Millionenschaden: Drei Jungen unter Verdacht nach Feuer in Grundschule

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BOPPARD. Nach dem Brand einer Grundschule im rheinland-pfälzischen Boppard mit einem geschätzten Sachschaden von rund einer Million Euro sind drei Jungen in Verdacht geraten. Gegen zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren wird wegen mutmaßlicher fahrlässiger Brandstiftung ermittelt, wie das Polizeipräsidium Koblenz am Dienstag mitteilte. Der dritte Junge sei mit 13 Jahren noch strafunmündig und könne «strafrechtlich nicht verfolgt werden». Die beiden anderen Jugendlichen sollten am Dienstag oder Mittwoch befragt werden.

Die Polizei ermittelt. Foto: pxhere

Passanten hatten am Montag einen brennenden Tisch unter einem Vordach gemeldet. Die Flammen waren dann auf die Schulfassade übergegangen und in das Gebäude eingedrungen. Die Ganztagsschule gilt als einsturzgefährdet. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt. Derzeit sind die Schüler der Grundschule im Bopparder Ortsbezirk Bad Salzig in den Weihnachtsferien.

Die Kriminalpolizei begann zu ermitteln. Das Polizeipräsidium Koblenz fügte am Dienstag hinzu: «Die Brandstelle kann vermutlich erst heute im Verlauf des Tages betreten werden.» dpa

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7 KOMMENTARE

  1. War das vielleicht der verzweifelte Aufschrei derer, die sich jetzt in den Ferien nicht gesehen/wahrgenommen/gewürdigt fühlen und sich darum ganz dringend nach Präsenzunterricht sehnen? (Blöder Scherz, ja ich weiß.)

    Ist schon doof, wenn man seine ganz besonderen Talente für ein paar Tage nicht so richtig einbringen kann.
    Dann weiß man als junger Mensch nicht wohin mit der ganzen Kreativität …
    (Noch ein blöder Scherz, ja ich weiß. Aber was soll man dazu noch sagen? Ich bin ratlos!)

    Das sind ja nicht die einzigen „Helden“, auch so Sachen wie Autofahren unter oder auch über 18 – Hauptsache ohne Führerschein, dafür aber randvollgekifft/besoffen o.ä., räuberischer Diebstahl oder körperliche Übergriffe auch auf völlig unbekannte Zufallsopfer nehmen immer mehr zu. Aber nicht erst seit Corona!!! Es nimmt vielleicht nicht in der Gesamtmenge zu, aber die jugendlichen Intensivtäter werden scheinbar mehr und leider auch „pro Nase“ aktiver?)

    Was läuft hier schief???

    🙁

  2. Vielleicht auch ein Aufschrei derer die den Präsenzunterricht an der Grundschule ab 11.01. fürchten, oder von denen die um das Leben ihrer Eltern bangen. Vielleicht hat der oder diejenige auch schon jemanden verlorgen wegen diesem verlogenen Märchen das Grundschüler sich nicht anstecken….

  3. Hört sich eher nach Mutprobe und Langeweile an.

    Das Werfen von Gegenständen von Brücken nimmt in den Ferien immer zu.

    Ich frage mich, wo der Millionenschaden herkommt, wenn das Gebäude einsturzgefährdet ist.

  4. Den letzten Satz verstehe ich nicht. Das Gebäude ist lt. Artikel einsturzgefährdet, muss folglich komplett oder teilweise abgerissen und neu errichtet sowie ausgestattet werden. Und das soll kein Millionenschaden sein?

    Die Deckungssummen der Haftpflichtpolicen der beteiligten Elternhäuser – auch die des 13-jährigen, der ja zivilrechtlich haftbar zu machen ist – sind für die Schadensregulierung wesentlich interessanter. Ansonsten hilft nämlich nur mir Erlangung der Volljährigkeit bzw. mit Eintritt in ein Erwerbsleben nur die Privatinsolvenz.

    • @dickebank

      „Ansonsten hilft nämlich nur mir Erlangung der Volljährigkeit bzw. mit Eintritt in ein Erwerbsleben nur die Privatinsolvenz.“
      Soweit ich weiß, besteht der Haftungsanspruch für 30 Jahre, dann hat sich das erledigt.
      30 + 13 = 43
      (Da hat sich Udo Jürgens also verrechnet: „Mit sechsundsechzig Jahren, da fängt das Leben an, mit sechsundsechzig Jahren, da hat man Spaß daran, ..“)

      Aber mal im Ernst:
      Kinder haben schon immer gerne mal gezündelt und gekokelt, und wenn es mit der Adventskerze war – wer nicht? Da waren dann aber auch die Erwachsenen im Raum, wer alleine als kleines Kind mit Feuer gespielt hätte, hätte auch etwas auf die Finger bekommen (böse, böse) und als älteres Kind wusste man dann, dass man sich die Finger eben auch verbrennen kann (wirklich ganz böse)!
      Aber draußen etwas anzünden, wenn kein Erwachsener in der Nähe war, da hatten wir als Kinder zu viel „Schiss inne Büx“, dass das ganze aus dem Ruder läuft und man „ein Leben lang abzahlen muss, da brauchste dann gar nicht mehr arbeiten gehen und kannst gleich Penner werden“ (Ja, das wurde uns als Kindern genau so gesagt!) – wie man sieht, aus guten Gründen!

      Eine andere „Preisklasse“ ist das, was weiter oben von @Riesenzwerg geschrieben wurde:
      „Das Werfen von Gegenständen von Brücken nimmt in den Ferien immer zu.“
      Hier nimmt man doch schon eindeutig in Kauf, dass in darunter fahrenden Autos Personen verletzt oder sogar getötet werden!
      So „doof“ kann man als Kind/Jugendlicher nicht sein!
      Und soweit ich mich erinnere, hatten auch „Mut“proben früher eine gewisse Grenze, nämlich genau da, wo pure Dummheit anfängt.
      Und auf solche Ideen sind wir NIE gekommen!!! (Der Vater eines Schulfreundes war bei der Polizei, dem sind solche Fälle früher auch nicht bekannt gewesen! Ich weiß, das ist nur 1 Polizist, da kann man keine Statistik herleiten …)
      Wir hätten uns nach einer „Steine von Brücken werfen“ oder „Mit einem Hundewelpen Fußball im Hof spielen“-Aktion gar nicht nach Hause getraut. (Das mit dem Hundewelpen habe ich vorgestern auf „ruhr.24.de“ gelesen, ist in Dortmund passiert, der Hund gehört der Familie und Röntgenbilder beim Tierarzt zeigen eine längere Leidensgeschichte des Welpen … – Bitte jetzt NICHT schreiben, dass Schule die Kinder emphatiefähig machen müsste!)
      Und wir hatten damals unter Gleichaltrigen einen – ich nenne es mal – Herdentrieb in Sachen Sozialkontrolle: Da, wo heute das Handy zum Filmen gezückt wird und der Film beginnt mit dem Anfeuern, da sagte früher einer „Ey, hast du den A**** auf? Lass das bloß sein!“ oder „Was erzählst du da für’n Mist?!“ und dann haben sich die anderen umgedreht und sind weggegangen. Das war eine klare Botschaft!
      Allerdings sage ich ehrlicherweise auch: Damals eben ohne Handys! Ich kann nicht beurteilen, wie es damals MIT Handys abgelaufen wäre bzw. ob damals alle Kinder/Jugendlichen „stark“ genug gewesen wären, diesem Gruppenzwang widerstehen zu können. (Das Problem haben wir damals gelöst, indem man bestimmten Leuten klar ins Gesicht gesagt hat „Mit dir will ich nichts zu tun haben.“ Umdrehen, weggehen, fertig.)
      Das ist eben schwierig, wenn man 24/7 die „Welt in der Hosentasche“ hat.

  5. Haftungsanspruch 30 Jahre, das stimmt. Nur durch die Privatinsolvenz ist der Schuldner ja nach (ich meine wg. Gesetzesänderung) 3 Jahren seine Schulden los. Die Gläubiger haben dann das Nachsehen.

    Der Gläubiger müsste also seine Forderungen nach Beendigung der Privatinsolvenz anmelden. Dies kann er aber bei einer mehrere Jahre zurück liegenden Forderung, die er ja zeitnah zum Fälligkeitstermin angemahnt und ggf. durch Zwangsvollstreckung hat versucht beitreiben zu lassen, nicht mehr. Die Ansprüche verfallen somit.

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