Schüler mit Corona infiziert – Kein «Infektionsgeschehen» an Berliner Schulen

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BERLIN. Kurz nach dem Schulstart in Berlin ist ein erster Corona-Fall bei einem Schüler bekannt geworden. Er habe am Montag direkt nach Ankunft an der Gemeinschaftsschule in Lichterfelde von Symptomen gesprochen, die auf eine solche Infektion hindeuteten, sagte ein Sprecher der Bildungsverwaltung am Mittwoch auf Anfrage. Daraufhin sei er nach Hause geschickt worden, später sei das positive Testergebnis bekannt geworden. Eine Lerngruppe und drei Lehrkräfte, zu denen der Schüler Kontakt gehabt habe, wurden daraufhin unter Quarantäne gestellt.

Das Coronavirus – hier eine Illustration – hält die Schulen in Atem. Illustration: Shutterstock

In dem Fall sei gehandelt worden, wie es sein sollte, sagte der Sprecher. Es seien bisher «keine Infektionsgeschehen an Schulen» seit dem Schulstart bekannt. Gemeint sind damit Ausbrüche oder Fälle, in denen sich Schüler in der Schule ansteckten. In Neukölln waren elf Beschäftigte einer Schule unter Quarantäne gestellt worden, weil sie noch vor Schulstart Kontakt zu einem Infizierten hatten, der temporär in der Einrichtung gewesen war.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte zuvor betont, dass mit «Problemlagen zumindest an einzelnen Schulen» zu rechnen sei. «Wir sind darauf vorbereitet, dass einzelne Lerngruppen in Quarantäne kommen müssen.» Der Gesundheitsschutz des gesamten schulischen Personals und aller Schülerinnen und Schüler habe für sie stets absoluten Vorrang. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein hatte es nach dem Ferienende bereits erste Schulschließungen gegeben. dpa

Neue Corona-Infektionen unter Schülern in Schleswig-Holstein und Hamburg

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2 KOMMENTARE

  1. „In dem Fall sei gehandelt worden wie es sollte“, leider nicht von den Erziehungsberechrigten, die ihr krankes Kind zur Schule geschickt haben.

  2. „«Wir sind darauf vorbereitet, dass einzelne Lerngruppen in Quarantäne kommen müssen.» “

    Ich frage mich, auf was sich da die Kultusminister vorbereiten.
    Stellen sie den Schulen dann zusätzliches Personal zur Verfügung?
    Regeln sie die digitalen Möglichkeiten?
    Liegen Elterninformationen bereit?
    Gibt es weitere Verwaltungsfachkräfte, die den Telefondienst in den Schulen übernehmen oder gibt es eine Rufumleitung?
    Stehen Fachkräfte für die Notbetreuung bereit?

    Was genau macht das Ministerium, damit eine Schule, deren SchülerInnen, Klassen oder Lehrkräfte in Quarantäne geschickt werden, dies irgendwie auffangen können?

    Oder reicht es, wenn die Ministerien vorbereitet sind, und wenn sie alles auffangen, können sich in der Schule alle auf den restlichen Unterricht konzentrieren?

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