Corona-Alarm: Gymnasium in Dormagen schließt nach nur zwei Tagen wieder

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DORMAGEN. Nach nur zwei Tagen Schulbetrieb schließt ein Gymnasium im nordrhein-westfälischen Dormagen wieder. Der Grund: Die Mutter eines Schülers sei am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet worden.  Auch an einer Gesamtschule in Duisburg fiel wegen eines Corona-Verdachts heute der Unterricht aus. Morgen soll er dort aber wieder aufgenommen werden.

Die Schulöffnungen in Nordrhein-Westfalen waren umstritten. Illustration: Shutterstock

Wie der Sprecher weiter sagte, habe sich die Schulleitung dennoch mit dem privaten Träger des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden in Dormagen auf den Schritt geeinigt. Der betroffene Schüler habe zwar in den Abiturvorbereitungskursen zu Mitschülern Kontakt gehabt. Da ein Corona-Test bei ihm jedoch negativ war, sei es nicht notwendig, die übrigen Jugendlichen zu testen.

Schüler zeigt aktuell keine Infektion

In einem Schreiben, das der „Rheinischen Post“ vorliegt, informiert das Gymnasium die Schüler und ihre Eltern darüber, dass es „im Haushalt eines Schülers aus der Q2 eine Person gibt, die mit dem Coronavirus infiziert ist“. Die gesamte Familie sei derzeit für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Obwohl der „Test des Schülers aktuell keine Infektion zeigt“, wird die Schule sicherheitshalber wieder geschlossen.

„Die Schulträger und die Schulleitung schätzen allerdings das Risiko möglicher weiterer Infektionen und nötiger Quarantänemaßnahmen als so gravierend ein, dass die Angebote zur Abiturvorbereitung nicht in der bisherigen Form stattfinden, sondern in digitaler Form weitergeführt werden“, heißt es in den Brief.

Donnerstag und Freitag war der Abiturjahrgang der Schule nach der wochenlangen Pause wegen der Coronavirus-Pandemie wieder in der Schule unterrichtet worden. Die Abiturvorbereitung geschehe nun digital. Wie lange das Gymnasium geschlossen bleibt, ist noch nicht bekannt.

Verdachtsfall unter den Zehntklässlern

An der Aletta-Haniel-Gesamtschule in Duisburg fiel der Unterricht am Montag wegen eines Corona-Verdachtsfalls für die gesamte 10. Klasse aus. Alle Kontaktpersonen des betroffenen Schüler seien mittlerweile ermittelt und informiert worden, teilte die Schule laut einem Bericht des „Westdeutschen Rundfunks“ mit. Diese sollen auch am Dienstag (28.04.2020) nicht in die Schule kommen. Für die übrigen Schüler der Jahrgangsstufe zehn soll der Unterricht dagegen wieder normal aufgenommen werden. News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

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9 KOMMENTARE

  1. Lasst uns gleich auf digitalen Unterricht umstellen, auch wenn es in der jetzigen Situation etwas schwieriger sein sollte. Ganz ehrlich, ich habe Bedenken, dass ansonsten kein kontiniuerlicher Unterricht mehr möglich sein wird. Außerdem steckt sich so wenigstens keiner an! Am Ende wird es wohl sowieso auf digitales Lernen hinauslaufen.

    • Genauso sehe ich das auch und viele andere, wer erklärt es endlich unseren Politikern, die in ihrwr Seifenblase vor sich hin blubbern und selbst demontieren.

      Was muss denn eigentlich passieren, bis hier endlich die Vernunft siegt und nicht an alten Konzepten, die längst hinfällig sind,festgehalten wird.
      Schulunterricht und zurück zur ’neuen‘ Normalität ist gerade nicht möglich.

  2. Vielleicht sollte das Gesundheitsamt entscheiden wann die gesamte Schule wieder geschlossen wird und nicht die Schulleitung. Das würde vor solch reißerischen Schlagzeilen aus falscher Panik schützen.
    Die Mutter ist positiv, der Schüler negativ also selbst wenn er sich noch infiziert wohl kaum jetzt schon infektiös.
    Schon mal gehört, dass man Supermärkte schließen würde weil ein Angehöriger eines Mitarbeiters positiv getestet ist?
    Oder Kliniken? Nur mal so, je nach Intensität des stattgehabten Kontaktes mit positiven Patienten arbeitet Personal, dass Kontakt hatte sogar weiter. Da erfolgt eine Risikoabschätzung und solch eine muss Fachpersonal, also in diesem Fall das Gesundheitsamt anordnen und nur wenn dieses das für erforderlich hält gehört die Schule wieder komplett geschlossen.

    • Infektiös ist man in der Regel am dritten Tag und damit 2 Tage, bevor man selbst Symptome zeigt – wenn man diese denn zeigt.
      Die Schulleitung muss bei einem Fall das gesundheitsamt einschalten und das Schulamt informieren. Und man bekäme aber so richtig dienstlich Probleme, wenn man etwas anderes tut, also vorher klar vom Land kommuniziert: Die Schule wird geschlossen. Basta. Schulleitung verkündet das, was Schulleitung angewiesen wurde.

  3. Es gab aber keinen Fall an der Schule, der Schüler ist negativ getestet also da Test negativ nicht infektiös zu dem Zeitpunkt als er in der Schule war. Deshalb kann man die Schule nach dem negativen Test des Schülers wieder öffnen es sei denn von Amts wegen wird etwas anderes angeordnet was ich mal bezweifel.

  4. Hat ein Schueler oder ein Lehrer die Schule besucht und er wird ein Verdachtsfall, bleibt zumindest die Lerngruppe zu Hause und die unterrichtenden Lehrer. Mindestens. Und dann drei Tage warten auf den Test

  5. Wenn Unqualifizierte wie Herr Laschet sich peinlich äußern dürfen, erlaubt Ihnen das unsere Demokratie natürlich ebenfalls. Ich hoffe jedoch bei jedem Menschen auf Einsicht durch Vernunft. Schließlich war ich auch nicht von Tag 1 an im Bilde und habe mich über „Panikmache“ wegen einer „Grippewelle“ gewundert. So langsam sollten sich die Fakten, die für Herrn Laschet leider zu komplex scheinen, aber in Bildungskreisen durchsetzen. Also möchte ich alle, die restriktive Maßnahmen für übertrieben halten, dazu auffordern, sich mit der Statistik (und zwar nicht nur mit dem Reproduktionsfaktor) auseinanderzusetzen. Danach mag es immer noch Einzelne geben, die zu stolz sind ihre Fehleinschätzungen einzugestehen, aber hoffentlich nur eine Minderheit.

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