Intensivmediziner: „Kaum vorstellbar, dass wir das Schuljahr vernünftig beenden“

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MÜNCHEN. „Der Sommer wird von der dritten Welle überschattet werden, die wird kommen“ – sagt Florian Hoffmann, Intensivmediziner am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München und Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), wo er der Sektion „Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin“ vorsteht. Im Interview mit t-online.de erklärt der Arzt und Verbandsvertreter, welche Gefahr die heutigen Kita- und Schulöffnungen mit sich bringen – und was jetzt dringend passieren muss, damit das Infektionsgeschehen nicht völlig entgleitet.

Intensivmediziner blicken mit Sorge auf die Öffnungen der Bildungseinrichtungen. Foto: Shutterstock

Er habe, so sagt Hoffmann mit Blick auf die Kita- und Schulöffnungen, „aus infektiologischer Sicht schon Bauchschmerzen, weil wir überhaupt nicht wissen, wie sich das Infektionsgeschehen dadurch verändern wird. Auch weil die Verteilung der Varianten, vor allem der Variante B.1.1.7. aus Großbritannien, noch nicht klar ist in Deutschland. Daher kann die Öffnung der Schulen nur unter maximal großen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.“

„Wir brauchen sichere Bedingungen in den Schulen. Aber mir ist völlig unklar, wie das laufen soll“

Heißt konkret: „Mit der Hälfte der Klassenstärke, mit Schutzmaßnahmen, die eingehalten werden müssen, und optimalerweise mit regelmäßiger Testung. Wir brauchen sichere Bedingungen. Aber mir ist völlig unklar, wie das laufen soll.“ In einigen Bundesländern, darunter Thüringen mit den bundesweit höchsten Inzidenzwerten, gelten in Klassenräumen weder Abstandsregeln noch Maskenpflicht – und von regelmäßiger Testung kann bislang auch keine Rede sein.

Hätte man deshalb mit den Kita- und Schulöffnungen warten sollen? „Aus Sicht der Intensivmedizin: absolut ja.“ Dass vielerorts stimmige Schutzkonzepte fehlen, zeige, dass das Schulproblem „noch nicht wirklich als solches erkannt ist. Und dass da sehr viel versäumt wurde. (…) Es gibt keine Raumlüftungen, darüber reden wir jetzt ein Jahr. Es gibt keine Testungen. Und die Schüler sind sicher die Gruppe, die mittlerweile mit am meisten unter der Pandemie leidet.“

Er würde sich wünschen, so Hoffmann, dass Schulen mit den Tests ausgestattet werden, wenn es sie dann gibt, und dass sie die Schüler regelmäßig testen. „Das würde eine enorme Sicherheit reinbringen, selbst wenn die Tests nicht hundertprozentig zuverlässig sind. Ich glaube, nur so wird es funktionieren. Und dann werden wir sehen, wie lange.“

„Kinder tragen, auch wenn sie oft asymptomatisch erkranken oder nur mild, die Infektionen in die Familien“

Weiter betont der Verbandsgeschäftsführer: „Wenn ich mir die Kalkulationen anschaue, kann ich mir kaum vorstellen, dass wir dieses Schuljahr vernünftig beenden werden. Denn der Sommer wird von der dritten Welle überschattet werden, die wird kommen. Weil Kinder trotzdem, auch wenn sie oft asymptomatisch erkranken oder nur mild, die Infektionen in die Familien tragen und dann Erwachsene anstecken, die Großeltern und so weiter. Ich befürchte, dass die Schulen dann wieder zumachen werden. Auch weil viele Lehrer, die über 50, 55, 60 sind, nicht zur Arbeit kommen werden. Sie sagen zurecht, warum soll ich als Risikopopulation mich dem Risiko aussetzen, wenn ich nicht geimpft bin. Ich verstehe nicht, warum Lehrer nicht in der Impfkategorie eins sind. Das zeigt, dass unsere Priorität nicht auf der Bildung liegt, und das ist dramatisch.“

Hier geht es zum vollständigen Interview mit Florian Hoffmann auf t-online.de.

Intensivmediziner widersprechen den Kultusministern: „Schulen und Kitas tragen in großem Maße zur Verbreitung des Virus bei“

 

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99 KOMMENTARE

  1. Aber aber, unsere von Gott gesandten Kultusministerinnen und Kultusminister haben doch alles im Griff. Und für alles einen Plan in der Schublade. Da kann doch nix passieren. Wir beten alle das Mantra „Schulen sind keine Infektionstreiber“ und alles wird gut.

  2. Ich befürchte , dass der Intensivmediziner Recht haben wird . Das Schuljahr wird abrupt enden – entweder vor den Osterferien oder kurz danach . Bis dahin hat sich eine gigantische dritte Welle hochgeschaukelt . Sie hätte verhindert werden können , wenn die vorschnellen Schulöffnungen nicht stattgefunden hätten . Sachsen zuerst und die anderen anschließend . Umsicht ist für Ministerpräsidenten und ihre Schulkabinettskollegen ein komplett unbekannter Begriff .

    • @Klaus Lehmkuhl
      „Das Schuljahr wird abrupt enden, … –

      … dann wird das Unausweichliche doch kommen, das Durschnittsabitur.
      Etwas anderes ist dann kaum noch möglich, denn nach der Umstellung in Niedersachsen von G8 auf G9 mit Abiturjahrgang 2021 wird man nicht noch einen kompletten (Corona-Wiederholungs)-Jahrgang für 2021/2022 an den Schulen unterbringen und unterrichten können.

      SUPER!
      Das hätten die Kumis dann wirklich klasse hinbekommen:
      – schlecht möglichstes Abiverfahren – Durchschnittsabitur
      – maximale Gefährdung aller an Schule Beteiligten – LuL, SuS und die Familien nebst Eletern etc.
      – Wieviele Todesopfer hat man dadurch auf dem Gewissen?
      – Wieviel Long-Covid-Schäden?
      – Dauer-‚Lockdwnchens‘ wegen politisch gewollter (ungeschützter) Schulöffnung – bei maximalem Schaden für die Wirtschaft!

      Ein anderes Szenario, um maximalen Schaden anzurichten, hätte man sich nicht einfallen lassen können.
      1. Zumal Warnungen gabe es genug: Merkel, Brinkmann, Priesemann, Meyer-Herrmann, Fuest, Drosten, Lauterbach, Eckerle, Stürmer, etc. pp.

      2. –> Nur das eigene EGO war immer größer, Candy Crush unterhaltsamer und die Kassandra-Warnungen unangenehm und somit in den Wind zu schlagen.

      3. Aus Fehlern war/ist man nicht bereit zu lernen, wegen des EGOS und des SUPER-WAHLJAHRES 2021. GOTO Punkt 2.

      4. Punkt 2. + 3. werden in einer Endlos IF-THEN-Schleife abgearbeitet.

      5. Zu Punkt 4. gibt es KEIN ‚ELSE‘, und somit wird es in Deutschland auf kurzfristige Sicht KEINE EXIT-Strategie aus der Corona-Krise geben!

      • Ich denke, der process endet mit exitCode 2 (’serious trouble‘).

        Was mit dem Durchschnittsabitue allgemein so schlecht sein soll, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, es bewertet doch die Leistungen von SuS über einen längeren Zeitraum, ist das dann nicht fairer? Aber natürlich sind diese Leistungen in diesen Zeiten auch nicht gerade fair für alle zu erbringen. Falls da jemand mehr Informationen hätte, wäre ich dankbar.

        • @Anon
          „Was mit dem Durchschnittsabitue allgemein so schlecht sein soll, verstehe ich ehrlich gesagt nicht, es bewertet doch die Leistungen von SuS über einen längeren Zeitraum, ist das dann nicht fairer?“

          Als Familie mit Abiturient 2021 spricht aus unserer Sicht nichts gegen ein Durchschnittsabitur.
          Wer in Q1 – Q4 ordentlich am Ball geblieben ist, hat nichts zu befürchten.
          Es sind ja wieder nur die Kumis, die davon reden, dass es dann keine Vergleichbarkeit der Abiturleistungen gäbe. – Fraglich ist allerdings, wo die Vergleichbarkeit bleibt, wenn Schüler A z.B. 3 x in Quarantäne musste und Schüler B gar nicht! –

          Im Sinne des Gesundheitsschutzes – bei rapide steigender Zunahme von B117 – ist ein Durchschnitsabitur einem Long-Covid oder Schlimmerem vorzuziehen.
          Nur scheint diese Einsicht nicht in die Hirne der Entscheidungsträger durchzudringen.

  3. Wenn die dritte Welle bzw erste Mutationswelle kommt, dann will’s wieder keiner gewesen sein. Bin mal gespannt ab wann Grundschullehrer und Erzieher nun endlich geimpft werden. Die restlichen Lehrer werden wahrscheinlich nicht früher drankommen, warum auch? Jeder weiß doch, dass Pubertierende sich immer an Regeln halten, besonders ans Tragen einer Maske. Und da Schulen keine Pandemietreiber sind, kann auch nix passieren, da Jugendliche ja bekanntermaßen nicht infektiös sind.
    *Ironie off*

    • Als ich in einem anderen bei einem anderen Artikel erwähnt habe, dass ich dafür wäre, dass erst die geimpft werden, die die Gesellschaft und Wirtschaft am laufen halten, anstatt die Alten als Versuchskaninchen zu missbrauchen, ging aber über mich her 😀
      Aber genau das wäre doch der richtige Weg. Damit wären automatisch auch die Alten geschützt.

      Den Kindern und Jugendlichen kann man gar nicht vorwerfen, dass sie sich nicht immer regelkonform verhalten. Das würden an deren Stelle auch nicht tun.
      Wichtig wäre es, die die mehr gefährdet sind, so zu schützen, dass die Kinder und Jugendlichen schnellst möglich wieder unbeschwert sein können ohne das ständige damoklesschwert über dem Kopf.

      • Wie sollen die Kinder denn unbeschwert sein können, wenn nur die LuL geimpft sind? Ach so, ich vergaß, Kinder stecken wenn nur Lehrer an, aber sich nicht gegenseitig…. Und schon gar nicht ihre Eltern

  4. In den meisten europäischen Ländern sind die Schulen geöffnet. Scheint nur in Deutschland nicht zu klappen. Im Übrigen sind die Inzidenzzahlen steuerbar durch die Menge der Tests. Zur Zeit werden bei uns pro Woche 1 Mio Tests gemacht, im Dezember waren es 1,6 Mio Tests. Österreich macht 10 mal so viel Tests, Tschechien macht auch mehr.

    • Was für ein Blödsinn! In welchen europäischen Ländern sind die Schulen offen? In Tschechien mit einer Inzidenz von regional über 1000, in Frankreich, die ihre Inzidenz nicht mehr unter 200 kriegen, in Österreich, die jetzt wieder Regionen wie Tirol komplett abriegeln müssen. Alles Länder, wo jetzt mit Ausgangssperren und ähnlichem versucht wird, das Gesundheitssystem vor dem endgültigen Kollaps zu bewahren. Ist das Ihr Vorbild? Noch stärkere Einschränkung der Grundrechte und trotzdem viel mehr Tote und Langzeit-Geschädigte? Und das alles für Unterricht in Angst, der dann wegen der ständigen Quarantänen doch wieder genauso häufig ausfällt wie er stattfindet?
      Und nein, diese Querdenkerfantasie von Testhäufigkeiten, die die Inzidenzen beeinflussen, ist Blödsinn. Es sei denn, man testet zu wenig und senkt dadurch die Inzidenzen künstlich. Wenn ich morgen 4 Millionen Schwangerschaftstests in Berlin durchführe, wird dadurch nicht eine einzige Person schwanger, ich decke allenfalls eine sehr geringe Dunkelziffer von Damen auf, die das noch nicht wussten. Wenn ich allerdings in den nächsten vier Wochen Schwangerschaftstests aus Berlin verbanne, werde ich am Ende genauso viele Geburten haben, nur die Inzidenz wird es nicht mehr anzeigen. Aber spätestens bei der Geburtenrate wird es sich doch zeigen. So ähnlich ist es mit der Corona-Inzidenz und den Todeszahlen.

          • Die Inzidenz ist kein heiliger Gral, sondern ein Indikator für die Ausbreitung des Coronavirus. Je mehr Neuansteckungen es gibt, desto mehr Menschen landen im Krankenhaus – und desto mehr werden sterben. Der Inzidenzwert ist in seiner Aussagekraft begrenzt, weil er natürlich auch von der Zahl der Tests abhängt. Deshalb gibt es den R-Wert, der angibt, wie viele Menschen im Schnitt ein Infizierter ansteckt.

            Das ist wie beim Wetter: Wenn das Thermometer anzeigt, dass draußen minus 10 Grad herrschen, zieht man sich besser warm an. Wer das nicht tut, bekommt die Folgen zu spüren.

            Herzliche Grüße
            Die Redaktion

    • Ich korrigiere mal den Ausgangskommentar: Es gibt andere Länder, die problemlos DistanzU hinbekommen oder sicheren Unterricht anbieten, nur Deutschland scheinbar nicht.

  5. Er hat vollkommen recht und die Politik, allen voran die KM, haben aus der zweiten Welle NICHTS gelernt. Sie machen genau den gleichen Fehler bewusst ein zweites Mal.

    • Der erste Fehler (=Welle) ist Unwissenheit, der zweite Dummheit und der dritte Vorsatz!

      D.h. wir sind nun definitiv im vorsätzlichen Bereich angekommen und die KuMis müssen langsam über erweiterten Personenschutz nachdenken, wenn sie so weiter machen und sich die Stimmung in der Gesellschaft so weiter entwickelt.

  6. War irgendwie absehbar… Mal wieder wurde es von den KM verbockt. Ich finde es nur schade, dass hier so wenig von der Gefahr für die Kinder geschrieben wird. Es ist absolut verständlich, dass Sie als Lehrer um Ihre Gesundheit fürchten. Aber auch die Ihnen anvertrauten Kinder werden dieser Gefahr ausgesetzt. Und niemand fordert eine Impfung für Kinder. Sollen die dann durchseucht werden wenn die Lehrer geimpft sind? Solange nicht ALLE geschützt sind, sollte kein Unterricht ohne maximale Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.

    • Danke, dass das mal jemand schreibt. Die gefahr geht nämlich in beide Richtungen.
      Es muss ja nicht mal komplett Distanzunterricht sein. Wechselunterricht auch in der Grundschule. Tests am Morgen. Dann kann man auch auf die leidige Maske verzichten, die sowieso keinen Sinn macht, zumindest net für Grundschüler.

      • Könnten Sie bitte eine Quelle für Ihre These, Masken funktionieren bei Grundschülern eh nicht, nennen?

        Bei uns funktionieren sie wunderbar.

        • Liebe Katinka,
          zum einen ist es für kleine Kinder schwierig, die ganze Zeit mit Maske rumzulaufen und zweitens benutzen Kinder diese relativ falsch, sodass sie ihren Sinn verfehlen.
          Weiterhin ist es noch gar nicht erforscht, inwiefern sich dauerhaftes Maskentragen auf die Gehirnentwicklung von Kindern auswirkt.

          • Ich weiß nicht, ob Sie Lehrerin sind, aber ich habe in mehreren Klassen ganz andere Erfahrungen gemacht. Und für meine eigenen Kinder habe ich natürlich (wie wohl die meisten Eltern) gut sitzende Masken gekauft.

            Auch für die andere Behauptung (Gehirnentwicklung) fehlt jede Quelle. Man könnte genauso sagen, dass das Lernen in schlecht gelüfteten Räumen (was vor Corona oft der Fall war), sich negativ aufs Gehirn auswirkt.

          • Liebe Katinka,
            ich bin keine Lehrerin, aber Schwester eines Kinderarztes 🙂
            Und war der mir über das Thema Masken und jüngere Kinder erzählt, hat für mich mehr Aussagekraft als die eines Lehrers.

    • Ich bin Mama aus BaWü und kann mich dem nur anschließen. Wir betreuen unsere Tochter noch zu Hause und sind damit eine Familie von wenigen in unserer Kita. Davon abgesehen dass schon jetzt eine Gruppe wegen eines Falls während der Notbetreuung in Quarantäne ist. Ich hoffe unsere Chefs machen das weiter mit, jetzt wo die Kitas ja offen sind. Dass Lehrer*innen und Erzieher*innen geimpft werden befürworte ich, ich bin Ihnen dankbar was sie bisher alles geleistet haben. Und gleichzeitig mehrt sich meine Sorge, dass dann gar keine Notwendigkeit mehr gesehen wird etwas an Schulen und Kitas für mehr Sicherheit der Kinder zu tun. Zumal wir mit den Großeltern unserer Tochter in einem Haus leben. Es ist ein bisschen zum davon laufen. Nur wohin.

      • Das stimmt. ALLE müssen geimpft werden, da schließe ich auch das Hauspersonal mit ein (also in den Sekretariaten und Hausmeisterkamern, aber auch in den Kantinen). Diese sind vielleicht nicht ganz so gefährdet wie die LuL und SuS, aber immer noch gefährdet. Wenn wir all diese Personen aber impfen, dann sind das in etwa, ich schätze mal, 13 Mil. Personen. Das sind zwar wichtige Personengruppen, gäbe es aber vielleicht wichtigere Personengruppen, die noch nicht geimpft sind (z.B. in den Versorgungswerken, Gesundheitsämtern/Gesundheitsbranche, Supermärkten, etc.)

      • Genau das wird passieren, weniger Bemühungen die Schulen sicher zu machen, weil dann eine große Interessensgruppe wegfällt, um auch aus Eigenschutz für mehr Sicherheit an den Schulen und Kitas zu sorgen. Alle die geimpft sind werden über kurz oder lang resignieren und sich mehr oder weniger aus dem Kampf für mehr Sicherheit zurück ziehen. Das ist leider ein Resultat aus den mittlerweile zermürbenden Dauer-Lockdowns.

        Ganz ehrlich: mir macht die dritte Welle weniger Sorgen, als die Spaltung, welche die Impfung durch die Gesellschaft ziehen wird, wenn die Geimpften mehr und mehr in der Mehrzahl sein werden. Und niemand denkt an das Schuljahr 2021/22. Da werden alle Kinder anfangs ungeimpft sein und ich bin mir jetzt schon sicher, dass man die Schulen wieder weit öffnen wird.

        Wenn ich nicht erst vor ein paar Jahren aus dem Ausland nach Deutschland zurückgekehrt wäre, würde ich schon direkt wieder auswandern.

  7. @Neu1
    „Im Übrigen sind die Inzidenzzahlen steuerbar durch die Menge der Tests.“

    Bedingt richtig, aber der R-Wert, die heilige Kuh im März 2020, ist dazu aber auch aussagekräftig. Heute 1,10, am Vortag hatte er bei 1,07 gelegen.
    Am Montag der Vorwoche lag der Wert bei 0,88.

    Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

  8. Möglicherweise hätte man mit entsprechenden sinnvollen Konzepten die Schulen tatsächlich ganz offen lassen können, gerade für die Klein(st)en. Diese Konzepte gab und gibt es aber nach wie vor nicht, auch da die Betroffenen LuL und Schulleitungen wenig bis gar nicht in den Entscheidungsprozeß eingebunden waren/sind, sondern nur jeweils wenige Tage vorher mit den anstehenden Änderungen konfontiert wurden (was nichts Neues ist). Es entscheiden, wie viel zu häufig, fachfremde Menschen, die keine Ahnung von den Gegebenheiten des Lehrberufs haben.

    Im Sekundarbereich ist Distanzlernen durchaus sinnvoll möglich, begleitet von einer Notbetreuung auch für SuS, die zuhause keine entsprechende Lernumgebung haben.

    Letztendlich werden die letzten beiden Schuljahre ungewöhnlich bleiben. Ob man das jetzt fatalistisch als verlorene Zeit betrachtet oder den möglichen Zugewinn an Eigentverantwortlichkeit schätzt und sich vor Augen führt, dass das Lernen fürs Leben nur zu einem sehr geringen Teil tatsächlich in der Schule stattfindet (auch etwas, worüber man sprechen könnte) bleibt jedem selbst überlassen. Vielleicht sollte man sich an die Generation der beiden Kurzschuljahre, in den 60ern glaube ich, erinnern, einfach mal tief durschatmen und einen virtuellen Museumsrundgang mit den Kids machen. Oder gemeinsam kochen…Möglichkeiten gibt es genug.

    • Ich hatte zwei Kurzschuljahre ( 1. und 2. ). Aus mir ist trotzdem was geworden. Ich weiß, was ich in der Zeit (60er Jahre) versäumt habe: Umgang mit dem Computer!!!!

      • Ja, in den 60er Jahren hatte auch jeder Haushalt den sog. „Rechnerraum“, wo der „Röhren-PC“ drin stand.

        Aber surprise: Den „richtigen“ Umgang mit Computern lernen die kleinen Lieblinge auch in der besten Schule nicht. Haben mehr Rechenleistung den je in der Hand, scheitern aber an Orderstrukturen und vernünftigen Suchanfragen („Was soll ich googeln?!“)

  9. Es wird für immer ein Rätsel bleiben, warum Grundschulen nicht mit Luftfiltern ausgestattet wurden und Kinder in Kleingruppen beschult werden. Ich sehe nur bei Klasse 1 und 2 die Notwendigkeit der Präsenz vor Ort.
    Ältere Schüler lernen sicherer und effektiver im Distanzunterricht.
    Es wird bei einer dritten Welle mit Mutationen kein Abitur/ keinen Schulabschluss wie üblich geben. Schnell steigende Infektionszahlen können auch die Kultusminister nicht mehr ausblenden. Spätestens wenn die ersten Kinder erkranken, werden Bildungspolitiker den Zorn der Eltern abbekommen.
    Wo bleiben kreative Lösungen? Das ist doch alles nur noch Chaos und Planlosigkeit. Ein Ausblenden der Realität führt nicht weiter.

    • Genau das frag ich mich auch spätestens seit Beginn des Schuljahres. Es ist fast nichts passiert in punkto Infektionsschutz in den Schulen! Aber die Lehrer*innen sollen die eierlegenden Wollmilchsäue sein in dieser verrückten Zeit. Man kommt sich so verheizt vor!

  10. Bloß nicht zu viel testen, sonst sind die Schulen gleich wieder zu 😉
    Ich habe gestern mit meiner Schwester gesprochen, welche im Baskenland wohnt.
    Ihre zwei Kinder 4. und 6.Klasse sind die volle Zeit, in voller Klassenstärke in der Schule. Aber die ganze Zeit mit Maske.
    Die Lehrpläne und die Klausuren werden durchgezogen.
    Hat alles einen enormen Spaßfaktor!
    Die Werte liegen relativ stabil bei 400 Neuinfektionen pro 100000 Einw./14Tag (nicht 100000/ 7Tage)
    Kneipen sind wieder zu und ganz alleine an dieser Pandemie schuld!
    Der Bewegungsradius um den Wohnort ist auf 5 Kilometer beschränkt. Alle treffen sich im kleinen Dorfladen, weil der große Supermarkt zu weit weg ist.
    Wird Blödsinn besser wenn andere genau so viel Quatsch verzapfen?
    Könnte es möglich sein, dass die Holzhammer- Methode nicht die allerbesten ist?
    Dieses Chaos herrscht nun seit einer gefühlten Ewigkeit. Mir ist dadurch klar geworden, wie groß die Missstände in den Schulen sind.
    Es braucht gute Konzepte und vor allem Personal.
    Herz , Hand und Verstand.

    Sind der Einzelhandel und die Gastronomie sicherer als die Schule?
    Wie viel Kollateralschäden sind vertretbar?
    Wäre es möglich gewesen die enormen Kosten der Pandemie zu verringern, wenn man einen Bruchteil davon in die Sicherheit der Schulen investiert hätte?
    Und die Frage nach den Toten will ich gar nicht mehr stellen.

  11. Bei uns klapp das Distanzlernen 1. Klasse super! Meine Tochter hat sich viel selbst beigebracht und hatte endlich mal Zeit an den Dingen zu Arbeiten die ihr Spaß machen (Naturtagebuch, Schneckenheft). Dabei hat sie viel gelernt und das vernetzt und mit allen Sinnen, statt einfach nur die Fächer ohne Alltagsbezug abzuarbeiten.
    Sie fürchtet sich vor dem Schulbeginn und seid sie weiß, dass alle mit Maske in der Klasse sitzen, will sie gar nicht hin. Ich würde mir sehr wünschen, dass die Präsenzpflicht aufgehoben wird oder es weiterhin komplett im Distanzunterricht weitergeht.
    Ich kann die Eltern, die auf Präsenz drängen nicht verstehen.

    • Gibt halt solche und solche Kinder. Die einen können gut zuhause lernen und die anderen nicht
      Das hat auch nicht immer was mit Erziehung zu tun, sondern auch mit Charakter.
      Ich habe noch Kindergartenkinder und muss Homeoffice machen. Ich finde es schon schwer. Sind halt immer 3 Dinge gleichzeitig die man tun muss.
      Wir schauen, dass wir unsere Kinder nicht jeden Tag in die Kita bringen. Aber mein AG sagt, Kindergarten ist offen, also warum sollen sie nicht gehen.
      Es sind nicht immer die verantwortungslosen Eltern, die ihre Kinder loshaben wollen 🙁
      Ich habe auch prinzipiell nichts gegen offene Kitas oder Schulen.
      Nur sollte dabei niemand zum Kanonenfutter werden

    • Ich muss einfach erwähnen, dass der Großteil der Fächer in den ersten Klassen doch relativ praxisorientiert ist. Lesen, Rechnen und Schreiben braucht man doch oft (auch wenn es ihrem Kind noch nicht so vorkommt).
      Im Grunde aber ja: Das SuS ihren eigenen Interessen, mögen sie sinnvoll oder nicht so sinnvoll aussehen, wird von diesen aber sicherlich hoch geschätzt.

    • Lernen mit allen Sinnen: Ich sehe die Schnecke, ich fühle die Schnecke, ich rieche die Schnecke, ich höre die Schnecke, ich schmecke die Schnecke. 😉

      Ich kann sie nicht mehr hören, die Geschichten über die Wunder-Erstklässler, die sich alles selbst beibringen. Alle Problene wären gelöst, selbst das, wer mal meine Pensionslast trägt, wenn die Geschichren wahr wären. Sind sie aber in der Regel nicht, weil die Eltern nunmal überhaupt keinen Sysgemischen Blick auf ihre Kinder haben. Als Erzieher oder Lehrer (in meinem Fall letzteres) schlage ich auch immer auf Elternabenden geistig den Kopf gegen die Wand, ob der Blödheit meiner „Miteltern“, weil ich mir denke, dass es nicht Gegenstand des Elternabend sein kann, dass Jerremy-Pascal überall schlechte Noten bekommt, denn Zuhause sei er ja so und so. Insofern hat diese Pandemie auch was gutes: Die Zahl der Elternabende hat rapide abgenommen. Das entlastet mich gleich an zwei „Fronten“.

    • Die einen können das, die anderen aber nicht!
      Wir haben ein liebevolles Elternhaus. Lernen zuhause ging so… Die Motivation ist Zuhause nicht wie in der Schule. Meine Tochter blüht wieder auf, seit dem sie seit einer Woche wieder zur Schule darf und ich hoffe sehr, dass es dabei bleibt!!!
      Allein das sie im Hort wieder mit ihren Freunden spielen darf ist mit das beste 😉
      Schulbesuch ist doch momentan freiwillig!

    • Wir lernen nun auch seit fast einem Jahr alleine zuhause. (Klasse 2)
      Mein Kind hat adhs und profitiert vom homeschooling immens. Die Lehrer können das in der Klasse garnicht leisten und hier zuhause kann ich immer wieder die Aufmerksamkeit einfordern.
      Wir machen Mathe zb nur im Stehen oder beim Spazieren. Im Sitzen schafft sie es nicht 3+1 auszurechnen und wenn wir uns bewegen, rechnet sie 67+25 innerhalb von Sekunden.
      Ob das am Ende alles gut wird, wird sich zeigen, aber wir haben ein gutes Gefühl und die Lehrerin ist vom Fortschritt auch begeistert.
      Ist natürlich ein Einzelfallbeispiel, aber wir bestätigen, dass Distanzlernen auch gut sein kann.

  12. Herr F. Hoffmann wird wohl leider recht behalten.

    Es ist aeusserst fahrlaessig, das unter den derzeitigen ZUSTAENDEN in den Schulen, die von den Damen und Herren der KM immer als „sicher“ bezeichnet werden, ueberhaupt ein einziges Kind in die Schule geholt wird, nun sogar volle Klassenverbaende.

    Es muessten Klagen hageln wegen VORSAETZLICHER KOERVERVERLETZUNG!!!!

    Leider kann dort niemand persoenlich zur Rechenschaft gezogen werden, da sich diese Herrschaften hinter ihrem Amt/Position verstecken.

    Es ist genau der Fall, das unsere Kinder in den Schulen einem Infektionsrisiko ausgesetzt werden, was vermeidbar waere, wenn rechtzeitig von Seiten der KM gearbeitet worden waere!!!!

    Nicht nur die Lehrer haben Angst um ihre Gesundheit, sondern auch alle Kinder und Eltern!!!!

    Verantwortung fuer die vielen Toten mit und durch Corona will eh keiner uebernehmen.

    Selbst wenn unsere Kinder JETZT in die Schulen durch die Kultusminister *innen GEZWUNGEN werden, ist das Schuljahr nicht haltbar und zum Dank haben wir kranke oder gar tote Kinder, mal abgesehen von den Angehoerigen, die sich dann auch noch infizieren.

    Und wofuer oder auch, wem haben wir dieses massive Risiko zu verdanken????

    Ein Jahr lang wurde NICHTS fuer die Sicherheit in Bezug auf Infektionsschutz an den Schulen von Seiten der KM getan, ausser laecherliche Lueftungskonzepte und halbherzige Hygieneplaene.

    Es MUESSEN!!! Pflichttestungen fuer alle Schueler, Lehrer und Mitarbeiter statt finden, gerade nach der langen Distanz vor Betreten des Schulgebaeudes, JEDER! Klassenraum mit Filteranlagen ausgestattet werden, kostenlose FFP2 Masken fuer Alle, sowie Seifen und Desinfektionsmittel, die wirksam sind gegen das Virus.
    Ach ja, von Plexiglaswaenden war doch auch mal die Rede…..

    Sollte diese Ausstattung den Kultusminister *innen zu teuer werden, dann ohne Diskussionen absoluter, sicherer Distanzunterricht, sowie Foerderungen im Distanzverfahren.
    Zeitlich haben die eh schon auf ganzer Linie versagt, da diese Ausstattung nicht mal bestellt wurde, ebenfalls die Testungen, immer noch freiwillig… Absolutes no go!!! Pflicht fuer Alle, die an dieser Grossveranstaltung Schule teilnehmen muessen, 2x pro Woche.

    Die duerfen nicht vergessen, selbst wenn die Lehrer*innen geimpft werden, Impfstoff fuer Kinder gibt es noch gar nicht und viele der Eltern sind auch noch nicht geimpft, selbst, wenn sie wollten.
    Komplette „Milchmaedchenrechnung“, der wir wieder viele Tote und Kranke zu verdanken haben werden!!!

    Ich habe kein gesundes Kind zur Welt gebracht, damit es durch diese Unfaehigkeit des Handelns erkrankt, dauerkrank oder gar stirbt.

    • FFP2 Masken sind nicht für Kinder. Schon gar nicht für die kleinsten!!
      Selbst Erwachsene dürfen diese nicht uneingeschränkt verwenden.

  13. Heute zufällig gehört….mit Hilfe von Eltern, konnten in Mainz 30 Klassensäle mit Luftfilteranlagen installiert und auch behördlicherseits abgenommen und in Betrieb genommen wurde….Ein begeistertes Lob an diese Eltern und an die dortigen Behörden die sich aus ihrer “ Schockstarre“ befreien konnten…Respekt! Es geht tatsächlich auch anders…ich kenne heimatnah, Fälle von “ behördlichen Aktionismus….“die leider in’s Gegenteil umgeschlagen sind!

    • Ja, man hat den Eindruck, Deutschland steht sich selbst auf den Füßen: Bürokratie, unklare oder ständig hin und her geschobene Zuständigkeiten, die heilige Kuh des Datenschutzes, der alles andere, was in so einer Lage praktisch nötig und sinnvoll wäre, untergeordnet wird…

    • Bei uns war es so, dass Eltern eine Anlage für die vierte Klasse gekauft hatten – durfte wegen Schulleiterin (wollte letzten Donnerstag noch FFP 2 Masken verbieten) abgelehnt.
      Im Kindergarten will ich eine Anlage (von Stiftung Warentest auf Corona geprüft) auf eigene Kosten kaufen. Wird wohl abgelehnt wegen der Handreichung des tollen Umweltbundesamts abgelehnt. Allen Argumenten ist hier aber niemand zugänglich.

  14. Meine Güte, frag mich die ganze Zeit was wir Pflegekräfte machen würden, „steck ich mich an, oder nicht. Uns fragt keiner, leider…… wir müssen da durch ob wir wollen oder nicht.
    Was läuft in unserem Schulsysthem eigentlich so verkehrt. Das war auch schon vor corona nicht besser. Die Toiletten waren schon immer ein Graus, oder sehe ich das falsch.
    Unsere Damen Herren da oben lassen uns ins offene „Messer“ laufen, wann merken wir das eigentlich. Wir sind Handpuppen für die. Tragen Maske, halten Abstand, machen Tests, einige sind geimpft. . Nichts hat sich dadurch gebessert, ganz im Gegenteil. Ich hab mir sogar ein Auto gekauft um Bus und Bahn zu weichen. Trotzdem steigen die Infektionens Zahlen. Naja man kann es glauben oder auch nicht.
    Trotzdem bleibt gesund

    • Ja ich bin auch in der Pflege. Ich kann nicht zuhause bleiben. Ich arbeite. Ich hatte corona. Zum Glück nicht leicht.
      Aber was hat man uns alles versprochen.
      Lavendel hat man uns vors klinikum gepflanzt. Zum Beruhigen der Nerven

    • Man sollte sich lieber solidarisieren statt über andere Berufsgruppen herzuziehen. Das Gesundheitswesen wird genauso wie die Bildung seit Jahren totgespart. Wir alle verdienen sichere Arbeitsbedingungen!

      • Sehr gut gesagt, danke.

        Ein Unterschied ist noch, dass man als Arzt, Krankenschwester, Pflegepersonal von Berufs wegen und grundsätzlich mit Kranken zu tun hat. Als Lehrer nicht. Deshalb haben wir auch keine Schutzkleidung uns müssen uns sogar die Masken selbst kaufen.

  15. Und ich hab ab dieser Woche wieder Sportunterricht? Sorry, aber langsam schwindet jegliches Verständnis für sämtliche neue Maßnahmen.
    VG aus Sachsen.

    • Ich auch nicht. In NRW z.B. sind Lockerungen in der Gesellschaft im Sportbereich seit gestern gemacht worden. Die beschränken sich allerdings auf eine Teil-Öffnung unter freiem Himmel mit maximal 2 Personen oder dem eigenen Hausstand bisher. So weit, so gut.

      In den Schulen aber sollte in der Theorie vorrangig Sport unter freiem Himmel betrieben werden, so es die Witterung zulässt, was ich persönlich bei mindestens 5 m Abstand auch okay finde.
      ABER: Therorie und Praxis driften da wieder arg auseinander wie so oft im Leben. Hat man nun keine Lust auf „draußen“, obwohl die Witterung den Unterricht draußen zulassen würde, bleibt man eben „drin!“ Und „drin“ geht alles: mit Maske, ohne Maske, egal!

      Angedacht ist es „mit Maske“ (und das macht gerade nach der langen Sportpause der meisten richtig, richtig viel Spaß!) in der Theorie bei nicht arger Anstrengung – in der Praxis aber bringen die SuS Handtücher mit wegen der Schweißbildung und stehen kurz vorm Kollabieren. Das steht und fällt dann wohl mit dem Verantwortungsgefühl und dem Gefahrenbewusstsein der LuL und mit dem Körperbewusstsein der SuS , die hoffentlich erkennen, wann sie eine Verschnaufpause ohne Maske benötigen. Alles aber überhaupt kein Problem, zumal es ja sowieso auch erlaubt ist, Ausdauersport mit vollem Sportkurs (30 Personen) auch ohne Maske in der Sporthalle zu machen. Völlig egal. Notfalls Masken auch einfach mal sowieso runter … besser das Virus bekommen/verteilen als direkt vor Ort umzukippen. Supi! Alles geht.

      Diese Inkonsequenz unserer „Entscheider“ ist nur konsequent: draußen passt man dann noch unter Androhung von rechtlichen Konsequenzen (!) auf (2-Personen-Open-Air-Sport mit Abstand), in den Schulen ist alles sch….egal! Da gehen dann auch 30 Personen in der Halle ohne Maske. Private Sporthallen bleiben zu, Schulsporthallen sind geöffnet. Out of control…mit oder ohne Maske … und fürs seelische Befinden (körperliche Anstrengung mit dem Stinkeding im Gesicht oder ohne Stinkeding das volle Bewusstsein über seine totale Ungeschütztheit) interessieren sich die „Entscheider“ nicht die Bohne. Sport hält gerade in Coronazeiten gesund, das weiß doch jeder… passt! Schulen sind sicher, passt auch! Es reicht, dass man dann im Privaten aufpasst (max. 2 Personen unter freiem Himmel). Kennen wir alles schon.

  16. Ich sehe dass auch so. Die zwingen jetzt die Kinder in den Unterricht und die werden krank oder sterben vielleicht sogar an der Mutation. Ich als Mutter finde schlimm dass ich nichts dagegen unternehmen kann. Das kommt aber such weil es so viel Eltern gibt die das Problem mit dem Virus nicht akzeptieren wollen und ihre Kinder mit so einer schlimmen Gefahr in die Schule schicken wollen weil die Eltern selber nicht in der Lage sind sich vernünftig um sein eigenes Kind zu kümmern trotz Arbeit. Kann ich nicht verstehen und dank denen müssen sich die Sorgenvollen Eltern zwingen lassen die Kinder zum Unterricht zu schicken. Für mich unter diesen Bedingungen und der Gefahr einfach eine reine kindeswwohlgefährdung. dass viele Menschen lieber vor der Realität weg laufen und die Gesundheit aller riskieren.

    • Naja, das ist auch nicht ganz fair, was sie da schreiben. Wie soll denn eine Supermarkt Kassiererin mit Automechaniker als Mann die Betreuung der Kinder ohne Kita und Schule oder Hort hinbekommen? Bei allem Verständnis sollte man fair bleiben.
      Und bisher sind die Kinder noch nicht reihenweise tot umgefallen und das bleibt hoffentlich so!!

      • Sogar wenn es „nur“ einige Kinder treffen wird : wenn man das eigene Kind beerdigt, ist es völlig egal, wie viele andere es auch getroffen hat. Ich habe das schon mal machen müssen, es macht das Leid nicht kleiner, wenn es nur wenige oder aber viele andere auch trifft.

        • Dann müssen unsere Kinder prinzipiell zuhause in eine Gummizelle packen. Dann können wir sie vielleicht vor allem Unheil der Welt schützen.
          Es sterben auch Kinder an anderen Krankheiten.
          Man darf sich nicht von seiner Angst beherrschen lassen

          • @Mutti
            „Man darf sich nicht von seiner Angst beherrschen lassen“
            sagt die Mutti, die etwa 3 Stunden später Angst hat vor Masken und deren Folgen für die Gehirnentwicklung von Kindern.

            Aaaah ja!
            😉

            “ Mutti 23. Februar 2021 um 17:26
            Liebe Katinka,
            zum einen ist es für kleine Kinder schwierig, die ganze Zeit mit Maske rumzulaufen und zweitens benutzen Kinder diese relativ falsch, sodass sie ihren Sinn verfehlen.
            Weiterhin ist es noch gar nicht erforscht, inwiefern sich dauerhaftes Maskentragen auf die Gehirnentwicklung von Kindern auswirkt.“

          • Ich finde weder volle Klasse gut und richtig, noch finde ich Maskenpflicht für Kinder gut und richtig.
            Aber sobald man sich hier mal anders äußert, ist man der Buhmann.

            Ich habe auch Respekt vor Corona. Ist nicht so, dass ich niemanden kenne, dass das hatte. Ich kenne einige. Ist auch jemand in meinem Umkreis gestorben (allerdings mit schwerer Vorerkrankung und alt) und ich kenne auch jemand, der immer noch Probleme mit der Atmung hat.

            Ich bin nur der Meinung, dass Kinder nicht in der Verantwortung stehen sollten, uns zu schützen.
            Das geht anders. Diese Verantwortung sie nicht tragen. Auch weil man die nur zum Teil hat, da man nie weiß, mit wem man zusammentrifft.
            Es gibt auch genug Menschen, die sich doch im Supermarkt anstecken.
            Und auch wenn hier einige das psychische Problem vieler Kinder runterspielen, was Kinder durch den Lockdown haben, ist das auch nicht harmlos.
            Ein Kind das über längere Zeit erzählt bekommt, dass es andere anstecken kann und die Oma schützen muss und nicht umarmen darf, wird dann, wenn es wieder darf, die Oma vielleicht nie wieder umarmen.

            Ich habe im Freundeskreis Lehrer und auch eine Kindergartenerzieherin und die gehen sehr souverän damit um. Die haben auch Sorge, aber versuchen dies an die Kinder nicht weiterzugeben.
            Und wir sind als Familie auch nicht verantwortungslos.
            Ich habe meine Kinder auch schon vor Corona mit jeder Erkältung zu hause gelassen, aus Rücksicht den anderen Kindern und Erziehern gegenüber.

            Aber ich wäge auch ab als Mutter, was ist gut für Kinder und was nicht. Ich kann nur für meine eigenen sprechen. Die brauchen Kontakt zu anderen Kindern. Und den bekommen sie,

        • Trotzdem meine Frage, wie sollen das die Eltern machen,die in Berufen arbeiten, wo kein Homeoffice möglich ist?
          Ärzte zum Beispiel, Krankenschwestern, Pfleger etc

      • @Fair:
        Dafür gibt es 40 Kinderkrankentage pro Jahr und und 300€ pro Kind.
        Das hatten wir jetzt wirklich schon oft genug, meine Güte.

        • Echt?
          Schon mal mit dem Arbeitgeber darüber gesprochen, dass man ja jetzt 40 Tage länger zuhause bleiben kann???????
          Und die 300 Euro soll man in Kindermädchen investieren?
          Die 300 Euro pro Kind habe ich ehrlich gesagt nicht gebraucht, Die wären in Lüftungsanlagen für Schulen besser investiert gewesen!!!!

          • Dann stellen Sie das Geld doch der Schule zur Verfügung. Die kann es bestimmt gut gebrauchen, wie Sie ja selbst sagen.
            Zu den Kinderkrankentagen: ja, in der Tat. Man darf jetzt 40 Tage zuhause bleiben, wenn die Einrichtung des Kindes zu ist. Wenn Sie das nicht in Anspruch nehmen, sind Sie selbst Schuld. Dann haben Sie aber auch keinen Grund zu meckern.
            Och Mutti, ist gut jetzt.

  17. Wir sollten doch die Kirche im Dorf lassen. Mehrfach lese ich hier von bald schwer kranken oder gar toten Kindern durch die böse Mutation. Das ist in keinster Weise zu erwarten. Nach wie vor erkranken Kinder in der Regel nur leicht oder gar nicht. Mag es einem Teil der Kinder gut tun, zu Hause -weitesgehend isoliert- alleine zu lernen, so sollte das doch bitte nicht die Regel bleiben. Kinder benötigen andere Kinder, sie benötigen Struktur, Sicherheit- auch außerhalb des Elternhauses. Das gehört zu einer gesunden Entwicklung dazu. Und ich sehe berufsbedingt – gerade bei weniger robusten Kindern- leider zunehmend Probleme auf vielen Ebenen, gesundheitlich, psychisch… Insofern sollte immer eine sorgfältige Abwägung erfolgen, bevor man für geschlossene Schulen plädiert.
    Die Angst vieler Lehrer kann ich verstehen. Aber auch andere Berufsgruppen sind diesem Risiko ausgesetzt. Ältere Lehrer und vor allem auch ältere Erzieher bald zu impfen, halte ich dennoch für richtig.

    • Bitte vergessen Sie mal die Angst vieler Eltern nicht. Wenn die Kinder sich infizierten, infizieren sich auch die Eltern. Es geht nicht nur um Schüler und Lehrer! Es handelt sich bei Schulbesuchen um Massenveranstaltungen mit genau denselben Risiken für das Infektionsgeschehen. Das Virus geht aus der Gesellschaft rein in die Schule und geht zurück in die Gesellschaft. Die Inzidenzen steigen, die Intensivstationen füllen sich … mit Eltern, Großeltern. Nach so langer Zeit der Pandemie haben Sie immer noch nichts verstanden? Oder verschanzen Sie sich an der Tellerrandgrenze als seelischen Schutzmechanismus für sich selbst?

      • Ich frage mich immer, warum einige Foristen immer gleich mit Beleidigungen um sich werfen müssen, nur weil jemand eine andere Meinung vertritt??? Aber wenn die Argumente ausgehen, bleibt vermutlich nichts anderes übrig.
        Sie können sich sicher ausrechnen, dass Eltern von Schulkindern in der Regel nicht über 60 sind und schon gar nicht alle einer Risikogruppe mit Vorerkrankungen angehören. Sie sterben -entgegen ihrer Behauptung- sicher nicht reihenweise, sobald sie sich infizieren. Stimmt alles nicht. Sollten tatsächlich Risikopatienten in der Familie leben (und das sind in dieser Altersgruppe wenige; belesen sie sich bitte, falls es tatsächlich interessiert), dann darf der Schüler gerne von der Präsenzpflicht befreit werden. Dies ist mittlerweile sehr problemlos möglich. Schulen grundsätzlich zu schliessen, ist und bleibt unverhältnismäßig.

        • Jau…ich finde leider gerade keine Zeit, mich mit Ihnen im Kreis zu drehen, muss noch fix zu meiner (noch nicht geimpften Großmutter) … und mir gehen auch die Argumente aus. – Naja, ein bisschen Schwund ist immer, nicht wahr?

        • Danke dafür!!! Nelly…
          Es fällt mir auch auf, dass schnell die Beleidigungen ausgepackt werden, obwohl die die manches in die andere Richtung kritisch sehen, diejenigen sind, die freundlich und sachlich bleiben.
          Ein Meinungsaustausch kann doch freundlich bleiben.

    • Ich mache mir weniger Sorgen um meine Kinder und meine Schüler, sondern vielmehr um die Familien, die dahinter stehen. Es stimmt, dass Kinder seltener schwer erkranken und noch seltener sterben (auch wenn man Langzeitfolgen auch leichter Infektionen immer mitdenken muss), aber deren Eltern können reihenweise schwer erkranken und sterben. Das ist doch gerade das Problem, dass die Kids kaum Symptome haben, aber das Virus in ihre Familien tragen. Da sind haufenweise Risikopatienten. Man kann das wunderbar in anderen Ländern beobachten wie England, wo das Virus Eltern mit Kindern im Schulalter reihenweise ins Krankenhaus gebracht hat oder in Israel, wo man jetzt lockert, obwohl die jüngere Generation noch nicht geimpft ist.
      Wir Lehrer können FFP2 tragen und Abstand halten – Eltern zuhause können und SOLLEN das nicht. Ich für meinen Teil werde jetzt erstmal nicht mehr als Lehrerin arbeiten – nicht aus Angst vor Ansteckung in der Schule, sondern aus Angst, dass sich meine Kinder anstecken und dann uns zuhause auch. Kinder halten sich eben nicht an AHA-LA-Regeln.
      Deshalb: Präsenzpflicht aussetzen! Verpflichtende Tests in Schule für ALLE.

  18. Liebe Redaktion, könntet Ihr bitte diese Situation in Stockholm und Dänemark recherchieren und einen Artikel darüber zu schreiben. Bitte!

    Ich frage mich, wieviele sind dann im Deutschland betroffen und warum man darüber hier schweigt.

    https://nyheder.tv2.dk/samfund/2021-02-18-danmark-faar-sin-foerste-senfoelgeklinik-for-coronaramte-boern
    In Dänemark wird jetzt die erste Kinderklinik für Corona Spätfolgen eröffnet.
    Soviel dann dazu, dass Corona keine Gefahr für Kinder ist.

    https://amp.svt.se/nyheter/lokalt/stockholm/allt-fler-barn-utreds-for-langtidscovid
    In Stockholm sind über 200 Kinder erfasst die an Long Covid Symptomen leiden, darum gibt es am Astrid Lindgren Kinderkrankenhaus in Stockholm eine eigene Abteilung für Kinder mit Longcovid

  19. Gerade in der Pandemie im Bildungskontext:

    – ‚Kinder brauchen andere Kinder‘: Wer nimmt sich das Recht heraus so zu generalisieren? Fragen Sie mal die Kinder, die in der Schule durchgehend gemobbt werden. Oder solche, die mit schlechtem Gewissen in die Schulgemeinschaft gepresst werden mit dem Wissen darum, dass zu Hause die krebskranke Mutter sitzt. Fangen wir endlich an, die Dinge differenziert zu betrachten! Das ist nicht so einfach aus der ‚Schubladenkultur‘ zu entweichen, aber gerade als Menschen, die Verantwortung für Kinder übernehmen sollten wir sensibler mit unseren Statements umgehen.

    – ‚Mit Medien vernünftig umgehen lernen Kinder nie‘: Digitale Medien sind ein Teil der Lebenswelt der Kinder (das war in den 60ern noch anders). Der Bildungsauftrag lässt uns keine andere Wahl, als die Kinder auf das Leben das draußen vorzubereiten. Das bedeutet, sie kompetent zu machen durch ein Lehren und Lernen mit und über digitale Medien. Gerade in der Pandemie zeigt sich, dass dies zwar beispielsweise von der KMK erkannt wird, aber kaum Rahmenbedingungen schnell und unbürokratisch in den Schulen ankommen. Und damit meine ich nicht, dass man die Menschen mit Geräten zuschüttet. Es geht um Ressourcen, die ein digitales Lernen durchgehend unter dem Primat der Didaktik möglich macht (sichere kostenlose Software, IT-Support, persönliche Betreuung, durchgehende Fortbildung etc.)

    – ‚Kinder erkranken nicht ernsthaft am Virus‘: selbst wenn dies aktuell so wäre, ist das kein Argument, um sie als Überträger zu vernachlässigen. Aber auch hier gibt es bereits Pathologen, die ihre Toten auf dem Tisch nicht mehr nur in der älteren Generation verorten. Das Virus verändert sich ständig, es sucht Möglichkeiten, sich zu reproduzieren. Wer sagt Ihnen, ob es das gerade in diesem Moment nicht schon tut?

    Also: Bitte gehen wir differenzierter an die Dinge heran. Fordern wir nachdrücklich Rahmenbedingungen, damit wir möglichst vielen Einzelfällen gerecht werden. Die KMK verhält sich konservativ – keine Ahnung, welche Leute hier fachlich beraten. Es scheint aber wesentlich der politische Kontext zu sein, der immer noch nicht zulässt, Schule im 21. Jahrhundert differenziert zu betrachten und gerade in Notzeiten flexibel – ohne auf Kernaufgaben verzichten zu müssen – reagiert. Hoffen wir auf Einsicht und geschenktes Vertrauen auf die Lehrer*innen sowie ein Loslassen von absoluter Kontrolle zugunsten einer autonomeren Schule, die Einzelfälle nicht vergisst.

  20. Dann müssen unsere Kinder prinzipiell zuhause in eine Gummizelle packen. Dann können wir sie vielleicht vor allem Unheil der Welt schützen.
    Es sterben auch Kinder an anderen Krankheiten.
    Man darf sich nicht von seiner Angst beherrschen lassen

    • „Mutti“, Sie verbreiten hier im Forum mantra-artig Binsenweisheiten, die mir rhetorisch motiviert scheinen: Glauben Sie tatsächlich daran, dass Sie Ihre Kinder in einer Gummizelle, die Sie offenbar bei sich zu Hause eingerichtet haben, „vor dem Unheil der Welt“ – was immer dieses Abstraktum sein mag – schützen könnten? Hier liegt schon der erste Denkfehler, oder? Und warum schreiben Sie relativierend „es sterben auch Kinder an anderen Krankheiten“ – das ist auf dem Niveau von „es gibt auch andere Umweltschäden“. Und wie kommen Sie darauf, dass Menschen, die für Infektionsschutz eintreten, sich von ihrer „Angst beherrschen lassen“? „Angst“ hat seine Funktionen – nämlich Vorsicht walten zu lassen – sie ist menschheitsgeschichtlich gesehen ein grundlegender Impuls, der das Überleben des Individuums und auch des Kollektivs sichert. „Man darf“ durchaus Angst haben. Zudem ist es nicht so, dass Menschen, die auf bestmögliche Sicherheit in einer Pandemie bestehen, sich von Angst „beherrschen“ ließen. Diese Menschen sehen vielmehr mit Sorge, dass es ein Virus gibt, vor dem sich Menschen schützen könnten, wenn man sie denn ließe, und dass dieser Schutz politisch verwehrt wird aus finanziellen Gründen, aus Gründen der Organisation, aus Gründen der Überforderung, aus Gründen des Drängelns von Menschen, die ausblenden, dass andere Menschen zu Schaden kommen oder sogar versterben, wenn man Schutzmaßnahmen aufhebt, etc.

  21. 2 und halb MILIONEN gestorbenen Menschen (mindestens!!) allein an Corona in einem Jahr Weltweit hat gar nicht mit Angst zu tun.

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