Vor der Arbeit drücken? Was eine Lehrerin auf diesen Vorwurf entgegnet

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DÜSSELDORF. News4teachers richtet sich als Bildungsmagazin an alle, die sich für Bildung engagieren. Das sind vor allem Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher. Aber natürlich auch Eltern. Weil die unterschiedlichen Perspektiven mitunter verschiedene Sichtweisen hervorbringen, geht es im Leserforum von News4teachers schon mal hoch her. Immer wieder kommen dabei auch gerne gepflegte Vorurteile zur Sprache – wie das von den Lehrkräften als „faulen Säcken“. Geht es Lehrerinnen und Lehrern bei der Debatte um angemessenen Gesundheitsschutz in Schulen in Wahrheit darum, sich vor dem Dienst zu drücken? Eine Lehrerin findet dazu deutliche Worte, die wir gerne hier noch einmal dokumentieren.

Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei? Von wegen. Illustration: Shutterstock

LeserIn „Weil“ schreibt am 17. Januar 2021 um 17:17

„Klar, die Lehrer sind Beamte, bekommen immer Geld – egal, ob sie anwesend sind oder nicht. Warum sollen sie aus der Ferne unterrichten? Ist viel zu anstrengend. Lieber gar nicht. Ein Jahr Pause, warum nicht? Das passt in die Denkweise vieler Lehrer.“

Lehrerin Erasco antwortet am 18. Januar 2021 um 07:43

„Woher haben sie eigentlich eine solch schlechte Meinung von Lehrern? Von Postkarten? Hier hab ich auch eine stehen: ‚Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei.‘ Vielleicht gibt es ja demnächst eine mit: ‚Lehrer hatten ein Jahr Coronaferien‘.

Die Wahrheit ist: Ich hatte weder im ersten Lockdown Urlaub bzw. ‚Coronaferien‘ – noch jetzt. Wir bilden im zweiten Lockdown den Stundenplan online ab. Und das ist tatsächlich Mehrarbeit. Dass das nicht überall gelingt, liegt an Kultusministern, die nicht dafür gesorgt haben, dass alle Schulen über ein vernünftiges WLAN verfügen. Meine Schule bekommt erst 2022 einen Glasfaser-Anschluss. Schnelle Lösungen gibt es nur für die Wirtschaft, Bildung ist nicht wichtig – kennen wir seit 30 Jahren. Macht scheinbar nichts: Schüler haben ja einen leichten Covid-19-Verlauf. Pech für diejenigen, bei denen es anders läuft.

„Mein eigener Unterricht ist allerdings schlechter geworden – ich bin nicht bilokal“

Zum Thema Schulschließungen/Schulöffnungen: Die Schulen sind nicht geschlossen, es gibt eine Notbetreuung. Darüber hinaus wird Distanzunterricht gegeben, ob online oder wie auch immer er umgesetzt wird, je nach den gegebenen Möglichkeiten halt. In manchen Grundschulen findet Wechselunterricht statt, wenn weit mehr als 50 Prozent der Kinder zur Schule geschickt werden. Da dies mit dem normalen Personal nicht zu machen ist, werden Lehrer von anderen Grundschulen, die eigentlich eigene Schüler*innen zu betreuen haben, abgezogen.

Bei meiner Tochter hat trotzdem schon im letzten Lockdown alles toll funktioniert in der Grundschule – Top-Lehrerin. Jetzt sind meine beiden Kinder auf dem Gymnasium. Und auch hier gilt: Die Beschulung im Distanzunterricht ist super – mit Videokonferenzen und allem, was nötig ist. Ich kann meinen Kindern, obwohl ich Lehrerin bin, nicht helfen, weil ich selbst gleichzeitig Unterricht erteile. Klappt aber trotzdem.

Mein eigener Unterricht ist allerdings schlechter geworden, weil meine Kultusministerin unbedingt die Abschlussklassen in Präsenz sehen wollte. Ich bin nicht bilokal. Ich habe zwischen einzelnen Stunden 5 Minuten Pause, wenn überhaupt. Da kein ausreichendes WLAN in der Schule existiert, müsste ich in dieser Zeit nach Hause fliegen, um online unterrichten zu können. Meine Fahrzeit beträgt, wenn nichts dazwischen kommt, 25 Minuten. Nachmittags bin ich dann jederzeit für meine Schüler erreichbar.

„Auch wir Lehrkräfte wollen geöffnete Schulen – aber nur mit einem Hygieneplan, der den Standards des RKI genügt“

Es wäre schön, wenn die Kultusminister mal Einblick in die Organisationsstruktur der Schulen nehmen würden – und zwar bevor sie den Mund öffnen. Und ja, das wünsche ich mir auch von dem einen oder anderen, der hier schreibt. Gerne lade ich Sie ein, an meinem ‚gut bezahlten Corona-Urlaub‘ teilzuhaben. Die Wahrheit ist: Ich stehe kurz vor einem Burnout.

Auch wir Lehrkräfte wollen geöffnete Schulen – aber nur mit einem Hygieneplan, der den Standards des RKI genügt. Unser Hygieneplan in der Schule sieht aber so aus: kein Abstand, volle Gruppengröße, das Virus weglüften bei Minusgraden. Das ergibt einen molligen Arbeitsplatz. Arbeiten mit FFP2-Masken? Auch dafür gibt es eigentlich Tragevorschriften und Pausezeiten, die für Lehrer aber nicht gelten. Und wenn kein Wind weht, kann man das Virus auch nicht weglüften, weil dann keine Luft durchzieht.

Stattdessen werden diejenigen, die vermutlich ein Hygienekonzept hatten, gerade in den Ruin getrieben. An den Restaurants und Geschäften kann die zweite Welle aber nicht gelegen haben. Sonst hätte man spätestens Anfang Dezember einen Erfolg sehen müssen. Entweder sind es die Schulen – oder weil sich privat keiner an Regeln hält. Ich tue das schon. Es will mich derzeit aber auch niemand wirklich treffen, weil man Angst vor Ansteckung hat. Lehrer haben halt viele soziale Kontakte.“

Leserposts

News4teachers ist mit im Schnitt mehr als 100.000 Seitenaufrufen am Tag Deutschlands größtes Nachrichtenmagazin für die Bildung – und es versteht sich auch als Diskussionsmedium. Wir freuen uns über jeden Leserbeitrag, der dazu beiträgt, unterschiedliche Perspektiven zu den Themen unserer Beiträge darzustellen.

Für die Veröffentlichung gelten ein paar Regeln, die sich im Grundsatz nicht von denen unterscheiden, die im normalen menschlichen Miteinander gelten – hier sind sie nachzulesen. Besonders interessante Posts  – wie den oben stehenden – veröffentlichen wir dann gerne auch als Gastbeitrag im redaktionellen Teil von News4teachers. Jeder und jede, der oder die sich für die Bildung engagiert, ist herzlich eingeladen, sich (auch anoynm) an den Debatten zu beteiligen. Jeder Beitrag auf News4teachers ist frei zur Diskussion. Natürlich auch dieser.

Brandbrief einer Lehrkraft: Liebe Kultusminister, können Sie meinen Schülern erklären, warum Noten wichtiger sind als die Gesundheit?

 

 

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59 KOMMENTARE

  1. Die Vorurteile gegenüber Lehrern sind unausrottbar . Sie haben im Bewusstsein der Bevölkerung 14 Wochen im Jahr ˋ Urlaub ´ . Dass sie in allen ˋ Ferien ´ , sofern sie die ˋ falschen ´ Fächer unterrichten , korrigieren müssen und sie maximal 25 Tage Jahresurlaub haben , wollen viele nicht wahr haben . Vorurteile muss man eben konservieren und pflegen . Die Rücksichtslosigkeit der Politiker gegenüber Lehrern , für die sie eine Fürsorgepflicht haben , ist allerdings inzwischen schockierend : Die 7 Tage – Woche mit 14 Stunden täglich wird für normal gehalten . Sie kriegen ja auch ihr Geld weiter . Aber sie arbeiten dafür . Infektionsschutz ? Schulen sind sicher . Fenster auf und gut . Wenn ich die Heuchler sehe , die in führenden Ämtern sind … Der Ministerpräsident von Sachsen zum Beispiel . Am Donnerstag in einer Talkshow will er die Schulen ˋ abschließen ´ und gibt den Besorgten . Am Montag machen in seinem Freistaat die Abschlussklassen Präsenzunterricht . Hat er das nicht gewusst ? Oder hält er die Zuschauer für so blöd , es 4 Tage lang nicht zu behalten ?

    • Also ich hab am Freitag Samstag wie Montag und morgen jewals einen nachschreibe Termin für die Klausuren gehabt und meine Klasse läuft so halb online. Ich blicke sowieso langsam nicht mehr durch was okay ist und was nicht

    • Ich kann sie verstehen ich bin seit märz durchgehen daheim jetzt in der oberstufe. Ich erwarte aber von einem lk lehrer als mir als einzoge information so einen von den schülern angefertigten aufschrieb (5 schulstunden physik) zukommen zu lassen, die der Lehrer nicht mal kontroliert. 0 aufwand für den lehrer.
      1. Woche
      Energie, Energieformenformen, Leistung, Wirkungsgrad

      Newton’sche Axiome (2.6)

      Reibungskräfte (2.14) Haft- Gleitreibung kurz angesprochen

      Formel für Luftreibung besprochen (2.15)

      Methode: Potenz (b) eines Zusammenhangs (y= a*x^b) durch logarithmieren herausfinden

      In anderen fächern muss ich mal sagen props an die lehrerin u.b. in bio Sie schickt mir alles kontroliert es gibt mir rückmeldung. Oder es gibt auch nen Lehrer den ich wöchentlich seit 1,5 monaten nach nem nachschreibetetmin frage un er immer sagt er schaut nach. Unser informatik Lehrer hat den unterricht seit beginn des schuljahres nur digital es klapp reibungslos da wieder dickes danke und props. Ich finde es nicht grad schön von der schulleitung unpersönlich im gespräch gesagt zu bekommen wir sinnd keine fernlernunni wir können für dich keinen extrabaufwand machen du musst dir deinen stoff vin den klassenkameraden holen und die lehrer werden dir nichts erklären. Wissen Sie das war der Punkt wo ich fast alles geschmissen hätte.
      1. Sie hat nicht den mum gehabt mir es persönlich zu sagen sondern ne andere lehrerin musste es.
      2. schule soll spaß machen und bilden. Sorry ich hatte mich echt auf die oberstufe gefreut bis zu diesem punkt. Ich möchte nochmal betonen dass es auch toole lehrer gibt wie die erwähnte bio lehrerin oder der informatiklehrer. Und jetzt sieht es so aus dass ich freiwillig wegen phüsik wiederholen werde….

  2. Da kann ich nur vollumfänglich zustimmen. Es wird so vieles als selbstverständlich angenommen, was man als Lehrer leistet und was auch deutlich mehr ist, als man müsste – egal ob zusätzliche Arbeitszeit (die nicht angerechnet wird), Finanzierung sämtlicher Arbeitsmittel (nein, die Absetzung von der Steuer wiegt bei weitem nicht die Kosten auf), Arbeiten trotz Krankschreibung (Vorbereitung für Vertretung, Zeugnisse oder auch jetzt Homeschooling trotz Long-Covid).

    Man macht so viel mehr, als man eigentlich müsste. Und man macht es gerne – für die Schüler. Genau diese Einstellung wird von den Kultusministerien regelrecht missbraucht. Wieso mehr Geld für Personal, Räume, Ausstattung ausgeben, wenn die Lehrer / Erzieher zur Not auch krank zur Arbeit kommen, damit die Kollegen den Personalnotstand nicht wiedet ausbaden müssen oder die Kindet wieder Ausfall haben? Warum Materialien zur Verfügung stellen, wenn die dumme Angestellten alles selbst kaufen?

    Dazu kommt dann eben äußerst mangelhafte bis fehlende Arbeitsschutz – auch außerhalb von Corona, wenn ich beispielsweise an kaputte Heizungen im Winter oder weit über 30 Grad im Raum im Sommer denke.

    Und dann immer solche dummen, kurzsichtigen Kommentare. Manchmal kann man verstehen, dass ein paar der Kollegen, die das schon seit Jahrzehnten mitmachen, resignieren.

    • Ganz genau. Sie schreiben mir aus der Seele! Und dann reden die noch von Bildungsgerechtigkeit. Ich muss die Arbeitsblätter für Differenzierung auf eigene Kosten in der Schule kopieren; benachteiligte Kinder kommen ohne Material, weil in Deutschland das nicht vom Staat gestellt wird; es sind viel zu wenig Lehrer für viel zu viele Schüler und viel zu viele Stunden zuständig, um Benachteiligte angemessen zu fördern und last but not least werden per dreigliedrigem Systemfehler die benachteiligten Kinder möglichst alle in eine Schulform aussortiert, damit die Lehrer dort dann überhaupt nicht mehr mit der Förderung hinterhekommen und nur noch am erziehen sind – während am Gymnasium hübsch getrennt die Wähler von morgen und die Kinder von den Wählern von heute bestens ausgestattet unterrichtet werden.

  3. Faule Lehrer – bei der Äußerung stellen sich mir wirklich nur die Nackenhaare auf.

    Dabei bin ich nicht mal Lehrerin oder habe mal irgendwann in meinem Berufsleben auch nur irgendwie im Bereich Schule gearbeitet. Nein, ich bin einfach nur Mutter von 5 Kindern, die ich durch die Schulzeit begleitet habe bzw. noch begleite.

    Sicherlich habe ich in diesen Jahren auch schon so manches Mal Kritik zum Unterricht bzw. an der Schule im allgemeinen Kritik geübt. Das bleibt leider nicht aus, wenn 4 der 5 Kinder aus verschiedenen Gründen nicht perfekt ins Schema F passen, auf die das Schulsystem nun mal ausgelegt ist. Die Kritik richtete sich rückblickend betrachtet aber zu 95 % an das System und nur ein Bruchteil an einzelne Personen.

    Faulheit von Lehrkräften habe ich aus Elternsicht aber nie bemerkt oder bemängelt!

    Aus meiner Erfahrung als Mutter, die nun schon 21 Jahre Kinder/Jugendliche/junge Erwachsene in 3 Bundesländern im Kontext Schule begleitet hat, kann ich eher vom Gegenteil berichten. Ohne das persönliche Engagement so mancher Lehrkraft hätten ein paar meiner Kinder Schiffbruch erlitten. Und dieses Engagement konnten sie mit Sicherheit nicht innerhalb eines Dienstes nach Vorschrift oder mit Faulheit erbringen!

    Auch weiterhin werde ich meine Kinder begleiten, mich für ihre Belange und Bedürfnisse einsetzen und teilweise auch kämpfen. Mal durchaus kritisch gegenüber der Schule bzw. einzelnen Lehrern gegenüber, genauso aber auch kritisch gegenüber meinen Kindern.

    Wenn etwas nicht gut läuft, dann hilft ein Gespräch wahre Wunder. Egal welche Seite es initiiert. Danach sind die meisten Probleme vom Tisch und ein gemeinsamer Weg zur Lösung erarbeitet. Das ist jedenfalls meine Erfahrung.

    Vergessen darf man bei all dem aber nie und in dieser Pandemie noch mal um so mehr, „das kleine Rad“ kann schlussendlich fast nie etwas dafür. Weder Lehrkräfte, Schulleitungen und alle anderen Schulbeschäftigten sind eierlegende Wollmilchsäure, noch beherrschen sie die Quadratur des Kreises. Gleiches gilt aber auch für die SchülerInnen und ihre Elternhäuser.

  4. In allen Organisationen gilt doch folgendes:

    Auf die Frage nach Freiwilligen, die bitte vortreten sollen, immer drei Schritte nach hinten gehen – ansonsten ist man/frau nämlich der/die Doofe, die vorne steht

    Warum soll ich mehr oder andere Aufgaben übernehmen, die nicht meiner Stellenbeschreibung entsprechen und auch kein höheres Entgelt bieten? Also genau das machen, was vereinbart ist. Dazu gehören 25,5 Wochenstunden abzüglich der festgelegten Ermäßigungsstunden zuzüglich der üblicherweise anfallenden Mehrarbeit (Vertretungen), eine Klassenleitung, Konferenzen, Dienstbesprechungen und festgelegte Termine mit Eltern. Bei den Vertretungen immer schön darauf achten, dass es mindestens 3 im Monat sind, um abrechnen zu können. Fortbildungstermine nur während der Arbeits-/Unterrichtszeit und auf keinen Fall freiwillig über die festgelegten Klassenfahrten hinaus zusätzliche Termine an außerschulischen Lernorten, vor allem nicht an Tagen, an denen man laut Plan allenfalls nur drei oder vier Unterrichtsstunden hat. Gegen Stundenpläne, die mehr als drei Springstunden in der Woche haben, Beschwerde einlegen. Und ganz wichtig keine Materialien oder gerätschaften auf eigene Rechnung beschaffen.

      • @Blau
        Dann machen sie eben das nicht, was die Stellenbeschreibung vorsieht.

        Aber im Ernst: wenn sie die Kopien selber zahlen müssen, dann machen sie keine Kopien! Die Schüler haben doch Hände und können einen Stift halten, oder nicht?

        Leider, so drastisch muss ich das sagen, sind es genau solche Kollegen, die durch ihr Verhalten diese Zustände erst ermöglichen, mittragen und andere Kollegen unter Druck setzen es ihnen gleich machen zu müssen. Das Gleiche trifft auch auf andere Misstände wie eine total entgrenzte Arbeitszeit zu.

        • Genau – ein kurzer Dreizeiler zum Abschreiben erspart einem ohnehin die lästige Unterrichtsvorbereitung für 45 Minuten:)
          In manchen Fächern tut es auch eine einfache Skizze mit dem Arbeitsauftrag diese in sein Heft/seine Mappe zu übertragen.

    • Wenn ich sowas lese. Dienst nach Vorschrift… Ja wäre schön. Kann man im Büro auch machen – in der Schule nicht, vor allem nicht, wenn man Lehrer geworden ist, weil man seine Schüler mag.
      Warum nicht an Tagen mit wenigen Stunden an andere Lernorte? Ganz einfach: weil man dann 6-8 (Zeit)Stunden unterwegs ist und diese 6-8 (Zeit)Stunden als 3 Minus (Unterrichts)Stunden gerechnet werden, da ungebundene Arbeitszeit. Wenn ich das hochrechne bei einer Klassenfahrt, bei der ich 24h täglich 25 pubertierende Jugendliche beaufsichtige, die nichts Besseres im Sinn haben als Nachts zu feiern und abzuhauen, bekomme ich dafür meine 21-24h Unterrichtsverpflichtung als Ausfall angerechnet. Deshalb bin ich dann, die völlig platt von der Klassenfahrt wiederkommt (zu der sie übrigens Sonntag abends aufgebrochen ist, damit die Schüler auch eine ganze Woche in London haben, aber eine Übernachtung sparen und erst Freitag abends wieder abgefahren ist , um die zweite Übernachtung zu sparen, die erste Wahl, um Vertretungsbedarf abzufangen. „Bei dir ist ja jetzt eine ganze Wochw ausgefallen.“ Danke, lieber Landesrechnungshof. Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich seit September im Homeschooling bin (Risikogruppe) und im Schnitt bei 70 Stunden die Woche und zwar auch am Wochenende und abends später.

  5. In der Elterngruppe meines Kindes ging genau diese Diskussion heute los. Warum kein echter Digitaler Unterricht erfolgen würde. Da mein Mann Lehrer ist und halt einige Abschlussklassen hat (in Präsenz) und 40 Minuten Fahrt von der Schule nach Hause und das WLAN der Schule unterirdisch ist, kann er schlicht und ergreifend für die anderen Klassen keinen Videounterricht halten. Er ist auf seinem Privathandy ständig erreichbar, er bereitet Videos vor zum Erklären (natürlich mit extra dafür angeschafter Technik, natürlich privat bezahlt) und versucht irgendwie den Kontakt zu den Schülern im Homeschooling zu halten. Nachmittags schaut er fein alle Sachen der Homeschooling Schüler an und gibt Feedback. Dauert zigmal länger als normal, aber muss je sein. Viele SuS wohnen auf dem platten Land und da ist das mit einer stabilen Internetverbindung so eine Sache… Das erschwert auch genug.
    Wir gehen als Familie langsam am Stock. Kind und ich haben keine Kontakte mehr, nur Mann „darf“ jeden Tag ca 70-100 Haushalte auf engstem Raum treffen.

    • @ Maja
      Auch ich bin Elternsprecherin, weil sich da auch niemand freiwillig meldet. Aber meine Kinder sind mir wichtig, die habe ich gewollt! Und sehr. Meine Elterngruppe wird von mir immer direkt informiert, dass das, was das Ministerium anordnet, eventuell nicht umgesetzt werden kann. Die sind mittlerweile ganz chillig und warten auf Infos von mir. Und auch ich habe mich -privates Geld- ausgestattet mit Geräten, an welchen ich mit Stift auf dem Bildschirm schreiben kann. Ich kann sogar Tafelbilder mit Schülern erstellen. Hat mich über 1000 Euro gekostet. Die digitalen Endgeräte hat unsere Schule aus ihrem Bestand den Schülern zur Verfügung gestellt. Die gab es im Dezember noch nicht. Und wir benutzen die böse Software Office365, die funktioniert, aber nicht datenschutzkonform ist. Ist bei uns durch die Schulkonferenz abgesegnet worden. Gott sei Dank sind wir nicht auf das angewiesen, was die Kultusminister zur Verfügung stellen. Ich glaube die Schule meiner Kinder hat auch etwas anderes, was auch schon vor dem Lockdown vorhanden war.

      • Also so wie ich es verstanden habe, ist die Software ok, wenn Ihr Administrator der EDU Version die entsprechenden Einstellungen vorgenommen hat, mit Annonymisierungen gearbeitet wurde (also keine Klarnamen) und Sie die schriftliche Einverständniserklärung der Eltern haben.

  6. Meine Schwägerin, ist auch so ein toller Mensch, der allen Anderen immer erzählt, wie leicht es vor allem wir Lehrer hätten. Kommentar zum letzten Lockdown: „Haha, 45h die Woche gearbeitet? Vielleicht in der gesamten Zeit des Lockdowns zusammengerechnet…“. Ich kann diese Vorurteile einfach nicht mehr hören.
    Die Arbeit scheint kein Ende zu nehmen, da man nun sämtliche Ausarbeitungen durchschaut und nicht Ergebnissicherung im klassischen Sinne macht, wird aus 90 min Blockunterricht 180 min mit vor und Nachbereitung. Dazu kommt die reguläre Klassenleitertätigkeit, man ruft Schüler an, löst IT Probleme und hat nebenbei auch noch eine eigene Familie, in der ebenfalls 3 Kinder im Distanzunterricht sind. Nach diesem Lockdown wird es einige ausgebrannte Lehrer mehr geben, was zu verhindern gewesen wäre, wenn die Bildungsminister einfach mal ihrem Job gemacht hätten.

    • Meine Schwägerin ist Grundschullehrerin und hatte im ersten Lockdown 4 Wochen frei.
      Wobei nicht ganz. Die erste Woche musste sie noch an 2 Tagen in die Schule, um das Klassenzimmer aufzuräumen.

      • Von den 4 Wochen waren auch 2 Wochen Osterferien, da hatten auch die Schüler frei. Zudem erkläre ich auch unseren Nachbarn immer wieder gern, das ein Lehrer nicht frei hat, nur weil er zu Hause ist.

        • @Alex

          Ja, ich habe früher auch immer viel erklärt – mit Engelsgeduld.

          Heute lasse ich die Verfasser solcher „Kommentare“ am liebsten gaaannnz weit links liegen, denn
          – entweder fehlt es an den kognitiven Voraussetzungen zum Verständnis. Und das ist nicht böse gemeint – diese Leute haben dann bestimmt ganz andere Talente, so dass ich auf diesen Gebieten nicht mithalten könnte.
          – oder sie sind tatsächlich nur am ewigen Herumstänkern interessiert. Von mir aus … aber eben ohne mich.
          Denen sage ich dann „Schön, dass Sie sich im Recht fühlen. Ich wünsche Ihnen noch einen verdient angenehmen Tag.“

          Tja, kurzum: Diese „Kommentare“ werden immer weniger …
          😉

          • Rischtisch !
            @ Pit 2020
            Rischtisch
            @Klaus
            Als Lehrer ist man immer Schuld, und angeblich immer selbst.

            Es ermüdet langsam, mache äußerst „merkwürdigen Ansichten“ von Eltern über Lehrer, hier überhaupt noch zu lesen!

      • In der Zeit vom 19.03.2020 bis zum Beginn der Osterferien wurden die Schulen bis auf die Notbetruung geschlossen, der Unterricht komplett ausgesetzt und die vulnerablen Gruppen unter den Beschäftigten wurden per Anordnung nach Hause geschickt. Das war eine Entscheidung des Arbeitgebers.
        In dieser Zeit haben auch viele andere Betriebe ihre Mitarbeitenden bzw. große teile der Belegschaft in Kurzarbeit 100% geschickt.

  7. Meinen beiden Vorrednern stimme ich vollumfänglich zu.
    Seit heute ist in unseren sächsischen Gymnasien noch eine interessante „Challenge“ für Lehrer hinzugekommen:
    „Betreue die Schüler eines zwanzigköpfigen Leistungskurses, um sie zu auf das anspruchsvolle schriftliche Zentralabitur vorzubereiten, während diese auf zwei Zimmer aufgeteilt sind. Beachte, dass alle anderen Schüler der Klassen 5 bis 10 zu Hause auf Aufgaben von dir warten! Bedenke ebenfalls, dass deine Schüler im Nebenzimmer kein Internet nutzen und daher deine für sie vorbereiteten Online-Aufgaben nur mit viel privatem Datenvolumen bearbeiten können. Go!
    „Bonus : Du wohnst in der Nähe der Schule und kannst in der Mittagspause zu Hause schnell eine Videokonferenz mit Klasse 9 durchführen.“

  8. Es gibt in jeder Berufsgruppe solche und solche…
    Aber man fragt sich schon, was die Lehrer im Moment so machen.
    Im Gymnasium meiner Tochter findet je Hauptfach 1 Schulstunde (also 45 min .) PRO Woche statt!!
    In den Nebenfächern werden lediglich Aufgaben zugeschickt!
    Wenn ich das mit dem eigentlichen Stundenplan vergleiche , ist das wirklich eine Frechheit.
    Ich darf dann nach dem Arbeiten mit meiner Tochter den Schulstoff durchnehmen, da die Lehrer sich 45 Min. Pro Woche Zeit nehmen!
    Und wundern sich dann, dass sie als faul bezeichnet werden!
    Mich wundert es nicht mehr!

    • Genau das, sehr geehrte Frau Bruckböck, scheint mir der Denkfehler zu sein. 45 Minuten Videokonferenz pro Woche heißt eben NICHT, dass sich der Lehrer bzw die Lehrerin nur genauso viel Zeit für die Klasse ihres Kindes nimmt. Und Aufgaben zu erstellen, die ggf. eingefügten Links zu sichten, zu prüfen und auszuwählen, weiterführende Lektüre- oder Übungsmöglichkeiten zu erstellen – das alles ist unglaublich zeitaufwendig. Von der Kontrolle von und individuellen Rückmeldung auf eingesandte Arbeiten der Schüler spreche ich dabei noch gar nicht.
      Glauben Sie, dass die Lehrer Ihres Kindes genau bemessen können, wieviele Stunden SIE in Ihrem Beruf arbeiten? Nein? Dann tun Sie das bitte auch nicht.

      • Denkfehler? Hier herrscht Erklärungsnot. Bereitet man denn die Präsenzstunde nicht vor? Ich versuche noch zu verstehen, warum das eine soviel mehr Arbeit ist. Gut. Die Folie vom Overheadprojektor passt jetzt nicht mehr, die vorher jahrelang herhalten musste, aber irgendwann musste da ja mal was Neues kommen.

        • As. Denkfehler! Lehrer haben nicht nur 1 Klasse. Teilweise Präsenz und digital an einem Tag. Vorhandenes Unterrichtsmaterial muss auf digital umgestellt werden. Ne Kreide Tafel gibt es ja nicht. Und noch mehr können Sie in anderen Kommentaren nachlesen.

    • @Toshi B.
      Ich habe für meine Schüler eine Mail eingerichtet, eine Gruppen. cloud und Moodle!Da Moodle nicht zuverlässig funktioniert biete ich für das Arbeitmaterial also drei Möglichkeiten mind. an, dies bei 5 versch. Klassen mit insgesamt ca. 80 Schülern. Bei der Cloud gibt es die Möglichkeit über die Gruppe zu schreiben oder in Einzelkonversation!
      Ausserdem gibt es Schüler ,welche über alle drei Mögl. keinen Zugang haben, mit diesen telefonieren ich, oft mit schlechter, abbrechender Leitung! Ausserdem werden noch Briefumschlag von mit in der Schule zusammengestellt, verschickt oder selber zur Post gebracht und für Notfälle werden noch Tüten gerichtet, welche Schüler im Eingangsbereich, mit deren Namen versehen persönlich abholen!
      Ich schicke meine Aufträge sehr frühzeitig raus und gebe die genaue Abgabezeit an.
      Da ich Praxis unterrichte ist dies nötig, da die Schüler noch für den Kochtag , welcher über moodle stattfinden soll, ihre Lebensmittel vorab besorgen müssen!
      Kaum sind die Aufträge raus, kommen schon erste Rückmeldungen, obwohl der Praxistag noch in weiter Ferne ist!
      Mein Mail funktioniert nicht..
      Ich finde den Auftrag nicht..
      Bei mir ist kein Anhang dabei
      Ich kann den Anhang nicht öffnen
      Bei mir ist der Anhang nicht vollständig
      Muss ich das wirklich alles machen
      Bis wann muss es fertig sein.
      Wann schicken sie die Lösung
      Ich habe es ihnen per Mail, per Cloud, per Konversation geschickt ,falls eines nicht funktioniert
      Wann kommt der Briefumschlag
      Ich habe keinen Umschlag bisher bekommen
      Wann muss ich abgeben
      Wo finde ich den Auftrag
      Wie habe ich den Arbeitsauftrag zu verstehen, können Sie das nochmal erklären
      Muss ich das wirklich alles machen
      Geht Moodle wirklich nur im Zeitfenster
      Habe Moodle zu spät geschaltet, könnten sie noch mal
      Habe jetzt Arzttermin
      Muss auf meine Geschwister aufpassen ,kann nicht teilnehmen, wie erfahre ich dann, komme an das Material..
      Mein Ordner ist aber in der Schule
      Wissen Sie wann wieder Schule ist
      Könnten Sie mir die Aufgabe noch einmal schicken
      Usw., usw……….
      Es ist unglaublich!
      Teilweise auf drei Kanäten der selbe Schüler, seine Aufgaben über mehrere Tage verteilt in verschiedensten Mails,
      Immer eine sofortige Rückantwort erwartend, ansonsten wird erneut geschrieben!
      Jede Anfrage muss kommentiert werden und dokumentiert, ob das Arbeitsergebnis vollständig, richtig und im Zeitfenster angekommen ist!

      Die Schüler haben teilweise so schlechte Möglichkeiten an den Unterrichtsstoff zu kommen, dass wirklich alle Kanäle bedient werden müssen!
      Zeitfresser, da nicht nur Material erstellt, auf versch. Wegen eingestellt wird, Zwischenmeldungen beantwortet werden sollten und die Arbeitergebnisse festgehalten werden müssen! Bei der Festhaltung muss ich alle Kanäle durchforsten und dies nicht erst am Unterrichtstag sondern schon ab dem Tag der Aufgabeneinstellung.Dies mehrmals, dass mir nichts durchrutscht!
      Nicht leistbar, macht mich total verrückt! Ausserdem bin ich dann schon mit den nächsten Arbeitsaufträgen beschäftigt, welche ja auch durchdacht und erstellt werden müssen.
      Also lange mache ich das nicht mehr mit!!

    • @ toshi, gerade bekomme ich eine Mail von Eltern, die sich beschweren, weil Unterricht gemäß Stundenplan per Viko gemacht wird (bin Lehrerin an einem Gymnasium)Das sei zuviel Bildschirmzeit für die Kinder, sie bekämen davon Schwindel und trockene Augen und was weiß ich noch alles. Man ist als Lehrer echt Spielball von sovielen Interessen- und wenn es um die eigenen Kinder geht, werden die Eltern zu Kampfhunden. Ich bin selber mehrfach „Eltern “ und habe wirklich viel Verständnis, aber man geht hier als Lehrer drauf bei dem Versuch, es allen Recht zu machen.

  9. Unsere Nachbarn, beide Gymnasium _ Mathe und Physik sind eigentlich durchgehend zu Hause. Immer mit Spaziergang und Freizeitgestaltung beschäftigt, zwischen den Ferien regelmäßig 3 Wochen krank. Da entsteht ein realistisches Bild von unseren tollen Pädagogen und das bei üppigen Bezügen. Das sollte man den Kurzarbeitern und Einzelhändlern mal vermitteln.

    • So eine Kollegin haben wir auch, vereinfacht ausgedrückt kommt sie 3 Wochen arbeiten und fehlt dann 2 und so geht es das ganze Schuljahr. Mal ist (angeblich) sie krank, mal ihre Tochter. Ihre Arbeit dürfen dann wir mitmachen. Als Beamtin kann sie ja unbegrenzt mit 100% „Lohntfortzahlung“ im Krankheitsfalle rechnen. Die Bundesländer, die das Lehrerbeamtentum jetzt wieder eingeführt haben, werden sich noch umschauen.

      • Zaungast- Sicherlich haben Sie auch schon mit dem nötigen „pädagogischen Feingefühl“ die Sachlage eruiert. Die Medaille hat nicht nur eine Seite…..

    • Schwarze Schafe gibt es überall. Geballt an einer Schule glaube ich nicht! Wenn dem so sein sollte, werden Sie als Elternteil aktiv.

    • Schön das Sie das so genau beobachtet haben. Haben Sie dafür die Zeit? Ich denke Sie arbeiten…
      Habe übrigens gerade noch mit Schülern gechattet…22:14…von außen sieht das so aus wie wenn ich auf dem Sofa rumlümmle.

    • Klingt ein wenig neidisch was wäre denn mit einem Quereinstieg?
      Dann erklären Sie das doch den kurzarbeitenden Piloten der Lufthansa. Was? Die bekommen ein Vielfaches des Lehrer-Gehalts? Fürs Nichtstun?
      Echt frech…

    • Wenn Sie das so genau wissen, scheinen Sie ja auch viel zu Hause zu sein und viiiiieeeeel Zeit zu haben für Ihre stundenlangen Beobachtungen;-)

      Aber Sie haben recht, es ist ja wirklich eine Unverschämtheit, dass Lehrer Freizeit haben dürfen und dann auch noch spazieren gehen. Und dann bekommen Sie nach nur einem Mathematik- und Physikstudium mit zwei Staatsexamina auch noch üppige Bezüge! Wo kommen wir denn dahin? Und jetzt wo Sie mich drauf bringen, müssen ja die ganzen Spaziergänger hier im Park alles faule Lehrer sein. Die werden morgen was zu hören bekommen von mir. Ich hab ja Zeit zum Spazieren, hab ja nur Distanzunterricht, also im Grunde frei.

      Ich finde, Ihre Nachbarn haben das auch ganz schön geschickt eingefädelt mit dem Virus und so. Haben es tatsächlich geschafft, dass der Kultusminister Distanzunterricht anordnet… Schlauer Schachzug Ihrer Nachbarn, jetzt müssen Sie noch nicht mal mehr in die Schule.

      @MacPaul: Das war Ironie! Nur zur Sicherheit! Ich bin mir auch nicht so sicher, ob da jemand von sich auf andere schließt?! Und dann weiß ich auch nicht, wie Sie mit Ihrer Stichprobengröße von zwei auf 780000 Lehrer schließen können. Ihre wissenschaftlichen Methoden sind schon beneidenswert. Und nicht zuletzt hab ich auch ein wenig Angst, wenn ich an Ihre Recherchen denke: Verstecken Sie sich bei den Nachbarn auch im Kleiderschrank und unterm Schreibtisch? Anders wird Ihnen die Arbeitszeiterfassung sonst ja nicht gelungen sein.

    • Big Neighbour is watching you.

      Schreiben Sie sich auf, wenn die Nachbarn spazieren gehen? Könnte es sein, dass sie „zwischendurch“ am Schreibtisch / Rechner sitzen?

    • MacPaul, schön, wie Sie Ihre Vorurteile bestätigt finden!

      Macht glücklich, oder?

      Wieso kennen Sie so viele Details über Ihre Nachbarn? Sind Sie ein arbeitsloser Stalker?

      „Beide Gymnasium_ Mathe und Physik“, „durchgehend zu Hause“, „Immer mit Spaziergang und Freizeitgestaltung“, …

      Warum erinnert mich Ihr Schreibstil an die BLÖD- Zeitung???

      Haben Sie schon mal ein Gymnasium von innen gesehen? Oder nur neidisch von draußen reingeschielt?

      Aus Ihrem hässlichen und verallgemeinernden Beitrag spricht der pure Neid.

    • @MacPaul,
      von einem Lehrerehepaar, welche Ihr Lehrerdasein in dieser Form leben, auf alle Lehrer zu schließen ist nicht fair!
      Sie werden zwei neben sich wohnen haben, welche sich gesucht und gefunden haben!
      Ein kath. Pfarrer, welcher evtl. neben Ihnen wohnt , wird doch hoffentlich nicht auch gleich des Kindesmissbrauchs von Ihnen verdächtigt, nur weil es einige von ihnen tun oder doch?
      Ausserdem wissen sie doch gar nicht, was die Lehrer nach ihrer Freizeitgestaltung und hinter verschlossenen Türen bis spät in die Nacht oder sehr früh am Tag vielleicht tun?
      Verfolgen Sie sie etwa mit Fernglas oder schleichen Sie durch deren Garten und schauen durch die Fenster? Vielleicht nutzen diese Lehrer am Nachmittag einfach den nicht vorgemerkten Tennisplatz oder was auch immer! So dass am späten Nachmittag/ frühen Abend die Leute ,welche ihre Arbeitzeit nicht so frei einteilen können auch ihr Hobby ausüben können.
      Wenn Sie lieber MacPaul gemütlich am frühen Abend, nach ihrem harten Tagewerk, die Coach und den Fernseher belegen, bereiten ihre Nachbarn vielleicht hochkonzentriert den Unterricht vor oder korrigieren Klassenarbeiten!
      Am Abend und in der Nacht ist es in der Nachbarschaft oft sehr leise, keine spielenden Kinder, kein Rasenmäher, weniger Verkehr, keine laute Unterhaltung im Garten nebenan , die eigenen Kinder sind evtl. endlich im Bett usw.? ,da lässt es sich viel besser, ungestört arbeiten.
      Meine Hauptarbeitzeit als ich noch meine Kinder im Haus hatte, fing um 20.30 Uhr frühestens hauptsächlich an, bis ca. 23 Uhr! Also kein gemütlicher Fernsehabend, wie Sie ihn wahrscheinlich täglich erleben.
      Nicht zu vergessen, täglich ist/ war Unterricht in den Schulen zu erteilen, Konferenzen manchmal, Elterngespräche zusätzlich usw.,usw. ..
      Wenn es mal knapp war an Korrekturzeit habe ich mir auch ab und zu den Wecker auf 5 Uhr früh gestellt, um ausgeschlafen und konzentriert den Lösungen meiner Schüler gerecht zu werden! Da haben sie wahrscheinlich noch seelig im Bett geschlummert!
      Die Unterstellung, dass die Nachbarn“ regelmäßig zwischen den Ferien 3 Wochen am Stück “ krank waren, ist an den Haaren herbei gezogen! Wenn das bei zwei Lehrern, wie sie sagen, “ regelmäßig „der Fall ist, wäre schon lang der Amtsarzt eingeschaltet!
      Etwas behaupten um hier Stimmung zu machen, ist nicht gerade die feine Art.
      Ach, und üppigens zu meinen üppigen Bezügen, ich verdiene nach 40 Jahren im Schuldienst A11 , Endstufe! Bei vollem Deputat mit 27 Stunden Unterrichtszeit. Geben Sie bei Google Besoldungstabelle Baden- Württemberg ein und sie sehen, was ich verdiene. Also woher dieser ungerechtfertigte Neid?
      Einer meiner Söhne lacht sich darüber schlapp, mit 30 Jahren verdient er
      beim Daimler mehr als ich! Und arbeitet wesentlich weniger, hat das Wochenende und ab täglichem Arbeitsende wirklich freeeeeeeiiiiii! Was bei mir leider nie der Fall war und ist!
      Bitte also keine Annahmen und Verallgemeinerungen, nur um Lehrer hier schlecht zu machen. Sie haben wirklich keine Ahnung vom Beruf des Lehrers!

    • Und das Schöne ist, Sie müssen beide über Ihre Abgaben finanzieren.

      Glauben Sie Ihrem Post eigentlich selber? Wenn es so wäre, wie Sie behaupten, warum melden Sie sich nicht bei der Schulaufsicht bzw. strengen eine Klage wegen Untätigkeit an?

    • MacPaul,
      ich habe einen Mitarbeiter AT, der in jeder Viko zu spät kommt, Ausarbeitungen leer oder marginal befüllt, aber ein genialer Entwickler ist. Würde ich nur seine Präsenz am Arbeitsplatz bewerten, wäre er schlecht.
      Warum maßen Sie sich also ein Urteil über andere an ohne das Gesamtbild zu kennen?
      Als Mitarbeiter wären Sie eine Null, da unkollegial.

    • Solch ein Einzelfall lässt absolut nicht auf die Mehrheit der Lehrkräfte schließen. Außerdem kennen Sie ja deren Umstände nicht und wissen nicht, weshalb sie krankgeschrieben waren. Grundsätzlich ist das Mathe-/Physik-Korrekturpensum geringer als im Durchschnitt, jedoch sind Lehrkräfte tendenziell in Deutschland eher unter- als überbezahlt. Gerade das Beamtentum ist eine Chance trotz der hohen psychischen Belastungen und der Fülle an Aufgaben gut qualifizierte junge Menschen in das Studium/den Beruf zu locken. Wenn nicht wenigstens dieser Anreiz gegeben ist, solch einen vielschichtigen Beruf auszuüben, geht es ganz schnell schief, siehe Berlin.

    • Mein Hausarzt hat es auch schön, der hat nur 15 Stunden die Woche seine Praxis geöffnet. Was für eine Arbeitszeit. („das war ironisch gemeint“)

      LehrerInnen haben nun mal keinen Arbeitsplatz an der Schule, den man auch so nennen könnte, also müssen sie das Meiste ihrer Arbeit zu Hause erledigen, somit sind sie auch zu Hause. Vielleicht arbeiten die beiden ja bis tief in die Nacht? Wissen Sie das so genau?

  10. Tja, Mac Paul, woher wissen Sie denn eigentlich, dass diese Nachbarn durchgehend zu Hause sind? Wenn Sie auf der Arbeit wären, könnten Sie das gar nicht sehen. Ganzen Tag als Beobachter am Fenster stehen? Es hört sich genau danach an. Erinnert mich an das Glashaus und die Empfehlung , nicht mit Steinen zu werfen.

  11. 100%. Bei uns in der Schule gibt es auch kein WLAN. Ich kenne nur Lehrer, die alles für ihre Schüler geben, außer ein paar wenige, die das seit Jahrzehnten machen und nicht mehr können und sich aus Selbstschutz zurückziehen bevor der Burnout noch kurz vor der Rente kommt. Gerade jetzt droht man als Lehrer sich selbst zu verlieren und solche unqualifizierten sind unterste Schublade.

  12. @ Toshi Bruckböck:
    Wenn Sie die obenstehenden Kommentare aufmerksam lesen, lassen sich einige Unklarheiten beseitigen!

    Sie stellen dann nämlich fest:

    – Der Aufwand für Vor- und Nachbereitung ist beim Distanzunterricht ungleich größer.

    – Auch wenn Lehrer vieles können: Teilen können sie sich nicht!

    – Den Stundenplan 1:1 als Distanzunterricht durchzuführen ist weder möglich noch nötig.

    Ich erlebe es so, dass im Distanzunterricht viel mehr Eigenleistung jedes einzelnen Schülers gefragt ist. Wo man sich im Präsenzunterricht auch mal entspannt zurücklehnen und mental abschalten kann, ist jetzt viel mehr eigene Denkleistung gefragt.
    Da sind 45 Minuten pro Woche plus Übungen zum Festigen sicherlich so effektiv wie drei Präsenzstunden!

    Ich bin beeindruckt von der Leistung, die die Lehrer meiner Kinder aktuell erbringen.
    Obwohl die Bedingungen unglaublich schlecht sind, obwohl ständig über sie geschimpft wird und sie zum Hassobjekt vieler oberflächlicher Menschen werden, obwohl sie auch „von oben“ keinerlei Unterstützung oder Fürsorge erfahren, leisten viele Lehrer jetzt sehr gute Arbeit – oft bis an den Rand der Erschöpfung.

    Genauer hinsehen und den eigenen Standpunkt auch mal kritisch betrachten wäre mein Tipp 🙂

    Und wer meint es besser zu können, soll den Job einfach mal selbst übernehmen. Bedarf besteht. Nach Corona sicher verstärkt!

    • @Mimi

      „Und wer meint es besser zu können, soll den Job einfach mal selbst übernehmen. Bedarf besteht. Nach Corona sicher verstärkt!“

      Ganz genau: Bedarf besteht.
      Aber:
      Warum warten?

      Liebe Kritiker, lieber Lehrerbasher, liebe Neider,
      JETZT ist Ihre Stunde – die Stunde der wahren Helden!
      Bitte JETZT einsteigen.
      Bitte JETZT alles besser machen, was schon immer schlecht war.
      Bitte JETZT alles richtig machen, was schon immer falsch war.
      Bitte JETZT nebenher mal eben Innovationen einführen, evaluieren …
      Bitte JETZT von „unverdienten“ Beamtenbezügen Arbeitsmittel (Analoges und Digitales)und Unterrichtsmaterial einkaufen, ohne Erstattung.
      Bitte JETZT auf „unverdiente“ Beamtenbezüge verzichten, weil sie ab JETZT nicht mehr arbeiten – nie mehr.
      Bitte JETZT auf Ferien = Dauerurlaub verzichten, weil sie ab JETZT nicht mehr arbeiten – nie mehr. (Darum wird auch Freizeit konsequent gestrichen, niemand braucht Erholung – wovon denn?)
      Bitte JETZT auf Gesundheits- und Arbeitsschutz verzichten, weil sie ab JETZT ganz besonders stark und ein Vorbild für die „faulen Jammerlappen“ sein können.

      Nein, nein!
      Bitte, stellen Sie Ihre Lichtlein nicht unter den Scheffel.
      Sie können das.
      Sie haben das doch schon seit Monaten gemacht – „Sie“, damit meine ich diejenigen, die hier mehrfach geschrieben haben, Sie hätten „unseren“ Job gemacht, nebenher und nach Feierabend!
      Einfach weitermachen, Stellenbeschreibung s.o.
      (Und nein, Sie brauchen kein Studium oder solch krudes Zeugs. Sie haben den Job ja schon gemacht – nur gibt es JETZT Geld und jede Menge Spaß. Studieren müssen so einen Lulu-Job sowieso nur die komplett Blöden.)

      Ironie: AUS.

      Das gibt ein Gedränge in den Lehrerzimmern der Republik, wetten?
      Ich freue mich so auf neue, nette und kompetente ZeitgenossInnen.

      • @ Pit 2020
        Dem kann ich nur zustimmen!

        Sollte die mutierte Variante des Virus sich weiter verbreiten (worauf ja viele dieser Schlaumeier erfolgreich hinarbeiten), sind wohl bald ziemlich schnell noch viel mehr Planstellen frei als bisher schon …

        Also: Bewerbung abschicken und ganz schnell all die Vorzüge genießen

  13. In der Zeit vor dem großen C konnte ich auf diese Vorwürfe noch relativ gelassen reagieren. Ich habe jedem angeboten in meinen Job zu hospitieren oder ironisch geantwortet, dass auch die Berufswahl eine Frage der Intelligenz ist. Leider ist mir mein Humor mittlerweile abhanden gekommen. Als Schulleiter einer kleineren Sonderschule hatte ich auch schon vor C eigentlich keine richtigen Ferien. Mittlerweile sind es tendiert meine freie Zeit gegen 0. Da Beschlüsse meiner Landesregierung gerne am Donnerstag mitgeteilt werden und am folgenden Montag umgesetzt sein sollen, sind Wochenenden für mein Kollegium und mich mittlerweile normale Arbeitstage. Obwohl ich selbst Zur Risikogruppe gehöre, habe ich die Klassenleitung für eine erkrankte Kollegin übernommen. Mal so nebenher. Über den Lehrernotstand an SBBZ brauche ich mich hier wohl nicht auszulassen. Digitaler Unterricht ist bei unserer Schülerschaft nur deutlich eingeschränkt möglich. Also analoge Lernpäckchen herstellen, verschicken oder ausfahren, Rückläufe korrigieren und besprechen, telefonisch Kontakt mit Eltern und SuS halten … Dazu noch Inklusionskinder mit versorgen und Fälle im SopäDi nach Möglichkeit abschließen. Ach so, die normale Verwaltungsarbeit läuft ebenfalls weiter. Und weil es so lustig ist, hat der Schulträger die Schulsekretärinnen noch in Kurzarbeit geschickt. Wenn dann noch das Lehrer-Bashing dazukommt motiviert dies ungemein (Ironie!). Es ist für alle Eltern, Sus, Lehrer und auch andere Berufsstände eine schwierige Zeit. Fingerzeige oder Neiddebatten sind nicht angebracht. Ärgerlich ist nur, dass jeder der einmal eine Schule besucht hat, sich zum Bildungsexperten berufen fühlt. Man kennt das Phänomen aus dem Fußballsport mit 80 Mio. Nationalmannschtstrainern. Ich schließe mich anderen Kommentatoren an, in jedem Berufsstand gibt es solche und solche. Dies darf jedoch nicht dazu führen alle über einen Kamm zu scheren. Wir Lehrer versuchen, unseren Job in dieser Zeit bestmöglichst zu erfüllen!

  14. Die Lehrerin, die mit Long Covid unterrichtet, suchen Sie bitte einen Arzt auf, der Ihnen die Möglichkeit gibt, sich weiter zu erholen. Ansonsten erlebt man auf der Elternseite viel, bei dem man nur den Kopf schütteln kann. Da sind sehr engagierte Lehrer, aber so ist definitiv nicht jeder. Punkt. Ist einfach so. Eine neugierige Frage hätte ich noch. Der Lehrer, der von seiner Präsenz für die Abschlussklasse vorm Abitur schrieb, da hätte er dann in der Zeit keine Zeit für andere Klassen. Aber ist das nicht immer so? Simultan für mehrere Klassenstufen ist doch noch nicht angesagt. Mit Schülern in zwei Räumen bzw. Lehrer aus Risikogruppe in einem, Schüler alle zusammen im Nebenraum mit digitaler Verbindung, so lernt mein Sohn im Berufskolleg in einem Fach seit dem Frühjahr. Erst jetzt sind sie zuhause. P.S. Ich ändere mein Kürzel. Unter meinem alten Kürzel schrieb plötzlich wer anders.

  15. Seit 40 Jahren in diesem Beruf, der kaum Ansehen genießt, das ist richtig toll. Was ist das für eine Gesellschaft, in der eine wichtige Berufsgruppe so herabgewürdigt und dauerhaft beschimpft wird und das immer noch, obwohl nun jedem/jeder klargeworden sein müsste, dass wir Lehrer so unfähig und unwichtig gar nicht sein können, sonst hätten die Schüler und Schülerinnen während der Schulschließungen doch richtig toll lernen müssen. Ich bin es so leid, dieses dummerhaftige Lehrerbashing. Der unsägliche Schröder hat es ja noch bestärkt: ‚Lehrer sind faule Säcke“. Zu gern würde ich dem Herrn einmal persönlich die Meinung geigen. Auf jeden Fall gelingt es mir, allen technischen Widrigkeiten zum Trotz, gut, meine Schüler zu unterrichten, unsere Schule hat intensiv an Konzepten gearbeitet. Zu gerne sähe ich meine SchülerInnen wieder direkt, führte Projekte durch, ginge in Ausstellungen, holte die ausgefallene Projektreise durch, träfe mich außerhalb des Unterrichts mit meiner Klasse. Denkt eigentlich irgendjemand, darauf verzichten wir LehrerInnen gerne, egal, wie lange wir schon in diesem Beruf sind?
    Aber eines ist klar für mich: nicht ohne Impfung ..und das kann dauern: nach Impfdatumsrechner komme ich, 65 Jahre alt, wenn ich Pech habe, erst im August zu einer Impfung.

  16. Wozu immer die langen Rechtfertigungen und Erklärungen, was man alles macht als Lehrer. Ich habe das vor langer Zeit aufgegeben und ich bin der Meinung, dass ich mich vor nichts und niemandem rechtfertigen muss, außer vor mir selbst. Egal, was man sagt oder macht, für manche bleiben Lehrer eben „faule Säcke“. Die meisten haben ihre vorgefertigte Meinung über Lehrer und ändern sie sowieso nicht. Also schön entspannt bleiben und sich nicht aufregen.

    • Die sogenannte freie Wirtschaft ist doch zur Zeit auch nur am Jammern. „Home-Office geht bei uns nicht“ hört man da von allen Seiten.
      Die wollen nur nicht, oder können es nicht. Aber im Frühjahr über die Lehrer bzw. über die Schulen lästern, weil sich nicht von Heute auf Morgen digital unterrichtet haben.

  17. Ich kann das Ganze“ rumgeheule“ nicht mehr hören, ich glaube nicht, dass sie die einzige Berufsgruppe sind, die zur Zeit sehr viel arbeiten müssen, es gibt sogar Berufe bei denen das ganze Jahr Überstunden gemacht werden. Sie haben ja noch genug Zeit ewig lange Texte zu schreiben, die wenig zielführend sind, ein Austausch über Dinge, die bei ihnen besonders gut funktionieren, um Inspiration für andere zu sein, wäre sinnvoller. Wir müssen alle momentan unsere Comfortzone verlassen und versuchen mit dem was uns individuell möglich ist, das Beste daraus zu machen. Das ewige aufzeigen von Dingen die nicht funktionieren, verbraucht nur unnötig Energie und lösen keine Probleme. Schüler verkraften es, sie nicht noch am Abend anrufen zu können und wenn nicht jede Anfrage sofort beantwortet wird, auch, die rufen dann nämlich ihre Mitschüler an und erkundigen sich dort. Mein Sohn ist ebenfalls Schüler, ich weiss also wovon ich spreche. Für mich hat ein Beitrag, aber den Nagel auf den Kopf getroffen, solange Lehrer aber z.B. Kopien selber bezahlen, IT Equipment privat anschaffen und endlos Überstunden machen, sieht der Staat auch keinen Handlungsbedarf und setzt die eigenen Kollegen unter Druck mitzumachen. Ich persönlich bin innerlich beschämt, wenn ich an das Klinikpersonal denke und das Leid der Menschen in anderen Ländern, wenn ich mich über die momentane Situation aufrege. Es gibt auch Mitmenschen in unserem Land, die ihren Job verloren haben oder deren Existenz bedroht ist, die würden sich wünschen Überstunden machen zu können.

    Wenn ich in meinem Beruf so überfordert und unglücklich bin, sollte man sich überlegen, ob man in diesem Job noch richtig ist.

  18. Was bei uns an Unterrichtsstunden in den letzten Jahren ausgefallen ist, geht über keine Kuhhaut. Und fast ausnahmslos wegen kranker Lehrer und Lehrerinnen. Wie immer gibt es zwei (oder mehrere) Seiten der Medaille. Engagierte, anwesende Lehrkräfte und die anderen…
    Ein nicht unerheblichen Teil der Lehrkräfte ändert aber nach der Verbeamtung auch ihr/sein Engagement. Plötzlich schnellen die Fehltage hoch.
    Das ist eine Tatsache, die selbst von vielen Lehrkräften wahrgenommen wird.
    Das Gejammere setzt erstaunlich früh ein und wird quasi lebenslänglich gepflegt.
    Es werden leider viel zu viele Menschen Lehrer, die es einfach nicht werden sollten.
    Sorry, ist so.
    Ein Hoch auf alle engagierten und anwesenden Lehrer, nicht in dieses Gejammere einstimmen und immer versuchen, die Dinge zum Besseren zu entwickeln.

    • Ach ja: letztens hat ein Lehrer 10 Wochen wegen einer OP gefehlt. Normalerweise fehlt man wegen so einer Sache 3-4 Wochen. Diese „Verlängerungen“ sind leider Usus geworden.

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