„Betreuung muss gewährleistet sein“: Hitzefrei gibt’s für Schüler immer seltener

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MÜNCHEN. Steigende Temperaturen und mehr heiße Tage: Dennoch müssen die Kinder in Deutschland die Schulbank drücken. Das Phänomen Hitzefrei scheint nach und nach zu verschwinden.

Auch wenn wegen des Klimawandels immer öfter Spitzentemperaturen gemessen werden – Hitzefrei gibt’s immer seltener. Foto: Shutterstock

Einst sang Rudi Carrell in seinem Schlager «Wann wird’s mal wieder richtig Sommer» aus dem Jahr 1975: «Ja früher gab’s noch Hitzefrei.» Das Freihaben bei hohen Temperaturen gehört in der Erinnerung vieler zum Sommer wie Freibad-Pommes. Den Tag im Schwimmbecken oder im Badesee statt in der Schule zu verbringen, scheint aber immer mehr aus der Mode zu kommen – denn Hitzefrei wird trotz Klimawandels mit vielerorts steigenden Temperaturen und mehr heißen Tagen zur Rarität.

«Bei unseren Ganztagsklassen muss die Betreuung bis 14.00 Uhr gewährleistet sein», betont die Sekretärin der Parkschule in Stadtbergen bei Augsburg, Vanessa Krischke. Pro Jahrgangsstufe eins bis neun gebe es an dieser Schule jeweils eine Ganztagsklasse. Die Organisation der Betreuung und des täglichen Mittagessens erschwere das spontane Freigeben.

«Wir können die Kinder nicht einfach nach Hause schicken», betonte Krischke. Die Schülerinnen und Schüler treffen sich oftmals nach dem Unterricht noch in Arbeitsgemeinschaften. Hitzefrei wird demzufolge kaum noch gegeben – und wenn, dann meist nur kurz vor den Ferien.

«Hitzefrei für alle Schüler einer Schule gibt es nicht mehr», heißt es von der Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes, Simone Fleischmann. Wenn es allerdings im Klassenzimmer eine Bullenhitze gebe und Lehrer sowie Schüler zerfließen, müssten Alternativen zum Unterricht gefunden werden. Die Ausstattung der Schulen beispielsweise mit Klimaanlagen oder Rollläden spiele daher auch eine Rolle.

«Anhaltspunkt ist eine Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius, bei weniger als 25 Grad ist Hitzefrei nicht zulässig»

Einheitliche Regelungen zum Hitzefrei wurden erstmals vor rund 130 Jahren vom Preußischen Kultusminister Julius Robert Bosse aufgestellt. Wenn das Thermometer um 10 Uhr vormittags und im Schatten 25 Grad zeige, dürfe der Schulunterricht in keinem Falle über vier aufeinanderfolgende Stunden ausgedehnt werden, erklärte er damals in einem Ministerialerlass.

Doch Anspruch auf Hitzefrei hat kein Kind. Die heutigen Regelungen dazu sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich: In Nordrhein-Westfalen beispielsweise heißt es im Gesetz: «Anhaltspunkt ist eine Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius, bei weniger als 25 Grad ist Hitzefrei nicht zulässig.»

Das Kultusministerium in Bayern betont, die Entscheidung liege in der Verantwortung der Schulleitungen. Die Beförderung der Schülerinnen und Schüler nach Hause dürfe zudem durch ein früheres Unterrichtsende nicht gefährdet sein. Hitzefrei müsse mit den Eltern abgestimmt werden, damit die Betreuung sichergestellt ist, betont die Schulbehörde in Hamburg. Bei Schülerinnen und Schülern unter 14 Jahren biete die Schule zudem eine Notfallbetreuung an.

In Berlin ist das Geben von Hitzefrei nicht an eine bestimmte Temperatur geknüpft, sondern an die Witterungsverhältnisse. Bei großer Hitze könnten sich die Schulen dann laut Senatsverwaltung für Bildung für verkürzte Unterrichtsstunden entscheiden. Dies gelte jedoch nicht für Oberstufe, die Ausbildung oder den zweiten Bildungsweg.

Eine gesetzliche Regelung wünscht sich hingegen der Bayerische Elternverband. Diese würde Schulleitungen Rechtssicherheit geben und somit ermuntern, öfter im Sinne der Kinder zu entscheiden. Eine starre Vorgabe, wann es Hitzefrei geben solle, lehne der Verband allerdings ab, betonte der Landesvorsitzende Martin Löwe.

Statistiken, wie oft an den deutschen Schulen Hitzefrei gegeben wird, gibt es laut Kultusministerkonferenz auch nicht. Allerdings scheint der spontane Abbruch des Unterrichts konträr zu den Modellen der Halbtags- und Ganztagsbetreuung zu stehen. So möchte man dem Showmaster Carrell zurufen: Heute geht der Sommer nicht nur von Juni bis September, sondern länger. Hitzefrei wie früher gibt es dagegen nur noch selten.

Die Kinder in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern bewegt dies derzeit wahrscheinlich weniger – dort haben die Sommerferien schon begonnen. In Hamburg, Berlin und Brandenburg beginnen die sechswöchigen Ferien am Donnerstag. Von Felix Müschen, dpa

Klimawandel: Stadt (Dresden) kündigt Modellprojekt gegen Hitze auf dem Schulhof an

 

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Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor

Nochmal richtig aufheizen vorm Winter – macht doch Sinn.

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

@Dil Uhlenspiegel

Mensch Dil, du Orakel-Dings, du!
Ich hoffe du liegst auch bequem, wenn du schon richtig liegst … 🙂

„… damit es möglichst nicht zu Unterrichtseinschränkungen oder gar Unterrichtsausfall kommt ….“
(Aktualisiert am 08.07.2022, 13:17 Uhr)
https://www.gmx.net/magazine/panorama/gasmangel-bildungsministerin-stark-watzinger-warnt-unterrichtsausfall-37089784

Wenn man die Kosten outsourcen kann … dann ist sie plötzlich nicht mehr ganz so wichtig, wie sich die Leut‘ so gerne erzählen – vielleicht gar überbewertet:
Die Schule

  • als Schutzraum (vor Gewalt aller Art) und
  • als Raum der Glückseligkeit (psychische Gesundheit) und
  • als Quell zur Wahrung der physischen Gesunderhaltung bzw. Genesung (Stichwort „juvenile Adipositas“)
  • … (HIER bei Bedarf selbst ergänzen.)

Wie immer erst zum Schluss das Beste:
Und schon ist auch das Betreuungsproblem … gelöst 🙂 🙂 🙂

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Pit2020

Wir sind halt doch systemrelevant! 🙂

Was hat man sich doch da im ersten LD geirrt!

Realist
1 Monat zuvor

„Einheitliche Regelungen zum Hitzefrei wurden erstmals vor rund 130 Jahren vom Preußischen Kultusminister Julius Robert Bosse aufgestellt. Wenn das Thermometer um 10 Uhr vormittags und im Schatten 25 Grad zeige, dürfe der Schulunterricht in keinem Falle über vier aufeinanderfolgende Stunden ausgedehnt werden, erklärte er damals in einem Ministerialerlass.“

D.h. also vor 130 Jahren waren die Arbeitsbedinungen für Lehrkräfte und Schüler besser als heute im Durchschnitt. Und komme hier keiner mit „Klimaanlagen“, die gab es zwar vor 130 Jahren nicht, aber in den allermeisten Schulen gibt es auch heute noch keine.

Das Ganze nennt sich wohl „Fortschritt“.

Studienanfänger: „Lehramt? Ich bin doch nicht blöd!“

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Und wer betreut die Schüler, wenn kein Unterricht stattfinden soll? Etwa die Lehrer? Das ist doch immer möglich. Niemand hindert heute schon einen Lehrer daran, mit seinen Schülern rauszugehen, wenn es drinnen unerträglich geworden ist.

Aber nein, die Lehrer wollen nach Hause gehen und die Erzieher sollen übernehmen. So sieht’s doch aus.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Sie sind schon witzig: Wo wollen Sie denn hingehen in einer Schule mit 1000 Schülern? Alle auf den Pausenhof? Dann können Sie den Unterricht auch gleich ausfallen lassen, mehr als Betreuung ist das nicht. Und Schatten gibt es auch nicht überall.

Ein Verlassen des Schulgeländes mit einer Schülergruppe ist eine Exkursion und muss vorher beantrag und genehmigt werde. EIne Lehrkraft, die das ohne Genehmigung macht, ist extrem dumm. Kommt ein Schüler zu Schaden, ist die Lehrkraft haftbar. Und auf den folgenden medialen Pranger („Fauler S… stiehlt sich mit Schülergruppe aus der Schule davon, weil er keine Lust mehr auf Unterricht hat.“) hat auch keiner Lust.

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Sie bleiben die Antwort schuldig, wer die Kinder betreuen soll, wenn wegen Hitzfrei der Unterricht ausfällt. Rausgehen oder Mandalas ausmalen lassen, kann auch der Lehrer. Hier gemeint ist jedoch in der Regel, dass die Lehrer nach Hause gehen und die Kinder entweder auch oder aber in den Hort. Dazu äußern Sie sich wohlweislich nicht.

PS: Bei uns müssen keine Exkursionen beantragt und genehmigt werden. Es geht ja hier nicht um eine Klassenfahrt. Bei uns kündigt man das lediglich an, weil dann ja womöglich Vertretung anfällt. Wenn ich das aber nur in meiner/n Stunde/n mache, fällt nicht mal Vertretung an. Für welches Bundesland sprechen Sie?

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Soweit ich weiß, müssen Exkursionen / Unterrichtsgänge immer im Vorfeld genehmigt werden, schon weil Sie zwei Aufsichtspersonen brauchen. In welchem Bundesland arbeiten Sie denn, wo das nicht nötig ist?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Unterrichtsgänge müssen hier in NRW nicht zwingend von zwei Lehrkräften begleitet werden. Genauso sieht es bei eintägigen Wandertagen und Exkursionen aus.
Mehrtägige Wanderfahrten hingegen müssen von zwei Lehrerinnen begleitet werden. Ausnahmsweise gehen aber auch eine weibliche und eine männliche Lehrkraft. Zwei lehrer hingegen sind nicht genehmigungsfähig.

Friedenstaube
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Auch in Berlin darf man bis 25 Kinder alleine beaufsichtigen. Macht man nur meistens nicht aus den sattsam bekannten Gründen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

In der VV Schulfahrten NRW finde ich nicht, dass eintägige Exkursionen/Wandertage nur eine Aufsichtsperson bräuchten. Die Regelung mit den zwei weibliche Lehrkräften gilt auch nur bis Klasse 4, ab Klasse 5 sind Begleitkräfte beiderlei Geschlechts zwingend vorgeschrieben (bei Mehrtagesfahrten). Aber ok, sicher gibt es da noch die AV zur VV usw. Mich würde das wundern, wenn Sie tatsächlich allein mit SuS „ins Freiland“ dürften: wer kümmert sich um die restlichen Schüler, wenn Sie einem Schüler Hilfe leisten müssen? Schon deshalb würde ich stets einen zweiten Kollegen dabeihaben.

Friedenstaube
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

An meiner Schule in Berlin kündigen wir Unterrichtsgänge/Ausflüge nur an, sprich wir sagen dem Konrektor Bescheid, der den Vertretungsplan macht. Mehr nicht. Da gibt es keine Anträge und Genehmigungen. Die 2. Aufsicht neben dem Lehrer erfolgt in der Regel durch Eltern, die wir uns selber suchen.

Last edited 1 Monat zuvor by Friedenstaube
Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Friedenstaube

Ich habe früher in Berlin unterrichtet. Auch für Unterrichtsgänge, die 45 Minuten nicht überschritten haben, brauchte ich eine zweite Aufsichtsperson, unabhängig von der Schülerzahl. Können Sie mir bitte die gesetzliche Grundlage verlinken, nach der Unterrichtsgänge mit bis zu 25 SuS mit nur einer Aufsichtsperson zulässig sind?
Vielen Dank!

Friedenstaube
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

@Mika, Sie behaupten, dass das nicht stimmt und ich muss es belegen? Haben Sie denn einen Link, dass man Unterrichtsgänge/Ausflüge bis 25 Schüler nicht alleine durchführen darf? Das ist keine Retourkutsche. Ich mache mich auch auf die Suche nach einem Beleg.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Friedenstaube

Ich behaupte nicht, dass Ihre Aussage falsch ist, sondern dass zu meiner Zeit die Vorschrift galt, mindestens zwei beaufsichtigende Personen dabei haben zu müssen. Da Sie ja aktuell in Berlin im Dienst sind, sollte es Ihnen ein Leichtes sein, die gültige VV zu verlinken – ich habe trotz Recherche nichts dazu gefunden.
Letztlich sind Sie der/die Gekniffene, wenn Sie, „weil bei uns so üblich“, ohne zweite Aufsichtsperson einen Unterrichtsgang machen. Passiert irgendwas und wäre die zweite Person vorgeschrieben, haben allein Sie die Konsequenzen zu tragen, da Sie als Lehrkraft nach Ansicht Ihres Dienstherren die jeweilige VV zu kennen und umzusetzen haben.

Stiefmütterchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Jemand anderes antwortete bereits!

dickebank
 18 Stunden zuvor

 Antwortet  Mika
Unterrichtsgänge müssen hier in NRW nicht zwingend von zwei Lehrkräften begleitet werden. Genauso sieht es bei eintägigen Wandertagen und Exkursionen aus.

Lanayah
1 Monat zuvor
Antwortet  Friedenstaube

Ist aber riskant, da ein Elternteil rechtlich keine Person darstellt, die die Aufsichtspflicht übernehmen kann. Ein von der Schulleitung unterschriebener Antrag gibt Rechtsicherheit. Ich würde das deswegen immer machen.

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Ich bin Lehrer und für den Unterricht zuständig. Ich bin weder Betreuungskraft noch Horterzieher. Hätte sonst statt des Studiums die entsprechenden Ausbildung gemacht.

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Na, da haben wir es doch. Sagte ich ja, die Lehrer gehen nach Hause bei Hitzfrei und die Erzieher dürfen übernehmen. Danke für den Beweis.

Sandra
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Wir Erzieher*innen hätten alle selbst Lehrer*innen werden können! Was soll dieses Ausspielen von Berufsgruppen?
Ab an die Uni und Lehrer*in werden und die vermeintlichen Vorteile genießen…
Beschämend diese Argumentationsführung…

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Sandra

Eher paranoid, würde ich sagen.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

HÄ?

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Beweis? Wofür? Natürlich gehen Lehrkräfte nach Hause, wenn kein Unterricht zu erteilen ist.
Wir lechzen dann nach kühlen Drinks und genießen unsere Freizeit, die uns die Erzieher dank Hitzefrei ermöglichen.
Das müsste doch in Ihr Weltbild passen.
Was freue ich mich schon auf die 35 Grad nächste Woche!

simmiansen
1 Monat zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Hallo Senkrechtstarter,
du hast dem Ansehen unseres Berufsstandes echt einen Bärendienst erwiesen! …
Bei uns geht grundsätzlich kein Lehrer nach Hause, da wir bei Hitzefrei immer noch Anwesenheitspflicht haben. LOGISCH, da es unsere Unterrichtszeit ist! (Dass wir ein früheres Gehen dennoch mehr als verdient hätten, steht auf einem anderen Blatt!)
Das ist auch notwendig, weil wir die Zeit brauchen, bis alle Eltern mit der Hitzefrei-Info durchtelefoniert sind! … usw.
Nur … wann war das das mal zu erleben in den letzten Jahren? …
Betrifft in Hessen ja eh´nur die 6. Stunde, was in der Grundschule absolut hilfreich ist. ;-(

simmiansen
1 Monat zuvor
Antwortet  simmiansen

Ups, diese Antwort galt „Noch 5 Jahre“.

Last edited 1 Monat zuvor by simmiansen
Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  simmiansen

Was heißt hier Bärendienst? Herr oder Frau Senkrechtstarter polemisiert hier derart eindimensional, da kann man nur mit Humor reagieren und ein bisschen pieksen, damit er/sie es auf der Palme noch etwas höher schafft.

Aber an Sie: Warum muss ich mich um das Ansehen des Lehrerberufs kümmern? Das rettet man ohnehin nicht mehr, ich kann mir nichts dafür kaufen und was andere, fremde z. B. Foristen über mich und meine Profession denken? Da fällt mir nur ein Sack Reis zu ein.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Mag sein, dass der Realist sich nicht gemeldet hat.

Siehe doch einfach meine Antwort weiter unten (vermutlich).

Ich ergänze noch:

Sonnenstich, weil draußen – Lehrer Schuld.
Kreislaufkollaps, weil drinnen oder draußen – Lehrer Schuld.
Schwindel, weil zu wenig getrunken – Lehrer Schuld.
Umgeknickt, weil zu bl… – Lehrer Schuld.
Nass geworden, weil Wasserschlacht – Lehrer Schuld.
Durchsichtiges T-Shirt, weil Wasserschlacht – Lehrer Schuld.

Es ist nicht leicht, das Lehrersein bei Hitzefrei.

Kurzes Ankündigen? Na, das lässt ja …..
Kurzes Ankündigen – wir gehen mal raus – bei mehr als 14 Schüler:innen zweite Lehrkraft erforderlich. Wer soll da vertreten?

Ansonsten: Bitte Beitrag weiter unten lesen.

Grüße vom Riesenzwerg an den Realist – das Einmischen musste jetzt mal sein – 😉

G.B.
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Ich war in den letzten 25 Jahren an einigen Schulen tätig und es war den LuL an keiner erlaubt, früher nachhause zu gehen. Gehen durften höchstens die, die ohnehin nach der 4. Stunde Schluss gehabt hätten. Fall diese aber noch Nachmittagsunterricht gehabt hätten, auch dann nicht.
Gab oft einen Riesenaufstand und -aufwand bei KuK mit Kindern, die jetzt vermutlich auch Hitzefrei haben und alleine daheim sitzen bzw nicht reinkonnten.

Manche Schulleiter setzten sogar kurzfristig, „weil´s jetzt ja so schön passt“, eine Konferenz an. Zur Freude der Teilzeitkräfte, und/oder derer, die Kinder zu beaufsichtigen hatten.

Irgendwann waren an den meisten Schulen alle froh, als das Thema „Hitzefrei“ definitiv vom Tisch war und den Eltern und Schülern auch so kommuniziert wurde: Die Schüler brauchten nicht hoffen und quengeln und die Eltern riefen nicht mehr den ganzen Vormittag im Sekretariat an.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  G.B.

Kurzfristige Konferenz geht wegen der vorgeschriebenen Ladungsfrist nicht. Blöd wer da bleibt.
Das wissen natürlich auch die SL, weshalb sie Dienstbesprechungen ansetzen.
Der Unterschied ist ja lediglich der, dass auf DB keine Abstimmungen durchgeführt werden können. Man lässt dann während der DB diskutieren, um einen Meinungsaustausch zu ermöglichen, und stimmt auf der folgenden LeKo ab.
(Meinungsaustausch: Jeder kann mit seiner eigenen Meinung antreten, solange am Ende der Diskussion jeder die Meinung übernimmt, die die Bezirksregierung den SL im Zuge der Schulleiterdienstbesprechung oktroyiert hat.)

cravie
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Kann man als Schulleiter natürlich auch mit der Unkollegialitätskeule anschieben: „Wenn ihr jetzt nicht dableiben wollt, müssen wir eben einen Nachmittagstermin ansetzen!“

Friedenstaube
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Meine älteren Kollegen berichten auch davon, dass sie früher, wenn um 11.00 Uhr Hitzfrei ausgerufen wurde, nach Hause gingen. Ich selbst kann verbürgen, dass wir Lehrer nach Hause gingen und die Kinder in den Hort schickten, wenn z.B. die 6. oder 7. Stunde wegen Hitzefrei ausfiel.

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Kurzfristige Dienstbespechungen gehen immer. Da gibt’s keine Fristen.

simmiansen
1 Monat zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

In Hessen gibt es gesetzlich gesehen gar keine Dienstbesprechungen. Ist alles „freiwillig“, um nicht noch mehr Nachmittagstermine zu haben!

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  G.B.

Tja, die Lehrerkinders werden natürlich immer von den nicht-faulen-Säcken vergessen.

Die müssen nun mal auch betreut werden. Sollte jedem klar sein.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Draußen ist es immer schön kühl, wenn es drin zu heiß wird?

Ich muss da mal was loswerden
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Und wer betreut die Schüler, wenn kein Unterricht stattfinden soll? Etwa die Lehrer?“

Aufgabe der Betreuung für die Kinder außerhalb der Unterrichtszeit ist in erster Linie erstmal nicht Aufgabe der Schule, die hat nämlich einen Bildungs- aber keinen Betreuungsauftrag.

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor

Nee, die Schule hat auch eine Betreuungspflicht, siehe auch „verlässliche Halbtagsgrundschule“. Es geht ja hier auch nicht einfach um „außerhalb der Unterrichtszeit“. Es ist ja Unterrichtszeit, es findet nur kein Unterricht statt. Ansonsten könnten Sie ja behaupten, für die Pausen seien auch nicht die Lehrer zuständig, sondern die Erzieher.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Der Begriff Ganztagsschule führt (politisch gewollt) in die Irre:

Die Betreuung im Anschluss an den Unterricht findet lediglich zufällig im gleichen Gebäude statt.

Ansonsten hat das mit Schule und Bildung nix mehr zu tun.

Die Hausaufgabenbetreuung ist auch explizit keine fachliche. Da wird nur geguckt, OB z.B. in jeder Lücke etwas steht, nicht WAS. Manche Betreuuer machen vielleicht freiwillig mehr, aber das ist nicht ihre Aufgabe.

Also bitte nicht ins politische Bockshorn jagen lassen: Schule endet um 13 Uhr. Ende der Durchsage.

Andre Hoger
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Oh doch, nicht umsonst heißt es z. B. in Stuttgart Ganztagsbildung und wie soll Schule um 13 Uhr enden bei Nachmittagsunterricht ab 14.30 Uhr?

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Die Schule vielleicht, aber nicht zwingend die Lehrer. Das Krankenhaus ist auch verpflichtet, Patienten pflegerisch zu versorgen- macht aber auch nicht regulär das akademisch gebildete Personal sprich die Ärzteschaft.
Das mit den Pausen ist übrigens eine gute Idee, danke! Werde ich gleich in die Schulleitungssitzung mitnehmen.

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Ganz genau. Denn als Lehrer:bin ich vor allem für den Fachunterricht, den Wissenserwerb zuständig. Hätte ich Betreuung zu meiner Profession machen wollen, wäre ich Erzieher geworden- das meine ich ganz wertneutral.

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Ein Lehrer hat auch pädagogische Aufgaben. Mit nur noch 5 Dienstjahren sollten Sie das wissen.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Ich habe jetzt die bisherige Kommunikation verfolgt und mich selbst schon dazu geäußert.

Doch es bleibt die Frage – WORUM geht es Ihnen eigentlich?

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Auch!
Btw: Findet bei Ihnen Pädagogik oder Unterricht immer zeitversetzt statt?

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Straßenlärm nicht zu vergessen, der das Öffnen der Fenster zwecks kleinem Lüftchen ad absurdum führt. Und das in Pandemiezeiten…

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Nein, so sieht es nicht aus!

Es ist nur so, dass vor 130 Jahren die Kids vielleicht sogar alleine zu Hause bleiben konnten oder von Geschwistern betreut wurden. Was die da alles angestellt haben mögen, ich mag nicht drüber nachdenken 😉 Vermutlich dasselbe oder Ähnliches wie wir damals, als es noch Hitzefrei gab.

Ich wüsste auch nicht, wie Sie, lieber Senkrechtstarter, für uns übernehmen sollten. Ich stelle mir vor, wir würden unsere Neuntklässler in die KiTa schicken – Mordsgaudi, gell?!

Wenn es tatsächlich Hitzefrei gibt, sind Lehrkräfte verpflichtet, die verbleibende Arbeits- bzw. Unterrichtszeit in der Schule zu verbringen – es sei denn, sie werden aus dieser Verpflichtung entbunden.

Es gibt immer Kids, die dann nicht nach Hause können – Halleluja! und Dank an unser Wirtschaftssysstem! – die dann selbstverständlich betreut werden.

Und – da gebe ich Ihnen Recht – ja, wir dürfen mit den Kids nach draußen und in der letzten Stunde eine Wasserschlacht machen – aber dabei aufpassen, dass sich dann auch alle danach nach Hause begeben und die nassen Klamotten wechseln. Sonst sind wir schon wieder – Halleluja! – in dem Bereich mit dem Fuß im Gefängnis, da ein Kind sich ja erkälten könnte……

Aber – Sie haben Ihre Sicht der Dinge, ich habe meine Sicht der Dinge.

Ich lasse mir nur nicht auch noch hier vorwerfen, ein „fauler Sack“ zu sein.

undheitergehtsweiter
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

https://app.handelsblatt.com/wirtschaft-bundestag-will-weniger-heizen-und-weniger-kuehlen/28490106.html

Solche Arbeitbedingungen in etwa? Über eine Raumtemperatur von 20° im Coronawinter und maximal 26°-28° im Sommer sowie eine gute Lüftung, um den CO2 Gehalt bei bis zu 30 Personen im Klassenraum zu senken, würden wir uns sehr freuen, dann wäre Unterricht auch bei höherer Außentemperatur möglich! Ansonsten verlasse ich den Klassenraum bei den max. vorgeschriebenen 27, weil Lehren und Lernen dann eh nicht mehr möglich ist, ohne dass ich oder sonst jemand Schnappatmung bekommt.

DerDip
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Guter Punkt mit dem Verweis auf die klare preußische Regelung. Ich halte es auch in der Tat nicht für sinnvoll, die Schüler nur aus Prinzip in der Schule zu halten (lernen kann man in der Schule bei über 30 Grad nicht wirklich).
Aufgrund des Zeitgeistes in dem wir leben (beide Eltern arbeiten) muss es jedoch eine gewisse Betreuung geben. Hier sehe ich persönlich die notwendigkeit allerdings nur bis Klasse 4. Mir ist jedoch schleicherhaft, weshalb Schülern im Alter von 10 Jahren und älter nicht zugetraut wird, etwas früher nach Hause zu gehen oder die gewonnene Zeit mit Freunden (ohne Erwachsene) zu verbringen.
Insofern wäre ich dafür den preußischen Weg wiederzubeleben.

Schattenläufer
1 Monat zuvor
Antwortet  DerDip

Man sollte es nicht für möglich halten, aber ich stimme ihnen voll und ganz zu 🙂

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor

Rollläden, Hitzeschutz?! Wir müssen doch lüften!
Ehrlich gesagt, wenn ich heute erlebe, wie die Taktung in Familien ist, die nur funktioniert, wenn nichts dazwischen kommt, und wo noch nicht mal die Ferien einfach nur Zeit zum in den Tag hineinleben ist, sondern wo Kinder vielmehr mitbekommen, dass sie Betreuungssubjekte sind, deren Zeit- und Aufsichtsbedarf man – insbesondere in Trennungsfamilien- minutiös aushandelt, dann bin ich froh, dass unsere Kinder anders aufwachsen konnten. Natürlich ist vielfach das Geld knapp- geschenkt. Wir haben uns allerdings auch nicht jeden Quatsch geleistet. Allerdings werden wir alle in der nächsten Zeit dasSparen lernen- vielleicht klappt danach wieder das Besinnen auf Wesentliches?

Ich muss da mal was loswerden
1 Monat zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Tja, da muss man sich wohl entscheiden: entweder Geld ist knapp, oder Zeit mit den Kindern ist knapp. Viele wollen einfach ALLES und bekommen letztendlich nichts wirklich. Schade.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

So bitter auf den Punkt gebracht!

Ben
1 Monat zuvor

Wieso? Macht man statt Unterricht Ausflug ins Freibad, statt AG genauso. Oder Wasserschlacht auf dem Schulhof. Oder geht im Bach baden.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Ja klar, wenn’s tagsüber zu heiß wird, gehen alle Schüler eines Landkreises mal eben spontan in das einzige Freibad. Und das liegt ja immer „nebenan“. Für jede Schule.

„Wasserschlach auf dem Schulhof“. Mit 500 bis 1000 Schülern. Aber wehe, einem passiert was. Dann plärrt Ben als erster rum: „Aufsichtspflicht! Faule S…!“

Der einzige, der hier Baden geht ist Ben. Aber nicht im Bach. Sondern mit seinem naiven Kommentar.

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Sie bauen lauter Hürden auf, um im Recht zu bleiben, das ist einfach nur lächerlich. Die einen gehen ins Freibad, die anderen eben nur in den Park, die nächsten auf den Spielplatz, die übernächsten machen sonstwas… mein Gott. Seien Sie doch nicht eindimensional.

Maike, Niedersachsen, 37
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Vielleicht ist es ja in anderen Bundesländern/an anderen Schulformen anders. In Niedersachsen darf ich das Schulgelände nur verlassen, wenn a) die Schulleitung meinen Antrag, den ich mindestens 10 Tage vorher gestellt habe, genehmigt hat und b) die Erziehungsberechtigten ihre Zustimmung erteilt haben. Da ist es egal, ob ich ins Museum oder in den Wald gehe. Und noch ein Hinweis: Führt diese Diskussion nicht letztlich am Thema vorbei? Die Frage sollte nicht sein, wer faul ist/ wer früher nach Hause will/wer betreut bei „Hitzefrei“? SONDERN: Wie kann es sein, dass Schulen in einem derart schlechten Zustand sind, dass man nicht vernünftig lüften/keine Rollläden/ keine Luftzufuhr hat. Sollten nicht Schulen gebaut und saniert werden, in denen „Hitzefrei“ gar nicht nötig ist?

Last edited 1 Monat zuvor by Maike, Niedersachsen, 37
Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Gute Frau, guter Mann,
was im privaten Bereich mit einer Handvoll Kinder pragmatisch zu lösen ist, geht in Schulen und für Lehrer nicht. Die Kollegen haben alles Wesentliche angeführt: Dienstrecht, Aufsichtspflichten, Verordnungen.
Hinzu kommen 2 weitere Punkte: 1. Die Betreuung ist nicht die Kernaufgabe der Fachlehrkraft. 2. Der Aufenthalt in Hitzezeiten draußen stellt ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko dar (Ozon, Sonne)- für die Kinder und für die Lehrkräfte.

Ben
1 Monat zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Merkwürdig bei mir geht es.

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Die Frage ist doch nicht, ob es geht. Es kann auch mal gehen, mit geschlossenen Augen Auto zu fahren.

Schattenläufer
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Fragen Sie mal die Eltern, was die von der Idee halten mit den Kindern im Bach zu baden.
Wir laben nicht mehr 1950.

Fragen Sie mal die Schulleitung, was die von der Idee hält ohne zusätzliche Aufsicht und Unterweisung mit den Kindern in ein Schwimmbad zu gehen.

Ich mache mir die Welt, widde, widde wie sie mir gefällt.
Hauptsache es passt zu meinen Vorurteilen.
Lieber Ben, den Neid sollten Sie hintern etwas besseren Argumenten verstecken. So kommt das extrem durchschaubar und übel rüber.

Ach ja, Schule ist für Bildung zuständig. Was lernen SuS den beim Bach im Bad. Das Schadstoffe schädlich sind? Das man in der Strömung absaufen kann?

Auch wenn es heute gängige Meinung ist, Sinn der Schule ist NICHT Verwahrung sondern Bildung.

Ben
1 Monat zuvor
Antwortet  Schattenläufer

War klasse der Ausflug zum Bach und das Baden. Allen hat es gefallen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Und warum zum Bach und nicht zum Händel. Der war lange in England, das hätte den SuS wenigstens etwas bzgl. Fremdsprachenerwerb bringen können. Und die Feuerwerksmusik wäre auch etwas für die Knallköppe in der klasse gewesen.

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Also, ihr Kollege möchte ich nicht sein!!

Ein solches Maß an Naivität, wie Sie das hier mit einer dicknäsigen Selbstverständlichkeit verkaufen ist faktisch nur schwer zu ertragen.

Fine
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Alle Aktivitäten die mit Schwimmen zu tun haben dürfen nur von Lehrkräften durchgeführt werden, die einen entsprechenden Rettungsnachweis haben.

Hinzu kommen viele Nichtschwimmer*innen.

Dies ist vor allem spontan nicht machbar!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Jau, kürzeren Weg zur Entlassung aus dem Dienst gibt’s nicht.
Aber so’ne Wasserschlacht mit rund 1000 SuS vom Fünftklässler bis zum Zehntklässler szelle ich mir interessant vor, hoffe aber inständig, dass ich von der Aufsicht freigestellt werde.

mussteichmalloswerden
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Bei uns hat das Freibad Montag und Dienstag geschlossen…aber die Kinder stehen bei den politischen Entscheidern immer an erster Stelle. Leider nur verbal und leider auch nur für 8 Wochen in der heißen Wahlkampfphase…Schule und Kindergarten werden in den nächsten Jahren von allen Beteiligten viel fordern, bei gleichzeitigem Verzicht…aber es ist doch für die Kinder…150.000 zusätzliche Ukrainer…um nur mal eine Zahl zu nennen. Bei den meisten Neuanfängern höre ich immer Work/Life/Balance…bei denen müsste es aber Life/Work/nur wenn es passt/Balance heißen..Ich fühle mich oft wie ein Dinosaurier mit meinen Ansichten…keine Kappe/Pünktlichkeit/Höflichkeit/Hausaufgaben und deren Kontrolle/Leistungsnachweise/ Stifthaltung/ Heftführung/ehrliche Zeugnisbemerkungen…nein das darf ich ja nicht schreiben, weil sonst kommt ja der Anwalt…und und und ….mir egal in meiner Klasse gibt es diese altmodischen Methoden…und gaaanz wenig modernen Firlefanz…und irgendwann bin ich dann auch wieder modern…Grüße aus der Mittelschule in Bayern

karla
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Paar blöde Fragen und Anmerkungen zum Thema „Freibad“ (aber auch nur, falls es direkt um die Ecke liegt und fußläufig zu erreichen ist, sodass auch alle nach Unterrichtsschluss ggf. Busse wieder erreichen):

1. Eintrittskosten:
Wer zahlt?
Kann ich Schüler zur Teilnahme an einer derartigen, kostenpflichtigen Spontanaktion überhaupt zwingen?
Oder gehen da die Elternklagen gleich los, wenn Schüler, die nicht mitschwimmen können/dürfen oder keine Schwimmsachen dabei haben, dafür zahlen müssen, sich auf die Liegewiese zu hocken? Von fehlendem Sonnenschutz, Allergien,… mal gar nicht zu reden.

2. Aufsicht: Freibad ist nicht überschaubar wie Schwimmkurs im Hallenbad, sondern da sind noch Spielmöglichkeiten, Liegewiese und Scharen anderer Personen. Überhaupt nicht zu überblicken.

Neenee, da machen wir lieber in der Gluthitze des Klassenzimmers bis um eins voll Stoff, da sind wir rechtlich abgesichert!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  karla

Wenn dir einer im Schwimmbad absäuft, verlierst du deinen Job.
Wenn dir einer in der überhitzten Klasse kollabiert, musst du nur über das Sekrtariat den rettungsdienst verständigen lassen und in der Zwischenzeit so tun als ob du dich an deinen letzten erste-Hilfe-Kurs erinnern könntest.

cravie
1 Monat zuvor
Antwortet  karla

Den Fall mit der Kostenübernahme hatten wir auch schon.

Gab Riesengemecker, Geld dafür einsammeln zu wollen „für die paar Minuten, die da zum Schwimmen Zeit ist und wenn wir da nachmittags mit Freunden oder Familie nochmal hingehen wollen, müssen wir nochmal zahlen!“.

Wie ich finde, auch nicht ganz unberechtigt…

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  karla

Bei Zuständen wie kürzlich in Berlin möchte ich auch nur als Elternteil über meine eigenen Kinder keine Aufsicht führen müssen.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  karla

Und dann alle Mädchen, die spontan ihre Tage haben……. Wer beaufsichtigt die?
Wie ist es mit der Handynutzung? Im FREIBAD?

Sonnenbrand? Halbnackte Kids, Lehrer als Aufsicht …. uiuiui… Stellt euch bloß mal vor, der rettet jeman/frauden!

Ein Filmchen im Netz und der Schulleiter steht mit der Polizei vor der Tür (oder umgekehrt).

Ist es nicht herrlich/fraulich, über wieviel UNinformiertheit NICHTLehrer verfügen;)

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

@Ben: Bin ich der einzige, der die wahre Intention Ihres Posts versteht? :o)

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Nee, ich auch!

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

JETZT fällt auch bei mir der Groschen! 😉

Ben
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Na dann, klären Sie mich auf.

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Wie? Sie müssen bei Dil, Marie-Ellen und dem Riesenzwerg Ihre eigene Intention erfragen??

Na, da muss ich mich nicht wundern, warum ich eklatante Probleme habe, Ihre verantwortsfreien Einlassungen zum Thema ernst zu nehmen…wissen Sie ja offenbar selbst nicht, was Sie damit bezwecken. 😉

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

War exakt mein Gedanke.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Elternteil? Erzieher:in?

Das meiste davon dürfen wir gar nicht machen.

Ausflug ins Freibad – Bus, Fahrrad, zu Fuß, Geld? Schwimmsachen? Handtuch? Seepferdchen? Oder mehr? Einverständniserklärung?

Bis das alles organisiert ist, ist der Winter vorbei.

Ben
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Und was ist so kompliziert, naja in Kürze der nächste Ausflug.

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Der nächste Ausflug…. auf diese Art und Weise??
Na dann kann es ja nur noch eine Frage der Zeit sein, bis Sie mal über Ihre eigene infantile und naive Stoffeligkeit hinsichtlich dienstliche Verantwortungen und Haftungsbedingungen stolpern.

Ich wünsche Ihnen eine unbedingt loyale SL, die sich vorbehaltlos hinter Sie stellt, wenn dann doch mal was schiefgeht.

Wobei sowas eine außerordentlich seltene Spezies ist.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Ich wünschte ebenfalls, die SL würde sich vor mich stellen. Ich habe die ungern im Rücken.

Lanayah
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Sind Sie eigentlich Lehrer?

undheitergehtsweiter
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Hahaha, so stellt sich Klein-Erna/Ben Schule vor! Danke für einen Heiterkeitsausbruch hervorrufenden Kommentar.

Lehramtsaussteiger
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

Baden gehen ist in bayerischen Schulen nur in Begleitung einer speziell ausgebildeten Sportlehkraft erlaubt. Das ist eine Anordnung des KMS, wer sich daran nicht hält, wird im Falle eines Unfalls haftbar gemacht. Es ist unglaublich, dass man auf solche Banalitäten die megaschlauen Foristen, die meinen alles über den Lehrerberuf zu wissen, noch hinweisen muss.

Emil
1 Monat zuvor

Ganz ehrlich, ich bin froh, meine Kindheit in den 70/80er-Jahren verlebt zu haben. Schule, ok, musste sein, aber ab 11.30 gehörte das Leben uns! Und zum Dunkelwerden mussten wir wieder zu Hause sein. Dazwischen: klettern, bauen, in den Feldern stromern, Frösche fangen, ….
Die Kindheit heute besteht nur noch aus funktionieren in der Massenkinderhaltung. Wen wunderts, dass die Kids alle gestört sind. Und das alles nur für finanziellen Luxus der Erwachsenen. So traurig….

Last edited 1 Monat zuvor by Emil
Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Hoppla, Emil. Wer hätte das gedacht, daß ich ihnen tatsächlich mal von ganzem Herzen einen grünen Daumen schenken werde.

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Und wer betreute in Ihrer Kindheit die Erstklässler, wenn sie 11.30 Uhr nach Hause gingen?

Ok, verstehe, damals arbeiteten die meisten Mütter ja nicht. Die waren dann ja daheim. Kinder, Küche, Kirche. Dahin wollen Sie zurück?

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Wir haben auch als Erstklässler schon den ganzen Nachmittag draußen zusammen gespielt und wussten, welche Nachbarn im Notfall ansprechbar waren. Da ging man dann auch mal zu den Nachbarn, um sich ein Pflaster zu holen. Damals wurde aber nicht so ein Bohei um uns Kinder gemacht (was uns ganz recht war…).

Hornveilchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Sie meinen, arbeitende Eltern ließen damals Erstklässler alleine zu Hause bzw. draußen, während sie auf Arbeit waren?

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Ja. Nannte sich „Schlüsselkinder“. War in unserem Dorf überhaupt kein Problem. Irgendjemand hat uns immer gesehen (und „Schandtaten“ auch direkt an die Eltern verpetzt).

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Und genau das, was immer kritisiert wurde, wollen Sie wieder haben? Damit Sie als Lehrer bei Hitzfrei nach Hause gehen dürfen? Tolle Pädagogin!

PS: Ergänzend lesen Sie bitte meine Antwort an Emil.

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Sie stressen hier ganz schön herum. Lehrer sind nicht zu blöd oder zu faul, um Kinder bei Hitze aufzubewahren, weil ihre Eltern arbeiten. Die Kinder sind im Beispiel Schwimmbad ganz einfach zu nackt, zu uneingecremt, mit zu wenig Eintrittsgeld unterwegs, zu wenig abgetrocknet ohne Handtuch und vielleicht auch zu wenig schwimmfähig. Man kann nicht einfach so ins Schwimmbad, statt Mathe zu machen.
Außerdem liegt nicht jede Schule direkt neben einem schattigen Park ohne Hundedreck auf der Wiese und natürlich ohne Zecken. Sollte irgendwie jedem einleuchten, der nicht auf Krawall aus ist.

Friedenstaube
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Wie oben geschrieben, kann ich teilweise bestätigen, was der Senkrechtstarter schrieb. Die Kinder gingen in den Hort und die Lehrer gingen nach Hause. (Genaueres oben.)

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Friedenstaube

Ja, damals …… seufz.

Die guten alten Zeiten.

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

@TaMu

Und gleich kommt ein weiterer argumentativer Senkrechtstart 😉 , vielleicht so:
„Mein Gott. Seien Sie doch nicht eindimensional. … Seien Sie stattdessen kreativ und machen Sie eben doch (Füßchenstampf) Mathe im nächsten Park!
DOCH (nochmal Füßchenstampf) – natürlich ist das ganz einfach: Die Kinder zählen dann eben die Hundedreckhaufen und addieren/subtrahieren/multiplizieren/dividieren dann dazu/davon/damit/dadurch die Anzahl der gesammelten Zecken.“

Ist mal ganz was Anderes als immer nur eindimensionales „Äpfel und Birnen“-Rechnen. 🙂

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Wir haben kein bisschen Schatten auf dem Schulhof, die meisten Fenster zur Sonnen- und Straßenseite, keine Außenrollos und die innen sind oft kaputt und behindern zudem das Lüften. Park und Schwimmbad gibt es auch nicht in der Nähe, von den rechtlichen Regelungen, die hier von vielen schon thematisiert wurden, ganz zu schweigen.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Stressen – genau seine / ihre / esse / Absicht.

Bin auch drauf reingefallen (hat aber Spaß gemacht;) )

Schattenläufer
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Hab sie gelesen!
Was soll ich sagen: Gelesen, gelacht, gelocht.
🙂

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Das ist Schmarrn- und Sie wissen das. Die „Mütterfrage“ daran zu knüpfen ist es in Potenz.
Aber in einem Punkt stimme ich Ihnen nach wie vor zu: Wenn es um Betreuung geht, bin ich als Fachlehrer raus- nicht mein Job.
Und wenn mein Arbeitsplatz nicht den Arbeitsschutzregeln entspricht- auch was Temperatur angeht- gehe ich nach Hause. Pädagogik hin oder her.

Nucatino
1 Monat zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Aber es ist genau der Punkt. Früher gab es viel mehr Hausfrauen als heute. Es stimmt, dass also viele Mütter zu Hause waren, wenn die Kinder aus der Schule kamen (oder früher als sonst nach Hause geschickt wurden). Die berühmten Ausnahmen bestätigen es.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

Nein.

Es gibt immer noch Mütter (und Väter), die zu Hause sind.

Sie kümmern sich nur nicht um Hausaufgaben, Lernen oder Sonstiges.

Wobei – Sonstiges schon. Alles, was den Lindner freut. Digital first – you understand?

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

Natürlich ist das so. Aber nur weil die Eltern nicht zu Hause sind, bin ich als Lehrer immer noch kein Erzieher. Das ist doch der Punkt.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

„Und genau das, was immer kritisiert wurde, wollen Sie wieder haben? Damit Sie als Lehrer bei Hitzfrei nach Hause gehen dürfen? Tolle Pädagogin!“

Ganz genau!

Ich will aber nicht nur HITZEfrei.
Ich will auch KÄLTEfrei.
Ich will auch mehr Ferien.
Ich will auch weniger Unterrichtszeit.
Ich will deutlich weniger vorbereiten.
Ich will überhaupt nicht nachbereiten.
Ich will nicht differenzieren.
Ich will Luftfilter.
Ich will Maskenpflicht im Klassenraum.
Ich will einen Dienstwagen.
Ich will ein Diensthandy.
Ich will einen Platz im Lehrerzimmer, der größer ist als eine Kaffeetasse.

Ich will auch …… aber das werden Sie schon kreatief ergänzen.

Ein ganz FAULER RiesenzwergSACK aus den viel zu kurzen Sommerferien – gähn.

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

PS: Und in Deutschland gibt es nur Dörfer?

Sie führen hier einen Fall an, in dem das vielleicht gut ging, und wollen ihn auf alle übertragen, egal, ob es passt oder nicht.

Ich muss da mal was loswerden
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Unfassbar! Das klappt auch in der Stadt!

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Und Sie kühlen Ihr Mütchen und arbeiten sich an Ihrer Lehrerphobie ab. Hat Ihr Kind etwa das Klassenziel nicht erreicht oder den Übertritt nicht geschafft? Oder liegt das womöglich noch tiefer in der eigenen Kindheit? Man weiß es ja: Immer sind entweder die Mütter oder die Lehrer schuld. ♥️

Hans Hoffmann
1 Monat zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Genau. Ich hatte einen Schlüssel. Es wurde sich immer darum gekümmert, dass etwas zu Essen da war und wenn ich nach Hause kam, habe ich erst was gegessen und dann die Hausaufgaben gemacht. Anschließend hatte ich frei und habe mich meistens mit Freunden verabredet. Ich musste aber spätestens zu Hause sein, wenn abends die Straßenlampen angingen (im Hochsommer früher – da half dann die weithin gut hörbare Kirchturmuhr). Probleme mit Langeweile kannte ich so gut wie gar nicht. Ich konnte mich sogar bei Regen, wenn ich nicht rauskonnte, beschäftigen. Und das ganz ohne Computer und nur manchmal mit Fernsehen (das durfte ich eh nur, wenn meine Eltern da waren). Abends und am Wochenende wurde dagegen immer Wert darauf gelegt, etwas mit der ganzen Familie zu machen. Gegessen wurde Morgens und Abends auch grundsätzich immer gemeinsam. Ich fand meine Kindheit toll und habe nicht zuletzt durch mein „Schlüsselkinddasein“ gelernt selbstständig zu werden. Und ich war stolz wie Bolle, dass meine Eltern mir das ab der ersten Klasse zutrauten. Für meinen ersten Schlüssel haben meine Mutter und ich gemeinsam eine Kordel gedreht, damit ich ihn um den Hals hängen konnte, um ihn nicht zu verlieren. Das war direkt eine kleine Zeremonie, nach der ich mich mit meinen 6 Jahren unheimlich erwachsen fühlte.

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Hornveilchen

Ja, durchaus. Hab’s gerade beschrieben.

Emil
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Damals konnten Erstklässler selbstständig Schlüssel bedienen!

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Darum geht es nicht. Damals waren die meisten Mütter (in Westdeutschland) zuhause und damals wie heute hätten die meisten Eltern nicht gewollt, dass ein Erstklässler „den ganzen Arbeitstag“ zu Hause alleine sitzt. Und schon gar nicht draußen auf der Straße. Das ist doch völlig an der Realität vorbei, was Sie da schreiben!

Emil
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Das habe ich selbst erlebt. Aber Keiner zwingt Sie mir zu glauben. Passt anscheinend nicht in Ihr Weltbild. Mir egal, war trotzdem schön!

Emil
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Noch etwas:
Wir fuhren mit dem Fahrrad alleine in die Schule und trugen die Tornister selbst. Hausaufgaben machten wir alleine. Auch Zum Fußball und zum Schwimmen am See fuhren wir alleine, immer mit Kumpels natürlich. Wenns Streit gab, wurde der ausgetragen, gab halt mal ne Beule. Und danach wurde weiter gespielt. Wir fielen von Bäumen, unsere Knie waren mehr kaputt als heile. Aber wir konnten klettern, springen, rückwärts laufen und mal die A…backen zusammenkneifen. Wir konnten Konflikte lösen, Probleme bewältigen und zwischen dumm gelaufen und einer echten Notlage unterscheiden. Dann erst kamen Erwachsene ins Spiel.
Kurz – wir wuchsen unbeschwert ins Leben hinein, durch Ausprobieren, machen und tun.
Viele meiner Generation prägt das bis heute!
Es hat uns gut getan!

Ich muss da mal was loswerden
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Schön, kenne ich genauso. Bin sogar in der Stadt aufgewachsen!

Hans Hoffmann
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Genau so kenne ich das auch.

simmiansen
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Hoffmann

Ich auch. 😉

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  simmiansen

Ich ebenfalls.
Tolle Zeit! 🙂

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Und es gab keine sog. „Helikopter-Eltern“, die ihr „hochbegabtes“ Einzelkind per Handy orten/überwachen, und mit dem SUV zur Schule karren und zum Aussteigen bzw. Warten für’s ggf. Abholen den Busparkplatz besetzen und ungeniert blockieren.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Ach, so war das auch bei uns – schöne Zeit.

Schade, dass die meisten Kids so etwas nicht erleben dürfen.

Wir haben nämlich so ganz nebenbei wichtige Kernkompetenzen gelernt – Sozialverhalten, Verantwortung übernehmen, Zuverlässigkeit, wir standen wieder auf, wenn wir hinfielen, halfen uns gegenseitig, Kompromisse schließen, ….. abgesehen davon, dass wir alle sportlich waren und teilen gelernt haben.

Auch das dürfen die Kids heute nicht mehr lernen – soviel zum Sozialverhalten und warum es heute in den Schulen so gruselig ist.

Ich muss da mal was loswerden
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Bisschen proaktiv denken, bitte! Es muss heute nicht mehr die Frau zu Hause bleiben, man kann die Rollen tauschen, die Aufgaben teilen, im Homeoffice arbeiten usw. Und Kinder gehen ja trotzdem einen halben Tag in die Schule….herrje!!!

Rike
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Also ich war auch Schlüsselkind. Einzige Bedingung war, dass ich die Uhr können musste (in der ersten Klasse). Meine Eltern waren beide voll berufstätig. Wir haben uns selbst Essen gemacht, die HA erledigt, kleine Arbeitsaufträge im Haushalt und Garten gemacht und hatten dann unsere Freiheiten. Zum Sportverein, in die Bibliothek oder zur AG sind wir nachmittags allein mit dem Fahrrad gefahren. Niemand hat uns gebracht oder wieder abgeholt. Nur manchmal im Winter bei Dunkelheit und sehr schlechtem Wetter.
Aus heutiger Sicht: traumhaft. Vermisst habe ich nichts, Schaden auch nicht genommen. Das war in der DDR. Übrigens waren wir 37 Kinder in der ersten Klasse mit nur einer Lehrerin. Hat funktioniert.

Nucatino
1 Monat zuvor
Antwortet  Rike

Das ist ein bisschen lächerlich. Unhaltbare Zustände im Nachhinein als „Ging auch“ schönzureden, ist wohlfeil, zumal Sie damals nicht die Lehrerin waren, die 37 Kinder in Griff bekommen mussten und die entsprechende Arbeitsleistung vollbringen mussten.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

AUWEIA – nun auch noch Nucatino. Als ob der Senkrechtstarter nicht reicht….

Wir waren auch so viele Kids in der GS – klappte pirma aufgrund unseres SOZIALVerhaltens und unserer Wissbegierde.

Lernen war damals noch ein Wert.

Mit 37 Kids heute kämen Sie wohl gut klar?! Dann nichts wie quereinsteigen! Pädagogik spielt da nicht soooo die Rolle und es gibt Ferien – bezahlt und lang. Das sollte doch den Lehrkräftemangel reduzieren.

-mm-
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

Die 37 Kinder waren vielleicht auch deshalb einfacher in den Griff zu bekommen, weil sie wussten, dass sie nach der Schule ihre Freiheit zurück haben.

simmiansen
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

Unhaltbares gab es garantiert auch zu DDR-Zeiten…
Ich kann dennoch aus meiner eigenen Lehrtätigkeit bestätigen, dass es zumindest mit 33 Kindern „auch ging“.
War übrigens einfacher als mit jeder kleinen Klasse, die ich danach in Hessen unterrichten durfte. Das lag schlicht an der großen Anzahl an Verhaltenskreativen, von Kindern mit („antrainierter“) LRS, Konzentrationsschwierigkeiten usw. Dabei erwartete alle Kinder nach Unterrichtsschluss die Mama mit dem Mittagessen.
… Ich hätte damals nicht gedacht, dass es noch viel schlimmer kommen kann mit den Folgen fehlender emotionaler und kognitiver Entwicklungschancen unserer Kinder.

Rike
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

Es waren keine „unhaltbaren Zustände“ und die Kinder mussten nicht „ in den Griff gekriegt werden“, denn es herrschte Disziplin und Respekt gegenüber der Lehrkraft.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Rike

Und Frontalunterricht war abgechafft, diese 37 Kinder wurden „individuell beschult“, jeder mit dem individuellen Lerntempo, weil man es ihnen natürlich nicht zumuten konnte, dass alle „im Gleichschritt“ lernen? 🙂
Oder war die „Heterogenität“ damals noch nicht erfunden? Ach so, wie viele Kinder mit einer anderen Herkunftssprache als Deutsch gab’s eigentlich?

simmiansen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rike

Stimmt!
Vielleicht auch deshalb, weil wir basale Fähigkeiten oft im Kontext eines positiven Selbstkonzeptes entwickeln konnten.?
Dazu gehörte, dass die Lebensjahre, in denen Kinder alles Neue wie einen Schwamm aufsaugen dafür genutzt wurden, Angebote zu machen und erste Anforderungen zu stellen. Alles im Vertrauen, dass Kinder etwas leisten können.
Heute wird ihnen dagegen eingetrichtert, dass ohne elterliche oder sonstige Begleitung/Hilfe nichts mehr geht!

Habe gestern eine Klassenfahrt zu Ende gebracht. War toll mit ausgedehntem angebotsreichem Gelände.
Das erste Mal fielen mir mehrere Kinder auf, die in freien Zeiten lieber ihre Häuser nicht mehr verließen, weil es ihnen unangenehm war, Freiheit nutzen zu können!
Kein Kommentar mehr!

-mm-
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

In Westdeutschland waren die meisten Mütter zu Hause und wir Kinder trotzdem oder sogar deswegen auf der Straße. Einfach schön unter uns und gar nicht allein. Aber eines stimmt schon. Heute würde man als Kind alleine auf der Straße sitzen, weil alle anderen in einer Betreuung untergebracht sind. Wir wohnen hier an einem schönen Bach, flach und ungefährlich- drumherum Natur, Fahrradwege und ein paar kleine Spielplätze. Eigentlich ein Paradies für Kinder. Aber freilaufende Kinder sehe ich hier auch nicht. Allenfalls gruppenbetreute aus Schulen oder Kitas.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Ja, die Straße – gefährlich, gefährlich.

Noch gefährlicher wäre sie, wenn die faulen Säcke den Verkehrsunterricht nicht erteilen würden – in oder nach oder vor oder während Hitzefrei.

Lanayah
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Doch, auch mit einer Hausfrau als Mutter wurde man am Nachmittag auf die Straße zum Spielen geschickt, auch schon im Kindergartenalter, bis die Laternen angingen. Groß verabreden, wie das heute üblich ist, musste man sich nicht, weil man draußen immet andere Kinder traf.

Bellabolli
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

… und schwimmen konnten die meisten Kinder auch, damals

Last edited 1 Monat zuvor by Bellabolli
Nucatino
1 Monat zuvor
Antwortet  Bellabolli

Aber auch nicht ohne Unterricht. Wir hatten ihn in Klasse 2 und 4.

simmiansen
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

In meiner Kindheit gab es keinen Schwimmunterricht.
Vati hielt uns im Wasser des Fischteiches am Bauch fest und Mutti dirigierte Arme und Beine – falls es nicht ältere Geschwister oder größere Kinder übernahmen.
Wer die Luxusversion wollte, ging im Schwimmbad zum Bademeister.
Irgendwie lernten es alle – ohne Schule.
Wobei wir da wieder beim Punkt Vertrauen in die Fähigkeiten von Kindern sind.

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Die damals bemitleideten sog. „Schlüsselkinder“!. Von den sog. „Rabenmüttern“! So hieß das damals.
Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei. „Familienarbeit“ ist immer mehr Sache von Mutter und Vater. Immer mehr junge Väter nehmen z.B. schon Elternzeit.
Und Frau ist nicht (nur) Hausfrau, sondern bewusst zeitweise nur „Familienfrau“, später dann wieder berufstätig, oft in jedoch in Teilzeit.

(Ein anderer Teil der Care-Arbeit, die Versorgung von den Omas und Opas in der eigenen Wohnung, liegt jedoch immer noch hauptsächlich auf den Schultern der Frauen. Aber auch das wird sich ändern, angesichts demografischem Wandel.)

Nucatino
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Eben. Als Rabenmütter galten damals die, die trotz (Klein-)Kinder arbeiten gingen und sich angeblich nicht um ihre Kinder daheim kümmerten.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

Nun, die wurden zum Glück nicht von allen so genannt.

Außerdem – mal googlen – Rabenmütter sind gute Mütter.

Es gab nun mal alleinerziehende Mütter, die ihre Kids durchbringen mussten. Und da hat vieles geklappt – ohne das ANRECHT auf einen KiTa-Platz.

Auch heute gibt es Kids, die alleine zu Hause sind bzw. sein müssen. Da hat sich m.E. nicht viel geändert. Bis auf die Sache mit der Selbstständigkeit und dem Sozialverhalten. Aber was tut das schon zur Sache?!

Achtung: Ironie inside and outside!

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Also bei uns war es normal, dass die Mütter arbeiten gingen, da war nichts mit „Rabenmütter“. Bemitleidet hat uns auch keiner (nur die Kinder, die in den Hort mussten). Es war selbstverständlich, dass wir zu Hause die HA machten und kleinere Hausarbeiten erledigten, dann konnten wir spielen gehen. Im Flur wurde ein Zettel erwartet, auf dem stand, mit wem wir unterwegs sind und wann wir heimkommen (ja, uns wurde vor Schulanfang das Lesen der Uhr beigebracht). Ich möchte heutzutage mit keinem Helikopterkind tauschen mögen.

Bellabolli
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Manchmal denke ich schon, dass es schön wäre, wenn Kinder wieder mehr Betreuung bzw. Begleitung zu Hause erleben dürften. Egal ob durch Mama oder Papa. Glaube tatsächlich, das würde – wo immer es wirtschaftlich möglich ist – viele Probleme lösen.

Meine Kids können tatsächlich noch fast jederzeit nach Hause kommen…

…wenn sie sich krank fühlen, beim Sport verletzt haben, etc.

… wenn es zu Unterrichtsausfall kommt…

… wenn die Schule geschlossen bleibt wegen Corona.

… gerne auch bei 30 Grad im Klassenzimmer!

Sie dürfen mit Fieber direkt zu Hause bleiben.. und das auch mal für mehr als einen Tag.

Sie konnten mit Eintritt in die Grundschule schwimmen, weil ich das mit ihnen geübt habe.

Sie können weitgehend fehlerfreie Texte schreiben… und zwar mehr als eine halbe Seite lang! Weil zu Hause darauf geachtet wurde.

Sie sind am Nachmittag viel draußen mit Freunden (den wenigen, denen das auch noch möglich ist). Ohne dauernde Supervision und Anleitung von Erwachsenen.

Ich behaupte mal, sie haben eine glückliche, behütete aber nicht überbehütete Kindheit…

Aber was weiß ich schon, … bin ja nur das „Dummchen am Herd“

Gabriele
1 Monat zuvor
Antwortet  Bellabolli

Liebe Bellabolli,

überaus wertvolle „Familienarbeit“ als „Familienfrau“ (nicht Hausfrau = Putzfrau etc.) haben Sie geleistet!!

Als Lehrerin war man früher nachmittags normalerweise daheim, nur 1-2 Mal je 2 Stunden Nachmittagsunterricht in der Woche.
„Familienfrau“ konnte man also sehr gut in Personalunion sein.

Heutzutage ist das jedoch anders. Man ist.eigentlich jeden Tag bis 16 /17 Uhr in der Schule: Unterricht, Fördergruppen, Teamsitzungen, „Nacharbeit“ (= Baufsichtigen von Nachsitzern mit Arbeitsauftrag), Nachtermine (für Nachschreiber von Klausuren, Schulaufgaben/Klassenarbeiten), Besprechungen, Elternsprechstunde am Spätnachmittag für Berufstätige usw.

Also inzwischen eine Art Ganztagsschule.Und überhaupt nicht familienfreundlich für die eigene Familie des Lehrers/der Lehrerin!

Nucatino
1 Monat zuvor
Antwortet  Gabriele

Bei uns ist nach 15.00 Uhr kaum noch irgendein Lehrer in der Schule. Schon gar nicht im Unterricht. (Grundschule)

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

Und das ist auch gut so!

Wann sollen die sich sonst vorbereiten?

Und welches Kind, bitte, soll in der GRUNDschule bis 15.00 Uhr Unterricht haben?

Try to see the reality we have, not the one you want.

Andre Hoger
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

In Stuttgart Unterricht Grundschule bis 16 Uhr. Sehr erfolgreich. Ist aber auch ein Top Kollegium.

Ich muss da mal was loswerden
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Ne, nicht zurück. Gern das Konzept zeitgemäß anpassen, aber grundlegend mehr Zeit für Kinder zu Hause ermöglichen. Kann ja auch der Mann mal zu Hause bleiben. Oder beide machen Teilzeit oder Homeoffice. Was es heute alles für Möglichkeiten gibt! Unglaublich!

Marion
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

„Dahin wollen sie zurück?“ So manches Kind vielleicht schon, wenn es denn danach gefragt würde. Den Part mit Kinder, Küche, Kirche dürfen in unserer modernen, aufgeklärten und fortschrittlichen Gesellschaft selbstverständlich gerne auch die Väter übernehmen. Von mir aus können sie die Kirche dabei auch weglassen – jeder wie er mag. Das Argument von den armen, durch die häusliche Familienarbeit geknechteten Frauen, wäre dadurch schon mal entkräftet.

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Meine Eltern arbeitete im eigenen Geschäft. In der Grundschulzeit kam ich oft allein nach Hause, musste mit 10 Jahren stets auf ein Geschwisterchen aufpassen. Aber die Eltern oder eine Nachbarin waren erreichbar. Heute hat man das Gefühl Kinder können einerseits nicht eine Minute unbeaufsichtigt sein. Auf der anderen Seite haben sie Narrenfreiheit- im Netz, im Bestimmen in der Familie.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Wir haben heute viele Elternteile, die nicht arbeiten und dennoch ihre Kids nicht betreuen (wollen, möchten, können, werden, tun).

Halten Sie das für besser?

WIR wurden nicht betreut – wir schmissen unsere Ranzen zu Hause in die Ecke (ja, manch einer war ein Schlüsselkind) und trafen uns draußen.

WIR konnten überall klingeln und bekamen etwas zu trinken.
WIR konnten uns gegenseitig helfen und haben uns aus manch heikler Situation gerettet.

WIR wurden selbstständig!

Lehramtsaussteiger
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Ob Sies glauben oder nicht: Bereits als Erstklässler war ich in der Lage, ein paar Stunden alleine zuhause (bzw. mit Freunden beim Spielen draußen) zu verbringen. U-Ende um 11.00 Uhr war damals regelmäßig an der Tagesordnung.

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Gleichzeitig haben Sie in der Schule noch deutlich mehr gelernt.

Es gibt übrigens eine Partei im Bundestag, die das auch befürwortet.

Jan
1 Monat zuvor
Antwortet  Emil

Danke für diese klaren Worte. Das kann ich (als Elternteil) vollständig unterschreiben. Genau das beobachten wir gerade in der Klasse unserer Großen…

Carsten60
1 Monat zuvor

Das ist natürlich auch ein kleiner Nachteil der Ganztagsschule. Natürlich konnte man bei der Einführung der Ganztagsschule sowas nicht vorhersehen. 🙂

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor

Ehrlich jetzt mal, wie soll das denn auch laufen? Bei Hitzefrei gehen die Lehrer nach Hause und die Kinder gehen in den Hort? (Bzw. auch nach Hause zu wem?)

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Gern auch für Sie nochmal: hitzefrei gibt es, wenn überhaupt, nur für die Kinder. Die Lehrer haben Anwesenheitspflicht bis zum regulären Schultagsende. Keine Ahnung, aber Hauptsache, wieder auf die faulen S. geschimpft.

Senkrechtstarter
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Nein, es war „früher“ so: Bei Hitzfrei gingen die Lehrer und Schüler nach Hause. Das erzählen die älteren Kollegen. Zuletzt gingen bei Hitzfrei die Lehrer nach Hause und die Schüler in den Hort. Da haben sich die Erzieher immer bedankt.

Schattenläufer
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Oh ja, mal wieder einer der was von dem Freund eines Schwipp-Schwager gehört hat.
Dessen Opa hat im Altersheim erzählt, dass früher, in der guten alten Zeit beim Kaiser, auch die Lehrer nach Hause gegangen sind.
In der BILD hat es auch so gestanden. Neben dem Bericht von dem Mann der seine Nachbarn durch den Fleischwolf gedreht hat.

Faules Pack eben diese Lehrer. Hab es schon immer gewusst.

Nucatino
1 Monat zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Oben hat es jemand bestätigt, der sich „nur noch 5 Jahre“ oder so nennt. Er/Sie geht dann auch nach Hause, weil er/sie ja nicht für die Kinder zuständig sei – außerhalb der Unterrichtszeit.

Schattenläufer
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

Wenn bei uns Abschlussklassen in welchen man z.B. die 7 und 8 Stunde hatte, nach der Prüfung weg sind, dann bleibt der Lehrer in der 7 und 8 in der Schule und erledigt andere Arbeiten.
Ist ja seine bezahlte Arbeitszeit vor Ort.

Fr.M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Rechtschreibung: „die 7. und 8. Stunde“

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Fr.M.

Danke. Und bitte auch die anderen Texte korrigieren.

Sind Ferien in SH und HH.

Nichts anderes zu tun?

(Ja, ich bin in SH und hier auf der Seite…. die Ferien haben mich auch noch nicht erreicht.)

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

Das ist auch so – außerhalb der Unterrichtszeit ist keine Lehrkraft für Schüler:innen verantwortlich oder zuständig.

Ich frage mich, wie das bei Eltern ist…. nur während der Erziehungszeit?

Noch 5 Jahre
1 Monat zuvor
Antwortet  Nucatino

Genau, weil diejenige Person ihre 42-Stunden- Arbeitswoche als Fachlehrkraft mit- wie es in Beamtenrecht so schön heißt- amtsangemessenen Tätigkeiten verbringt.

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Vielleicht war es „früher“ so, heute definitiv nicht mehr. Ist aber müßig, darüber zu diskutieren, gibt ja eh kein hitzefrei mehr.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Ich mag es, wenn sich jemand so über eine Aktion wie Hitzefrei freut, dass er sich auch noch bedankt.

Gern geschehen – lieber Senkrechtstarter.

Wir kriegen bestimmt doch noch Hitzefrei, damit die Erzieher:innen sich bedanken können.

Es gibt übrigens auch Lehrkräfte, die Kinder haben……

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Auf jeden Fall sollte kein Unterricht stattfinden.
Das Problem ist aber auch in diesem Fall die Massenkindhaltung, oder nicht? Weniger Kinder pro Lerngruppe und Schule, mehr Möglichkeiten.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich finde das Wort „Massenkindhaltung“ (leider) richtig gut.

Oft habe ich die Schülerzahlen in den Unterrichtsräumen auch mit der Massentierhaltung in Zusammenhang gebracht.

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Na super … bei dieser dürren Argumentationslage könnte man noch anführen, dass es tatsächlich auch Erwerbssituationen gibt, die den Eltern auferlegen, sogar bis in die späten Abendstunden oder sogar über Nacht werktätig zu sein.

Conclusio:

Die LuL sprechen sich untereinander ab, wer welche Kinder für wie lange mit nach Hause nimmt, damit die Erwerbstätigkeit anderer nicht eingeschränkt wird.

Das kann man ja wohl von treusorgenden Staatsbediensteten mit irre hohem Einkommen und einem entsprechenden Amtseid erwarten. Und jetzt kommt mir bitte nicht mit „berechtigter Freiheit oder Privatsphäre für LuL“ …die sind i.d.R. doch verbeamtet und haben demnach keinen Anspruch auf das eine wie das andere, wie mir ein Sachbearbeiter der BzR-Detmold in einem Telefonat mal mitgeteilt hat..

Zum Thema:
In unserer Anstalt gibt es den berüchtigten „dritten Stock“, der durch mangelhafte Beschattungsmöglichkeiten, Flachdach und geografische Ausrichtung der Fensterfront an warmen bis heißen Sommertagen zum Glutofen wird.
Temperaturen bis über 36 Grad-Celsius zur Mittagszeit sind nicht selten…da folgen dann aber i.d.R. an mindestens 3 Tagen/Woche noch Unterrichtseinheiten bis 16 Uhr.

Durch die räumliche Auslastung der Schule ist ein Ausweichen in andere – „kühlere“ Räume nicht möglich.
Erklären Sie mal einem Kind in der Unter- oder Mittelstufe, das gerade mit einem Heulkrampf vor ihren Augen zusammengebrochen ist, weil diese Hitze nicht mehr zu ertragen ist, dass es trotzdem nicht nach Hause gehen darf.
Kommt nicht vor, meinen Sie??

Falsch!!
Haben wir mit schöner Regelmäßigkeit und müssen uns immer wieder dieser Aufgabe stellen. Macht irre Spaß und vermittelt einem das gute Gefühl, sich sehr verantwortlich gegenüber der eigenen Klientel zu verhalten.

Mal eben ins Freibad, wie Ben als echter Kenner der Materie vorschlägt?

STICHWORT SCHWIMMERLASS!!
Pro 15 SuS eine Lehrperson – mit nachgewiesener Rettungsfähigkeit.
Heißt bei unseren Lerngruppengrößen mal eben ne zweite Begleitperson zu organisieren, die diese Qualifikation zufällig mitbringt.

Ansonsten gilt:
Außerschulische Unterrichts-Aktivitäten müssen mindestens eine Woche vorher angemeldet und genehmigt werden.
Einverständnis für diesen „Unterrichtsgang“ muss bei den Erziehungsberechtigten eingeholt werden.

Mal eben mit bis zu 8 Lerngruppen auf die beschatteten Flächen des innerstädtischen Schulhofes gehen??
Kann man versuchen…nettes Gedrängel…an Unterricht ist dabei aber nicht mehr zu denken.
Ergo:
Wir haben es nur mit einer Betreuungs- und Aufsichtsvariante zu tun….so wie wir es ja bereits gelernt haben….es geht nicht um effizienten Unterricht…es geht darum, den Eltern die Kinder, die sie aus welchen Gründen auch immer haben wollen, so schnell wie möglich und so nachhaltig wie möglich wegorganisieren wollen / müssen.

„Wofür zahlen wir schließlich Steuern?“
…das hört man in diesem Zusammenhang dann gerne mal von dieser Seite der Anspruchstellenden.

NRW ist z.Z. nicht betroffen, da dort schon Ferien sind….jepp…..aber wir beginnen in der ersten Augusthälfte wieder. .. da hält der Sommer erfahrungsgemäß noch ein paar schöne und heiße Tage für uns bereit.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Aber das ist doch der Vorteil von Ganztagsschulen in NRW. An denen gibt es per se kein Hitzefrei – allenfalls verkürzte Schulstunden. Und das auch nur, wenn es eine andauernde Hitzewelle gibt und mit dem Vorlauf von mindestens einer Woche mit den Erziehungsberechtigten abgeklärt worden ist, ob die Kinder auch vor dem Ende des regulären Langtages entlassen werden dürfen, die Schulen im Umfeld mitziehen und die Busunternehmen, die im Auftrag der Schulträger eingesetzt sind, entsprechende Kapazitäten zur Verfügung stellen können …
Also mehr Spontanität geht doch nun wirklich nicht:)

Der Rücklauf der Elternzettel dauert so bis zu 14 Tagen. D.h., die letzten Zettel kommen erfahrungsgemäß zurück, wenn die Hitzefrei-Periode zu Ende ist. Während dessen waren die Betroffenen eben in der Betreuung.
Bzw. hätten sein sollen; natürlich verziehen sie die SuS, die es nicht hinkriegen, den Elternzettel fristgerecht abzugeben. Im Anschluss – spätestens wenn etwas passiert ist – gibt es den streit um die vernachlässigte Aufsichtspflicht, da die elterliche Zustimmung ja nicht vorgelegen hatte.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Der „Senkrechtstarter“ (Ben, bist du das?) ist wahrscheinlich Lehrer in einer Baumschule. Und Holz schwimmt im Wasser von selbst, da braucht er sich an keinen Schwimmerlass zu halten…

Stiefmütterchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Lieber Realist (Frauke, bist du das?), glauben Sie an Verschwörungstheorien?

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Dann ist ja alles klar!

Senkrechtstarter Ben macht sich Sorgen um seinen Job!

Der Winter naht, die Kälte naht, das Gas ist aus – wir brauchen Holz!

Und wie wir Menschen nun mal so sind, hauen wir alles ab, was da ist und der arme Ben Senkrechtstarter hat keinen Job mehr.

Da hätte man ja gleich….. Also dann, Senkrechtstarter Ben – Quereinsteiger werden.

Bei uns werden keine Schützlinge umgehauen – allerdings schwimmen die auch nicht einfach so gut und bewegen sich deutlich mehr als Bäume.

Aber die Freizeit ist prima – wenn man welche hat!
Am besten natürlich, wenn Hitzefrei ist. 😉

Ben
1 Monat zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Wieso? ich arbeite doch schon lange im Schuldienst.

Riesenzwerg
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Was haben Sie denn dagegen?

Wir faulen Säcke brauchen Erholung, Freizeit, Entspannung und ein Bier zum Grillen.
Dafür müssen wir einkaufen, das Bier kalt stellen (haut einen sonst echt um – wumm!) und dann ist gut.
Füße im Pool, Sonnenschirm gespannt – so sollte Hitzefrei sein. 😉

Sandra
1 Monat zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Als Erzieherin im Erstberuf (15 Jahre Kita) und nun tätig an einer Schule kann beurteilen: Unterricht stellt ganz andere Anforderungen an die Kinder als die Betreuung in der Ogata / Kita / Hort! Denkt bitte an die Kinder, die bei der Hitze einfach nicht lernen KÖNNEN. Und es ist tragisch, das Arbeitsstättenverordnungen (Mindest— oder Maximaltemperaturen, Gesundheitsschutz, Blendschutz, …) in Schulen (oder auch Kitas) nicht gelten oder durchgesetzt werden.
Jetzt hört doch mal auf auf anderen Berufsgruppen rumzuhacken und macht euch lieber ein Bild vor Ort.
Ich habe lange im Erstberuf auch anders (neidisch?) auf Lehrer geschaut. Heute weiß ich es besser und sage, die Kolleg*innen haben dieses bashing von Ahnungslosen nicht verdient.
Ganz schlechter Stil und Umgang.
Und wenn man es nicht glaubt: einfach selbst an die Uni gehen und studieren. Danach darf man meckern. Oder lässt es sein weil man es nun besser weiß…

AusderPraxis
1 Monat zuvor

An unseren verlässlichen Grundschulen gibt es schon seit 15 Jahren kein hitzefrei mehr. Die meisten Klassen liegen im ersten Stock unter dem schlecht gedämmten Flachdach mit Fenstern zur Südseite. Dort wird es zwar schon mal bis 40° heiß, im Gegensatz zum Schulhof ist es aber schattig.
Das nächste Freibad ist in 15km Entfernung, von der Aufsicht wurde schon alles gesagt.
Jedes Jahr haben wir Einsätze des Rettungswagens wegen SuS, die einen Hitzeschlag erleiden.
Aber das interessiert niemanden.

ysnp
1 Monat zuvor
Antwortet  AusderPraxis

Meinen Schülern und mir reichen schon die 30 Grad im Klassenzimmer, die wir trotz heruntergelassener Rollos und geöffneter Fenster fast durchgängig in den letzten Wochen hatten, wenn die Sonne schien. Energiemäßig sind wir alle dann spätestens nach der großen Pause in der 4. Stunde down, die Schüler etwas früher als ich. Da geht kein effektiver Unterricht mehr.
Hitzefrei gibt bei uns auch schon seit ca. 15 Jahren nicht mehr, spätestens dann, als wir Ganztagsangebote hatten.
Das Problem ist, dass der Schulträger nicht bedacht hat eine Klimaanlage oder etwas Ähnliches einzubauen, die heißen Sommer haben in den letzten Jahren eklatant zugenommen. In Bayern müssen wir den ganzen Juli noch in den Klassenzimmern schwitzen.
Das Gebot der Stunde wäre, sich über eine Dauereinrichtung Gedanken zu machen, die die Luft abkühlt. Zu hitzefrei kommen wir wegen der Betreuungsprobleme in der Grundschule wahrscheinlich nicht mehr zurück.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  ysnp

Vielleicht sollten einfach die Sommerferien verlängert werden? Man weiß ja, wann Hitzeperioden am ehesten zu erwarten sind.
Kleiner Hinweis: In Italien gibt es etwa drei Monate lange Sommerferien. Aber bei uns geizt man mit jedem Tag.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  AusderPraxis

„Jedes Jahr haben wir Einsätze des Rettungswagens wegen SuS, die einen Hitzeschlag erleiden.
Aber das interessiert niemanden.“

Genau das ist die Realität, und nicht das, was unser „Senkrechtschwätzer“ so daherschreibt. „Mal eben schnell mit der Klasse bei großer Hitze ins nahegelegende Freibad gehen.“ Da hängt so ein Rattenschwanz dran (Einverständnis der Elter der Schüler, Eintrittsgeld, Genehmigung der Schulleitung, zwei Lehrkräfte mit Rettungsschwimmerprüfung pro Klasse), dass man beim „Senkrechtschwätzer“ entweder von Dummheit, totaler Ignoranz gegenüber Vorschriften oder einfach Krawallgeblubber ausgehen muss.

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Ich gehe von Letzterem aus!

Mary-Ellen
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Ich tippe auf: „Forum-Schreddern“….

Ben
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Ich verstehe immer noch nicht das Problem (achja, also eigentlich doch, man will sein enges Denken von Schule beibehalten, aber egal, bei mir gehts)

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  Ben

„(achja, also eigentlich doch, man will sein enges Denken von Schule beibehalten, aber egal, bei mir gehts)“

Wunderbar!! Ein Phantast verändert allein durch die Macht seines Denkens die Welt.

Können sie das vllt auch bzgl des Klimawandels, des Weltfriedens und den anderen gesetzten Beschwernissen „denken“ … ich meine so im Sinne von „open minded“???

Ragnar Danneskjoeld
1 Monat zuvor

Ich wäre nicht überrascht, wenn Schulen irgendwann wegen der unhaltbaren Zustände im Juni/Juli eine nullte Stunde einführen. Oder Samstags unterrichten. Oder die Sommerferien auf acht Wochen ausdehnen und anderweitig Ferien kürzen.

TaMu
1 Monat zuvor

Betreuung muss gewährleistet sein und zwar noch VOR der Gesundheit der Kinder. Das leuchtet seit mindestens zwei Jahren so gut ein wie ein Laserpointer.

Leseratte
1 Monat zuvor

Hitzefrei ginge bei uns sowieso nicht, weil die Schulbusse nicht mal eben 2 Stunden früher fahren können. Ganz abgesehen von anderen Hinderungsgründen wie Aufsichtspflicht usw.

Ich muss da mal was loswerden
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

Die Schule ist aus, die Aufsichtspflicht erlischt mit diesem Moment für die Lehrer.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Leseratte

Die Busunternehmen sind nicht der Nabel der Welt, sondern AUFTRAGNEHMER und DIENSTLEISTER, deren einzige Kunden fast immer Schüler sind.

Vielleicht sollte der Schwanz mal aufhören, mit dem Hund zu wedeln.

Leseratte
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Bei uns sind die Schulbusse in den regulären Busfahrplan eingegliedert und daher nicht mal eben von einem Tag auf den anderen umzuplanen.

Mom73
1 Monat zuvor

Das klingt jetzt vlt. etwas böse.
Aber seit wann spricht man von der „Verrohung der Gesellschaft“?
Selbstverwirklichung statt den Blick auf das gesellschaftliche Gemeinwohl. Mich beschleicht langsam das Gefühl, dass die taglange Betreuung in den Schulen dazu dienen sollen, diesen Prozess etwas aufzuhalten und den Familien ( zu recht oder zu unrecht) diese Wertevermittlung nicht mehr zugetraut wird.
Nur ein Gedanke….

Lehrer_X
1 Monat zuvor

Einer der wertfreiesten Artikel, die ich in den letzten Monaten hier gelesen habe. Ruhig und unaufgeregt. Find ich gut.

Stromdoktor
1 Monat zuvor
Antwortet  Lehrer_X

Insbesondere die letzte Zeile ist mir aufgefallen. 😉

dickebank
1 Monat zuvor

Die Überschrift verwirrt.

Ist es nicht sexistisch, wenn die in der Mehrzahl weiblichen Lehrkräfte aka Lehrerinnen den SCHÜLERN immer seltener hitzefrei erteilen.

Und die SCHÜLERINNEN dürfen eher nach Hause?

Last edited 1 Monat zuvor by dickebank
Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Und was ist mit den Diversen? Müssen die wie die Schüler bei hitzefrei in der Schule bleiben oder dürfen die wie die Schülerinnen nach Hause? Und wer entscheidet das? Lehrerinnen, Lehrer oder diverse Lehrkräfte? Oder Schulleiter:innen, Ministerialbeamt:innen oder Politiker:innen (natürlich alle m/w/d)? Besteht hier nicht eine klassische Regelungslücke? Da bleibt wohl am Ende schwitzend im Klassenraum auf Anweisung zu warten.

ps: Darf man das offzielle Geschlecht von Schülern (m/w/d) als Lehrkraft eigentlich wissen, oder fällt das schon unter Datenschutz?

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Zum ps: Spielt keine Rolle, ändert sich eh wöchentlich. Das macht immer großen Spaß in den Umkleidekabinen beim Sport- und Schwimmunterricht sowie den Zimmern auf Klassenfahrten.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Das ist fall- und nicht geschlechtsabhängig. Die Diversität richtet sich dann nach den Möglichkeiten, früher in die Frei(h)zeit entlassen zu werden.
Apropos Datenschutz – natürlich darfst Du das offizielle Geschlecht der Schüler (m/w/d) wissen, Du darfst es nur nicht auf deinem privaten Rechner oder analogen Aufzeichnungen, die allen zugänglich sind, aufzeichnen.
SchILD ist übrigens der Zeit hinterher, die kennen als Auswahlfeld nur m und w. Da muss mal einer gerichtlich gegen vorgehen, ansonsten weigere ich mich, die Schülerindividual- und Leistungsdaten damit zu verwalten. Ebenso vorsintflutlich ist der Teil B des Klassenbuches, die vertraulichen Listen, da gibt es auch nur zwei Vornamensspalten, die erste für männliche und die zweite für weibliche:)

Last edited 1 Monat zuvor by dickebank
Andre Hoger
1 Monat zuvor

Ein neues Aufregerthema. Dabei ist die Zeit zwischen Pfingst- und Sommerferien für das Soziale Lernen am besten. Viele Möglichkeiten aber wie ich hier lese wenig Lust dazu.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hoger

jetzt weiß ich warum NRW asozial ist. Wer keine Pfingstferien vor den Sommerferien hat, kann auch keine sozialen Kompetenzen erlernen. das Soziale lernen muss wegen der fehlenden Pfingstferien ausfallen:)

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hoger

Häh??… , wieso ist gerade dieses „Zeitfenster“ besonders geeignet für soziales Lernen…ich dachte soziales Lernen findet immer statt…egal, ob es draußen wärmer wird oder es knackig kalt ist??

Ich frag nur mal so…mal schauen, was der Urheber des obigen Kommentars erläuternd dazu schreibt, dessen NickName meinem verdächtig ähnelt.

Andre Hoger
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

Klar, soziales Lernen ist eigentlich immer, nur nicht in Corona. Klassen abgeschottet, Abstand usw. hat es schwer bis unmöglich gemacht. Jetzt jahrgangsübergreifend Projekte, Aktionen, Ausflüge, Party. Zeit nutzen, der Herbst lässt nichts gutes erahnen (wenn man die Forderungen hier so liest, ob die kommen wird man sehen)

Andre Hog
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hoger

Alles klar, deine undifferenzierte Einlassung zu meiner Klärungsbitte und die quadratgeschlagenen Hinweise auf Corona usw. zeigen, dass es nicht zum Thema ist, was du anfügst, sondern lediglich dazu dient, ein bisschen Dampf ins Forum zu blasen.

Im gesamten letzten Schuljahr hat es keine abgeschotteten Klassen oder die von dir angeführten Abstände in den Schulen gegeben, die ich kenne. (Und das sind durch eine gute Vernetzung wirklich ne Menge)

Soziales Lernen findet auch dann statt, wenn die SuS sich nicht gegenseitig auf dem Schoß sitzen….v.a. geht es hier beim Thema Hitzefrei um das Phänomen der mangelnden Fürsorge seitens der Institution Schule ggü den LuL und v.a. den SuS.
Das ist es, was die meisten KommentatorInnen hier antreibt und für die Fülle an Einlassungen sorgt.

Btw: „Sei ein Einhorn!!“ 😉

Last edited 1 Monat zuvor by Andre Hog
Andre H.
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hog

1. An meiner Schule gab es abgeschottete Klassen zur Genüge.
2. Wo gibt es mangelnde Fürsorge? Ich bemerke keine. Was ich bemerke, ist das es LuL gibt, die keine Lust haben. Allerdings bei uns nicht, wir haben ein richtig gutes Kollegium, sehr engagiert und das Gegenteil der Kommentatoren hier.
3. Mit Abstand und ohne Gefühle ablesen zu können ist Soziales Lernen sehr schwer. Wenn das bei Ihnen nicht ist, geben Sie uns doch eine kleine Kostprobe und erzählen, wie Sie das machen?
4. Einhorn? Keine Ahnung, ist das hier ein news4teachers interner Joke?