse das ja falsch sein, was ich schreibe. Wie beurteilen Sie denn diesen abenteuerlichen Diskussionsstil? Entspricht er dem “Kategorischen Imperativ” und kann als vorbildlich gelten ?
    Beim Fußball ist ein Schiedsrichter gut beraten, gleich am Anfang jedes Foul zu ahnden, damit nicht die Spieler das Gefühl bekommen, sie könnten sich noch mehr davon leisten. Ein Foul hier entspricht einem Verstoß gegen die Netiquette.

    • Sehr geehrter Cavalieri,

      wir haben Sie auch schon davor gerügt, dass Sie fast jedes Thema auf News4teachers für fremdenfeindliche Monologe nutzen – und haben, wenn’s ganz schlimm kam, auch schon Posts von Ihnen gelöscht. Sie äußern Ihre Meinung hier – und provozieren damit immer wieder. Andere äußern ihre Meinung zu Ihren Posts – und provozieren damit Sie. Darin können wir kein Problem erkennen.

      Ums mal mit einem Sprichwort zu sagen: “Wer die Hitze nicht verträgt, der soll nicht in der Küche arbeiten”. Auf die Leserzuschriften auf News4teachers übertragen heißt das: Wer keinen Widerspruch erträgt, geht halt besser woanders hin.

      Mit freundlichem Gruß
      Die Redaktion

  5. Sehr geehrter Cavalieri,

    wir haben Ihren aktuellen Post gelöscht. Wir betreiben keinen Kindergarten. Es reicht jetzt – entweder Sie akzeptieren die Regeln hier oder Sie fliegen raus. Wir haben das Hausrecht auf News4teachers und üben es auch aus.

    Herzliche Grüße
    Die Redaktion

  6. Sehr schöne wieder hier auf N4t: Der Vertreter eines Verlags, der in den letzten Jahren großen Reibach mit Materialien gemacht hat, die auf LdS oder der Rechtschreibwerkstatt beruhen, greift die Wissenschaftlichkeit einer Studie an, deren Design einschließlich der Testformate (Hamburger Schreibprobe) völlig öffentlich einsehbar ist und N4t veröffentlicht dies, ohne auf das materielle Hintergrundinteresse der Graf-Orthos-Rechtschreibwerkstatt hinzuweisen.

    Im Übrigen: PISA veröffentlicht bis heute lediglich 5 Prozent der eingesetzten Testformate und Testaufgaben. Mehr Intransparenz in wissenschaftlichen Studien geht eigentlich gar nicht. Und die Uni Bonn hat angekündigt, dass mit Veröffentlichung der Promotion von Herrn Kuhl in wenigen Monaten auch alle noch nicht bekannten Details veröffentlicht werden. Das würde ich mir auch von den PISA-Machern wünschen.

    • Sehr geehrter Herr Bergmann,

      es ist in Deutschland nichts Ehrenrühriges, Geld als Verleger von Unterrichtsmaterialien zu verdienen – ich nehme an, auch Sie bekommen Geld für Ihre Arbeit. Wenn Sie Staatsbediensteter sind, muss auch das Geld, das der Staat für Sie ausgibt, zuvor von jemandem erwirtschaftet worden sein. Ein bisschen Respekt vor denjenigen, die dafür den nötigen “Reibach machen”, wie Sie es ausdrücken, fänden wir durchaus angebracht. Wir haben auch nichts verschwiegen: Die Funktion von Herrn Tofing als Geschäftsführer wird im Beitrag klar benannt.

      Dass ein Verlag die wissenschaftlichen Hintergründe erfragt, warum ein Bundesland seine Produkte für den Einsatz in Schulen verbietet, halten wir gleichfalls für legitim. Auch in Wissenschaftlerkreisen wirft die Studie Fragen auf, die von den Studienautoren bislang nicht beantwortet wurden, deren Beantwortung zur Einschätzung der Studienergebnisse aber essenziell sind. Trotzdem werden von vielen Medien die Resultate bereits als wissenschaftliche Beweise gedeutet – und Politiker wie die Bildungsministerin von Brandenburg ziehen Konsequenzen. Was ist denn, wenn herauskäme, dass die Studie methodisch unsauber ist? Hebt Frau Ernst dann ihr Methodenverbot wieder auf? Und wieso konnte sie nicht warten, bis die Studie vollständig veröffentlicht wird – um sicher sein zu können, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen? Das wüssten wir als Journalisten und Lehrer schon ganz gerne.

      Mit freundlichem Gruß
      Andrej Priboschek
      Herausgeber News4teachers

      • Und ich wüsste als Lehrer und aufmerksamer Beobachter der Bildungsindustrie schon ganz gerne, warum es überhaupt einer Studie bedarf, um “Schraibn nach Gehöa”, das sich ohne jegliche begleitende Studie/Evaluation an den Grundschulen ausbreiten könnte, wieder loszuwerden.

          • Niemand und keine Ahnung.

            Allerdings wurde Frontalunterricht jahrhundertelang praktiziert, während die pädagogischen Experimente erst mit den 68ern losgingen. So schlecht scheint Frontalunterricht besonders in Kombination mit (von Eltern anerzogener) Disziplin nicht sein. Darüber hinaus ist er wesentlich zeiteffizienter vorbereitbar, wegen weniger Kopien kostengünstiger und das Aufwand-Ertrags-Verhältnis ist besser.

          • Dann versuchen Sie doch mal, 30 heutige Erstklässler den ganzen Vormittag frontal zu unterrichten. Viel Spaß!!!!

          • @ Anna, xxx,

            einfach googeln oder die bn4t-Suchfunktion benutzen, z.B.

            Auszug: “1. Das klassische Lernen im Frontalunterricht ergibt Sinn.

            Die Erklärung, die Malloy dafür gibt, ist einfach. Denn um selbst organisiert arbeiten zu können, müssen die Angesprochenen erst mal denselben Bedeutungshorizont haben. Das ist auch der Grund, weshalb im Fremdsprachenunterricht häufig mit der klassischen Frontal-Methode gearbeitet wird. Austausch ist dann erst auf einem gehobenen Level möglich.”

            https://www.news4teachers.de/2017/03/frontalunterricht-hat-sinn-neuropsychologe-raeumt-mit-irrtuemern-in-der-paedagogik-auf/

            Und war es nicht gerade der Fremdsprachenunterricht in Deutschland, der bei letzten Tests besonders gut abschnitt?

          • @ Anna, xxx,

            und hier:

            “Die erfolgreichste war das sogenannte „Direct Instruction“-Modell von Siegfried („Zig“) Engelmann: eine extrem lehrerzentrierte Methode, die eine genaue Planung jeder Unterrichtsstunde verlangt und darauf abzielt, die Lerngruppe insgesamt voranzubringen: das Gegenteil vom individualisierten „entdeckenden Lernen“, bei dem der Weg das Ziel und die Lehrkraft eher Gehilfe als Meister ist. Die Ergebnisse passten allerdings nicht zum herrschenden Ideal; Zig Engelmann wird im Lehrerseminar nicht erwähnt.”

            https://www.welt.de/debatte/kommentare/article150030033/Warum-Ihr-Kind-bald-wieder-Frontalunterricht-hat.html

          • danke.

            @emil ich möchte keine Erstklässler unterrichten. Außerdem ist Frontalunterricht keine Vorlesung, eher das lineare jeder macht dasselbe. ja, wegen der Inklusion ist das an der Grundschule schwierig.

          • Es geht bei Lesen durch Schreiben aber um Erstklässler, xxx. Und nach kurzer Sichtung ihrer Links stelle ich fest, Sofawolf, dass es sich dabei lediglich um Besinnungsaufsätze handelt, nur einer verweist auf eine – umstrittene – empirische Untersuchung.

            Ist aber auch egal. Jede Lehrkraft weiß, dass es guten, dialogischen, und schlechten, monologisierenden, Frontalunterricht gibt und dass es natürlich einen Unterschied macht, ob ich Erstklässler oder Abiturienten, Förderschüler oder Gymnasiasten unterrichte. Eine Methode kann für die einen angemessen sein – für andere nicht. Pauschalurteile über Methoden sind deshalb sinnlos. Umso seltsamer finde ich, wie schnell manche Lehrer hier bereit sind, solche zu fällen – und das noch bezogen auf Lehrsituationen, die sie selbst gar nicht kennen.

          • @xxx
            “… eher das lineare jeder macht dasselbe. ja, wegen der Inklusion ist das an der Grundschule schwierig.”

            Die Heterogenität ist durch die Inklusion sicher größer, war aber vorher schon beachtlich. Flexible Einschulung, verschobene Stichtage, Wahlmöglichkeiten der Eltern und ein Durchwinken von Widersprüchen zur Rückstellung beeinflussen sie zudem.
            Schon vorher ging man davon aus, dass die Kinder zur Einschulung einen Entwicklungsunterschied von 3 Jahren haben, dieser dürfte in aktuellen Grundschulklassen höher sein.
            Daran wird man ermessen können, dass nicht alle linear dasselbe machen werden.

            In dieser Diskussion geht es um das 1. Schuljahr. Die genannten Unterschiede sind also akutell und müssen im Unterricht berücksichtigt werden.
            Gerade diesen Nachteil des Fibelmaterials gilt es aufzufangen. Dazu hat man unterschiedliche Möglichkeiten.

          • @ Anna, natürlich, glaube nur der Studie, die du selbst durchgeführt hast.

            1. Erkenntnisse des Neuropsychologen Robin J. Malloy? Zählt nicht.

            2. “Die Ergebnisse der verschiedenen Methoden wurden über fast 30 Jahre verfolgt.” Zählt nicht.

            3. “Das haben Bildungsökonomen in einer groß angelegten Analyse herausgefunden. ”

            Erst sagen, es gäbe keine und dann die, die es gibt, schlechtreden, um erneut sagen zu können, es gäbe keine.

      • Liebe Redaktion, legen Sie doch Mal Ihre Vernetzungen und geschäftlichen Verflechtungen mit Verbänden, offen, die vor allem Grundschullehrer vertreten wie dem VBE (Deutscher Lehrertag, Schulleitungskongress)! Hat das auch Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung dieser Website?

        • Sehr geehrter “Philipp”,

          nein, es gibt keine geschäftlichen Verflechtungen von News4teachers mit Lehrerverbänden – aber selbst wenn es die gäbe (wenn Lehrerverbände etwa Anzeigen auf News4teachers schalten würden): Was wäre denn dann? Dürfte die Redaktion dann keine kritischen Berichte mehr veröffentlichen?

          Hier finden Sie alles zu den Grundsätzen der redaktionellen Arbeit von News4teachers: https://www.news4teachers.de/uber-uns/

          Mit freundlichem Gruß
          Die Redaktion

    • @Wolfgang Bergmann
      das Design der Studie ist bekannt? Also wie die Autoren die Methoden definieren, wie die Stichproben aussahen, wie evtl andere Ausflüsse auf das Lernergebnis berücksichtigt wurden?
      Falls ich das nicht gefunden habe, würde mich interessieren, wo das veröffentlicht wurde.

    • Es ist schon interessant, dass in diesem Bereich Lobbyismus vorgebracht wird.
      Wie viele Materialien braucht es denn für den Unterricht mit LdS? Wo kauft man sie? Wer bezahlt sie?
      Wie viele Materialien braucht man für den Unterricht mit der Fibel? Wo kauft man sie? Wer bezahlt sie?

      Ich bin mir nicht so sicher, ob hinter einer jahrelangen, völlig verzerrten Berichterstattung, in der zumeist die Ansätze falsch benannt und nicht differenziert betrachtet werden, nicht ein ganz anderer Lobbyismus steckt.

      Das ist wohlgemerkt keine Kritik an der aktuellen Studie als solcher, wohl aber daran, dass die dazugehörte Pressemitteilung wieder einmal zu einseitiger Berichterstattung genutzt wurde. Jetzt nach der tatsächlichen Studie zu fragen, ist eher ein Ausgleich.

    • Ich findet es mehr als befremdlich, dass dem Geschäftsführer des stark umstrittenen Konzeptes der Rechtschreibwerkstatt, Wolfgang Tofing, eine derartig große Aufmerksamkeit in Form eines Berichts über seinen offenen Brief eingeräumt wird, in dem dieser die Methodik der Auswahl der Stichproben, die Ausgewogenheit der Gruppen und der Einflussfaktoren ebenso in Frage stellt, wie die Vorveröffentlichung der Ergebnisse an Hand der Stichprobe.
      Dem Konzept fehlt die strukturierte Vermittlung der Haupt- und Orthographe durch den Lehrer im Anfangsunterricht, der sich als Lernbegleiter verstehen soll. Ebenso wird weder die Struktur der Wörter mit einem deutschsprachigen Wortstamm vermittelt, Regeln zur Auflösung der Endlauthärtung durch die Bildung zweisilbiger Wortstämme fehlen ebenso, wie die Regeln zum Dehnung-H mit Nebenregeln, linguistische Hilfen zur Erfassung der Schreibung von Doppelkonsonanten mit Hilfe der Haus A(Po len ) gegen Haus C (Pollen) Differenzierung nach Röber.
      Das “Rechtschreibtraining “erfolgt in Form von Abschreibübungen von teuer zu erstehenden Wortkarten, die als Nebeneffekt noch stereotype Allgemeinplätze vermitteln, wie der Teufel ist böse, Opa hat eine Glatze etc.. Einfach nur noch grausam.
      Abschreiben kann jeder, fördert diese Tätigkeit doch nicht das eigenständige Schreiben der Schüler.
      Statt dessen sollen sich die Schüler mit Hilfe der beigelegten Anlauttabelle selbstständig das Schreiben beibringen, ohne dass die Eltern unterstützend und korrigierend eingreifen.
      Das gesamte “Rechtschreibgebäude” ist zu statisch aufgebaut, an Hand dessen der Schüler sich nacheinander durcharbeiten soll.
      Ich gehe davon aus, dass dieses Konzept, ähnlich wie sture Diktate Schreiben ohne gezielte Einübung gezielter Regelhaftigkeiten, also gestützter Diktate, in der Sammelkiste der Geschichte für kinderfeindliche Schulpädagogik landen wird, ebenso wie die Prügelstrafe und das in der Ecke stehen.

      • AvL schrieb: “Ich findet es mehr als befremdlich, dass dem Geschäftsführer des stark umstrittenen Konzeptes der Rechtschreibwerkstatt, Wolfgang Tofing, eine derartig große Aufmerksamkeit in Form eines Berichts über seinen offenen Brief eingeräumt wird […]”

        Das ist in der Tat mehr als befremdlich, sollte aber niemanden verwundern, der das Folgende zur Kenntnis genommen hat:

        “Wir produzieren in Print und Online und entwickeln für Sie Formate, mit denen Sie ihre Zielgruppe erreichen. […]

        Wir setzen Bildungsthemen und bringen sie auf die politische und gesellschaftliche Agenda. […]

        Sie möchten eine bestimmte Zielgruppe mit einem Bildungsthema ansprechen? Wir erreichen sie für Sie.”

        https://www.agentur-für-bildungsjournalismus.de/

        • Danke für den Hinweis und die sich daraus ergebende Erklärung .
          (meine Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen)
          Der Artikel entstammt wohl einer Auftragsarbeit, wird den Abgang der Methode des Norbert Sommer-Stumpenhorst nicht verhindern.
          Eine Ehrenbürgerschaft der Stadt Beckum dieses umtriebigen Zeitgenossen wird man zu verhindern wissen.
          Wir melden unsere jüngsten Kinder in der Grundschule an, die sich auf ein bewährtes strukturiertes Lernkonzept mit der Vermittlung orthographischer Schreibstrategien stützt, stilistische Hilfen in der Schreibfähigkeiten gezielt fördert und weiterentwickelt, eine verbundene Schreibschrift von Anfang an fördert, linguistisch gestützte Schreibstrategien vermittelt, musikalisches Zusammenwirken in der Klasse fördert und gezielt eine Leseförderung mit einer Leseautomatisierung in Gruppen und individuell fördert mit geeigneten und bewährten Materialien und Konzepten.

  7. Der Begriff “Fibelunterricht” stört mich die ganze Zeit. Was ist das? Er assoziiert, dass Schüler anhand einer Fibel Lesen und Schreiben lernen. Keine Fibel kommt ohne differenziertes Zusatzmaterial aus, außer man arbeitet wirklich “nur” mit einer Anlauttabelle. Heutige Fibeln haben auch Zusatzmaterial für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache, bieten Material für Leser und Nichtleser und eben auch eine Tabelle, die man zusätzlich einsetzen kann und wenn es nur eine Merkhilfe für die bereits gelernten Buchstaben ist.

    Mit der Fibelmethode ist der analytisch-synthetische Ansatz gemeint. Hätte man nur eine Fibel, könnten die Kinder die Texte gleich auswendig und man wüsste nie, wer lesen kann und wer nicht.

  8. Am Besten führen wir Schreiben nach Gehör einfach im Englisch- und Französischunterricht ein. Wenn sich dann die Rechtschreibleistungen der Schüler verschlechtern, sehen wir, dass die Methode nicht funktioniert.

    • Gute Idee, allerdings ist die Phonem-Graphem-Beziehung im Französisch und Englisch noch ungenauer, lediglich Italienisch ist nahezu 1:1 lautgetreu, was mit der Herkunft aus dem Latein zusammenhängt.
      Ich prognostiziere Ihnen jetzt schon ein Desaster. Im übrigen ist der deutsche Sprachraum der einzige, der derartigen Unsinn eingeführt hat mit den Anlaut-Tabellen Schüler sich im offenen Schulunterricht selbständig das Schreiben und Lesen beizubringen.

      • Man lernt nie aus, ich stelle mir die Umsetzung aber schwierig vor.
        Aber man kann derartige Materialien zur Vermittlung der Schriftsprachen Enlisch und Französisch nicht empfehlen, so man diese Fremdsprachen orthographisch korrekt erlernen möchte. Dann schon lieber gleich von Anfang an die richtige Phonem-Graphem-Beziehung vermitteln, und danach kann man bei guter Schreibstrategie die richtige Schreibweise an Hand der Regelwerke richtig anwenden.
        Man muss aber erst in die Sprache reinfinden, was im Anfang mit sehr viel Arbeit verbunden ist, was ich bei meinen Kindern selbst beobachte.
        Trotzdem unterlaufen dann noch Fehler, weil die Konstanz des Wortstammes in der englischen ind französischen Schriftsprache nicht so stabil ist , wie in der deutschen.
        Dank sei noch einmal posthum an Valentin Ickelsamer und seine Kollegen gerichtet, die unsere Sprache erweiterten und auf ein hoch differenziertes Niveau anhoben.

  9. Nach dem Verlauf der Diskussion wollte ich noch was grundsätzliches zu dem Thema sagen.
    Als Lehrer in Sek I betrifft mich das ganze nur indirekt, bei der Methodendebatte bin ich also leidenschaftslos. Was mich aber verwundert bis stört ist die Vehemenz, mit der die Methode, oder was man dafür hält, angegangen wird.

    Über die Unsicherheiten bei nicht veröffentlichten Studien haben wir hier ja schon geredet. Aber selbst wenn das alles valide ist, ist man doch immernoch nicht wirklich am Ziel. Es gibt auch Studien, die keinen negativen Effekt feststellen konnten. Was ist denn mit denen? Werden die dann einfach für nichtig erklärt? Wenn die Studie der Uni Bonn gut ist, steht doch erstmal “nur” Aussage gegen Aussage.

    Das zweite ist die Zielsetzung des Spracherwerbs. Klar, Rechtschreibung ist wichtig, sogar sehr wichtig. Aber es ist doch nicht das einzige, was vermittelt werden muss.
    Für mich als Sek I- Lehrer sind auch Textverständnis, “Leseausdauer” (oder Leselust) und Textproduktion gleichwertig. Und wenn ich an meine Schüler denke, ist Rechtschreibung das geringere Problem. Da macht mir Textproduktion schon größere Probleme (subjektiver Eindruck natürlich).

    All das ist bei der Diskussion überhaupt nicht berücksichtigt und das finde ich unverständlich und wird der Arbeit der Grundschullehrer überhaupt nicht gerecht.

    • stobbart schrieb: “Über die Unsicherheiten bei nicht veröffentlichten Studien haben wir hier ja schon geredet. Aber selbst wenn das alles valide ist, ist man doch immernoch nicht wirklich am Ziel. Es gibt auch Studien, die keinen negativen Effekt feststellen konnten. Was ist denn mit denen? Werden die dann einfach für nichtig erklärt? Wenn die Studie der Uni Bonn gut ist, steht doch erstmal “nur” Aussage gegen Aussage.”

      Immer noch nicht verstanden? “Schraibn nach Gehöa” ist o h n e irgendeine begleitende Studie/Evaluation eingeführt worden. Und jetzt braucht es angeblich Studien, um diese “Methode” wieder ganz loszuwerden. Das ist absurd.

      • Das mein ich: wozu der pissige Ton und die lächerliche Begriffsverfälschung?

        Zum Inhalt: seit wann werden Methoden nur nach vorheriger Studie angewandt? Holst du dir jedes mal eine behördliche Genehmigung ein, wenn du an deinem Unterricht was änderst? Ich würde mir diese Einflussnahme verbitten

        • stobbart schrieb: “wozu der pissige Ton”
          Das ist Ihre, nicht meine Wortwahl – fällt also auf Sie zurück.

          Im Übrigen: Warum duzen Sie hier alle? Das ist wiederum Ihr Duktus, nicht der anderer Diskussionsteilnehmer.

          stobbart schrieb: “Zum Inhalt: seit wann werden Methoden nur nach vorheriger Studie angewandt? Holst du dir jedes mal eine behördliche Genehmigung ein, wenn du an deinem Unterricht was änderst? Ich würde mir diese Einflussnahme verbitten”

          Warum verlangen Sie dann die Veröffentlichung der hier in Rede stehenden Studie?
          Ich schrieb es bereits oben: Wenn man “Schraibn nach Gehöa” exakt so abschaffen würde, wie es eingeführt wurde (nämlich ohne jegliche Studie/Evaluation), dann könnte man sich die ganze Diskussion um die aktuelle Studie komplett sparen. Man bräuchte sie (die Studie) nämlich nicht.

          stobbart schrieb: “Was mich aber verwundert bis stört ist die Vehemenz, mit der die Methode, oder was man dafür hält, angegangen wird.”

          Dazu hat Wolfgang Bergmann bereits vor Wochen alles Nötige gesagt:

          “Hunderttausende von Eltern haben in den letzten Jahren erlebt, wie ihnen in den ersten beiden Grundschuljahren ihrer Kinder verboten wurde, die Fehler in den Heften zu korrigieren.
          Dass der VBE jetzt diese Probleme kleinredet und so tut, als werde die Arbeit der Grundschullehrkräfte in Frage gestellt, ist ein Armutszeugnis.”
          https://www.news4teachers.de/2018/09/studie-zu-lesen-durch-schreiben-befeuert-debatte-um-verbot-der-methode-meidinger-weiteren-schaden-von-unseren-grundschuelern-abwenden/#comment-271577

          • Wer die Freiheit von Lehrern und Schulen, ihren Unterricht selbst zu gestalten, einschränken will, sollte gute Gründe vorbringen. Und nein: Ein Teaser für eine Diss in Form einer Pressemitteilung gilt immer noch nicht als guter Grund.
            Unterschiedliche Methoden gehören evaluiert. Die Evaluationen gehören veröffentlicht, so dass alle, die es Betrifft ihre Rückschlüsse ziehen können. Wenn sie veröffentlicht wird, ist es ein willkommenes Puzzlestück, mehr aber auch erstmal nicht.
            Aber auf dem Niveau “xyz hat im Internet gesagt” würde ich mir nicht in meinen Unterricht reden lassen. Wenn du/Sie/eure Hoheit das so handhaben ist das aber für mich auch ok.

            Aber für jemanden, der nicht mal genug Anstand hat, die Sache über die er/sie schreibt richtig zu benennen ist es wahrscheinlich zu viel der Sachlichkeit.

          • stobbart: “Unterschiedliche Methoden gehören evaluiert. Die Evaluationen gehören veröffentlicht, so dass alle, die es Betrifft ihre Rückschlüsse ziehen können.”

            So ist es. Und genau das ist bei der mehr als umstrittenen Reichen-Methode und dem mit ihr einhergehenden “Korrekturverbot” der ersten Schreibversuche der Kinder niemals passiert!

            Und so führte eine Leselernmethode (in Verbindung mit etlichen weiteren Einflussfaktoren) dazu, dass viele SuS zunehmend das richtige Schreiben verlernten – was wiederum viele Grundschulkolleginnen und auch die Lehrer der weiterführenden Schulen bemerkten.

          • “Und so führte eine Leselernmethode (in Verbindung mit etlichen weiteren Einflussfaktoren) dazu, dass viele SuS zunehmend das richtige Schreiben verlernten”

            Hier finden wir wieder einmal die Verknüpfung, die gerne behauptet und vorgeschoben wird.
            Grundschulkolleginnen bemerkten, dass die SuS schwächer in der Rechschreibung sind, wie auch in anderen Bereichen, obwohl sie die genannte Methode nie einsetzten. Wie kann dann DIESE Methode Einfluss auf die Leistungen genommen haben?

            Zudem muss – wie Sie ja selbst darstellen – die Methode immer in Verbindung mit den anderen Einflussfaktoren gesehen werden. Genau deshalb ist es von Interesse, die Studie lesen zu können, um sich anschließend selbst ein Urteil bilden zu können, ob und wie andere Faktoren berücksichtigt wurden.

          • Palim schrieb: “[…] obwohl sie die genannte Methode nie einsetzten.”

            So so: Und weil das so ist, haben Herr Rabe (SPD) in Hamburg, Frau Eisenmann (CDU) in Baden-Württemberg und Frau Ernst (SPD) in Brandenburg diese Methode, die “nie eingesetzt” wurde, inzwischen verboten, nicht wahr?

            Palim schrieb: “Genau deshalb ist es von Interesse, die Studie lesen zu können, um sich anschließend selbst ein Urteil bilden zu können, ob und wie andere Faktoren berücksichtigt wurden.”

            …was niemand hier in diesem Diskussionsstrang auch nur mit einem einzigen Wort bestritten hat.

            Mindestens genauso sehr von Interesse wäre allerdings gewesen, wenn es bezüglich der Reichen-Methode überhaupt jemals eine begleitende Studie/Evaluation gegeben hätte.

          • “Mindestens genauso sehr von Interesse wäre allerdings gewesen, wenn es bezüglich der Reichen-Methode überhaupt jemals eine begleitende Studie/Evaluation gegeben hätte.”

            Die können Sie gerne einfordern,
            dann vergessen Sie aber nicht, diese Studien auch für jedes andere Material einzufordern.
            In Nds. sind zurzeit 62 Lehrwerke für die 1. Klasse zugelassen.
            Wie viele davon können begleitende Studien/Evaluationen vorweisen?

          • Das mit der Evaluation sehe ich anders. Es gab in den letzten Jahren mehrere Vergleichsstudien mit nicht eindeutigem Ergebnis.

            Und sie schreiben ja selber, dass es viele Einflussfaktoren gibt. Und wenn man eine Methode verbieten will, sollte zumindest deren Einfluss klar sein. Davon ist man aber weit entfernt von (zumindest mein Eindruck).

  10. Nachtrag: Wie soll es Ihrer Meinung nach Laufen? Sollen alle Lehrer bei “Aufmerksamer Beobachter” nachfragen ob die gewählte Unterrichtsmethode legitim ist? Darf ich entscheiden, welche Methoden Sie einsetzen?

    • Stellen Sie sich doch nicht dumm: Wenn Sie einfach mal in Ruhe und ohne Schaum vor dem Mund nachlesen, was ich in diesem Diskussionsstrang geschrieben habe, dann werden Sie feststellen, dass ich einzig und allein kritisiert habe, dass bestimmte interessierte Kreise sich erdreisten, mittels des Trojanischen Pferdes der Kritik an ihrer bisherigen Nicht-Veröffentlichung eine Studie zu diskreditieren, die dazu dienen soll, eine von ebendiesen interessierten Kreisen ohne jegliche begleitende Studie/Evaluation in die Grundschulen gedrückte Leselernmethode, die mit zu schlechteren Rechtschreibleistungen beiträgt, infrage zu stellen. Nicht mehr, nicht weniger.

        • Sie kennen sich natürlich – wie immer – super aus. Woher wissen Sie denn, dass ich “im Leben noch keine Erstklässler unterrichtet” habe?

          • Sie protzen regelmäßig mit Ihrer unglaublich umfangreichen Arbeit als Sekt Lehrer. Die unterrichten keine Erstklässler….

          • Also “Sekt Lehrer” bin ich bestenfalls an Silvester, dann allerdings mit doppeltem e.
            “Protzen” tun Sie mal wieder mit unqualifizierten und durch nichts belegten Kommentaren.
            Dass Gymnasiallehrer intensiv mit ihren benachbarten Grundschulkolleginnen zusammenarbeiten, übersteigt vermutlich Ihre Vorstellungkraft, gell?

          • Stimmt also, Sie haben im Leben noch keine Erstklässler unterrichtet. Warum moppern Sie also hier rum?

          • emil schrieb: “Sie protzen regelmäßig mit Ihrer unglaublich umfangreichen Arbeit […]”

            Wenn Sie die Beschreibungen (m)eines ganz normalen Alltags als Gymnasiallehrer als “protzen” empfinden, dann kann in Ihrem Unterricht ja nicht viel los sein.

          • Emil weiß selbst nicht, wie lange Sek I- oder Sek I/II-Lehrer arbeiten müssen. Die Studie, nach der Gymnasiallehrer trotz weniger Wochenstunden die meisten Arbeitsstunde pro Jahr haben, ignoriert er geflissentlich.

          • @ xxx,

            genau, das passt sehr gut zu der Beliebigkeitsargumentation der drei Grundschullehrer ysnp, Palim und missis. hier, wonach es anmaßend von Außenstehenden sei, den Arbeitsaufwand der Grundschullehrer einzuschätzen, aber selbst weiß man einzuschätzen, dass die Lehrer weiterführender Schulen auch nicht mehr tun als man selbst.

          • Die Behauptung von 1-2h HA-Kontrolle pro Schultag halte ich wenig plausibel. Was mich besonders stört ist, dass der Grundschulunterricht von den von Ihnen genannten Kommentatoren als fachlich so extrem anspruchsvoll dargestellt wird.

      • Auch mit finanziellen Interessen kann man sachliche Argumente vorbringen.
        Mit der gleichen Logik könnte ich sagen, alle die ein Verbot fordern seien von den Interessen der Fibel-vertreter gesteuert.
        Mit ad hominem kommen wir hier nicht weiter.

        • @Stobbart
          Es wird kommen, wie es kommen musste und in Hamburg, Brandenburg und Baden-Württemberg verwirklicht wurde, dass eben diese Methode auf Grund ihrer schlechten bzw. negativen Wirkungen auf den Schriftspracherwerb, verboten wird. Und das ist auch gut so.
          Ich würde mir wünschen, wenn mit validen Vergleichsuntersuchungen noch weitere wenig lerneffektive Lernmethoden aufgedeckt würden, um diese den Lehrern derart auch zu präsentieren und um damit Leitlinien für einen effektive Unterricht zu entwickeln, ähnlich in der Medizin, in der derartige Methoden im übertragenen Sinne gar nicht umsetzbar wären.
          Aber in den Schulen, hier Grundschulen geht es schließlich nur um Kinder, und die können sich noch nicht einmal wehren, gegen Methoden, die einen strukturierten und effektiven Zugang zum Schriftspracherwerb erschweren, wenn nicht gar verhindern.

          • Die Methode ganze Sätze abzuschreiben hatte sich Ende der 70 Jahre erübrigt, da sie nicht mehr angewandt wurde , aber irgend einer griff dann wieder in die Kiste der Vergangenheit, schließlich ist das Abschreiben der Wortkarten eines N.Sommer-Stumpenhorst auch nichts anderes.
            Also, geht doch.

          • Genau diese Segnung habe ich in meiner Kindheit erfahren. Ganze Sätze wurden ii Schreibschrift auswendig lesen und schreiben gelehrt.
            Der Unterschied zum simplen Abschreiben ist nicht erkennbar, und auch die Wortkarten sind nichts anderes, weil sie die regelhafte Vermittlung der Grapheme mit gezielten Übungen nicht leisten.

        • LDS, an Brügelmanns bahnbrechenden der Schüler- und Lernweg gesteuerten Schriftvielfalt traut sich ob seiner ungewissen Einflussnahme-Möglichkeiten nicht jeder selbsternannte oder ernannte Bildungsexperte heran, schließlich werden die geeigneten Berater nicht immer hinzugezogen, diese trauen sich nicht ihre Heiligkeit anzugreifen oder diese müssen erst noch geboren werden, um selbst dieses Martyrium des selbst gesteuerten Schriftspracherwerbs erfahren zu dürfen.

          • Welche Freiheit wird eigentlich verteidigt ?
            Was ist wichtiger, die Lehrmittelfreiheit der Lehrer auch auf nicht valide Methoden oder die Interessen der Schüler linguistisch den Schriftsprach- und Leseerwerb strukturiert und valide vermittelt zu bekommen, oder mit Anlaut-Tabellen erst einmal verarscht zu werden, um dann noch einmal mühselig umlernen zu dürfen.

          • Wenn LdS verboten wurde, wie kommen Sie dann darauf, dass die Methode Sommer-Stumpenhorst verboten wurde?
            Oder der Spracherfahrungsansatz?
            Dem ist nicht so.
            Verboten wurde LdS, für das man gar keine Materialien kaufen muss.
            Fibeln stehen nach wie vor zur Verfügung, auch mit Grundlage des Spracherfahrungsansatzes, und sind auf den Schulbuchlisten der Bundesländer, so sie welche haben, weiterhin vertreten.

            Sollten andernfalls nur die Lehrmittel im Unterricht eingesetzt werden dürfen, die genau dort gelistet sind, wären die von Ihnen bevorzugte Alternativen IntraAct ebenso vom Tisch. Die Lobby der Verlage würde sich die Hände reiben!
            Auch da müsste man dann nach validen Studien fragen, die darlegen, dass mit dem Material in Klassen effektiv gelernt werden kann.

            Auf welche Weise kann man dann innovativ auf aktuelle Problemlagen im Unterricht reagieren?
            Wer soll an welcher Stelle Unterricht entwickeln und neue Materialien erschaffen?

          • “Welche Freiheit wird eigentlich verteidigt ?”
            Verteidigt wird, dass Lehrkräfte eine Ausbildung genossen haben und Fachwissen mitbringen, die sie befähigt Unterricht zu leiten und die Methoden für ihre Schülerschaft zu wählen und anzupassen.
            Dabei liegt die Verantwortung bei der Lehrkraft, nicht beim Verlag oder beim Material – und schon gar nicht beim Kind.

            “Valide Methoden” können Sie gerne anführen. Zeigen Sie Studien zu einzelnen Methoden in deutschen Schulen, dann werde ich sie mir gerne durchlesen und meine Schlüsse daraus ziehen.

          • Und weil aus der Reichenmethode entwickelte Methoden , wie das Gesamtkunstwerk des Spracherfahrungsansatzes, der Rechtschreibwerkstatt und methodisch diesen nahestehende Fibeln, wie Konfetti, Tinto etc. eben im Rahmen der Lehrmittelfreiheit weiter ihre Anwendung finden, so werden die Lernstandserhebungen auch in den folgenden Jahren nicht besser werden, zumal immer mehr schlecht ausgebildete Quereinsteiger in den Beruf drängen.

          • Die hier am Ort arbeitenden Lehrkräfte entfernen sich zu unserem Glück zunehmend von den Lernweg orientierten Methoden des Spracherfahrungsansatzes/Rechtschreibwerkstatt ob der vehementen Intervention des Grundschulverbandes durch Brügelmann/Brinkmann/Hecker.

          • Das Intra-Akt-Konzept ist ein derartiges Werk zum Erlernen des Lesens in Gruppen und im Einzelstudium, welches ausgiebig erfolgreich getestet wurde und auf Grundlage Psychologischer Tests und Modelle entwickelt wurde. Diskreditiert und geadelt wurde es durch diesen Akt von keinem geringeren als Hans Brügelmann, dem elitären Freigeist der Grundschulpädagogik.

          • Wo findet man denn die validen Studien, die zeigen, dass das von Ihnen beworbene Material in Grundschulklassen mit 1 Lehrkraft im Raum effizient eingesetzt werden kann?

          • @Palim
            Noch einmal, weil die an LDS angelehnten Methoden des schülergesteuerten Schriftspracherwerbs ab der ersten Klasse weiter unkritische angewendet werden, werden sich die Ergebnisse der Lernstandserhebungen sich in Zukunft nicht wesentlich ändern.

            Das sind im wesentlichen Lernwerke, wie die Rechtschreibwerkstatt, Methoden des Spracherfahrungsansatz nach Brügelmann , sowie daran angelehnte unstrukturierte Lernmaterialien und Fibeln für den offenen Unterricht, wie Konfetti, Zebra, Tinto und Pusteblume, die unkritisch im offenen Unterricht ihre breite Anwendung finden.
            Deshalb stimme ich in diesem Punkt mit Ihnen überein, dass ein Verbot alleine von LDS keine wesentlich bessere Ergebnissen liefern wird.
            Und der Widerstand wird von den Verlagen mit allen Mitteln der Einflussnahme geführt, sei es auch durch das Lancieren von Artikeln wie dieser hier..

          • Es werden ja immer mehr Fibeln, die Sie benennen.
            Da wird die verbleibende Auswahl immer enger oder man muss doch wieder auf eigenes Material ausweichen.

            Aber wo war nun gleich der Hinweis auf die validen Studien für Lehrwerke, die noch übrig sind, und andere Materialien, wie z.B. IntraAct, und ihren Einsatz im Unterricht?

          • Es werden nicht mehr “Werke”,denn auf diese “Lernweg orientierten” Materialien habe ich schon früher im Negativen verwiesen, und die Auswahl der Fibeln wird weiter größer, weil jetzt vermehrt Fibeln auf der Basis von Silben neu erscheinen, sogar im verspielten Selbstlernmodus nach Brügelmann, weil jeder Buchverlag dabei sein will, wenn der Lehrbuchmarkt sich in eine andere Richtung entwickelt.
            Allerdings fehlt in den meisten Fibeln die strukturierte Vermittlung orthographischer Regeln, die als Hilfe der Vermittlung der Schriftsprache gerade für die Risikogruppen wichtig sind, für die anderen aber ebenso zuträglich sind.

          • @Palim
            Das Intra-Akt-Plus -Konzept wird von Psychologen und Lerntherapeuten im Bereich der originären LRS und der Lernmethoden bedingten Lese- und Rechtschreibschwäche erfolgreich eingesetzt, um die Defizite auszugleichen , die durch den “fortschrittlichen Unterricht” im eigen initiativen Lernen der Schüler entstanden sind. Das erfordert aber auch das zusätzliche Engagement der Eltern, was über ein rein finanzielles Engagement deutlich hinausgeht, da zum Teil sehr große Entfernungen zurückgelegt werden müssen, um die geeignete Therapie u erhalten.
            Eigentlich wäre der Aufwand für die Betroffenen Schüler gar nicht notwendig, wenn man sich von den benannten Methoden abwenden würde, ist aber ideologisch und “lerntheoretisch” von dieser Seite aus dem Elfenbeinturm auch gar nicht erwünscht.
            Es geht eben um mehr.

          • @AvL
            Ich teile Ihre Einschätzung hinsichtlich der Therapiebedürftigkeit allein aus dem Grund des nicht hinreichend strukturierten Unterrichts nicht.
            Immer mehr Kinder kommen mit schwacher Lernausgangslage und großen sprachlichen Defiziten zur Schule. Dazu gibt es ja auch Studien z.B. von Einschulungsuntersuchungen.
            Diese Kinder haben mit JEDEM Unterricht Probleme und benötigen zusätzliche Hilfe, gerade weil ihnen die Voraussetzungen für den Schriftspracherwerb fehlen und diese mühsam aufgebaut werden müssen. Dies ist in Einzelunterricht oder Kleingruppen günstiger. Stimmt.

            Statt Schulen so auszustatten, dass alle Kinder, die dessen bedürfen, diese Förderung erhalten können, sind zurzeit Eltern auf Ärzte angewiesen, die Rezepte ausstellen müssten, damit sich Eltern für ihre Kinder dann Therapeuten suchen können. Das ist nicht immer leicht, denn nicht alle Ärzte sehen die Notwendigkeit für diese Rezepte und Förderung, und auch hinsichtlich therapeutischen Angeboten herrscht in manchen Regionen großer Mangel.

            Sie, AvL, kritisieren eine Menge Lehrwerke und Materialien und führen dann als Alternative etwas an, dass im Einzelunterricht und mit viel Engagement der Eltern zum Ziel führt. Gleichzeitig fordern sie “valide Studien”. Müssten diese den Übungsumfang nicht mit berücksichtigen?
            Wie soll mit diesem Material in Schulen gearbeitet werden, wenn dort keine Förderung in Kleingruppen erfolgen kann?

          • @Palim
            Der Anfangsunterricht ist besonders in den ersten zwei Schuljahren besonders anspruchsvoll, wenn die Phonem-Graphem-Verbindung erarbeitet wird. Systematische Fehler in der korrekten Zuordnung wirken sich gerade bei den Schülern aus den Risikogruppen negativ aus und behindern den Automatisierungsprozess.
            Umlernen fällt ihnen besonders schwer.
            Der Unterricht erfordert sehr viel persönliches Engagement und eine sehr gute didaktische Führung und Anleitung der Schüler, um diese in die Fähigkeit zu versetzen, eigenständig zu schreiben.
            Es ist eine gute linguistische Ausbildung einzufordern, die man von Quereinsteigern nicht erwarten kann.
            Es folgt keinem natürlichen Automatismus das Schreiben zu erlernen, erst recht nicht bei Schülern mit Defiziten in der Sprachentwicklung durch auditive, kognitive, rezeptive und visuelle Defizite, sowie migrationsbedingte Sprachdefizite oder als Folge einer sozialen Vernachlässigung.
            Die Einübung von Automatisierungen bringt diesen Schüler deutlich mehr Sicherheit und Hilfe im Lernfortschritt gegenüber einem eigen initiativen Lernen.
            Die Liste der aufgeführten Risikogruppen lässt sich weiter fortsetzen, und gerade die Risikogruppen sind im materialzentrierten Unterricht im eigen initiativen Lernmodus und mit den Materialien der benannten Rechtschreibwerkstatt überfordert, was sich an den negativen Ergebnissen ablesen lässt.
            Bei der Untersuchung der 3000 untersuchten Schüler, wurde eine Stichprobe aus dem Endergebnis gezogen, die aber repräsentativ für das Gesamtergebnis ist.
            Natürlich fürchtet man beim Verlag um die wirtschaftliche Existenz, das Wohl der betroffenen Schüler geht aber vor, deren Schullaufbahn wird negativ tangiert, und gerade die Risikogruppen sind betroffen.
            Es wird Konsequenzen für diese Idee des selbst organisierten Lernen der Schüler im Anfangsunterricht haben, einer Phase, in der die besten Voraussetzungen für das Erlernen der Schriftsprache und das Erlernen des Lesens angelegt sind, weil sich da die synaptischen Verbindungen zwischen Hirnarealen ausbilden können, die auf natürliche Weise nicht ohne entsprechende gezielte Förderung sich ausbilden würden.
            Nach dem dritten Schuljahr wird es immer schwieriger die angehäuften Defizite und Fehler wieder auszugleichen.
            Diese Schüler brauchen einen strukturierten Zugang und keine scheinbar vereinfachenden Methoden des Selbstlernens mit der Ausbildung eigener falscher Regeln im Umsetzen der Schrift.

    • Wolfgang Bergmann hat bereits Ende September nebenan die hier wieder aufflammende Diskussion trefflich zusammengefasst.

      Zitat: “Die Argumentation des Grundschulverbands und der LdS-Befürworter gegen die neue Bonner Studie mit ihren eindeutigen Ergebnissen lässt tief blicken. Sie geht ungefähr so:

      1. Die Studie ist unseriös, denn es wurden nicht alle Details veröffentlicht.
      2. Selbst wenn die Studie stimmte, wäre, sie irrelevant, weil nur 3 Prozent der Schulen danach unterrichten.
      3. Methoden sind zweitrangig, in erster Linie kommt es auf den Lehrer und seine Kompetenz an.

      Eigentlich müsste also die zusammenfassende These lauten: Studien und Methoden sind irrelevant, jeder Lehrkraft soll machen können, was sie will.

      Für einen Verband, der jahrzehntelang für die Professionalisierung und wissenschaftliche Grundlegung des Lehrberufs gekämpft hat, eigentlich eine desaströse Aussage!”

      https://www.news4teachers.de/2018/09/schwarzer-peter-heisst-das-spiel-die-debatte-um-lesen-wie-schreiben-nimmt-hysterische-zuege-an-zum-schaden-der-schulen/#comment-273305

      • Danke für die erneute Zusammenfassung, die die angestrebte Argumentationslinie des Hauses Brügelmann/Brinkmann schon vorwegnimmt.

      • “die zusammenfassende These” verweist auf die zentrale bedeutung der lehrenden person, die selbstverständlich so unterrichten soll, wie sie es kann und nicht zuletzt auch will – ganz im sinne auch von mr.hattie.

        der weg als subjektives ziel ist eben weiterhin abhängig von der, die ihn logischerweise nutzt und nicht andersrum, gelle?

  11. Alles klar, @ Anna, glaube nur der Studie, die du selbst durchgeführt hast.

    1. Erkenntnisse des Neuropsychologen Robin J. Malloy? Zählt nicht.

    2. “Die Ergebnisse der verschiedenen Methoden wurden über fast 30 Jahre verfolgt.” Zählt nicht.

    3. “Das haben Bildungsökonomen in einer groß angelegten Analyse herausgefunden. ” Zählt nicht.

    Erst sagen, es gäbe keine Untersuchungsergebnisse zum Frontalunterricht und dann die, die es gibt, schlechtreden, um erneut sagen zu können, es gäbe keine. Das ist die “Methode Anna”.

  12. Einfach mal nüchtern zurück zum obigen Artikel. Der Tenor scheint der zu sein: Wie können es Schulminister wagen, etwas zu verbieten (oder einzuführen), das nicht hieb- und stichfest auch nach Meinung von Verbänden wissenschaftlich widerlegt (bzw. positiv nachgewiesen) ist?
    Dazu muss man sehen: die Schulminister haben bei kaum einer Reform darauf geachtet, dass das durch eine wissenschaftlichen Studie belegt war. G8, die Inklusion, das Zwei-Säulen-Modell, die Ganztagsschule usw., alles wurde eingeführt in einem politisch opportunen Moment, in dem auch niemand nach einer Studie fragte. Die Studien werden dann hinterher in Auftrag gegeben zu sog. “wissenschaftlichen Begleitung”. Aber niemals sind die Schulbürokraten daran gebunden, was dabei herauskommt. Schulminister sind Parteipolitiker und theoretisch ihren Wählern verantwortlich, aber nie der Wissenschaft.

  13. Zitat xxx:
    “Die Behauptung von 1-2h HA-Kontrolle pro Schultag halte ich wenig plausibel. Was mich besonders stört ist, dass der Grundschulunterricht von den von Ihnen genannten Kommentatoren als fachlich so extrem anspruchsvoll dargestellt wird.”

    Zur Hausaufgabenkontrolle und andere Dinge, die nach dem Unterricht kontrolliert werden:
    Das geht in der Regel so in der Grundschule (zumindest bei uns, vielleicht hat sich es woanders anders eingebürgert):
    1) Am Morgen werden sämtliche Hausaufgaben eingesammelt, in der Regel sind das die Mathematik und Deutschhausaufgaben, bei mir auch einmal die Englischhausaufgaben, die man nicht gemeinsam besprechen muss. Manchmal werden die Hausaufgaben auch nach der gemeinsamen Besprechung eingesammelt. Grund: Die Lehrkraft schaut täglich darauf, was und wie der Schüler zuhause gearbeitet hat.
    2) Die Schüler arbeiten an diesem Tag an einem Wochenplan oder an einer anderen selbständigen Arbeit. Auch das wird nach einer Selbstkontrolle zur Nachkontrolle durch den Lehrer abgegeben. Ziel: Der Lehrer schaut, wie der Schüler gearbeitet hat.
    3) Die Schularbeiten (sofern der Lehrer das nicht aktuell anschauen konnte) und vor allem die Sacheinträge /Tafelabschriebe z.B. in Sachkunde werden abgegeben, denn, wenn man die als Lehrer nicht kontrollieren würde, würden sie vor Fehler strotzen.
    4) Die Nacharbeiten/Verbesserungen werden abgegeben.
    ————–
    Meine tägliche Kontrollarbeit mit Kommentaren und Vorschreiben von Verbesserungen, Eintragen in Listen, dokumentieren nehmen durchschnittlich 2 Stunden in Anspruch. Wenn ich noch einen Wochenplan habe, der sich angesammelt hat, wird es mehr. Wenn ich es mir leisten kann, kontrolliere ich Nr. 3 aktuell – vor allem bei 4. Klassen, weil da nicht mehr so viele Fehler gemacht werden.
    Je jünger die Kinder, desto genauer die Kontrolle. In der 3. Klasse ist es die Genauigkeit, in der 4. Klasse der Umfang, der Zeit kostet, wobei ich hier auch einmal, wenn es zeitlich drin ist, mit der Klasse bespreche. In Mathematik schaue ich nicht einmal jede Rechnung an, sondern schaue, ob es ein grundsätzliches Problem gibt.
    Ich selbst mache da Abstriche in der Kontrolle, wo ich merke, ich schaffe es zeitlich nicht mehr, denn Hausaufgaben und Nachholarbeiten müssen am gleichen Tag angeschaut werden.

    Das sind jetzt nur die Kontrollarbeiten. Was sonst noch dazukommt am Tag, habe ich gar nicht erwähnt.
    Warum diese genauen Kontrollen?
    Die Schüler stehen am Anfang. Sie müssen das richtige Arbeiten in der Grundschule erlernen. Das geht nur dann, wenn man das einfordert und konsequent kontrolliert. Natürlich wird man jeden Schüler je nach seiner Leistungsfähigkeit auch bei der Kontrolle ein Stück weit individuell behandeln und ermutigende Kommentare dazuschreiben.

    Was bedeutet fachlich anspruchsvoll? Von der Fachwissenschaft hat hier keiner geschrieben, sondern von der speziellen Grundschuldidaktik und Pädagogik.

    • Danke, ysnp. Ich sehe das genauso und ich arbeite auch so.
      Die Arbeitsmaterialien wechseln hin und her. Man sammelt eins ein, das andere geht als HA mit nach Hause, am anderen Tag wird gewechselt. Selten, dass mal ein Heft mehrfach mitgegeben wird.
      Was im Unterricht bearbeitet wurde, wird ebenso eingesammelt. Die Kinder haben nur in der Schultasche, was sie für die Hausaufgabe benötigen.
      Bei älteren, also Klasse 3/4 kann durch die Wo-Pla-Arbeit das Kontrollieren auch mal geballt kommen, günstiger ist es, wenn man sich auch da die erledigten Aufgaben abgeben lässt und unter Woche schon einiges sieht.
      Die Kontrolle der Schreibhefte in Klasse 1, in die zunächst “nur” Buchstaben in Linien gesetzt werden, dauert länger, als andere Kontrollen von Aufgaben in 3 oder 4, gerade weil man jeden Strich nachschaut und korrigiert oder ausradiert und ggf. weitere Hilfestellungen ins Heft einträgt, damit die Korrektur gelingt.

      “Was mich besonders stört ist, dass der Grundschulunterricht von den von Ihnen genannten Kommentatoren als fachlich so extrem anspruchsvoll dargestellt wird.”
      Was ist denn die Aufgabe der Lehrkraft? Unterrichten. Diese Aufgabe ist damit determiniert von der Pädagogik, der Fachwissenschaft eines Pädagogikstudiums, das Lehrkräfte absolvieren.

      Es ist offenbar schwierig, Außenstehenden zu erläutern, wo die Schwierigkeit des Erstunterrichts oder Grundschulunterrichts liegt, da die anderen immer nur den vordergründigen Inhalt sehen. Die von den SuS zu lösenden Aufgaben erscheinen Erwachsenen einfach, sie müssen aber von jungen Kindern bewältigt werden, denen die Grundlagen dafür noch fehlen. Es ist die Aufgabe der Lehrkraft, den SuS (allen!) zu helfen, dass sie diese Grundfähigkeiten ausbilden und die Grundlagen lernen können.
      Ein Beispiel: Lesen ist einfach, wenn man es kann. Lesen zu lernen ist etwas anderes. Überlegen Sie, wie es wäre, eine neue Schrift lesen zu lernen, wie z.B. Chinesisch oder Russisch oder Arabisch. Während für Sie die Sprache zusätzlich unbekannt wäre, ist es für die jüngeren Kinder das System der Schrift als solches, das sie erst einmal begreifen müssen. Das haben Sie voraus.

      • “Was mich besonders stört ist, dass der Grundschulunterricht von den von Ihnen genannten Kommentatoren als fachlich so extrem anspruchsvoll dargestellt wird.”

        diese störung sagt mehr über den hier gestörten aus als über die kolleginnen, die einen hohen anspruch an sich bzw. ihren unterricht stellen. alle entscheiden letztlich selbst, auf welchem niveau sie arbeiten. warum also auf die schimpfen, die die latte offensichtlich höher aufhngen?

  14. Was MICH am besonders stört, ist, dass Leute, die keine Ahnung vom Grundschulunterricht, bzw. Erstunterricht haben, hier immer glauben, alles besser wissen zu müssen und der Meinung sind, je jünger die Kinder = je einfacher der Unterrichtsstoff = je einfacher die Vermittlung.

    • @ mississippi das ist doch nur eine konsequenz der irrtümlichen annahme einiger leute, die qualität der arbeit sei von der gehaltshöhe abzuleiten.

      • @ unverzagte: Wer hätte das gedacht? Darin stimme ich Ihnen sogar zu. Die Qualität der Arbeit hängt nicht von der Gehaltshöhe ab. Hier wird hingegen immer der Eindruck erweckt, die Grundschullehrer müssten nur mehr verdienen, dann könnten sie auch wieder bessere Arbeit leisten.

        Nein, bessere Arbeitsbedingungen sind wesentlich für wieder bessere Arbeitsergebnisse!

    • @ missis. (Zitat): “Was MICH am besonders stört, ist, dass Leute, die keine Ahnung vom Grundschulunterricht, bzw. Erstunterricht haben, hier immer glauben, alles besser wissen zu müssen und der Meinung sind, je jünger die Kinder = je einfacher der Unterrichtsstoff = je einfacher die Vermittlung.”

      Sagt die, die genau weiß, obwohl sie keine Ahnung vom Unterricht in der Sek II hat, wie die Arbeit in der Sek II aussieht, weil sie dort ein Kind hat(te), und immer glaubt, Gymnasiallehrern sagen zu müssen, dass der Arbeitsaufwand in der Grundschule und am Gymnasium im Prinzip gleich sind und alle ja das Gleiche tun, obwohl richterlich anerkannte Studien das Gegenteil beweisen, und die meint, dass sich der Unterricht in einer 1. Klasse und in einer 12. Klasse doch eigentlich nicht wirklich voneinander unterscheidet in Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.

      Naja, wenn zwei das Gleiche tun/sagen, dann ist es ja bekanntlich noch lange nicht dasselbe.

        • Jetzt schreibt er gleich wieder, du hättest es schon so oft geschrieben, das müsstest du doch selbst wissen.
          Er/sie hätte keine Lust das nachzulesen oder rauszusuchen.

          • Irrtum, Palim. (Wieso eigentlich “er”? Wegen des “Wolfs” 🙂 ).

            Ich erinnere mich sehr gut daran, dass die missis. von Erfahrungen von Elternabenden und allgemein aus dem Unterrichten am Gymnasium erzählte. Wie ich das jetzt wiederfinden sollte, wüsste ich aber nicht.

            Wenn man außerdem argumentiert, dass der Arbeitsaufwand an den Grundschulen NICHT GERINGER ist als an den Gymnasien, dann setzt das ja voraus, dass man den Arbeitsaufwand an den Gymnasien einzuschätzen vermag bzw. glaubt, diesen einschätzen zu können. Woraus sollte man sonst schließen, dass er nicht geringer ist.

    • @Mississippi
      Dann schließen Sie bitte auch nicht grundschullehrberechtigte Personen wie Herrn Hans Brügelmann und Herrn Norbert Sommer-Stumpenhorst mit ein, denn beide sind keine Grundschullehrer und haben solche auch nie unterrichtet, diese haben aber, in Bezug auf ihre praktischen Erfahrungen mit Grundschülern, einen asymmetrischen Einfluss auf die Grundschulpädagogik.

  15. sofawolf: “Nein, bessere Arbeitsbedingungen sind wesentlich für wieder bessere Arbeitsergebnisse!”

    Dann übertragen wir das doch bitte auch auf die anderen Lehrämter: Die Gymnasialkollegen erhalten demnach bessere Arbeitsbedingungen, dafür aber müssen sie mit A12 ohne Aufstiegsmöglichkeit zufrieden sein und unsere Jugend ist somit wieder studierfähig und gut vorbereitet auf die Arbeit an den Universitäten.
    Sofawolflogik

    • Dass Sie sowas nach so vielen Jahren und geführten Diskussionen schreiben, erschreckt mich. (Es ist ürbigens sonst immer E. gewesen, der so argumentierte.)

      Ich bin nie dafür eingetreten, dass Lehrer weniger verdienen sollen. Ich habe gesagt, wir verdienen gut und sehr gut (je nach Erfahrungsstufe). DESHALB sollen, habe ich immer gesagt, Investionen im Bildungsbereich jetzt erstmal in bessere Arbeitsbedingungen erfolgen.

      DAS ist Sofawolflogik! Missislogik ist es anscheinend, Sie schreiben das ja dort, dass die Lernergebnisse besser werden, wenn man weniger verdient, nur weil man weniger verdient. So ein Quatsch!

  16. @sofawolf: Genau lesen, ich schrieb, dass die Arbeitsbedingungen für Gymnasiallehrer besser werden sollten, damit die Lernergebnisse werden.

    • @ missis., genau lesen, wann trat ich jemals dafür ein, dass Lehrer weniger verdienen sollen als heute, damit (!) die Lernergebnisse besser werden; was Sie versuchten als “Sofawolflogik” lächerlich zu machen? Sie (!) verknüpfen bessere Arbeitsbedingungen und geringeres Gehalt (!!!) völlig unlogisch mit besseren Lernergebnissen! Sie sagten nicht, dass (nur) bessere Arbeitsbedingungen zu besseren Lernergebnissen führen würden, wie Sie jetzt behaupten. Dem hätte ich nämlich zugestimmt.

      Ich würde mal sagen: klassisches Eigentor !

      • Zitat (missis):

        “Die Gymnasialkollegen erhalten demnach bessere Arbeitsbedingungen, dafür aber müssen sie mit A12 ohne Aufstiegsmöglichkeit zufrieden sein und unsere Jugend ist somit wieder studierfähig und gut vorbereitet auf die Arbeit an den Universitäten. Sofawolflogik”

        (1) bessere Arbeitsbedingungen + geringeres Gehalt = SOMIT bessere Lernergebnisse (laut missis.)

        (2) bessere Arbeitsbedingungen = bessere Lernergebnisse (laut Sofawolf)

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