RKI-Chef Wieler bestätigt, was Kultusminister verschweigen: Es gibt mittlerweile Corona-Ausbrüche an Schulen

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BERLIN. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Prof. Lothar Wieler, hat bestätigt, dass es mittlerweile Corona-Ausbrüche an Schulen gibt. „Zurzeit scheint noch alles unter Kontrolle“, sagt er. „Aber die Lage kann sich jederzeit ändern.“ Damit gibt es erstmals ein behördliches Eingeständnis, dass sich Lehrer und Schüler in der Schule mit dem Coronavirus infiziert haben. Von den Kultusministerin war dazu bislang nichts zu hören.

Das Robert-Koch-Institut ist eine Bundesbehörde. Ihr Präsident: Prof. Dr. Lothar Wieler. Foto: Andrea Schnartendorff / RKI, Wikimedia Commons

„Es kann eine bestimmte Dynamik entstehen, dann kann die Fallzahl wieder exponentiell steigen“, so Wieler in einem Interview mit der „Welt“. „Und Sie sehen es ja, es geschieht ja. In Israel, in Spanien, in Frankreich. Dieses Virus ist in der Bevölkerung. Und wenn wir dem Virus die Chance geben, zu viele Menschen zu infizieren, dann wird das Geschehen wieder dynamischer. Dann wird die Infektionsdynamik zunehmen, und damit werden automatisch die anderen Kapazitäten ausgelastet.“ Zwar spiele im Infektionsgeschehen in Deutschland der private Bereich derzeit „die große Rolle“. Aber: „Bei den Schulen gibt es inzwischen einige Ausbrüche, das müssen wir gut analysieren.“

Drosten sagt Probleme mit dem Schulbetrieb ohne AHA-Regeln voraus

Wieler bestätigt damit eine Aussage des Charité-Virologen Prof. Christian Drosten, der in der vergangenen Woche in einem Interview erklärt hatte, dass es erste belegte Corona-Ausbrüche an Schulen in Deutschland gebe – und das mit harscher Kritik an den Kultusministern verband. „Mai, Juni, Juli, August – vier Monate hätte man Zeit gehabt“, so Drosten mit Blick auf die Zeit seit den Schulschließungen im Frühjahr. „Jetzt sind wir fast wieder in einer ähnlichen Situation wie damals. Wir werden Probleme kriegen mit der unbeschränkten Schulöffnung, wie sie inzwischen stattgefunden hat.“

Und weiter: „Auch in Deutschland gibt es inzwischen belegte Ausbrüche an Schulen. Da werden wieder einige sagen: Aber es ist doch noch nichts passiert. Klar, weil die Gesundheitsämter darauf achten. Noch haben die Behörden die Kraft, früh zu reagieren. Es gibt Schulklassenquarantänen im Moment, landesweit.“

Am Wochenende legte Drosten im heute-Journal nach. „Über den Sommer haben sich viele junge Leute infiziert“, berichtete er im ZDF-Interview. „Und wir sehen auch jetzt bereits, wie das in andere Altersgruppen diffundiert. Wir sehen jetzt, es geht in die Schüler-Altersgruppen, das kommt wahrscheinlich von der Schulöffnung. Und wir sehen, es geht in die älteren Altersgruppen. Das bedeutet, dass die Sterblichkeit auch wieder steigen wird“, erklärte Deutschlands renommiertester Virologe.

Und die Kultusminister? Schweigen sich zu den Ausbrüchen aus

Von den Kultusministern war zu Corona-Ausbrüchen in Schulen bislang nichts zu hören. Kurz nach Schuljahresbeginn hatte es allerdings bereits Entwarnungen gegeben. „Fast zwei Wochen nach Schuljahresstart können wir erkennen, dass die Schulen selbst kein Hotspot sind“, so erklärte Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) Ende August. Ähnlich äußerte sich der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) wenige Tage später: Nach zwei Wochen Unterricht könne festgestellt werden, „dass sich Schulen bislang nicht als Hotspots erwiesen haben“. Gleichlautend NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) zu diesem Zeitpunkt: „Bislang hat es in NRW an keiner Schule einen unkontrollierten Corona-Ausbruch oder gar einen «Hotspot» gegeben.“  „Nach allem was wir wissen, sind unsere Schulen keine Corona-Hotspots“, sagte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) noch am 10. September. Zuvor hatte er erklärt: „Keiner muss Angst haben, zur Schule zu gehen.“

Mittlerweile aber ist offensichtlich, dass sich Schüler und Lehrer in Schulen mit dem Coronavirus infiziert haben – es also keineswegs nur so ist, dass einzelne Schüler oder Lehrer sich außerhalb der Schule infizieren. Das einzugestehen, fällt Kultusministern aber erkennbar schwer. Bezeichnend der verbale Eiertanz, den Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) nach dem größten bislang in Deutschland bekannt gewordenen Schul-Ausbruch vollzog. Mit Blick auf das Geschehen an einer Schule im Stadtteil Winterhude erklärte Rabe, mindestens zwei Schüler „könnten“ sich in der Schule angesteckt haben. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 29 Infektionen unter Schülern und Lehrern bekannt. Am Tag zuvor hatte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) noch von „möglichen Zufällen“ gesprochen. Am Ende wurden offiziell 36 Infektionen an der Schule gezählt, obwohl lediglich ein Drittel der Schülerschaft getestet wurde. News4teachers

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

… und die nächste Schule, an der sich ein Corona-Ausbruch auswächst: Gymnasium bleibt geschlossen – alle Schüler und Lehrer in Quarantäne

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154 KOMMENTARE

  1. Wieso hat Lena R. hier noch nichts kommentiert?

    So was wie: „In Schweden ist auch alles geöffnet, in Shishabars treffen und infizieren sich die Kinder auch, im Bus gibt es Viruswichteln, es wird auf keinen Fall Schulschließungen geben auch wenn ich mit meiner kompletten Familie durch die Welt tingele, mir es gemütlich mache auf meinem Ponyhof und mich jeden Tag mit hunderten von Menschen treffe. Alles andere wäre ja Leben im Ausnahmezustand statt im Regelbetrieb! Masken braucht kein Mensch. Da gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass sie etwas bringen und Abstand gibt es in Dänemark und allen anderen Ländern dieser Welt auch nicht. Wer sagt überhaupt, dass der Virus einen krank macht?
    Ach ja, wegen des Lüftens hab ich mir noch keine Gedanken gemacht, aber wenn die Lehrer ohnehin auf jeglichen Schutz verzichten, bringt das Lüften auch nichts mehr. Also kann man das auch vernachlässigen. Wir müssen doch an unsere Wirtschaft denken. Und das liegt unbestritten in der Verantwortung unserer Lehrer. Und wenn die nicht arbeiten wollen, gibt es für die halt kein Geld vom treuen Steuerzahler!“

    So liebe Lena R. und wie ihr alle sonst noch heißt.

    Wir kennen alle eure Argumente! Verschont uns mit euren Beiträgen.

    Viele Grüße in eure Parallelwelt.

    • Die „Parallelwelt“ sehen andere aus erweitertem Blickwinkel auch umgekehrt, liebe(r) Defence.
      Meiner entspricht mehr den Kommentaren von Lena R. als denen von Ihnen. Mir gefällt, dass sie den Umgang mit Corona aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und nicht nur wie ein Kaninchen auf die Schlange starrt.

  2. Der Präsident des RKI Lothar Wieler hat aber auch klar den Eindruck bestätigt, dass viele der aktuellen Corona-Infektionen in Deutschland auf private Zusammenkünfte zurückzuführen sind. „Die Menschen stecken sich derzeit hauptsächlich im privaten Umfeld an, also auf Partys, Hochzeitsfeiern, Beerdigungen, auch im Gottesdienst“, sagte er u.a. der „Welt am Sonntag“. Der private Bereich spiele „die große Rolle“.

    Betrieben und auch Schulen spricht er dagegen eine große Rolle ab.

    • Sorry, das ist falsch. Wieler hat genau das gesagt, was wir im Beitrag zitieren – samt Bestätigung, dass es Ausbrüche an Schulen gegeben hat. Mit keinem Wort spricht er Schulen „eine große Rolle ab“. Das kann jeder selbst nachlesen; auf das Interview haben wir verlinkt. Herzliche Grüße Die Redaktion

    • Arbeiten Sie an Ihrer Lesekompetenz:
      „Zwar spiele im Infektionsgeschehen in Deutschland der private Bereich derzeit „die große Rolle“. Aber: „Bei den Schulen gibt es inzwischen einige Ausbrüche, das müssen wir gut analysieren.“

      Also die Hauptursache liegt im privaten Bereich (und in vielen Familien gibt es Kinder!), d.h. es lässt sich kaum vermeiden, dass das Virus auch in die Schulen gelangt. Problematisch, wenn die infizierten Kinder und Jugendlichen weitgehend symptomlos bleiben – natürlich nicht für die Betroffenen – dann dauert es nämlich im schlimmsten Fall zwei bis drei Wochen, bis jemand Symptome zeigt und endlich getestet wird. Dann hat das Virus aber schon weite Kreise gezogen …

      • https://www.rtl.de/cms/coronavirus-in-bielefeld-900-personen-in-quarantaene-zehn-schulen-betroffen-4621111.html

        Geht lustig so weiter. Das kann man doch nicht Regelbetrieb nennen. Im Tagesspiegel zu lesen: „Überträger ‚under cover‘: Symptomfreie Infizierte treiben das Covid-19-Infektionsgeschehen“

        Und das ist eben auch die Gefahr in Schulen. Je nachlässiger und rücksichtsloser das Verhalten in der Gesellschaft wird, umso mehr wird es auch auf die Schulen einerseits und die Älteren und Risikopersonen andererseits durchschlagen.

      • Trotzdem haben unsere Kinder das Recht am normalen gesellschaftlichen und sozialen Leben teilzunehmen, und die Schule ist hier ein wichtiger Stützpfeiler der Sozialstruktur von Kindern und Jugendlichen.

        • Meine Güte!
          Verstehen Sie es immer noch nicht?! Wir befinden uns in einer Pandemie! Wie“ normal „ist es denn, dass 50000 Schüler in Quarantäne sind? Wie “ normal“ ist denn alles andere? Theater, Sport…..? Die derzeitige Normalität ist eben ANDERS als vorher.Und nur, weil man irgendetwas zwanghaft will, heisst es nicht, dass es real ist. Was bringt denn ein um jeden Preis aufrecht erhaltener Schulbetrieb, wenn davon erhebliche Gefahren ausgehen?!

          • Manche Menschen verstehen das aber nicht ich wohne in NRW ich erwähne nur Bielefeld und so Schulen zu bis nach Weihnachten bei uns hat es gut geklappt mit lernen im lockdown

        • Und unsere Lehrer (die oft seit mehr als 35 Jahren im Beruf sind) haben ein Recht auf sichere Arbeitsbedingungen, damit sie nicht von asymptomatischen Kindern infiziert werden können. Hoffentlich gibt es nicht zu viele von ihnen, die entweder behindert oder tot enden werden.

        • So n Quatsch. Mein Kind ist im Fernunterricht. Deswegen ist es doch nicht sozial isoliert. Faule Ausrede für Eltern, die ihrem Kind kein stabiles Umfeld bieten können und Schule als Aufbewahrungsort sehen. Sport (draussen), Musikunterricht (via Skype), Freunde draussen treffen, chatten, telefonieren, whats app…. es gibt heutzutage sooooo viele Möglichkeiten. Und die Lehrer melden sich ja auch.

          • Richtig.Mir kommt es auch so vor,dass Eltern ihre Kinder nur los werden wollen.Soziale Isolation ist Quatsch.Mein Sohn war auch im Fernunterricht und hatte null Probleme.Er war oft über Handy mit Freunden per Videochat am quatschen.

        • „am normalen gesellschaftlichen und sozialen Leben teilnehmen“ würde halt aaaaigentlich, wenn man seine eigenen Worte ernst nimmt, und das ganze annähernd ehrlich meint, bedeuten: Unser Leben wird gerade davon mitbestimmt, dass wir uns vor einem Virus schützen müssen und da gehören die Kinder halt genauso dazu. In guten wie in schlechten Zeiten. Wir sind für Euch da, aber Disneyland ist grade auf Pause gestellt. Wir haben Euch so gern, dass Ihr trotzdem teilhabt an unserem Leben und wir Euch nicht in ein nicht-existierendes Disneyland schicken.

          • Ist es „Disneyland“ für Sie, wenn man arbeiten gehen muss und möchte, dass die Kinder in dieser Zeit in einer halbwegs humanen Umgebung unterkommen, in der sie wie Menschen und nicht wie Virusschleudern behandelt werden? In der sie was lernen und sich aber auch mit ihren Freundinnen und Freunden austauschen dürfen, sich mal ausgelassen bewegen, singen und lachen dürfen? Und auch wenn ich nicht arbeiten gehen würde, würde ich mir wünschen, dass es Schule und Betreuung für Kinder gibt, in der sie nicht von den Erwachsenen als Bedrohung behandelt werden. Jede Supermarktkassiererin atmet jeden Tag mehr Aerosole von unterschiedlichen Menschen ein und jammert auch nicht so rum – klar, sie würde auch einfach nicht weiterbeschäftigt und wäre in kürzester Zeit auf Hartz IV. Ich finde diese Opferhaltung, die hier an den Tag gelegt wird, unerträglich! Und unangemessen, denn auch wenn es mal zu Infektionen von Schülern und Lehrern gekommen ist: Wo sind die Berichte über schlimme Verläufe? Offensichtlich hat sich das Virus in seiner Gefährlichkeit ja doch etwas abgemildert. Lothar Wieler zu diesem Thema: https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/wieler-zu-coronavirus-gefahr-gering-100.html

        • Mein Kind hat vor allem ein Recht darauf, gesund durch das Schulleben zu kommen und nicht wie in einem Land der Dritten Welt darauf hoffen, dass richtig gelüftet wird! Mein Kind hat auch ein Recht auf gesunde Eltern.
          Streeck Groupies wie Sie führen dazu, dass die Zahlen weiter steigen.

        • In Quarantäne zu Hause eingesperrt zu sein ist leider nicht das normale Leben. Da ist mir Fernunterricht tausend mal lieber. Und es steht zu befürchten dass es noch viele erwischt mit der Quarantäne. Möglicherweise sogar mehrmals.

    • Im Kultusministerium BW müssen die Zahlen an Schulen bekannt sein, denn die Schulleiter müssen die Fälle an das jeweilige Schulamt melden. In einer Demokratie ist es ein Unding, dass sowas verheimlicht werden kann. Genauso wie meiner Kollegin vor den Ferien vom Gesundheitsamt ein Verbot erteilt wurde ihrer Kollegin Bescheid zu geben, dass es in ihrer Klasse einen Fall gab. Das verstehe ich nicht unter transparenter Informationspolitik. Das sorgt für Verunsicherung. In der Schule meiner Kinder soll es drei Fälle geben (gerüchteweise). Das sorgt auch für Verunsicherung. Keine Wunder dass dann die Coronaleugner wie auch die Paniker so richtig angeheizt werden. Verbietet doch bitte erstmal diese unsinnigen großen Familienfeiern (Hochzeiten mit 200-800 Gästen). Ich würde mir wünschen, dass alle etwas vernünftiger Handeln und eben nicht zum Bierfest rennen, sondern weiter den Kontakt klein halten. Meine Güte, mit etwas Glück gibt es im April eine Impfung, dann kann man es doch wieder krachen lassen.

      • @ Olleschachtel, tut mir leid, dass bei Ihnen so viel Intransparenz herrscht. Ich denke tatsächlich, das unterscheidet sich von Landkreis zu Landkreis. Das Thema mit den Riesenhochzeiten und den extremen Feiern wird sich nicht in den Griff bekommen lassen. Vorsichtig ausgedrückt, es handelt sich nicht um Durchschnittshochzeiten. In Deutschland gibt es in allen Städten inzwischen Clans, die lassen sich nichts verbieten und es stimmt, dass die Polizei sich da manches Mal raushält.

        • Na ja, in Bielefeld bestand die Hochzeit aus coronakonformen 30 Personen. Und jetzt die zunehmenden Ausbrüche den Clans in die Schuhe schieben zu wollen, finde ich, vorsichtig ausgedrückt, sehr grenzwertig. Wenn ich mir die Bilder aus z.B. Hamburg ansehe, sehe ich da eine ganz andere Clientel, die da ohne Rücksicht auf andere feiert.

  3. An der Schule meines Mannes gibt es heute(vor einer halben Stunde kam die Nachricht..) schon den 4 Corona Fall innerhalb von zwei Wochen..wieder in der Klasse meines Mannes (BERUFSSCHULE NRW)
    Und wieder geht kein Lehrer in Quarantäne..Der Schüler hatte schon Freitag ein positives Ergebnis..alles läuft erst einmal so weiter..
    Gleichzeitig spricht die Kanzlerin davon,dass sie sich solche…Sorgen um den Anstieg macht und übrigens müssen dringend die Abstandsregeln eingehalten werden..Ich bin ganz ehrlich..Ich hab so nen Halskrawatte ,wenn ich das höre..
    Würden wir ja gerne..aber wir sind im Regelbetrieb Schule..aber vielleicht nicht mehr lange..dann sind wir auch im Krankenhaus oder in Quarantäne..
    Der Kollege meines Mannes liegt übrigens jetzt schon seit einer Woche mit Covid 19 im Krankenhaus..

      • Wir sind Beamte und haben kein Streikrecht. Wenn wir dennoch streiken, begehen wir ‚Vertragsbruch‘ und müssen dafür wiederum die Konsequenzen tragen – jede/r einzeln!

    • Die Kanzlerin hat ja ganz klar ausgesprochen, dass sie Schulen und Kitas auf jeden Fall offen halten will.
      Seit Jahrzehnten lässt sich Schule immer weiter zum Reparaturbetrieb der Gesellschaft degradieren und sich zu Kompensationszwecken aller Art missbrauchen, obwohl die Schule weder soziale Missstände noch infunktionale Familienstrukturen zu verantworten hat und darauf auch herzlich wenig Einfluss nehmen kann.

      Jetzt erfährt dieser Trend einen neue Eskalationsstufe, indem Lehrkräfte gefälligst Ihr Leben auf’s Spiel zu setzen haben, damit draußen der Laden laufen kann. Denn nur darum geht es offenbar, Bildung als solche lässt sich befristet durchaus auch mal anders organisieren, wenn es um Leben und Gesundheit aller geht.

      • Genau so sehe ich es auch. Es gibt schon seriöse Studien über einzelne Schulen in Frankreich aus dem Mai, wo die Schulen spät geschlossen wurden, dass etwa 40% der gesamten Schüler und Lehrerschaft infiziert wurde. Heute ist die Situation kaum besser. Wir haben nur den Abstand und die Masken, aber der lässt sich auch nicht durchgängig einhalten, genau so wenig wie die Lüftung und die Masken dürfen keine besonders guten Masken sein, sonst kann man sich nicht mitteilen. Auch die Daten aus Schweden, wo die Schulen bis auf die Oberstufen offen geblieben waren, zeigen eine sogar höhere Infektionsrate bei Schülern und Lehrern als in der Restbevölkerung. Der Vergleich mit Supermarktkassierinnen trägt nicht, denn Supermärkte sind deutlich besser belüftet. Eigentlich sind die meisten Gebäude deutlich besser belüftet als Schulen. Experten sagen dazu, dass die schlechte Belüftung von Schulen schon seit 130 Jahren bekannt ist, aber dennoch stets nach dem gleichen sparsamen Muster gebaut wurde. Deshalb ist in diesen niedrigen engen Räumen mit 26 Schülern ja bereits im Mittel nach 10 Minuten der Kohlendioxidgehalt über dem verträglichen Grenzwert. Jetzt rächt sich die fehlende Investition. Ich finde auch, dass man nicht von der Hand weisen kann, dass Lehrer tatsächlich geopfert werden. Denn die Infektionssterblichkeit von 55 bis 65jährigen beispielsweise liegt nun mal bei 0,7% und das ist sehr sehr hoch, also etwa 15 mal so hoch wie bei der Grippe, die schon eine schlimme Erkrankung ist, gegen die ich mich immer impfen lasse, seit dem ich sie ein einziges Mal durchgemacht hatte. Da kann man nicht einfach solche alten Lehrer in eine Klasse schicken, wenn es auch andere Möglichkeiten gibt, z. B. Halbierung, Wechsel mit Präsenzunterricht, Fernunterricht, mobilie Belüftungsanlagen mit Virenfilter, die man auch leihen kann, nicht kaufen muss .. Es geht ja schließlich um eine begrenzte Zeit. Da muss man nicht die Gesundheit von Leuten aufs Spiel setzen.

  4. Desinformation und Intransparenz als entscheidende Maßnahmen des Hygienekonzeptes um uns vorzutäuschen Schulen seien „sicher“.
    Solange kein Gesundheitsschutz an Schulen besteht und diese per Rechtslage als nicht öffentlicher Raum definiert werden um so den Arbeitsschutz per Gesetz auszusetzen ist das vorsätzliche Körperverletzung.
    Solange keine üblichen Regeln des Arbeitsschutzes gelten wie AHA Regeln (von Lüftungsanlagen ganz zu schweigen) muss die Teilnahme an diesem unethischen Menschenversuch freigestellt und die Präsenzpflicht ausgesetzt werden.
    Diese Wirtschaftsambitionierte Politik geht zu Lasten der Gesundheit von Lehrern, Schülern und deren Angehörigen.

    Alleine mir sind drei Schulen mit Fällen bekannt, die keine Infos darüber z.b. auf ihrer Internetseite herausgeben.
    Wenn Infektionen an Schulen kein Problem darstellen dürfte Transparenz kein Problem sein. Da jedoch das Bestreben durch die Kultusminister besteht Schulen als „sicheren Raum“ zu deklarieren werden die Informationen über die tatsächlichen Zustände nicht bekannt gegeben. Die Gesundheitsämter machen Druck …
    Letztlich mit dem Ziel uns Zustände vorzutäuschen, die nicht der Realität entsprechen.

  5. Es gibt keinen Grund, warum an Schulen keine Ansteckung vorkommen darf, die meisten Ansteckungen kommen wohl über Feiern im Familienkreis in Innenräumen. Ich verweise hier auch auf eine Studie aus der Schweiz, die auch als Infektionshauptquelle die Familienfeier in Innenräumen ausweist. Die Schulen als Infektionstreiber finden sich weit hinten, man sollte auch zur Kenntnis nehmen, dass die Schulen schon länger ohne Abstandsregel geführt werden.
    In einem Forum sollten Diskussionen sachlich ohne Aggressionen und Polemik geführt werden. Dies halte ich bei reifen Erwachsenen für eine Selbstverständlichkeit.
    Es mag sicher sein, dass vieles in der Schule verbessert werden könnte, die Klassen könnten definitiv kleiner sein, doch unsere demokratisch, gewählten Landesregierungen haben beschlossen, die Schulen zu öffnen und ihrer Bildungsverpflichtung nachzukommen. Es kann auch nicht sein, dass Verbände von Wissenschaftlern und Medizinern regelrecht diffamiert und beschimpft werden, wenn sie die Klagen und Wünsche der kleinen Lehrergruppe nicht erhört und erfüllt.
    Dies wäre auch an jeder Realität vorbei. Wir werden alle mit Covid leben müssen, es ist ja zum Glück auch kein Killervirus, wenn ich selbstverständlich auch die schweren Verläufe nicht abstreiten.
    Da ich mit Erschrecken die Lüftungsorgien hier vernommen habe, habe ich bei uns mal nachgefragt. In 4 Schulen, zu denen ich Kontakt habe wird in den Pausen gelüftet. Auch die Maskenpflicht in den Pausen wird von vielen Lehrern so interpretiert: “ Wenn man isst, braucht man keine Maske.“ Und schnelles Essen war schon immer ungesund.
    Auch die Nachverfolgung in unserem Landkreis läuft gut, es wird sehr umsichtig reagiert.
    Und noch einmal, in BW nach Aussetzung der Präsenpflicht sind die Schulen in Vollbesetzung. Respektieren Sie bitte den Willen der Familien, denn auch in den anderen Bundesländern ergäbe sich kein anderes Bild.
    Mehr können wir gerade nicht erwarten, und wenn Ihnen der Arbeitsschutz des Politikers besser gefällt, werden Sie Politiker.

    • Ach mal wieder unsere geliebt Expertin für alles. Die Tausend-Handwerk-Frau aus BW.
      Bewaffnet mit nix als einer Studie die besagt, dass Infektionen nur von außen in die Schulen kommen.
      Ich dachte vor meiner Erleuchtung durch Lena immer sie werden von Gott als Strafe für die faulen Lehrer oder weil sie es wagen dem Genie der Frau L. nicht zu folgen geschickt.
      So lernt man jeden Tag ein Wenig dazu.
      Dazu gesegnet mit der unumstößliche Überzeugung, dass im BW im Ländle die Sonne einfach heller scheint. Ist auch so, sie hat mal nachgefragt!
      Und der geistreichen Belehrung “ werden sie doch Politiker“.
      Geht nicht, dazu hab ich zu viel Charakter.
      Gegenvorschlag. Treten sie doch einem Kloster mit schweige (und nicht schreib) Gelübde bei.
      Dann können sie es uns allen ersparen uns, trotz absoluter Ahnungslosigkeit bezüglich der realen Verhältnisse in Schulen, mit ihren Triaden zu nerven.

    • Sie sind immer allumfassende zu jedem Sachverhalt informiert und haben anscheinend viel Zeit überall zu kommentieren- da bleibt eigentlich nur: Sie müssen Lehrkraft sein…Achtung: Ironie!

    • Noch en Gedicht:
      „In BW sind die Schulen in Vollbesetzung“
      Laut Pressebericht von22.6.20 gab der Ministerpräsident von BW an, dass es in BW schon vor der Pandemie eine Lehrerknappheit gab. Diese würde durch die Zahl von etwa 10 % vulnerablen Lehrkräften mit Attest extrem verstärkt.
      Klingt irgendwie ganz anders. Kann es sein, dass ich etwas verpasst habe und sie inzwischen Herr Kretschmann durch eine hausinterne Wahl ersetzt haben?
      So würden sich ihre gegensätzlichen und bisher wohl geheimen Erkenntnisse zur Vollbesetzung der Lehrer in BW wenigstens erklären lassen.

        • @Lena R.

          “ Lena R. 28. September 2020 um 19:02

          Lesen lernen: Präsenzunterricht! Schüler in Vollbesetzung!? Kein Thema, können wir noch üben….“

          Liebe Lena,
          (unter anderem) das Lesen MÜSSEN SIE noch lernen und üben!

          Georg schrieb am 28.September 2020 um 17:16 „In BW sind die Schulen in Vollbesetzung“ …
          Schulen – liebe Lena – sind Gebäude, also Sachen.

          Sie schreiben am 28. September um 19:02 „Schüler in Vollbesetzung!?“ … als Antwort auf Georg?
          Schüler sind Personen.

          Guggsu mit Auge und denkssu mit Kopf. (Falls das – ausnahmsweise – nicht klappen sollte, darf ich Sie mal zitieren und Ihren klugen Rat retournieren: „… werden Sie Politiker.“

    • @ Lena R.

      „es ist ja zum Glück auch kein Killervirus“

      Diesen Satz sollten Sie mal jemanden ins Gesicht sagen, der wegen Covid 19 einen lieben Angehörigen verloren hat!

      Die Spaß- und Ellenbogengesellschaft macht mich immer wieder fassungslos und ich glaube zu erahnen, weshalb es seit vielen Jahren stetig weiter bergab geht …

        • Sollte dies tatsächlich so sein, „Mein herzliches Mitgefühl!“

          Allerdings hat Ihre Antwort nun so gar keinen Bezug zu meinem obigen Kommentar. Ich glaube immer noch kaum, dass Sie den Satz „es ist ja zum Glück auch kein Killervirus“ jemandem, der durch Covid 19 einen Angehörigen verloren hat, ins Gesicht sagen würden!
          Aber hier kann man das ja mal so nebenbei posten …

        • @Lena R.

          Absolut ernst gemeint:
          Mein Mitgefühl.

          Absolut bemerkenswert ist jedoch die Reihenfolge:
          „mein Mann starb an den Folgen von PSC, dann Lebertransplantantion, tja dann eine ungünstige Entwicklung“

          Erst nach dem Tod wurde die Leber transplantiert?
          Da wundert die nachfolgende ungünstige Entwicklung nicht.

      • Da gebe ich Dir recht aus vollem Herzen , ich habe so geweint als ich die Bilder aus Italien , Spanien und Frankreich gesehen habe . Wie viele Menschen sind alleine ohne eine tröstende Hand oder ein noch letztes mal Streicheln gestorben ! Und dass Weltweit !!! Bitte Ihr “ Ignoriger “ überdenkt Eure Haltung , auch in Bezug auf unsere Jugend . Ich bin alt , wir Alten und Risiko Patienten haben es Euch Jungen vorgemacht , Maske , Hände waschen und auf keine Grossveranstaltungen gehen . Übrigens , ich hätt auch mal wieder Bock auf ein open air …

    • Sie beklagen sich über Aggression und Polemik im Forum – lesen Sie unter dem Aspekt doch bitte noch einmal Ihren letzten Satz.
      Danke.

    • Unsere demokratisch gewählte Regierung hat auch von Lockerungen mit Verweis (!!!) auf eine Notbremse gesprochen! Unsere demokratisch gewählte Landesregierung hat von Regelbetrieb soweit es die Infektionslage zulässt (!!!) gesprochen!
      Und unser demokratisch gewählte Regierung spricht von sicheren Schulen!

      Ich frage mich, wann die Notbremse kommt?! Und wann ist die Infektionslage so schlimm, dass der Regelbetrieb eingestellt werden muss? Und wo bleibt die sichere Schule?

      @Lena: Du bist doch immer für Fakten! Mittlerweile hat sich die Infektionszahl fast verzehnfacht.
      Soweit ich mich erinnern kann lag die Zahl vor den Sommerferien bei 250 pro Tag!

      Wenn du hier eine erwachsene, sachliche Diskussion ohne Polemik erwartest, dann solltest du endlich mit deinen provokativen Äußerungen sparsam umgehen bzw. diese komplett einstellen.

      Wenn du z.B. hier von „Lüftungsorgien“ schreibst, werden sich viele angegriffen fühlen.
      1. Ist das der einzige Schutz, den Lehrerinnen und Lehrer an ihrem Arbeitsplatz noch haben, der übrigens von unseren demokratisch gewählten Landesregierungen verordnet wurde.
      2. der Ausdruck „Lüftungsorgie“ unterstellt Lehrerinnen und Lehrern eine übertriebene Handlung.
      3. Gönnst du Lehrerinnen und Lehrern nicht einmal diese einzige Möglichkeit sich vor einer Infektion zu schützen.

      Wundere Dich bitte nicht, dass du hier nicht viel Applaus erhältst. Dafür musst du wirklich in anderen Foren dein Unwesen treiben.

      • Infektion bedeutet nicht krank, wie wollen Sie eine Norbremse verantworten, wenn nicht mehr Menschen schwer erkranken. Shutdown für evtl steigende Krankheitszahlen????? Auf der Basis von positiven Tests, bei einer Todesrate von 0,2% ? Das ist Realitätsfern.

      • Bezüglich der „Lüftungsorgien“ gibt es schon erste Abmahnungen, weil Eltern sich beschweren, dass Ihre Kinder im Durchzug sitzen.
        D.h., dass jetzt auch das Lüften reglementiert und eingeschränkt wird, nachdem schon die „nachdrückliche“ Bitte an die Schüler, im Unterricht Masken zu tragen, in mindestens einem Bundesland unterbunden worden war.
        Da kann man sich ausrechnen, wann den Lehrkräften vorgerechnet wird, dass sie ggf. zu oft und zu lange lüften und sich damit der „Körperverletzung“ schuldig machen, dieser Begriff ist schon gefallen.

    • „Respektieren Sie bitte den Willen der Familien“

      Sicher ist der freie Wille zu respektieren, der sich allerdings auf das eigene Tun beschränkt. Denken Sie daran, sollte die Lehrerschaft (gehöre selbst nicht dazu) aus freiem Willen nicht mehr zum Dienst erscheinen. Dann können Sie Ihrem Willen ebenfalls Ausdruck verleihen und Ihre Kinder unterrichten.

        • Wie Sie richtig schreiben, wäre das eine Geschichte zwischen Lehrern und ihren Arbeit- bzw. Dienstgebern. Etwas, das weder Sie noch mich etwas angeht.

          Die Frage ist, ob *Sie* bereit wären, den Willen der Lehrer zu respektieren, nicht mehr in der Schule zu erscheinen?

          • @ Michael, selbstverständlich würde nach dem Nichterscheinen ALLER Lehrer die Bildungsverpflichtung aufgehoben werden, ob Sie noch Gehalt beziehen werden? Eher nicht. Bei Nichterscheinen einiger Lehrer gibt es wohl Abmahnungen.

          • @Lena R. auch das war nicht die Frage; wie oben ist das eine Sache zwischen AG und AN.

            Nochmal frage ich Sie, ob *Sie* bereit wären, den Willen der Lehrer zu respektieren, nicht mehr in der Schule zu erscheinen?

    • Lena R.
      bleiben Sie in Ihrer Traumwelt. An Schulen läuft nichts gut. Lüften als einzige Schutzmaßnahme ist eine Unverschämtheit allen Beteiligten gegenüber. Es geht um ein Experiment und Wirtschaftshörigkeit, nicht um Bildung. Ginge es um Bildung, hätte man investiert und neu geplant. Deutschland hat im Schulbereich kläglich versagt hat. Und jetzt wundern sich alle über steigende Zahlen! Wer Schulen ohne Schutz öffnet, ist verantwortlich für diese hohen Zahlen. Familienfeiern wären ohne Schulen bewältigbare Cluster, mit Schulen sind es kaum zu kontrollierende Infektionsketten.

      • Aber die meisten Probleme in den Schulen gibt es seit Jahrzehnten, auch die zu großen Klassen. Im digitalen Bereich/ Ausstattung liegt Deutschland laut Pisa auf den letzten Plätzen. Was den Arbeitsschutz betrifft, bitten Sie die Kids darum zu Ihnen den Abstand zu halten, besorgen Sie Plexiglas, tragen Sie selbstschützende Maske. Dann noch lüften fertig.

      • xy
        Widerspruch Herr/Frau XY.
        Familien und Großfeiern gehören neben Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, sowie Flüchtlingsunterkünften und Urlaubsrückkehrern aus Risikogebbieten laut RKI zur Zeit zu den Treibern der neuen Infektionswelle!
        Es sind nicht die Schulen, die zum Hauptausgangspunkt für Infektionsketten werden !
        Daher auch der Appell der Familienministerin an die Vernunft sich im privaten Bereich verantwortungsbewusst zu verhalten.
        https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Sept_2020/2020-09-19-de.pdf?

    • Fragen sie doch Mal bei den Politikern nach.Die brauchen bestimmt noch ein Sprachrohr ihrers ungenügenden Gesundheitsschutzes von Lehrern , Schülern und deren Eltern,die als Risikogruppe gelten.Sie machen ihre Sache doch ganz gut.Sie sind nicht zufällig CDU Wähler ?Das würde erklären warum sie hier so klugschlagen.

    • Die meisten Studien zur Beteiligung von Kindern bzw. Schulen wurden zu Zeiten erstellt, in denen entweder Lockdown, Ferien oder Unterricht mit geteilten Klassen stattfand, vor den großen Ferien nämlich. Das macht einen riesen Unterschied in der Bewertung!

    • Unsere Kinder gehen nur zur Schule weil es leider keinen Fernunterricht für sie gibt. Obwohl wir einen Risikopatienten in der Familie haben. Wir würden lediglich mit Arbeitsblättern versorgt werden, selbst unser Sohn der in diesem Schuljahr seinen Abschluss macht. Von einer wirklichen Wahl kann man da nicht sprechen.

    • Niemand behauptet, dass die Schulen Infektionstreiber sind, aber die Lehrerschaft ist im Mittel deutlich älter als die Eltern der Schüler und das Virus spaziert an diesen Orten munter in die Gruppe der Gefährdeten. Sie realisieren nicht, dass es sich tatsächlich um einen Virus handelt der für 55 bis 65jährige etwa 15mal so gefährlich ist, wie ein Grippevirus. Von „Todesraten“ (falscher Begriff, den Sie hier verwenden, 0,2% ist schlicht falsch), also von „Infektionssterblichkeiten“ und da sind auch die Asymtomatischen mit drin – von im Mittel 0,8% kann man sicher ausgehen. Das hat die jüngste Metastudie deutlich gezeigt.

      Wenn Sie sich mit der Aerosolverbreitung in Räumen beschäftigt haben, werden Sie wissen das ein Aerosol in wenigen Minuten den ganzen Raum erfüllt. Es gibt keine Daten für die Ansteckung bei welcher Verdünnung, aber sicherheitshalber muss man stärker lüften, als möglicherweise erforderlich. Sicherheitshalber legt man einen Gurt an, setzt den Helm auf. Das ist alles Routine. Bei Ihnen vielleicht nicht, bei mir schon.

      Wir werden auch nicht mit dem Virus leben müssen, denn es wird Impfungen geben. Jeder kann ja nach Belieben, sich anstrengen, den Darwin-Award zu gewinnen, Sie vielleicht, aber ich lasse mich impfen. Sonst müssten die Daten, die bisher existieren über die Impfstoffe schon arg falsch sein, wenn es sie nicht in absehbarer Zeit in wirkungsvoller Form gäbe. Also dieser Behauptung, es gäbe ohnehin keinen Ausweg, als sich dem hinzugeben und damit zu leben und daraus ja auch noch zu schließen, die Sicherheit offenbar ein Stück herunterzufahren, zeugt von Unwissenheit, was die Entwicklung von Impfstoffen angeht.

      Der Wunsch der Eltern oder einer demokratischen Regierung ist mir im Übrigen egal, wenn es um mein Leben geht. Ich opfere es nicht für diese Eltern, die sich Schule um jeden Preis wünschen.

  6. An der Schule meines Sohnes begann das Verhängnis mit einer Lehrerin mit Corona.
    Quarantäne für drei weitere Lehrer und ca. 50 Schüler. Hab jetzt, trotz Datenschutz, über Dritte gehört. dass nur die jeweils ersten Reihen ihrer Klasse in Quarantäne geschickt wurden, da die weiteren Reihen ja weiter als 1,5 m entfernt waren.
    Test dieser Personen. Ergebnis: Zwei weitere Lehrer und zwei Schüler positiv.
    Ganze Schule in Quarantäne. Tests für alle 900 Personen. Ergebnis: weitere 16 Schüler positiv.
    Wenn man mir jetzt tatsächlich erzählen will, dass sich in einem Einzugsgebiet von etwa 50000 Menschen, 21 Personen aus einer Schule mit 900 Personen unabhängig von einander, außerhalb angesteckt haben und der Virus sich nicht in der Schule weiter verbreitet hat, dann ist das mehr als lächerlich.
    Das ist so wahrscheinlich wie die Aussage des Angeklagten vor Gericht, dass er völlig unschuldig ist. Man kann es ihm ja wohl nicht zur Last legen, dass der Geschädigte so unglücklich stolperte, dass der 12 mal in das Messer des Beklagten gefallen ist.
    So dreist verarscht zu werden ist beschämend und beleidigend.

    • Ein schöner Einzelfall, an dem man erkannen kann, wie die Gesundheitsbehörden umfassend vorbeugend reagiert zhaben, um das Geschehen einzudämmen.
      Mich interessiert in diesem Zusammenhang medizin-statistisch wie viele Personen von den 12 positv getesteten eine stationäre Behandlung erfahren haben und wie der weitere Verlauf war.

      • Hätten die Behörden umfassend vorbeugend reagiert, hätte sich die Infektionswelle in dieser Schule nicht so weiter ausbreiten können! Schön, dass das in Ihrer Wahrnehmung ein Einzelfall ist. Komisch nur, dass hier zunehmend von solchen Einzelfällen berichtet wird…

      • 21 Personen sind gar kein Einzelfall, 900 auch nicht,
        … aber bei Ihnen, AvL scheint ja nur die Auslastung der Intensivstation von Interesse zu sein.
        Warum kann man da nicht vom Einzelfall sprechen? Ist doch immer nur eine Person, die in einem Bett liegt. Kann man das nicht vernachlässigen?

        • Die Unterstellung der Betrachtung der Bettenauslastung ist eine unschöne und nicht sachgerechte Unterstellung.
          Der Bezug der positiv getesteten Personen zu Intensiveinheiten oder einer stationären Behandlung wird bei den betroffenen Kindern negativ sein, so man sich auf die Angaben des RKI bezieht.
          Und deren Angaben zur statistisch erfassten Häufigkeitsverteilung sind für uns alle maßgebend.

          • Der Befund des Vaters oder Großvaters, der sich bei eben jenem Kind angesteckt hat, wird positiv sein … und dann vielleicht Ihr Intensivbett füllen.
            Aber alles nur Einzelfälle!

            Hoffen wir, dass Sie weiterhin genug Intensivbetten für alle zur Verfügung haben werden, damit Sie vorab keine Triage für die Einzelfälle vornehmen müssen.

        • XY
          Wir werden sie notgedrungen als Berater der DGAI einstellen müssen, weil wir anästhesiologisch tätigen Intensivmediziner keine Ahnung von Intensivmedizin, von Beatmung generell und von Infektiologie sowieso keine Ahnung haben !

          • Scheint so. Was möchten Sie dieses Mal sagen? Dass es ausreichend freie Intensivkapazitäten gibt? Erstens möchte niemand diese freien Betten in Anspruch nehmen( im Durchschnitt 4-6
            Wochen auf Intensiv nach Covid ist nichts, das man sich wünscht, oder? Außerdem ist das Outcome so miserabel, nicht wahr?)Zweitens ist es ein grober Fehler, wenn man die heutigen Zahlen der Infizierten in Relation zu den freien Intensivbetten stellt, da die Zahlen von heute das Infektionsgeschehen von letzter Woche widerspiegeln, aber es im Schnitt noch 2 Wochen dauern wird, bis die heutigen Neuinfizierten auf einer Intensivstation landen( nur zur Erinnerung: die Zahlen steigen! Jetzt mal schnell nachgedacht….!) Und drittens nutzt ein Bett alleine gar nichts. Da braucht’s dann noch Personal( Jaja, diejenigen von denen es nicht genug gibt!).
            Oder was genau wollten Sie uns mitteilen. Es wäre sehr schön, wenn Sie zur Abwechslung mal antworten würden!Ein Austausch unter Kollegen oder Kollegoiden kann ja nur hilfreich sein, oder?!

          • Weil meine Reaktionen bei weitem nicht den ihren ähneln, bedeutet dies noch lange nicht , dass ich das Ganze sorglos betrachte.
            Die Art der hier zum Teil gezeigten Reaktionen empfindet ich schon sehr gewöhnungsbedürftig und unwürdig im gesamten Verhalten anderen gegenüber, wenn nicht sogar unverschämt.
            Wo habe ich hier irgenwo geschrieben, dass ich in Bezug auf SARS unbesorgt bin ?

  7. Liebe Lena R. Ich kann dein Geschwafel, Entschuldigung deine Kommentare nicht mehr lesen ohne wütend zu werden. Ich gehöre selbst zur Risikogruppe. Jeden Tag stehe vor der Klasse und unterrichte im Regelbetrieb. Nur die bislang sehr niedrig Zahlen von Coronainfizierten in unserem Landkreis lassen mich noch ruhig schlafen. Ich möchte mich weder in meiner Freizeit noch in der Schule anstecken, um dann schwer zu erkranken, eventuell Langzeitschäden davon zu tragen oder gar an Corona zu sterben. Das ist ja alles möglich. Im privaten Bereich meide ich alle Risiken mich anzustecken. Da liegt es in meiner Hand. Wir haben ja eine Pandemie. Aber ich habe einen Arbeitsvertrag unterschrieben, weil ich genau diese Arbeit wollte. Trotzdem fühle ich mich dort zu wenig geschützt. Wie sagtest du? „Es gibt keinen Grund, warum sich an Schulen keiner anstecken darf“. Wie menschenverachtend. Mir ist meine körperliche Unversehrtheit und die aller anderen wichtig. Aber vielleicht gehörst du zu denen die auch statt impfen lieber Masernpartys feiern? Für alle ist es doch das beste, erst garnicht krank zu werden. Also sollte man jede Schutzmaßnahmen ergreifen. Um so besser können dann alle anderen Rechte wahrgenommen werden

    • Nein, ich gehe nicht zu Masernparties, ich bin knapp 54 und habe Masern gehabt. Meine 10jährige Tochter wurde vor ca 2 Jahren gegen Masern geimpft in der Filderklinik, der Impfstoff kam aus der Schweiz…..tja die 2. Impfung sollte eher später erfolgen, denn meines Sohnes Schulkameraden starb mit 15 an der Masern Meningitis, tja Leute es gibt nicht nur Corona.

      • Genau, Menschen sterben einfach, durch Corona wird nicht weniger gestorben! Verschon uns doch einfach mit Deinen privaten Anekdoten, dafür gibt es Foren…

      • Da sie ja so super durch die Coronazeit kommen und sich auch als Elternteil null Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder zu machen scheinen,da ja alles prima ist und alle anderen Leute eh nur übertreiben mit der ganzen Pandemie möchte ich sie doch beglückwünschen,dass Gott sie so toll gemacht hat.Das einzige was ich Ihnen vielleicht empfehlen würde ist ein Kurs um ihre empathische und emotionale Intelligenz etwas mehr zu schulen,denn nach dem was Sie hier schreiben,fehlt Ihnen diese.

  8. Gerade befreundete Kinder treffen sich außerhalb der Schule mit engstem Kontakt. Es ist daher extrem schwierig, eine klasseninterne Infektion eindeutig nachzuweisen. Natürlich kann es diese geben.

    @redaktion

    Das RKI prüft und äußert sich in regelmäßigen Abständen. In keinerlei der bisherigen Auflistungen wird Schule bisher irgendeine größere Relevanz zugesprochen. Über eine Verlinkung zum Gegenteil würde ich mich sehr freuen.

    • Dann empfehlen wir gerne unseren Beitrag über die jüngste Stellungnahme der Leopoldina zu Schulen, an der Herr Prof. Wieler maßgeblich mitgearbeitet hat:

      Leopoldina hält geplanten Normalbetrieb an weiterführenden Schulen für zu riskant – sie fordert kleine feste Lerngruppen

      https://www.news4teachers.de/2020/08/leopoldina-haelt-den-geplanten-normalbetrieb-an-den-weiterfuehrenden-schulen-fuer-zu-gefaehrlich-sie-fordert-kleine-feste-lerngruppen/

      Herzliche Grüße Die Redaktion

    • Haben Sie vielleicht eine Erklärung für die Annahme, dass sich Kinder ausgerechnet in der Schule NICHT gegenseitig anstecken?
      Man kann sich nur noch wundern! Welche Lehrkraft hat nicht ungezählte Male die Erfahrung gemacht, dass Infekte in der Schule zirkulieren und auch sie selbst erwischen?
      Warum soll das ausgerechnet beim SARS-Cov-2-Virus anders sein?
      Weil Herr Wieler und andere momentan private Feiern im Vordergrund sehen? Deshalb steckt man sich in der Schule nicht an? Denkt eigentlich noch irgendjemand unter den in dieser Weise Argumentierenden selbst?
      Oder will man einfach an seiner ‚Überzeugung‘ festhalten? Corona und Ideologie, eine äußerst brisante Kombination!

  9. @ Danke Redaktion!

    Das sind ja aber bestimmte Überlegungen für die Zukunft. Was ich jedoch suche, ist aber, dass bisher der Schule eine größere Rolle in der Verbreitung zugesprochen wurde. Und alles, was ich da finden kann, geht nur in Richtung Reiserückkehrer und Familien(feiern). Aber vielleicht suche ich ja an der falschen Stelle?

    • Wenn es das gibt, was Sie möchten – einen Beweis dafür, dass Schulen Durchlauferhitzer für die Corona-Pandemie sind – dann ist die Katastrophe bereits eingetroffen. Hoffen wir mal gemeinsam, dass es den nicht geben wird.

      Es gibt allerdings deutliche statistische Hinweise darauf, dass die Schulschließungen im Frühjahr überaus wirkungsvoll waren – und zwar weltweit: https://www.news4teachers.de/2020/06/riskieren-kultusminister-den-corona-gau-studie-schulschliessungen-sind-das-wirkungsvollste-instrument-in-der-pandemie/

      Der Umkehrschluss liegt auf der Hand. Herzliche Grüße Die Redaktion

      • So, so, es „liegt auf der Hand“. Und wie sieht es aus, wenn etwas gesagt wird, das „auf der Hand liegt“, aber nicht Ihrer Meinung entspricht? Kommt da nicht postwendend der Vorwuf, man mutmaße ja nur und halte sich nicht an klare Forschungsergebnisse?
        Die Auswahl und Tendenz Ihrer Artikel und Ihre Reaktionen auf Leserkommentare machen es mir immer wieder schwer, news4teachers als unabhängiges und objektives Bildungsmagazin zu sehen, von dem ich mich gut informiert statt manipuliert fühle.

        • Dann werden Sie uns sicher erklären können, welche Informationen auf dieser Seite falsch sind. Oder „fühlen“ Sie nur – und wissen nichts? Ist ja in Deutschland zum Volkssport geworden – „zu meinen“ und „zu fühlen“, statt sich mit Fakten herumzuschlagen.

      • Das sind die ständig eingeforderten validen Studien:
        Man benötigt viele Betroffene, um genügend Daten zu bekommen.
        Da muss das Kind erst in den Brunnen fallen, bevor man feststellen kann, dass es dabei nass werden könnte.

        • Das Kind ist in den USA,G.B. und Brasilien in den Brunnen gefallen.
          Die Daten zu SARS-Covid-2 erhalten wir unter dem unverantwortlichen Missmanagement eines Donald Trump und eines Bolsenaro im apokalyptischen Großversuch an Menschen durch eine menschenverachtende Desinformationspolitik.
          Aus Amazonien wird berichtet, dass mitlerweile 70 % der Bewohner von Manaos (1,4 Millionen Einwohner ) Antikörker gegen SARS-Covid-2 aufweisen und damit eine Herdenimmunität sich entwickelt hat.
          Die Letalität liegt bei dieser im Vergleich zu Deutschland sehr viel jüngeren Bevolkerung bei 0,3 %.
          In Deutschland dürfte die Letalität bei einer Herdenimmunität deutlich höher liegen, da die Bevölkerung der über 60 jährigen 30% ausmacht.

      • @xy
        Die von ihnen hier vollzogene Übertragung eines möglichen Infektionstreibers Schule ist unkorrekt, unterstellen sie doch damit dem RKI indirekt eine falsche Dokumentation und eine inkorrekte Information der Öffentlichkeit bezogen auf die Haupttreiber der Corona-Pandemie.
        Das RKI ist aber eine unabhängige staatliche Behörde, die im Sinne der Allgemeinheit unabhängig von politischen Einlussnahmen wissenschaftlich dokumentiert, veröffentlicht und handelt, und das RKI ist kein Erfüllungsgehilfe in Bezug auf gezielte Fehlinformationen der Bevölkerung.

        • Komisch. Als es darum ging, die Erkenntnisse des RKI in bezug auf Infektiosität von Kindern anzuerkennen, klangen Sie noch anders.

          Im Corona-Steckbrief des RKI heißt es: „Die Infektiosität im Kindesalter wurde bisher selten untersucht und kann daher nicht abschließend bewertet werden. Die Ansteckungsrate durch Kinder war in Studien ähnlich hoch oder höher als bei erwachsenen Indexfällen. Studien zur Viruslast bei Kindern zeigen keinen wesentlichen Unterschied zu Erwachsenen.“

          Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText16

          Das haben Sie monatelang hier in gefühlt 1000 Posts bestritten – und auf Schweden, Island und den Nordpol verwiesen. Jetzt plötzlich, wenn es Ihnen in den Kram zu passen scheint, ist das RKI heilig.

          Fakt aber ist: Das RKI äußert sich bislang überhaupt nicht zu Schulen. Wer aber 1+1 zusammenzählen kann (mögliche Ansteckungsgefahr durch Kinder + keine AHA-Regeln in Schule, die vom RKI dringend empfohlen werdeen), weiß sofort, wie das RKI tickt. Sein Präsident, Prof. Wieler, hat ja auch an dem Empfehlungen der Leopoldina mitgewirkt, die vor dem offenen Schulbetrieb warnt. Hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2020/08/leopoldina-haelt-den-geplanten-normalbetrieb-an-den-weiterfuehrenden-schulen-fuer-zu-gefaehrlich-sie-fordert-kleine-feste-lerngruppen/

          Wenn hier jemand Desinformation betreibt, dann Sie, Herr AvL.

          • Wenn sie schon Versuche starten, andere lächerlich zu machen, dann sollten sie Neu Fundland, die Antarktis und den Himalaya in ihrer Liste unerwähnt lassen.
            Wenn sie schon zitieren, dann sollten sie diese nicht gekürzt wiedergeben.
            Bezogen auf Kinder steht dort eben auch, dass Kinder bezüglich einer Übertragung eine geringere Empfänglichkeit aufweisen. Interessant bleiben die Haushaltsstudien, i denen die Kinder nur zu 1 % als Indexfaktor dienlich waren.

    • Ganz einfach: Recherchiere unter Oile, Frankreich, Schulausbruch. Da finden Sie Daten: 40% der Schüler waren infiziert 5 Wochen nach dem ersten auftretenden Fall. Dann kamen die Ferien. Oder sehen Sie sich die Daten aus Schweden an, wo die Schulen durchgängig geöffnet waren. Die durchgemachten Infektionen in den Schulen liegen durchweg höher als in der Restbevölkerung. Und eben die Studien über den Einfluss der Schulen auf das Pandemiegeschehen, s. o. Außerdem ist es ein bisschen merkwürdig, die Beweispflicht umzukehren, finden Sie nicht, denn was zeichnet Klassenräume, die schlecht gelüftet sind, denn vor Partys aus, wo sich Leute ebenfalls lange nahe kommen?

  10. Wer unterrichtet eigentlich die ganzen Kinder in Quarantäne?
    Was, wenn der Klassenlehrer selber an Corona erkrankt ist und deshalb die Klasse in Quarantäne ist?

    • Ich versuche das aus meiner Perspektive als Lehrkraft zu beantworten, auf Grundlage der aktuellen Situation an meiner eigenen Schule: Wenn die Lehrkräfte nicht in Quarantäne gehen, sondern „nur“ die Schüler einer Klasse oder eines Jahrgangs, können die Lehrkräfte im Distanzunterricht die Schüler weiter unterrichten, idealerweise per Videokonferenz, während der im Stundenplan vorgesehenen Zeiten. Den Rest der Zeit unterrichten dieselben Lehrkräfte ihre übrigen Klassen laut Stundenplan im Präsenzunterricht in der Schule (1./2. Stunde Videokonferenz; 3./4. Stunde Präsenzunterricht usw.); deshalb muss der ursprüngliche Stundenplan auch für die in Quarantäne befindlichen Schüler weiter gelten. All dies setzt natürlich eine entspechende technische Ausstattung voraus, die bei uns glücklicherweise weitestgehend vorhanden ist – allerdings wohl nicht überall…
      Andere Kombinationen wären unter Umständen deutlich ungünstiger:
      Schüler UND Lehrer in Quarantäne = Fernunterricht, da die Lehrkräfte ja in der Quarantäne arbeitsfähig bleiben (außer bei Erkrankung…). Nicht ideal für die Schüler, aber machbar – bei entsprechender technischer Ausstattung (siehe oben).
      Schwieriger würde es sicherlich, wenn eine größere Anzahl Lehrkräfte in Quarantäne landet/ erkrankt und die Schüler im Präsenzunterricht bleiben sollen; das könnte dann gegebenenfalls zu ganz erheblichem Unterrichtsausfall führen, wenn die verbleibenden Lehrkräfte nicht mehr in dem erforderlichen Umfang zu Vertretungen herangezogen werden können/ dürfen, bzw. im schlimmsten Fall müssten dann einzelne Jahrgänge oder die gesamte Schülerschaft zeitweilig in den Fernunterricht geschickt werden, bis wieder genügend Kolleginnnen und Kollegen aus der Quarantäne zurück sind, um sie im Präsenzunterricht beschulen zu können.
      Einzelne Schüler in Quarantäne sind durchaus ein Problem, da die Lehrkraft ja eigenlich sden Rest der Klasse „normal“ unterrichtet und sich nur begrenzt zusätzlich noch um den einzelnen Schüler in Quarantäne kümmern kann (die Arbeitskraft einer Lehrkraft ist hallt genau so endlich wie die anderer Leute auch); mindestens bekommt der Schüler die Unterrichtsinhalte/ Aufgaben; idealerweise kann man versuchen, ihn per Videoschalte in den Unterricht einzubinden bzw. wenigstens passives Zuhören und die Übertragung des Tafelbildes zu ermöglichen.

    • NACHTRAG: Eventuell lohnt hier ein Blick auf die Planungen unserer britischen Freunde, wo Klassengrößen bis zu 60 Schülern erwartet werden, wenn zu viele Lehrkräfte in Quarantäne gehen müssen: https://www.theguardian.com/education/2020/sep/27/class-sizes-in-uk-may-rise-to-60-as-schools-struggle-to-cover-for-self-isolating-teachers. Das wäre dann wohl in der Tat ein – im vollen Sinne – nur noch „eingeschränkter Regelbetrieb“. Also, eigentlich schon ziemlich eingeschränkt, wenn man mal drüber nachdenkt…

  11. Im täglichen Lagebericht des RKI steht mit Datum vom 28.9.2020, dass weiterhin bundesweit zahlreiche COVID-19-bedingte Ausbrüche im Zusammenhang mit Feiern im Familien- und Freundeskreis, sowie u.a. in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, Einrichtungen für Asylbewerber und Geflüchtete, Gemeinschaftseinrichtungen, verschiedenen beruflichen Settings und im Rahmen religiöser Veranstaltungen sowie in Verbindung mit Reisen bzw. Reiserückkehrern auftreten.
    Schulen werden als solche nicht explizit genannt.
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Sept_2020/2020-09-28-de.pdf?__blob=publicationFile

    • Die Begründung dafür ist vielleicht ganz einfach. Es werden im Infektionsfall einzelne Schüler, Schülergruppen oder die ganze Klasse in die Isolation geschickt aber nicht getestet. Würde man sie testen, hätte man über die in der Regel asymptomatischen Schüler mehr Informationen über die wirkliche Ausbreitung. Das will man gar nicht haben. Denn dann müsste man das ja öffentlich machen und der Elterndruck würde die Schulen schließen.

      Es liegt nicht an den Testkapazitäten. Man könnte diese Testung der Mitschüler ja auch begrenzt an einzelnen Schulen durchführen, um mehr zu wissen. Dann könnte man Testkapazitäten sparen. Man will aber lieber nicht mehr wissen. Man will die Schulen unter allen Umständen offen halten.

      Wenn einzelne Lehrer isoliert werden müssen, kommen Sie ja irgendwann zurück, so hofft man vermutlich und dann können andere Lehrer wieder isoliert werden.

      Hätte man dagegen das Wissen über die Ausbreitung in den Schulen, könnte man in den Herbstferien zu einer ehrlichen Bewertung der Lage kommen. Ich bestreite, dass man das wünscht. Man möchte sich durchwurschteln. Und das kennen wir ja.

  12. @ Redaktion

    Und warum kommt gerade die Eilmeldung rein, dass der Bund die privaten Feiern auf 25 Personen reduzieren will?

    Diese sinnvolle Maßnahme entspricht ja aber viel mehr den statistischen Auswertungen und könnte daher hoffentlich bereits ausreichen, die Zahlen wieder auf 500 zu drücken.

    Habe gerade zudem die Coronabefragungsbögen der Schüler ausgewertet. Nach dieser Lektüre muss noch ganz, ganz viel passieren, um mich von der Normalbeschulung abzubringen.

    • Warum?! Sie haben das Prinzip überhaupt nicht verstanden, oder?!
      Die Zahl wird deshalb begrenzt, weil es um “ flatten the curve“ geht. Schränke ich in einem Bereich ein, kann ich in einem anderen mehr zulassen, wenn ich möchte, dass die Zahlen nicht weiter steigen. Dazu bedarf es einer Priorisierung und die sieht vor, dass die Wirtschaft weiter laufen muß. Also wird dort nicht eingeschränkt. Als Alibiargument wird dann “ Recht auf Bildung“ hinterhergeschoben- schließlich muss man ja den Eltern eine Betreuung bieten, wenn sie arbeiten sollen. Es geht keineswegs um die Kinder und deren Bedürfnisse, es geht um Wirtschaftsinteressen.
      Der Haken an der Sache: Jeder kann aus persönlichen Risikoabwägungen entscheiden, ob er an Familienfeiern, Kino- oder Restaurantbesuchen teilnimmmt, aber es gibt eine SCHULPFLICHT. In diesem Bereich wird man also gezwungen, sich einem potentiellen Risiko auszusetzen.
      MEINE Kinder fanden homeschooling wesentlich besser als Quarantäne. ICH übrigens auch- mit den gesundheitlichen Folgen kämpfen mein Mann und ich übrigens immer noch, obwohl wir KEINEN schweren Verlauf hatten.
      Ich zitiere mal die Dame vom Gesundheitsamt, die das allerdings in einem anderen Zusammenhang sagte:“ Es geht nicht um den Einzelnen.“
      DAS ist das Prinzip des Präsenzunterrichts.

      • Ja, Sie haben Recht. Außerdem müsste man die Langzeitfolgen, also das Müdigkeitssyndrom und dessen Folgen für die Wirtschaft einmal in die wirtschaftlichen Erwägungen einbeziehen. Dann sieht es vielleicht nicht mehr so doll aus mit dem Offenhalten. Dann wäre die Devise, j e d e einzelne Infektion zu vermeiden, doch vielleicht die richtige.

  13. Und sind Sie dann der Meinung, die Schulen sollten auf immer geschlossen bleiben? Ich denke keine Familie hat ein Problem wenn der Lehrer Abstand hält und die Kinder bittet, ihre Hefte zur Korrektur auf einen separaten Tisch zu legen, auch würde ich mich an der Anschaffung von Plexiglas beteiligen, wenn es an unserer Schule gewünscht würde.
    Kleinere Klassen sind Aufgabe des KM. Anscheinend sind die nicht bereit dazu. Bringt es dann irgendetwas stereotyp immer das Gleiche runterzubeten?

    • Kein Mensch fordert, die Schulen „auf immer zu schließen“ – das fabulieren Sie hier zusammen. Und: Sinnvolle Forderungen werden nicht sinnlos, nur weil sie von der Politik nicht sofort umgesetzt werden. Wenn hier jemand „immer das Gleiche herunterbetet“, dann sind eindeutig Sie das. Argumente? Null. Ewig nur die gleiche Leier: Problem ignorieren – Problem gelöst. Was für eine Psycho-Macke ist das, sich derart mit Flachsinn öffentlich profilieren zu wollen?

      • Keine Psycho-Macke
        Bei Lena ist das der Versuch auf Biegen und Brechen die Vollzeitbeschulung ihrer Kinder zu erzwingen.
        Dazu werden immer die gleichen Argumente mit Unverschämtheiten vermischt heruntergebetet.
        Frau Lena hat nicht den Schimmer einer Ahnung was an Schulen wirklich passiert. Ist auch nicht nötig. Sie hat ihr Ziel im Auge. Die vollständige Befreiung von der Verantwortung für die Bildung und Erziehung der Plagen.
        Dazu werden Tatsachen fröhlich ignoriert und durch Fantasiegebilde und Stereotypen ersetzt.
        Wie bei Pipi Langstrumpf „Wir machen uns die Welt, wide wide wie sie uns gefällt“.
        Ob das aus echtem Unwissen und Naivität geschieht oder, wie ich vermute, ein bewusstes vorgehen ist muss jeder für sich entscheiden.
        Jedenfalls will die Frau die Kinder in der Schule sehen. Der Preis ist egal.
        Menschenleben, Gesundheitsschäden bei Lehrern und Kindern, was solls.

    • Zitat: „Und sind Sie dann der Meinung, die Schulen sollten auf immer geschlossen bleiben?“ Hier ist einfach zu wenig Platz für Unsinn und ich habe mal gehört, wie jemand sagte, bei manchen sei aber noch aber noch viel Platz im Kopf übrig geblieben. Ich würde sagen, der Platz ist r i e s i g.

  14. „Ich denke keine Familie hat ein Problem wenn der Lehrer Abstand hält und die Kinder bittet, ihre Hefte zur Korrektur auf einen separaten Tisch zu legen, auch würde ich mich an der Anschaffung von Plexiglas beteiligen, wenn es an unserer Schule gewünscht würde.“

    Klasse 1 Grundschule. Finde den Fehler…
    Ich MUSS Kindern die Hand halten, um die richtige Schreibhaltung zu trainieren, ich MUSS Kinder, die andere schlagen, zum Schutz der anderen festhalten, ich MUSS Kindern beim Schuhe binden helfen…

    DAS geht hinter einer Plastikscheibe mit Abstand nicht.

  15. Könnten die „Hater“ von Lena R. mal dazu übergehen ein genaues und klares Konzept vorzugeben, wie der Schulbetrieb während Corona auszusehen hat? Fakt ist, dass das Konzept „Normalbetrieb mit Maske und Abstand und alle in Quarantäne schicken“ ist sicher verbesserungswürdig.
    Wenn das soziale Gefüge in einer Schule nicht mehr vorhanden ist, weil kein Schüler mehr miteinander reden darf, kann man den Schulbetrieb gleich ganz stecken lassen. Ich bin froh, dass die Schule seit letztem Jahr kein Thema mehr für mich ist. Ich wollte nicht alle drei Wochen in Quarantäne müssen, weil sich irgendwer in der Schule angeseckt hat.
    Ich war während der Schulzeit auch dauernd krank, weil wir ständig in überhitzen, vollen Räumen gearbeitet haben. Damals hats keinen gejuckt und ich lebe jetzt immer noch. Kinder sind mit am allerwenigsten gefährdet und ich glaube, Corona ist für viele Lehrer auch eine willkommene Ausrede um weniger zu arbeiten (keine Unterstellung, nur mein Eindruck).
    Ich für meinen Teil betrachte, was ich sehe. Wir haben seit einem halben Jahr „Pandemie“ und ich kenne keinen Kranken oder Toten. Unsere Krankenhäuser sind nicht ansatzweise an der Belastungsgrenze.
    Btw. unser Nachbar Frankreich hat 10.000 Infektionen/d, obwohl dort genauso Maskenpflicht gilt und der Lockdown damals heftiger war.

    • Viele der Querdenker sind doch schwedenaffin.
      Nicht einmal dort wurde die Oberstufe in Präsenz beschult. Das sind Erwachsene, die man in Deutschland in kleine Klassenzimmer stopft. Dort ist kein Infektionsschutz möglich. Das sind Durchlauferhitzer und es bleibt das Rätsel der Kultusminister, warum man sich jetzt über höhere Zahlen wundert!

      • In Nordeuropa, Westeuropa, Osteuropa und Südeuropa ist Regelbetrieb, mögliche Ausnahme Italien und/ oder Spanien. Es läuft wie hier, ganz gut, und auch dort kommt es zu Ansteckungen und Quarantäne. Aber wir müssen alle lernen mit Covid zu leben. Ab Klasse 3 kann Plexiglas, selbstschützende Maske, Abstand zum Lehrer gefordert werden. Das ist doch dann Arbeitsschutz?! Ihre gewünschte Aufteilung der Klassen erfüllt Ihr Arbeitgeber nicht und definitiv auch nicht die Eltern mit Homeschooling. Ich verweise auf BW, die Schulen “ werden freiwillig“ besucht. Die Familien wünschen den Regelbetrieb.

        • Sagen Sie, ich denke Sie sind berufstätig!?
          Was sagt eigentlich Ihr Arbeitgeber dazu, dass Sie sich den ganzen Tag privat im Internet trollen???
          Sie legen doch sonst so großen Wert darauf, Lehrer zur Arbeit zu verpflichten!

      • Danke, dass auf meinen Kommentar hin immer noch kein Vorschlag kam. Selbst der Streek hat gesagt, man müsse mit dem Virus leben und nicht nur auf die RKI Zahlen schauen.
        Ihr Mahner habt euch in eurem Irrsinn komplett verrannt. Es ging nie darum einzelne Infektionen zu verhindern, sondern darum das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Warum die Schulen schließen, dort wo die Kinder nahezu ungefährdet sind. Und sie sind ungefährdet, vom Hai gefressen zu werden ist für Junge Menschen wahrscheinlicher als an diesem Virus zu sterben. Schweden ist kein schlechtes Beispiel. Dort ist soviel ich weiß nicht die Welt zusammengebrochen nur weil man ohne Maske draußen sein darf. Aber bitte sehr, Masken auf, dann seid ihr sicher. Steht ja auch nur drauf, dass sie nicht vor Viren schützt.

        • Ganz klar. Der Arbeitsschutz schließt die Betriebsstätte Schule, bis Hygienemaßnahmen, wie sie vom Arbeitsminierium vorgegeben sind, umgesetzt werden. Dann käme doch ein Aufschrei der Eltern bei den Politikern. Die würden sofort alles umsetzen, nach zwei Wochen wäre die Betriebsstätte mit einem Hygieneplan sowie ausreichend Schutzmaßnahmen wieder offen.
          So seit März nur Blabla und Diskussionen.
          Vielleicht können sie mir ja mal eine Antwort geben, warum nur in der Schule und in der Kita keine Arbeitssicherheit gelten soll, sonst überall? Dazu habe ich hier bis auf „Bildung ist wichtig“ nichts gehört.

        • Ich kann das mit dem „Gesundheitssystem nicht überlasten“ einfach nicht mehr lesen. Ist denjenigen, die sowas schreiben, eigentlich klar, dass jeder Mensch, der mit Corona auf die ITS muss, etwas ganz Furchtbares durchmacht? Das gilt auch dann, wenn er das überlebt. Die Folgen wird er sein ganzes restliches Leben lang tragen. Einfach mal lesen:

          https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/corona-ueberlebenskampf-eines-tagesspiegel-redakteurs-ein-zweites-mal-diese-tortur-das-wuerde-ich-nicht-schaffen/26222964.html

          Es geht nicht nur darum, ob Menschen sterben. Es geht darum, so etwas zu verhindern. „Überlebt“ ist nicht die Rückkehr ins alte Leben!

          Die Alternative ist ganz einfach: Präsenzpflicht aufheben und die Leute dazu ermahnen, dass jeder, der das leisten kann, seine Kinder zu Hause behält. Das könnte man sogar mit Geld vergüten. Die Konsequenz wäre dann nämlich, dass nur noch die Kinder in der Schule sind, die das aus verschiedenen Gründen müssen (z.B. Eltern arbeiten Vollzeit in Berufen, die kein Homeoffice zulassen). Das wiederum sind dann aber deutlich weniger, so dass man leichter mit Abstand arbeiten kann. Für alle anderen gibt es dann Fernunterricht. Der findet zum einen frontal statt (dafür nutzt man die ohnehin vorhandenen TV-Sender des öffentlichen Fernsehens) und zum anderen (individuelle Fern-Betreuuung und Feedback zu Aufgaben) durch Lehrer aus den Risikogruppen oder auch durch Eltern, die dazu in der Lage sind.

        • Vollkommener Blödsinn! IHRE Maske schützt MICH und umgekehrt. Es geht auch nicht nur darum, dass Kinder erkranken, sondern auch darum, dass diese Kinder ihre Familienangehörigen infizieren können.
          Sogar der von Ihnen zitierte Professor Streek rät zu Masken und Abstand, um bereits erzielte Erfolge nicht zu gefährden.
          Natürlich müssen wir mit dem Virus leben- das ist nun mal da. Aber wir könnten durch homeschooling die Situation erheblich entschärfen. Bei immerhin 12 Millionen Schülern sind Kinder und Jugendliche eine riesige Gruppe, die erhebliches Übertragungsrisiko beinhaltet. Ab diesem Zeitpunkt könnte jeder selber entscheiden, ob er das Risiko einer Infektion eingehen möchte oder nicht. Ich habe gar nichts dagegen, dass sich andere infizieren wollen. Auch diese Möglichkeit gehört zur Freiheit. Aber eben auch die Möglichkeit, das nicht zu wollen.

        • @Aron W.

          „vom Hai gefressen zu werden ist für Junge Menschen wahrscheinlicher als an diesem Virus zu sterben“

          Pardon, weil ich jetzt ganz direkt nachfragen muss:
          Lieber Aron, was haben Sie heute zum Lunch geraucht?

          Das verstehen Sie bitte nicht als „Hate“, aber ich finde Ihren Gedankengang … so unerklärlich.

    • Ganz einfach die SuS gehen zum intrinsichen lernen über und versammeln sich in der Schule in den Klassenräumen. Die lehrkräfte, die vorort sind führen die aufsicht, die Lehrkräfte, die der Auffassung sind, dass der Gesundheits- und Arbeitsschutz an Schulen derselbe sein muss wie bei der Schulaufsicht und dem übergeordneten Schulministerium, unterrichten von zuhause aus, wenn die technischen Möglichkeiten vom Arbeitgeber gestellt worden sind.

      Ansonten könnten die „Lena R. Hater“ ja das umsetzen, was sie schon lange fordern. Kleinere Gruppen mit ausreichend Distanz im Klassenraum ohne MSB bei reduzierten Unterrichtsinhalten und ggf. verkürzter Stundentafel und verbesserter digitaler Ausstattung, die es ermöglicht vom Dienstlaptop über zertifizierte Plattformen und Dienste sowie Programmen und Contents mit allen SuS in Verbindung zu treten. Und zwar ohne die Vorgaben von vor den Osterferien, die eine Fortführung des Unterrichtes sowie das Einführen neuer Inhalte ebenso wie eine Bewertung und Benotung der zu erbringenden leistungen verboten haben.

      Nichts Anderes also als das, was hier schon mehrfach von verschiedenen Postern eingefordert worden ist. Kleinere Gruppen im Präsenzunterricht bedeutet aber bei den vorhandenen Ressourcen an Räumen und Personal, dass es einen Wechsel zwischen Präsenz- und Home-schooling-Phasen geben muss.

      Btw Eltern könnten bei der Betreuung von SuS im Home-schooling ja auch einmal kretiv werden und Tagungsräume oder Gasthofsäle, Vereinsräumlichkeiten und dergl. mehr anmieten und sich bei der betreuung der Kinder und Jugendlichen abwechseln. Wenn bis zu 12 bis 15 SuS in einem Klassenraum von entsprechender Größe gemeinsam im Präsenzunterricht zusammenkommen können, dann geht das auch in anderen Räumen entsprechender Größe. Nur gibt es dadurch eben nicht mehr Lehrkräfte, weshalb Eltern umschichtig die Aufsicht übernehmen müssten.

    • @Aron W.: Wenn sie jetzt immer noch keine Erkrankten oder auch nur Infizierten kennengelernt haben, müssen sie ein verdammt einsamer Mensch sein.
      Als Lehrer kann ein dies nicht passieren, von den Kollegen oder den Schülern, den Eltern oder den Betrieben. Dazu vielleicht im Bekanntenkreis aus der Medizin oder Pflege, etc… Nur mal herumfragen…

    • Gott es gibt doch haufenweise Konzepte für einen funktionierenden Unterricht in Coronazeiten, der nicht Leben aufs Spiel setzt. Man kann sich auch außerhalb von Foren ganz gut informieren. Halbierte Klassen, Wechsel mit Fernunterricht, Unterrichten von parallelen Kursen, die in nebeneinander liegenden Klassen sich aufhalten, bei halbierten Klassenstärken, aber verschiedene Niveaus haben (A, B, C), Ausnutzung des Nachmittages, mobile Luftreiniger mit H13 oder H14 Virenfilter, … alles gute Konzepte. Die Länder hatten 4 Monate Zeit, Dinge auszuprobieren, Konzepte vorzubereiten und hätten auch seit den Sommerferien vieles ausprobieren können. Sie haben es nicht gemacht. Man wurschtelt sich durch. Das war im Schulwesen leider schon immer so. Siehe: periodischer Lehrermangel, der immer überraschend kommt, obwohl lange absehbar usw.

  16. Mein Mann hat jetzt ein anderes Problem..gestern erfolgte die Anweisung der Quarantäne..
    wieder ein Schüler in der Klasse meines Mannes leider dieses Mal hochinfektiös..
    Der Kollege meines Mannes der immer noch im Krankenhaus liegt hatte eine Lungenembolie(er ist um die 50Jahre) am Wochenende
    haben wir gestern auch mal eben so erfahren und ihm wird gesagt,dass seine Lungenfunktion mit Hilfe von Tabletten ggf bis Weihnachten wieder hergestellt werden könnte..
    Ich bin ganz ehrlich..jetzt geht mir der Arsch bereits auf Grundeis..denn jetzt sitzen wir beide hier in Quarantäne und müssen nun regelmässig Fieber messen..(Gesundheitsamt )

    und das ich mich anstecken kann..das war mir bekannt..aber ich konnte mich bisher eigenständig mit Abstand und Maske schützen..das habe ich sowohl in meinem Beruf getan wie auch bei meinen Eltern(beide über 70 jahre alt)nach dem Lockdown konnte mein Mann sich auch schützen ,weil nur die Hälfte der Klasse anwesend war und die Abstände auch zwischen den Schülern eingehalten werden konnten..da dieses nun nicht mehr der Fall ist und sie noch nicht einmal Masken tragen..ist das wie auf einem Familienfest oder wo soll da der Unterschied sein..????
    Mein Mann war dazu gezwungen sich in dieses Regelschulbetriebsfamilienfest zu begeben..das ist Fremdbestimmung,denn das Kultusministerium bestimmt darüber..
    Das dieses Vorgehen sogar von Gerichten befürwortet wird zeigt eine Gewaltherrschaft..man will mit Gewalt,dass es so funktioniert..aber das wird es nicht und diese Erfahrung müssen wir wohl jetzt alle machen..wir sind doch nur die ersten..Mit Gewalt und Zwang funktioniert es eben nun mal nicht..

    • Es tut mir sehr leid für euch, dass ihr gezwungenermaßen in Quarantäne seid.
      Im Frühjahr musste ich auch wegen eines positiv getesteten Schülers in Quarantäne. Das ist nicht lustig, zumal ich noch nicht mal mit meinem eigenen Hund Gassi gehen durfte.
      Noch geht es mir gut, doch wie lange?

    • Ich wünsche Euch alles Gute!!!

      Werdet Ihr jetzt aktiv? Anzeige an Kultusminister? Will Dein Mann wieder nach der Quarantäne (ich hoffe, Ihr bleibt gesund) in die Schule?

    • @Ausdrucksweise

      Es tut mir wirklich leid, was Sie und Ihr Mann seit geraumer Zeit durchmachen müssen!
      Ich drücke Ihnen beiden die Daumen, dass es für Sie beide weiterhin gut geht.

      Außdem finde ich, dass Sie sich unter den gegebenen Umständen bemerkenswert im Griff haben – zumindest scheint es hier so.
      Und sicher tut es Ihnen auch gut, dass ganze hier ein Stückchen weit „loswerden“ zu können, ich hoffe dass Ihnen das ein wenig Entlastung bringt.

      Alles erdenklich Gute!
      Es grüßt herzlichst
      Pit

    • @Ausdrucksweise: Ja nicht schön, aber immerhin kümmert sich das Gesundheitsamt bei ihnen noch um die Lehrer. In einem Hotspot in NDS: Eine Schülerin ist positiv, die Klasse kommt in Quarantäne. Die Lehrer werden weder informiert noch in Quarantäne geschickt. Können das Virus also in die nächste Klasse oder ins Lehrerzimmer tragen. Begründung: Die Lehrer haben ja den Abstand einzuhalten, und wenn sie dies nicht gemacht haben, können sie sich ja irgendwo nach Dienstschluss privat Test lassen. Also dann lieber Fürsorge den anderen gegenüber.

  17. Ohne hier etwas verteufeln zu wollen, ist das einzig positive am Corona-Virus, die (bisher) relativ geringe Sterblichkeit, was aber noch keinen Aufschluss gibt über mögliche Langzeitfolgen.

    Die Verbreitung wird natürlich überall (im wahrsten Sinne des Wortes), insbesondere durch die Syptomarmen/asymptomatischen Infektionen geschürt, da sind Schulen selbstverständlich nicht ausgeschlossen. Schwerwiegender kommt hinzu das es in verschiedensten Versuchen schon sichere Anzeichen gibt das das Virus als Aerosol auch deutlich größere Distanzen als die vorgeschriebenen(oft unterlaufenen) 1,5m bis 2m, überwindet. Auch Alltagsmasken, die zwar die Viruslast verringern, verhindern die Ausbreitung letztlich nicht. Erschwerend dürfte dann nun jetzt hinzukommen, das durch die „allgemeine“ Erkältungszeit (Herbst/Winter) eine stärker belastete und somit anfälligere Immunsituation Auftritt.

    Außerdem gibt es bisher auch nach wie vor noch keine belastbaren Erkenntnisse, das man sich dauerhafte Immunität, nach einer Infektion, aneignen kann.
    Sprich der Kreis der Ansteckung dreht sich vermutlich weiter und weiter.

    Wenn man die Stilllegung der gesamten Gesellschaft verhindern will, ist da kluger Rat teuer.
    Aber wenn man irgend eine Form von Kontrolle über das Infektionsgeschehen behalten möchte, dann darf keine finanzielle Anstrengung zu groß sein und Diskussionen darüber das Luftfiltersysteme in Schulen zu teuer sind und auch das nach wie vor zu geringe Testen insgesamt (offensichtlich aus Kostengründen) lässt einen dann doch an mancherlei Zweifeln:
    Erstens leidet darunter die Glaubhaftigkeit des Staates die Pandemie tatsächlich ernst zu nehmen, zweitens fragt man sich auf wessen Rechnung Corona Behandlung und Lockdowns günstiger sind als ausreichende präventive Maßnahmen…. Diese sollten vielleicht auch nochmal in den Matheförderunterricht… Aber bitte unter Einhaltung der Aha-Regeln….

    • Aus dem neuen Podcast zu einer Studie aus den USA: Die Sterblichkeit geht mit zunehmendem Alter rapide nach oben“, macht Drosten klar. Demnach gilt für die Altersgruppe von 35 bis 44 Jahren im Mittel: Eine Corona-Infektion ist in diesem Alter ungefähr so gefährlich wie eine Influenza. Bei der Altersgruppe zwischen 45 und 54 Jahren liege die Infektionssterblichkeit dann schon höher – bei 0,2 Prozent. Und für die Gruppe von 55 und 64 Jahren beträgt der Wert laut der Studie schon 0,7 Prozent.

      „Die Autoren der Studie haben einen interessanten Vergleich gemacht“, berichtet Drosten. Demzufolge ist das Risiko für die Altersgruppe zwischen 55 und 64 Jahren, an einer Corona-Infektion zu sterben, 200-mal größer, als innerhalb eines Jahres bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen.

      https://www.ndr.de/nachrichten/info/Drosten-im-Corona-Podcast-Das-Alter-ist-entscheidend,coronavirusupdate118.html

      In Thüringen sind fast 20 Prozent der LehrerInnen über 60, ich bin auch kurz davor. Da ist es wirklich nicht lustig, wenn man von Schülern ohne Maske angehustet wird…wir haben ja Ampel auf Grün und Regelbetrieb, das fühlt sich für die Schüler an, als sei alles normal.

  18. @Aron
    1) Überstunden der Lehrer ordentlich bezahlen. (evtl. Eltern in den Unterricht einbinden) .
    2)Samstags Unterricht.
    3)Klassen halbieren.
    4)3 Tage Präsent und 3 Tage zu Hause unterrichten.
    5)Kultusminister austauschen. Föderalismus abschaffen.
    6)System Neu starten.
    7)Gelder Frei geben(Bund)
    8)Bei der nächsten Wahl ein Kreuz an der richtigen Stelle machen.

  19. Meine Tochter hat sich vor 3 Wochen in der Berufsschule in Hannover angesteckt.
    Was dann rauskam war erschreckend.
    Fast alle der positiven sagten, sie waren im Ausland im Urlaub und als sie zurück kamen am Flughafen etc keine Kontrollen nix.
    Ich glaub es ist wirklich so das viele es wieder hergeschleppt haben und die die daheim Urlaub machten jetzt darunter leiden müssen.
    Ich bin dafür Reisen ins Ausland ok, aber Rückehrer zum Test ohne Ausnahme.
    Da haben wir ein Leck gelassen und sind leichtsinnig geworden, genauso an den Grenzen.
    Es ist schwierig aber es geht nur so, weil viele im Ausland einfach nicht schnallen was los ist.
    MfG

  20. „BW nach Aussetzung der Präsenpflicht sind die Schulen in Vollbesetzung.“
    Mein Kind ist im Distanzunterricht. Bis jetzt gibt es keinen Plan, wie das laufen soll. Andere Familien würden von der Schule abgewimmelt, nach dem Motto Distanzunterricht gibt es jetzt nicht mehr.
    Man war nicht bereit, meine Telefonnummer an andere Familien mit Kindern im Distanzunterricht weiterzugeben – man will jedem das Gefühl geben, ein Einzelfall zu sein. Einzelfälle kann man leichter in die Gebäudepräsenz überreden.
    Das zu der tollen Alternative in BW.

    • Genau so lief das hier auch. Woher kommt ihr? Wir sind im rems murr Kreis. Vielleicht ja kann man sich ja zusammen tun. Wir haben hier nur die Wahl zwischen Präsenz oder der Versorgung mit ABs ohne Unterricht.

  21. Es ist gut, dass man sich hier austauschen kann, aber irgendwie kommt man nicht weiter.
    Es sitzen immer noch 30 Kinder ohne Abstand oder Mundschutz in einem kleinen Klassenraum. Selbst mein 12-jähriger Sohn findet dies in Anbetracht der aktuellen Situation unklug. Es ist alles etwas schleierhaft.

    • Ja gut. Aber man kann schon mal die Schulleitungen darauf vorbereiten, was im Winter kommen wird. Ich werde dann in Daunenjacke dastehen und die Schüler sollen auch gefälligst in Jacken erscheinen. Ich bin nicht bereit mich anstecken zu lassen. Das den Schulleitungen, Schulämtern und Eltern vorab ganz klar vermitteln ist auch ganz wichtig. Außerdem kann man sich einige gute FFP2 Masken zulegen und grundsätzlich mit Maske unterrichten. Es ist ja erlaubt. Man muss eben Konzepte ausarbeiten, wie es ohne verbale Mitteilung möglich ist, dennoch Unterricht zu machen.

  22. Spannend finde ich ja, dass jetzt private Treffen in geschlossenen Räumen nur noch bis 25 Personen erlaubt werden sollen. In meinem Klassenraum befinden sich immer 32 Personen(die derzeit alle mit dicken Jacken da sitzen, um halbwegs arbeiten zu können). Gilt das jetzt als unerlaubte Privatparty oder als ganz wunderbar gelingender Schulstart??

    • Natürlich ist das ein gelungener Schulstart! Kinder infizieren sich per Definition nicht und wenn es doch passiert, hat die Lehrkraft etwas falsch gemacht. Aber der wirklich tolle Trick ist: Kinder werden viel seltener getestet. Wo kein Test, da kein positives Ergebnis. Selber erlebt. Krankheitswellen durch die Klassen meiner Kinder. Meine Tochter hatte eine virale Lungenentzündung und die Kinderärztin sagte, dass sie Corona nicht ausschließen könne, aber ein Test nicht zielführend sei, da das Ergebnis erst nach dem Wochenende vorläge. Eine Woche später sind mein Mann und ich positiv getestet worden.

      • Was für eine verantwortungslose Kinderärztin. Aber Sie haben recht. Das Motto lautet: „In den Pausen tragen die Schüler ja Masken und im Unterricht macht das Virus ja Pause.“
        Im Übrigen kann ich das mit den fehlenden Test bestätigen. Ich vermute, dass Testergebnisse die Eltern erschrecken würden, diese würden auf Schulschließungen plädieren. Die will man nicht, aus kurzfristigen wirtschaftlichen Erwägungen. Also lässt man das Testen besser weg. Infizierte Lehrer kommen ja irgendwann zurück, die Zeit kann man überbrücken und dann kann der Zirkus weiterlaufen. So ähnlich denken Verantwortliche vermutlich. Zumindest halte ich das für wahrscheinlich.

  23. In meiner schule ist auch was merkwürdiges passiert.
    Meim sitznachbar fühlte sich krank und ging zum Arzt. Er musste dann ein Corona test machen und ein Tag später wurde er aus dem Unterricht geholt und meldete sich danach Krank, seit dem war er nicht mehr in der Schule und er will/darf nicht sagen was er hat.

    • Alles Gute für Deinen Sitznachbarn.
      Vielleicht sollten die übrigen Klassenmitglieder ebenfalls versuchen an einen Test zu kommen.
      Was sagt der Klassenlehrer dazu?

  24. Lena“: Ich rede nur ueber das, was ich 100 pro weiss. In meiner Heimat – ein kleines Land in Osteuropa – sind sehr viele Schulen, die 1 Woche Präsenzunterricht haben, 1 Woche – homeschooling. Aber da funktioniert die Digitalisierung auch im kleinsten Kaff sehr gut. Und nach dem Lockdown waren z. B., die Grundschulen bis zu Sommerferien zu gewesen. Meine Freundin ist Grundschullehrerin – sie hat digital unterrichtet. . Die meisten Faelle von covid 19, die mitgebracht werden, sind von Leute, die aus dem Ausland kommen. Und jetzt gibt es 2 Wochen Quarantäne, wenn man aus DE kommt. Weil hier, in Deutschland, leider, so langsam ungemütlich wird. Wir muessen alle an einem Strang ziehen. Sonst bringt es nichts.

  25. Wenn selbst einige LuL das Ganze nicht ernst nehmen, es für eine Verschwörung der Obrigkeit halten, die BürgerInnen zu verunsichern und klein zu halten, behaupten, dass selbst die Medien sich immer stärker zurückhalten und wir in einem halben Jahr eine Entschuldigung der Regierung für die zu drastischen Maßnahmen bekommen… Originalzitate aus einem Kollegium… ja dann bleibt mir vor Staunen als eine der wenigen MaskenträgerInnen auch der Mund offen stehen.

  26. @Avl:
    „…Wo habe ich hier irgenwo geschrieben, dass ich in Bezug auf SARS unbesorgt bin ?…“
    Gut! Sie sind also besorgt. Und worin äußert sich das? Erklären Sie mir doch bitte IHRE Sichtweise auf die Schulen im Hinblick auf das Infektionsgeschehen! Schön wäre es ,wenn in ihrer Antwort Stichpunkte wie Masken, Aerosole, Gruppengröße, Teststrategie und Clusterbildung vorkämen. Desweiteren hätte ich gerne aus Ihrer Sicht erläutert, wie der Schutz von Angehörigen und Lehrern gewährleistet wird. Und es würde mich brennend interessieren, weshalb die ICU Statistiken des RKI bei Ihnen immer Erwähnung finden. Die sind nämlich erst RETROSPEKTIV Marker für das allgemeine Infektionsgeschehen und im Bezug auf Cluster unter Schülern erst WOCHEN später wichtig- nämlich dann, wenn die Gruppe der asymptomatisch infizierten/ leicht Erkrankten( Schüler) die Erkrankung in andere Bevölkerungsgruppen getragen hat( derzeit am wieder steigenden Erkrankungsalter abzulesen).

  27. Unter https://countrymeters.info/de/Germany findet man eine fortlaufend
    aktualisierte Statistik mit Bevölkerungsdaten.
    Laut dieser Statistik sind in Deutschland, im Jahr 2019, 879959
    Menschen gestorben. Teilt man diese Zahl durch 365 Tage, sind 2019
    täglich 2411 Menschen gestorben. Nun haben wir 2020 und seit
    Jahresbeginn hat eine „Pandemie“ die Welt im Griff. Auch Deutschland
    meldet erschreckende Zahlen von Coronatoten. Schaut man sich nun die
    Statistik für 2020 an, sind bis 26.9.2020 648869 Menschen gestorben.
    Der 26.9.2020 ist der 269. Tag des Jahres. Teilt man nun die 648869
    durch 269, sind im Jahr 2020 täglich 2412 Menschen gestorben. Das
    bedeutet also 2020, im Jahr der „gefährlichen Pandemie“, stirbt täglich
    ein Mensch mehr als 2019, dem Jahr ohne „Pandemie“. In anderen
    Ländern kommt man auf ähnliche Ergebnisse…
    Nun stellen sich folgende Fragen –
    bin ich aufgrund dieser Überlegung automatisch ein Verschwörungstheoretiker, ein Aluhutträger oder habe ich mich dadurch automatisch, politisch, in die äußerste rechte Ecke katapultiert, bin ich gar unbemerkt ein Reichsbürger geworden ???

    Corona scheint weniger die Atemwege zu befallen, eher die Gehirne der Menschen – obwohl, im Vergleich zum Vorjahr, täglich nur ein Mensch mehr stirbt, halten sich 82 Millionen Menschen an, nicht zu rechtfertigende, Maßnahmen, welche Existenzen unwiderruflich auslöschen und eine nie dagewesene Armutswelle auslösen werden.
    Noch eine Kleinigkeit – die ca. 9500 Coronatoten, die es in Deutschland offiziell gibt, sind wohl eher mit Corona gestorben, als an Corona. In der oben genannten Statistik fehlen sie jedenfalls.

  28. @Hannes

    „Corona scheint weniger die Atemwege zu befallen, eher die Gehirne der Menschen …“

    And the winner is …?

    Hoffentlich haben Sie gebührend Zeit zur Freude, wo Sie sich doch hier so ereifern?

    In Ihrer hochintelligenten Rechnung fehlt die Formel als Grundlage.
    Diese könnte aber nicht dieselbe sein wie sonst, es sei denn … Sie rechnen auch sonst gerne mit Äpfeln und Birnen – so eine Art „Mathe-Smoothie“?

    Sie müssten Ihre Formel dahingehend anpassen, dass ja im Jahr 2020 etliches anders war (und wahrscheinlich auch anders werden wird – upsi: Wahrscheinlichkeitsrechnung können Sie mindestens genau so gut?)
    Anders war z.B. während des Lockdowns:
    – weniger Verkehrsunfälle mit Todesfolge, weil weniger Verkehrsteilnehmer auf den Straßen
    – Haushaltsunfälle mit Todesfolge: mehr oder weniger?

    An welcher Stelle Ihrer Kalkulation haben Sie das eingearbeitet?

    „… die ca. 9500 Coronatoten, die es in Deutschland offiziell gibt, sind wohl eher mit Corona gestorben, als an Corona.“
    Haben Sie die Circa-Angabe mit Studien auf den Kausalzusammenhang geprüft?
    Können Sie sich da wenigstens auf seriöse Quellen stützen?

    Nein, Sie sind sicher kein Verschwörungstheoretiker.
    Sie sind jemand, der gerne nachdenkt. Bleiben Sie am Ball, Übung macht den Erfolg wahrscheinlicher.

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