Prien: Alle Schulen bekommen itslearning – GEW: Und die Rechner?

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Zum neuen Schuljahr soll allen Schulen in Schleswig-Holstein ein einheitliches Lernmanagementsystem zur Verfügung stehen. Das Land werde das in anderen Bundesländern erfolgreich eingesetzte System itslearning einführen, kündigte Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Freitag an. «Das ist ein großer Schritt, damit wir unser Ziel erreichen, digitales Lernen und Lehren in allen Schulen und für alle Schülerinnen und Schüler zum Standard zu machen.» Nicht zuletzt die Corona-Pandemie habe deutlich gemacht, dass an der Digitalisierung von Unterricht und Lernen kein Weg mehr vorbeigehe. Die GEW meint: prima – und fragt: Und wann kommen die Dienstrechner?

Das Online-Lernen kommt voran. Foto: Shutterstock

«Digitale Angebote können und sollen den Präsenzunterricht und das soziale Erleben im schulischen Alltag nicht ersetzen, aber wir brauchen sie als innovative Ergänzung und zur Weiterentwicklung unserer Schulen in einer zunehmend digitalen Welt», sagte Prien. Das cloudbasierte System ermögliche eine datenschutzkonforme Kommunikation und Kooperation aller an Schule Beteiligten, erläuterte das Ministerium. Lehrer könnten damit Unterrichtsmaterial bereitstellen und Aufgaben erteilen, Schüler könnten gemeinsam an Projekten arbeiten und untereinander kommunizieren. Auch Eltern könnten einbezogen werden in die Kommunikation der Schule.

Schulen bekommen Zugang zu Video-Konferenzdienst

Außerdem erhielten die Schulen auch Zugriff auf den Video-Konferenzdienst des Landes. Schrittweise bekämen alle Lehrer eine dienstliche E-Mail-Adresse. Für die digitale Modernisierung der Schulen und zusätzliches Personal bringt das Land laut Bildungsministerium 74 Millionen Euro zusätzlich auf.

„Es geht voran – wenn auch nur sehr langsam“, so heißt es bei der GEW. Die stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Katja Coordes sagt: „Das Programm ist in den skandinavischen Ländern und in anderen Bundesländern bereits gut erprobt. Wir freuen uns, dass es kommt. Aber die digitale Infrastruktur muss dafür noch weiter mit Schwung ausgebaut werden.  Lehrkräfte brauchen endlich moderne Dienstgeräte. NRW macht es vor. Dort wird ordentlich Geld in die Hand genommen, um Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten auszustatten. Daran sollte sich Schleswig-Holstein ein Beispiel nehmen.“ News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Erstes Bundesland kündigt an: Jeder Lehrer bekommt einen Dienst-Rechner

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