GEW-Umfrage: 7 von 10 Lehrern fühlen sich in der Schule nicht ausreichend geschützt – Mehrheit für Maskenpflicht im Unterricht

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DÜSSELDORF. Der Infektionsschutz an Schulen bekommt von Lehrern miserable Noten. Eine Mitgliederbefragung der GEW in Nordrhein-Westfalen zeigt auf: Fast 70 Prozent der Lehrkräfte fühlen sich durch die gegenwärtigen Maßnahmen der Landesregierung nur mangelhaft (39 Prozent) oder gar ungenügend (29,3 Prozent) geschützt. Drei von vier Befragten (73,2 Prozent) sprechen sich für eine Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht aus, solange es keine besseren Schutzmaßnahmen gibt. Über 80 Prozent fordern ein landesweit einheitlich geregeltes Vorgehen bei Schutzmaßnahmen, wenn diese im Falle steigender Infektionszahlen erforderlich sein sollten.

Die Politik, Regelunterricht ohne die außerhalb der Schulen üblichen Schutzmaßnahmen durchzusetzen, verunsichert Lehrer zutiefst. Foto: Shutterstock

„Die Mitgliederbefragung belegt eindeutig, wie schlecht es um den Infektionsschutz an den Schulen bestellt ist. Lehrkräfte fühlen sich nicht sicher und fordern besseren Infektionsschutz beispielsweise durch räumliche Hygienekonzepte“, erklärt GEW-Landesvorsitzende Maike Finnern. „Immerhin fast ein Drittel der Befragten geben an, dass es an ihrer Schule Gremienbeschlüsse zum freiwilligen Tragen einer Maske im Unterricht gibt. Obwohl Masken im Unterricht pädagogisch unsinnig sind, spricht sich eine große Mehrheit für die Wiedereinführung aus, mangels besserer Alternativen zum Infektionsschutz“, sagt sie. Über 6.000 Mitglieder der GEW in Nordrhein-Westfalen haben sich an der Befragung, die einen Monat nach Schulbeginn im Zeitraum 3. bis 14. September stattfand, beteiligt.

Mehrheit der Lehrer für kleine Lerngruppen mit alternierendem Unterricht

Mit Blick auf die kalte Jahreszeit besteht aus Sicht der Gewerkschaft dringender Handlungsbedarf zum Schutz der Gesundheit und ein landesweit einheitliches Vorgehen gegen mögliche Infektionsgefahren.

Befragt nach Alternativkonzepten für den Gesundheitsschutz an ihrer Schule konnten sich immerhin 61,1 Prozent der Lehrkräfte vorstellen, keinen Unterricht nach der Stundentafel zu erteilen, sondern einen tage- oder wochenweise alternierenden Unterricht zu erteilen (22,7 Prozent nein, 12,7 Prozent waren unsicher). Für 52,8 Prozent waren Maßnahmen zur Entzerrung des Unterrichts, etwa durch Staffelung des Schulbeginns oder der Pausen gut vorstellbar (28,8 Prozent nein, 14 Prozent unsicher). 52,2 Prozent sprachen sich für geplante Hybridformen aus Präsenz- und Distanzlernen aus (28,2 Prozent dagegen, 15,8 Prozent unsicher).

GEW fordert einen Stufenplan für die Schulen, der Schutzmaßnahmen vorsieht

Die GEW-Landeschefin forderte die NRW-Landesregierung auf, sich „der Realität des schulischen Alltags zu stellen“ und „den Arbeits- und Gesundheitsschutz prioritär“ zu behandeln. „Dabei geht es nicht darum, das Recht auf Bildung gegen die Fürsorgepflicht auszuspielen“, unterstreicht Finnern. Seit längerem fordere die GEW einen Rahmenplan für verbindliche Maßnahmen, sodass nicht die Verantwortung den einzelnen Schulen und deren Leitungen aufgelastet werden könnte. Ein gestufter Maßnahmenplan würde abhängig vom Infektionsgeschehen verschiedene, zusätzliche Maßnahmen des Infektionsschutzes vorsehen.

Die Kultusministerkonferenz hat auf Drängen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zwar einen Vier-Stufen-Plan für die Schulen, in dem Schutzmaßnahmen je nach Infektionsgeschehen beschrieben werden, als Rahmen verabschiedet – dieser Stufenplan wurde allerdings ohne Schwellenwerte, ab wann welche Maßnahmen greifen sollen, und zudem für die Bundesländer unverbindlich beschlossen (News4teachers berichtet ausführlich darüber – hier geht es zum Beitrag). In Nordrhein-Westfalen gibt es keinen solchen Stufenplan. News4teachers

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

… und die nächste Schule, an der sich ein Corona-Ausbruch auswächst: Gymnasium bleibt geschlossen – alle Schüler und Lehrer in Quarantäne

 

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82 KOMMENTARE

    • Die Nicht-GEW-Mitglieder in den Lehrerzimmern fühlen sich natürlich bombensicher angesichts der zahlreichen Schutzmaßnahmen in Schulen.

    • Reden Sie nicht ständig so einen Blödsinn. Es wäre besser wenn Sie ihre unqualifizierten Aussagen und Behauptungen für sich behalten.

      • Ich liege im Risikoalter, komme in Folge der beruflichen Tätigkeit als Notarzt häufiger mit retrospektiv Covid-19 positiv getesteten Patienten in Berührung, und mir fehlt der Zugang zu den hier aus meiner Sicht geäußerten irrationalen Ängsten einiger weniger Aktivisten.

        • Ich bin im Risikoalter, nicht GEW Mitglied, habe VOVID mit schwerem Krankheitsverlauf hinter mir – und fühle mich trotzdem nicht sicher

        • Befinden sie auch mit 30 potentiell infizierten (denn hat es einer, haben es in einem Klassenraum alle) Personen über 95 Minuten in einem Raum?

        • AvL,
          wo sind die hier geäußerten Ängste denn irrational? Wären Sie Arzt, müssten Sie doch neuen Erkenntnissen bzgl. des Pandemiegeschehens, insbesondere der Krankheitsverläufe, interessiert sein. Schon länger werden die Auswirkungen einer Infektion auch an den Langzeitfolgen beurteilt, und da diese, auch bei Kindern, jetzt erst genauer untersucht werden, kann man keineswegs Menschen, die einen Schulbetrieb ohne wirkungsvollen Infektionsschutz ablehenen, irrationale Ängste unterstellen.
          Darf ich Ihnen die Sonderausgabe des NDR-Podcastes „Coronavirus Update“ Folge 53 empfehlen? Die Leiterin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uni HH, Prof. Muntau, und die Direktorin des Institutes für medizinische Virologie Uni Frankfurt, Prof. Ciesek, weisen während des Gespräches mehrmals auf die zur Zeit noch wenig erforschten Folgeerkrankungen, auch bei Kindern und Jugendlichen, hin. Wollen Sie da nicht mal reinhören?

        • Seltsam, warum lesen und schreiben Sie denn dann in einem Lehrerblog? Tauschen Sie sich doch bei den Ihren aus und lassen uns in Ruhe, die Bedingungen unserer Arbeit kennen Sie nicht, auch wenn Sie das meinen (wie die meisten, die mal auf der Schule waren). Ich war auch mal beim Arzt, würde aber nie auf einem Ärzteblog schreiben.

        • Immer diese möchtegern Ärzte und Notärzte hier, welche wirklich weltfremde Behauptungen aufstellen und von der Sache null Ahnung haben. Ich bin Virologe und kann nur meinen Kopf in den Sand stecken, dass wir solche Mitbürger haben !

        • @AVL: Lassen sie sich endlich anstecken! Dann können sie entweder abnippeln oder auf Folgeschäden im Gehirn warten – ach die haben sie glaube ich schon – und fertig! Wenn sie es haben wollen, bitte schön! Aber anderen sagen, sie sollen sich ruhig anstecken lassen ist unglaublich (Sagt übrigens kein Virologe, auch Streeck nicht).
          Wenn sie tatsächlich Arzt sind, gehören sie aus dem Dienst entfernt! Gehen sie zur QAnon-Bewegung!

          • Ich hatte zu Beginn der Pandemie eine Covid-19-Infektion, nachdem ich 2 Wochen vorher eine symptomatische Patientin intubiert habe .

        • @AvL
          Falls es etwas Sonne in ihr erzürntes Herz bringt und ein Lächeln auf ihr bitterböses Gesicht zaubert:
          Ich bin zwar seit mehr als 20 Jahren Lehrer aber nicht Mitglied der GEW und schon gar kein Aktivist.
          Die GEW ist zwar gut und notwendig als Sprachrohr aber doch weitgehend machtlos in einem Beamtensystem.

      • Da kennt einer den AvL nicht. dieser hat uns doch drei Monate Online unterrichtet. Als Intensivmediziner sogar bis ins Detail. Leider stimmt da nicht mehr so wirklich was von.

        • Und dann verschweigt uns dieser AVL auch noch über Monate, dass er aus eigener Erfahrung über den Krankheitsverlauf sprechen /schreiben könnte. Stattdessen lässt er uns Ahnungslose in diesem Fall nicht an seinem fundierten Wissen teil haben.
          So ein Heimlichtuer aber auch…

      • Nun ja, wer Mitgliedsbeiträge an die GEW zahlt, ist ein Fall für eine Einweisung in eine Klinik der beiden Landschaftsverbände.

        Das Dilemma angestellter Lehrkräfte ist, dass die GEW die einzige Mitgliedsorganisation im DGB ist. Alle anderen Lehrerverbände sind Organisationen innerhalb des DBB, denen sind die arbeitsrechtlichen Themen der Tarifbeschäftigten nicht so wichtig. Sie sehen die Tarifbeschäftigten, die ja streiken dürfen, eher als Manövriermasse.
        Das Dilemma der Lehrerschaft ist die Zersplitterung der berufsständischen Verbände nach Bundesländern, nach Lehrbefähigungen, nach Schulformen und politischen Anstrichen. Die tarifunion aus GEW und DBB ist eine Notgemeinschaft, die Not und Elend verbindet, aber keine schlagkräftige Organisation darstellt, die der TdL Paroli bieten könnte.

        Die GEW schafft es ja nicht einmal für die Angestellten an Hochschulen, Schulen und Kindertagesstätten gleiche Arbeitsbedingungen in Hinblick auf die Arbeitsschutzbestimmungen mit Sondergeit des Corona-Schutzes durch zu setzen, da sie überfordert scheint mit Familienministerien, Schulministerien und Wissenschaftsministerien über gleichlautende Forderungen zu verhandeln. Und so fällt es leicht Keile zwischen die Beschäftigten an Kindertageseinrichtungen, Schulen und Hochschulen – oder anders gesagt zwischen Erzieher, Lehrer und Hochschulbeschäftigte – zu treiben.

        • @Dickebank

          „Nun ja, wer Mitgliedsbeiträge an die GEW zahlt, ist ein Fall für eine Einweisung in eine Klinik der beiden Landschaftsverbände.“

          Den finde ich sehr gut, weil es den Nagel auf den Kopf trifft.

          • Wissen Sie, was Nägel und Verantwortliche im Bereich der für Schulen zuständigen obersten Landesbehörden (Ministerien) grundlägen unterscheidet?

            Kleiner Hinweis: Nägel haben einen Kopf.

    • Und die Anderen wurden gar nicht erst befragt…

      „Die GEW-Landeschefin forderte die NRW-Landesregierung auf, sich „der Realität des schulischen Alltags zu stellen“ und „den Arbeits- und Gesundheitsschutz prioritär“ zu behandeln. „Dabei geht es nicht darum, das Recht auf Bildung gegen die Fürsorgepflicht auszuspielen“, unterstreicht Finnern“

      Arbeits-und Gesundheitsschutz hat in jedem Bereich der deutschen Wirtschaft Priorität, nur nicht in den der deutschen Staatsmacht unterstehenden Schulen. Die scheinen für die Wirtschaft nicht wichtig genug zu sein.

    • Was denn?
      Vorschläge!
      Alle Lehrer werfen sich auf den Rücken und halten die Luft an ????
      Wir sind Beamte und haben als einziges Druckmittel die Möglichkeit unsere Meinung zu sagen.
      Das die jemand hören will oder sogar berücksichtigt ist aus den bisherigen Erfahrungen eher unwahrscheinlich.

      • Vorschläge:
        – Unterricht konsequent draußen vor der Tür, wenn die AHA-Regeln nicht eingehalten werden,
        BIS dies möglich ist.
        – Unterricht konsequent draußen vor der Tür zudem, wenn SuS mit Bussen fahren, in denen mehr Kinder transportiert werden, als Sitzplätze vorhanden sind.
        – Einfordern von angemieteten Räumen oder konsequentes Einsetzen von Turnhallen, Mensen u.a. Räumen unter Aussetzung aller sonst dort stattfindenden Aktionen: kein Mittagessen, keine Ganztagsbetreuung ohne Raum.
        – Zusammenstreichen der Stundentafel entsprechend der vorhandenen Unterrichtsversorgung (bei uns steht im Erlass: je nach personeller Versorgung … ist die nicht gegeben, kann man dann eben bestimmte Sachen nicht anbieten).

        • Gute Beispiele. Im Moment verhalten sich Lehrer aber nur wie willige Erfüllungsgehilfen einer völlig verfehlten Politik!
          Mit Lehrern kann man offensichtlich alles machen. Ich muss das leider so sagen. Kein Konzern oder Unternehmen würde sich wagen, den Arbeitsschutz so zu ignorieren. Meine Frau erzählt von Kollegen, die heimlich über die Maßnahmen lästern und die sehr offensichtlich Angst haben, aber auf Lehrerkonferenzen keinen Muckser machen und auch Elternabenden in Präsenz zustimmen. Wofür gibt es in Schulen Personalvertretungen?
          In Firmen gibt es auch genug Chefzäpfchen, aber selbst die bleiben im Home Office, wenn sie auch nur an einer Risikogruppe schrammen oder gefährdete Angehörige haben. Vor Januar 2021 betreten keine größeren Gruppen das Büro. Es gibt die strikte Anweisung, das Home Office, wo immer es praktikabel ist, zu ermöglichen.
          Die Zahlen steigen, die Infektionen an Schulen steigen und ohne Schutz seid ihr gefährdeter als die Krankenschwester. Und dafür ignoriert und beschimpft man euch.
          Das kann es doch auch nicht sein.

          • Das ist doch das Problem: Lehrer haben keine Handhabe etwas zu ändern, andere Arbeitnehmer können sich das nicht vorstellen und sagen immer ‚tut doch was, wehrt Euch doch‘ – noch einmal: Lehrer MÜSSEN, da sie Beamte sind. Wir werden abgemahnt, wenn wir uns aktiv wehren! Selbst der Personalrat und die Lehrergewerkschaften haben KEINE MACHT! Ich habe diesen Frust in meinem langen Lehrerleben so oft erlebt, dass ich aufgegeben habe, und das Rennen gegen die Wand den frischen Jungkollegen überlasse.

        • Unterricht vor der Tür kostet wieder Geld. Spätestens im Winter muss das KuMi dann für die Schüler Felljacken und Friesennerze anschaffen. Ach was, so ein Vorschlag ist einfach nicht ernst zu nehmen. Also lassen wir die Ironie weg!
          Geeignete Hallen und Container. Die Container kosten Geld und haben eine Bestellzeit von Monaten. Hallen, super. Wenn ich alle Schüler einer Schule in eine Halle stecke bin ich so weit wie vorher. Hallen für jede Klasse wird man nicht finden.
          Lehrpläne zusammenstreichen. Hallo, wir sollen den Stoff den wir im letzten Jahr verloren haben nachholen. Weglassen ist da nicht. Da könnten wir auch wieder Online-Unterricht machen.
          Alle diese Vorschläge klingen so ein bisschen nach Verwahrung der Kinder. Hauptsache sie sitzen nicht zu Hause und stören die Eltern.
          Oder aber nach Pipi Langstrumpf. Sie wissen schon “ Wir machen uns die Welt widewide wie sie uns gefällt“.

          • Was ist denn daran nicht ernst zu nehmen?

            Der Raum ist nicht gelüftet?
            Die Fenster können nicht in ganzer Front geöffnet werden?
            Alle SuS setzen die Masken auf und folgen der Lehrkraft nach draußen, wo dann der Unterricht erfolgt.

            Wenn alle das durchziehen würden, wäre mal sichtbar, wie viele Klassen eben nicht einmal den Standards für das Lüften entsprechen … die mit schimmeligen Räumen oder einsturzgefährdeten Decken können sich ja gerne dazu gesellen.
            Jeder in seine Zone auf dem Schulhof oder gleich öffentlich in den nächsten Park.

        • Gut, wenn die KM auf Ihre Drohungen eingehen, halte ich aber für zweifelhaft. Was die Eltern betrifft, gibt es ja die Möglichkeit der Dienstaufsichtsbeschwerde. Ich kann hier nur wiederholen. Wenden Sie sich an Ihre Vorgesetzten, die haben die Bildungsverpflichtung übernommen. Flächendeckender Fernunterricht hat nicht funktioniert und es hat sich nichts getan. Manche Kinder waren letztes Halbjahr 2 Wochen in der Schule, alle 3 Wochen eine Woche. Ja kleinere Klassen wären schön, aber nochmals, nicht zu Lasten der Eltern. Denn Fernunterricht ist derzeit eine reine Utopie.

          • Nicht zu Lasten der Eltern, um deren Kinder es hier geht?
            Zu wessen Lasten gehen denn die Einschränkungen im Schulbetrieb, die Verkürzung der Unterrichtszeit um Händewaschen, Lüften, Regelerläuterungen uvm?

            Ach ja, NICHT zu Lasten der Eltern!

            Offenbar geht es hier weder um Bildung noch um Kinder oder Arbeitsschutz, sondern allein um die Gewährleistung der Arbeitskraft der Eltern.

          • @Palim genau so ist es. Das mediale Gejammere der Eltern fing mit dem ersten(!) Tag der Schulschließungen an.

  1. Also ich kann diese Zweifel an der vorbildlichen Arbeit unserer Kultusministerien nicht mehr ertragen, Hygienepläne nicht ausreichend oder nicht umsetzbar, bauliche Bedingungen miserabel, zu wenige Lehrer… mimimi
    Was zählt ist der Geist der Erfüllung des Bildungsauftrags und wie man sich die Wahrheit in der Presse schön reden kann. Man muss sich immer vor Augen führen, dass ein großer Teil der Bevölkerung gar keine Ahnung hat wie es in einer Schule aussieht oder zugeht. Trotzdem dürfen diese Leute wählen. Passt doch.
    Die Minister/innen schreiten uns mutig und mit Stolz voran, wenn auch aus ihren sicheren Büros heraus. Wer fühlt sich denn da alleine gelassen?
    Die Lehrer waren doch alle mal bereit ihr Leben für die Pädagogik und Bildung hin zu geben! Eben Pech wenn das jetzt plötzlich wörtlich genommen wird.
    Ebenfalls muss hier eine Güterabwägung getroffen werden. Was ist ein höheres Gut? Das Recht der Schüler und Lehrer auf körperliche Unversehrtheit oder das Recht der Eltern sich nicht mal zeitweise selbst um ihre Kinder kümmern zu müssen?
    Außerdem möchte ich feststellen, dass Probleme gar nicht gelöst werden müssen! Man muss sie nur so nach außen so gestalten, dass man sie nicht sehen kann. Schon der Volksmund sagt „Ich seh dich nicht, dann gibts dich nicht“.
    Und sollten noch ein paar Kleinigkeiten wie funktionierende Spülbecken oder Fenster fehlen, bedenken sie immer So was kann zur Not auch befohlen werden.

    • Sie haben vergessen, dass unsere Bundeskanzler in den richtigen Umgang mit Problemen vor macht: einfach aussitzen und abwarten, bis es sich von selbst löst…

      • Ja! Wir alles setzen unser Leben für diese höheren Güter ein.
        Jeder Bauarbeiter ist bereit vom Gerüst zu fallen, jeder Elektriker begibt sich gerne in die Gefahr einen tödlichen Stromschlag zu bekommen.
        Bei der Berufswahl geht es nicht darum seine Fähigkeiten zu geben und die Gesellschaft zu gestalten. Es geht um die Frage: wie möchtest du draufgehen!?
        Schluss mit dem mimimi

  2. Ich bin seit 17 Jahren im Schuldienst und seit dem Referendariat GEW Mitglied. Das bin ich leidenschaftlich gerne und gehe meiner Tätigkeit trotz Zugehörigkeit zur Risikogruppe und im Angestelltenverhältnis nach. Doch zunehmend frage ich mich, warum nicht mehr für die Belange der Lehrer unternommen wird. Die getroffenen Maßnahmen und die Abgage der Verantwortlichkeit sind unerträglich!

    • Warum man nichts für die Belange der Lehrer unternimmt?
      Erklärungsansatz:
      Lehrer gelten als Faulenzer in der Gesellschaft. Morgens haben sie Recht und mittags haben sie frei. Außerdem hält die Gesellschaft, in wirtschaftlich guten Zeiten, die Lehrer für blöd, da ihre Gehälter überschaubar sind. In wirtschaftlich schlechten Zeiten ist man neidisch auf den Beamtenstatus.
      Lehrer sind also eh schon gesellschaftlich unbeliebt. In Zeiten wie der Corona-Krise kommen Lehrer die im Home Office sind, besonders schlecht beim Wähler an. Die Lehrer sitzen, von außen wahrnehmbar, nur noch zu Hause und die Leute müssen sich oft zum ersten mal im Leben selbst um ihre Kinder kümmern.
      Da wird aus Vorurteilen und Neid schnell blanker Hass. Konnte man doch schön in manchen Talk-Shows im Lock-Down verfolgen.
      Was tut also die Politik. Sie folgt dem Wählerwille. Fehlende Rücksicht auf Leben und Gesundheit der Lehrer zählt da nichts. Ein paar Tote sind dann eben Kollateralschäden auf dem Weg zur Wiederwahl.

  3. Das wird sich dahingehend lösen, dass ein Teil der Kollegen (durch Überlastung oder Corona) berufsunfähig ist und ein anderer Teil, aufgrund der miesen Arbeitsbedingungen und mangelnder Fürsorge des AG das Handtuch wirft, sobald er eine andere Perspektive sieht.
    Lehrermangel, mal wieder hausgemacht.

    • Dafür hat man ja die Altersgrenze für die Pension erhöht: Wenn die Kollegen so früh berufsunfähig werden, muss man ihnen wenigstens weniger Pension bezahlen, und kann frische neue einstellen. Keine Ironie!

      • … neue, die auf Vertretungsverträgen bei geringerer Einstufung mangels voller Ausbildung weit weniger verdienen.

        Aber auch das geht ja NICHT zu Lasten der Eltern … bis das eigene Kind den Beruf ergreift.

  4. Ääähm…geht es eigentlich noch?!?
    Wenn ich dieses Geheule auf hohem Niveau lese, wird mir richtig schlecht.
    Hat eigentlich auch nur EINE/R von Ihnen die geringste Ahnung, wie das TATSÄCHLICHE Infektionsgeschehen aussieht derzeit?
    Schauen Sie sich bitte mal die Auslastung der Intensivbetten an. Wovor bitte haben Sie Leher/innen Angst? Warum glauben Sie alles, was Ihnen erzählt wird? Wann werden Sie endlich unseren Kindern wieder gerecht? Können Sie die psychosozialen Schäden verantworten und tragen, die durch sogenannte Infektionsschutzmaßnahmen an den Schulen praktiziert werden?
    Es gibt Eltern, die ihre Kinder liebend gerne weiterhin Zuhause gelassen und dort unterrichtet hätten. Diesen wurde aber mit den Behörden gedroht, wenn sie ihre Kinder nicht umgehend zur Schule schicken.
    Vielen Dank für nichts!

    • Gerne für Sie auch noch mal: Wir heulen nicht, wir fordern, dass geltende Arbeitsschutzbestimmungen in Schulen umgesetzt werden. Das käme im übrigen auch Ihren Kindern zu gute, da sich für diese das Infektionsrisiko auch minimieren würde. Wenn Sie sehen wollen, wohin die Reise im Herbst geht, brauchen Sie gar nicht so weit schauen: Frankreich, Holland, Tschechien, Österreich… rund um uns herum gehen die Zahlen gerade wieder extrem nach oben. Aber um deutsche Schulen wird das Virus natürlich einen großen Bogen machen, da haben die KM ja beschlossen, dass es dort nicht rein darf. PS: In Wien hat übrigens gerade die erste Intensivstation verkündet, dass sie komplett belegt sind und keine neuen COVID-Patienten mehr aufnehmen können.

      • Ob wir jetzt heulen oder uns kaputt lachen, im Endeffekt kommt es auf das gleiche hinaus. Die wenigen Lehrkräfte, die nicht schwanger oder in Erziehungszeit sind, werden den Unterrichtsausfall, der durch erkältungsbedingt ausfallende Lehrkräfte oder durch vom Präsenzunterricht freigestellte vulnerable Lehrkräfte verursacht wird, nicht weiter auffangen können und die SuS landen im home-office.
        Lernen auf Distanz hat ein physikalischen Problem. Die Intensität nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. Je länger die lieben Kleinen der Schule fern bleiben müssen desto weniger lernen sie. Im Endeffekt sind sie dann zu blöd, um zur Schule gehen zu können.

  5. Macht die GEW hier plumpe Werbung für ihre ach so tolles Arbeit FÜR die Lehrer?

    Sollen so die GEW Mitglieder bei Stange gehalten werden OHNE auszutreten?

    Ein anderes Beispiel um bei der Masse Mitglieder, Beifall zu bekommen, ohne auf das eigentliche Problem einzugehen, die MISSGUNST unter den Lehrern selbst:

    Sinngemäß: „Obwohl soundsoviel Prozent der Lehrer eigentlich Risikogruppe sind, sind nur ein Bruchteil davon nicht im Normalbetrieb.“

    Zu gut deutsch: Nur der Bruchteil kann dezitiert als „faul“ gelten, der Rest macht, was er soll, und kommt, wie vom Arbeitgeber gewollt, zum Regelunterricht in die Schule.

    Unterstellt das nicht, das die Fehlenden der Risikogruppe eigentlich ohne Not unberechtigt fehlen?

    Ist das nicht Populismus der schlimmsten Art?

    • Davon sollten sich die Risikogruppen unter den Lehrern nicht beeindrucken lassen. Dumme Kollegen gibt es überall, die eigene Gesundheit nicht. Niemand wird es Ihnen danken, wenn Sie erkranken und berufsunfähig werden.
      In Firmen sind schon aus Selbstschutz der Unternehmensleitungen alle Risikogruppen im HO.
      Dort macht sich keiner Gedankem über unqualifiziertes Geplapper von Kollegen.

  6. Wie bereits geschrieben, Krankmeldungen, Streiks usw. sonst ändert sich nichts! Nur durch Druck kommt man weiter, habt ihr Kolleginnen und Kollegen das noch immer nicht begriffen

  7. Mal angemerkt: Jeder Lehrer hat das Recht, nein genauer sogar die Pflicht, den Unterricht zu beenden, wenn eine gesundheitliche Gefährdung für die Schüler vorliegt. Also wenn die Lüftung nicht mehr gewährleistet werden kann, und die konsequente Lüftung ist Vorgabe, ist zumindest eine Pause einzulegen oder die Stunde ganz zu beenden.

  8. Sie haben alle im Prinzip vollkommen Recht, die Bildungspolitik ist verheerend, doch nicht erst seit heute oder seit Corona. Die finanzielle Ausstattung des Ganztags ist eine Lachnummer. Ausfall von Unterrichtsstunden, es gibt Schulen, da hängt der Muff von Generationen drin. Willkürlich wechselnde Regeln, heute 12 Jahre Abitur, morgen 13 Jahre…..Digitalisierung? Ein Witz. Doch ich glaube die Meisten wissen wie eine Schule innen aus sieht, wir Eltern haben schon vor über 20 Jahren die Klassenzimmer selbst gestrichen. Und nun Kl. 3/4 wird zusammen unterrichtet, 30 Kinder, die versprochenen Trennstunden sind Theorie.
    Beschwerden von Eltern beim Schulamt? Da wird man abgewimmelt.
    Doch auch wegen Corona sind wir Eltern nicht bereit die Beschulung unserer Kinder teilweise zu übernehmen, warum sollen nun die Familien die jahrzehntelangen Versäumnisse in der Bildungspolitik ausgleichen?

    • @Lena R.

      Warum lassen Sie sich beim Schulamt abwimmeln?

      Die Zeit, die Sie HIER verbringen, sollten Sie mit anderen gleichgesinnten und gleich aktiven Eltern beim Schulamt verbringen.
      Da Sie selbst über ein digitales Endgerät verfügen, können Sie aus dem Wartebereiches des Schulamtes genau so gut posten wie aus Dänemark.

      Sie haben hier unter einem anderen Artikel geschrieben, dass in Ihrer Familie jemand Lehrer/Lehrerin ist.
      Also verfügen Sie über entsprechende Kenntnis der Sachlage.

      Also, morgen ist ein neuer Tag.
      Bitte berichten Sie uns hier tagesaktuell aus Ihrem zuständigen Schulamt.

      • @Pit, naja, Eltern werden für Forderungen, Petitionen o.ä. von den zuständigen Stellen abgewimmelt. Wenn ich die Beschwerden lese, passiert den Lehrern ja wohl genau das Gleiche. Da aber nun real gesehen unsere Klasse nach den Ferien noch größer wurde, wird sich das in Zukunft nicht ändern. Wenn Lehrer Wünsche haben, was Trennscheiben o.ä. betrifft, unterstützen das die Eltern gerne. Für Fehlstunden habe ich kein Verständnis mehr. Ebenso wenig für untergetauchte Lehrer bei Fernlernen. Da ich Zahlen lesen kann, habe ich für das aufgebauschre Theater hier kein Verständnis. Auf Anfrage bei den Lehrern in meiner nahen Verwandtschaft erfuhr ich, dass auch in deren 1000 Kinder Schulen, die Aussetzung der Schulpflicht nicht in Anspruch genommen wird.

        • Als ob an derartig großen jeder Kollege weiß, ob irgendwo Schüler fehlen!
          Entweder sind Sie wirklich so naiv oder Sie halten sich an Pippi Langstrumpf (… Ich mach mir die Welt….)

  9. Es ist auch für Schüler unsicher.
    Der erste Oberstufenschüler, der beatmet werden muss!
    Und wofür das alles? Das ist doch Wahnsinn.

    https://www.spiegel.de/panorama/corona-massnahmen-an-schulen-fehlende-waschbecken-stosslueften-unmoeglich-a-6d0c25c6-6212-4200-84d9-38c2ca3c6fa4-amp?__twitter_impression=true

    „Seit dem Montag ist auch ein Oberstufenschüler betroffen, der im Krankenhaus liegt und mit schwerem Verlauf beatmet werden muss. Es ist bedrückend für alle, wenn ein Schüler um sein Leben kämpft. Tagelang. Der Ausgang ist noch unklar. „

  10. Endlich berichtet der Spiegel!
    Hoffentlich wacht Merkel nun auf und kann die verharmlosenden Bildungsminister bremsen.
    Sehr guter Beitrag bei SWR Aktuell in der Sendung von Freitagabend über Luftfilter. Kann in der Mediathek abgerufen werden. Einbau von Luftfiltern und Trennschutzwänden ist günstiger als Krankenhausfolgekosten.

  11. @Lena R.

    Also UNERHÖRT! Keiner will Sie anhören, das Schulamt nicht, die „faulen“ Lehrer nicht. Vielleicht können sogar Ihre eigenen Kinder Ihr Geschwafel nicht mehr ertragen. Was könnte wohl die Ursache sein? Nachdenken hilft immer, aber Achtung, NACH-denken, nicht nur denken, die Gehirnzellen erweitern sich nur durch dauerhaftes Training.

    • Ich habe mich nicht bei den “ faulen“ Lehrern beschwert, ich habe meiner Tochter schweigend geholfen neue Themen zu erlernen. Die Versuche in einer Elterninitiative die Perspektive für kleinere Klassen zu schaffen, für eine bessere Ausstattung war schon vor Jahren. Ich dachte die Lehrer wollen kleine Klassen?

      • @Lena R.
        “ ich habe meiner Tochter schweigend geholfen neue Themen zu erlernen“

        Schweigen kann erfrischend sein. Einen Versuch war’s bestimmt wert.
        Pädagogisch ist das nicht, hoffentlich ist Ihre Tochter jetzt nich traumatisiert.
        Und methodisch-didaktisch …?
        Da fragen Sie besser noch einmal die Lehrer in Ihrer nahen Verwandtschaft.

        Nur mal so: Wenn man etwas falsch verstehen WILL, dann KANN man das auch. Immer wieder.
        Und dann den „Aal geben“ und sich immer wieder herauswinden wollen.

        Ach ja: Was gibt’s Neues von Ihrem zuständigen Schulamt?
        Wir bleiben dran, gell?

  12. Friedrich Merz äußert sich dezidiert zu Lehrern. Ich bin selbst als Nichtlehrer fassungslos.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article216170790/Friedrich-Merz-warnt-vor-Gewoehnung-an-Leben-ohne-Arbeit-Muessen-aufpassen.html

    Merz ließ im „Bild“-Talk durchblicken, dass aus seiner Sicht vor allem Lehrkräfte ohne triftigen Grund nicht mehr zum Schulunterricht erscheinen. „Es bleiben einfach zu viele Lehrer zu Hause“, sagte er.

    Blackrock rules.

  13. Tja nachdem ich nun 2mal erlebt habe, dass die Klassenlehrerinnen das Schuljahr an Pfingsten beendet haben, die eine jetzt nach den Ferien immer noch krank ist, der Stundenausfallzettel fast wöchentlich kommt, das Fernlernen einfach nur Mist war, kann ich Herr Merz verstehen. Gestern habe ich erfahren, dass eine andere Grundschule bei Krankheit rolliert, jeden Tag bleibt eine andere Klasse zu Hause. Verlässliche Grundschule war mal. Armes, reiches Deutschland.

    • @Lena R.: Wenn die Personaldecke – seit Jahren – zu dünn ist und Langzeiterkrankungen auftreten (wie in anderen Berufen ja übrigens auch), dann passiert natürlich genau das, was Sie beschreiben, vor allem (aber nicht nur) an Grundschulen, die im Vergleich zu weiterführenden Schulen kleinere Einheiten mit weniger Lehrkräften sind, sodass die verbleibenden Lehrkräfte das dann einfach nicht mehr stemmen können – und selbst wenn beliebig hohe Überstunden gefahren werden dürften (und nicht selten werden die Vorschriften da tendenziell offenbar sehr – sagen wir mal – großzügig ausgelegt): Wollen Sie ernsthaft, dass die noch vorhandenen Lehrkräfte dann alle nacheinander durch Überarbeitung in die Depression getrieben werden, bis schließlich niemand mehr da ist, um überhaupt irgendwelche Kinder unterrichten zu können? Das hilft Ihnen doch auch nicht??? Kleiner Nachtrag: Mittlerweile habe ich grob ein halbes Jahrhundert Leben auf dem Buckel und, ehrlich gesagt, ich habe schon mehrere deutlich jüngere Kollegen und Kolleginnen erlebt, die einfach zusammengeklappt sind und dann natürlich längere Zeit weg vom Fenster waren, gerade die jüngeren, sehr motivierten Kräfte sind da extrem gefährdet und es ist herzzerreißend mit anzusehen zu müssen, wenn die sich mit Volldampf in die Depression hineinarbeiten, weil sie glauben, sie müssten das alles immer schaffen.

    • @ Lena, Sabine, Sonstige
      Schon mal von Lehrermangel gehört? Eltern wie Sie, die ständig und anhaltend meckern und dabei die Realität völlig ausblenden, gerne auch mal unter die Gürtellinie greifen und nur sich selbst sehen, haben einen gewichtigen Anteil an der Unbeliebtheit dieses Berufes.
      Aber das Reflexionsvermögen für solche Zusammenhänge fehlt Ihnen ja leider, wie Sie hier ständig beweisen.
      Ja, Armes Deutschland!

  14. Lena R, gehen bei Ihnen kranke Kollegen in die Arbeit? Auch Lehrer werden nicht krank geschrieben, nur weil sie unpässlich sind oder keine Lust haben. Sie wollten Regelunterricht in einer Pandemie. Jetzt haben Sie ihn.
    Lehrer werden Sie sich bald selbst backen können. Das ist einmalig dumm, wenn man eine spärliche Ressource (Lehrer) immer wieder verbal beleidigt. Ich glaube nicht, dass Aussagen wie von Merz den Lehrermangel beheben werden.

  15. @ Lena R.
    Jetzt muss ich Sie loben, Sie haben trainiert. Das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!“, gut gelernt- erste Gehirnzelle erweitert, nur falsch angewendet. Nun ja, man kann nicht alles gleich beim ersten Lernen. Schön weiter üben, es gibt noch viel zu überarbeiten in ihrem Oberstübchen.

    • Na, wie man aus dem Unterricht weiß, beruht das Schweigen von SuS häufig darauf, nichts Falsches sagen zu müssen. Also hat Lena R. ihre Tochter lieber angeschwiegen, da sie die Aufgaben selbst nicht lösen konnte. Beredtes Schweigen eben — „bedeutet [diese Erkenntnis], dass Schweigen selbst eine Kommunikationsform ist, die Botschaften vermittelt – bewusst oder unbewusst – und daher Risiken und Chancen gleichermaßen birgt, die es abzuwehren oder zu nutzen gilt. „Beredtes Schweigen“ ist der gängige und eingängige Ausdruck dafür“.

  16. @ dickebank, den Nagel auf den Kopf getroffen! Lena R. kann es nicht, sie labert viel und nimmt sich wichtig, am Ende des Tage steht trotzdem nichts Merkenswertes auf dem Zettel. Oh, oh, armes Kind von Lena R., man kann sich seine Mutter eben nicht aussuchen….

  17. Am Besten alle Lehrer, die von Kindern das Tragen von MNB verlangen, gehen nach Hause, bekommen weiterhin volles Gehalt und warten bis es einen Impfstoff gibt oder tragen selber eine MNB aber bitte FFP 3. Die würde ich dann auch gleich von dem Steuerzahler subventionieren lassen, damit die Akzeptanz bei den Lehrern gewährleistet wird:) Bei manchen Lehrern hat man ja schon das Gefühl, sie haben sich in der Berufswahl vertan. Sicher benötigen die Behörden noch Unterstützung beim Ordnungsamt. Da geht dem einen oder anderen Lehrer sicher so richtig das Herz auf, andere Menschen zu denunzieren und das dann auch mit entsprechender Gesetzesvorlage. Der Gemeinschaft täte weniger Dynamik sehr gut. Und lasst bitte unsere Kinder aus diesem Spiel. Herzlichst an alle die sich nicht angesprochen fühlen!

    • „Und lasst bitte unsere Kinder aus diesem Spiel.“

      Mein Reden. Schule lässt sich als lehrkraft schon prima aushalten, so lange einem die Blagen vom Hals gehalten werden. Da das nicht immer klappt, habe ich gelernt mich mit den Kindern und Jugendlichen abzufinden. Das bedeuet ich habe mit der zeit begriffen, dass die schulischen Probleme nicht in den Stunden vor mir sitzen sondern zuhause und lediglich an Sprechtagen in der Schule aufkreuzen, bei sonstigen gelegenheiten, bei denen man sich engaggieren müsste, eher weniger.

      Probleme aus den Schulen heraushalten, bedeutet eben auch:
      „Eltern müssen draußen bleiben!“ – Es fehlen noch die entsprechenden Piktogramme wie vor Geschäften …

  18. @Nina, am Besten: alle Eltern, die es besser wissen als Lehrer, sollten ihr Kind zuhause beschulen. Anschließend über den Mann oder andere Familienangehörende nörgeln, dass man als Mutter nicht genügend Beachtung bekommt. Nebenbei dem Kind noch irgendwas Vernünftiges beibringen…..Bei manchen Müttern hat man schon das Gefühl, sie sind nicht ausgelastet. Hätten Sie früher bessere Leistungen in der Schule gebracht, dann wäre auch aus Ihnen etwas geworden. (außer Meckerer)

  19. Keine Schule ohne offen gezeigtes Gesicht und freies Atmen. Nein zur Maskenpflicht im Unterricht und auf dem Schulhof

    .

    Beim Maskentragen ist ungehinderte Sinneswahrnehmung nicht gegeben, das Kind bekommt weniger mit von der Welt, lernt weniger. Eine heranwachsende verdummte Generation sollten wir uns nicht leisten.

    Menschliche Beziehungen gründen auf verbaler und nonverbaler Kommunikation und Interaktion. Um Beziehungen und Vertrauen aufzubauen, sind eine natürliche Mimik und Gestik bedeutsam und notwendig.

    Die Entstehung moralischer Begriffe und Erfahrungen wie Würde oder Rücksicht erfolgt bei Begegnung von Angesicht zu Angesicht und wird durch maskierte Kontakte mit fehlender Mimik massiv gestört.

    Das eine Maske tragende Kind versteht – oder vielmehr missversteht – sich in erster Linie als Gefahr für andere Kinder und Erwachsene und sieht leider auch die anderen Kinder vorrangig als eine Gesundheitsgefahr an.

    Ein neu in eine Klasse kommendes Kind kennt noch niemanden und sieht sich 27 Augenpaaren gegenüber, 27 kindähnlichen Wesen, die nur dumpf sprechen oder ins Schweigen verfallen sind. Am ersten Schultag einer fünften Klasse begegnen einander 28 Maskenkinder.

    Kindertypische gelegentliche kleinere Atemwegsinfekte wie bei einer simplen Erkältung heilen beim Maskentragen nicht mehr schnell aus. Keime an der Maske können andere Krankheiten verursachen. Neue oder verstärkte, beim Kind vorher bekannte Allergien sind möglich.

    Das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung verändert die Hals- und Kopfhaltung der Schülerin oder des Schülers, was zu Muskelverspannungen führt, die wiederum Kopfschmerzen sowie Wahrnehmungs- und Lernbeeinträchtigungen begünstigen.

    Wut, Verzweiflung, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Kopfschmerzen können Folge des Maskentragens sein.

    Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge (FH)

    • LieberEdward von Roy,
      wie arbeiten Sie??
      Einzelgespräche?
      Schön mit Abstand?
      Mit Maske geschützt?
      Wollen Sie mit dem Arbeitsplatz des Lehrers tauschen? Geschwätz!
      Von der geschützten Ferne aus lässt es sich leicht reden,wären Sie selber betroffen,sähe das 100% anderst aus!

    • … und Tod oder schwere Krankheit können die Folgen des „keine Maske tragen“ sein.
      Da nehmen wir doch besser etwas Müdigkeit, oder???

    • Und Ihre Konsequenz ist? Das oben beschriebene mag ja stimmen. Einfach NEIN zu sagen, ist natürlich am einfachsten. Schon einmal etwas von den empfohlenen AHA-Regeln gehört? Eine Empfehlung ist ganz klar: Kein Abstand=Maske. Dies gilt überall. Und was jetzt immer häufiger kommt: Keine Maskenpflicht im Unterricht = Ganze Klasse in Quarantäne, bei der freiwilligen Umsetzung: nur der Schüler.

    • Alles gut – wenn denn die vulnerablen Lehrkräfte wieder als Riskogruppe von zuhause aus arbeiten dürfen.

      Ich finde auch, dass den SuS keine Maßnahmen auferlegt werden dürfen, der Arbeitgeber respektive Dienstherr muss nur die Maßnahmen an Schulen umsetzen, die für andere Behörden im Zuständigkeitsbereich der Länder auch gelten. Kontakt nur nach Terminvergabe, lediglich Einzelkontakte ohne Begleitpersonen, Einzelbürobelegung, Spuckschutz an Arbeitsülätzen mit Publikumsverkehr, eingeschränkte Öffnungszeiten, Wechsel von Präsenzzeiten und Zeiten im Home-office sowie Bereitschaftszeiten, wenn nicht genügend Heimarbeitsplätze mit der entsprechenden digitalen Ausstattung eingerichtet werden können.

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