Lauterbach fordert Maskenpflicht im Unterricht, Kinderärzte-Verband Impfpflicht für Lehrer

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Angesichts der vierten Corona-Welle in Deutschland wird zunehmend darüber debattiert, wie ungeimpfte Kinder vor Infektionen geschützt und zugleich Schulschließungen verhindert werden können. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht Forderungen nach einer Impfpflicht für Mitarbeiter an Schulen und Kitas kritisch – und befürwortet stattdessen die Maskenpflicht im Unterricht über den Winter hinweg. Der Kinderärzte-Verband hatte die Impfpflicht für Lehrkräfte und Kita-Fachkräfte gefordert.

Hält Maskenpflicht im Unterricht für unumgänglich: der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Foto: Karl Lauterbach

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) verlangte in der «Rheinischen Post», dass Lehrer und Erzieher Nachweise über die Impfung oder Genesung vorlegen sollten. «Wir haben noch keine Impfung für unter Zwölfjährige. Um sie zu schützen, müssen wir also nach Möglichkeit alle Personen impfen, die mit ihnen zu tun haben», sagte Verbandssprecher Jakob Maske. Lehrkräfte und Erzieher nur zu testen, sei zu wenig.

Der Berufsverband hatte am Sonntag zudem eine allgemeine Impfpflicht für Erwachsene gefordert – und Schulschließungen während der gesamten vierten Welle grundsätzlich abgelehnt, obwohl die Inzidenzen unter Schülern Rekordwerte erreichen, wie News4teachers berichtete. Die Grünen-Fraktionschefin im NRW-Landtag, Josefine Paul, nahm den Ball dem Bericht zufolge sofort auf: Für Erzieher und Lehrer sei eine Impfpflicht zumindest zu prüfen. Eine generelle Impfpflicht lehnte sie hingegen ab.

„Die Impfquote von 95 Prozent bei Lehrkräften zeigt, dass Pädagoginnen und Pädagogen Verantwortung übernehmen“

Lehrerverbände wiederum lehnen eine Impfpflicht für Lehrkräfte ab – unter Verweis darauf, dass fast alle in Deutschland ohnehin geimpft seien (wie unlängst das „Schulbarometer“, eine Umfrage unter Lehrerinnen und Lehrern, ergab).

So hatten sich die Bundesspitzen von GEW und VBE im Zusammenhang mit der Studie geäußert: „Die Impfquote von 95 Prozent bei Lehrkräften zeigt, dass Pädagoginnen und Pädagogen Verantwortung übernehmen – und alle Diskussionen über eine Impfpflicht von Lehrkräften an den Problemen vorbeigehen“, unterstrich GEW-Bundesvorsitzende Maike Finnern. Und VBE-Chef Udo Beckmann erklärte: „Die vielfältigen Unkenrufe nach einer Impfpflicht von Lehrkräften bekommen durch die Umfrage eine weitere Bremse. 95 Prozent der Befragten gaben bereits im September an, geimpft zu sein. Dies deckt sich mit unseren Eindrücken und weiteren Erhebungen, die teilweise nur länderspezifisch veröffentlicht sind. Wer weiter eine Impfpflicht für Lehrkräfte fordert, macht sich lächerlich.“

Der Philologenverband NRW hält eine Impfpflicht für Lehrkräfte ebenfalls für sinnlos – und fordert stattdessen, landesweit die Maskenpflicht im Unterricht wieder einzuführen. Gespräche dazu liefen hinter den Kulissen, so heißt es in der «Rheinischen Post». „Bis jetzt scheint es aber nicht so zu sein, dass sich das Schulministerium in dieser Frage bewegen würde“, sagte Landeschefin Sabine Mistler gegenüber der «Rheinischen Post». Etliche Bundesländer, die die Maskenpflicht im Unterricht gestrichen hatten, haben sie mittlerweile wieder eingeführt – darunter Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein.

Lauterbach: Die Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen in Nordrhein-Westfalen war «vollkommen unnötig» und «verantwortungslos»

«Die Impfpflicht in Altenheimen ist richtig, weil sie besonders gefährdete Menschen schützt. Aber an Schulen wäre sie nicht unbedingt notwendig, weil die Kinder und Jugendlichen durch eine Covid-19-Infektion eher nicht so stark getroffen werden», sagte Lauterbach der «Rheinischen Post». Im Podcast «Die Schulstunde» des Redaktionsnetzwerks Deutschland erklärte er: «Die Maskenpflicht wird wahrscheinlich über den gesamten Winter benötigt werden.» Die Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen in Nordrhein-Westfalen Anfang November sei «vollkommen unnötig» und «verantwortungslos» gewesen. Seitdem hätten sich dort viele Kinder infiziert.

Kinder könnten trotz milderer Covid-Verläufe ebenfalls Langzeitfolgen bekommen, warnte Lauterbach. «Wir müssen damit rechnen, dass ungefähr vier bis sieben Prozent der Kinder, die an Covid symptomatisch erkranken, also Symptome bekommen, Long Covid entwickeln», sagte er. «Es wird Kinder geben, die haben Covid und sind danach nicht mehr so schwungvoll und auch nicht mehr so gut in der Schule wie vorher.»

Der Kinderärzte-Verband hingegen sieht Schutzmaßnahmen an Schulen kritisch. BVKJ-Präsident Dr. med. Thomas Fischbach hatte sich vor vier Wochen für eine Abschaffung der regelmäßigen Corona-Tests an Schulen ausgesprochen – und gegen eine Maskenpflicht im Unterricht. News4teachers / mit Material der dpa

Warum saß Gebauer mit Maske im Klassenraum – vor maskierten Schülern?

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95 KOMMENTARE

  1. Der KInderärzteverband hatte je gestern ein ausgesprochen produktiven Tag gehabt, was Pressemitteilungen anbetrifft.
    Allerdings sehen das einige Kinderärzte vor Ort dann doch ein wenig anders.
    WIr haben im Kollegium eine Impfquote von 97,3%. Der Rest darf aus medizinischen Gründen (noch) keine Impfung erhalten.
    Ich möchte deshalb noch eines drauf setzen: Ich fordere, dass Wasser immer nass ist.
    KOmmt jetzt auch gut, sieht so aus, als hätte ich was beizutragen. 🙂

  2. Kinderarzt Maske (BVKJ) habe ich echt gefressen:
    „Wenige Tage vor der erwarteten Entscheidung über eine EU-weite Zulassung des BioNTech-Impfstoffs für die Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen haben Mediziner vor wachsendem Druck auf Kinder in der Pandemie gewarnt. ‚Wir haben kaum Kinder, die an Covid erkranken, wir haben kaum schwere Verläufe oder Todesfälle. Insofern gibt es keinen Grund, hier Tempo zu machen‘, sagte Jakob Maske vom Berufsverband Kinder- und Jugendärzte den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Laut Maske wollen die deutschen Kinderärzte nach einer EU-weiten Zulassung des Vakzins für Kinder ab fünf Jahren zunächst eine entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) abwarten. Dies gelte, ‚auch wenn sich die Politik wohl auch diesmal wieder früher für Impfungen ausspricht.'“
    (Quelle: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-montag-237.html)
    Seltsam nur, dass Maske, wie oben im NfT-Artikel berichtet, zugleich die Impflicht für Erzieher*innen und Lehrpersonal fordert. Was denn nun? Ist Covid-19 dann doch nicht so unproblematisch für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene?
    Meine Kinder sind geimpft – im Übrigen kann man sich ja an den Empfehlungen der US-amerikanischen FDA orientieren, die transparent und schnell auf ihrer Website informiert im Gegensatz zur langsamen Stiko und zu windigen, FDP-nahen deutschen Ärzteverbänden:
    https://www.fda.gov/news-events/press-announcements/fda-authorizes-pfizer-biontech-covid-19-vaccine-emergency-use-children-5-through-11-years-age

    • @S.

      „Wir haben kaum Kinder, die an Covid erkranken, …“

      UND zugleich

      „Seltsam nur, dass Maske, wie oben im NfT-Artikel berichtet, zugleich die Impflicht für Erzieher*innen und Lehrpersonal fordert. Was denn nun? Ist Covid-19 dann doch nicht so unproblematisch für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene?“

      Ach, auch schon egal … geht klar.
      Der Mann heißt „Maske“ – nicht „Hirn“.

      • Ist doch klar, wer viele Kinder hat, hat auch viele Erkrankte.
        Wer weniger Kinder hat, hat weniger Erkrankte.
        Wer kaum Kinder hat, hat kaum Erkrankte.
        Und wer keine Kinder hat …

        Erinnert mich an den Witz:
        „Bei der Arbeit über Prozentrechnung haben 38% mangelhafte Ergebnise erzielt“ – Aber das kann icht sein, wir sind doch nur 28 SuS im Kurs.“

        • @dickebank

          Jeden Tag jede Menge „Witze“ dieser Art!
          Alltag nennt man das … in unserer Privilegierten-Berufsgruppe.
          Vermutlich kommt sofort wieder ein Bashing-Post-Tsunami von Neidern …
          😉 🙂

  3. Ja bitte, Maskenpflicht in allen Stufen! Hier in RLP infiziert sich gerade ein Kind nach dem anderen, seit die Maskenpflicht im Unterricht fiel. Und wir Lehrerinnen wissen (trotz Impfung!) genau, warum wir unsere FFP2-Masken tragen!

    • Gestern Fr. Brinkmann bei Anne Will: Über 90 % aller Infektionen gehen von Ungeimpften aus oder sie sind an der Verbreitung beteiligt. Das bezieht Kinder und Jugendliche mit ein, die U12 können sich noch gar nicht impfen lassen!!!
      Also MNB auf, und zwar jeder in jeder Klassestufe, auch in der Grundschule! Masken allein verhindert zu 50 % Ansteckungen, laut einer neuen amerikanischen Studie. Dazu dann Abstand und Lüften und Testen, das wäre Gesundheitsfürsorge für SuS und alle Erwachsene, auch die in der Schule arbeiten!

    • @Lisa S., auch in den anderen Bundesländern mit Maskenpflicht im Unterricht kommt es vermehrt zu Ansteckungen eben auch ausserhalb der Schulen. Ich kann mir nicht vorstellen daß Masken insbesondere in der Aerosolausbreitung gerade wegen der agressiven Deltavariante da noch relevant gegenankommen- höchstens nur in der Tröpchenverbreitung, wenn man dicht zusammen ist. Das Tragen einer FFP2 Maske durch die Lehrkraft macht das Ganze auch nicht besser.
      Sie müssen auch die massiven belegten Nachteile des langen Maskentragens bzw. der Schutzmassnahmen (hier Aussage des Kinderärzte-Verbands) sehr ernst nehmen die geäussert werden und daher darf eine Maskenpflicht wenn überhaupt nur dann und solange verhängt sein, wie es irgend möglich ist. Und selbst wenn sie nur für ein paar Wochen aufgehoben ist ist das für die Schüler und deren Gesundheit (es gibt nicht nur Corona) sehr wichtig.
      Auf Grund der teilweise recht hohen Inzidenzen in einigen Bundesländern wie Bayern und Sachsen muss man dort sicherlich alles einsetzen was irgendwie schützt. Aber in Gegenden wo das Infektionsgeschehen noch beherrschbar ist muss man Lockerungen zusammen mit anderen Massnahmen wie Impfen der Schüler, Abstände durchführen.
      Und dann muss man sich auch fragen ob ein sicherer Schulbetrieb durchführbar ist, siehe auch den Artikel
      https://www.news4teachers.de/2021/11/virologinnen-schlagen-alarm-eckerle-warnt-eltern-davor-ihr-ungeimpftes-kind-zur-schule-zu-schicken-schroeder-durchinfektion/

      Und wenn dann irgendwann die Lage sich entspannt, müssen auch zeitnah die Schutzmassnahmen wieder zurückgenommen werden. Hinzu halte ich es auch für sehr wichtig, dann die Schüler alle durchzuimpfen und hoffentlich dürfen dann auch die jüngeren Schüler geimpft werden, wo die Freigabe ab fünf Jahre direkt bevorsteht.
      Ein Impfschutz aller Schüler halte ich für wesentlich wirkungsvoller und erforderlich als noch weiterhin AHA Massnahmen wie Masken einzusetzen. Die AHA Regeln werden weit aus mehr Folgeschäden verursachen als die Impfung selbst.

      • Da isser wieder mit seinen Vorstellungen der Dirk. Seit Monaten die gleiche Leier immer gegen Masken. So oft wurde er hier widerlegt, er kapiert es aber nicht. Sehr bitter für dich Dirk. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf, dass auch du deine Platte mal wechselst irgendwann.

  4. Eltern verbringen mehr Zeit mit den Kindern als Lehrkräfte.

    Wieso fordern die Kinderärzte nicht ebenso eine Impfpflicht für Eltern?

    Eine Impfpflicht für Kinderärzte wäre natürlich auch angebracht.

    • Weil es leider oft gar nicht mehr stimmt, dass Eltern mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, als EuE, LuL.
      Bei uns zu einem großen Teil Hort ab 7 Uhr, Schule ab 8, anschließend Nachmittagsbetreuung…
      Zu mindestens 50% wäre das nicht nötig, aber warum sollte man das Kind selbst erziehen und bespaßen, wenn es andere machen.
      ‚Gehen doch alle hin. Alle Freunde sind da, da nehm ich mein Kind doch nicht früher vom Schulgelände.‘

      So und so ähnlich x-fach gehört…

      Generell bin ich inzwischen für die Impfpflicht unabhängig vom Job.

      • Vielleicht gibt es auch Eltern, vor allem Alleinerziehende, die einer Volltagesbeschäftigung nachgehen müssen? Was hat das mit Bespaßung zu tun? Ausgenommen bei meiner Aussage sind Eltern, die nicht arbeiten, und keine Lust verspüren, ihre Kinder selbst zu beaufsichtigen.

        • Nein, natürlich sind Alleinerziehende und Familien, die zwei Volltagsstellen benötigen ausgenommen!
          Die Betreuung war ja auch mal genau für solche Probleme gedacht.
          Aber wenn ich mitbekomme, dass ein Elternteil gar nicht arbeitet und das Kind trotzdem den ganzen Tag außer Haus sein soll, dann versteh ich den Sinn nicht.
          Oder Familien, in denen ein Elternteil arbeitet, obwohl es finanziell alles andere als notwendig wäre (diejenigen, die ich so kenne, buchen ihr Hotel im weit entfernten Ausland nach dem größten Betreuungsangebot zB).
          Sorry, da hab ich mich wohl falsch ausgedrückt.

  5. Ungeimpfte müssen sich bald jeden Arbeitstag testen lassen. Das unter dem 4 Augen Prinzip. Ich habe keine Zeit und Lust, neben den verständlichen Schülertestungen 2 mal die Woche, auch noch 5 mal die Woche ungeimpfte Kollegen, Praktikanten und Integrationsassistenzen beim testen zu beobachten.
    Mein Verständnis für die Ängste der Ungeimpften lässt mehr und mehr nach und Lehrpersonal was sich bis jetzt nicht geimpft hat, wird dies ohne Pflicht auch nicht tun. Ich bezweifle auch dass die Quote bei 95 Prozent liegt, es gab bisher keine Pflicht zum Nachweis. Auch unter LuL gibt es genügend die sich in esoterischen Kreisen bewegen oder auf einen Totimpfstoff warten oder, oder. Ich bin für eine Impfpflicht und glaube, dass die früher oder später kommen wird. Spätestens in der 5. Welle wird die Geduld rapide abnehmen. Bis dann wird es noch mehr unnötige Tote, Kranke und wirtschaftliche Einbußen geben.

    • Meine Augen stehen für das Vier-Augen-Prinzip beim Testen ungeimpfter Menschen in der Schule nicht zur Verfügung. Die sollen mal schön zur offiziellen Teststelle gehen, wenn sie Feierabend haben.
      Die größere Gefahr für die Kinder sind bei uns die Eltern. Von denen sind sehr viele ungeimpft. Das wissen wir durch Testbescheinigungen z.B. bei der Einschulungsfeier oder Schulanmeldung.

    • Warum können sich Geimpfte alleine testen und warum gilt bei den Ungeimpften das 4 Augen Prinzip? Weil dem Ungeimpften nicht zu trauen ist prinzipiell?
      Warum müssen sich die Ungeimpften 5x die Woche testen und die Geimpften und Genesenen nur einmal? Seit wir alle wissen, dass ALLE den Virus übertragen können, ein sehr unsinniges Unterfangen
      Glaubt wirklich jemand, dass diese Stigmatisierung und dieses Fingerzeigen hilft beim überzeugen???
      Der Böse ist der Ungeimpfte
      Der Gute ist der Geimpfte.

      So einfach ist das mittlerweile?????

      Die Politik hat es seit Monaten versäumt, den Wissenschaftlern zuzuhören und deshalb wird der Ungeimpfte zum Buhmann der Nation?
      Hätte man nicht viel mehr für den Infektionsschutz tun können? Nein, man hat alles schön geöffnet im Herbst, Schulen und Kitas hat man komplett ignoriert.

      Seit wann muss man nach einer Impfung massivst Angst haben, dass es einen trotzdem erwischt? Welche Impfung in den vergangenen Jahren hat so versagt wie die hochgelobte neuartige Impfung??

      Mich hat es trotz 2facher Impfung ziemlich heftig erwischt. Mein ungeimpfter Mann, der aufgrund seiner Borreliose noch vorsichtig ist, blieb verschont.
      Auch mein Mann wird drangsaliert von seinem Arbeitgeber. Auch auf ihn wird mit dem Finger gezeigt. Er hat aber einfach nur Angst, dass die Impfung deine Borreliose triggert. (Das RKI hat sich bisher noch nicht zu diesem Thema geäußert und sein Hausarzt empfiehlt ebenfalls zu warten)
      Meine Oma starb nach ihrer Impfung (aber ja, sie war alt und da kann das schon mal passieren).
      Alles wirklich die Schuld der Ungeimpften???

      Ich bin ziemlich desillusioniert.

      • @Stigma
        Ich bin das Gerede und Gezeter von Ungeimpft sei Böse und Geimpft sei gut , als Meinung der Gesellschaft, leid.
        Das hat nicht mit gut und böse zu tun. Lediglich mit schlau und verantwortungsbewusst und auf der anderen Seite dumm und fahrlässig.
        Ausserdem zum hundertsten mal : Geimpfte sind NICHT infektiös, übertragen nicht Corona, NUR diejenigen mit Impfdurchbrüchen. Und das ist ein kleiner Prozentsatz. Also schön Boostern, dann bleibt der Schutz erhalten, er verbessert sich sogar!
        Wer das immer noch nicht begriffen hat,… tja was soll da noch helfen?
        … Herr lass Hirn regnen…

        • „Geimpfte sind NICHT infektiös, übertragen nicht Corona, NUR diejenigen mit Impfdurchbrüchen“

          Merkste selbst (irgendwann), oder? Wer wills ihm sagen?

          „Und das ist ein kleiner Prozentsatz.“

          Woher willst du das wissen? Geimpfte müssen sich viel weniger oder kaum oder sogar gar nicht testen.

          Zu behaupten, du wüsstest, dass es nur ein kleiner Prozentsatz sei, offenbart einen gewissen Hang zur Lüge.

          „Also schön Boostern, dann bleibt der Schutz erhalten, er verbessert sich sogar!“

          Auch das kann niemand wissen… wie lang gibt es denn schon Erfahrungen mit dem Boostern?

          „Wer das immer noch nicht begriffen hat,… tja was soll da noch helfen?
          … Herr lass Hirn regnen…“

          Wenn man mit dem Finger auf andere zeigt, dann zeigen drei auf einen zurück.

          QED

          • Tja Max, wenn’s Hirn regnet gehst du rein und Holst nen Regenschirm.
            Sehr schlau von dir.

  6. In Niedersachsen gibt es für die ersten beiden Jahrgänge ebenfalls keine Maskenpflicht.

    Wichtig wären tägliche Tests für alle (auch die Geimpften) und vor Allem Luftfilter.

    Es ist uns nämlich nicht damit geholfen, wenn die Kinder statt Corona eine Influenza oder Lungenentzündung bekommen. Und in den Klassenräumen ist es eiskalt. Und wir haben noch nicht einmal Winter.

    • Oder alles zusammen, denn dann ist nämlich Schluss mit lustig und Corona wird auch bei Kindern zur tödlichen Gefahr. Vergessen nämlich viele: das Immunsystem ist nämlich auch dann nicht voll abwehrfähig gegen Corona, wenn schon ein anderer Infekt vorliegt, was im Winter häufig vorkommt.

  7. Kinder könnten trotz milderer Covid-Verläufe ebenfalls Langzeitfolgen bekommen, warnte Lauterbach. «Wir müssen damit rechnen, dass ungefähr vier bis sieben Prozent der Kinder, die an Covid symptomatisch erkranken, also Symptome bekommen, Long Covid entwickeln», sagte er. «Es wird Kinder geben, die haben Covid und sind danach nicht mehr so schwungvoll und auch nicht mehr so gut in der Schule wie vorher.»

    Und dann verlangt er die Masken, statt Schulschließungen!? Oder wenigstens Präsenzpflicht auszusetzen.

    Himmel, lass das alles nicht Wahr sein.

  8. Langsam wird es ermüdent und sehr zermürbend für die Bevölkerung und die heranwchsenden Kinder. Die Politik und KM haben genug Rüstzeug bekommen vom RKI, Herrn Lauterbach, Herrn Drosten, Herrn Meidinger; Herrn Scholl vom PHV-BW um ein Maßnahmenpacket um dem Gesundheitsschutz in Schulen und Kindergärten umsetzen. Das oberste Gebot ist unsere junge Generation zu schützen und dies müssen die regierenden leisten, weil die heranwachsenden Kinder Ihnen schutzlos ausgeliefert sind. Kein Kinderarzt hat ein Anrecht in der Pandemie zu behaupten, dass die Kinder und Jugendliche keine schlimmen Verläufe haben. Klingt nicht glaubwürdig und bei Triage Einsatz nicht angebracht. Jede Erkrankung ist zu viel und sollte verhindert werden. Im Mannheimer Klinikum schlägt die Kinderstation Alarm und dies ist auch Corna geschuldet. Volle Schulklassen ist fahrlässig und keine Luftfiltergeräte sind vorhanden. Die Poltik und KM hat an jeglicher Glaubwürdigkeit verloren und nur Chaos beigetragen.

  9. Mannheimer Morgen am 22.11 https://www.mannheimer-morgen.de/orte/mannheim_artikel,-mannheim-atemwegs-virus-bei-kindern-mannheimer-aerzte-am-anschlag-_arid,1882019.html Kein Arzt kann mit Gewissheit sagen welche Auswirkungen ein Corona Verlauf hat und die Ausbrüche an Schulen gibt es und in den Kindergärten ebenfalls. Zählt erst der Triage Einsatz als schlimm oder als Weckruf??????Was ist uns die Gesundheit Wert von den jüngsten in unserer Gesellschaft die keine Stimme haben in der Pandemie???

    • Sorry, nochmal, wir haben nicht alle ein Abo beim „Mannheimer Morgen“ daher bringen die verlinkten Artikel nicht soooooooooo viel, liebe Rosa….

  10. „Jede Erkrankung ist zu viel und sollte verhindert werden. “

    So habe ich bis zur Corona Pandemie die Menchheit mehr oder weniger angenommen.

    Das werde ich nie wieder können.

  11. „dass ungefähr vier bis sieben Prozent der Kinder“

    Und das ist nicht war. Es gibt schon jetzt Studien, die über 11-15% Long Covid bei den Kindern sprechen.

    Also Herr Lauterbach ist doch nur ein Politiker.

    • Liebe Monika, BY,

      zur Ehrenrettung von Herrn Lauterbach müssen wir festhalten, dass es keine validen Daten zu Long Covid unter Kindern gibt – schon deshalb nicht, weil es keine einheitliche Definition von Long Covid gibt. Wir wissen nur definitiv, dass Kinder lange Zeit Symptome zeigen können können. Hier nachzulesen: https://www.news4teachers.de/2021/11/mehr-schutz-das-rki-spricht-sich-gegen-einen-durchseuchungskurs-gegenueber-kita-kindern-und-schuelern-aus/

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Liebe Redaktion,

        ich habe an Herr Lauterbach geglaubt, aber inzwischen ist er mir zu politisch geworden.
        Tut mir Leid.

        Wenn wir schon über die Zahlen sprechen, er sollte auch nicht abschätzen, sondern klar Text reden, weil es Daten auch Studien (Israel) gibt, dass es sich sehr wohl um höheren Prozenten handelt und handeln könnte (GB, USA etc.. Daten), auch in Deutschland.

        Insbesondere deshalb, da viele Menschen eine Abschätzung von 4% oder 7% nicht beunruhigend empfinden werden und Kinder werden zu einer Durchseuchung gezwungen, jetzt, nicht später, wenn die Studien ferig werden!

        Liebe Grüße

        • Also wenn Ihnen die Aussagen von K. Lauterbach nicht passen, weil sie Ihnen nicht negativ genug zu sein scheinen, sollten Sie sich evtl. mal langsam professionelle Hilfe suchen.

        • „ich habe an Herr Lauterbach geglaubt, aber inzwischen ist er mir zu politisch geworden.“

          Ein SPD-Politiker ist ihnen zu wenig politisch? Oooooookkkaaaayyyy….

      • Ich würde so sehr gerne in dieser Sache kein Recht haben müssen!

        Hier geht es nicht um wer mehr oder weniger Recht hat, sondern um Tatsachen und um das, dass jedes Leben zählt! Sonst sind wir als Menschheit nichts mehr wert.

        Wenn für Sie 4% nur ist, dann haben wir nichts mehr zu diskutieren..

        • Unten im verlinkten Text von SusanneL steht aber auch:

          “ Nur 1,8 Prozent der Betroffenen hatten nach acht Wochen noch mit Corona-Symptomen zu kämpfen.“

          Ich glaube, Sie reden sich die Welt schön ………… bzw. schlecht.

  12. In Deutschland war sehr lange Lock Down und Kinder waren zu Hause vor dem Virus beschützt.

    Das richtige Ausmaß von Long Covid bei den Kindern in Deutschland werden wir erst kennenlernen. Und das wird nicht 4-7% sein, sondern mehr.

    • Und noch ein anderer Beleg:

      „Insgesamt litten nur 4,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen nach vier Wochen noch an Covid-19-Spätfolgen, auch Long Covid genannt. Im Schnitt wiesen sie zwei Symptome auf, darunter vor allem Erschöpfung (84 Prozent), Kopfschmerzen oder Geruchsverlust (in beiden Fällen 77,9 Prozent). Nur 1,8 Prozent der Betroffenen hatten nach acht Wochen noch mit Corona-Symptomen zu kämpfen. Die Kinder und Jugendlichen in der Altersgruppe der Zwölfjährigen bis 17-Jährigen waren dabei etwas häufiger von Covid-19-Spätfolgen betroffen als die jüngeren Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren.“
      https://www.rnd.de/gesundheit/long-covid-bei-kindern-und-jugendlichen-corona-spaetfolgen-laut-studie-nur-sehr-selten-SVBQNOOEIZG6LO4FCJVXDIZEHI.html

      • nur 4,4%?
        Das ist eine Menge. Zudem sind nicht bei diese mal alle Symptome aus LC erfasst. Die Dunkelziffer wird um einige höher liegen, weil Symptome bei Kindern nicht so ohne weiteres sofort oder überhaupt ersichtlich sind.
        Nicht mal bei Erwachsenen ist es komplett erfasst, da die Auswirkungen teils schwer messbar sind. Höhere Teilnahmslosigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, erhöhte Vergesslichkeit…
        Wie soll so etwas auch verlässlich gemessen werden, bei solcher Schwammigkeit von Veränderungen nach Cov19.

          • Na wenn es da steht, dann is ja gut.
            (Ironie)
            Es ist bis heute nicht erfasst, welche gesundheitliche Auswirkungen durch Corona stattfinden.
            Deswegen ist diese genannte Prozentzahl fürn Popo.

  13. Das ganze Rumgekaspere nervt nur noch!

    Zurzeit sind 2/3 der Coronapatienten auf den Intensivstationen zwischen 0 und 69 Jahren jung und 1/3 der Coronapatienten auf den Intensivstationen sind Ü70. Die Altersstruktur auf den Intensivstationen zeigt doch, dass der Infektionsschutz bzw. die Erforderlichkeit einer (Booster-)Impfung ALLE betrifft, nicht nur Hochbetagte und betreuende Berufsgruppen.

    Wenn man hohe Todeszahlen vermeiden möchte, müssen sich fast alle impfen lassen! Das ist alternativlos, weil die Realität doch gerade zeigt, dass es mit einer zu geringen Impfquote (unter 90/95 %) immer zu viele Schwererkrankungen gibt. Warum sollte das auch im nächsten Herbst/Winter anders sein? Eine 2G-Beschränkung schützt Ungeimpfte vielleicht vor Ansteckung im Kino, weil man ohne Impf- oder Genesungszertifikat nicht reinkommt, nicht aber davor, dass z.B. das symptomlos infizierte und falsch negativ getestete Kind das Virus aus der Schule heimbringt. Das ist doch alles halbherzig und scheinheilig und ob es den Druck auf Ungeimpfte so umfassend erhöht, dass sich ausreichend viele doch noch impfen lassen, weil sie auf Kino und Restaurantbesuche und dergleichen lebensnotwendig nicht verzichten können, tjoa! ( 😉 )

    Die Kinder gehören geschützt vor einer Durchseuchung, nicht nur um ihrer selbst Willen wegen PIMS, LongCovid und ihres persönlichen Sicherheitsbedürfnisses, sondern auch wegen der Schwererkrankungsgefahr ihres Umfeldes außerhalb ihrer Schulen. Schwererkrankungen und Todesfälle sind das große Problem derzeit in Deutschland, geschuldet einer zu geringen Impfquote in Verbindung mit nicht angewendeten oder ausreichenden Schutzmaßnahmen zur Infektionsabwehr. Das hängt doch alles in Ursache und Wirkung zusammen! Infektionsabwehr geht nur mit AHA+L unabhängig vom Impfstatus des Einzelnen. Masken, Wechselunterricht, Hygiene, Lüften, Quarantäne und PCR-Tests im Falle eines Ausbruchs in der Klasse/Stufe sollten Mindeststandard in den Schulen in DIESER Notlage sein!

    Und die Bundesländer, in denen die Maskenpflicht in den Schulen aufgehoben wurde, haben die jetzige Notlage mit herbeigeführt: Was wie Freiheit für die Kinder ausschaut ist letztendlich nichts als Freiheit für die Deltavariante! In NRW wird es sich auch nicht anders verhalten als anderswo, wenn es tatsächlich dazu gekommen sein sollte, dass die Masken in den Schulen aufgrund der Aufhebung der Maskenpflicht wirklich weitflächig gefallen sind. Da rettet dann auch 2G im Freizeitbereich nichts. Vollständig geimpft sind in NRW ca. 71,2 % plus, mal ganz positiv gedacht, evtl. Nichterfasste (geschätzt laut RKI max. 5 % plus der Bevölkerung) plus Genesene/aktuell Infizierte ca. 1,1 Millionen (ca. 6 % der Bevölkerung). Etwas über 80 % Immunisierte sind noch keine 90 oder besser 95 %, die das Gesundheitssystem in NRW stabil halten könnten!

    Was erwarten die Landesregierungen da bei den bekannten Fakten über die Deltavariante, die so eine hohe Impfquote benötigt, um der Bevölkerung durch eine überlastetes Gesundheitssystem und niemals endende Einschränkungen nicht unnötig Kummer zu bereiten? Erreichen wir diese hohe Impfquote nicht, finden wir niemals richtig zur Normalität zurück! Zwei Jahre Hick-Hack von total locker über halbherzige Maßnahmen bis zum totalen Stillstand waren mehr als genug! Jede Woche, die uns auf der Welle treiben lässt, bedeutet eine hochgradige Verunsicherung und Lebensseinschränkung, ob man nun als Geimpfter ins Kino gehen darf oder nicht. Mit einer allgemeinen Impfpflicht und Schutz bis zur Durchimpfung hätte man wieder eine Perspektive und Motivation. Stattdessen wird die Gesellschaft in Geimpfte und Ungeimpfte gespalten mit krassen Folgen des Streits und der Zwietracht und man erwartet einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems und das nur, weil man zwar Druck auf die ungeimpfte Minderheit ausübt, aber keinen zielführenden! Wieviel Zeit meinen die Landesregierungen mit ihren „try and error“-Maßnahmen noch verschwenden zu können, statt das Problem einmal knackig an der Wurzel zu packen, damit wir alle (und allen voran unsere Kinder) wieder frei aufatmen können?

    • Sie haben so recht!!!!!! In jedem Satz finde ich auch mein Sorge, Einschätzung und möglichen Handlundgsbedarf wieder. Es macht auch keinen Sinn mehr, sich über Schnick Schnack aufzuregen. Ich will davon auch nichts mehr hören. Also Computer aus und alle Energie in eine Auffrischimpfung stecken und hoffen, dass sie rechtzeitig erfolgen wird. Bis dahin gilt es,sich jeden Tag darüber freuen, dass noch alle Familienmitglieder gesund sind.

    • „und ob es den Druck auf Ungeimpfte so umfassend erhöht, dass sich ausreichend viele doch noch impfen lassen, weil sie auf Kino und Restaurantbesuche und dergleichen lebensnotwendig nicht verzichten können, tjoa!“

      Ich kenne ungeimpfte Eltern, da würde 2G bei Friseur, Kosmetik- und Nagelstudio mehr Impfanreize bieten, als nicht ins Restaurant zu dürfen.

    • Sie suchen sich die Studienergebnisse heraus, die Ihnen gefallen und Sie verschweigen die anderen.

      (Und was sollen wir hier mit englischsprachigen Links? Das ist eine Frechheit!)

      • Sehr geehrter Jolander,

        dies ist ein Bildungsmagazin – Englisch ist Wissenschaftssprache und „keine Frechheit“. Natürlich können hier auch internationale Forschungsergebnisse verlinkt werden.

        Herzliche Grüße
        Die Redaktion

          • @Jolander:
            Ja sauber! Englisch ist internationale Wissenschaftssprache. Wenn Sie es trotz online Übersetzungshilfen nicht lesen können, ist das keine Arroganz der Millionen anderen, sondern eine Lücke bei Ihnen.
            Das wäre noch nicht so schlimm. Nur wenn man meint, es wäre eine Frechheit oder Arroganz auf englische Studien/Texte zu verweisen, dann sind Sie – durch eigenes Tun – disqualifiziert für derlei tagesaktuelle, forschungsbezogene Themen bzw. Diskussionen, tschüß.

          • Und ich nenne es Inkompetenz, wenn man nicht weiß, wie man jede beliebige Website von Google übersetzen lassen kann….

      • Welche anderen verschweige ich? Bitte nennen Sie die Quellen.

        Und ja, ich werde alles tun, um die Kids zu schützen, egal 15% oder 1%. Zwingende Durchseuchung wird für viele eine Körperverletzung sein.

        Meine sind in der Sicherheit, aber viele nicht. Und ich weiß, dass oft der Grund dafür sind, Leute wie Sie.

        Meine beste Freundin hört auf Leute wie Sie. Sie will siich nicht impfen lassen, sie will nicht ihre Kinder impfen lassen, sie glaubt, genau wie sie, das alles eine reine Übertreibung ist.

        Sie glaubt sogar, dass Intensivstationen übertreiben mit ihren Berichten.

        Danke für nichts.

  14. Der Jens Spahn und seine Mitteilungen…..https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-montag-237.html#Spahn-Geimpft-genesen-oder-gestorben Die drei Möglichkeiten hat unsere Bevölkerung. Wie es für uns einzelne Bürger ausgehen kann wissen wir nicht und die Angst wird uns die nächsten Wochen und Monate begleiten. Long Covid kommt noch hinzu und auch dies wird uns noch lange begleiten und vor allem die Familien die es trifft. Von Entspannung sind wir noch weit entfernt und Weihnachten wird sicherlich kein besinnlches Fest……

  15. „Die Impfquote von 95 Prozent bei Lehrkräften zeigt, dass Pädagoginnen und Pädagogen Verantwortung übernehmen – und alle Diskussionen über eine Impfpflicht von Lehrkräften an den Problemen vorbeigehen“, unterstrich GEW-Bundesvorsitzende Maike Finnern.

    Eine Impfquote von 95% mag für die Gesamtbevölkerung ausreichen, wenn hingegen an einer Schule 2-5 LuL ungeimpft sind, dann sind das 2-5 zu viel.

    Aber diese Diskussion wäre mit der allgemeinen Impfpflicht ja beendet, hoffentlich kommt sie bald!

  16. Ich finde es fast witzig, dass man davon spricht, dass die Impfquote unter Lehrern aus Verantwortung so hoch ist. Aufgrund der Nachlässigkeit ihres Arbeitsgeberst haben sie doch eigentlich gar keine andere Wahl, als sich durch eine Impfung zu schützen. Das ist ja schon fast eine Impfpflicht.

    Auch wenn ich Herrn Lauterbach immer noch für einen klugen Kopf halte, er sollte seine Argumente schon aufeinander abstimmen:
    > „Aber an Schulen wäre sie [die Impfpflicht] nicht unbedingt notwendig, weil die Kinder und Jugendlichen durch eine Covid-19-Infektion eher nicht so stark getroffen werden.“
    > „Kinder könnten trotz milderer Covid-Verläufe ebenfalls Langzeitfolgen bekommen. Wir müssen damit rechnen, dass ungefähr vier bis sieben Prozent der Kinder, die an Covid symptomatisch erkranken, also Symptome bekommen, Long Covid entwickeln.“

    • Sehr richtig! Wir haben uns doch alle riesig gefreut, als wir uns letztes Frühjahr privilegiert impfen lassen durften. Bis dorthin regierte die Angst, sich anzustecken, wir hatten gar nichts, keinen Schutz, keine Fürsorge, keine Hilfe. Wir hatten nur die Impfung als Rettungsanker. Luftfilter wären schön gewesen, eine Unterstützung in dieser Dreckssituation, aber das waren wir unserem Landesvater nicht Wert. Mich wundert es, dass die Eltern nicht auf die Barrikaden gehen, die dürften doch!

    • eldorado- Klingt halt gut mit der Verantwortung. In meinem Fall ist das reiner Selbstschutz. Im BBS-Bereich gibt es und jetzt Trommelwirbel- in der Erzieher*innen-Ausbildung mit Praxiseinsatz- noch genug ungeimpfte SuS……und in der rückliegenden Zeit wurde NIX, GARNICHTS, usw. für den Gesundheitsschutz der Lehrkräfte getan. Und ich muss halt meinen Dienst machen. Heute nicht- Stand 3h in Schlange für die Booster-Impfung. Mit Erfolg. Für meine eigene Sicherheit.

    • Geschäftsführender Finanzminister und MdB – als solcher hat er keine Richtlinienkompetenz. Er ist de facto un de jure nicht als Kanzler gewählt. Folglich ist die Frage, wo er ist, irrelevant. Aber dazu müsste man außer der Bild das GG gelesen haben.

      • Ja, stimmt komplett, aber er kann Signale senden indem er auftritt und seine Meinung kommuniziert. Man sieht den Mann zu wenig aus der Deckung kommen.

  17. Es bleibt als Faktum, dass ohne die wichtigste Impflücke in der Altersgruppe 18-59 Jahre zu schließen, bleibt auch das Durchimpfen aller Kinder für die Pandemie, wie ein Tropfen auf den heißen Stein – sie verhindert die Überlastung des Gesundheitssystems/ Kontakteinschränkungen von ALLEN , den Distanzunterricht, Maskenpflicht etc. in den nächsten Jahren NICHT. Wer dadurch sein Kind zu schützen glaubt, bitte schön, wird jedem ab Dezember überlassen. Aber wird am Status quo“ pandemische Lage“ anstatt „endemische Lage“ leider fast nichts ändern.

  18. Lauterbach wird nicht der neuer GM – das hat schon FDP für sich vorbehalten.

    Er hat ja schon vor einem Jahr bei Lanz gesagt, Schulen & Kitas sollen nicht geschloßen werden – das war kurz vor dem Lockdown. Also, das war die erste Enttäuschung. Kürzlich bei Lanz – jetzt im November 2021 – auch sehr viel wirres Zeug geredet – G2 wäre ausreichend.

    Angesichts der Situation – manchmal muss man sich entscheiden, ist man Arzt oder ist man Politiker. Beides geht offenbar nicht.

    https://media.giphy.com/media/26BukIvroAxHsy3Ti/giphy.gif

    • Oh, toll, volle Freiheit bald auch im Gesundheitssektor, noch mehr als bisher.

      Da kommt Spaß auf.

      Scheiterhaufen für Masken, juchee.

      (kann Spuren von Ironie enthalten)

    • Von mir aus vor der Gesamtbevölkerung einordnen, vor allem der jüngeren, aber mindestens zwei Gruppen sind noch dringender: a) die Alten (höchstes Risiko bei Infektion) b) Gesundheitspersonal (höchste Exposition und, sekundär, Booster senkt Verbreitung durch unerkannt infiziertes, bereits doppelt geimpftes Personal).

  19. „Es wird Kinder geben, die haben Covid und sind danach nicht mehr so schwungvoll und auch nicht mehr so gut in der Schule wie vorher.“

    Diesen Satz sollten sich die Verantwortlichen mal ganz genau auf der Zunge zergehen lassen und überlegen, was er wirklich besagt.

    Es geht um nicht weniger als dass man in Kauf nimmt, dass Kinder in ihren Möglichkeiten dauerhaft beeinträchtigt werden. Es geht nicht um „nicht mehr so gut in der Schule“, es geht um „nicht mehr in der Lage, Dinge zu tun, die sie vorher tun konnten“. Es geht um Schädigungen des Gehirns! Wie man sowas wissend in Kauf nehmen kann und zugleich darauf verzichtet, die schon lange bekannten Schutzmaßnahmen konsequent anzuwenden, entzieht sich meinem Verständnis.

    • Ein Mädchen meiner Klasse infizierte sich Ende November 2020 mit Covid. Milde Symptome, ähnlich eines grippalen Infekts.
      5 Wochen später, die 8-jährige erholte sich nicht richtig, wurde eine Nierenentzündung diagnostiziert. Diese wurde schnell chronisch, hat SICHERLICH nichts mit der Corona-Infektion zu tun!
      Seitdem fehlt das Mädchen häufig, mit Schmerzen, Fieber usw.
      Aus einer sehr guten Schülerin ist nun eine knapp durchschnittliche Schülerin geworden.
      Liegt NATÜRLICH an den vielen Fehltagen und ist bestimmt kein Long-Covid!
      Oder etwa doch?
      Nicht falsch verstehen, es gibt sicher auch 8-jährige, die ganz ohne Corona ein chronisches Nierenleiden entwickeln. Hatte nur vorher noch nie in meiner über 40-jährigen Lehrertätigkeit so einen Fall.
      Es ist nur eine anekdotische „Evidenz“, gibt mir aber trotzdem zu Denken….

  20. Impfpflicht für LuL? Meinetwegen! Alle LuL bei uns geimpft, kämpfen jetzt um den Booster.

    Wird nur leider nicht helfen, da viele Erwachsene, die an Schulen arbeiten, halt KEINE LuL sind.
    Schulbegleiter, Schulassistenten, FSJler, Sozialarbeiter, ständig wechselnde Praktikanten und Aushilfskräfte, OGS-Personal (bei uns nur zu 50% geimpft, da auch nur Aushilfskräfte), Küchenpersonal in der Mensa, Hausmeister, Reinigungspersonal, Handwerker, Eltern, die ihren Kindern die Brotdose oder den Turnbeutel hinterher bringen („nur ganz kurz, ich bin ja gleich wieder weg!“), usw. usw.
    Es ist unmöglich, da noch die Übersicht zu behalten, wer soll das kontrollieren?
    Tests und klinische Masken sind zwar vorgeschrieben, aber die Selbsttests, mit einer Genauigkeit von 40-60% reichen ja!

    100% der SuS ungeimpft, testen sich 2 mal die Woche selbst mit ungenauen Tests, die geimpften LuL testen sich mit den gleichen ungenauen Tests! Die ungeimpften Erwachsenen dito!

    Bleibt alle gesund und versucht, zeitnah einen Booster zu bekommen, liebe KuK.

  21. Ich hatte eine Fachtagung. Zwei Tage lang, acht Stunden Maske tragen. Alle Teilnehmenden und auch die Dozenten. Es war irrsinnig anstrengend dem Vortrag zu folgen. Keine Gestik, keine Mimik, gedämpfte Stimme durch ffp 2. Im Vorfeld schon Fachtagungen online besucht. Dem konnte ich wesentlich besser folgen. Was würde unseren Kids mehr bringen?

  22. Wenn es an einer Schule nicht auffällt, dass ein Kind in Quarantäne den Präsenzunterricht besucht, läuft doch hier gerade etwas mächtig schief, oder?

  23. Oder wenn offensichtlich falsche PCR Testbescheinigungen auftauchen, die einen negativ Test bestätigen sollen.
    Ich kann und will nicht mehr.

  24. Die “ Probleme“ beim Maske tragen werden maßlos übertrieben, ich kenne viele Erwachsene und Kinder, die sich schon voll daran gewöhnt haben und teilweise vergessen, sie wieder abzusetzen, wenn es sie nicht nötig sind.
    Es kommt doch auch immer darauf an, wie ich den Kindern vermittle, warum sie sie tragen müssen.
    Dass in der der zeitigen Situation Maskenpflicht in Schulen teilweise aufgehoben war, ist nicht nachzuvollziehen, einfach dumm und gedankenlos….Ich hab das Gefühl, nur noch von “ Leerdenkern“ umgeben zu sein.

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