„Nur geimpfte Lehrer sollen unterrichten – alles andere ist unverantwortlich“

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STUTTGART. Nach monatelangem Schul-Lockdown drücken seit Montag bundesweit wieder Hunderttausende Jungen und Mädchen die Schulbank. Ist das in Ordnung? Oder ist es ein Fehler? Die Meinungen gehen da auseinander. Sehr weit sogar – wie das Beispiel Baden-Württemberg zeigt. Allerdings lässt sich ein Faktum nicht bestreiten: Die infektionszahlen steigen seit den Schulöffnungen rasant.

Der Gesundheitsschutz für ungeimpfte Lehrkräfte reicht nicht aus – meint der VBE. Foto: Shutterstock

Seit einer Woche herrscht wieder Betrieb in den baden-württembergischen Klassenzimmern. «Gut so!», sagen die einen. «Warum nur?», fragen dagegen die Gewerkschaften. Denn die Öffnung der Schulen zu Wochenbeginn sei ein großer Fehler gewesen, kritisiert der Verband Bildung und Erziehung (VBE). Mittlerweile sei klar, dass auch Kinder in Kitas und Grundschulen infektiös sind und das Virus übertragen können.

«Fast alle Grundschulen melden uns zurück, dass die Klassen aufgrund fehlender räumlicher und personeller Möglichkeiten nicht geteilt werden können. Abstandhalten ist nicht möglich. Eine Maskenpflicht gab es nicht. Gleichzeitig gehen die Inzidenzen durch die Decke und viele Lehrkräfte haben noch immer keinen Impftermin erhalten», sagte der baden-württembergische VBE-Landesvorsitzende, Gerhard Brand. «Das wäre vermeidbar gewesen.»

«Es hätten zunächst die Voraussetzungen für einen sicheren Unterricht erfüllt werden müssen»

Auch die Gewerkschaft Verdi verweist auf einen falschen Zeitpunkt für den Neustart. «Es hätten zunächst die Voraussetzungen für einen sicheren Unterricht erfüllt werden müssen», sagte die stellvertretende Landesbezirksleiterin, Hanna Binder. «Das wurde zu schnell umgesetzt und auch die Maskenpflicht an den Grundschulen kam viel zu spät.»

Nach wochenlangem Corona-Lockdown und Distanzunterricht waren Fünft- und Sechstklässler am Montag in den Präsenzunterricht zurückgekehrt. Zudem waren die Grundschulen vom Wechselunterricht in den Regelbetrieb übergegangen. Schüler von der siebten Klasse an bleiben – mit Ausnahme der Abschlussklassen – bis nach den Osterferien im Fernunterricht. Vom morgigen Montag an gilt zudem die Maskenpflicht auch an Grundschulen. An den weiterführenden Schulen in den fünften und sechsten Klassen und Abschlussklassen besteht schon eine Pflicht, die Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Bisher sind offiziell nur Alltagsmasken vorgeschrieben, in der Praxis werden zumeist fast nur noch medizinische Masken getragen.

Das Kultusministerium der scheidenden Ministern Susanne Eisenmann (CDU) – sie hat nach ihrer Wahlniederlage am vergangenen Wochenende den Rückzug aus der Politik angekündigt – widerspricht den Gewerkschaften vehement. «Es war richtig, den Kindern wieder mehr soziale Kontakte zu ermöglichen und ihnen mit dem Schulbesuch wieder eine feste Struktur zu geben», sagt ein Sprecher. Der Präsenzunterricht sei hinsichtlich des Lernfortschritts der Schüler und auch hinsichtlich des sozialen Miteinanders durch nichts zu ersetzen. Andere Bundesländer seien bei der Öffnung der Schulen bereits deutlicher weiter als Baden-Württemberg.

«Die Lehrer haben uns in einer Umfrage wissen lassen, dass sie Angst haben zu unterrichten»

Nach Überzeugung des VBE hat die Landesregierung hingegen ignoriert, dass die grassierende britische Mutation als deutlich gefährlichere und aggressivere Variante im Land unterwegs ist. «Da hätte man handeln müssen», sagte der Landesvorsitzende Brand. Tatsächlich registriert das Landesgesundheitsamt steigende Fallzahlen – vor allem unter Kindern und Jugendlichen (News4teachers berichtet ausführlich darüber). «Wenn wir Kitas und Schulen öffnen, müssen wir auch höhere Infektionszahlen in Kauf nehmen», heißt es dort.

Brand: «Die Lehrer haben uns in einer Umfrage wissen lassen, dass sie Angst haben zu unterrichten.» Es fehle an den Grundschulen zudem das Personal, um die Klassen zu teilen. «Die Impfstrategie des Landes hat sich als Katastrophe entpuppt. Fast alle Kollegen zeigen ein Unverständnis.» Die Umfrage sei wegen der nicht ausreichenden Zahl an Rückmeldungen zwar nicht repräsentativ, sie spiegele aber eine eindeutige Tendenz wider.

Uneins sind VBE und Ministerium auch in der Frage der Impfungen. Nach Überzeugung des Verbands sollten Lehrerinnen und Lehrer nur unterrichten dürfen, wenn sie ausreichend vor dem Coronavirus geschützt sind. «Ohne Impfungen keine Schulöffnung», sagte Brand. «Nur wer geimpft ist, sollte in der aktuellen Pandemie-Situation unterrichten, alles andere ist unverantwortlich.» Rechtlich ist das aber nach Angaben des Landes nicht durchzusetzen. «Die Impfung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 ist in Deutschland freiwillig», sagte der Sprecher des Ministeriums. Arbeitgeber könnten sie nicht als Voraussetzung definieren und auch nicht anordnen.

In Baden-Württemberg können sich Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte impfen lassen – egal, an welcher Schulform sie unterrichten und ob sie bereits wieder in Präsenz an der Schule sind (in den übrigen Bundesländern werden von den Lehrern nur die an Grundschulen beschäftigten geimpft). Sie erhalten den Impfstoff von Astrazeneca, der in den vergangenen Tagen vorsorglich nicht gespritzt wurde.

Anders als die Gewerkschaften und viele Lehrkräfte sind die Kultusminister der Länder überzeugt, dass die Schulen in Deutschland so lange wie möglich offengehalten werden müssen. Dabei sollten Lehrkräfte im Präsenzunterricht zugleich Vorrang beim Impfen bekommen. Auf diese gemeinsame Position haben sich die Ministerinnen und Minister bei Beratungen in der Kultusministerkonferenz (KMK) verständigt, wie aus einem am Freitag veröffentlichten Beschluss hervorgeht. News4teachers / mit Material der dpa

Kultusminister verabschieden sich vom Inzidenzwert – weil Schüler jetzt getestet werden

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38 KOMMENTARE

  1. Bei all dem wird vergessen, dass die Schülerschaft noch lange nicht geimpft ist!
    Unter Schülern wird das Virus weiter mutieren, wenn es weiterhin die Gelegenheit bekommt!

    Wenn wir Pech haben, greift dann irgendwann bei einer Mutante auch die beste und sicherste Impfung bei Erwachsenen „ganz plötzlich und unerwartet“nicht mehr und wir stehen wieder am Anfang.
    Wollen dann wieder alle behaupte, das käme alles so plötzlich und unerwartet, man habe das doch nicht wissen können???

    Einzig verantwortungsvolle Alternative aus meiner Sicht:
    Kontakt vermeiden auf Teufel komm raus – in Firmen, im Innenstädten und selbstverständlich auch und gerade in der Schule!
    Statt dessen Geld, Zeit und Energie lieber in guten Distanzunterricht stecken und in gute Betreuung derjenigen, die nicht zu Hause sein können.
    Wir sollten froh sein, wenn LEBENSWICHTIGE Bereiche weiter funktinonieren: Arzt/Krankenhaus/Apotheke, Lebensmittelversorgung, Wasser, Strom etc.
    Dann kann man verantworten, dass die Kinder unter angemessenen Schutzvorkehrungen in der Schule betreut werden, die wirklich nicht zu Hause sein können.

    Alles andere grenzt aus meiner Sicht an Wahnsinn und ist wissenschaftlich m.E. nicht haltbar!

    Allein, mir fehlt der Glaube, dass noch sinnvolle Entscheidungen getroffen werden.
    Das in einem Land der Dichter und Denker… es dichten sich alle irgendwas zusammen, das gerade in den Kram passt und denken Jede/r, was er/sie gerade will…

    • „Statt dessen Geld, Zeit und Energie lieber in guten Distanzunterricht stecken und in gute Betreuung derjenigen, die nicht zu Hause sein können.“ Genau! Langsam sollte klar sein, dass die Rückkehr zur Normalität wie vor Corona noch länger auf sich warten lässt – der Zeitpunkt, wann Kinder geimpft werden, ist noch gar nicht wirklich abzuschätzen. Aussitzen, indem nur volle Präsenz als Ziel anvisiert wird und wir jetzt wieder auf die Erhöhung der Impfdosenlieferungen und verfügbaren Schnelltest warten, geht einfach nicht mehr. Wegen der neuen Dynamik müssen die Konzepte deutlich flexibler werden, sonst erleidet das Bildungssystem echt „Schiffbruch“ (wie die Kindernothilfe das auf den Punkt gebracht hat). Vor allem braucht es endlich echte Lösungen für die Kinder, die nicht zuhause bleiben können. Als Argument dürfen sie ja stets herhalten, aber bisher hatte diese „Aufmerksamkeit“ noch keine praktisch entlastenden und förderlichen Konsequenzen für diese Kinder und ihre Eltern.

  2. Hallo,
    der Satz „nur geimpfte Lehrer sollen unterrichten“ kommt mir wie Hohn vor. Warum: seit einem Jahr unterrichte ich weit über dem Debutat, weil eben Risikogruppen nicht an der Schule unterrichten. Aktuell bin ich bei 30 Stunden pro Woche bei einem 25ger Debutat. Ich habe viele Prüfungsklassen übernommen, die extrem zurück sind und auf die Prüfungen vorbereitet werden. Ja, ich habe das Glück schon geimpft zu sein, aber wenn es wirklich so kommt, dass noch mehr auf den Kollegen (mwd) vor Ort abgewälzt wird, dann brechen wir bald zusammen.
    Die Forderung alle Lehrer möglichst schnell zu impfen unterschreiche ich, aber die obige Forderung kann ich nicht unterstützen.

  3. Wenn man mit AZ impft, ist der volle Impfschutz erst nach der zweiten Impfung aufgebaut. Diese wiederum erfolgt 12 Wochen nach der ersten. Von daher sollte man entweder alle Schulen sofort für mindestens diese 12 Wochen schließen oder einen der anderen Impfstoffe verwenden, bei denen diese Zeit geringer ist.

    AZ schützt zwar auch nach einer Impfung in geringerem Maße, aber da die intensiven (!) Kontakte in einer Schule weit jenseits dessen liegen, was überall anders vorkommt, ist das vermutlich nicht ausreichend.

    Dazu kommt, dass AZ für den Schutz der SuS ungeeignet ist, denn bislang wurde nur nachgewiesen, dass AZ die Wahrscheinlichkeit für schwere Verläufe stark reduziert. Bei Biontech hat sich in Israel gezeigt, dass es Ansteckungen an sich verhindert. Genau das ist bei AZ nicht nachgewiesen, man muss also davon ausgehen, dass die geimpfte Lehrkraft ihrerseits trotzdem mild erkranken und die SuS anstecken kann. Wenn man das mit der Vermutung kombiniert, dass Geimpfte weniger Vorsicht walten lassen, wird das eine gefährliche Mischung für die SuS und ihre Familien.

    • Mittlerweile werde ich da echt sarkastisch: Wenn ich nach einer Impfung „mild erkranke“, bin ich halt krank und falle aus. Sollen die KM’s ihren Mist doch alleine machen. Am besten unterrichten dann die Ministerialbeamten der B-Klasse…
      Dass die SuS darunter leiden ist mir auch klar – aber irgendwann ist es einfach mal zu viel. Eigentlich ist es schon lange viel zu viel…

  4. Ich will mich gerne impfen lassen, habe aber wegen familiärer Vorbelastung große Angst mich mit Astrazeneca impfen zu lassen. Als Lehrerin habe ich aber keine Wahl. Während alle, die sich im Impfportal anmelden einen zufällig zugeteiliten Impfstoff bekommen, ist der Impfstoff bei Lehrer vorgegeben. Das macht ein ungutes Gefühl und verstärkt das Gefühl, das für Lehrer das billigste gut genug ist. (Ich hätte kein Problem mit Astrazenca geimpft zu werden, wenn das ausgelost wird. Bei anderen Impfungen kann man ja auch nicht zwischen mehreren Impfstoffen wählen. Aber ich hätte gerne wenigstens die faire Chance, vielleicht doch einen anderen Impfstoff zu bekommen, bei dem ich weniger Angst hätte.)

    • Astrazeneca ist für Lehrer vorgegeben. Der als gut verträglich geltende Mainzer Impfstoff Corminaty von Biontech-Pfizer, von unser aller Steuergeldern bezahlt, wird teuer ins Ausland verkauft. Wir dürfen gespannt sein, womit sich die PolitikerInnen impfen lassen bzw. bereits heimlich impfen lassen haben, ob da auch Astrazeneca vorgesehen ist?

  5. Na liebe VBE, auch Forderungen für EuE und Kitas oder nur für LuL und Schulen?

    Bei der Ermittlung des Sachverhalts immerhin ordentlich, bei den Konsequenzen wieder auf halber Strecke stehen geblieben.

    • Der Blog hier ist bei ‚NewsforTEACHERS‘ angesiedelt. Selbstverständlich sollen EuE auch geimpft werden, das wird ja nicht dadurch verneint, dass es nicht explizit erwähnt wird, aber lassen Sie doch bitte diese Interessengruppenzänkereien! Wir sitzen doch alle im gleichen Boot!

  6. Man sollte die Überschrift noch drastischer formulieren:

    Nur geimpfte Lehrer und Schüler sollten in Präsenz unterrichten bzw. unterrichtet werden. Wer sich nicht impfen lassen möchte, muss nicht, aber alle, die sich impfen lassen wollen, müssen auch die Möglichkeit dazu bekommen haben.

  7. Die Schulpolitik sollte endlich die Wahrheit der Pandemie anerkennen Auch Abläufe wurden von der Schulpolitik grob fahrlässig übergangen. Zuerst Immpfung der Lehrer und Schulleitungen vor der Öffnung! Schulung für Personal die Testung übernehmen vor Öffnung!
    Genügend Tests zur Öffnung vorhanden sind, vor Öffnung! Luftfilteranlagen vorhanden sind vor Öffnung der Schulen. Es ist von der Schulpolitik nie eine klare Vorgehensweise und Reihenfolge ausgearbeitet worden. Man hat die Öffnung als Aushängeschild benutzt um vieles zu vertuschen was die Schulpolitik nicht geleistet hat. Herr Scholl vom PHV_BW hat ein Corna Aufholjahr G9 gefordert um den Kindern eine angemessene Zeit zu schenken den Lernstoff Schritt für Schritt auzuarbeiten und persönliche Entfaltung und Entwicklung zu erfahren, die sehr lange ausgebremst ist. Frau Eisenmann hat immer Ihre Machtkarte ausgespielt und war mit den Verbänden, Schulen, Schulleitungen und Lehrer nicht bereit sich auszutauschen. Frau Eisenmann war von Ihren Ideen eisern überzeugt und nicht bereit von
    Ihren Standpunkten abzuweichen. Ihre Umsetzung war von Befehlen an die Schulen immer kurzfristig gesendet worden. Wenn Widerspruch kam, wurden Sanktionen ausgesprochen für ALLE die am Schulleben beteiligt sind. Die Vertrauensbasis ist für die Schulpolitik nicht mehr vorhanden, denn Sie hat das Recht auf Bildung und persönlicher Entwicklung grob fahrlässig vertreten. Herr heinz Peter Meidinger hat ein Buch veröffentlicht “ Die 10 Todsünden der Schulpolitik“. Trotz dritter Welle gibt es keinen klaren Fahrplan. Die Vorgaben von der Schulpolitik, waren immer nur mit Chaos verbunden und Unruhe. Es ist auch eine G9 Petition zu G9 gegründet worden und Frau Eisenmann hat sich nie mit der Petition auseinandergesetzt. Den Wunsch nach G9 in BW-Mannheim ist bei Eltern und Schüler, Schulen und Lehrer sehr groß um den Kindern ein angemessenes aufholen im Regelbetrieb zu ermöglichen. Die Pandemie hat alle sozialen Schichten getroffen und dies ist durch Lernbrücken und Förderprogramme nicht aufzuholen bei G8 in BW. Die Beratungsstellen und das Zentralinstitut in Mannheim sind alle an Ihre Grenzen gekommen und die persönliche Entwicklung der Kinder ist schon sehr lange ausgebremst. Die Sehnsucht in den Regelbetrieb zurück zu kehren ist bei vielen groß um Miteinander im vertrauten Umfeld die außergewönliche Zeit aufzuarbeiten. Wenn der Regelbetrieb anläuft, ist der Aunahmezustand erst zu erkennen und was die Klassengemeinschaft an Aufarbeitunszeit benötigt. Dies können nur die Lehrer/in und Schulleitungen vor Ort entscheiden. Frau Eisenmann die nicht vor Ort an den Schulen arbeitet, kann die Situation nicht beurteilen. Der Spruch nur gemeinsam können wir es schaffen durch die Krise zu gehen. Frau Eisenmann ist keinen gemeinsamen Weg mit den Schulen und Verbänden gegangen und somit konnte kein gemeinsames Vorgehen wachsen. Das Hin und Her hat tiefe Spuren hinterlassen und das Wahlergebnis hat Frau Eisenmann gezeigt, wie schlecht Sie die Rechte der jungen Generation vertreten hat.

  8. Wäre relativ sicher, dass man nach einer Impfung nicht mehr erkranken kann und auch niemanden mehr anstecken kann, dann könnte ich mich mit einer Impfverpflichtung für Lehrer anfreunden. Aber das ist aktuell alles überhaupt nicht klar. sicher ist aktuell wohl, dass Biontech auch Ansteckungen verhindert, weil man nicht erkrankt. Bei Astrazeneca wird der Verlauf einer Erkrankung stark vermindert, aber man wird eben trotzdem krank und damit sehr wahrscheinlich auch weiter Virusüberträger. Solange Lehrer nur mit Astrazeneca geimpft werden, kann man auch nicht von einem Schutz vor einer Coronaerkrankung sprechen und darf die Impfung deshalb nicht nutzen, um Lehrer in den Präsenzunterricht zu zwingen!

    • Sorry, Marlies, von „durch die Impfung in den Präsenzunterricht zu zwingen“ kann überhaupt keine Rede sein! Wir (Lehrkräfte) sind bereits seit Schuljahresbeginn, je nach Bundesland durchgehend außerhalb der Ferien, in die Schulen gezwungen, und zwar zum großen Teil völlig ohne Impfung! Und die Lehrkräfte der weiterführenden Schulen sind in den allermeisten Bundesländern immer noch nicht in der Priorisierung vorgerückt, warten also noch ewig auf ein „Impfangebot“. Meine Fresse, wer geimpft ist, kann unterrichten, wieso auch nicht. Aber ungeimpft finde ich es eine Frechheit, mich wöchentlich mit bis zu 300 Haushalten in geschlossenen Räumen ballen zu müssen, die zum Teil (auch durch den Einfluss ihrer Eltern) ein hochriskantes Verhalten in Bezug auf Infektionen mit COVID-19 haben.

      • Ist ja schön, wenn sie sich impfen lassen wollen, aber ich möchte es nicht (und hier geht es ja nicht um freiwillige Impfungen, sondern um Impfzwang – im Übrigen wurde das ja immer als Verschwörungstheorie verschrien. So allmählich glaube ich, dass wir aber Neue brauchen, denn die Alten haben sich scheinbar alle bestätigt), denn ich habe mehr Befürchtungen mir ungetestetes Zeug in den Körper spritzen zu lassen, dessen Neben- und Nachwirkungen man nicht kennt (im höheren Alter würde ich das vielleicht auch entspannter sehen, aber im Hinblick auf meine Familiengründung bin ich nicht bereit mit neuartigen Impfstoffen in meiner Genetik rumfuschen zu lassen), als vor diesem Virus.

        Und wenn der Virus wirklich soooo gefährlich ist, dann soll man die Schulen schließen und auf Distanzunterricht setzen.

        Und wenn ich jetzt schon wieder von irgendwelchen Ausgangssperren höre, während ab dieser Woche wieder alle Jahrgänge in der Schule sind, dann frage ich mich nur ob diese Politiker inkompetent oder bösartig sind und nur schauen wollen wie weit sie ohne Gegenwehr gehen können. Und genau diesen Politikern soll ich glauben, dass diese wenig/ungetesteten Impfstoffe (hierzu empfehle ich den Artikel über die geleakten E-Mails über die europäische Zulassung der Impfstoffe, den die Le Monde veröffentlicht hat – warum hört man eigentlich in den deutschen Medien nichts darüber?) total ungefährlich sein sollen?

        • Nein, der Politik würde ich auch nicht glauben (dafür sind viele Entscheidungen in dieser Pandemie zu intransparent, siehe Kultusminister) – der Wissenschaft aber schon.

          Das RKI die Befunde zum Impfen transparent und offen zusammengefasst: „Es ist so: Die Corona-Schutzimpfung gibt Hoffnung auf einen sicheren und effektiven Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung. Die Impfstoffe wurden im Rahmen von klinischen Studien vor der Zulassung bei mehreren zehntausend Freiwilligen untersucht und es traten bisher keine schwerwiegen-den Nebenwirkungen auf.“ Aber: „Über langfristige Effekte können jedoch noch keine Aussagen gemacht werden.“

          Fazit: „Das Risiko, Schäden durch die Erkrankung davonzutragen, ist viel höher.“

          Es gibt also, was immer Sie tun oder nicht tun, keinen risikolosen Weg – es gibt allerdings deutlich unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten. Mir erscheint es sinnvoll, den Weg zu gehen, der ein weitaus höheres Maß an Sicherheit verspricht. Das ist eine rationale Abwägung – und keine Sache des Glaubens.

          https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Leitfaden-Patient.pdf?__blob=publicationFile

        • @max kleine
          Marlies hat hier den „Impfzwang“ eingebracht (und Sie führen das weiter aus), der tatsächlich aber nirgends postuliert und in obenstehendem Artikel sogar explizit ausgeschlossen wird. Sie werden also nicht in die Verlegenheit kommen, sich impfen lassen zu MÜSSEN. Wir (Lehrkräfte) haben im Moment jedoch in den meisten Fällen keine Wahl, ob wir geimpft oder ungeimpft unterrichten, einfach deshalb, weil wir kein Impfangebot bekommen. Und trotzdem werden wir in den Präsenzunterricht gezwungen. Darauf bezieht sich obenstehender Artikel.

  9. Da kann ich überhaupt nichts mit anfangen. Nimm die 2. Impfung mit – Das Virus ist doch nicht nur in Schule! Oder wieso hast du die Erstimpfung bekommen? Ich wäre froh, wenn ich schon die 2. hätte kriegen können. Bleib gesund !

  10. Kinder schützen geht nur mit einer umfassenden umfangreichen Kombination von Maßnahmen :

    — Frischluftwärmetauscher
    — Luftfiltergeräte
    — medizinische Masken im Untericht
    — Abstand im Unterricht
    — reduzierter Präsenzunterricht
    — geimpfte Lehrkräfte
    — Trennscheiben zwischen den Plätzen
    — versetzte Unterichtsbeginn
    — zusätzliche Verkehrsmittel
    — …

    • Man Koogle, ich hätte nie gedacht, dass ich mal zum Koogle-Fan werde! Jup, so isses, genau so, wie Sie es aufgelistet haben. Plus tägliche Schnelltests.

    • Man hat aber leider viel zu viele Beatmungsgeräte bei Dräger und Löwenstein bestellt, sodass ein Grosteil jetzt in den Depots der Krankenhäuser steht, da erstens zu wenig medizinisches Personal zur Verfügung steht und andererseits die Räumlichkeiten/Intensivbetten nicht zur Verfügung stehen.
      Uns hätten 2 zusätzliche Geräte genügt, um die Beatmungskapazitäten aufzustocken. Jetzt stehen mehrere Beatmungsgeräte im Lager.
      Dieses Geld hätte man lieber in Reinluftreinigungsgeräte investieren sollen, die nur 1/5 des Preises eines Beatmungsgerätes ausmachen und eher dem Infektionsschutz in KLassenräumen, auf Isolierstationen, Räumen mit hohem Publikumsverkehr und Intensivstationenen dienlich sind.

  11. Leider wird bei solchen Vorschlägen immer noch vorausgesetzt, dass sich jede Lehre/rin impfen und auch mit Astrazeneca impfen lassen will. Solche Vorschläge, wenn auch gut gemeint, erhöhen den Druck auf Kolleg/innen, die da andere Vorstellungen für ihre Gesundheit haben. Noch immer gibt es weiterhin keine Raumluftfilter und Plexiglasscheiben. Ich als GS-Lehrkraft habe übrigens bisher noch kein Impfangebot.

    • @Monika, BY: KEINE EINZIGE PERSONENGRUPPE unserer Gesellschaft ist so ungeschützt in die Präsenz gezwungen, wie alle an Bildung beteiligten (Bildungspolitiker ausgenommen)
      Frage an alle: Was leiten Sie daraus ab?

      • Wir haben einen Überschuss an Lehrkräften, der gesellschaftlich akzeptiert abgebaut werden soll. Schont auch die Pensions- bzw. Rentenkassen.

  12. Ich verfolge gezwungenermaßen das Geschehen um Schulöffnungen/-schließuumgen (insbesondere BaWü). Meine Kinder sind erschöpft, das Homeschooling ist anstrengender als die Schule. Sie machen weniger Pausen, haben keine Freunde zum reden. Sie sitzen Stunden vor dem PC, stehen enorm unter Zeitdruck, ihre bearbeiteten Aufgaben wieder online zu stellen.
    Es ist Sache der KM, hier Abhilfe zu schaffen. Wenn sich die KM einen Ruck geben würden, die Lehrpläne ausdünnen, wäre schon viel geschehen. Besondere Umstände – eine weltweite Pandemie dürfte wohl so ein Fall sein – erfordern besondere Maßnahmen. Nur reden, aber nix tun, ist keine Alternative. Impfungen für Lehrer… nun ja, dann hätte man wohl Impfstoff bestellen müssen. Wie peinlich. Wie wäre es mit Luftfilter in Klassenzimmern… ach nein: die sind zu teuer. Zeit hätte man ja genug gehabt. Aber das viele Geld… Jedem großen Unternehmen wirft man Geld in den Rachen, aber in unser aller Zukunft zu investieren ist zu teuer?? Sind unsere Kinder das nicht wert?
    Grundsätzlich würde ich das Öffnen der Schulen begrüßen, ABER es bedarf differenzierteren Pläne als Präsenzzeit und Wechselunterricht. Bisher hat es doch nicht geklappt, also warum daran festhalten??? Liebe KM, tut endlich euren Job!! Beschafft die Testkids, statt nur davon zu reden.
    Mein Kind freut sich auf die 1. Klassenarbeit seit der Schulschließung im Dez. 2020, denn nach 3 Monaten darf es wieder in die Schule; nur in die Turnhalle, mit Abstand und Maske und und und. Aber die Freude ist RIESIG.

    • @Tintenklexle: „Jedem großen Unternehmen wirft man Geld in den Rachen, aber in unser aller Zukunft zu investieren ist zu teuer?? Sind unsere Kinder das nicht wert?“
      Sie sehen doch: NEIN, UNSERE KINDER SIND DAS NICHT WERT!
      Eltern, die für ihre Kinder denselben Schutz wie für Heimbewohner, Büroangestellte etc pp verlangen, dürfen daher nicht länger stigmatisiert werden und mit Bußgeldern bedroht werden!

  13. Tut mir ehrlich Leid Tintenklexe. Aber..

    Meine Kinder sind andererseits schon ein ganzes Jahr zu Hause. Homeschooling werde ich das nicht nennen, das hier ist nicht Kanada, außerdem sind wir an dem Schulsystem und der Schule immer noch sehr fest und tief geknüpft, obwohl ich das alles mit meinen Kindern mache, das ist doch klar.

    Der Junge ist 2. Klasse, schon jetzt bereit für die 3. Klasse. Die Tochter ist jetzt 5. Klasse Gymnasium, jetzt schon bereit für die 6. Klasse.

    Die Leute sind hier sehr verwirrt, denke ich, im Bezug dessen, was ich schon seit Jahren hier beobachten kann. Schulsystem in Deutschland ist nicht nur ungerecht, sondern auch halbprivat. Das sollte man öffentlich endlich mal klären, aber niemand traut sich.

    Die bezahlte Nachhilfe seitens älteren Schüler werden schon seit 5. Klasse von dem Schulsystem eingeredet, angeregt und gefördert.
    Es gibt außerdem einen ganzen Nachhifle- Markt sogar!

    Sorry, aber das gibt es nirgendswo anders.

    Wenn die Kinder ganz von sich alleine nicht der Stoff bewältigen können für eine Note 2 oder 1, mindestens 10 % von denen in einer Klasse, stimmt etwas gewaltig nicht.

    Und das alles hat gar nichts mit den Lehrern zu tun. Sie haben das Program nicht geschrieben, aber sie MÜSSEN es liefern, egal wie. Die KM interessiert das gar nicht. Die Lehrer sind auch überfordert, merkt das wirklichit keiner?
    Und sie müssen noch dazu so vielen Kindern nicht nur den Stoff bebringen, sonder sie auch jeden Tag gleichzeitig noch betreuen.

    Sorry, aber, ne, etwas läuft sehr falsch.

    Das Schulsystem in Bayern ist Ungerecht und Halbprivat – warum wenn die Schulen kostenlos sind und warum ungerecht?

    Ungerechtigkeit ist im System eingebaut.
    Das Schulprogramm in der Grundschule ist so geschnitten, dass viele Themen entweder oberflächlich gesprochen sind oder einfach übersprungen werden. So entstehen die Wissenslücken.
    Den fehlenden Stoff kann man nachholen, entweder mit eigenen Kraft oder man sucht Hilfe im Nachhilfemarkt.
    Familien mit niedrigeren Einkommen sind häufig bildungsferne Familie oder Familie mit Migrationshintergrund. Im schlimmsten Fall beides. Häufig sind sie finanziell nicht kräftig genug um Nachhilfe zu bezahlen oder selber die Wissenslücke(n) zu schließen. Das ist besonders sichtbar im Fach Deutsch.
    Deswegen ist das System nicht gerecht, weil solche Kinder, ganz am Anfang ihres Lebens im Rückstand kommen.
    Diejenige die brav nach vorne marschieren, machen, dass mit großzügiger Hilfe der Eltern entweder in Eigenleistung oder jemand wird bezahlt um diese Leistung zu bringen.
    Deswegen ist dieses System auch halbprivat.Ganz einfach.

    Und psychisch?

    Ich würde so gerne meine Kinder 24 Stunden lang jeden Tag filmen lassen und die Filme veröffentlichen. Weil….Meine Kinder sind definitiv keine Außerirdischen und ich kann nicht verstehen, warum bei uns so alles so gut klappt und bei angeblich so vielen nicht.

    (Die – MUSS – arbeitende beide Eltern zähle ich nicht dazu.)

    Eltern haben sich immer, seit dem Anfang der menschlichen Geschichte für ihre Kinder geopfert, vor allem ihre Freizeit, ihre Ruhe, ihre entpannte Nachmittage und Abende, nur das die Kinder es besser haben.

    Es scheint aberso, als heutige Eltern denken, dass das nicht ihre Aufgabe und Pflicht mehr sei, sondern von Kinderkrippe, Kindergarten, Schule und KM.

    Also dann. Nichts anderes ist dann zu erwarten. Sorry.

  14. Elly 21. März 2021 um 16:19

    @Monika, BY: KEINE EINZIGE PERSONENGRUPPE unserer Gesellschaft ist so ungeschützt in die Präsenz gezwungen, wie alle an Bildung beteiligten (Bildungspolitiker ausgenommen)
    Frage an alle: Was leiten Sie daraus ab?

    Fantastische Frage!

  15. Und.. Solange Schüler und ihre Eltern und Familienangehörige nicht geimpft sind, dürfen sie nicht in die Schule.

  16. Kann mir mal einer erklären, warum geimpfte Lehrer die Ansteckung der Schüler untereinander verringern soll? Und noch so eine Frage. Warum müssen zweimal Geimpfte bei einem Kontakt mit einer geimpften Person in zweiwöchige Quarantäne? Und dann noch so ein Bedenken. Es ist mir schon klar, dass Lehrer in mehreren Klassen unterwegs sind und somit einem größeren Risiko ausgesetzt sind als andere Berufsgruppen. Somit ist auch die Impfung der Lehrer zum eigenen Gesundheitsschutz gerechtfertigt. Aber ist es in einer Schule nicht so, dass eher die Schüler aufeinanderhängen. Wer steckt denn in den kleinen Pausen die Köpfe zusammen, um gemeinsam auf ein Handy zu starren? Wer steht in der großen Pause in Gruppen zusammen und verzehrt dabei ohne Mundschutz sein Pausenbrot und zwängt sich vor der Schule in öffentliche Verkehrsmittel, weil er noch kein eigenes Auto fährt? Und dem soll jetzt die Impfung der Lehrer entgegenwirken? Tut mir leid, versteh ich nicht. Auch nicht in Kombination mit den anderen fragwürdigen Maßnahmen.

  17. Es tut wirklich weh: Wenn ich täglich in N4T lese und darin die Leserkommentare vergleiche, stelle ich fest, dass sich hier immer neue Menschen sehr gute Gedanken machen, analysieren und sachlich kritisieren und manche viel Mühe aufwenden, um ihre Emotionen zu zügeln, um nicht die Netiquette zu verletzen.

    Jedes einzelne Wort, das hier abgedruckt ist, gehört in die Ohren der Kultusminister hineingeschrien, in der Hoffnung, dass die Herr- und Frauschaften endlich wach werden- aber so wie es ist, kommt dort, wie ich selbst nach Schreiben des Kollegiums und auch eigenen schnell merken musste, nicht einmal der Hauch davon an.
    Wie vollgefressene Puppen sitzen Amtsinhaber geschützt in ihren Kokons = Amtsstuben und maßen sich an, quasi herrschaftlich zu regieren, fast wie im Mittelalter. Ich zweifle aber stark daran, dass aus den Kokons irgendwann schöne Schmetterlinge schlüpfen- es werden bestenfalls Halyomorpha halys sein, die wir dann zu sehen und spüren bekommen.

    Wie kann es sein, dass von uns gewählte (!) Vertreter, die ohne unsere Stimmen nicht im Amt wären (sondern immer noch als RA Gehilfen, Schuhverkäufer oder in anderen Berufen ehrlich arbeiteten), sich derart über die Allgemeinheit und dringendsten Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Erziehenden hinwegsetzen dürfen? Wo bleiben die Regularien unserer Demokratie, wenn solche Amtsinhaber fahrlässig und despotisch über Gesundheit, Krankheit und Tod vieler Menschen bestimmen dürfen? Gleichzeitig aber, fast biblisch, ihre Hände in Unschuld waschen wollen.
    Das „C“ als christlich, oder das „S“ als sozial spielen im Handeln derer, die ihre Partei so nennen, beim Handeln für die ärmsten Opfer der Pandemie, unsere Kinder und Jugendlichen, absolut keine Rolle mehr.
    Es schmerzt, denn ich verliere zunehmend den Glauben an Ehre und Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit in unserem angeblichen „sozialen Rechtsstaat“!

  18. Eine Frage an die Lehrer hier:

    Alle Schüler würden verpflichtend und regelmäßig (schnell-)getestet, würden sie dann an der hier oft erwähnten/ geforderten „Impfung der Lehrer zum eigenen Gesundheitsschutz“ festhalten?

    • Ja. Selbsttests sind nicht so sicher, wie man es gerne hätte. Und ich habe über 15 Klassen pro Woche. Meine dienstlich verordnete Kontaktzahl ist mir persönlich dazu zu hoch.

  19. „Nur geimpfte Lehrer sollen unterrichten – alles andere ist unverantwortlich“

    Ach ja? Die Überschrift ist schon der blanke Hohn!

    Was heißt denn hier überhaupt noch „verantwortlich“ in einem Land, wo inzwischen nur noch rechthaberische, selbstverliebte, korrupte Politiker und Möchtegernexperten nicht zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie a) nicht ihre Hausaufgaben machen, b) sich vor klaren Entscheidungen drücken, und c) schlichtweg dumm sind?

    Geimpfte Lehrer schützen vielleicht Lehrer (Hurra, vorgezogen!), aber die Schüler dürfen fröhlich das Virus in der Familie verbreiten!

    Was uns nur helfen kann ist eine konsequente No-Covid-Politik für 8-10 Wochen, bis wir ALLE durchgeimpft sind.

    Die Krönung ist Herr L. von der FDP. Bei NTV sagte er neulich in einem Interview, es sind doch noch genügend Kapazitäten frei auf den ITS, also auf machen! Klartext, wir können durchaus noch ein paar Tote in Kauf nehmen, damit die Wirtschaft läuft. Das ist menschenverachtend!

    Wir haben die Wahl! Lassen wir dem Virus freien Lauf zum Preis von zigtausend mehr Toten, oder verzichten wir ein paar „harte“ Wochen auf unseren wirtschaftlichen „Wohlstand“ und Shopping-Friseur-Kneipen-Malle-Spaß!

    Dieses halbherzige Hin und her, halte ich jedenfalls für die schlechteste Lösung!

    Frohe Ostern!

  20. @kanndochnichtwahrsein: „Dann kann man verantworten, dass die Kinder unter angemessenen Schutzvorkehrungen in der Schule betreut werden, die wirklich nicht zu Hause sein können.“ Erstens gibt es keine angemessenen Schutzvorkehrungen, sondern notbetreute Kinder fast in Klassenstärke aus unterschiedlichen Jahrgängen und Klassen, zweitens muss man dann vormittags ein paar Stunden Notbetreuung, nachmittags online-Unterricht machen und am Wochenende und den Rest der Zeit Wochenpläne vorbereiten und korrigieren. Nebenbei hat man ständig online-Kontakt mit Eltern, Kollegen und Schulleitung. Alternativ habe ich NUR MEINE Klasse in Präsenz und der Rest bleibt mir erspart. Das Risiko selbst zu erkranken – sei es an Corona oder einem Burnout scheint mir im Präsenzunterricht mit nur immer den gleichen Schülern geringer.

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