Erstes Bundesland kündigt an: In den weiterführenden Schulen wird nach den Weihnachtsferien im Wechsel unterrichtet

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HANNOVER. Das erste Bundesland zieht Konsequenzen aus dem Corona-Chaos für den Schulbetrieb nach den Weihnachtsferien: In Niedersachsen soll dann Wechselunterricht stattfinden. Ab Klasse 5 greift dieses sogenannte Szenario B, außer für Abiturienten. Grundschüler werden weiterhin in vollen Klassen, aber immerhin mit Maske unterrichtet. Der Plan gilt bis Halbjahresende am 31. Januar. Anschließend sollen womöglich neue Schwellenwerte greifen. Folgt Niedersachsen dann auch als erstes Bundesland den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für die Schulen?

Die Abstandsregel galt in den Klassenräumen bislang nicht – außerhalb der Schulen aber schon. Foto: Shutterstock

Schon wieder ein Wechsel für Schüler, Lehrkräfte und Eltern, was den Unterricht in Niedersachsen in Corona-Zeiten angeht: Nach den Weihnachtsferien soll der Schulbetrieb am 11. Januar unter Einschränkungen wieder starten, kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag an. Die Jahrgänge 5 bis 12 sollen im Szenario B in geteilten Klassen unterrichtet werden, für angehende Abiturienten der 13. Klasse bleibt es beim Präsenzunterricht, allerdings mit einer Maskenpflicht auch im Unterricht.

Die Grundschulen bleiben im Präsenzbetrieb, jedoch mit einer Maskenpflicht für alle Kinder im Unterricht. Bei Infektionsfällen wechseln auch die betroffenen Grundschulen für 14 Tage ins Szenario B. Diese Regelung gilt bis zum Halbjahresende am 31. Januar.

«Wir erhöhen damit präventiv die Schutzvorkehrungen im Schulbereich und ziehen drei Wochen Sicherheitspuffer ein», sagte Minister Tonne. «Wir geben damit zudem Verlässlichkeit und Planbarkeit bis zum Ende des Schulhalbjahres.» Die Leitlinie bleibe: «So viel Bildung wie möglich, so viel Gesundheitsschutz wie nötig.»

Richtet sich Niedersachsen bald doch nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts?

Für das zweite Halbjahr soll dann wieder nach dem bisherigen Plan – abhängig von den Inzidenzzahlen – entweder mit vollen Klassen oder im Szenario B unterrichtet werden. Möglicherweise werden die Inzidenzwerte, ab denen unterschiedliche Szenarien greifen, noch verändert. Auch das reine Distanzlernen, das Szenario C, soll an einen Inzidenzwert gekoppelt werden. Tonne: „Wir prüfen, das Szenario C – das reine Distanzlernen – auszudefinieren und mit einem Inzidenzwert zu versehen. Und wir schauen zudem, ob wir auch bei den anderen festgelegten Inzidenzwerten Änderungen vornehmen werden. So oder so gilt auch für das kommende Schulhalbjahr, dass wir mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf informieren werden.“

In Niedersachsen gilt seit dem 1. Dezember ein Inzidenzwert von 200 Neuansteckungen auf 100.000 Einwohner in einer Woche als Grenze, ab der Wechselunterricht für Schüler ab der 7. Klasse in einer betroffenen Stadt oder einem betroffenen Landkreis eingeführt werden soll. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hat Niedersachsen – wie alle anderen Bundesländer auch – bislang verworfen. Das RKI sieht ab einem Inzidenzwert von 50 grundsätzlich die Einführung der Abstandsregel im Klassenraum (in der Konsequenz: Wechselunterricht mit kleineren Lerngruppen) und eine Maskenpflicht im Unterricht für alle Jahrgänge vor.

Opposition und GEW kritisieren chaotische Schulpolitik – „Flut an Informationsschreiben und Weisungen“

Die Ankündigung zu den Einschränkungen des Schulbetriebs nach dem Jahreswechsel erreichte Schüler, Eltern und Lehrer nur wenige Tage, nachdem es mehrfach Ansagen vom Land sowie vom Bund zum Unterricht an den verbleibenden Tagen bis Weihnachten gegeben hatte.

Wie das Kultusministerium in Hannover klarstellte, bleibt es bei dem für Niedersachsen festgelegten Ablauf: In dieser Woche findet noch bis Freitag Unterricht statt, wobei es keine Präsenzpflicht mehr gibt und Schüler und Eltern sich für das Distanzlernen entscheiden können. Kinder, die noch in die Schule kommen, auch weil die Eltern kurzfristig keine Betreuung organisieren konnten, werden dort unterrichtet. Am Montag und Dienstag kommender Woche – ursprünglich die letzten beiden Schultage vor den Ferien, gibt es in den Schulen noch eine Notbetreuung, aber keinen Unterricht mehr.

Die Grünen kritisierten die Schulpolitik der Landesregierung in der Corona-Krise. In letztlich chaotischer Weise habe die Landesregierung in den vergangenen Wochen permanent immer neue Regeln erlassen und damit Schulen, Schülerschaft und Eltern völlig verunsichert, erklärten Landesvorstand und Fraktion am Dienstag. Nötig seien endlich eine Langfrist-Strategie und ein Stufenplan für Lockerungen. Der FDP-Abgeordnete Björn Försterling sprach von einem Scheitern der bisherigen Strategie des Kultusministers. Das im Wesentlichen auf das regelmäßige Lüften der Klassenräume gestützte Konzept reiche nicht aus, es müssten Luftreiniger für Klassenräume beschafft und digitale Angebote für Lehrkräfte und Schüler ausgebaut werden.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßte die Pläne des Ministers für den Unterricht bis Halbjahresende, Verlässlichkeit sei bitter nötig. «Unterschiedliche Aussagen aus Berlin und Hannover sowie die Flut an Informationsschreiben und Weisungen haben die Schulbeschäftigten und Eltern entnervt und über Gebühr belastet», sagte GEW-Landeschefin Laura Pooth. «Das muss 2021 dringend abgestellt werden.» News4teachers / mit Material der dpa

Kultusminister wollen die Schulen nach den Weihnachtsferien schnell wieder in den Regelbetrieb nehmen – droht dann bald die dritte Welle?

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54 KOMMENTARE

  1. Zu dem Gesamtbild des Chaos, das erst deutlich wird, wenn der Betrachter ein paar Schritte zurücktritt, gehören auch die Debatten über die Ausstattung von Lehrern mit Laptops in Corona-Zeiten.
    Weshalb hat man den Lehrern nicht eine Pauschale zugewiesen und sie entscheiden dann selbst welchen Rechner sie sich zulegen?
    Die Wissenschaft wird so lange bemüht, so lange die Interessen der Politik deckungsgleich sind. Wissenschaftsfeinde sind eher unter Leuten zu finden, die Schulunterricht unter Sonstwas rubrizieren, den Verlust mathematischer Kompetenz unerheblich finden und die Wissenschaft nur dann bemühen, wenn sie gerade als Stichwortgeber passt, um sich dann wieder bei jedem nicht genehmen Einwand von Wissenschaftlern die Ohren zuzuhalten. Aber anschließend heißt es dann wieder, wir haben es nicht gewusst. Wie die 3 Affen:
    “Nichts Sehen, Nichts Hören und vor allem nichts sagen.”
    Die Kultusminister gehören auch zu denen, die die Speisekarte für das eigene Übergewicht verantwortlich machen.

    • Und dann soll Lieschen Müller die Kompetenz (und den Willen) haben, sich mit digitalen Endgeräten zu beschäftigen? Es tut mir leid – ich bin in der Schule für die EDV verantwortlich und sehe tagtäglich, dass ein nicht kleiner Anteil der Lehrerschaft von Technik nur sehr wenig (nicht wertend gemeint, das sind gute Lehrer die ihren Job größtenteils lieben) Expertise aufweisen kann. Aus meiner Sicht sollten die EDV-Verantwortlichen (wenn vorhanden) in Absprache mit der Schulleitung diese Geräte anschaffen, immerhin weiß dieser Personenkreis am besten, wie diese Geräte am besten mit dem Schulnetzwerk/Schultechnik „harmonieren“… ansonsten hat man das gleiche Chaos, wenn man jeden Schüler irgendeinen Taschenrechner seiner Wahl privat anschaffen lässt – Chaos pur im Unterricht.

      • Und es gibt genug andere Kollegen, die diesen Kollegen auch helfen… die IT-Leute sind häufig sogar NICHT die erste Anlaufstelle, weil bei vielen dieser – meine Erfahrung – leider das Verständnis fehlt jemandem etwas zu erklären, der keinerlei Ahnung von der Materie hat. Wenn dann mit Fachbegriffen um sich geschmissen wird, wundern die sich am Ende noch, dass der Fachfremde um Hilfe Bittende nichts kapiert hat.

        Sorry, ich möchte momentan definitiv nicht auf Kollegen eindreschen, aber das sollten sich einige IT-ler mal zu Herzen nehmen.

        Erholen Sie sich gut.

        • In den meisten Schulen, die ich kenne, sind ganz normale Lehrer die „IT-Spezialisten“…mit minimalsten Anrevhnungsstunden. Wir wissen also sehr gut, was wir Lehrer benötigen!

        • Das Umherwerfen mit Fachausdrücken ist aus meiner Sicht eher ein Zeichen von Unsicherheit.
          Das mit den nicht oder wenig vorhandenen Anrechnungsstunden ist noch das geringste Problem.
          Insbesondere an Grundschulen wird der Kollege oder die Kollegin oft deshalb zum/r IT-Beauftragte/n weil er oder sie als letzte(r) in Deckung gegangen ist. Zitat eines Mitarbeiters des staatlichen Schulamts, Bereich IT-Support.
          D.h. diese Kollegen und Kolleginnen nehme die Aufgabe trotzdem an und versuchen sie so gut es geht zu erledigen. Aber studiert haben sie Pädagogik: Lehramt für Grundschulen.

      • Ich habe in 70 % der Räume weder einen Beamer, eine Digitale Tafel, einen Rechner, kein W-lan und auch keine Netzwerkdose. Wie soll man denn da digitalen Unterricht anbieten. Privat nutze ich die Technik sehr, mein Zuhause ist schon smart, ich telefoniere im Ausland über meine Fritzbox kostenlos, kann auf meine heimischer Festplatte zugreifen und und und. Selbst das wird mir in der Schule verwehrt, aus irgendwelchen Gründen.

      • welcher Lehrer hat denn kein Smartphone, Tablet, Laptop und oder PC? Meine Frau ist 66 Jahre alt und wir haben seit Commodore 64 schon immer Computertechnik eingesetzt und die Lehrer die wir kennen auch. Sicher nicht in dem Umfang, wie wir aber Lehrer ohne IT Kompetenz gibts es nicht! Und natürlich kennen die Android und Windows oder auch Mac! Mein Arbeitgeber die DB-AG hat letztes Jahr fast das gesamte Personal mit Diensttablets oder Dienstsmartphones ausgerüstet! Das hat jetzt einen enormen Zusatzwert bekommen. Tablet gehören zur Grundausstattung von Schulen, Lehrern und Schülern. Wer das bis jetzt immer noch nicht begriffen hat sollte sich in seine Steinzeithöhle zurückziehen und ein Feuer machen….

  2. Für den Abiturjahrgang – den 13. Jahrgang – bleibt dann alles beim Alten, vollumfänglicher Präsenzunterricht im Kurssystem mit Kontakt zu fast 100 Haushalten.

    Gratuliere, dass nennt man gelebten ‚harten‘ Lockdown bei hohen Inzidenzwerten!

    Bitte nicht vergessen, die Schulen sind sicher, ‚Kinder‘ = volljährige Jugendliche sind sicherlich nicht infektiös und bitte darauf achten, dass niemand der Schul-Beteiligten getestet wird, denn Quarantäne-Verfügungen vermasseln die Statistik.
    Bitte, wir wollen doch weiterhin den schönen Schein wahren!
    *Ironie off*

    • Da derzeit noch an GY das G8 das Maß der Dinge ist, ist der 13. Jahrgang wohl als Fingerzeig von Ihnen zu deuten. Es kann ja nur bedeuten, dass die Q2 wiederholt werden muss.

      • @dickebacke
        Bitte korrekt und umfänglich obigen Artikel lesen:
        „… für angehende Abiturienten der 13. Klasse (!!!!) bleibt es beim Präsenzunterricht, allerdings mit einer Maskenpflicht auch im Unterricht.“

        Sorry, Sie kennen die Gegebenheiten in Niedersachsen nicht!

        An den Gymnasien in Nds. legen 2021 zum ersten Mal die G9-Jahrgänge ihr Abitur ab. – Dementsprechend fiel das Abitur 2020 wegen der Umstellung von G8 auf G9 – zumindest an Gymnasien in Nds, aus. IGS in Nds. hatten schon vor G8-G9-Umstellung IMMER 13 Jahre bis zum Abitur. Nur mal so zur Info. –

        Q2 wird sicherlich nicht wiederholt werden, oder bitte WO sollte dann der NEU GENERIERTE 14. Jahrgang unterrichtet werden und von WEM?
        Bei solchen Szenarien mit Wiederholung von Q2 für komplette Jahrgänge können Sie aber davon ausgehen, dass alle Eltern mit ihren Rechtsanwälten vor das Verwaltungsgericht ziehen.
        Bevor dies eintritt, dann eher Gedanken über Notabitur machen.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Notabitur

        • Ändert es etwas daran, dass das erste Halbjahr der Q2 vor den Weihnachtsferien endet und die 13.2 im April und zu diesem Zeitpunkt die Zulassung zum Abitur erreicht sein muss?

          Die Termine und formalen Aspekte der Abizulassung müssen von der KMK ins Auge genommen werden, ebenso die der sonstigen abschlussjahrgänge.

          Dass die Gesamtschulen – sowohl KGS als auch IGS – auf 13 Schulbesuchsjahre bis zum Abi ausgerichtet sind, habe ich doch angesprochen.

      • @dickebank: Niedersachsens Gymnasien haben derzeit einen regulären 13er Jahrgang, der kommendes Frühjahr in die Abiturprüfungen geht. Es handelt sich um den ersten G9-Jahrgang nach der Aufgabe von G8.

  3. Oha Herr Tonne– Es gibt tatsächlich einen Plan? So lange im Szenario B dann auch Maskenpflicht herrscht, wäre das tatsächlich mal nen Ansatz….

  4. Mein Gott wir sind noch nicht Mal richtig in den Ferien,und die machen sich schon wieder alles verrückt was am 10 Januar ist. Können wir nicht erst Mal warten wie sich alles entwickelt.

    • Abwarten und Tee trinken hat uns in den Total-Lockdown Lockdown geführt.

      Einen Plan zu haben ist nicht schlecht.
      Andere Bundesländer sollten sich mal eine Scheibe abschneiden.
      Sie haben es nötiger.

  5. Dennoch: Meiner Meinung nach genau die falsche Leitlinie in einer weltweiten Pandemie. Es sollte lauten: So viel Gesundheitsschutz wie möglich, so viel Bildung wie nötig.

    (Anderersherum klingt natürlich toll und ist auch leicht zu entscheiden, wenn man selbst von diesen seinen Entscheidungen nicht betroffen ist bzw. diese nicht ausführen muss.)

  6. Sicherlich ist es ganz „natürlich“, dass in einem Magazin für Lehrer und Erzieher hauptsächlich nur die Sichtweisen und Interessen der Lehrer und Erzieher berücksichtigt werden. Das sind aber nicht die einzigen Sichtweisen und Interessen, die es gibt. Darauf möchte ich als Lehrkraft doch auch mal hinweisen:

    „Der Kinderschutzbund erinnerte daran, dass ein harter Lockdown für alle Familien eine große Herausforderung sei – es gebe jedoch soziale Unterschiede, die die Politik wahrnehmen müsse.

    „Wer Haus und Garten hat, dem fallen die Kontaktbeschränkungen sicherlich leichter als Familien, deren Wohnverhältnisse beengter sind“, sagte Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, unserer Redaktion. Letztere seien oft die vielfach beklatschte Kassiererin oder Krankenpflegerin, deren Einkommen nicht ausreiche, um eine Familie zu ernähren und die auf Sozialleistungen angewiesen sei.“
    https://www.morgenpost.de/politik/article231140412/Lockdown-Schule-Kita-Geld-Notbetreuung-Geld-Corona-Eltern.html?utm_medium=Social&utm_campaign=echobox&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR1GjSKxvjs_QiBw2jBhzEKM1ijROinQWm8XKIwgt-z3EQNWbX_v669LU10#Echobox=1608021034

    • Auch der Kinderschutzbund sollte aufhören, sich den Realitäten zu verschließen. Beengte Wohnverhältnisse sind nicht erst im Lockdown ein Problem – sie sind es erst recht im Infektionsgeschehen. Die Familien, die angeblich durch weit offene Schulen geschützt werden sollen, werden so als erste ins Feuer geschickt.

      Hier nachzulesen: https://www.abendblatt.de/hamburg/article231143828/Coronavirus-Hamburg-Aermere-leiden-staerker-Kliniken-Infektionsrisiko-Zahlen-Sozialindex-Status.html

      Hier auch: https://www.zeit.de/2020/49/soziale-ungleichheit-corona-ansteckungsgefahr-arm-reich?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F

      • @Bernd, auf welchem Kindergartenniveau argumentieren Sie denn? 😉

        Nur weil gewissen Familien sonst schon immer benachteiligt sind, sollen sie auch jetzt ruhig weiterhin benachteiligt bleiben. Das ist Ihre Logik?

        Wie bereits mehrfach geschrieben, sind ja die Schulen keine Infektionsherd laut Aussagen etlicher Experten. Insofern werden dort Kinder gewisser Familien auch nicht ins Feuer geschickt. Diese Schlussfolgerung beruht ja auf einer falschen Annahme. Die jetzigen Schulschließungen verhindern/mindern also lediglich das Ansteckungsgeschehen auf dem Weg zur Schule und zurück für die Kinder. Der Lockdown minimiert die Ansteckungsgefahr im sonstigen öffentlichen Raum.

        Übrigens wurde in einer Talk-Show dieser Tage von dem ehemaligen Kulturstaatsminister (o.ä.) Nida-Rümelin gesagt, der Lockdown (weltweit) würde zu 30 Millionen Hungertoten führen, weil Hilfen nicht mehr ankommen usw. DAS scheint Ihnen ja egal zu sein, Bernd.

        • Noch nicht genug geheuchelt? Jetzt werden sogar Hungertote weltweit angeführt, um die Schulen in Deutschland nicht schließen – und das eigene Versagen nicht eingestehen – zu müssen.

          Geht’s noch absurder? Vielleicht sind die Schulschließungen auch für die Kriege in der Welt verantwortlich. Und für den Klimawandel. Für den Rechtsradikalismus in Deutschland. Und den Klopapiermangel im Lockdown.

          Und nein, meine Logik ist nicht, dass arme Familien benachteiligt bleiben sollen.

          Meine Logik ist, dass es nicht reicht, sich selbst zum Retter der sozial Schwachen zu ernennen – und einen Teufel tut, um sie vor Infektionen in Schulen zu schützen, sondern sie auch noch hineintreibt.

        • @Oka

          Liebe(r) Oka,
          „@Bernd, auf welchem Kindergartenniveau argumentieren Sie denn? “
          Das ist doch gar nicht Ihr Niveau, Oka?

          Dafür kann ich dieses Mal keinen LIKE geben, sehr schade.

          Liebe(r) Oka,
          völlig unklar bleibt leider die von Ihnen lediglich suggerierte Kausalverbindung von Titel und Inhalt des obigen Artikels einerseits und die von Ihnen ins Spiel gebrachten Hungertoten andererseits.

          Liebe(r) Oka,
          es fällt Ihnen noch schwer, die formalen Regeln einer Argumentation zu befolgen.
          Gleichwohl ist Ihr ungebremster Eifer zur aktiven Beteiligung sehr positiv zu werten.
          Bitte nutzen Sie gewinnbringend die Lern- und Förderempfehlung. Sicher werden wir uns gemeinsam schon bald an ersten Erfolgen erfreuen können und können uns dann weiteren Arbeitsschritten und -methoden sowie weiteren rhetorischen Mitteln zuwenden.
          Sollten Sie zusätzliches oder vertiefendes Übungsmaterial benötigen, so können Sie jederzeit um Hilfe bitten, denn Sie befinden sich hier glücklicher Weise in einem Forum für Lehrkräfte.
          Sollten Sie weitere Betreuung benötigen so ist auch das kein Problem, denn hier lesen/schreiben neben Lehrkräften auch Betreuer/Kita-Pädagogen, Sozialarbeiter …
          Sollten Sie jedoch eine warme Mahlzeit wünschen – egal ob für Sie selbst oder für die Hungernden in aller Welt – so wird das leider nicht möglich sein. Lediglich Links zu gastronomischen Betrieben sind hier im Bereich des Machbaren.

          Liebe(r) Oka,
          bitte entziehen Sie sich nicht (wieder) der Diskussion an einem wirklich interessanten Punkt, denn das wäre dann ja schon wieder ein „Cliffhänger“ – ja, der letzte ist ja noch gar nicht lange her – es wäre sogar schon „Cliffhänger 3“ und dann würden Sie womöglich noch von Hollywood abgeworben!
          Wer könnte Sie jemals ersetzen?

          Bitte erhellen Sie uns themenbezogen.
          Gehen Sie uns im Hinblick auf eine herausragende Diskussionskultur voran wie ein helles Licht in dunkler Nacht.

          Oka,
          die Welt braucht Sie – jetzt!

    • Ein berühmter Kinderschützer hat einmal gesagt, dass es für Kinder auch sehr schlimm ist, wenn sie Verwandte an schweren Krankheiten verlieren. Hab seinen Namen leider vergessen, daher keine Quellenangabe.

    • @Oka

      … die ‚Wohnverhältnisse‘ in 6 Brettern zugeschnitten auf die Körpermaße, versenkt in 2 Meter tiefe kurz hinter der Kirche – sind noch beengter -!!!

      Bei Stand heute 952 Toten (16.12.2020) und dem Bekanntwerden erster Triagen in sächsischen Krankenhäuser gibt es WICHTIGERE DINGE/FAKTEN im Rahmen des fortschreitenden Infektionsgeschehens!

      Triage – siehe NTT-Meldung vom 16.12.2020 um 08:11 Uhr
      +++ 08:11 Klinik in Sachsen bestätigt Triage +++
      Einem Medienbericht zufolge hat erstmals ein ärztlicher Direktor in Deutschland bestätigt, dass in seiner Klinik Ärzte vor der Entscheidung stehen, welchen Corona-Patienten sie helfen und welchen nicht. Gegenüber t-online.de bestätigte Dr. Mathias Mengel, Ärztlicher Direktor des Klinikums Oberlausitzer Bergland gGmbH, dass im Krankenhaus im sächsischen Zittau schon mehrfach triagiert werden musste. Es haben nicht genug Beatmungsbetten zur Verfügung gestanden, sagte Mengel dem Portal. „Wir waren in den vergangenen Tagen schon mehrere Male in der Situation, dass wir entscheiden mussten, wer Sauerstoff bekommt und wer nicht.“ Es werde versucht, den Patienten, für den es keine Versorgung gibt, in eine andere Klinik zu verlegen. „Aber wir sind im Epizentrum, manche Häuser nehmen gar nicht mehr auf“, so Mengel.

      Hoffentlich werden die vielen Querdenker in Sachsen nun endlich wachgerüttelt, wenn sie hilfesuchend vor verschlossenen Klinikpforten stehen!

  7. Wechselunterricht bei einer Inzidenz von 200+ ist vollkommener Irrsinn. Haben die denn gar nichts aus den vielen Toten der letzten Wochen gelernt?

    Wenn dann zudem zwei Klassenhälften im Wechsel kommen, aber die LuL die gleichen sind, dann hat das Virus eine gute Chance, beide Hälfren zu erwischen.

    Wechselunterricht ist eine Option vielleicht von 35 bis 50, darüber gibt es keine sinnvolle Alternative zum Distanzunterricht, es sei denn, man will schnell den nächsten Lockdown haben.

    Grundschulen sind ebenso Treiber der Pandemie… warum da wieder alles ungeschützt? Masken bringen gar nichts, wenn man viele Stunden in einer Aerosolwolke sitzt, die im Januar (also kalt!) sicher nicht überall angemessen weggelüftet werden kann und wird.

  8. Soll das ein Witz sein, der Lockdown geht erst richtig ab morgen los, und schon heute wird von den ersten Bundesland schon über Veränderungen im Januar gesprochen. Wollen wir nicht erstmal warten, wie sich die Corona Zahlen entwickeln? Der Fehler ist im Frühjahr schon einmal gemacht worden seitens der Politik. Da haben sich alle mit Lockerungen übertroffen. Das Ergebnis haben wir jetzt. Bitte nicht nochmal das Ganze.

    • Jetzt schon einen Plan zu entwickeln wie es nach den Weihnachtsferien weitergehen soll, finde ich persönlich nicht nur sinnvoll sondern auch zwingend geboten.

      Dabei sollte es sich aber ebenso zwingend um PLÄNE nicht nur einen PLAN handeln, denn noch kann keiner wissen, wo die Infektionslage bundesweit, länderweit oder regional steht.

      Und sinnvoll betrachtet können diese Pläne auch nur dann, wenn a) die Grenzwerte für das Szenario mit definiert sind und b) wenn die Gültigkeit (Bundesland oder regional auf Landkreis/Kreisfreie Stadt) definiert sind.

    • @Minky

      Nein, das soll kein Witz sein.
      Das wäre dringend geboten und erforderlich und außerdem schon ziemlich spät.
      Es wäre klug gewesen, wenn diese Pläne (ja, Mehrzahl – das hat @Mutter aus HH schon ganz treffend angemerkt) schon lange fertig wären und man sie zum gegebenen Zeitpunkt aus der Schublade holt.

      Nebenbei:
      Jeder (!) Lehrer und auch schon Referendare leisten das in ihrem Alltag, weil es gefordert wird, mehrere Pläne zu haben, das Zauberwort heißt „Binnendifferenzierung“.
      Wir erinnern uns mal an so markige Sprüche wie „Kein Kind zurücklassen!“ und „Jedes Kind da abholen wo es steht!“
      Die Sprüche wurden von den KMs schon vor ungefähr 20 Jahren rausgehauen, denn das können die: Sprüche klopfen.
      Für die Ausführung vor Ort sind dann die doofen Lehrer schuld und wenn es nicht klappt, dann waren die eben wieder ZU doof … Kennt man ja. (Ironie!!!)

      Und da draußen sind halt viele Leute die das glauben – aus welchen „Gründen“ oder persönlichen Frusterfahrungen auch immer.

      Schule ist ein großes System und dementsprechend störanfällig und auch noch schwerfällig.
      Da macht man nicht mal so eben was und dann ist es am Ende der ganz große Wurf.
      Stellen Sie sich das System Schule bildlich so vor wie einen riesengroßen Öltanker. Den kriegen Sie nich so leicht manövriert wie ein Einpersonen-Paddelboot.

      Aber ich teile Ihren Wunsch „Bitte nicht nochmal das Ganze.“
      Ich fürchte allerdings, wir werden beide enttäuscht – für mich persönlich käme das aber nicht überraschend.
      🙁

  9. ENDLICH!!! Das erste Bundesland, was zumindest bereits jetzt eine Planbarkeit bis zum Halbjahr gibt.

    Ich hoffe, das Herr Tonne, wie versprochen, die Vorbereitungen fuer alle Szenarien voran treibt.

    Dies haette jedoch schon nach dem 1.Lockdown passieren muessen.

    ABER!!!Lieber spaet, als nie!!!

    Ich hoffe, das alle anderen Kultusminister *innen ihm folgen und somit ihren Beitrag zum Wohle der Kinder, Lehrer und Familien leisten werden.
    Das es ab sofort ein MITEINANDER gibt!!!

  10. Appell von Prof. Dr. Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, heute in der Bundespressekonferenz:

    „Und an die Schulen: Nutzen sie die kommenden schulfreien Wochen um sich auf die Zeit danach vorzubereiten, damit der Schulbetrieb hoffentlich im Januar wieder sicher aufgenommen werden kann. Setzen sie die umfangreichen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts um.“

    • @Mutter aus HH: „Und an die Schulen: … Setzen sie die umfangreichen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts um.“ – Mir ist nicht ganz klar, worauf sich diese Aussage von Herrn Wieler bezieht, die Schulen setzen alles um, was für sie umsetzbar ist – aber dass sie diese Empfehlungen teilweise bzw. überwiegend nicht umsetzen dürfen, wie etwa eine Klassenteilung und Wechselunterricht ab einer 7-Tage-Inzidenz oberhalb von 50 oder eine allgemeine Maskenpflicht (auch) im Unterricht, liegt doch gar nicht in der Verantwortung der Schulen???

    • „Und an die Schulen..“ H.Wieler hätte an die Landespolitiker und die Kultusminister appellieren sollen, damit sich diese im neuen Jahr nicht wieder hinter Phrasen verstecken und allen insbesondere den Eltern klar ist, wer-bisher ohne Plan B oder C- für den Zickzackkurs a la Gebauer an den Schulen verantwortlich ist. Diese Woche machen meine Kolleg☆innen wieder viele Mehrstunden in der Grundschule: Am Wochenende Mails und Elterngespräche, um zu klären wie es in der letzten Woche läuft, in der Woche morgens Präsenzsunterricht, danach Unterrichtsvor- und nachbereitung und zusätzluch noch Fernunterricht /Videokonferenz mit den SuS die zu Hause unterrichtet werden, immer noch mit der selbst angeschafften Hardware.

  11. Die Vorgehensweisen sind 16 Ländersachen und scheinbar weiß (kann) es am Tag 1 bereits jetzt schon jeder KM besser.

    Heutige Fakten:
    – 952 Tote an nur einem Tag. (allerdings Zahlen Sachsen von Montag wurden nachgemeldet)
    – Inzidenzzahl sinkt nicht.
    – Sächsische Klinik bestätigt bereits Triage

    Die Uni des Saarlandes nutzt einen Covid-Simulator und schätzt die Infektionsentwicklung während des Lockdowns ab (nach Bundesländer) und stellt den aktualisierten Report einmal wöchentlich ein.
    Ziel:
    • Behörden, Politikern und dem Gesundheitswesen helfen, den Verlauf der aktuellen SARS-Coronavirus-2 Pandemie kurz- und mittelfristig besser abzuschätzen und die Kapazitäten zu planen. Weiterhin können von diesen Personenkreisen der Einfluss von Nicht-Pharmazeutische Interventionen (NPIs; z.B. Ausgangssperre) abgeschätzt werden und diese damit entweder rechtfertigen oder auch deren Aufhebung begründen.
    • Zum anderen kann das vorgestellte Modell verwendet werden, um der Bevölkerung zu veranschaulichen, welchen Einfluss die Interventionen auf den Infektionsverlauf haben und sie dadurch in den Maßnahmen bestärken.

    „… 2 Tage nach der Schulöffnung vom 04.05.2020, stieg der R(t) Wert im bundesdeutschen Schnitt um ca. 13% auf 0.716…“

    „Schulschließungen: Reduktion von R(t) im Schnitt um ca. 31% von 2.78 auf 1.92(p-Wert < 0.001)"

    aus: "Mathematische Modellierung und Vorhersage von COVID-19 Fällen, Hospitalisierung (inkl. Intensivstation und Beatmung) und Todesfällen in den deutschen Bundesländern"

    https://covid-simulator.com/wp-content/uploads/2020/12/Report_2020_12_09.pdf

  12. Einfachere Schätzung:
    Zum Absenken der Infektionszahlen ist laut RKI eine Absenkung der Kontakte um etwa 60& erforderlich.
    Hauptsächliche Begegnungsorte
    – Privatbereich (Besuche, Feiern usw.)
    – Freizeit (Sport, Museum, Theater, Kneipe, Lokal)
    – Öffentliches Leben (öffentlicher Nahverkehr, Schulen, Behörden)
    – Betriebe
    – Einzelhandel
    Jeder Bereich also etwa 20% der Kontakte

    Lockdown Light:
    – Privatbereich 10 % von 20%,(nicht mehr da die uneinheitlichen Regeln zu geringer Akzeptanz führen)
    – Freizeit 20% von 20%
    – Öffentliches Leben 0% von 20% (Die Schulen und Busse sind sicher)
    – Betriebe 0% von 20%
    – Einzelhandel 10% von 20%
    Summe: 40% weniger Kontakte => reicht offensichtlich nicht!

    voller Lockdown:
    – Privatbereich 15 % von 20%,(da einheitliche Regeln hoffentlich besser angenommen werden)
    – Freizeit 20% von 20%
    – Öffentliches Leben 15% von 20% (Die Schulen sind zu und Busse sind deutlich leerer)
    – Betriebe 0% von 20%
    – Einzelhandel 15% von 20%
    Summe: 65% weniger Kontakte => sollte eigentlich reichen.

    Leider kam der Lockdown so spät, dass man mal wieder keinerlei Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Schulschließungen erhalten wird.
    Der mögliche, positive Effekt der Schulschließungen wird durch den Ausnahmefall Weihnachten / Silvester wohl aufgefressen.
    Fazit: Schulschließung hatte keinen Effekt.

    Hätte man von vor 4 Wochen auf Distanz- und Hybridunterricht mindestens ab Klasse 8 gewechselt, dann hätte man nach 14 Tagen unter Normalbedingungen eindeutig gesehen ob es was bringt.

  13. Was ist mit Förderschulen, sind die außen vor? Da höre ich garnichts. Vorab: ich habe nichts gegen Szenario B, wenn mein Kinder normal entwickelt wäre. Aber da mein Sohn durch frühkindlichen Autismus+geistiger Behinderung sowohl Unterricht als auch Betreuung brauch käme Szenario B für mich nicht in Frage. Kann ihn ja die Woche darauf nicht alleine lassen. Arbeiten muss ich auch noch.
    Wenn ich das so verstehe mal auf den Papier würde die Förderschulklasse 1 bis 4 in den Präsenzuntericht gehen und der Rest 5 bis 12 in den Wechselunterricht. Da stelle ich mir das
    Chaos richtig vor, weil die Kinder an unserer Förderschule (Klasse 1 bis 12) mit Schultaxis
    abgeholt werden und zwar aus dem Bereich, wo sie wohnen. Wechselunterricht (die meisten haben übrigens Förderbedarf geistige Entwicklung) halte ich für sehr ungebracht. Wenn sich Eltern dafür selber entscheiden für den Wechselunterricht, bitte dann sollen sie es machen. Wir haben in der Förderschule
    kleine Klassen von 5 bis 12 Kindern.

    • Und meine Gedanken sind Wirklichkeit geworden. Mail von unserer Förderschule: Klasse 1 -4
      bleibt im eingeschränkten Regelbetrieb und Klasse 5 bis 12 geht in den Wechselbetrieb.
      Herr Tonne, das ist ja wohl komplett daneben. Wir sprechen hier von einer Förderschule, die
      teilweise Kinder mit einer Mehrfachbehinderung haben und nicht von einer weiterführenden Regelschule wie Haupt-, Real-, Gesamtschule und Gymnasium. Klasse 1-4 sind weiterhin gut
      betreut durch den eingeschränkten Regelbetrieb. Und ab Klasse 5 dürfen Eltern zusehen wie sie ihre Kinder in der Homeschooling-Woche betreuen. Homeschooling bei behinderten Kindern klappt kaum bis überhaupt nicht. Viele Eltern müssen auch noch arbeiten. Von Klassen 1 bis 4 klappt das, weil sie ja betreut sind in der Schule und ab 5. Klasse dürfen die
      Eltern zusehen, wie sie es auf die Reihe kriegen. Man darf eins nicht vergessen, Kinder von Klasse 1 bis 12 haben vieles gemeinsam: Es spielt kaum eine Rolle wie alt sie sind. Die meisten müssen nämlich betreut werden und können nicht alleine zu Hause bleiben.

  14. Ich finde es gut, daß endlich sich das 1. Bundesland Gedanken macht, wie es nach den Winterferien weiter gehen soll. – Meine Bitte: bringt endlich Orndung in die Sache mit einem roten Faden. Vor allem bringt Ordnung in die Digitalisierung – für jeden Schüler ein Tablet – funktionierende Server, die nicht abstürzen – vernünftigen digitalen Unterricht.

    [U]Idee:[/U]
    Jeder Schüler erhält ein Tablet – zum Schuljahres-Ende werden diese eingesammelt zum Durchchecken – am Schuljahres-Anfang werden die wieder ausgeteilt. Es muss eine Versicherung erstellt werden, die günstig ist, falls aus Versehen doch noch ein Schaden entsteht – Eltern, die Wohngeld usw erhalten, bekommen Zuschüsse über das Bildungs- und Teilhabe-Paket. An der Schule MUSS es mindesten 2-3 sog Admins geben, die ihr Wissen weiter geben an die Kollegen und bei kleineren Problemen eingreifen können. Auf dem Tablet (das Betriebssystem Linux ist im Übrigen kostenlos) sind sämtliche Bücher u Programme (LibreOffice ist kostenlos wie einige andere Programme auch) drauf – es können Hausaufgaben usw. darauf erledigt werden. Zeitgleich wird eine vernünftige Kommunikationsplattform aufgebaut. Da die Schulbildung kostenlos sein sollte, müssen die Instandhaltungs-Kosten usw von den jeweiligen Länderministerien oder Bundesministerium übernommen werden. Und dann, aber auch nur dann kann die Digitalisierung in den Schulen auch Einzug halten – und im Unterricht angewendet werden.

    Das ist das, was ich von jedem Kultusminister einfordere.

    Unsere KM Prien bringt nichts ausser der Forderung an Präsenzunterricht und das funktioniert nicht. Einzig und allein in den Abschlußklassen MUSS ein Präsenzunterricht erfolgen, der Rest digital. Und wenn es kein Präsenzunterricht mehr gibt bis zu den Prüfungen, wie es sich schon jetzt heraus kristallisiert aus den diversen Äußerungen der jeweiligen Politiker – dann können die Kultusminister auch gleich sagen:

    Alle wiederholen das Corona-Schuljahr inkl der Hochschulen mit ihren BaFögs usw. – Punkt.

    Hier bei uns in SH ist es einfach nur noch chaotisch. Digital-Unterricht findet nicht statt, weil der Großteil der Lehrer sich um einen Präsenzunterricht zwischen Klassen 5 und 7 kümmern muss – die können gar nichts dafür, da sie auf Anweisungen handeln. Die Klassen 8 – 13 erhalten Aufgaben, das wars. Von meinem jüngsten Sohn – Klasse 9 – gab es jetzt 1 x Latein – Online-Unterricht – das wars. Der Große: sie haben die Vor-Abi-Arbeiten geschrieben und es läuft nichts mehr…..

    Ehrlich gesagt, tun mir die Lehrer leid, die in diesem ganzen Wahnsinn zu sehen müssen, wo sie abbleiben, damit sie allen gerecht werden.

    Ich wünsche trotz all dem Wahnsinn ein Friedvolles Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins Neue Jahr und kommen Sie gesund durch die Zeit.

    • @Rose

      Danke für die differenzierte Sicht auf die aktuelle Lage und für Ihr Verständnis der daraus resultierenden Probleme.
      Danke auch für die guten Wünsche.

      Auch für Sie und Ihre Familie alles Gute!

  15. Sehr schön.

    Jetzt steht ein Plan, mit dem Lehrer und Eltern Gewissheit haben.

    Hoffe, dass andere Bundesländer auch zeitnah einen längeren Plan veröffentlichen.

  16. Ich habe für meine SuS ab Freitag bis einschließlich Sonntag Abend in Moodle ein attraktives Angebot erarbeitet. Jetzt ist seit Montag der Server in Hildesheim überlastet und Niedersachsen wird erst am Freitag den Server überarbeitet haben. Das ist sehr bildungsfern….

    • @Erich. Oh ja. Bin genau daran am heutig Tag gescheitert. An Moodle-und diesem Server in Hi-Town. Habe 20 Minuten für die Einwahl in die Videokonferenz gebraucht. Feedback-Möglichkeiten hinterlegt, Arbeitsauftrag mit Verlinkung…. Und stellt Euch vor: keiner kommt rein. Für eine einfache Mitteilung bei Moodle braucht man 5 Minuten…. Ich habe Sprachmitteilungen hinterlegt, dass die SuS doch dann am Abend wenigstens die Aufgaben aufrufen sollen…. Toll

  17. Alles schön und gut. Nur Grundschulen und Kindergärten sind dann weiter unzureichend geschützt. Zumindest bis zum Halbjahr wäre es sinnvoll, Eltern zu befragen, ob Szenario B machbar wäre. An einigen Schulen wird dies sicher möglich sein. Der Winter ist für das Infektionsgeschehen noch mal eine besondere Herausforderung. Nehmt den Gesundheitsschutz der Kinder und ihrer Angehörigen ernst!
    Zum Schutz des Personals der Kindergärten sollte dringlichst an die Eltern appellieren werden, offen für eine zeitweise häusliche Betreuung zu sein. Es geht tatsächlich bei vielen Eltern. Und es gab auch im ersten Lockdown Kinder, denen mehr Zeit zu Hause sichtlich gut getan hat. Es gibt Elternhäuser, die das leisten können und wollen. Nutzt diese Ressource zur Entlastung der Situation in den Kindergärten. Es sind bereits viele Erzieher erkrankt. Ob direkt an Corona oder Ausfall durch verschiedene Erschöpfungssymptome, die dieser permanenten Belastung geschuldet sind. Wenn sich das Alles potenziert, muss die Einrichtung auch auf eingeschränkten Betrieb oder Schließung umstellen. Also besser präventiv und kreativ nach Alternativen suchen! Gesundheitsschutz für Alle!!

  18. Abwarten. Wer jetzt schon was sagt hat es immer noch nicht verstanden. Bei den Zahlen darf einfach keine Schule mehr öffnen außer zur Notbetreuung. Und dann wenn die Zahlen passen in Wechselbetrieb unter Aussetzung der Präsenzpflicht bis alle geimpft sein können die wollen. Der Rest ist definitiv kein Schutz von Familie, kein Recht auf Unversehrtheit. Einfach keine Verantwortung.

  19. Bei Frau Gebauer wird hier bei news4teachers heftig beanstandet, dass sie sich nicht nach den Vorschlägen des Kinderschutzbundes richten will (Ferien bis 31.1.), aber in Niedersachsen wird dasselbe nicht beanstandet. Woher kommt diese Ungleichbehandlung der Kultusminister? Werden hier Kultusminister von rot-grün milder kritisiert als die von schwarz-gelb? Das Chaos bricht doch überall aus, niemand weiß, was in 2 oder 3 Wochen sein wird. Das Virus kümmert sich nicht um Parteipolitik.

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