Studie: Gymnasiallehrer arbeiten im Schnitt über 45 Stunden pro Woche – Leistungsunterschiede der Schüler belasten sie stark

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BERLIN. Traumberuf Lehrer? Zwei Drittel der mehr als 176.000 Gymnasiallehrer in Deutschland erleben in ihrem Schulalltag eine hohe oder sehr hohe berufliche Belastung. Sie klagen über zu große Klassen, zu viel Arbeit und zu große Leistungsunterschiede zwischen den Schülern. Die Arbeitszeit beträgt laut Arbeitszeitprotokollen im Ergebungszeitraum im Schnitt knapp über 45 Stunden in der Woche. Trotzdem üben stattliche 85 Prozent der Gymnasiallerer ihren Beruf nach wie vor gerne aus. Das sind Ergebnisse einer Studie, die der Philologenverband heute vorgestellt hat.

Viele Gymnasiallehrer erleben ihren Berufsalltag als stark belastend. Foto: Shutterstock

Zwei Drittel der mehr als 176.000 Gymnasiallehrer in Deutschland erleben in ihrem Schulalltag eine hohe oder sehr hohe berufliche Belastung. Die Arbeitszeit unter ihnen ist allerdings ungleich verteilt: So arbeiten 29 Prozent der Vollzeit-Lehrkräfte an Gymnasien bis 40 Stunden, 71 Prozent mehr. Von diesen 71 Prozent arbeiten wiederum 46 Prozent sogar über 45 Stunden. Das sind Ergebnisse der vom Deutschen Philologenverband (DPhV) in Auftrag gegebenen Studie „Lehrerarbeit im Wandel“ (LaiW). Die Arbeitszeit wurde dabei jeweils mitttels eines vier Wochen lang geführten Arbeitszeitprotokolls erfasst. Im Schnitt arbeiten danach Gymnasiallehrer in Deutschland 45,2 Wochenstunden.

Nicht überraschend: Die empfundene Belastung steigt mit längeren Arbeitszeiten noch ein­mal deutlich an. So sprechen 74 Prozent der Lehrer an Gymnasien mit 40 bis 45 Wochenstunden von einer „hohen“ bzw. „sehr hohen“ Belastung; von denen mit über 45 Wochenstunden sagen dies sogar 83 Prozent.

Die Studie wurde vom Institut für Präventivmedizin der Universitätsmedizin Rostock durchgeführt – unterstützt von der DAK-Gesundheit. Mit über 16.000 ausgewerteten Datensätzen der online befragten Gymnasiallehrer ist sie die bisher umfassendste Erhebung zu dieser Thematik. „Neun von zehn Lehrern beschreiben das zu hohe Arbeits­pensum als besonders belastend“, sagt Prof. Dr. Susanne Lin- Klitzing, Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands. „Lehrern wird ihr Beruf durch schlechte Rahmenbedingungen und die Delegierung neuer Aufgaben von Seiten der Politik immer weiter erschwert. Wir können nicht stillschweigend in Kauf nehmen, dass unsere Gymnasien nur noch durch eine chronische Überlastung der Lehrkräfte funktionieren.“

Lehrer klagen über fehlende Ruhezonen – und viel Lärm

Schlechte Rahmenbedingungen stressen die Gymnasiallehrer: Die große Mehrheit
(74 Prozent) vermisst Ruhezonen, die Hälfte leidet unter einem hohen Lärmpegel im Klassenzimmer und mehr als ein Drittel der Lehrkräfte kann sich nicht ausreichend erholen. Vier von zehn Lehrkräften schlafen schlecht. „Wir müssen das Thema Lehrer-Gesundheit in den Fokus der Öffentlichkeit rücken“, sagt Andreas Storm. Der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, der drittgrößten gesetzlichen Krankenkasse, fordert eine Sondersitzung der Kultus- und Gesundheitsminister aller Bundesländer. „Notwendig ist ein Gesundheitsgipfel Schule“, so Storm.

Hohe Zufriedenheit mit Lehrerberuf

Trotz der bestehenden hohen Belastung sind drei Viertel der Befragten mit ihrem Beruf sehr zufrieden bzw. zufrieden. Entsprechend hoch ist auch die Bereitschaft, das anfallende Arbeitspensum abzuarbeiten. Die Zufriedenheit mit dem Lehrerberuf basiert im Kern auf vier Punkten: An erster Stelle steht mit 45 Prozent die Arbeit mit den Schülern, gefolgt von der flexiblen Zeiteinteilung (42 Prozent). Die Autonomie im Unterricht und die Zusammenarbeit mit den Kollegen sind weitere zufriedenheitsstiftende Aspekte. „Die meisten Lehrer sind trotz hoher Arbeitsbelastung mit ihrem Beruf zufrieden und die Arbeit mit den Schülern macht ihnen Freude“, so Lin-Klitzing.

Viele Lehrer haben eine Sieben-Tage-Woche

Unzufriedenheit lösen bei gut einem Drittel der Befragten lange Arbeitstage aus sowie stetig zunehmende Mehraufgaben – auch aus dem außerunterrichtlichen Aufgaben­spektrum. Die in einer regional abgegrenzten Teilstichprobe zusätzlich durchgeführte Arbeitszeit-Abfrage mittels einer App dokumentiert bei vielen Lehrern lange Arbeitstage und eine Sieben-Tage-Woche. Häufig gelingt keine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit, wodurch es für die Betroffenen schwer ist, sich am Feierabend und am Wochenende effektiv zu erholen. Weitere Gründe für Unzufriedenheit sind zunehmende Verwaltungsaufgaben und behördliche Vorgaben (jeweils 18 Prozent).

Im Unterricht empfinden Lehrer vor allem die Leistungsunterschiede zwischen den Schülern als belastend (95 Prozent). Außerdem sind für jeden Zweiten der Lärmpegel und verhaltensauffällige Schüler eine große Belastung. Dazu kommen die Mängel in der schulischen Infrastruktur: So hält lediglich jeweils ein Viertel die Arbeitsplätze in der Schule und das Angebot an Ruhezonen für ausreichend.

Schulbezogene Präventionsmaßnahmen dringend notwendig

Nach Ansicht des Instituts für Präventivmedizin sind schulbezogene Präventions­maßnahmen dringend notwendig, um die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der Lehrer längerfristig zu erhalten. „Lehrer benötigen einen modernen Arbeits- und Gesundheits­schutz, weil sie hohe Anforderungen zu bewältigen haben und einen erheblichen Beitrag zum gesellschaftlichen Gemeinwohl leisten“, erklärt die wissenschaftliche Projektleiterin der Studie, Dr. Reingard Seibt.

Andreas Storm ergänzt: „Die Studie zeigt, dass Lehrer dringend Unterstützung beim Gesundbleiben brauchen. Nur wenn sie selbst fit sind, können sie den Schülern einen gesunden Lebensstil vermitteln. Schule muss zu einem Ort der Gesundheit werden.“

Viele Lehrer gehen krank zur Arbeit

Wie die LaiW-Studie weiter zeigt, fehlt bei all der Belastung die deutliche Mehrheit der Lehrer (78 Prozent) wegen Krankheit nur wenige Tage im Jahr. Bei neun von zehn Lehrern kommt es innerhalb eines Jahres vor, dass sie trotz Krankheitsgefühl zum Dienst gehen – bei mehr als einem Drittel sogar gegen ärztliche Empfehlung. Obwohl die große Mehrheit angibt, auf ihre Gesundheit und ein gesundheitsförderliches Verhalten zu achten, gelingt nur der Hälfte eine gute Balance zwischen Arbeit und Freizeit.

Fast die Hälfte der Gymnasiallehrer wünscht sich vor allem, dass die Politiker das Stunden-Deputat absenken (46 Prozent) und die Anzahl der Schüler pro Klasse verringern (32 Prozent). Je ein Fünftel möchte, dass sich der Umfang außerunterrichtlicher Pflichten und Verwaltungsaufgaben verringert und die organisatorischen Rahmen­bedingungen der Arbeit optimiert werden. News4teachers

Hier geht es zur vollständigen Studie.

Forderungen

Der Deutsche Philologenverband setzt sich  für bessere schulische Rahmen­bedingungen ein. Sie müssten schnell und umfassend realisiert werden, um die Lehrkräfte sofort zu entlasten, heißt es. Der Verband fordert konkret:

Belastung senken:

  • Entlastung der Lehrkräfte, auch für außerunterrichtliche Tätigkeiten, durch mehr Anrechnungsstunden
  • Deutliche Senkung der Regelstundenzahl
  • Reduzierung von Verwaltungsaufgaben
  • Für jede Zusatzaufgabe muss eine andere entfallen

Unterstützung steigern:

  • Leistungsheterogenität senken
  • Kleinere Klassen bilden
  • Zusätzliche Verwaltungskräfte an Schulen einstellen
  • Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern stärken
  • Professionelle Unterstützungskräfte einsetzen, z.B. Schulpsychologen vor Ort an jeder Schule
  • Individuelle Förderung durch zusätzliche Lehrkräfte/Förderkräfte ermöglichen

Zufriedenheit erhalten:

  • Bessere materielle Ausstattung der Schulen
  • Mehr Arbeitsplätze für Lehrkräfte

Prävention beginnen:

  • Ruhige Rückzugsorte in der Schule
  • Maßnahmen zur Gewährleistung der Erholungsfähigkeit für Lehrkräfte: Kombination aus arbeitsorganisatorischen Maßnahmen (Stundenplangestaltung, Rückzugsräume) und Maßnahmen zur Verhaltensprävention
  • Bessere Ausstattung und Lärmschutz an den Schulen

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

GEW-Chefin Pooth setzt vor Gericht auf Sieg: Land muss Arbeitsbelastung von Lehrern verringern – hofft sie

 

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34 KOMMENTARE

  1. Wann wurde eigentlich die Arbeitszeit erhoben? Von einer Ruhephase ohne Klassenarbeiten / Klausuren bis Abitur kann man alles innerhalb von vier Wochen eines Schuljahres entdecken.

    • Auf der Seite der Uni Rostock steht:
      „Die Datenerfassung erfolgte vom 8.1.2018 bis 31.5.2018 “

      Es wurden offenbar von den teilnehmenden Lehrkräften jeweils 4 Wochen täglich die Arbeitszeit erhoben.
      Ein Vergleich ist eher schwierig, da die Korrekturphasen/ Abiturphasen wie auch die Zeugnisphasen/Halbjahreswechsel in den BL zu unterschiedlichen Zeiten liegen.

  2. „Wir können nicht stillschweigend in Kauf nehmen, dass unsere Gymnasien nur noch durch eine chronische Überlastung der Lehrkräfte funktionieren.“ (Zitatende)
    Das freut bestimmt alle Grundschullehrkräfte, deren Schulform ebenfalls nur durch permanente Überlastung aufrecherhalten wird!
    „Fast die Hälfte der Gymnasiallehrer wünscht sich vor allem, dass die Politiker das Stunden-Deputat absenken. “ (Zitatende) – Wie hoch ist deren Unterrichtsverpflichtung? 24/25 Std.??? Für A13/A14? Hier wird echt auf hohem Niveau gejammert.
    Grundschullehrkräfte unterrichten bis zu 28,5 Stunden (je nach BL) die Woche. (Für A12)
    Und wenn die Verbände sich schon stark machen, dann bitte für ALLE und in ALLEN Bundesländern! Denn ALLE sind betroffen, ALLE sind überlastet! Das wäre doch mal eine zielführende Maßnahme.

    • Zitat:
      „Grundschullehrkräfte unterrichten bis zu 28,5 Stunden (je nach BL) die Woche.“
      Da ist sie wieder die unreflektierte Polemik.
      Die UPZ (Unterrichtspflichtzeit) sagt nur etwas darüber aus, wie viele Unterrichtsstunden die jeweilige Lehrkraft unterrichten muss, sie sagt allerdings nichts darüber aus, wie viel die jeweilige Lehrkraft an Arbeitsstunden pro Woche investieren muss. Wenn man die Wochenarbeitszeiten vergleicht, arbeiten Gymnasiallehrer bis zu 2 Stunden mehr als Grundschullehrkräfte, obwohl ihre UPZ geringer ist.
      Siehe auch:
      https://lehrer-zeit.de/arbeitszeit-von-lehrern/

    • Weitere Quellen:
      https://www.news4teachers.de/2018/11/nach-arbeitszeitstudie-philologen-gehen-in-die-offensive-und-fordern-entlastung-vor-allem-fuer-gymnasiallehrer/

      hier heißt es:
      „So liege die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit bei den Gesamtschulen um gerade mal 4 Minuten über dem gesetzlich vorgeschriebenen Limit, bei den Grundschulen um eine Stunde und 20 Minuten und bei den Gymnasium bei 3 Stunden und fünf Minuten. „Damit bestätige sich erneut einmal mehr das Ergebnis aller anderen wissenschaftlichen Untersuchungen, dass die Gymnasiallehrer die bei weitem höchste Arbeitszeit zu verzeichnen haben“, so heißt es.“

    • Beginnt hier die nächste Neid-Debatte? Die einzelnen Schulformen muss man nicht gegeneinander ausspielen. Von meinen Grundschul-Kolleginnen weiß ich, dass sie sich auf eine Stunde in der 3. Klasse anders (und weniger lang) vorbereiten als ich auf eine Stunde im Physik-Leistungskurs. Dagegen müssen sie schon viele Wochen vorher beginnen, Zeugnisse zu schreiben. Ich traue mich nicht zu sagen, wer da mehr zu viel arbeitet.
      Historische Vergleiche (http://www.rboelling.de/download/l-arbzeit.pdf) zeigen aber, dass die Wochenstundenzahl schon um 1901 bei 24 Stunden lag. Da hatten andere Berufsgruppen mehr Arbeitszeitverkürzung. Französische Lehrer haben 18 Wochenstunden. Wie war das bei Volksschullehrern?

    • Hör doch auf, hier Schulformen gegeneinander auszuspielen und Grundschullehrkräfte als Helden der Arbeit darzustellen – Der Philologenverband vertritt nunmal Gymnasiallehrer, wo ist die Studie der Interessenvertretung der Grundschullehrkräfte? In der für Gymnasiallehrkräfte wird gesagt, mehr als 45 Stunden pro Woche – es hört eben nicht mit dem Unterricht auf. Die Grundschullehrkraft erzieht mehr, der Sekundarstufenlehrer muss mehr Wissen vermitteln, damit unterscheiden sich zwar die Aufgabenfelder, sprich man hat unterschiedliche Verteilungen der Arbeitszeiten auf die Felder Erziehen, Unterrichten und Beraten, im Schnitt werden aber alle bis 45 Stunden in der Woche und darüber hinaus arbeiten.

      Das die Besoldung unterschiedlich ist, ja – daran muss gearbeitet werden und wird auch – Wobei nun eben auch mal über die Arbeitsbelastung geredet werden muss.

    • Bei dümmlichen Beiträgen wie die von Mama51 frage ich mich, warum man nicht erst einmal nachdenkt und dann seinen Senf dazu gibt. Der Philologenverband vertritt die Gymnasiallehrkräfte, nicht ide Grundschullehrkräfte. Also macht er Aussagen zur Arbeitszeit der Gymnasiallehrkräfte. Wenn Grundschullehrer zuviel arbeiten (wovon auszugehen ist), dann ist das genauso wenig Sache des Philologenverbands wie die Arbeitszeit von Fluglotsen oder Bäckern.

  3. Differenzierung ist deshalb ein Problem, weil sie stets „nach unten“ erfolgt und somit das Niveau senkt. Würden die SuS auf die Schulform kommen, für die sie auch die Voraussetzung erfüllen, dann gäbe es viele Probleme einfach nicht.

    Würde es im Gegenzug an den anderen Schulform dann mehr Ressourcen geben, was zu kleineren Klassen führt, dann wäre das ein gerechter Ausgleich für etwas mehr Leistungsheterogeität am Gymnasium. Nur mal so: Es gehen inzwischen Kinder aufs Gymnasium, die bekommen keinen gerade Deutschen Satz aufs Papier oder gesprochen. Das kann unsere Gesallschaft doch nicht ernsthaft wollen, oder?!

    • Letzteres offenbar schon, zumindest in für die Politik wichtigen Kreisen. Andernfalls gäbe es die Inklusion, das Abitur für alle, die Kompetenzorientierung usw. ja nicht.

      • Das eine (Inkludion, Abitur „für alle“, Kompentrnzen) hat nichts damit zu tun, dass immer mehr ungeeignete Kinder eine Schulform besuchen, dir Frust bei allen Beteiligten auslöst. Sprachprobleme und fehlende kognitive Voraussetzungen lassen sich nunmal nicht „weginkludieren“. Genau das wird aber versucht, mit der Folge, dass uns die Bildungsabschlüsse wegerrodieren. Wenn das unsere Zukunft soll, dann haben wir ein sehr großes Problem.

    • Klar, gibt es auch. Nur wenn nicht in dem Maße, wie nach unten differenziert wird. Genau DAS ist ja das Problem: Was nützen mir pro Jahgang (!) 4 Hochbegabte, wenn ich dafür bei 30 SuS nicht weiß, was die mir sagen wollen?

      Schon mal darüber nachgedacht oder kommt sowas in DEINER Realität nicht vor?

      • schon mal darüber nachgedacht, dass schule für schüler*innen da zu sein hat oder ist das gar zu und zu unwirklich? die vielbeschworene eignungsfrage darf sich auch lehrenden stellen, die subjektorientiert mit schüler*innen arbeiten anstatt recht eigennützig den blick auf „hochbegabung“ zu beschränken. mal abgesehen davon, sind „hohe gaben“ , „talente“ oder wie hiesig indirekt titulierte „(un-)nützliche kinder“ immer noch einer umgebung geschuldet. problematisch erscheint mir vielmehr hiesig offenbarter dünkel einiger kollegen…

        • Immerhin gibt es noch welche, die gute, sehr gute und exzellente Schüler fördern möchten. Leider gehen die beim Förder- und Erziehungsbedarf des unteren Leistungsdrittels komplett unter.

      • In meiner Realität sitzen Kinder aus 8 Nationen in meiner Klasse, 3 davon als Gast der Sprachintensivklasse, 1 SES, 2 Lernen, 1 Geistige Entwicklung und der Kreissieger im Mathematikwettbewerb.
        Also nicht rumheulen. Auch mal machen.

        • eben. Sie werden sich deutlich intensiver um die Fälle mit leistungshemmenden Baustellen kümmern müssen als um den Kreissieger und die nirmal guten bzw. leistungswilligen Schüler.

        • Vermutlich leisten Sie großartiges! Wir warten alle darauf, dass z.B. die baden-w. Gemeinschaftsschulen mal objektiv ausgewertet werden, so dass dokumentiert wird, wie viel die vielfältigen Begabungen unter diesen Bedingungen lernen. Das ist ernst gemeint.

  4. @Mama51:
    Haben Sie schonmal einen Stapel Grundschul-Deutschhefte mit je 1/2 Seite Text über die letzten Ferien korrigiert? Und haben Sie schonmal eine Oberstufenklausur in Deutsch mit deutlich höherem Niveau, zB über Faust oder Kabale und Liebe mit jeweils ca. 8 Seiten oder eine Fremdsprachenklausur mit Textanalyse und Erörterung korrigiert?
    Erst wenn Sie beides einmal gemacht haben und mal den Aufwand verglichen haben, sollten Sie sich wieder zum Stundendeputat der Gymnasiallehrer äußern.
    Nicht umsonst ist das Stundendeputat geringer, da der Anspruch um ein Vielfaches höher ist, sowohl im Unterricht, als auch bei der Vorbereitung und Korrektur.

    Trotzdem würde ich mir nie anmaßen, anderer Lehrerarten Arbeitsbelastung zu beurteilen ohne es den Job selbst jemals gemacht zu haben.
    Die GS-Lehrer brauchen sich auch nicht wundern, wenn ihre Arbeit als zu wenig angesehen empfinden, wenn sie selbst über Lehrer an anderen Schularten herziehen!
    Jede Schulart hat ihre eigenen Ansprüche und besonderen Schwerpunkte und Belastungen.

    Davon mal abgesehen ging es in dieser Studie nur um die Gymnasiallehrer, nicht um den Vergleich zu Lehrer anderer Schularten. Es wurde eine Arbeitszeitstudie gemacht, nicht die Lehrer zum Jammern aufgefordert, was ich für alle Lehrerarten als wichtig erachte, da die Arbeitszeit aufgrund der Natur des Berufes sehr intransparent ist und nur durch solche Studien etwas transparenter gemacht werden kann.

    Aber so wie selbst die Lehrer verschiedener Schularten übereinander herziehen, wundert es mich a b s o l u t nicht, dass der Beruf so ein schlechtes Image in unserer Gesellschaft hat!!!

  5. Welche genau? Stufen überspringen, Schüleruni, diverse Wettbewerbe sind keine Förderung vergleichbar mit der für die Schwachen.

      • Richtig. Und die von mir genannten Beispiele sind meist noch nicht einmal für die nur sehr guten Schüler geeignet, geschweige denn für die guten.

        Man sieht, dass genau die falschen die meiste Aufmerksamkeit bekommen.

      • Erst einmal ein vergleichbarer Zeitumfang. Sie müssen doch auch aus eigener Erfahrung wissen, dass die am meisten Zeit beanspruchenden Schüler Ihrer Klassen nur selten die Leistungsträger sind.

  6. Unterstellungen sollten hier bitte schleunigst untergehen insbesondere, wenn sie nur der Erhöhung des Egos dienlich sind.

  7. Lehrer=Realitätsfremd!
    Bitte Vergleich zu anderen Berufsgruppen ziehen!
    LKW -Fahrer, Flugbegleiter, Pflegepersonal,….

  8. Sorry, hier passiert doch nun genau wieder das, was die Dienstherren erwarten, dass wir uns nämlich gegenseitig Vorhaltungen machen und dem anderen nichts gönnen. Ich Gym-Lehrer gönne jedem Lehrer der anderen Schulformen natürlich seine A13. Ich habe selber mal freiwillig an einer HS unterrichtet, weil es mich interessierte. Die leisten da tolle Arbeit, die mir sicher schwer fallen würde mit Latein. Ich kann vor den Kollegen nur den Hut ziehen. Und, natürlich steht Ihnen die A13 Besoldungsstufe zu. Das macht mir doch das Leben nicht schwer?? Wir sollten zusammen für eine gemeinsame und bessere Situation an unseren Schulen arbeiten. Donec spiro, spero!

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