Gebauer lässt mitteilen: Eltern sind für den Corona-Schutz ihrer Kinder verantwortlich

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DÜSSELDORF. Über Monate hinweg mussten sich Schülerinnen und Schüler mehrfach pro Woche auf Corona testen. Nun ist Schluss damit in NRW. Das Schulministerium meint, dass die Eltern dafür zuständig sind, ihre Kinder vor Infektionen in der Schule zu schützen. Viele halten das für falsch, riskant – ja fahrlässig. Kritiker sorgen sich aktuell besonders um eine Schülergruppe.

«Da darf Schule keine Ausnahme sein»: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), hier auf einer Pressekonferenz im Oktober 2020. Foto: Land NRW

Von großen Bedenken und Sorgen begleitet hat am Montag der Schulbetrieb in NRW nach den Osterferien ohne Corona-Testpflicht begonnen. Nach vielen Monaten mit regelmäßigen Testungen auf das Coronavirus wurden diese anlasslosen Überprüfungen nach der Osterpause nun nicht wieder aufgenommen. Mehrere Verbände forderten von der Landesregierung eine Rückkehr zur Testpflicht. Lehrergewerkschaften äußerten sich skeptisch und besorgt. Die SPD-Opposition sprach von einem fahrlässigen Schritt. Dagegen verteidigte das Schulministerium die Lockerung.

«Die Pandemie ist nicht vorbei, der Verzicht auf jegliche organisierte Schutzmaßnahmen falsch»

Sie gilt für alle rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler aller Schulformen in Nordrhein-Westfalen. Bis zu Beginn der Osterferien hatten sich Schüler drei Mal pro Woche per Selbsttests überprüft. Seit 28. Februar galt die Testpflicht allerdings nicht mehr für Geimpfte und Genesene an den Schulen. Die Maskenpflicht im Klassenraum war bereits eine Woche vor Beginn der Osterferien abgeschafft worden.

«Die Pandemie ist nicht vorbei, der Verzicht auf jegliche organisierte Schutzmaßnahmen falsch», sagte der Vize-Vorsitzende der NRW-Schulleitungsvereinigung, Ralf Niebisch, der «Rheinischen Post». Für die ersten Schultage nach den Ferien wären tägliche Tests für die gesamte Schülerschaft sinnvoll gewesen, damit Infektionen nicht in die Schulen getragen würden.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) betonte in der RP, überall in der Gesellschaft seien Corona-Maßnahmen zurückgenommen worden. «Da darf Schule keine Ausnahme sein.» Auch Kinder, Jugendliche und die Lehrkräfte müssten an den Lockerungen teilhaben. Zuvor hatte das Ministerium betont, mit dem Ende der anlasslosen Tests rücke die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder und die Eigenverantwortung jedes Einzelnen für seine Gesundheit wieder verstärkt in den Mittelpunkt. Es stehe eine gut ausgebaute außerschulische Testinfrastruktur zur Verfügung.

Die SPD monierte, die Regierung wälze die Verantwortung «wieder einmal auf die am Schulleben Beteiligten ab.» Der schulpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Jochen Ott, nannte den Teststopp «fahrlässig und falsch» – vor allem angesichts der bevorstehenden Abschlussprüfungen».

Rund 73.000 Schülerinnen und Schüler an 968 öffentlichen und privaten Gymnasien, Gesamtschulen, an Waldorfschulen und Weiterbildungskollegs legen von diesem Dienstag an ihre Abiturprüfungen ab. Hinzu kommen rund 9500 Schüler von 234 öffentlichen und privaten Berufskollegs. Die schriftlichen Prüfungen werden zwischen dem 26. April und dem 10. Mai geschrieben, die mündlichen Prüfungen finden ab dem 11. Mai statt. Gebauer zufolge wurden Anpassungen vorgenommen, um «den pandemiebedingten Herausforderungen der letzten Jahre Rechnung zu tragen». So stehe Lehrern ein erweiterter Aufgabenpool zur Verfügung, um Aufgaben bestmöglich an erteilten Unterricht anpassen zu können.

«Wir sind konfrontiert mit der berechtigten Sorge von Familien, die Risikopersonen und vorerkrankte Kinder im eigenen Haushalt haben»

Laut dem Philologenverband NRW wäre es fatal, wenn es zu Beginn der Abiturprüfungen zu neuen Infektionen oder vielen Quarantänefällen kommen würde. Falls Schüler coronabedingt nicht an den regulären Klausurterminen teilnehmen könnten, müssten sie auf Nachschreibtermine ausweichen, was den Druck auf sie zusätzlich erhöhen würde. Müssten Schüler wegen Lehrkräfte-Ausfällen «auf vertraute Gesichter verzichten und vor fremden Lehrkräften ihre Prüfungen ablegen», wäre das ein erheblicher Nachteil, mahnte die Verbandsvorsitzende Sabine Mistler.

Ein Blick auf die anderen Bundesländer zeigt: Die Zeit der verpflichtenden Corona-Tests geht fast überall zu Ende. Wie eine Umfrage in den 16 Bundesländern ergab (News4teachers berichtete), ist die Testpflicht in zwölf Ländern entweder schon abgeschafft oder läuft spätestens Ende dieser Woche mit dem Monatswechsel aus.

Auch der Deutsche Lehrerverband kritisierte das. «Wir sind konfrontiert mit der berechtigten Sorge von Familien, die Risikopersonen und vorerkrankte Kinder im eigenen Haushalt haben», sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger: Die Aufhebung aller Gesundheitsschutzmaßnahmen gehe auch auf Kosten der Abschlussschüler, die nun sehr besorgt seien.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hatte der NRW-Regierung vorgeworfen, sie setzte auf das Prinzip Hoffnung. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bemängelte ein «leichtsinniges» Verhalten». Schon das Aus der Maskenpflicht sei voreilig gewesen.

Zeitgleich meldete das Landesstatistikamt am Montag, dass am Ende des Schuljahres 2020/21 rund 4.050 junge Menschen – knapp 300 Personen mehr als ein Jahr zuvor – die Schulen in NRW ohne Abschluss in der Tasche verlassen hätten. Der VBE betonte: «Das ist nicht nur tragisch für die jungen Menschen, sondern auch dramatisch für unser Bundesland.» News4teachers / mit Material der dpa

Nach Corona: Mit diesen Kultusministern ist kein Staat mehr zu machen

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Nichtschonwieder
1 Monat zuvor

Wie unverantwortlich kann man sein? Gebauer: Hold my Beer.

Jolander
1 Monat zuvor
Antwortet  Nichtschonwieder

Halte mein Bier? So ein Quatsch.

Nichtschonwieder
29 Tage zuvor
Antwortet  Jolander

Machst du dich gerne öffentlich zum Deppen? Frage für einen Freund Jolander.

Pit2020
29 Tage zuvor
Antwortet  Jolander

@Jolander

Erst informieren – dann möppern … oder eben nicht.
https://www.dictionary.com/e/slang/hold-my-beer/

Und falls dann wieder jemand nachlegen möchte in der Art von „… auch auf Deutsch?!“
Certainly.
Mussegezzabbaselbagoogeln. 😉

Canishine
1 Monat zuvor

rücke die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder und die Eigenverantwortung jedes Einzelnen für seine Gesundheit wieder verstärkt in den Mittelpunkt. Es stehe eine gut ausgebaute außerschulische Testinfrastruktur zur Verfügung.“

Soll das etwa heißen, dass Eigenverantwortung doch auch den Schutz der Anderen umfasst? Sich selbst kann man ja durch eigene Testung nicht schützen.

Stromdoktor
1 Monat zuvor

Sehe da auf beiden Seiten noch Luft nach oben…

…angesichts einer Impfquote von 22% in der Gruppe 5-11 Jahren bzw. 66% in der Gruppe 12-17 Jahren.

…angesichts der gestiegenen Wahrscheinlichkeit (nach Abschaffung der Testpflicht) auf infektiöse MitschülerInnen zu treffen.

Würde das Verhalten als ambivalent einstufen, wenn man sich ggf. zwar vor einer Infektion (mit Maske und Testpflicht) aber nicht vor den Folgen einer Infektion (durch Impfung) schützen möchte.

tachelesme
1 Monat zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Woher haben Sie die 66% ?

Stromdoktor
1 Monat zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Ergänzung:

Mit der (Booster)-Impfung schützt man nicht nur sich selbst:

„Wenn wir uns das infektiöse Virus in den Omikron-Proben anschauen, dann sehen wir, dass Menschen mit der Booster-Impfung fünfmal weniger infektiöses Virus in sich tragen.“

„Wenn eine infizierte Person weniger infektiöses Virus in sich trage, sei es naheliegend, dass diese Person auch weniger ansteckend sei, so Virologin Eckerle. „Das würde dann darauf hinweisen, dass die Impfung nicht nur einen Selbstschutz bietet, sondern, dass die Impfung unter Umständen auch dazu führt, dass weniger Virus weitergegeben wird“, so Eckerle.“

https://www.deutschlandfunk.de/virologin-isabella-eckerle-wie-stark-schuetzt-der-einzelne-mit-der-impfung-alle-dlf-7a183890-100.html

https://www.google.com/amp/s/amp.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-omikron-infektion-ansteckung-100.html

Metalman
1 Monat zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Nur lässt der Booster sehr schnell nach. Ich bin geboostert. Nach drei Monaten infiziert mit sehr niedrigem CT-Wert. So geht es etlichen Anderen leider auch. Kenne auch schon einige Geboosterte mit zweifacher Infektion in kürzester Zeit. Also klar, der Strohhalm Impfung und Boostern ist noch da, hilft aber nicht so wie erhofft. Kam ja jetzt auch ne Studie zu raus.

Also man wird es trotzdem kriegen und weitergeben. Trotzdem boostern und impfen. Auch wenn der Nutzen begrenzt ist, überwiegt er wohl immer noch die Risiken, gerade für Ältere. Ich verstehe aber trotzdem Jugendliche, die nach der 2. Impfung und der jetzigen Situation und Politik davon Abstand nehmen.

Stromdoktor
1 Monat zuvor
Antwortet  Metalman

Genauso uns passiert. Booster Anfang Dezember und Infektion Ende Januar.

Der Verlauf war halbwegs erträglich aber mit Sicherheit nicht erfreulich/erstrebenswert.

Offen bleibt die Frage, welchen Benefit der Booster im Abstand von zwei Monaten noch hatte und wie es zu anderen Zeitpunkten (früher/später) ausgesehen hätte.

Mein Punkt sollten eigentlich nur sein, dass auch die Frage nach der Impfung zusätzlich eine gesamtgesellschaftliche Bedeutung zur Infektionsvermeidung hat – vielleicht auch nur temporär.

Echt
29 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Ich sehe, trotz bisheriger Inanspruchnahme aller Covidimpfungen,
die wiederholten Impfungen nicht unkritisch. Die politisch Verantwortlichen können sich allein durch das Impfangebot, nicht ihrer Verantwortung entziehen.
Meiner Meinung nach, ist der Verweis auf die Testmöglichkeiten eine Frechheit und macht deutlich, wie wenig Frau Gebauer von den Realitäten in den Familien weiß. Zum Einen kosten die häuslichen Tests, was viele Familien nicht leisten können. Zum Anderen ist die regelmäßige Inanspruchnahme der Bürgertests mit zeitlichem und organisatorischen Aufwand verbunden. Das Testangebot in Schulen ist niedrigschwellig, somit familienfreundlich und bietet wenigstens noch ein wenig die Möglichkeit, das Infektionsgeschehen in der Gesellschaft im Blick zu halten.
Bei weiterhin bestehender Schulpflicht ist der Hinweis auf auf die Verantwortung der Eltern an Frechheit kaum zu überbieten.
Ich kann mich dem Bild der drei Affen bei dererlei ignorantem Verhalten nicht entziehen. Die Kultusminister, hier explizit Frau Gebauer, werden ihrer Verantwortung beiweitem gerecht.

Stromdoktor
29 Tage zuvor
Antwortet  Echt

Vielen Dank für Ihre Antwort auf meinen Beitrag!

Ich bin derzeit leider etwas unsortiert hinsichtlich der ganzen Themenfelder. Gerne versuche ich meine Positionen einmal einzuordnen:

Impfung:
Wir haben uns und unsere Kinder (U12) zum absolut frühestmöglichen Zeitpunkt impfen lassen – ohne diesbezügliche Bedenken und in unserem Falle ohne Nebenwirkungen. Nach Infektion aller Familienmitglieder waren wir froh, das Teilziel „Impfung vor Infektion“ erreicht zu haben. Aktuell sind wir also 3fach/2fach geimpft und genesen. Ich habe keine Ahnung, wie es nun weitergeht…wird die 4. und jede weitere Impfung empfohlen? Wer weiß…vielleicht sind wir dann auch schon 36x genesen…die Langzeitstrategie fehlt in jedem Fall.

Ich gebe Ihnen Recht, dass hier noch eine Verantwortung für die Politik und Wissenschaft besteht. Ich warte auf weitere Instruktionen.

Testung:
Hier profitieren wir gerade von den niedersächsischen Regelungen der kostenlosen Testkits für Kinder (3 x wöchentlich). Über die letzten 2 Jahre hatte ich das Gefühl, dass wir mit Hrn. Tonne noch einen der spendableren und vorsichtigeren Ministern erwischt haben – ohne in Jubelstürme auszubrechen. Aktuell gehe ich daher davon aus, dass dieses Angebot aufrecht erhalten wird. Wie die Eltern abschließend damit umgehen, kann ich nicht abschätzen. Der „Zettel“ aus der Schule zur Dokumentation des Selbsttestes läuft in jedem Fall bis zum Ende des Schuljahres und beinhaltet die aktuellen Regeln (derzeit tägliche verpflichtende Tests und ab nächster Woche jeweils 3x wöchentlich auf freiwilliger Basis).

Wir nehmen das Angebot an, testen und dokumentieren weiterhin – hatte ich an anderer Stelle schon einmal beschrieben.

Auch hier würde ich Ihnen Recht geben. In dem Moment, wo auf die öffentlichen Angebote verwiesen wird, ist das Thema freiwillige Testung erledigt. Die Aussagen halte ich daher ebenso für realitätsfern und frech.

Schulpflicht:
Das ist für mich tatsächlich auch der wichtigste Punkt. An den Diskussionen zur Eigenverantwortung habe ich mich nicht groß beteiligt. In dem Punkt würde eine Wahlfreiheit aber absolut Sinn ergeben. Im Prinzip ermöglicht/erlaubt man insbesondere den Eltern/Kinder und der erwerbstätigen Bevölkerung keine signifikante Risikoreduktion. Diese ergibt sich aus meiner Sicht vor allem dadurch, dass ich mich dem Virus selten bis gar nicht aussetze. Könnte durch das Aussetzen der Präsenzpflicht weitestgehend realisiert und durch digitale Bildungsangebote umgesetzt werden.

Welches Chaos dann im verbleibenden Präsenzbetrieb vor Ort entsteht, welche Akzeptanz das abschließend bei den LK hat, wie das mit den Leistungsnachweisen geregelt wird…keine Ahnung.

Vielleicht kostet es auch einfach nur zu viel (digitale Bildungsangebote) oder das Vertrauen in die eigene Bevölkerung ist nicht da (Aussetzen der Präsenzpflicht).

Um das Umzusetzen, müsste wahrscheinlich Schule von allen Akteuren neu erfunden werden. Ich würde mich jedenfalls darüber freuen…

Sonstige Maßnahmen (Maskenpflicht / Luftfilter):
Hierzu hatte ich ja schon einiges an anderer Stelle geschrieben…
Halte ich für sich genommen oder in Kombination für nicht ausreichend, um nachhaltig vor einer Infektion zu schützen.

Andere Maßnahmen (Aussetzen der Präsenzpflicht / Wechselunterricht) halte ich da für wirksamer – aber politisch und gesellschaftlich in Teilen nicht gewollt.

Mittlerweile verstehe ich aber die emotionale Bedeutung der Maskenpflicht für die Akteure im Bildungssystem etwas besser.

Sehe aber hier Chancen auf eine individuelle Verständigung zwischen Schule und Schülern/Eltern zum Tragen der Maske auf freiwilliger Basis.

So eine Übereinkunft gibt es beispielsweise in der Schule unserer ältesten Tochter. Und funktioniert.

Nochmals vielen Dank für Ihren Kommentar..-

Stromdoktor
29 Tage zuvor
Antwortet  Echt

Ich wollte noch zur Impfung ergänzen, dass es sich dabei für mich um eine individuelle Entscheidung handelt – insbesondere wenn es dabei um Kinder geht.

Grundsätzlich befürworte ich eine Impfpflicht für ältere Jahrgänge – kenne und verstehe aber auch die Argumente dagegen.

Kritischer Dad*NRW
1 Monat zuvor

Erwarte nichts, und du wirst nicht enttäuscht.

Pälmchen
1 Monat zuvor

Was soll uns denn der Verweis auf die 4050 Schüler ohne Abschluss sagen? Denen fehlt der Abschluss im Schuljahr 20/21 nicht weil wir im April 22 Masken und Test abgeschafft habend. Denen fehlt der Abschluss doch wegen dem teils wirklich katastrophalen Distanzunterricht und weil gerade die Kinder und Familien, die es am nötigsten gehabt hätten, mal wieder sich selbst überlassen wurden.

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Pälmchen

Würde ich gelten lassen, wenn von diesen 4050 Schülern nicht ein nennenswerter Teil auch ohne Pandemiebeschränkungen massive Probleme gehabt hätten und diese Zahl signifikant größer ist als durchschnittlich in den fünf Jahren vor der Pandemie.

Pälmchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Georg

Stimmt, nicht alle der 4050 sind darauf zurück zu führen. Es gibt leider immer welche die man verliert. Aber die 300 mehr als „normal“ waren ja für N4T der Aufhänger.
Den Zusammenhang zwischen den 4050 „abschlussfreien“ Schülern aus dem Schuljahr 20/21 und dem Wegfall von Maßnahmen im Schuljahr 21/22 erschließt sich mir aber trotzdem nicht. Vielleicht kann N4T mir das erklären.

Pälmchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Okay, es gibt also keinen Zusammenhang zu dem Wegfall von Test, Masken, der Überschrift und Kindern ohne Abschluss. Außer diesem konstruieren „nicht kümmern“, was aber nun wirklich nicht alleine für Frau Gebauer oder die FDP steht. In jedem Bundesland gibt es Kinder ohne Abschluss, vollkommen unabhängig vom Parteibuch des jeweiligen Schulministers.
Wenn Sie das Problem tatsächlich so angeht, dann könnten Sie dazu doch einen eigenen Artikel mit Ursachenforschung und Lösungsvorschläge schreiben. Es unter einen Artikel mit dem Inhalt „Frau Gebauer (wie viele andere auch) hat am Montag nach den Osterferien keinen Coronatest machen lassen“ zu setzten erscheint mir dem Thema nicht würdig.

Klugscheisser
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Oh, es gab das KAoA Programm. Also füllen Schüler Formulare in schönen Ordnern aus und sitzen im PC Pool, um irgendwelche Daten über sich einzuhacken.

Nutzen? Ähm… Die Ordner sehen echt schön aus…

Jolander
1 Monat zuvor
Antwortet  Georg

Das ist interessant. Genauso hat man festgestellt, dass die sogenannten Corona-Langzeitfolgen auch Personen ohne Corona durch die Pandemie-Bedingungen bekommen haben. Nun ist also die Frage, was was bewirkt hat. Viele Coronainfizierte haben sie ja auch wiederum nicht.

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  Pälmchen

Wo die „300 Personen mehr“ in 2021 herkommen, ist nicht so ganz erkennbar..:
https://www.it.nrw/nrw-9-710-schueler-gingen-2020-ohne-hauptschulabschluss-ab-103657
Vielleicht hat man auch aus „ohne Hauptschulabschluß 10“ ein „ohne jeden Abschluss“ gemacht, damit der Vergleich besser zur Pressemeldung passt?

Walter
1 Monat zuvor

Freiheit und Abenteuer inklusive, die Verantwortung liegt nun auf jungen Schultern
„Kinder, Jugendliche und die Lehrkräfte müssten an den Lockerungen teilhaben.“ Fluffiges Prinzip der Hoffnung.

Andre Hog
1 Monat zuvor

Das nächste, was aus der VölklingerStraße kommt, wenn SuS im Abitur den Nachschreibtermin des Nachschreibtermins in Abspruch nehmen müssen, wenn die zuständigen KuK für den 2. NACHSCHREIBTERMIN die Abiklausuren auf die Schnelle selber stricken müssen, weil aus Düsseldorf nur eine Nachschreibklausur gestellt wird, wenn SuS ggf durch die Drängung der PrüfungsTermine „abkacken“, ist, dass zum einen die Eltern nicht verantwortlich genug gehandelt haben und zum anderen die KuK nicht ausreichend auf die verbliebenen gesundheitssichernden Maßnahmen (Abstände -ich lach mich schlapp!! – und Lüften – yeah….aber immer schön im vorgegebenen Rhythmus) geachtet haben.

Die manikürten Finger von Poison Yvi werden verlässlich auf Andere deuten und dann werden von ihr die selbstbeweihräuchernden Worte des Eigenlobs gesprochen…sie sird dann doch betonen, dass sie das zentrale FDP-Partei-Credo der Eigenverantwortung hinlänglich umgesetzt hat und damit ihren bedeutenden Beitrag zur stärkeren Mündigkeit des Volkes beigetragen hat. Ihr Blick wird beifallheischend durch das Halbrund des Landtages gehen und sie wird erwarten, dass jemand (und sei es nur aus den eigenen Reihen) sie für das „Landesverdienstkreuz am vergoldeten Band“ vorschlägt.

Hauptsache, sie verschwindet von der politischen Bühne.

tachelesme
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

ich befürchte, PY will in den EU Parlament.

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  tachelesme

Lieber dort als weiter hier in NRW.

tachelesme
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Dort wird sie weiter Schaden einrichten, im noch grösseren Rahmen und es wird weiterhin Kinder treffen. Sie gehört in keine Position, wo sie über Menschenleben entscheidet. Hatte sie früher nicht ein Reisebüro gehabt?

Last edited 1 Monat zuvor by tachelesme
Tina plus 2
29 Tage zuvor
Antwortet  tachelesme

Sie war Reno-Gehilfin und hat in einem Boardinghaus und im Immobilienbereich gearbeitet.

Damit war sie fachlich natürlich bestens dafür qualifiziert, über die lebensgefährliche Zwangsdurchseuchung von Kindern, Eltern und Lehrern zu entscheiden.

gehtsnoch
20 Tage zuvor
Antwortet  Tina plus 2

Was ist generell negativ daran behaftet im Immobilienbereich tätig zu sein?
Der Beruf des Architekten als eigene akademische Disziplin arbeitet auch dort.

Metalman
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Bald ist Wahl…

Xyz
1 Monat zuvor

Dann soll sie doch endlich eine Distanzschule für alle auf den Weg bringen, damit Eltern auch eine Wahl haben. Würde im November schon in den Landtag eingebracht.
Stattdessen wird die Webschule Bochum schikaniert.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Xyz

Die externen Prüfungen müssten aber auch dann von den fünf Schulaufsichtsbehörden organisiert und abgenommen werden.

Ich bin auch dagegen, dass NRW hier unentgeltlich einen enormen Aufwand für die Abnahme der Abschlussprüfungen betreiben soll, für SuS, die nicht in NRW beheimatet sind. Die Prüfungsausschüsse müssen ja mit Lehrkräften mit entsprechender Lehrbefähigung aus dem Zuständigkeitsbereich der Arnsberger Behörde bestückt werden. Folglich würden sie an ihren Heimatschulen fehlen bzw. könnten dort bei ihren eigenen SuS keine Abschlussprüfungen abnehmen, da diese ja zeitgleich stattfinden.

Sissi
1 Monat zuvor
Jolander
1 Monat zuvor
Antwortet  Sissi

Shitstorm in progress? Was soll das denn sein?

Sissi
28 Tage zuvor
Antwortet  Jolander

Ich konnte mir leider nicht vorstellen, dass jemand nicht weiß, was shitstorm bedeutet, -> bitte immer wieder auf weitere Beiträge tippen, sonst stormt es nicht.

https://mobile.twitter.com/News4teachers/status/1518590298984693761?cxt=HHwWgoCypZj1jpMqAAAA

Und

* Work in progress (deutsch fortschreitende, laufende Arbeit) bezeichnet: als künstlerischer Ausdruck ein unvollendetes, noch aktuelles Werk; siehe Prozesskunst. ein Werk, das der Künstler nicht vollenden will; siehe Generative Kunst.
* https://de.m.wikipedia.org › wiki
Work in progress – Wikipedia

Sissi
29 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Ergänzung:
Irre, was da auf Twitter als Resonanz auf diesen n4t-artikel abgeht.
Der Frau müssen doch die Ohren klingeln.
Wenn man noch die hilflose Testsammelaktion einbezieht geht noch mehr:
-> Wann kommt die Pflicht! für KuK :
Keine Maske mehr im Dienst! ?
Einige auf Twitter stellen mit Begründung den Geisteszustand der Dame in Frage.

Hilfe
29 Tage zuvor
Antwortet  Sissi

Da sind sehr viele Leute aber sehr angepisst. Die Dame schießt sich ein Eigentor nach dem anderen. Mal sehen was sie morgen für einen raushaut. Popcorn steht bereit.

Riesenzwerg
27 Tage zuvor
Antwortet  Hilfe

Hauptsache, der Ball geht rein.

Worein, ist offenbar egal. Nur oft muss es sein.

Popcorn genossen?

Jolander
1 Monat zuvor

Damit hat Frau Gebauer auch weitgehend Recht!

Mutter aus NRW
1 Monat zuvor

“ Eltern sind für den Schutz ihrer Kinder selbst verantwortlich“

OK, heißt das jetzt die Schulpflicht ist aufgehoben und es gibt vernünftigen Distanzunterricht? Anders wüsste ich jetzt nicht wie ich den Schutz meines Kindes selbst verantworten könnte.
Meine 10 jährige Tochter ist geimpft, trägt freiwillig weiterhin überwiegend Maske und ja ich kann sie auch vernünftig zu Hause testen. Aber ich kann ja wohl kaum ihre Mitschüler regelmäßig testen, dazu bewegen Maske zu tragen oder sonstiges. Im Prinzip kann ich ein wenig Schutz durch Maske und Impfung gewährleisten, aber wohl eher für ihre Mitschüler.
Oder soll ich mich jetzt jeden Morgen vor die Schule stellen und alle Kinder testen um den Schutz meines Kindes selber zu gewährleisten?

Kynnefjäll
29 Tage zuvor
Antwortet  Mutter aus NRW

Wenn Corona nicht mehr verschwinden wird, frage ich mich, wann wollen Sie denn wieder normal leben? Haben Sie gar kein schlechtes Gewissen, Ihre Kinder so in Angst aufwachsen zu lassen bzw. mit dem Ziel, sich bloß nicht zu infizieren? Mein Sohn ist nicht geimpft, trägt keine Maske mehr und hatte noch kein Corona und hat auch keine Angst davor, warum auch.
Irgendwann muss man das Thema doch mal abhaken, das Leben geht weiter und es gibt viel dringendere Probleme, um die wir uns kümmern müssen, z.B. um den Klimawandel.
Dass die anlasslosen MassenTests nicht viel bringen, müsste doch jeder jetzt begriffen haben, ich denke, es sind alle so schlau hier.

Sissi
29 Tage zuvor
Antwortet  Kynnefjäll

Na dann kümmern Sie sich doch bitte um den Klimawandel, sinnvoll wäre Regenwald aufholzen, Erosionsgebiete bepflanzen – in Entwicklungsländern – für Sie natürlich ungeimpft gegen Covid (schöne interessante Mutationen in Africa gefällig? Malaria, Hepatitis, vlt noch ein bisschen Ebola obendrauf ?)
Hier im Forum Spazierengehen reicht nicht, Nicole.
Davon profitieren? nur Sie, das Klima bestimmt nicht.

Schattenläufer
29 Tage zuvor
Antwortet  Kynnefjäll

Dass die anlasslosen MassenTests nicht viel bringen, müsste doch jeder jetzt begriffen haben, ich denke, es sind alle so schlau hier.
???
In Spitzenzeiten fanden wir in unserem Haus bei den anlasslosen Tests so um die 10 positive Schüler pro Testtag.
Hätten diese ihre Viren ungehindert die nächsten 6-8 Stunden in den Raum geatmet, dann hätten sie pro Tag noch mindestens 10-15 andere SuS infiziert.
So sind sie in Quarantäne gegangen.
Die Aussage, dass die Tests nichts bringen, kann eigentlich nur eine dreiste Spekulation sein. Da die Tests bisher durchgeführt wurden, lässt sich ein Vergleich zur Lage ohne Tests erst nach dem Ende der Schul-Tests anstellen.
Das erfordert natürlich sehr viel Hoffnung und sehr wenig Verantwortungsgefühl.
Wir lassen hier einfach mal so Tests weg die bisher große Teile der Infizierten aufgefunden haben (s.o.)
Haben sie eigentlich schlechtes Gewissen so einen unausgegorenen Unsinn von sich zu geben?
Wir tauschen hier 2-3 mal wöchentlich Kitzeln in der Nase gegen die unkontrollierte Verbreitung einer „Grippe“ die täglich 300-500 Tote verursacht.

Ich muss da mal was loswerden
28 Tage zuvor
Antwortet  Kynnefjäll

Niemand hat Angst vor Corona, Nicole (so hießen Sie doch früher immer hier)!

Sie selbst haben aber Angst davor, dass Sie ihr eigenes normales (was immer das heißen soll) Leben nicht wieder zurück bekommen, weil – verflixt nochmal – so viele Leute einfach nicht das wieder „normal“ machen wollen, wie Sie es gerne hätten.

Verabschieden Sie sich von „damals vor 2 Jahren“. Die Zeit gibt es nicht mehr. Und haben Sie nicht so viel Angst vor der Angst.

Sissi
29 Tage zuvor
Antwortet  Mutter aus NRW

Das wäre sicher eine Supermaßnahme ( Eltern, die frühmorgens die Kids öffentlich testen, bevor diese das Schulhaus betreten)
Ich glaube, dass nicht nut bild und RTL berichten würden – und die 16 Glorreichen?
Müsste man auf den Testtischen noch Unterlagen mit “ Wie angeordnet: Testen für Freiheit in Eigenverantwortung “ stehen haben….
Hm, viiieelleicht…

Ich glaub es geht schon wieder los
1 Monat zuvor

Bedeutet das, ich muss meine Kinder zum Schutz zuhause lassen und darf sie am Fernunterricht teilnehmen lassen? Denn schützen kann ich sie durch fallende Maskenpflicht, Abschaffung der Abstandsregeln und Testabschaffung nur noch in dem ich sie zuhause lasse. Interpretiere ich das richtig?

trotzki
28 Tage zuvor

Ja, aber nur wenn sie richtig zu Hause lassen. Kein Treffen mit anderen Kindern oder sonstigen Personen. Denn jeder, ja wirklich jeder kann es ansonten vorbeibringen.
Und ich lege dannimmer noch nicht meine Hand ins Feuer, dass es dann zu 100% geschützt ist.

Ansonsten ist der Zug abgefahren. Solange nicht eine dramatische Änderung bei den Auswirkungen der Infektion gibt (die es hoffentlich nicht gibt), wird sich daran nichts mehr ändern.

Marie
29 Tage zuvor

Auf der Seite des „Spiegel“ kann man gerade lese, dass die Schulen jetzt sogar ungenutzte Tests zählen und anschließend vollständig zurück geben sollen. Könnte ja sonst jemand auf die Idee kommen, eigenverantwortliche freiwillige Tests anzubieten.
https://www.spiegel.de/panorama/bildung/schulen-in-nordrhein-westfalen-sollen-ungenutzte-coronatests-zurueckgeben-a-71b1f248-8a1c-4e77-a7d4-555b1a463ee4

Trulla
29 Tage zuvor

Genau, die Spielregeln bestimmt Frau G., die Verantwortung für die Konsequenzen ihrer Entscheidungen tragen die Eltern.
Die Frau ist einfach unerträglich.