GEW-Chefin Tepe: Gesundheitsschutz von Lehrern und Erziehern nicht vergessen!

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FRANKFURT/MAIN. Mit Blick auf die Ergebnisse der Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder hat die GEW betont, dass es für Schulen und Kitas angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen ein „Weiter so!“ nicht geben darf. Wenn offene Schulen und Kitas höchste Priorität aus sozialen Gründen haben sollen, müssten Lehrkräfte und Erzieherinnen besonders geschützt werden.

Wenig zufrieden: Die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Foto: GEW

„Die GEW schlägt vor, dem Rat des Robert Koch-Instituts (RKI) zu folgen und in der Schule in kleineren Gruppen zu unterrichten. Ab dem 5. Schuljahr sollte Wechselunterricht zwischen Präsenz- und Fernlernphasen ab einem Inzidenzwert von 50 angeboten werden. So können die Gruppen verkleinert und Abstände eingehalten werden“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Derzeit setzten die Beschäftigten ihre Gesundheit ein, um das Ziel offener Kitas und Schulen zu erreichen.

„Zusätzlich muss gesichert sein“, so Tepe, „dass in den Klassenzimmern regelmäßig und konsequent gelüftet wird. Räume, in denen Lüften nur eingeschränkt möglich ist, müssen umgehend mit wirksamen Luftfiltern ausgestattet werden. Wir brauchen Gefährdungsbeurteilungen, bessere Hygienemaßnahmen und einen besseren Gesundheitsschutz.“ Nur so könne die Schließung von Schulen verhindert werden.

„Lehrer und Schüler müssen endlich die versprochenen Laptops bekommen“

Zudem müssten alle Lehrkräfte und Lernenden endlich digitale Endgeräte erhalten, die Ausstattung komme zu langsam voran. Für Schülerinnen und Schüler, denen die technischen Mittel zum Lernen zu Hause fehlen, müsse dringend nachgesteuert werden. Auch die Frage der digitalen Infrastruktur für Schulen und der Systemadministratoren, so Tepe, sei längst nicht flächendeckend gelöst. „Um den Gesundheitsschutz, das Recht auf Bildung und die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie unter einen Hut zu bringen, sollten die Grundschulen so lange wie möglich geöffnet bleiben.“ Dafür sei es notwendig, für Grundschulklassen alle Möglichkeiten auszuloten, in größeren Räumen zu unterrichten. Lehramtsstudierende sollten auf freiwilliger Basis eingesetzt werden, um Kleingruppen sowie Kinder und Jugendliche mit Lernproblemen zu unterstützen. Eine Aufstockung des Personals sei dringend notwendig.

Tepe mahnt an: Die Kitas nicht aus dem Blick verlieren – Arbeitsschutz berücksichtigen!

Für die Kitas verlangte die GEW-Vorsitzende, die individuellen Gefährdungsbeurteilungen nach Arbeitsschutzgesetz umzusetzen. Deren Ergebnisse und Empfehlungen seien einzuhalten, um die Beschäftigten zu schützen. Jede Kita brauche passgenaue und wirksame Hygienepläne. Die Regelungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) für Kitas zum Infektionsschutz seien zu beachten und umzusetzen. Weiter müssten alle Kitaträger Betriebsmediziner einsetzen, diese sollten die Risikogruppen bei den Beschäftigten beraten und im Einzelfall von der Arbeit in der Kita freistellen.

Tepe regte an, freiwillige, kostenfreie Coronatests sowie eine Grippeschutzimpfung für die Beschäftigten anzubieten. „In Einrichtungen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ist ein Betrieb der Kita nicht zu verantworten“, betonte Tepe. Kitaschließungen dürften nicht ausgeschlossen werden, wenn neue wissenschaftliche Erkenntnisse nahelegen, dass Kitas eine Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielen oder es ein erheblich erhöhtes Risiko für die Beschäftigten gibt.

Gewerkschaften in die Entscheidungsfindung mit einbinden!

Tepe mahnte die Politik, die Parlamente auf Bundes- und Landesebene im Kampf gegen die Corona-Pandemie stärker zu beteiligen, um die Akzeptanz der einschneidenden und notwendigen Maßnahmen bei der Bevölkerung auf eine breitere Legitimationsgrundlage zu stellen. Das Rechtsstaatsprinzip mit den Grundsätzen der Gewaltenteilung, das in der Verfassung verankert ist, sei ein hohes Gut. „Die Stunde der Exekutive war am Anfang der Pandemie im Frühjahr angemessen, geboten und erforderlich. Jetzt muss wieder die Stunde der Parlamente schlagen“, betonte Tepe. „Die aktuelle Entwicklung ist für die Demokratie, den Zusammenhalt der Gesellschaft und den allgemeinen Gesundheitsschutz problematisch.“

Beratungen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten und die daraus resultierenden Rechtsverordnungen auf Bundes- und Landesebene könnten einen breiten parlamentarischen Prozess nicht ersetzen. Die Möglichkeiten gesellschaftlicher Gruppen, einschließlich der Gewerkschaften, ihre Expertise etwa in einem Gesetzgebungsverfahren über Anhörungen und Stellungnahmen einzubringen, sei besser als auf die Kabinettsbeschlüsse zu Verordnungen einzuwirken. „Mehr Legislative statt Exekutive!“, unterstrich die GEW-Vorsitzende. News4teachers

Jetzt ist klar: Der Staat kann (und will) den Gesundheitsschutz in Schulen nicht gewährleisten – hebt die Schulpflicht auf!

 

 

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28 KOMMENTARE

  1. Klingt gut…doch was wird davon umgesetzt von unserem Staat? Kleine Gruppen im Kindergarten? Ist fast nicht möglich…wir haben die Räumlichkeiten definitiv nicht! Wir arbeiten derzeit mit 22-25 Kindern in der Gruppe. Wir achten darauf das regelmäßig die Hände gewaschen werden aber die laufende Nase können wir nicht verhindern, klar greifen wir zum Taschentuch doch eine Minute später ist das gleiche Problem wieder da… Dann das Niesen…wir sagen immer wieder bitte in die Armbeugen niesen aber viele Kinder vergessen das unter dem Spielen und zack betrifft es die Spielsachen oder das Kind daneben genauso wie den Raum…man kann es nicht wirklich verhindern…da drifftet die Theorie mit der Praxis weit auseinander….auch wenn wir stettig hinterher putzen…Nun das Thema lüften …selbstverständlich lüften wir alle 20-30 Minuten je 5 Minuten aber die Kinder beschweren sich schon mittlerweile und sagen ihnen ist kalt…und der Raum kann sich nicht wirklich bis zur nächsten Lüftung aufwärmen. Der Staat sollte die Räumlichkeiten wie auch das Personal zur Verfügung stellen dann wäre vielleicht aber auch nur vielleicht ein Teil umsetzbar…

  2. Vielen Dank Frau Tepe,
    bitte bleiben sie dran.
    Ich arbeite seit 32 Jahren mit Kitakids.
    Bin seit dem 10.Oktober im Urlaub in einem abgelegenen Ferienhaus in Dänemark.
    Da waren die Zahlen noch tief.
    Ich liebe meinen Beruf.
    Ich gehe am 2.November das erste Mal seit 32 Jahren mit Bauchschmerzen zur Arbeit.
    Fühle mich vergessen, alleingelassen.
    Die Erzieher, Lehrer und Kinder werden verheizt.
    Es werden Gelder gegeben zum Ausgleich für die Gastrobrance.
    Aber Geld für Luftaustauschgeräte für Kita und Schulräume ist nicht da.
    Jeden Winter stecken sich regelmäßig Erzieherinnen bei den Kindern mit diversen Krankheiten an.
    Seit 30 Jahren häufen sich in der Winterzeit die Überstunden, da man für erkrankte Kollegen mitarbeitet….oder sich selber regelmäßig ansteckt.
    Wir haben jetzt schon einen massiven Mangel an pädagogischen Fachkräften.
    Der wird im nächsten Jahr noch sehr viel höher sein, wenn wir nicht geschützt werden.
    Bitte helfen sie uns und den Kindern.
    Danke

  3. Ich bin seit 38 Jahren wirklich mit Leib und Seele Lehrerin. Am 2. November beginnt in Sachsen wieder der Unterricht. Ich bin hart verpackt, aber ich habe Angst.

    Was spricht denn dagegen, die Klassen zu teilen, die Schüler*innen aller zwei Tage zur Schule kommen zu lassen und den Unterricht im November nur in den Kernfächern plus… abzuhalten. Alles ließe sich organisieren. Ich kann jetzt leider nur für die Sek I sprechen, im Grundschulbereich ist das bestimmt komplizierter. Alle hätten, jedenfalls bei uns, ein besseres Gefühl.

    • Auch mir geht es so. Auf Bedenken und Fragen gibt es keine Antworten, weder vom KM noch von der SL. Langsam habe ich das Gefühl, ich bin paranoid und werde schief angeschaut…
      Aber ich kann die deutschlandweiten Regeln einfach nicht mit denen, die für die Schule gelten, in Einklang bringen. Bin ich damit allein?

  4. Das mit dem wechsrl unterricht finde ich gut.bei meinem sohn sind 25leute in der klasse wenn er dann gruppen unterricht hätte wäre ich dankbar .das homeshooling klappte bei uns auch wunderbar.

  5. Um das restl. „gesunde“ Personal in den Kitas nicht zu verheizen, wäre wieder eine Stundenreduzierung notwendig. Jede Kita-Leitung weiß, welche u. wie lange am Tag ihrer Eltern dringend Betreuung brauchen.
    Danach könnte gearbeitet werden. So kann jedes Kind mindestens 4-5 Std. eine Kita besuchen, auch die, deren Eltern daheim sind.
    Es kann ein indivudueller Betreuungsplan angepasst werden. Personal wird immenz entlastet.
    Uns z. B. würde es massiv helfen. Wir haben 3Risikopersonen, die nicht in den Gruppen arbeiten, 1Schwangere mit Beschäftigungsverbot. Da bleiben uns noch 5 Teilzeitkräfte auf 43 Kinder, davon 7 einjährige u. 9 zweijährige Kinder.
    Bei ca. 85% der Eltern arbeitet ein Elternteil Teilzeit ( halbtags am Vormittag oder nur 2-3Tage/Woche, davon 14 Mütter/ Väter gar nicht).
    Da muss man doch in dieser Zeit nach Betreuungsbedarfen arbeiten.
    Ähnlich ist es in vielen Kitas.
    Hier muss es dringend Einschränkungen nach Bedarf geben.
    Mindestens aber 5Std. täglich am Vormittag für jedes Kind. So ist allen geholfen.

  6. Ich finde es sehr schwierig bin Mama von 2kiga Kindern sie brauchen den kiga um Freunde zu sehen zu spielen ihren Alltag

    Und zugleich arbeite ich in einer kiga ich finde mit diesen dämlichen Masken kann man nicht gescheit arbeiten laufe ständig irgendwo dagegen die kinder verstehen einen nicht und jeden abend totale Kopfschmerzen und Schwindelanfalle zudem noch dieses blöde Gruppen geteilte ich bin im Keller mit 10 kindern ich bin keine gruppenleitung und auch keine Erzieherin wird von mir aber gerade verlangt für jeden schmarn muss ich hoch laufen mit den Kindern mit gehen usw zu dem soll ich noch mit ihnen basteln spielen Vorschule machen raus gehen alles regelmäßig putzen desinfizieren und das alleine dann niesen dich die kinder an oder Husten dich an kommen zum kuscheln mach ich auch schließlich ist man so ein bisschen Mama Ersatz für die kinder schmieren ihren Rotz an dir ab usw

    Es wird viel zu viel verlangt von uns als kiga personal das können wir garnicht schaffen

    Die Zeit die zum putzen desinfizieren weg geht das ist Zeit was den Kindern fehlt die Zeit die ich mit hoch gehen aufs Klo anziehen beim bringen abholen verschwende ist zeit die von den Kindern abgeht zeit die ich zum abspülen von dem Geschirr brauche weil die Küche zu hat ist zeit die von den Kindern abgeht und zu dem was eh schon von den Kindern fehlt brauch ich auch noch zeit um mich auf bastelangebote fingerspiele sachgesprache kreisspiele usw vorzubereiten

    Ich habe keine Zeit mit einem Kind mal memory, Uno oder sonst was zu spielen weil ich nur beschäftigt bin irgendwie den tagesablauf zu Stämmen bin oder mit Einhaltung von den Hygienemasnahmen

    Ich finde entweder man lässt auf dann aber so wie immer keine Garten Teilung mit entsprechender Garten Zeit ist voll stressig jeden tag anders Brotzeit zu machen morgenkreis jeden Tag anders planen und machen das die kinder raus kommen und tag muss man hoffen das man nicht selber krank wird oder ausfällt weil das eigene kind krank ist oder oder oder

    Entweder schließen oder Normalbetrieb alle kinder dürfen kommen die eltern dürfen wieder rein keine gruppenteilung usw

  7. Vielen Dank für Ihr Statement und Ihre Bedenken was die Lehrer und Erzieher im Kontrakt zu den Kindern betrifft.
    Das sie Wirtschaft aufrecht erhalten bleiben sollte, ist mir bewußt und sehe ich auch, aber warum darf ich im Privatleben nur Kontakt zu einer Familie haben und auf der Arbeit mit 70 Familien. Können in den Institutionen Kita und Schule nicht auch Einschränkungen getroffen werden? Das erstmal nur alle Kinder in die Kita und OGS gehen, deren Eltern beide arbeiten? (egal welcher Beruf) zu der Zeit während sie arbeiten? An Schulen könnte die Sek 2 verstärkt Homeschooling betreiben. Mit festen Stunden Zeiten wie im Unterricht über Videokonferenz.
    Mir kommt es so vor, dass es in Schulen und Kitas keine Corona-Pandemie gibt. Wir wurden gänzlich vergessen!!!!!

  8. Erst wenn der letzte Lehrer und Betreuerin infiziert sind werden die Politiker,sehen das es nicht die richtige Entscheidung war. Zeit März wird nur geredet,Millionen in Flughäfen geschoben aber nichts für unsere kinder. Armes Deutschland Kinder für Wirtschaft sagt Merkel toll.

  9. Aber alle wichtigen, verantwortlichen Menschen, wissen ja gaaaaaaanz sicher, dass junge Menschen bzw Kinder das Virus gar nicht kriegen bzw sich nicht anstecken…deshalb sind wir, die in dem Beteich arbeiten auch gaaaaaaar nicht gefährdet… 🙁 Und:Kontakte vermeiden.. Geht super in ner Kita mit 100 Kindern, wo alle Kinder +100 Eltern+ 20 Kolleginnen ein.und aus gehen….. Gaaaaanz klasse…
    Und auch mein Kind, das jeden Tag mit min 60-70 Leuten im Bus eng an eng steht, und mit 800 Leuten die Schule teilt, soll die Kontakte vermeiden?????
    Lächerlich ist das Ganze…

  10. Hallo Juliana ich weiss das die Arbeit sehr schwer ist ich bin Tagesmutter mit 5 Kindern ich betreue die 1 Jährigen die ganz besonders viel Nähe brauchen auch ich habe Angst zumal ich 67 Jahre alt bin wir müssen aber auch die Eltern arbeiten lassen irgendwie müssen wir doch alle unseren Beitrag leisten es ist doch unser Land bleibt alle Gesund und passt auf Euch auf

  11. Sehr schön,dass auch mal die Erzieher genannt werden.In der Kita ist die Nähe zum Kind wesentlich größer, als in der Schule.Wir putzen die Nase,wir wechseln die Windeln,wir trösten,wir nehmen die Kinder in den Arm und wir wiegen in den Schlaf.Wochenlang höre ich im Rundfunkt immer nur das Problem in den Schulen.Wirklich sehr nett, dass wir Erzieher hier mal benannt werden.

  12. Die Politik ist leider sehr Realitätsfremd die sollen doch erst Mal in Schulen und Kitas gehen und sich ansehen wie es da läuft !
    Meine Tochter ist in einer Schule mit über 2000 Schülern da funktioniert weder der Abstand noch die Hygiene , nicht alle Klassenräume haben ein Waschbecken die Toiletten sehen in der Schule leider immer wie Sau aus und die Eltern Zuhause die einer Risikogruppe angehören haben Mal eben Pech gehabt denn man kann ja nicht alle Menschen schützen was ein scheiß .
    Liebe Politiker schaltet bitte Mal euer Hirn ein und regelt es so das alle Menschen geschützt werden und vor allem alle Risikogruppen damit nicht noch mehr daran sterben !!!

  13. Ich bin selbst Erzieherin, 27 Jahre alt und arbeite in einer Krippengruppe. Wegen Vorerkrankungen und einer akuten Krebserkrankung gehöre ich zur Risikogruppe. Ich finde Risikogruppen werden viel zu wenig in diesem Bereich geschützt. Ich bekomme von der Einrichtung ffp2 masken die ich den kompletten Tag trage ohne jegliche Pause, und werde ganz normal in der Gruppe eingesetzt. Für mich ist es klar, dass es keinen 100 prozentigen Schutz gibt am Arbeitsplatz. Aber nur ffp 2 Masken zu stellen und mehr Schutz gibt es nicht für die Risikogruppe finde ich persönlich zu wenig,r allem bei den momentan steigenden Infektionsgeschehen. Ich finde es sehr schade, dass es keine klaren und rechtliche Richtlinien gibt wie Mitarbeiter, die zur Risikogruppen gehören, in einer Kita einzusetzen sind.

  14. Sehr gut. Ich fordere für die Kitas reduzierte Zeiten, wie damals. Wie sollen wir eine Betreuung gewàhrleisten wenn die Erzieher am Limit sind.
    Jetzt wo alle Freizeitbeschàftigungen geschlossen sind lassen die Eltern ihre Kinder noch lànger im Kindergarten. Da kann man ja noch mit mehreren Kindern spielen. Was soll ich zu Hause meinen Kindern bieten…..
    Hat mal jemand an die Erzieher gedacht. Lehrer arbeiten keine 40 Stunden im Schulgebàude.

    • Ja sehr gut gesagt….
      Genau da liegt leider das Problem.
      Auch ich bin Päd aus Leidenschaft….
      Wir verstehen dass die Eltern auch arbeiten müssen aber dabei wird 0,0 an die Leidtragenden in dem ganzen gedacht das sind wir. Wir werden ohne jegliche Rüstung in den Krieg geschickt aber zu 75% der Eltern wissen es nichtmal zu schätzen was wir für opfer dafür bringen oder tun nichts dafür, damit Ihr Kind gesund bleibt . Stattdessen wird fröhlich von einem zum anderen Geb getanzt….. und die Kinder werden Kranke in die Kita gebracht. In der momentane Sit mehr als unverantwortlich. Das ist nur ein Punkt von vielen ….

  15. Ich stimme vielen meiner Vorrednern zu. Seit Monaten wird immer nur über den Schutz von Lehrern diskutiert. Wir Erzieher werden eigentlich immer vergessen. Dadurch werden wir in der Gesellschaft immer weniger anerkannt. Lehrer bekommen Bonuszahlungen, was ist mit den Erziehern? Volle Gruppen, extreme Lautstärke ( haben Lehrer nicht), Nase putzen, Windel wechseln, Popo abputzen ( müssen Lehrer nicht). Die Kitas sollten auf Schließtage und Ferien verzichten, die Schulen hatten ihre Ferien. Vielleicht eine Betreuung für Berufstätige, aber die hatten sie sonst oft auch. Dies soll jetzt nicht gegen die Lehrer sein, denn die werden auch dringend benötigt, sondern das soll nur veranschaulichen, wie hier gedacht wird. Hier geht etwas ganz gewaltig in die falsche Richtung. Wir haben Erziehermangel, aber wenn die jetzt verheizt werden, wer betreut dann die Kinder? Schaltet endlich Mal euer Gehirn ein ihr lieben Politiker und entscheidet nicht Alles von eurem bequemen Stuhl aus, sondern geht Mal einen ganzen Tag in eine Kita oder unterhaltet euch Mal mit den Betroffenen, denn dann würde viele anders denken. Wir, die direkt am Menschen sind, dazu zählen auch die ganzen Pflegeberufe, werden mit wenig Geld bezahlt und andere sitzen in ihrem sicheren Homeoffice oder Büro und verdienen viel Geld. Es muss endlich was geschehen, sonst gibt es keine Zukunft, denn dann ist nicht genügend Personal da um zu Pflegen, um zu betreuen und um zu unterrichten. Darüber sollte Mal nachgedacht werden, denn hier sind die Grundsteine unserer Zukunft.

  16. Ich bin seit 35 Jahren Erzieherin und es ist leider so dass ,wenn es eng wird, die jungen krank zu hause sind und die alten, die gefährdet sind, alles aufrecht erhalten müssen. Wir arbeiten wie die Tiere. Sollen pädagogisch arbeiten, jetzt noch vermehrt putzen und am besten täglich ohne Pausen durch arbeiten. Wir werden von den Eltern gefragt und gelöchert, müssen neue Konzepte aus dem Boden stampfen und mussten auf Urlaub und freie verzichten. Es heißt die Kitas sollen offen bleiben aber keiner schreibt dass wir bei rot Einschränkungen haben. Dies wird uns dann wieder unter die Nase gerieben. Wir arbeiten alle am Limit denn es herrscht Personal Mangel überall in Deutschland. Der übliche Schlüssel würde stimmen wenn alle die auf dem Papier stehen auch da wären. Aber gerade in der Winter Zeit weiß jeder aus der branche dass er eng wird. Und nun sollen wir noch teilen. Das ist nicht machbar auf Dauer, denn wenn nur 1 fehlt geht die Rechnung nicht auf. Wir müssen überall einspringen und laufen auf Hochtouren. Wenn da jemand an Herzinfarkt stirbt kann das auch unter Corona verbucht werden. Es ist einfach ein Witz was und wie mit uns umgegangen wird. Der Staat ver. . . Uns doch. Beifall für Verkäufer. Prämien für kranken pfleger. . . Und Erzieher ? Sind wir nur die blöden, die Verlierer in diesem Spiel? Denkt mal drüber nach ihr Politiker und steckt mehr Geld in die Zukunft. In die Kinder. Der Schlüssel ist wie vor 35 Jahren aber die Arbeit ist 35 mal mehr geworden.

  17. Ich habe lange überlegt ob ich hierzu etwas schreibe. Ich leite einen Waldkindergarten und habe nur den einen Tipp für alle Kitas, die einen Außenbereich haben. Geht raus, raus, raus….. bei jedem Wetter. Den meisten Kindern macht das Wetter nix. Wir spielen und essen draußen solange es einigermaßen geht und nicht zu kalt ist. Basteln und alles andere ist im Moment zweitrangig. So könnt ihr euch und die Kinder schützen. Auch wir arbeiten mittlerweile mit Maske, können diese aber ab und zu auch ablegen wenn kein Kind bei uns ist. Und man spart sich viel Putzerei.

  18. Ich bin selbst Vater , Erzieher und Student der Sozialpädagogik.
    Ich arbeite im Öffentlichen Dienst und habe das große Glück nicht von Kurzarbeit , Arbeitslosigkeit oder dem Ruin zu stehen.
    Trotzdem möchte ich mich mal zu Wort melden.
    Ich frage mich seit dem ersten Lockdown wo die gesamte soziale Arbeit steht und warum niemand seine Stimme erhebt. Einige haben die Realität und Kitas und Schulen ja gut beschrieben.
    Der Schutz für die Kinder und das Personal ist im Alltag nicht zu gewährleisten.
    Bei 25 Kindern in einer Gruppe….wie soll das funktionieren? Kinder rennen und toben, sie freuen sich, sind laut, haben Bewegungsdrang und können keinen Abstand einhalten.
    Soziale Einrichtungen sind aber auch Systemrelevant. Viele Menschen und Familien sind ohne Kitas, Schulen und andere Soziale Guppen aufgeschmissen und überfordert.
    Schön wäre es , wenn die Menschen die politische Entscheidungen für die Bevölkerung treffen, auch wissen, wie die wirklichen Gegebenheiten in den sozialen Einrichtungen sind.
    Wir leisten unseren Beistand, geben unser Bestes, riskieren unsere Gesundheit und werden dabei als selbstverständlich genommen.
    Ich denke die meisten Erzieherinnen und Erzieher gehen mit vielen Hygienemaßnahmen in Ihren Einrichtungen nicht mit.
    Bleibt gesund!

  19. In beiden Wellen des Corona-Virus erhielten die Pädagogen keine Entschädigung als Mediziner. Warum ist das Gesetz geteilt und warum haben sie Schmerzen voneinander? Ohne die Arbeit von Erziehern und Kindergärten können Eltern nirgendwo mit ihren Kindern hingehen und es kommt zum Zusammenbruch. Sie sollten dafür kämpfen, dass alles gleich ist, um den Pädagogen Anreize in Höhe von 1000 Euro zu geben. Weil Pädagogen gefährdet sind.

  20. Das ist alles gut u schön, aber wenn die Kinder nur teilweise geschult werden, wie soll das laufen? Ich bin Mutter und Erzieherin!!!! Welche Regelungen gibt es da, ich kann mein Kind nicht einfach allein zu Hause lassen!!!

  21. Am besten wäre es würde während des November lockdown keiner der in der Kita arbeitet in die Arbeit gehen . Nur das würde etwas nützen. In Wirklichkeit ist es so dass es nur darum geht die Wirtschaft aufrechtzuerhalten. Um es ganz krass zu sagen nur das Geld zählt. Wir müssen den Kopf hinhalten damit die Muttis und Vatis brav der Wirtschaft dienen können und diese keine Verluste macht. Ob ein paar Erzieher Erzieherinnen Kinderpfleger oder Kinderpflegerinnen dabei draufgehen ist vollkommen egal das ist wahrscheinlich der Rechnung nach der kleinere Verlust. Ich bin selber Erzieherin im Landkreis Rosenheim. Wir haben momentan eine Inzidenz Zahl von über 200. Stufe 3 der Corona Ampel wurde bei uns erst bei ca 200 aktiviert. Vom RKI ist das schon ab 50 empfohlen und auch in der Hygieneverordnung so vorgesehen. Seit kurzem gilt Stufe 3 der Witz daran ist das trotzdem ausgeschlossen wurde dass die Kinder niczum testen müssen und weiter mit Erkältungssymptomen die Kita besuchen dürfen. Das heißt effektiv gibt es keinerlei Schutz für uns. Die drehen die a Bestimmungen wie es ihnen grade am besten passt. Dadurch dass wir Masken tragen müssen werden zwar die Kinder vor uns geschützt wir aber nicht wir vor den Kindern. Ich denke alle die im sozialen Bereich arbeiten sollten anfangen ihr Helfersyndrom abzulegen und auf sich schauen. Es kann nicht sein dass unsere Berufsgruppe zum Wohle der Wirtschaft verheizt wird. Ich habe früher sehr gerne in diesem Bereich gearbeitet leider ist das nicht mehr der Fall. Und ich finde auch keine Erzieherin oder Kinderpflegerin sollte sich hier opfern.

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