Schulen starten nach den Sommerferien im Regelbetrieb – GEW fordert „Plan B“, sollten die Infektionszahlen wieder steigen

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WIESBADEN. In Hessen beginnen heute die Sommerferien; im kommenden Schuljahr soll der Schulbetrieb dann – wie in den übrigen Bundesländern auch – im „weitgehend regulären Präsenzunterricht“ stattfinden, wie Kultusminister Alexander Lorz (CDU) in dieser Woche angekündigt hatte. Die GEW warnt allerdings davor, allein auf das Prinzip Hoffnung zu setzen. Die Lehrergewerkschaft fordert einen Plan B. Sie hält es für unerlässlich, die Schulen auf einen erneuten Wechsel aus Präsenzphasen und dem Lernen zu Hause auch im kommenden Schuljahr vorzubereiten.

Plan A ist relativ einfach: Der Schulbetrieb läuft weitgehend wie vor der Corona-Pandemie. Aber wie sieht Plan B aus? Foto: Shutterstock

Bei einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen, den leider niemand ausschließen kann, könnte sich die Aufhebung des Abstandsgebots in den wieder in voller Größe unterrichteten Klassen schnell nicht mehr aufrecht erhalten werden, meint Birgit Koch, eine der beiden Vorsitzenden der GEW Hessen. Sie stell dazu fest: „Das Ministerium handelt nach der Devise: ‚Es wird schon alles gut gehen.‘ Auch wir hoffen das. Aber diese Hoffnung kann nicht alleinige Richtschnur für die Entscheidungen der Landesregierung sein. Leider hat das Ministerium keinen Plan B vorgelegt und trifft auch keine Vorbereitungen für eine mögliche zweite Welle der Pandemie.“

Die Kultusministerkonferenz hatte Mitte Juni erklärt, dass sie für nach den Sommerferien einen regulären Schulbetrieb nach geltender Stundentafel anstrebt. Dafür solle die Abstandsregelung von 1,5 Metern entfallen, insofern es das Infektionsgeschehen zulässt. Das gilt auch für Hessen.

Gute Erfahrungen mit Schulöffnungen? GEW: „unseriös“

Birgit Koch weist darauf hin, dass die von Lorz behaupteten, angeblich guten Erfahrungen mit der vollen Öffnung der Grundschulen seit der vergangenen Woche nicht zur Rechtfertigung dieser Entscheidung taugen: „Solange wir im öffentlichen Raum, in der Straßenbahn oder im Geschäft Masken tragen sollen, halten wir einen Regelbetrieb unter ganz normalen Bedingungen mit vollen Klassen für sehr gefährlich. Wenn der Kultusminister jetzt von positiven Rückmeldungen nach der Aufhebung des Abstandsgebots an den Grundschulen spricht und diese zur Begründung für seine Planungen heranzieht, dann ist das unseriös. Ob es unter diesen Bedingungen zu vermehrten Infektionen gekommen ist oder nicht, können wir frühestens zehn bis vierzehn Tage nach Schulende wissen.“

Die GEW fordert, die Voraussetzungen für eine optimale Kombination von Präsenzlernen und Lernen auf Distanz möglichst rasch zu schaffen. „Die schon zuvor bestehenden Defizite bei der Schulsanierung, dem Lehrkräftemangel und der Digitalausstattung der Schulen haben sich in der Pandemie bitter gerächt. Daher ist nun schnellstmögliches Handeln erforderlich, etwa bezüglich der Ausstattung von Pädagoginnen und Pädagogen wie auch von Schülerinnen und Schülern mit digitalen Endgeräten, des raschen Ausbaus des Schulportals und der schulrechtlich verbindlichen Regelung von unterrichtsersetzenden Lernsituationen.“ Trotz der angekündigten Rückkehr zum Regelbetrieb dürfe nun keinesfalls beispielsweise die Anschaffung von digitalen Endgeräten aus dem Sofortprogramm und aus dem DigitalPakt von den Schulträgern auf die lange Bank geschoben werden, heißt es.

Erfahrungen mit Schulöffnungen in anderen Ländern mahnen zur Vorsicht

„Zum jetzigen Zeitpunkt weiß niemand, wie sich das Infektionsgeschehen Mitte August darstellen wird“, sagt auch die zweite im GEW-Führungsduo, Maike Wiedwald, mit Blick auf das kommende Schuljahr. „Die regionalen Ausbrüche in den letzten Tagen erinnern uns daran, dass der Corona-Virus keineswegs aus Deutschland verschwunden ist, auch wenn die Fallzahlen in Hessen bislang zum Glück nach wie vor niedrig sind. Auch die besorgniserregenden Entwicklungen in anderen Ländern wie Israel oder Australien, die sich nach einem erfolgreichen Lockdown recht schnell wieder geöffnet haben, rufen uns eindringlich ins Gedächtnis, vorsichtig zu bleiben.“

Wiedwald dazu: „Wir können den dringenden Wunsch vieler Eltern, dass die Schulen möglichst bald wieder zum Regelbetrieb zurückkehren mögen, sehr gut nachvollziehen. Als Bildungsgewerkschaft ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass Schulen so viel Präsenzunterricht wie möglich durchführen können. Die Verantwortung für die Gesundheit aller in der Schule darf dabei jedoch auf keinen Fall zu kurz kommen. Und die Schulen müssen systematisch darauf vorbereitet werden, dass auch im kommenden Schuljahr ein Wechsel aus Präsenzunterricht und dem angeleiteten Lernen zu Hause notwendig werden kann. Die Zeit über die Sommerferien muss jetzt genutzt werden, um die Schulen so gut wie möglich für das kommende Schuljahr unter dem Vorzeichen der Pandemie aufzustellen.“

GEW stellt Forderungen für die kommenden Sommerferien

Aus Sicht der GEW Hessen müssen unter anderem die folgenden Herausforderungen in den kommenden Ferienwochen mit Hochdruck angegangen werden:

  • „Die Sanitäranalgen an vielen Schulen müssen umgehend instandgesetzt und ausgebaut werden, um allerorts die Voraussetzungen zur Einhaltung der Hygieneregeln zu schaffen.
  • Die Schulträger müssen im Rahmen des Digitalpakts und des Sofortprogramms rechtzeitig bis zum Schuljahresbeginn ausreichend mobile Endgeräte anschaffen, die dann den Schülerinnen und Schülern bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden können.
  • Das Kultusministerium muss die schulrechtlichen Voraussetzungen für ein strukturiertes und angeleitetes Lernen auf Distanz schaffen, etwa indem dieses in der Stundentafel abgebildet wird.
  • Die Lehrkräfteakademie muss ein attraktives Fortbildungsangebot schaffen, insbesondere zu didaktischen Konzepten für den Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht.“

Maike Wiedwald erinnert daran, dass alle kurzfristig, mittelfristig und langfristig erforderlichen Entscheidungen im Dialog mit den Eltern- und Schülervertretungen, Bildungsverbänden, Gewerkschaften, Personalvertretungen, den Schulträgern und den Schulämtern erfolgen müssen. Die GEW-Vorsitzende: „In den vergangenen Wochen wurden alle unmittelbar an Schule Beteiligten immer wieder von einsamen Entscheidungen des Kultusministers überrumpelt, die sie dann in kürzester Zeit umzusetzen hatten. Wir wünschen uns für die Zukunft mehr Austausch und mehr Zeit zur Umsetzung aller weiteren Schritte an den Schulen.“ News4teachers

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Lorz: „Nullrisiko kann es nicht geben“ – Schulschließungen weiter möglich

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41 KOMMENTARE

  1. Nachdem Schweden dann als Argument nicht mehr ganz so gut taugt , wurde gerne die Schweiz angeführt. Und nun:

    Zweite Infektionswelle erfasst die Schweiz:
    Eine zweite Infektionswelle erfasst die Schweiz mit Wucht

    Will sicher AvL nicht hören, deshalb meine Wiederholung:

    Neue Corona Studie sieht Kinder als gleichwertige Verbreiter des COVID19 Virus.
    https://twitter.com/DrEricDing/status/1278445193155489793

    Kluge Leute lernen aus den Fehlern der anderen – die Dummen aus ihren eigenen.
    Was genau hat Israel (hohe Testquote, geringe Fallzahlen im Mai) falsch gemacht und damit die Zahlen nun wieder enorm nach oben befördert?
    Ganz einfach: Sie haben die Schulen/Kitas in einer Art geöffnet, wie es aktuell z. B. auch hier die Landesregierungen für nach den Sommerferien planen.Israelische Schulepidemie. „Zwei Wochen nach der vollständigen Wiedereröffnung der Schulen durch Israel hat ein COVID-19-Ausbruch in den Klassenzimmern – darunter mindestens 130 Fälle an einer einzelnen Schule – dazu geführt, dass Beamte Dutzende von Schulen geschlossen haben, in denen Schüler und Lehrer infiziert waren.

    Lehrer in Israel:
    “It was a mistake to go back to school in this format,“ the teacher said. She spoke on condition of anonymity because teachers were ordered not to speak with the press and she feared losing her job if identified.”

    Coronavirus-Fälle bei Kindern unter 10 Jahren in Oregon wuchsen im letzten Monat um das Fünffache, was die schnellste Wachstumsrate von Neuinfektionen in allen Altersgruppen darstellt. Die Aussichten für eine Wiedereröffnung der Schulen im Herbst seien gefährdet
    https://www.oregonlive.com/coronavirus/2020/07/coronavirus-infections-rising-fastest-among-kids-younger-than-10-dimming-prospects-for-oregons-school-reopening-plans.html?utm_source=twitter&utm_campaign=oregonian_sf&utm_medium=social

  2. Die GEW fordert… Der VBE fordert… Lehrerverbände fordern… Und die Landesregierungen und Schulministerien machen sowieso, was sie wollen. Ganz ehrlich, die Gewerkschaften und Verbände geben in dieser Krise auch kein gutes Bild ab und zeigen deutlich ihre Schwäche. Es wurde viel gefordert und nichts erreicht.

    • Personalräte dito.
      Man muss den Eindruck haben, alles was und alle die nicht ins Wunschbild passen, wird konsequent ignoriert.

      Die Stragetie scheint deutschlandweit „volles Risiko“ zu heißen und Verluste offensichtlich billigend hingenommen.
      Wenn Vorsicht und Rücksicht die Strategie wäre, dann würde weiterhin für Abstand gesorgt und mit Abstandsregeln geplant.
      Tja, ohne Plan A kein Plan B, kein Plan C… Planlosigkeit wo es gute Pläne geben könnte.
      Also sind sie nicht gewollt?!

      Wir vermitteln dann den Schülern, dass sie lernen sollen, dass sie Respekt haben sollen, dass sie kompetent mit Medien und Informationen umgehen sollen… und tun im Auftrag der Ministerien genau das Gegenteil, weil wir Staatsdiener sind?

      Normalerweise ist Prävention das Prinzip: Ampeln, Bremsassistenten, Zebrastreifen, Feuermeldeanlagen, die Existenz von Krankenhäusern etc.
      Ausgerechnet in Schulen kann man von diesem Prinzip abweichen???
      Wo bleibt das Grundrecht aller (denn es werden nicht nur Schüler und Lehrer betroffen sein) auf Schutz durch den Staat, soweit es Schutz gibt?
      Präventionsmöglichkeiten gäbe es hier eindeutig!

  3. Ohne Abstandsregel und ohne Mundschutz soll in den Schulen sein. Das ist Gefährdung der Kinder, des Personals und den Familien zuhause, auch an Großeltern gedacht?
    Wieso soll ich dann noch Abstand halten und Mundschutz tragen? Widersprüchlich.
    Bin in einer Schule tätig und bei den Kindern funktioniert das so gut wie es momentan ist, sie haben auch ihre Kontakte zu Freunden, also? Unverständlich

  4. Sehr geehrte Kommentatoren,

    Mit der aktuellen Situation in den Schulen beraubt man unsere Kinder ihrer Bildungsmöglichkeiten und des sozialen lernen bin der Gruppe, die Kinder werden noch mehr isoliert, das kann so nicht weiter gehen.

    Ferner werde es nett, wenn wir anfangen würden uns gegenseitig nicht mehr nur als potenzielle Vieren Schleuder und als Bedrohung zu sehen, sondern wieder als Mensch.

    Wann haben sie das letzte Mal jemanden angstfrei, der nicht zu ihrem direktem häuslichen Umfeld gehört in den Arm genommen usw.????

    Angst frisst die Seele und somit das auf was uns ausmacht.

    Ja das Virus existiert, ja es sind Menschen daran gestorben, nur ist es tatsächlich so gefährlich?

    Rechtfertigten die Maßnahmen tatsächlich die Auswirkungen in Bezug auf schlechtere Bildung, massive Schwächung der Wirtschaft, Vernichtung von Existenzen, Isolierung unsere älteren Mitmenschen im Heimen, denen ihre eigene Entscheidungsfreiheit genommen wird, weil jemand anderes meint es besser zu wissen und die Menschen somit an Vereinsamung leiden und die gesundheitlichen Zustände sich hier durch verschlechtern, weil man sich nicht mehr besuchen bwz aktuell nur sehr eingeschränkt besuchen kann?

    Wir sollten unser Vertrauen in das Leben wiederfinden und jeden Tag als Geschenk ansehen den wir bekommen um die kleinen und großen Dinge des Lebens entdecken zu können.

    Wir leben nicht ewig und sollten uns dessen auch bewusst sein, keiner weiß wie sein Lebensbuch geschrieben ist, das weiß nur einer und ihm sollten wir vertrauen.

    Ich wünsche ihnen, leben sie ihr Leben, genießen sie jeden Tag als Geschenk aufs neue.

    Gehen Sie mit offenen Augen durch die Welt und das angstfrei und lassen sie die Kinder frei.

      • Nur dass sie bisher keinen einzigen Patienten erlebt haben, noch über Kenntnissen verfügen , wie man derartig Krankheitsbilder begleitet, invasiv beatmet, beobachtet oder auch nur überwacht.
        Ach ja, Pflaster können sie noch kleben, wofür auch immer, am besten auf den eigenen……

        • Warum sollten wir auch? Wenn wir das wollten, wären wir Ärzte geworden. Trotzdem bin ich doch in der Lage, mich über das Virus zu informieren und mir ein Bild von dessen Gefährlichkeit zu machen. Sie sind doch auch kein Lehrer, meinen aber permanent, uns über unseren Beruf „aufklären“ zu müssen (Stichwort Rechtschreibung). Da könnte ich genauso sagen, dass Sie noch nie im Klassenraum standen, um das knapp 30 Erstklässlern gleichzeitig beizubringen, und Ihnen jegliche Ahnung davon absprechen.

          • Es ist wirklich ein dümmliches Argument, welches AvL da vorbringt. Dabei gelingt ihm nicht mal der Transfer einer richtigen Namensschreibung – was er dauernd mit Stephen…Stephan zum Ausdruck bringt.
            Habe die Vermutung, dass er scheinbar im Auftrag schreibt……Er ist auch nicht in der Grundlagenforschung tätig, also kann er zu Viren selbst auch nichts aussagen.

        • AvL,

          glauben Sie, es könnte schon in Kürze notwendig werden, dass wir Lehrer Covid-19-Patienten invasiv beatmen, beobachten und überwachen müssen? Welcher Lehrer überwacht welchen Kollegen? In Turnhalle oder Lehrerzimmer? Unter wessen kenntnisreicher Anleitung steht ja wohl jetzt schon fest!

      • Es hat hier niemand behauptet dass das SARS-Virus harmlos ist. Falsch ist der ständig vermittelte Eindruck, dass Kinder die stillen Hauptüberträger des SARS-Virus seien.
        Die Islandstudie mit 13.000 Probanden, die Studie in der norditalienischen Stadt Vò mit 3000 Probanden und mehrfachen Nachtestungen der Probanden, sowie eine chinesische Haushaltsstudie belegen eine andere Bedeutung von Kindern für die Ausbreitung des Virus.
        Und CFS-Symptome(chronische Müdigkeits Syndrome) treten bei vielen anderen Viruserkrankungen, wie dem Eppstein Barr-Virus, infektiöser Mononukleose, Herpesviusinfektionen und anderen Viren häufig auf, weil die Mitochondrien in Folge der intracellulären Azidose erheblich dezimiert werden.

          • Offenbar lesen Sie nicht, worauf Sie verlinken – oder Sie verstehen nicht, was dort ausgeführt wird.

            Das RKI stellt fest:

            „In der Zusammenschau der bisher erhobenen Daten scheinen Kinder etwas weniger empfänglich für eine SARS-COV-2-Infektion zu sein und spielen im Übertragungsgeschehen möglicherweise eine geringere Rolle als Erwachsene (69, 70, 72, 73, 96, 97), obgleich erste Studien zur Viruslast bei Kindern keinen wesentlichen Unterschied zu Erwachsenen erbracht haben (98, 99). Auch wenn Kinder möglicherweise eine geringere Empfänglichkeit für eine Infektion aufweisen, bestehen bei ihnen andererseits in der Alltagssituation i. d. R. häufigere und engere physische Kontakte, die eine Übertragung begünstigen können. Zu beachten ist, dass die meisten Studien im Lockdown durchgeführt wurden. Sie lassen daher keine Rückschlüsse auf die Normalsituation mit geöffneten Bildungseinrichtungen zu. Eine abschließende Einschätzung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.“

            Das ist genau der Befund, gegen den Sie sich hier seit Monaten mit Händen und Füßen wehren: Auf wissenschaftlicher Grundlage gibt es keinen Anlass zu glauben, dass Schulen nicht zu Corona-Hotspots werrden können wie andere Massenveranstaltungen auch.

            Und damit hat sich dann Ihr ewiges Lamento von den angeblich ungefährlichen Schulen, von Island, Schweden und all den anderen Schulöffnungs-Paradiesen endgültig erledigt. Im Fußball würde man sagen: Eigentor.

          • Kein Eigentor. Dazu sollte man dann die angegebenen Studien auch lesen, denn auf diese angegebenen Studien stützt sich das RKI und die Kultusminister in ihren Entscheidungen.

          • Weiter oben ist dort noch die demographische Altersverteilung und der Anteil an der Erkrankungsschwere aufgeführt, wobei Kinder unter 10 Jahren mit nur 2 % erscheinen, die Altersgruppe zwischen 10 und 19 Jahren nur zu 4,6 % betroffen ist.
            Spekulative Äußerungen sind in den Kommentaren mit eingeschlossen. Und weiter oben steht mehr über die Verlaufsformen.
            Seit dem Beginn der Pandemie lernen wir täglich mehr über dieses neue Virus, wobei sich unser Untersuchungsfeld auf Grund der immer weiter zurückgehenden Erkrankungzahlen und dank richtiger Entscheidungen einschließlich der Wiedereröffnung von Kitas und Schulen aus dem Blickfeld gerät.
            Aber das hätte man von den Dänen, Isländern und Norwegern auch lernen können, bei denen die Mortalitäsraten bezogen auf 100.000 Einwohnern laut ECDC nur halb so hoch sind wie in Deutschland.

          • AvL, meine Wiederholung ( Wiederholung ist im Lernprozess ein wichtiges Element, vielleicht hilftes bei Ihnen ja doch irgendwann:

            Neue Corona Studie sieht Kinder als gleichwertige Verbreiter des COVID19 Virus.
            https://twitter.com/DrEricDing/status/1278445193155489793

            Und nochmals für AvL:
            Neue Corona Studie sieht Kinder als gleichwertige Verbreiter des COVID19 Virus.
            https://twitter.com/DrEricDing/status/1278445193155489793

            Avl erzählt den Leuten seit Wochen, dass sie entweder sterben ( aber die Mortalität, da stimme ich ihm zu ist relativ gering ), oder es geht einem wieder gut… So ist das aber nicht! … „Jetzt gibt es da plötzlich all diese Menschen, die vielleicht dauerhaft krank bleiben und selbst die deutschen Medien erkennen die Gefahr, obwohl es im Ausland schon länger ein Thema ist.

            Rätselhafte Rückschläge bei jedem zehnten Patienten – DER SPIEGEL – Wissenschaft
            Viele Infizierte leiden noch Wochen nach ihrer angeblichen Genesung unter schwerer Erschöpfung, Muskelschmerzen oder neurologischen ….
            https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/raetselhafte-rueckschlaege-bei-jedem-zehnten-patienten-a-00000000-0002-0001-0000-000171875144

            Überwiegend schweigt man aber noch sehr viel über die Folgen der Erkrankung: Leute wie AvL haben sie gänzlich ausgeblendet.

            Die Regierung in England sagt, dass“ Zehntausende „von Menschen Langzeitsymptome haben, nachdem sie Covid-19 gefangen haben.
            „Your Covid Recovery“ ist ein Online-Portal für Menschen in England, auf das sie auf Tutorials zugreifen, Mitarbeiter des Gesundheitswesens kontaktieren und ihre Fortschritte verfolgen können. “
            https://www.longcovid.org

            „Wegen neuer Corona-Hotspots: Österreich muss einzelne Schulen wieder schließen“

            Wird Österreich zum zweiten Israel? Werden hart erkämpfte Erfolge durch fehlende Sicherheitskonzepte verspielt? „Alle machen die gleichen Fehler“ Pandemie-Motto 2020!

            Für Zehntausende Kinder fällt die letzte Schulwoche aus in Österreich……warum eigentlich, sind die denn blöd? Sie sollten sich mal bei AvL umhören.

            https://www.handelsblatt.com/politik/international/pandemie-wegen-neuer-corona-hotspots-oesterreich-muss-einzelne-schulen-wieder-schliessen/25966788.html

            Israel kommt wieder auf tausend Fälle pro Tag, nachdem es im Mai noch 5 waren.
            Schuld sind Lockerungen, u. a. in Schulen. Ein Negativausblick! Alle die eine Regelbetrieb fordern werden spätestens im Oktober kleinlaut daheim mit ihren Kindern sitzen, dies ist meine Prognose.

            Das Virus ist mutiert und wesentlich ansteckender geworden, das erfährt Israel derzeit nachdem sie auch die Schulen geöffnet haben.

            Regelbetrieb ohne durchdachte Konzepte ist unverantwortlich!

            Und für alle Marktschreier des Regelbetriebes, die so gerne auf andere Länder verweisen.
            So sieht der Regelbetrieb in Thailand aus:
            https://www.rtl.de/cms/thailand-oeffnet-nach-corona-shutdown-schulen-wieder-doppelter-schutz-fuer-kinder-4570487.html

          • Sie sind ein Meister im Weglassen entscheidender Textpassagen, denn sie haben die ersten Textpassagen weggelassen, und so stützen sie sich allein auf eine angeschlossene Meinungsäußerung im Nachsatz, denn dort steht im Text einleitend, dass in der Mehrheit der vorliegenden Studien (25, 67-71 )Kinder seltener von SARS-Covid-19 betroffen waren.

          • Eindrucksvoller können Sie nicht demonstrieren, wie verzerrt Sie Informationen wahrnehmen. Das Fazit am Ende ist für Sie nebensächlich, das dicke ABER nach der Einleitung kommt in Ihrem Gehirn nicht an. Das RKI stellt schlicht das Gegenteil von dem fest, was Sie hier immer und immer wieder herunterbeten (und bestätigt, nebenbei, die Berichterstattung von News4teachers) – und Sie registrieren das nicht einmal.

            Nochmal: „Zu beachten ist, dass die meisten Studien im Lockdown durchgeführt wurden. Sie lassen daher keine Rückschlüsse auf die Normalsituation mit geöffneten Bildungseinrichtungen zu.“

            Kann ja jeder selbst nachlesen. Gerne nochmal der Link: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText5

        • @Avl Hier hat meiner Kenntnis nach nie jemand Kinder als „Haupt“- Überträger dargestellt, sondern lediglich darauf verwiesen, dass Kinder und vor allem Jugendliche, mit denen wir es nun mal in der Schule in recht umfangreicher Zahl zu tun haben, Überträger sind. Und, weil sie eben auch Überträger sind, müsste es einen angemessenen Infektionsschutz für LehrerInnen (und ältere SuS, wenn es für die kleineren kein Erkrankungsrisiko gibt) geben, der Ihnen als Arzt (wenn Sie wirklich ein solcher sind) sowie anderen Arbeitenden ebenfalls zusteht. Auf die Frage, wie denn Schule infektionsschutzgerecht mit älteren Jugendlichen funktionieren soll, sind Sie trotz diverser Nachfragen bisher nicht wirklich eingegangen, sondern wiederholen ständig diese Islandstudie als Beleg dafür, dass Schulen unproblematisch öffnen könnten.

    • Ihre folgende Aussage Alexander Wohlgemuth:
      Wir leben nicht ewig und sollten uns dessen auch bewusst sein, keiner weiß wie sein Lebensbuch geschrieben ist, das weiß nur einer und ihm sollten wir vertrauen.

      Sie schreiben, dies weiß nur EINER. Ich bleibe mal in dem Bild von diesem „Wissenden“, er hat uns doch auch einen Verstand überlassen oder etwa nicht?

      Ich frage Sie und die Eltern hier, wenn der Regelbetrieb ohne Schutzmaßnahmen dazu führt, dass aufgrund der Verbreitung des Virus es zu flächendeckenden Schulschließungen kommen muss, wem ist damit geholfen? Den Kindern nicht, denn sie sind wieder komplett zu Hause, den berufstätigen Eltern nicht, da sie erneut vor Problemen der Betreuung ihrer Kinder stehen und der Wirtschaft in der Folge auch nicht. Was soll da die Formel Regelbetrieb, als gäbe es keine Pandemie? Von der Gefährdung mal ganz abgesehen.

      Regelbetrieb ist keine Lösung, sondern er wird zur Verschärfung der Lage führen, wollen Sie das?

      Wir wissen viel zu wenig über die Folgen einer Infektion; jeden Tag werden weltweit neue Erkenntnisse zum Virus gewonnen. Wäre da nicht Vorsicht angebracht?
      Übe ich als Vater nicht auch Umsicht um Gefahren von den Kinder abzuhalten?
      Hat der Staat nicht auch diese Pflicht?

      Wieder eine neue, nicht sehr schöne Erkenntnis:
      Leider scheint der Verdacht, dass sich SARSCoV2 wie SARS verhalten und das Knochenmark infizieren würde, richtig gewesen zu sein. Dieser Studie zufolge hatten 6 von 11 verstorbenen Patienten nachweisbare Viren im Knochenmark.

      https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.07.01.182550v1.full.pdf

      Studien wie diese aus 2011 zeigen, dass auch jüngere Leute nach Lungenversagen wie bei Covid-19 nicht komplett genesen. Nach 5 Jahren erreichten 45 J alte Patienten nur 70% normales Gehtempo, das wissen viele Jüngere nicht.
      https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21470008/

      LETALITÄT IST DER FALSCHE MESSWERT FÜR COVID-19-SCHADEN!
      SARS-CoV-2 verursacht breite Schäden an Lunge, Nervengewebe, Nieren, Gefäßen, Lymphknoten und mehr – man braucht keinen schweren Verlauf, um diese Schäden zu erleiden.

      Hohe Infektionszahlen schaden allen. Wenn nicht gesundheitlich, dann wirtschaftlich. Somit muss es doch das Ziel aller sein, dies zu verhindern. Wer jetzt sorglos agiert, darf später nicht jammern, wenn zurückgefahren werden muss.Somit muss Schule anders organisiert werden und dazu bedarf es Geld in die Hand zu nehmen.

      Realismus hat nichts mit Panikmache zu tun!

      • @Stephan
        Warum geben sie wohl nicht als Quelle die Internetseiten des RKI an?
        Die haben ein großes Team an Ärzten, Mathematikern, Biologen, Statistikern und weiterem Personal, das sämliche relevanten und weltweit erscheinenden wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema SARS-Covid-19 aufarbeitet und diese mit Quellenangaben dem Bürger zur Verfügung stellt.
        Das sind solide Quellenangaben die das Thema Spekulationen schnell beenden, und so kommt es weniger zu Meinungsverschiedenheiten. Übrigens erscheinen auch im Deutschen Ärzteblatt regelmäßig und zeitnah alle Arbeiten zum Thema SARS-Covid-19.

        • STEFAN……STEFAN…sind Sie wirklich klinisch tätig?

          Von Spahn und RKI wurde anfangs noch vermeldet: Nicht gefährlicher als eine Grippe, da war man im Ausland schon etwas weiter. Ähnliches zu ihrem Ärztepamphlet, wie lange hat es gedauert bis dort mal über Langzeitschäden berichtet wurde? Da wurden im Ausland schon die ersten Studien aufgelegt. Kann mich nicht überzeugen, in ähnlicher Weise Sie mich auch nicht!

          Ähnliches Debakel zu den Masken…zu Beginn RKI: Masken bringen nichts!

          • @Stephan
            Ich bewundere immer wieder ihre ausgewogene Sachlichkeit.
            Das Deutsche Ärzteblatt, in dem sämtliche neuen wiisenschaftlichen Arbeiten zum SARS-Covid-19-Virus erscheinen, bezeichnen sie als Ärztepamphlet.
            Das RKI und der Gesundheitsminister haben sich auch schon früher bei der Maskenpflicht geirrt, weil sie sich auf die Richtlinien der WHO verlassen haben und der Effekt wissenschaftlich nicht nachgewiesen wurde, man aber auch keine andere Möglichkeit sah, das Risiko der Übertragung des Virus nach den Wiesdereröffnungen zu verhindern.
            Eigentlich könnten sie doch die Funktion des RKI übernehmen und den Job von JensSpahn gleich mit übernehmen.
            Das würde zwar zum gesellschaftlichen Stillstand führen, weil das Virus ja immer noch vorhanden ist, und solange es weltweit weiter sich ausbreitet, so müssten wir dann weiterhin solidarisch die Schulen und das öffentliche Leben in Form von Kinos, Theatern , Konzertsälen und Stadien geschlossen halten.
            Eine Normalität wird es dann die nächsten 5 Jahre nicht mehr geben. Stellen sie sich doch gleich zur Wahl.

          • @Stephan
            Und schon wieder jubeln sie über eine neue Studie, weil die ihre Ansichten stützt.
            Nach ihrer Lesart sind nun wohl die vorausgegangenen Studien nicht mehr in ihrer wissenschaftlichen Aussagekraft gültig, bis wann?
            Etwa bis eine andere Studie wieder das Gegenteil stützt und somit die vorausgegangene ablöst ?
            Weder beim RKI, noch in der Fachwelt wird derart verfahren.
            Und übrigens, weder das RKI, noch das Gesundheitsministerium hätten sich rein theoretisch zum Beginn des SARS-Ausbruchs in Deutschland, der durch die rückkehrenden Skifahrer aus Österreich und die Fernreisenden aus der VR China und anderswo ausgelöst wurde, für eine Maskenpflicht aussprechen können, weil der Markt vollkommen leergefegt war !

      • Das mit dem anders organisieren stimmt schon. Aber in der Klasse meiner Tochter ist heute schon klar, dass sie in Klasse 4 (17 Kinder), mit Klasse 3 zusammen (13 Kinder) unterrichtet wird. Wir sind eine Kleinschule und seit letztem Jahr werden die Hauptfächer gemeinsam unterrichtet. Doch ich kenne viele Eltern, die seit Jahren kleinere Klassen fordern. Da ich 3 erwachsene Kinder habe, weiß ich, dass die Zustände in der Schule durchaus mal befriedigender waren. Die verlässliche Grundschule war verlässlich, heute sollte man eine gute Kernzeitbetreuung dazu buchen. Leider habe ich in den letzten Jahren die GEW, den Lehrerverband und den Philologenverband nicht vernommen. Vielleicht hätte da schon ein Aufbruch statt finden sollen? Ein Kampf für kleinere Klassen und eine bessere Ausstattung für Lehrer und Schulen? Und jetzt auf einmal kleinere Klassen und ein digitaler Plan? Da das Land weder die Räumlichkeiten besitzt, noch das Geld dafür bereit stellt, bleiben uns 2 Möglichkeiten. On/Off Schulschließungen, je nach Infektzahlen, oder ein rollierendes System, hier im Gymnasium Klasse 5, 1 Woche Unterricht, 2 Wochen Pause, egal was, es bedeutet für die Eltern zum Alleinverdienermodell zurückzukehren. Wie man es nimmt, es würde eine Strukturveränderung in der Gesellschaft statt finden. Im Moment haben Familien in Deutschland wenig Perspektive, dies führt auch zu einer Veränderung der Geburtenrate. Was glauben Sie warum in Israel, die Schule weiter geöffnet sind? Warum keine Geschäfte schließen? Die Gastronomie offen bleibt? An den Folgen von Corona werden mehr Menschen sterben, als an oder mit Corona. Gerne hätten wir kleinere Klassen für unsere Kinder….aber kein rollierendes System, für Eltern ist da kein großer Unterschied zur Schulschließung, und für Grundschüler lehne ich die Abstandsregelung ab, dies ist widernatürlich. Tut mir leid, ein Kind ist weder verantwortlich seine Großeltern zu schützen, noch seine Eltern. Kindern wird hier sehr viel Veranwortung aufgebürdet.

    • @Alexander Wohlgemuth:
      „Wir sollten unser Vertrauen in das Leben wiederfinden und jeden Tag als Geschenk ansehen den wir bekommen um die kleinen und großen Dinge des Lebens entdecken zu können.

      Wir leben nicht ewig und…“

      …was meinen Sie wie schön sich ds Leben anfühlt und wie lebenswert es sein wird, wenn Sie oder ihr Kind mir einem bleibenden Defekt aus dieser Infektion aufsteht.? Ihr Vertrauen ins Leben würde auch sicher durch einen Herzschaden nach überstandenen Infekt anders aussehen, oder gehören Sie zu denen, die denken, dass durch die „richtige “ Wahl der „richtigen “ Gedanken Spätschäden sich selbst korrigieren?
      Ja wir leben nicht ewig, aber besser wir leben solange wie möglich ohne lebenseinschränkende Spätfolgen. Sonst könnte es für sich den ein oder anderen wie ewig anfühlen unter diesen Bedingungen leben zu müssen.
      Es geht darum präventiv zu wirken und Umstände in den Schulen zu schaffen, in denen sich möglichst wenige infizieren, solange bis wirksame Medikamente zur Verfügung stehen.
      Der Arbeitsschutz muss für Lehrer und Schüler gewährleistet werden! Regelschulbetrieb mit 30 Personen in einem Raum ohne Lüftungsanlagen, ohne zielführende Hygienekonzepte, ohne hygienische Sanitäranlagen, ohne Konzepte für ein derzeit dringend notwendiges Distanzlernen, ist unzumutbar!

      Wer sich die Datenlage anschaut, wird erkennen, dass es sich nicht um Einzelfälle handeln wird, sondern, dass allein in Deutschland 25% der Bevölkerung bedingt durch Vorerkrankungen mit einem schweren Verlauf von Covid-19 rechnen muss und evtl. mit Spätfolgen. Darin sind noch nicht diejenigen eingerechnet, die nach neuen Erkenntnissen ebenfalls mit Spätfolgen selbst nach leichtem und mittelschweren Verlauf rechnen müssen.

      …so einfach ist das! Das versteht sicher nicht nur „EINER“, dass dies ein durchaus „heilges“ Bestreben mit positiven Effekten für a l l e darstellt.

      • Mhh eine richtig wirksame Impfung in den nächsten Jahren ist eher unwahrscheinlich, wie lange sucht man schon bei HIV nach einer Impfung? Oder bei Hepatitis C? Vielleicht kommt mal ein Medikament, wie bei HIV, dass die Krankheit keinen heftigen Verlauf nimmt. Ich denke jeder, der will kann sich schützen, wenn man zu Hause bleibt, ist man sicher. Ich werde weiterhin meine Freunde treffen, mit dem Wohnlobil in Urlaub fahren, meine Tochter geht zum Reiten, ins Geräte turnen (ohne Abstand), meine Tochter spielt mit ihren Freunden ohne Abstand. Gestern war ich im Freibad…Abstand auf der Rutsche??? Auch das ist Leben, und die Entscheidung darf jeder individuell treffen….da überall die Abstände Makulatur sind, kann ich meine Tochter auch ohne Abstand zur Schule schicken. Ansonsten müsste ich sie isolieren, 9 jährige Kinder spielen nicht mit Abstand.

      • Sie bringen bestimmt die besten Voraussetzungen für eine medizinische Beraterin mit, weil sie über gar keine klinischen Erfahrungen verfügen, und somit eine gute Ergänzung zum bereits bekannten männlichen Gegenpart in der Politik wären. Zu jedem Thema das SARS betrifft haben sie eine Antwort.

        Allerdings haben wir es in Deutschland durch die Abschottung der Altenheime, der Krankenhäuser und der Rehakliniken vermieden, dass sich die Risikogruppen zu einem höheren Anteil anstecken konnten. Das Durchschnittsalter der Erkrankten liegt hier bei 46 Jahren, in Italien bei 67 Jahren.

  5. Das sehe ich ebenso: Die Gewerkschaften konnten sich bisher nicht durchsetzen. In keinem der geforderten Ziele. Woran liegt das?
    Es wirkt, als ob es dort keine Durchsetzungsstärke gibt? Oder werden sie schlicht ignoriert?

    Ich verstehe die Hemmnisse aus dem Dienstweg auszuscheren sehr wohl. Jedoch denke ich mir, dass bei dem gewaltigen und offenbaren Lehrermangel das Niederlegen der Arbeit unter diesen Bedingungen einiges bewirken würde. Was soll Politik denn mit Lehrern machen? Suspendieren? Entlassen? Das wird niemals geschehen. Lehrer sind in diesem bescheidenen System absolute Mangelware! Also wird sich der Staat überlegen müssen, wie er mit einer flächendeckenden Verweigerung umgeht!
    Ohne Sie als Lehrer läuft hier in diesem System gar nichts mehr. Der Arbeitsschutz muss auch in den Schulen gewährleistet werden.
    Sprich: kleine Klassenverbände, Einhaltung des Abstandsgebotes, Lüftungsanlagen, Hygiene (Sanitär, Desinfektionsmittel, Reinigung)

    Erschiessen sie mich nicht direkt. War nur ein Gedanke, die Akteure der Schule müssen geschützt werden, wenn der Arbeitsschutz per Gesetz für diesen Bereich so gravierend zum offensichtlichen Nachteil der Betroffenen Lehrer und Schüler geändert wird, ….dann wird man wohl selbst aktiv werden dürfen?!

    Wahrscheinlich stehe ich schon auf sem Index des BND mit diesen Äusserungen.
    Einen Blick in die Nachbarländer macht deutlich worauf wir zusteuern. Die Schulschließungen hatten einen gravierenden Effekt auf die Ausbreitung des Virus. Ebenso die Begrenzung der Personenanzahl in geschlossenen Räumen…und damit aucjbdie Abstandsregel.
    Auch wenn sich derzeit und zum Glück das Infektionsgeschehen so gut darstellt, im Herbst wird es massive Probleme geben, wenn 30 Schüler und ein Lehrer im Klassenraum im Durchzug? sitzen.
    …solange sollten wir nicht warten. Es müssen jetzt Konzepte entwickelt werden.

    Es kann doch nicht sein, dass wir sehenden Auges in diese Welle steuern. Überall im Ausland wo die Schulen so unkoordiniert geöffnet waren oder wieder ohne sinnhafte Regularien geöffnet wurden befinden sich nun viele Menschen auf dem Weg in eine zweite Welle, von der nicht gewiss ist, wie jemand individuell daraus hervorgehen wird. Viele werden als Gemüse aufstehen, das hätte verhindert werden können.
    Wir sollten dafür eintreten, dass unter diesem Wissensstand weder Lehrer noch Schüler und deren jeweiligen Angehörigen unnötig gefährdet werden, aufgrund des fehlenden Arbeitsschutzes!
    Ignoranz bedeutet nicht Mut!

    • Es gibt noch eine Möglichkeit, die durchaus in Südeuropa diskutiert wird, das ist die Aufhebung der Schulpflicht. In Italien und Spanien haben viele Privatschulen und Kindergärten zu gemacht. Die Eltern konnten die Beiträge nicht mehr zahlen, der Staat hat die Finanzierung komplett eingestellt.

      • Sabine Szidlowsky: meine Rede, da ich persönlich eh gegen Schule als Aufbewahrungsanstalt bin und das gesamte staatliche Schulsystem für überdenkens- und reformwürdig halte, wäre es durchaus eine Möglichkeit über die Aussetzung der Schulpflicht den Freiraum für jeden zu schaffen, freiwillig an diesem Feldversuch in der Schule teilzunehmen.
        Dann wäre auch die das Arbeiten in kleinen Klassenverbänden und damit ein effektiver Unterricht unter Einhaltung des derezeitigen Arbeitsschutzes möglich.
        Meine Erwartung geht ebenfalls nicht dahin, alle für den Abstand ubd gebotenen Rückzug gewinnen zu wollen. Jeder, der die Risiken für sich gering einschätzt sollte danach handeln können, jedoch im Arbeitsbereich gelten zurecht Regeln, die alle Teilnehmer gleichermaßen vor einem Infekt schützen. Was denken Sie weshalb unsere Politiker nicht im vollen Bundestag im Plexiglashaus oder v.a. im Homeoffice sitzen und mit den dicksten Steinen schmeissen?
        Arbeitsschutz muss daher auch in den Schulen bestehen und darf nicht gesetzlich ausgehebelt werden. Diejenigen, die sich schützen wollen, müssen ebenfallls die Möglichkeit haben danach handeln zu können.
        Regelschulbetrieb und Aussetzung der Schutzmaßnahmen in der Schule wird im Herbst seine Folgen zeigen, auch denjenigen, die sich derzeit für unsterblich halten.

  6. https://www.mdr.de/thueringen/corona-kita-schule-erkaeltung-husten-schnupfen-100.html

    In Thüringen wird es dann wohl nicht nur ohne Abstand, ohne Masken im Unterricht und ohne gute Belüftung weitergehen, sondern diese geplante Änderung der Corona—Verordnung wird dafür sorgen, dass man sich auch weiterhin von Schülern anhusten und anniesen lassen muss, viele haben nicht mal Taschentücher dabei. Klingt wie ein Freibrief, alles so zu lassen wie vorher, nämlich Kinder krank in die Schule zu schicken. Und das unter Pandemiebedingungen. Und man weiß, wie weit die Tröpfchen und Aerosole fliegen.

    • Wenn ein Bundesland damit anfängt, wird es in allen anderen bald auch so sein… Da sieht man mal wieder, das wirtschaftliche Interessen über allem stehen und welchen Stellenwert die Lehrer und Erzieher so haben. Es regt mich jedes Mal auf, mit welcher Selbstverständlichkeit von Eltern gefordert wird, ihr Kind krank in KiTa oder Schule schicken zu dürfen ( und zwar unabhängig von Corona )!

  7. Besorgte Eltern, Lehrer und Erzieher sollten sich vielleicht an öffentliche Sendungen wie Panorama, Monitor etc. wenden. Die Sorgen und Nöte müssen eine breite Diskussion auslösen. Klügere Beschulungskonzepte wie z.B. in Dänemarkmüssen öffentlich besprochen werden. Die Bedürfnisse der Risikokinder und Risikoangehörigen und selbstverständlich auch der Schul- und Kitabeschäftigten müssen endlich ein öffentliches Gehör finden. Die mangelnde Fürsorge seitens der Ministerien sollte an die Öffentlichkeit. Wenn Kinder z. N. keine Masken tragen, dann sollten sich Erzieher und Lehrer mit FF2-Masken, vom Ministerium zu Verfügung gestellt, schützen können. Bestmöglicher Infektionsschutz für alle. In der Sendung sollte es um Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und den Infektionsschutz gehen. Danach müssten die Landeselternvertretungen die Eltern befragen: Wer will welche Beschulung für sein Kind? Wie Illy habe auch ich das Gefühl, dass die Gewerkschaften ausgehebelt sind. Trotzdem solltet Ihr sie mit Forderungen nach Alternativschutz für Abstand, nämlich FF2-,FF3-Masken und Klimaanlagen, zutexten, dieses auch von den Ministerien direkt fordern. Ihr haltet der halben Nation den Rücken frei, damit diese arbeiten oder was auch immer gehen kann und müsst euch während Corona von unmaskierten Kindern anhusten lassen? Das ist überhaupt nicht akzeptabel! Die öffentlich rechtlichen Sender sind zu einer wirtschaftlich unabhängigen Berichterstattung verpflichtet. Diese Thematik ist vom öffentlichen Interesse. Quarks & Co und Panorama hatte ich schon angemailt. Je mehr Hinweise dort eingehen, desto besser. Kennt einer die Kontaktdaten von rezo? Ich finde sie über das Internet nicht.
    Die jetzt bleibt nur die Petition der GEW Köln:

    https://www.openpetition.de/petition/online/gesundheitsschutz-fuer-kinder-und-beschaeftigte-an-schulen-statt-unkalkulierbares-risiko

  8. Für diejanigen, die sich darüber austauschen möchte, wie man am besten gemeinsam gegen die Entscheidung vorgeht, Schulen komplett ond ohne Schutz für kKinder und Lehrer zu öffnen: FB Gruppe „Gegen Schule ohne Sxchutzkonzept“

  9. „Schulen starten nach den Sommerferien im Regelbetrieb“

    Die deutsche Sprache ist eben kompliziert, sa dass es leicht zu Irritationen kommen kann.
    Gemeint ist natürlich: „Nach den Sommerferien starten die Schulen in der Regel ihren Betrieb.“ Nicht gesagt:
    Im Moment sind die Zeiten nicht regulär, weshalb von der Regel abgewichen werden wird.

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