Realschule zur Gesamtschule machen? Schulleiterin meint: „Ein Vergehen an den Kindern“

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DORTMUND. In Dortmund soll eine Realschule in eine Gesamtschule umgewandelt werden, weil die Nachfrage nach Gesamtschul-Plätzen das Angebot in der Stadt seit Jahren überschreitet. „Die Bildungsmissstände in manchen Ländern werden noch verschärft, indem man Realschulen zugunsten von Gemeinschaftsschulen auflöst. Der Vorwand, dadurch soziale Unterschiede auszugleichen, ist so hanebüchen wie arrogant“, sagt Waltraud Eder, selbst Realschul-Leiterin – und Bundesvorsitzende der Bundesinitiative Differenziertes Schulwesen.

„Einheitsschulen sind keine Lösung“: Waltraud Eder. Foto: privat

Aus der Johann-Gutenberg-Realschule in Dortmund-Wellinghofen soll eine Gesamtschule werden: Wenn es nach den Plänen der Stadtverwaltung geht, soll die neue Schule im Schuljahr 2023/2024 ihren Betrieb aufnehmen. Zuvor muss allerdings noch der Stadtrat entscheiden. Auch die zuständige Bezirksregierung Arnsberg muss zustimmen.

Damit die neue Gesamtschule an den Start gehen kann, soll die bisherige Realschule in ihrer aktuellen Form zum Ende des Schuljahres im Juni des nächsten Jahres aufgelöst werden. Die Schüler und Schülerinnen dürfen natürlich bleiben, bis sie mit der Schule fertig seien, versichert die Verwaltung. Ihre Begründung für das Vorhaben: Gesamtschulen würden immer beliebter. In den letzten Jahren hätten jährlich rund 100 Kinder abgewiesen werden müssen, weil Plätze an Gesamtschulen fehlten.

Trotzdem regt sich Widerstand – und zwar grundsätzlicher Natur. Waltraud Eder, die auch Vorstandsmitglied des Deutschen Realschullehrerverbandes (VDR) ist, findet es nach eigenem Bekunden schier unerträglich, dass „hervorragende Realschulen geopfert werden, um Bildungsideologen freie Hand zu lassen“.

„Was in Bundesländern, in denen das Schulsystem mit differenzierten Schularten aufgelöst wurde, passiert ist, ist schier unerträglich“

Die Realschulen leisteten ausgezeichnete Arbeit. „Dass Eltern mit ihren Kindern an die Gemeinschaftsschulen strömen, liegt in Nordrhein-Westfalen in erster Linie an der Tatsache, dass viele Gemeinschaftsschulen ihre Türen zur Anmeldung früher öffnen dürfen als Schulen der reinen Schularten. Welche Möglichkeit einer guten Bildung hätten denn die Eltern sonst, als der Gleichmacherei zu folgen?“, möchte Eder wissen. Durch die Abschaffung von Schularten wären die Eltern noch mehr gezwungen, auf Einheitsschulsysteme auszuweichen, um überhaupt einen Schulplatz für ihr Kind zu sichern.

Welche Folgen diese Zusammenlegungen haben, könne man in anderen Bundesländern beobachten – und damit einen Verfall von Qualität, besonders in den Abschlüssen, vorhersagen. „Was in Bundesländern, in denen das Schulsystem mit differenzierten Schularten aufgelöst wurde, passiert ist, ist schier unerträglich. Ein Vergehen an den Kindern!“, meint die Vorsitzende des Interessenverbands.

Zudem kämen immer mehr Länder auf die vermeintlich gute Idee, die Lehrerausbildung zu vereinheitlichen, so wie Hamburg es gerade plant. Lehrkräfte, die ohne große Fachlichkeit und Sachwissen auf allen Niveaustufen unterrichten sollen, könnten höchstens als Lückenfüller an Schulen mit Lehrermangel arbeiten. Es brauche jedoch hoch qualifizierte und differenziert ausgebildete Lehrkräfte, so Eder. „Was wir brauchen, ist ein Bildungssystem, das wieder auf Leistung und Qualität setzen darf und dabei die Talente der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt und sie bestmöglich fördert und auch fordert!“, meint Waltraud Eder.

Was für sie zunächst mal bedeutet: die Johann-Gutenberg-Realschule als solche zu erhalten. News4teachers

„Es ist unsäglich, wie auf die Gemeinschaftsschule eingedroschen wird“: GEW vs. Philologen

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Ron
1 Monat zuvor

Es ist einfach nur noch erbärmlich, wie Ideologie sich in bewährte Strukturen frisst und diese zerstört. Vor Jahren bin ich noch davon ausgegangen, dass der Misserfolg von falschen Reformen zur Umkehr oder Korrektur führt. Dies ist aber leider nicht so. Die falsche Medizin wird stattdessen in ihrer Dosis einfach immer weiter erhöht, Alternativen weggebissen. Das neue Faktische brennt sich in die Gesellschaft. Schon jetzt kommt eine Lehrergeneration an die Schulen und schicken junge Eltern ihre Kinder selber in staatliche Einrichtungen, die selber bereits nichts anderes mehr als Vergemeinschaftung, Gleichschritt und Gleichmacherei erlebt haben, denen der Blick auf Alternativen nie ermöglicht wurde, weil sie unter dem Narrativ von angeblicher Alternativlosigkeit und dem Kampfbegriff der Chancengleichheit durchsoziologisiert wurden.

Schattenläufer
1 Monat zuvor
Antwortet  Ron

Gut erkannt!
Falsche Entscheidungen im Bildungswesen können oft einfach nicht falsch sein, weil die glorreichen 16 einfach unfehlbar sind und NIE irren.
Auch der größte Mist wird, egal wie hoch der Schaden ist, gnadenlos bis zum Ende durch gezogen.

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Schattenläufer

@Schattenläufer

„Auch der größte Mist wird, egal wie hoch der Schaden ist, gnadenlos bis zum Ende durch gezogen.“

Und spätestens hier (und beim Stichwort „der größte Mist“) stellt sich folgende Frage:
Ist diese Realschule über einen Zeitraum von … sagen wir mal … 5 oder 6 Jahren (egal, wie man das rechnet, Corona als Faktor fällt raus) eine erfolgreiche Schule gewesen?
Zum Thema Erfolg darf man sich getrost mehr Fragen stellen und sicher auch Antworten finden (wollen!), als nur die reinen Anmeldezahlen in den 5er-Jahrgängen aufzulisten, denn wie dem Artikel zu entnehmen ist:
„Dass Eltern mit ihren Kindern an die Gemeinschaftsschulen strömen, liegt in Nordrhein-Westfalen in erster Linie an der Tatsache, dass viele Gemeinschaftsschulen ihre Türen zur Anmeldung früher öffnen dürfen als Schulen der reinen Schularten. …“

So stellen sich z.B. auch die Fragen:

  • Wie gut sind Angebote, die für eine Vernetzung von dieser Schule zu ihrem Einzugsgebiet sorgen? (z.B. über Zusammenarbeit mit ortsansässigen Betrieben, was i.d.R. erheblich besser funktioniert als reine BWO-Theorie! … BWO = Berufswahlorientierung, Pflicht für alle SuS ab Klasse 8 mit wechselnden Angeboten)
  • „echte“ Mitbestimmung der SuS vor Ort, z.B. bei Projekten (Aufschluss geben die Ergebnisse), also „echte“ Demokratie vs. reines Ausfüllen von Arbeitsblättern zum Thema Demokratie
  • Thema Nachhaltigkeit (gerne in Verbindung mit dem letztgenannten Punkt): Wenn SuS ihr Umfeld (Schulhof, Auswahl und ggf. Verwaltung, Reparatur und Ausgabe von Spielgeräten für die großen Pausen, …) mitgestalten können, wird es in der Regel auch „pfleglicher“ behandelt

Aaaaaber: In diesem Fall kann man nicht „nach Aktenlage“ entscheiden!
ZACK!!!
Und raus seid ihr …?!

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Pit2020

Ja, total spannende Fragen. Melden Sie sich doch, wenn Sie Antworten gefunden haben.

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

@Lera

Sie überschätzen mich. Ich habe nicht die Möglichkeit, diese Antworten finden zu können. Das ist wohl etwas für ein paar „Etagen“ höher, da wo die nachhaltigen Entscheidungen getroffen werden. 😉

Bernie
1 Monat zuvor
Antwortet  Pit2020

Mir erschließt sich nicht ganz die Intention des Kommentars.
Soll der Schluss nun heißen, dass Sie der Realschule entsprechend aufgezählte Punkte absprechen?

Pit2020
1 Monat zuvor
Antwortet  Bernie

@Bernie

Nein.
Das haben Sie falsch verstanden/interpretiert.

Carsten60
1 Monat zuvor

Wir leben doch im Zeitalter der empirischen Tests. Da müsste man doch mal nachsehen können, ob in den Gegenden mit besonders vielen Gesamtschulen (egal wie sie heißen; Bremen und Berlin gehören dazu mit ihren Oberschulen und ISS) diese Tests wenigstes eine positive Tendenz anzeigen. Umgekehrt müsste man nachsehen, welche Auswirkungen die Abwesenheit von Gesamtschulen hat (z.B. in Bayern). Man kann doch solche Fragen nicht mit einer Art von religiösen Dogmen entscheiden („Roma locuta, causa finita“), sondern man muss die vorhandenen empirischen Ergebnisse auswerten. Davon gibt es jede Menge.
Ich habe den Verdacht, dass die Gesamtschulbefürworter Finnland nur so lange ins Schaufenster gestellt haben wie Finnland bei PISA glänzte. Das ist in letzter Zeit nicht mehr der Fall, die Migranten in Finnland haben 2018 schlecht abgeschnitten. Aber das System hatte man doch nicht geändert.

Schattenläufer
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Man hinterfragt in der Politik freiwillig keine Dinge von denen man im Voraus weis, dass man das Ergebnis gar nicht wissen will!

Lehrerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Schattenläufer

In BW hat sich bei den VERA8-Ergebnissen eindeutig gezeigt, dass die GMS-Schüler flächendeckend schlechter abschneiden als Schüler desselben Niveaus (!) an Schulen des differenzierten Schulwesens. Nun steht ja im Koalitionsvertrag, dass datengestützte Schulentwicklung verpflichtend ist – aber diese Daten will das KM einfach nicht zur Kenntnis nehmen! Sonst müsste man die ganze schöne Ideologie wegwerfen und die passgenauen Schullaufbahnen wieder besser unterstützen! Was politisch nicht erwünscht ist, darauf reagiert man eben einfach nicht, da passiert keine Veränderung oder Weiterentwicklung…. Die Kinder sind die Leidtragenden, interessiert aber keinen im LÄND!
Diese ideologische Engstirnigkeit ist zum K….!

Rhauda
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Es gibt eine schon ältere Studie von Fend, die belegt dass die Gesamtschulen trotz im Schnitt schlechterer Leistungen der SuS das Versprechen, Bildungsungerechtigkeit zu nivelliren, nicht einlöst. Und zwar schaute er sich an, wo die SuS im Alter von 25-30 gelandet waren. Köller und Baumert wiesen nach, dass SuS gleicher kognitiver Fähigkeiten in Mathematik an der Gesamtschule weit zurücklagen. Diese Studien sind aber nie wirklich bekannt geworden. Vielleicht passten sie nicht in die politische Landwirtschaft? Seitdem traut sich kaum noch jemand ran. Wer von welcher Schulform wie erfolgreich ein Studium absolviert? Empirik Fehlanzeige. Angeblich gibt es Datenschutzbedenken bei der Abfrage an Universitäten. Mittlerweile wurden die Gesamtschulsysteme in vielen BL gegenüber den Realschulen und Hauptschulen ressourcenmäßig jedoch gepampert. Ich wünschte mir oft die sächliche und personelle Ausstattung einer IGS an unserer RS.

Gerd Möller
1 Monat zuvor
Antwortet  Rhauda

@ Rhauda:
Sie zitieren die Fend-Studien nur sehr selektiv.
Die Life- Studie von Fend untersucht in Fortführung der Längsschnittstudie zur „Entwicklung im Jugendalter“ (1979 bis 1983) die psychosoziale Entwicklung von 1500 Personen vom 12. bis ins 35. Lebensjahr im Großraum Frankfurt und zwei Nachbarkreisen.

Die darin berichteten Erkenntnisse sind nicht neu: Das Elternhaus beeinflusst entscheidend Bildungserfolg und Berufswahl junger Menschen, und hessische Gesamtschulen sind hier kein Allheilmittel für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Sie berichten aber nicht, Rhauda, dass während der Schulzeit die untersuchten Gesamtschulen sich aber günstig für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit auswirken, aber bei den Übergangsentscheidungen (gymnasiale Oberstufe oder Berufsausbildung) setzt sich auch bei Gesamtschüler/innen die soziale Herkunft durch.

Insgesamt zeigen die Untersuchungen laut Fend: „Die Chancen eines Arbeiterkindes, einen Hochschulabschluss zu erreichen, stehen im Vergleich zu einem Kind aus den Bildungsschichten eins zu zwölf.“

Diese Ergebnisse lassen m.E. nur eine vernünftige Schlussfolgerung zu: Die Förderung benachteiligter Kinder und die Bildungswerbung im Elternhaus müssen erheblich verstärkt werden nach dem Motto „Den besten Schulabschluss auch für dein Kind.“ Und beides hat die besten Aussichten auf Erfolg, wenn Kinder frühzeitig gefördert und nicht bereits im Alter von zehn Jahren auf unterschiedliche Schulformen sortiert, sondern stattdessen individuell gefördert werden.

Prof. Fend weist u.a. ausdrücklich darauf hin, dass er durchaus eine „sinnvolle Alternative“ zum selektiven Schulsystem darin sieht, in der Sekundarstufe I „alle Angebote in einer Schule zu konzentrieren und hier intern pädagogische Ansätze auszuprobieren“.
Zudem zeigen die Ergebnisse nach Fend auch: „Familien der Bildungsschichten müssen nicht befürchten, bei Gesamtschulen die Bildungsziele für ihre Kinder weniger realisieren zu können“.

Cuibono
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Ich bin absolut bei Ihnen mit „den besten Schulabschluss auch für DEIN Kind.“

Hier liegt mMn des Pudels Kern: immer wieder wird (mit großem Beklagen) festgestellt: ungleiche Bildungsverläufe hängen mit dem Elternhaus zusammen.
Ja, verdammt nochmal – natürlich tut sie das.
Wenn ein Kind nicht in einer liebevollen, fördernden und fordernden Umgebung aufwächst, dann sind Lern- und Verhaltensprobleme doch eine natürliche Folge. Viel erstaunlicher ist es doch, wenn das (selten) nicht vorkommt.
Diese Basis kann doch kein „System“ nivellieren.
Wenn ich in einer unglücklichen Partnerschaft stecke und es mir richtig schlecht geht, kann ich am Arbeitsplatz auch nicht der netteste Kollege sein und richtig gute Leistung bringen. Da nützen .mir der beste Chef und ein paar nette Kollegen gar nichts.

Merkwürdigerweise will das bei Kindern keiner sehen. Wie empathielos sind wir denn geworden?

Kein System kann ein liebevolles Elternhaus ersetzen. Die Jugendämter und -hilfsdienste sind überlastet.
Und dann ist die grandiose Idee: Elternhaus und Jugendhilfeeinrichtungen kriegen es nicht hin, aber hey: da ziehen dann die „starken“ Schüler (wer genau ist ein starker Schüler? Derjenige, der unauffällig ist?) die „Schwächen“ mit.
Genial – ein Kind, das von zu Hause ordentlich sozialisiert ist, bekommt jetzt die Aufgaben, wobei Elternhaus und Jugendhilfeeinrichtungen versagt haben.
Ist dafür übrigens ein Mengenverhältnis vorgesehen? Reichen 5 „starke“ zu 18 „Schwächen“ SchülerInnen? Oder gar ein „Starker“? Und der zieht dann alle hoch?
Wer denkt sich sowas aus?
Und: wer glaubt das?

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Cuibono

Das sollen zumindest die Parteigenossen glauben, denn es steht immer in den Wahlprogrammen. Wer das da reinschreibt? Vermutlich parteinahe Bildungs-wissenschaftler. Oder GEW-Funktionäre. Oder sowas wird einfach von Parteitagen beschlossen. Eine Mehrheit muss in allen Sachfragen Recht haben. Aber das gesamte Volk darf darüber nicht abstimmen. 🙂

Gerd Möller
1 Monat zuvor
Antwortet  Rhauda

@ Rhauda;
Köller und Baumert wiesen nach, dass SuS gleicher kognitiver Fähigkeiten in Mathematik an der Gesamtschule weit zurücklagen.“

Auf welche Studie beziehen Sie sich da? Würde gerne dazu Stellung nehmen, benötige aber den empirischen Bezug (Quelle).

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Das war ein Ergebnis der BIJU-Studie, müssten Sie doch wissen. Es gibt einen Artikel von Baumert und Köller, in dem das erwähnt wird. Da gibt’s die berühmte Grafik mit den Lernfortschritten (nach Kontrolle der sozialen Herkunft!), wo die Realschulen besser sind als die Gesamtschulen, und die letzteren nur geringfügig besser als die Hauptschulen:
https://www.fachportal-paedagogik.de/literatur/vollanzeige.html?FId=464198

Gerd Möller
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

@ Carsten60:
wo die Realschulen besser sind als die Gesamtschulen, und die letzteren nur geringfügig besser als die Hauptschulen“.
So einfach sind die Ergebnisse der BIJU-Studie nicht zu interpretieren, wie Sie das hier tun.
Ich habe mich 2007 mit meinem Kollegen Gerhard Orth intensiv mit dieser und anderer Studien bezüglich der Dimensionen „Leistung“ und „Chancengleichheit“ auseinander gesetzt:
(17) (PDF) Empirische Befunde zur Schulstrukturfrage in der Sekundarstufe I – Teil 2 – Welche (bildungs-)politischen Optionen lassen sich aus den Befunden ableiten? (researchgate.net)

Unser damaliges Fazit, das ich auch heute noch ziehe, lautete:

„Auch Schulsysteme ohne eine formelle Schulformgliederung – wenn auch mit bestimmten Formen der internen Leistungsdifferenzierung – können, müssen aber nicht erfolgreich sein, wie der internationale PISA-Vergleich mit positiven Ergebnissen solcher Schulsysteme im Hinblick auf die Kriterien »Leistung« und »soziale Gerechtigkeit« zeigt. In der Konsequenz bestehen also die politischen Optionen in der Alternative a) eines einheitlichen Schulsystem, wie es das Modell der Gemeinschaftsschule vorschlägt, und b) eines zweigliedrigen Schulsystems, wie es bereits in einer Reihe von Bundesländern realisiert ist.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Sie können das ja anders sehen. Tatsache ist, dass Baumert und Köller 1998 festgestellt haben, dass die Realschüler (bei sonst gleichen Voraussetzungen) in Mathematik deutlich größere Lernzuwächse erzielt haben als die Gesamtschüler. War das nicht überhaupt in NRW? Und genau nach Baumert und Köller hatten Sie gefragt.

Die windelweiche Formulierung „integrative Schulsysteme können — müssen aber nicht — erfolgreich sein“ kann ich nicht mehr hören. Harte empirische Tatsachen bitte, auch zu den Bundesländern !! NRW schwach, Bayern gut, nicht wahr? Auch gegliederte Schulsysteme KÖNNEN erfolgreich sein.

Die allermeisten Länder bei PISA haben einheitliche Systeme und haben schlecht abgeschnitten. Das könnte Ihnen und Ihren Freunden so passen, sich nach jeder PISA-Studie immer aufs neue einen der „Sieger“ rauszupicken, immer einen anderen, wie beim Märchen vom Hasen und Igel. Was ist mit dem hochgelobten Schweden? Was ist mit Norwegen? Auch Finnland schwächelt deutlich. Und kommen Sie bloß nicht mit Kanada. Dort hat man gänzlich andere Einwanderungsregeln als hier, die Zuwanderer sind handverlesen.
Mit Deutschland vergleichbar sind F und GB, und die sind kein positives Vorbild trotz Ganztagsschule.

Birkenstock
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Ja damals … da gab es auch noch keine Sekundarschule, die heutige Realschule 2.0.

dickebank
29 Tage zuvor
Antwortet  Birkenstock

Tja, nur warum wurden denn die Realschulen und Realgymnasien überhaupt gegründet, um eine Alternative zu den (rein humanistischen) Gymnasien zu bieten? So viele Ärzte, Thelogen, Philosophen und Juristen brauchte vermutlich niemand zu Beginn der Industrialisierung.

dickebank
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Der Begriff „Realien“ ist definitionsgemäß bekannt?

Lehrerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Rhauda

Das wäre mal eine wichtige und hilfreiche Studie, die die Fälle von Studienabbruch mit dem vorherigen schulischen Bildungsweg zusammen abfragt und herausfindet, ob es da Zusammenhänge gibt. Da traute sich bisher keiner dran, vor lauter political correctness, aber für alle Seiten wären solche Erkenntnisse sehr nützlich.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Lehrerin

Sowas gibt es, Studie von Ulrich Heublein am HIS („Studienabbruch — Umfang und Motive“). Jetzt heißt das DZHW:
https://www.dzhw.eu

Rhauda
1 Monat zuvor
Antwortet  Rhauda

‚Autokorrekt am Handy hat zugeschlagen. Es muss natürlich nicht „politische Landwirtschaft“ heißen! :))

Heike
1 Monat zuvor

Mir ist einfach nur schleierhaft, wie man überhaupt jemals auf die Idee kommen konnte, Gesamtschulen (Gemeinschaftsschulen) seien gut für die Kinder und sorgten für mehr Bildungsgerechtigkeit.
Beides ist nicht der Fall und seit vielen Jahren bekannt. Trotzdem wird dieser unselige Weg weiter beschritten und ausgebaut.
Sozialistische Moralvorstellungen scheinen Vernunft und Verstand allmählich zu ersticken und unser einstmals gut funktionierendes Bildungssystem bedenkenlos in Trümmer zu legen.

Schattenläufer
1 Monat zuvor
Antwortet  Heike

Das klang so verlockend, als ein Professor das Konzept, wahrscheinlich ohne in den letzten 30 Jahren Kontakt zu echten SuS in echten Schulen zu haben, als Forschungsergebnis publiziert hat.

Das klingt aber prima! Keine Kosten, Gerechtigkeit durch Gleichheit für alle. Das machen wir!

Last edited 1 Monat zuvor by Schattenläufer
Schattenläufer
1 Monat zuvor
Antwortet  Heike

Klingt doch plausibel mit der Gerechtigkeit durch Gleichheit.
Schwache SuS werden bestimmt extrem gute SuS wenn sie nur mit den wirklich leistungsstarken SuS in einer Klasse sind.

Machen Sie ruhig mal den Selbstversuch.

Einfach heute Abend 10 Kartoffeln zu 10 Spargel in den dunklen Keller legen. Mit einem feuchten Tuch abdecken. Hokus, Pokus, Fidibus sagen und bis morgen früh warten. Tuch weg. Alles Spargel.
Pädagogik kann so einfach sein.

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  Heike

Ich finde es eher bedenklich, Kinder nach 4 Schuljahren schon in Bildungskarrieren vorzusortieren. Da Sie „Sozialismus“ hier einwerfen: in der DDR war das grundsätzliche Bildungssystem deutlich besser. Alle blieben ab der 1. Klasse zusammen, man konnte nach der 8. abgehen(entsp. Hauptschule), die große Masse hat den Abschluss der 10. gemacht (entsp. Realschule) und einige wechselten danach auf eine Erweiterte Oberschule, um nach 2 weiteren Jahren das Abitur zu haben.

Roxanne
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Genauso finde ich es auch! Die Jungs werden in dieses vorsortierte System benachteiligt. Die Entwicklung der Jungen dauert länger sowieso, deswegen alle Kindern sollten in ein 1 bis 8 te Klasse Schule gelehrt und danach in verschiedenen Schulsystems sortiert!

ein Vater
1 Monat zuvor
Antwortet  Roxanne

Ich teile Ihre Meinung, dass Jungs in ihrer Wesensart durch unser Schulsystem benachteiligt sind.
Dass man ihnen ausgerechnet durch die Verlängerung des gemeinsamen Lernens gerechter wird, glaube ich allerdings nicht. Da gibt es sicher bessere Lösungen.

Warum fällt denn erst heute auf, dass Jungs benachteiligt sind, und nicht schon vor 40 Jahren? Früher galten eher Mädchen als benachteiligt.

Heike
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Ich halte es im Gegensatz zu Ihnen, Marie, für bedenklich, Kinder verschiedenster Begabung und Lernbereitschaft so lange gemeinsam zu unterrichten.
Ob das DDR-Bildungssystem, wie Sie es beschreiben, besser war, ist eine Sache des Glaubens, und hier unterscheiden wir uns offensichtlich.

Man müsste die DDR-Schulen mit den westlichen Schulen von vor über 30 Jahren vergleichen, denn da existierten noch beide unterschiedlichen Systeme nebeneinander und wären in den Schülerleistungen vergleichbar gewesen. Ein solcher Vergleichstest hat aber nie stattgefunden. Deswegen kursieren heute ausschließlich Glaubensbekenntnisse statt Tatsachenberichte.

Sie vergleichen Äpfel mit Birnen, wenn Sie unser heutiges Bildungssystem mit seiner seit 30 Jahren abwärts-reformierten Leistungsfähigkeit zum Vergleich mit den DDR-Schulen von damals heranziehen.

Ich behaupte: Nach der Wiedervereinigung 1990 hat sich das westliche Schulsystem weit mehr Ihrem gelobten DDR-System angepasst als umgekehrt. Auch im Westen entstanden zunehmend Gesamtschulen mit viel längerem gemeinsamen Unterricht und viel späterer Trennung nach Leistungsfähigkeit.
Ob das so gut war, wird heute jedoch bezweifelt angesichts des zunehmenden gesamtdeutschen Schulversagens. Sozialismus tut keinem System gut, egal, ob in der Wirtschaft oder Bildung. Nur in der schönen Theorie und dem Traum von allseitiger Gleichheit und Gerechtigkeit führt Sozialismus ins Paradies. In der Realität sieht die Sache dann leider ganz anders aus.

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Heike

Der Vergleich hat stattgefunden. Die DDR-Schüler kurz nach der Wende waren den westdeutschen Schülern deutlich überlegen. Die Quelle finde ich aber gerade nicht.

Heike
1 Monat zuvor
Antwortet  Georg

Schade, die Quelle wäre mir wichtig.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass mir direkt nach der Wende zwei Schüler aus der DDR für meine 3. GS-Klasse angekündigt wurden. Ich freute mich auf sie, denn auch ich hatte per Hörensagen vernommen, dass Kinder aus Ostdeutschland gute Schüler seien.
Umso erstaunter und enttäuschter war ich, als die Tatsachen dann nicht den Erwartungen entsprachen. Positiv war allerdings, dass die beiden Jungs ausgesprochen brav und in dieser Hinsicht „pflegeleicht“ waren.

Aus Interesse fragte ich dann drei weitere Koleginnen, die kurz nach mir ebenfalls Kinder aus der Ex-DDR in ihre Klassen bekamen. Sie machten ähnliche Erfahrungen. Ein Mädchen entsprach allerdings dem Hörensagen.

Ich weiß nur, dass damals dieses Gerücht von den überlegenen Leistungen ostdeutscher Schüler/innen die Runde machte. Von Vergleichstests ist mir nichts bekannt. Aus politischen Gründen kann ich sie mir auch kaum vorstellen.
Deswegen würde mich Ihre Quelle brennend interessieren.

Birkenstock
1 Monat zuvor
Antwortet  Georg

Luftnummer oder sucht er nach drei tagen immer noch?

ein Vater
1 Monat zuvor
Antwortet  Heike

Ihr Kommentar entspricht vollkommen meiner Ansicht, Heike!
Dazu ein geflügeltes Wort von Winston Churchill:

„Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleiche Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends.“

Cuibono
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Ach, und da hatten Sie Inklusionskindern und Kinder mit massiven Sprachproblemen in nennenswerter Zahl dabei?

Nein? Dann wären die Klassen ja doch einigermaßen homogen, oder?

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

„…. die große Masse hat den Abschluss der 10. gemacht und einige wechselten danach auf die Erweiterte Oberschule, um nach 2 weiteren Jahren das Abitur zu haben.“
Und das finden Sie gut? „Einige“, das waren 10-12 % eines Jahrgangs. Stellen Sie sich nur vor, was rot-rot-grün und die GEW zur Einführung dieses Systems sagen würden, wenn es dann auch noch „soziale Disparitäten“ dabei gäbe. Zeter und Mordio würde geschrien. Wir brauchen doch (angeblich) viel mehr Abiturienten.
Ich finde das System auch deshalb fragwürdig, weil die ersten 10 Jahre kaum das enthalten können, was an einem normalen Gymnasium nach Klasse 10 erreicht wird. Zu unterschiedlich sind die Lerngeschwindigkeiten. Die Realschule hat das früher auch nicht erreicht. Die letzten 2 Jahre (die wegen der Abiturprozedur netto nur 1,5 Jahre sind) können das nicht mehr rausreißen.
Und was halten Sie von den „Spezialschulen“ in der DDR, der „Kaderschmiede“ des Sozialismus? Sollen wir wieder Elitegymnasien einführen?

Nick
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Ach@Carsten60… Wir haben hier tatsächlich Eliteschulen (Salem etc.). Was glauben Sie, wer dort seine Kinder beschulen lässt und vor allem- warum???… Sie kennen doch selbst die niedrigen Anforderungen, die heute ein Schüler erfüllen muss, um auf einem Gymnasium von der Sek1 auf die Sek2 zu wechseln. In der ehemaligen DDR bedurfte es nach der 10. Klasse einen Gesamtnotenschnitt von x<1,5…

#Max43
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Sehen Sie sich doch mal die niedrigen Anforderungen von heute an, mit denen auf einem herkömmlichen Gymnasium von der 10. Klasse in die 11. Klasse wechseln darf. Sind da nicht sogar 5er Noten auf dem Zeugnis möglich?
Gehen Sie tatsächlich davon aus, dass jeder Gymnasiast für eine akademische Laufbahn geeignet ist? Wie schaut’s aus, doch lieber erstmal den geliebten eigenen Laden auf Vordermann bringen anstatt andere Schulformen zu verteufeln, welche ebenfalls die Möglichkeit bieten, ein Abitur zu erwerben?

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  #Max43

Der eigene Laden kann nur durch verschlankung auf Vordermann gebracht werden, sprich das schwächste Drittel raus und auf die anderen Schulformen. Dann Niveau hoch und G8 zurück oder Niveau sehr hoch und G9 lassen.

#Max43
1 Monat zuvor
Antwortet  Georg

Nein. Niveau sehr hoch und G8 lassen, dann passt es. Die Anforderungen für den Übertritt von der GS auf das Gymnasium erhöhen und ggf. anspruchsvolle Aufnahmetests können das Ganze abrunden. Dann wären auf den Gymnasien tatsächlich nur die Schüler, welche auch dorthin gehören. Das dürfte ein Bruchteil der aktuellen Schülerschaft sein.

Carsten60
26 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

@ Nick, Max43: Ich habe doch gar nicht die Ausweitung des Gymnasialanteils angepriesen, sondern nur gefragt, was denn wohl passieren würde, wenn man den auf das in der DDR übliche Maß stutzen würde. Zeter und Mordio würde geschrien, wie sozial ungerecht, Standesschule des 19. Jahrhunderts usw.
Wenn ich mal vorgeschlagen hatte, beim Übergang in die Oberstufe strenger zu verfahren, wurde mir gleich vorgehalten, die OECD würde von uns aber mehr Abiturienten verlangen. Außerdem wurden dann noch ein par „Nettigkeiten“ über mich gesagt mit den üblichen Negativ-Vokabeln.

Nick
26 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Ich habe an (künftige) Abiturienten höhere Erwartungen bzw. setze höhere Maßstäbe an diese Schüler. Jedoch spreche ich keinem Schülern anderer Schulformen als Gymnasien die Legitimation ab, ein Abitur erwerben zu dürfen. Das scheint mir bei Ihnen etwas anders rüberzukommen.

Carsten60
26 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Und welche „Standards“ sollen dann für den Übergang in die Oberstufe an Gesamtschulen/Sekundarschulen etc. gelten? Weichere als an den G8-Gymnasien? Ich fand es meinerseits verwirrend, dass Sie von „Schülern, welche auch dorthin [auf Gymnasien] gehören“ sprachen. Genau das ist doch ein politischer Zankapfel.
Wenn Sie strenge Kriterien haben, dann sprechen Sie logischerweise denen, die die Kriterien nicht erfüllen, irgendwas ab. Das ist unvermeidlich.
Übrigens gibt’s ein Abitur mit AHR auch an beruflichen Gymnasien, und die besucht man üblicherweise nach einem MSA, der auch an einer Realschule erworben sein kann. Aber sollen die dieselben strengen Standards mit Notendurchschnitt x<1,5 anwenden, die Sie für Gymnasiasten vorgeschlagen haben? Irgendwas scheint mir da nicht stimmig zu sein.

Nick
26 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Für alle gelten dieselben Maßstäbe. Das gebietet der Gleichheitsgrundsatz. Ihre Frage erübrigt sich. Nicht jede Gesamtschule muss eine Oberstufe besitzen, aber auch nicht jeder Schüler gehört auf sein Gymnasium. Aber auch das wissen Sie selbst.
Auf Gymnasien genügt ein Gesamtnotenschnitt von 4,x (!!!) für den Übertritt zur Sek2? Sind da nicht auch 5er Noten auf dem Zeugnis möglich? (!!!)… In der ehemaligen DDR bedeutete eine 5 auf dem Zeugnis die Nichtversetzung… Machen Sie sich doch mal schlau darüber, was ein Gesamtschüler aktuell für einen Gesamtnotenschnit mindestens erbringen muss, um für das Abitur auf die die Sek2 der Oberstufe wechseln zu dürfen.
Ich bleibe bei meiner Auffassung, dass aktuell nur ein Bruchteil der Schuelerschaft auf ihre Gymnasien gehört. Und ein Gymnasium ist nur mit G8 ein solches. Klappt übrigens auf den Gymnasien der neuen Bundesländern seit der Wiedervereinigung prima (mit G8).

dickebank
25 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Dann stehen Sie aber im Widerspruch zur APO-SI, wenn Sie in NRW unterrichten.

Der unterschied zwischen dem Gymnasiasten (m/w/d) und einem Gesamtschüler (m/w/d) ist doch, dass der Gymnasiast mit ausreichenden Noten (Vieren) in allen Fächern in die GOSt versetzt wird, während ein Gesamtschüler mit diesen Noten nicht einmal den mittleren Schulabschluss erreicht und deshalb einen erweiterten Hauptschulabschluss erhält, selbst wenn er drei E-Kurse belegt hatte.

Nick
25 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ich unterrichte nicht in NRW. Ihren Ausführungen entnehme ich, dass in Gymnasien die Anforderungen für die dortigen Schüler nicht so hoch sein müssen, um auf die Sek2 zu wechseln. Die Mindestnote 4 in allen Fächern ist eher unterirdisch. Und@Carsten60, mit den Mindestnoten von „Ausreichend“ begründen Sie tatsächlich die Studierfaehigkeit von Gymnasiasten? Dafür eignet sich noch nicht mal ein „Befriedigend“.

Thorsten Muschinski
1 Monat zuvor

Was für ein krasser Artikel, was für unfassbare Aussagen……
Ich darf mich aktuell Vorsitzender im Landeselternbeirat der GEMEINSCHAFTSSCHULEN in S-H nennen und wir Eltern stehen zu 100% hinter dieser Schulform!
Leider erfahren wir auch immer wieder, dass es gerade die Lehrkräfte sind, die sich neuen Wegen verschließen, da sie damit ihre eingelaufenen Pfade verlassen müssten.
Die Gemeinschaftsschulen bieten den SuS enorme Möglichkeiten und das alles in EINER Schule. Kein „Abschulen“, nicht die Ängste das Niveau der jeweiligen (Real/Haupt/etc) Schule nicht erbringen zu können.
Das alles funktioniert jedoch ausschließlich dann, wenn sich auch die LK daran anpassen und natürlich die Ausbildung entsprechend ist.
Das hier eine Sache derart „verteufelt“ wird, ist kaum nachvollziehbar und erweckt eher den Eindruck, dass fehlendes Wissen über diese Schulform ausschlaggebend ist. Das ist schade und wird der Sache nicht gerecht!!

Konfutse
1 Monat zuvor

Das alles funktioniert jedoch ausschließlich dann, wenn sich auch die LK daran anpassen (…)“.
Leider läuft das „Anpassen“ ein bisschen schräg, bedeutet: weniger Leistung bzw. mehr Nivellierung. Als ich vor 25 Jahren in NRW meinen Dienst an einer Gesamtschule antrat, musste ich vorher eine dreitägige Fortbildung absolvieren. Inhaltlich ging es damals fast indoktrinierend darum, dass wir als Lehrkräfte keine schlechtere Note als eine 4- geben sollten, damit die Gesamt-SuS dem Wettbewerb mit den „klassischen“ Schultypen standhalten können. Und so kam es dann auch: Als die ersten 5en gegeben wurden, musste ich bei der Schulleitung strammstehen. O-Ton: Eine 5 darf hier nicht gegeben werden.
Ebenso konnten SuS mit einem verheerenden Notenbild einfach nach Elternwillen versetzt werden. Dass dabei nicht viel rumkommt, ist doch klar. Wenn ich als Schüler keine Leistung erbringen muss, aber weiterkomme, dann lerne ich halt nichts. Ich weiß jetzt nicht, wie bei Ihnen in S-H die Strukturen einer GMS sind. Ja, da zähle ich zu den von Ihnen genannten Unwissenden.
Ich denke, dass es Schulformen gibt, die dem einen Kind guttun und dem anderen eben nicht. Es muss aber so sein, dass jedes Töpfchen sein Deckelchen finden muss und dass politisch nicht zugunsten einer Schulform entschieden wird.
Was aber im Moment in der Schullandschaft (zumindest in Baden-Württemberg) stattfindet ist, dass die GMS in Sachen Finanzierung und Klassengröße klar bevorzugt wird und dass andere Schularten klar niedergebügelt wurden zugunsten der GMS. Sie wurde als absolutes Allheilmittel für eine gute Bildung installiert. Die Vera-Ergebnisse sprechen da leider eine andere Sprache. Und wenn ich Prüfungsarbeiten gegenkorrigiere oder in mündlichen Prüfungen vorsitze, kann ich mir leider nur die Augen reiben und den Kopf schütteln. Also kann die GMS in ihrer Heterogenität nicht so super funktionieren, wie sie sollte. Und ich schätze, dass viele fähige Leute dort unterrichten.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Konfutse

Herr Möller: Was sagen Sie dazu, dass da in NRW keine 5 gegeben werden durfte? Wenn die anderen Schulformen die 5 auch abschaffen, dann haben die auch bessere Noten und sind somit erfolgreicher denn je !!! Aber natürlich bei gleichbleibendem Anspruchsniveau. 🙂

Gerd Möller
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

@ Konfutse/Carsten60:
Dieses Verbot von der Note 5 hat in NRW nie existiert. Völliger Quatsch! Die berichteten persönlichen „Erlebnisse“ von Konfutse kann ich nicht beurteilen, war ja nicht dabei.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Vorderbühne – Hinterbühne.

So etwas läuft ohne Gesetz oder Erlass.

Es gibt z. B. bestimmte Kennzahlen, die zu erreichen sind, weil sie politisch gewollt sind (Anteil der Wiederholer, Abbrecher etc.).

Kenntnis davon erlangt man letztlich nur durch Praxis im Feld.

Auch ich hatte schon solche „„Erlebnisse““ – als kleinen Service habe ich schon mal doppelte Anführungszeichen verwendet.

Da ging es darum, dass das Schulamt ab einer bestimmten Anzahl an Wiederholern dem Rektor deutlich zu verstehen gab, dass und um wieviel diese Zahl zu reduzieren ist – ungeachtet der pädagogischen Begründungen.

Aber ehrlich gesagt würde es mich sehr verwundern, wenn ein Mann von Welt noch so gar nichts von den Mechanismen der Macht mitbekommen haben sollte – selbst der „herrschaftsfreie Diskurs“ ist nicht frei davon, dass das Erreichen von Kennzahlen, insbesondere eingeworbene Drittmittel, über das persönliche Fortkommen entscheidet.

Und diese Kennzahlen stehen nicht im amtlichen Bekanntmachungsblatt.

So, Sie haben jetzt die Gelegenheit, das von ganz, ganz oben wahlweise als persönliche Anekdote oder Verschwörungstheorie abzutun.

Gerd Möller
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

@LERA:
Anekdotische Evidenz oder Verschwörungstheorie?
Kenntnis davon erlangt man letztlich nur durch Praxis im Feld.“
Ja, Praxis im Feld hatte ich auch (viel länger als im Ministerium). Solche „Erlebnisse“ wie Sie und Konfutse sie schildern, hatte ich allerdings nie, weder am Gymnasium noch an der Gesamtschule. Und im Bildungsministerium auch nicht, bei unterschiedlicher Parteien-Couleur.

Übrigens: Kennzahlen, wie Übertrittsquoten, Wiederholer, Abbrecher,… sollten jedes Kollegium interessieren, um die eigene pädagogische Arbeit zu reflektieren. Auch Vergleiche innerhalb des Jahrgangs und mit anderen Schulen können dabei nützlich sein. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass Kennzahlen vorgegeben werden und im Sinne von „5-Jahresplänen“ erbracht werden müssen.

Evaluation und Weiterentwicklung gehören nicht nur im Lehrerberuf zur Professionalität.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Wie Sie meinen Ausführungen leicht (hätten) entnehmen können, ging es mir nicht um selbstverständliche, pädagogische Ziele (möglichst wenige Kinder sollen wiederholen, der Notenschnitt soll sich verbessern etc.).

Auch ging es mir ganz und gar offensichtlich nicht darum, dass Kennzahlen rückblickend zur Evaluation oder als Orientierung für die künftige Schulentwicklung genutzt werden.

Es ging um informelle Kennzahlen, die zur informellen Steuerung genutzt werden, also pädagogisches Handeln (z.B. Noten) direkt beeinflussen.

Deren Existenz bestreiten Sie.

Das wiederum finde ich extrem erstaunlich, da man als Ministerialrat ja schon mitbekommen könnte, wie Politik so funktioniert und welche Macht Verwaltung hat, wie politische Karrieren funktionieren, zum Beispiel von der Schule ins Schulamt oder vom Schulamt ins Ministerium …

Nix gesehen, nix gehört, keine „Erlebnisse“ gehabt? Nie wurde ein Posten mit Günstlingen besetzt? Nie wurde versucht, politische Ziele mittels „Aktivierung“ persönlicher Ambitionen in der Verwaltung zu erreichen?

Ganz ehrlich: Glaube ich nicht.

PS: Ich stehe total auf diese Am-Thema-vorbei-Erklärbär-Attitüde.

Gerd Möller
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

@Lera:
Sorry, was heißt das denn: „Es ging um informelle Kennzahlen, die zur informellen Steuerung genutzt werden, also pädagogisches Handeln (z.B. Noten) direkt beeinflussen.

Wer stellt die denn auf und wer hält sich denn daran und warum?
Natürlich kenne ich auch Praktiken von Vitamin B und Karrieristen, die zum eigenen Vorteil auch ihre Gesinnung um 180 Grad umkehren.

Aber daraus verallgemeinernd abzuleiten: „..wie Politik so funktioniert und welche Macht Verwaltung hat, wie politische Karrieren funktionieren, zum Beispiel von der Schule ins Schulamt oder vom Schulamt ins Ministerium …“

Das grenzt zumindest an Verschwörungstheorie.

Gerd Möller
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

@Lera:
Noch eine Ergänzung:
Gegen unberechtigte Forderungen kann man in unserem Rechtsstaat remonstrieren. Und ggfs. auch rechtlich vorgehen. Allerdings werden Karrieristen dies wohl kaum tun.
Seit wann sind Funktionen im Schulamt und in Ministerien denn politische Karrieren?
Etwas mehr Sensibilität in der Wortwahl wäre angebracht.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Ich lasse das einfach mal so stehen – es richtet sich selbst.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

„von der Schule ins Schulamt und vom Schulamt ins Ministerium“
So war die originale Formulierung weiter oben. Und in Baden-Württemberg wurde ein ehemaliger Grundschullehrer erst Schulrat und dann Chef des Landesinstituts für Schulentwicklung. Das letztere ist fast schon ein „politisches“ Amt, weil der Vorgänger wohl wegen politischer Differenzen gehen musste. Die Leiterin einer Realschule „wechselte ins Kultusministerium“, war dann Leiterin eines Oberschulamtes, dann Rektorin einer PH (Schwerpunkt: Qualitäts-management) und schließlich Amtschefin im Kultusministerium (also die Nr. 2 hinter der Ministerin (SPD)). Solche Leute sind offenbar Alleskönner.
In Berlin könnte ich Ihnen einen ehemaligen Gymnasiallehrer nennen, der dann ziemlich schnell Leiter einer Gesamtschule wurde, danach Bezirksbürgermeister (SPD) im selben Bezirk wie diese Schule und der jetzt im Bundestag sitzt. Ich denke schon, die Nähe zur „richtigen“ Partei wirkt wie ein Katalysator bei Karrieren im Bereich von Leitungsfunktionen.

dauerlüfterin
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Dem stimme ich zu! Vielleicht kann noch ergänzt werden, dass es außer der richtigen Parteizugehörigkeit des korrekten „Stallgeruchs“ und der Zugehörigkeit zur entsprechenden Seilschaft bedarf.
Und diese „Alleskönner“ verantworten den Umgang mit dem nachgeordneten Bereich ;-).

Birkenstock
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Manchmal ist es halt besser Erinnerungslücken aufzuweisen.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Aber Sie würden zustimmen, dass gerade an Gesamtschulen und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe nach Klasse 10 großer Druck herrscht, genügend viele SuS für die Oberstufe zusammen zu bekommen? Oder sind solche Mindestgrößen auch nur ein Gerücht? Was soll die Schulleitung denn anderes machen, als die Devise auszugeben, jeder irgendwie auch nur ein bisschen Geeignete muss in die Oberstufe,denn sonst ist ihre Existenz gefährdet? Wenn das von Noten abhängt, müssen halt die Noten angepasst werden.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Das spricht trotzdem nicht gegen integrative Systeme, sondern nur gegen die schlechte Umsetzung.
Es müssen nicht alle Schulen Oberstufen haben. Das muss die Politik besser regeln. Die Politik könnte so einiges, wenn sie sich mal mit aktiven Lehrkräften beriete.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die Berlin-Studie über das neu eingeführte Zwei-Säulen-Modell hat angemerkt, dass diejenigen Sekundarschulen besonders schwach sind, die keine Oberstufe haben. Worauf wird das wohl hinauslaufen? Die Regierung wird nach und nach alle damit beglücken, z.T. eine Oberstufe für vier benachbarte Schulen.
Aber Sie haben Recht: Die Politik berät sich nicht mit aktiven Lehrkräften, sondern lieber mit theoretisierenden Psychologen und Erziehungswissenschaftlern (auch mit der sog. Köller-Kommission). Aber auch davon hat Herr Möller sicherlich noch nie was gehört. 🙂

uwe
24 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Die Frage ist doch: Was hat das mit Gesamtschule zu tun. Ich unterrichte 25 Jahre an Hauptschulen und da bekommt man einiges mit. Es ist ein offenes Geheimnis das GYMNASIEN in Brennpunkt und in Sonaja Gegenden nun, wie formulieren wir es höflich, etwas flexiblere Zugänge zum Abitur ermöglichen, während es in Edelgegenden durchaus EXTREM anspruchsvolle Gesamtschulen gibt die in der 5 jedes Elternteil das ihr Kind anmelden möchte zum Elterngespräch bitten.

Carsten60
24 Tage zuvor
Antwortet  uwe

Das ist richtig, aber die Leute mit der Berlin-Studie wussten das doch auch. Es ist ja mein Reden: selbst ein einheitliches Schulsystem würde die angestrebte „Gerechtigkeit“ nicht bringen, eben wegen der stark unterschiedlichen Wohngegenden. Aber erzählen Sie das mal der GEW, die stellt sich taub.
Allerdings: ich weiß nicht, was Sie mit „Edelgegenden“ meinen, in Tübingen jedenfalls gehen schon 75 % eines Jahrgangs auf die Gymnasien. Da wird für die anderen nicht allzu viel übrig bleiben.

HerrWirfHirnVomHimmel
1 Monat zuvor
Antwortet  Konfutse

Geschichten ausm Paulanergarten. Gäääääähn

Konfutse
1 Monat zuvor

Nö. Selbst erlebt. Ich bin nach 3 Jahren aus NRW per Ländertausch geflohen, weil mich das Schulsystem in NRW völlig entsetzt hat. Leider hat mich dann in Ba-Wü die Realität eingeholt.
Finde ich im Übrigen sehr billig, jemanden der „Stammtischplauderei“ zu bezichtigen, weil es einem nicht ins eigene Weltbild passt, was derjenige selbst erlebt hat. Wieso denken Sie, sollte jemand solche Geschichten erfinden? Schließen Sie von sich auf andere?

Lera
1 Monat zuvor

Ja, schon seltsam, dass diejenigen, den täglich den Job machen, dagegen sind…

… und diejenigen, die gaaaanz weit weg sind, das Rundum-Sorglos-Paket gerne anpreisen (Politik) und buchen (Eltern).

Politik:
„Abschlüsse, billige Abschlüsse, ganz ohne Arbeit, alles inklusive!“

Eltern:
„Geil, so ganz ohne Leistung und trotzdem Abi? Wie stressfrei ist das denn!! Das nehmen wir!“

Schüler:
„Voll gechillt, Alter, wenn die Lehrer mich loswerden wollen, müssen sie mir den Abschluss geben.“

Lehrer:
„Ähm, Leute, ohne Leistung ist der Abschluss bald nüx mehr wert! Und eigentlich geht es doch um Bildung…“

Alle (außer die ahnungslosen Spielverderber mit Pädagogikstudium):
„BUUUUH!! Strengt euch gefälligst mehr an, ihr Luschen!“

Eine laute Allianz aus Opportunisten und Besserwissern mit den Hedonisten und Asozialen gegen die leise Stimme der Vernunft: Trauerspiel und Posse zugleich.

Aber nur zu.

Es ist ja noch Luft nach unten.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Diejenigen, die den Job machen, sind also dagegen?
Ich bin es nicht, Und 99% meines Kolleg*iums auch nicht. Und das ist nicht ideologisch, sondern aus der Erfahrung heraus erwachsen.
Von daher wäre es schön, wenn Sie uns nicht einfach mal so mit nennen.
Und das hier „Eine laute Allianz aus Opportunisten und Besserwissern mit den Hedonisten und Asozialen gegen die leise Stimme der Vernunft …“ nenne ich eine Beleidigung.

Cuibono
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Ich gebe Ihnen so Recht. Die KuK s, die ich kenne, schauen aber schon sehr genau, welche Schulen ihre eigenen Kinder besuchen, auch die, die LuLs an GemS und Gesamtschulen sind.
Das fängt bei der Grundschule an ( entsprechender Wohnort oder Privatschule, gern konfessionell), die weiterführenden Schulen sind i.d R. gute Gyms oder gute(!) Real- oder Gesamtschulen mit besonderem Konzept (Selektionsmöglichkeit).

Allerdings: Stadtstaat mit seinen besonderen Herausforderungen.

Diese Schulentscheidungen für die eigenen Kinder finden sich bei allen interessierten und informierten Eltern, auch bei denen, die eigentlich das gemeinschaftsschulkonzept befürworte, aber: “ bei uns ging das nicht, weil…. blablabla Gründe „hochsensibel, Musik, Kunst, Montessori… (suchen Sie sich was aus)… und deshalb leider, leider nicht für die Gemeinschaftsschule um die Ecke geeignet. (Not in my Backyard)

Die Heuchelei ist manchmal schwer erträglich.

Carsten60
1 Monat zuvor

Sie vergessen aber eine Kleinigkeit. Hier
https://www.youtube.com/watch?v=R1HY5264o5Y
preist der Schulleiter einer renommierten Gemeinschaftsschule in Berlin (reformpädagogische Schule seit 1948) die Sche an. Was er aber verschweigt: diese Schule hat für ca. 1200 Schüler nicht weniger als 179 erwachsene Betreuer, darunter 138 Lehrer und ca. 30 Erzieher/Sozialpädagogen. Ein Gymnasium in Berlin muss mit wesentlich weniger Betreuern auskommen, bei 1200 Schülern vielleicht 110, darunter kaum einen einzigen Erzieher/Sozialpädagogen.
Dass man mit mehr Ressourcen und mehr Personal etwas erreichen kann, ist nicht verwunderlich. Aber ein fairer Vergleich ist das nicht. Wenn alle Schulen so ausgestattet würden wie die prestigeträchtigen Vorzeigeprojekte, dann gäbe es einen noch viel größeren Lehrermangel.

DerechteNorden
1 Monat zuvor

Hallo Herr Muschinski, da ich LK an einer GemS in S-H bin, kann ich Ihnen bezüglich der Gründe, die für unsere Schulform sprechen, nur beipflichten.

Was die hier schreibenden Lehrkräfte angeht, so muss man konstatieren, sind diese in der Regel sehr konservative Vertreter*innen meiner Zunft. Das ist keineswegs repräsentativ. Ich möchte unsere Berufsgruppe daher in Schutz nehmen und Sie gleichzeitig beruhigen. Sehr viele denken ganz anders, sind hier aber nicht vertreten. Ist auch recht abschreckend, sich jedes Mal mit so einer Ablehnung konfrontiert zu sehen.

WAS ein sehr großes Problem darstellt, auch in S-H leider, ist die Tatsache, dass die BiMi seit Jahren nicht adäquat auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagieren, so dass Lehrkräfte überall in Deutschland immer mehr aufgebürdet bekommen, ohne mal irgendwo Entlastung zu erhalten.
Heterogenität gut zu stemmen, setzt voraus, genügend Ressourcen zu erhalten. Insbesondere beim Personal. Und hier muss man leider feststellen, dass es besonders hakt. Von vielen Ministerien werden integrative Schulformen als Sparmöglichkeit wahrgenommen. Nehmen Sie unser Bundesland, in dem Förderschullehrkräfte noch und nöcher fehlen, so dass unausgebildete Regelschullehrkräfte sehr häufig Kinder mit besonderen Bedürfnissen ohne weitere Unterstützung im Klassenverband beschulen müssen.
Dachten wir damals, als es mit der Inklusion losging, nicht, dass wir ständig doppeltbesetzt unterrichten würden? Ich jedenfalls schon.

Tatsächlich denke ich, dass die Mehrbelastung, die LK an GemS und IGS erleben, der entscheidende Faktor ist. Als Realschullehrkraft, die es gewöhnt ist, homogenere Lerngruppen zu unterrichten, wird man garantiert Panik schieben, wenn man sich in Gedanken plötzlich vor Lerngruppen stehen sieht, die viel heterogener sind.
Das war doch damals in S-H auch ein Problem. Der Widerstand der Realschullehrkräfte war besonders groß, wie ich mich noch gut erinnere.
Da man als Lehrkraft, die ja quasi alles wissen und können müsste, aber eher seltener über die eigenen Ängste, etwas nicht wuppen zu können, sprechen mag, verteufelt man dann lieber etwas als ideologisch und von Grund auf schlecht.
Leider macht die Politik aber Fehler über Fehler, gerade diese Problematik anzugehen. Hier wird nur der Elternwille berücksichtig, denn Eltern sind eine mächtige Klientel, wenn es um Kreuzchen auf Wahlzetteln geht. Lehrkräfte sind es nicht. Jedoch sind es die Lehrkräfte, die alles umsetzen müssen. Was geschieht, wenn nie an diese Gruppe gedacht wird, sieht man gerade: Unser Beruf wird immer unattraktiver und es fehlt an Personal … Und hier scheint es dann kein Entrinnen mehr aus dem Teufelskreis zu geben. Statt weniger Belastung, gibt es immer neue Aufgaben für uns.

Seien Sie also nicht so streng mit uns Lehrkräften, bitte!

Mo3
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Heterogenität gut zu stemmen, setzt voraus, genügend Ressourcen zu erhalten. Insbesondere beim Personal. Und hier muss man leider feststellen, dass es besonders hakt.“
Also bedeutet Heterogenität einen Mehraufwand? So gesehen spricht das doch erstmal für die Beibehaltung des dreigliedrigen Systems mit weitgehend „homogenen“ Gruppen, da hier anscheinend weniger Lehrkräfte benötigt werden, die ja ohnehin knapp sind. Also wären die Schüler insgesamt in einem solchen System besser betreut, zumindest für den Moment. Da das Ziel, welches Gesamtschulen verfolgen und welches ich auch nicht in Frage stellen möchte, nur mit entsprechender Lehrerausstattung zu erreichen ist, sollte man dieses System vielleicht nicht überstürzt, ohne über diese wichtige Ressource zu verfügen, überall einführen, weil man dann den Kindern ja nicht gerecht werden kann. Die Theorie muss also 1:1 in die Praxis umgesetzt werden können, was ja offensichtlich vielerorts nicht der der Fall ist. So sind zumindest teilweise die Vergleichsergebnisse zu erklären, bei denen Gesamtschulen oft leider nicht so gut abschneiden.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Mo3

Ich finde auch, dass alles, was mehr kostet, per se nicht gut sein kann. Barrierefreiheit, behindertengerechte Einrichtungen usw. Alles Mehraufwand…//
DAS ist nicht das Kriterium, oder?!

Mo3
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Es geht doch nicht um die Kosten, sondern um die nicht vorhandenen Lehrer, die man für die sinnvolle Umsetzung des Konzepts braucht.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

@DerechteNorden:
„DAS ist nicht das Kriterium, oder?!“ – Nein, das Kriterium ist nicht, ob mehr Ressourcen (Geld oder Personal oder beides) BENÖTIGT werden, sondern ob die zusätzlich benötigten Ressourcen tatsächlich VORHANDEN sind (bzw. kurzfristig „nachbesorgt“ und zur Verfügung gestellt werden können) – weil sonst eine sachgerechte Umsetzung des wundersamen Neuen nicht möglich ist und dann… dann ist die alte, scheinbar zweitbeste, aber ressourcenschonendere Möglichkeit, die Dinge anzugehen, unter Umständen die bestmögliche tatsächlich umsetzbare – und erreicht in Wahrheit die bestmöglichen Ergebnisse.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

s.o.
Stichwort: Teufelskreis?
Meine Schule existiert seit inzwischen über 50 Jahren. Personalmangel hatten wir früher nie.

Christine Lindner
1 Monat zuvor

Gemeinschaftsschulen sind keine Einheitsschulen. Das Lernen im Gleichschritt ist die Herausforderung! Wir sollten mehr darum ringen gute Schulen, in denen individuell gelernt werden kann, auf den Weg zu bringen. Es gibt davon gute Beispiele wie die Schulpreisträgerschule Alemannenschule Wutöschingen (das ist eine Gemeinschaftsschule, in der nach den Talenten der Kinder orientiert gelehrt wird).
Die unsägliche Diskussion über angebliche Einheitsschulen hilft also nicht. Die viel zu frühe Selektion jedoch, seit Jahrzehnten von der OECD angemahnt, ist Kern des Übels. Längeres gemeinsames Lernen führt zu besseren Resultaten, übrigens wissenschaftlich erwiesen, für alle Kinder. So würde man endlich Chancen für alle Kinder der Gesellschaft ermöglichen und nicht nur für Akademikerhaushslte.
Ich empfehle außerdem:
https://www.eine-schule.de/wp-content/uploads/2019/07/Wider_das_verbreitete_Halbwissen_in_Sachen_Gemeinschaftsschule.pdf
Mit freundlichen Grüßen
Christine Lindner
1. Vorstand Eine Schule für Alle in Bayern e.V.

Lera
1 Monat zuvor

Bla blupp.

Die übliche Phantasie einer Schullandschaft, die flächendeckend wie Leuchtturmprojekte ausgestattet ist… laaaangweilig.

Legt doch mal ne neue Platte auf, diese leiert enorm. Wie oft soll das denn noch argumentiert werden, damit es mal ankommt?

Die Ressourcen, die absehbar zur Verfügung stehen, REICHEN NICHT MAL MEHR FÜR EINE AUSREICHENDE MASSENABFERTIGUNG!

Wer unter diesen Bedingungen über Bullerbü für alle fabuliert, macht sich schuldig am Niedergang ganzer Schülergenerationen.

Denn ohne Disziplin, Leistung, echte Noten und ja: auch Druck, KANN EINE MASSENABFERTIGUNG NICHT FUNKTIONIEREN!

Carsten60
1 Monat zuvor

Und wie viele Lehrer pro 100 Schüler hat diese preisgekrönte Alemannenschule? Mehr als sonst üblich?

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

In dem Link geht es um ein PROGRAMM für die „Schule der Zukunft“, aber es steht nichts von der Zahlenrelation von Schülern, Lehrern und anderen Pädagogen. Ist Ihnen entgangen, dass Prestigeprojekte immer so gefördert werden, dass die mehr Ressourcen bekommen als normale Schulen? Hinterher lobt man sich dann selbst, wie toll das doch ist. Siehe oben das Beispiel der (Prestige-)Gemeinschaftsschule in Berlin.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Brennpunktschulen dürften es schwer haben, Unterstützer und Förderer zu finden, trotz aller Bemühungen. Dort werden auch keine „Studien“ durchgeführt oder neue Unterrichtsmaterialien usw. getestet.(Habe ich jedenfalls noch nicht gehört.) Dafür sucht man sich gut ausgestattete, repräsentative Schulen mit bildungsaffinen Eltern aus. Sie können mich gern vom Gegenteil überzeugen. Aber jetzt bitte nicht das eine Beispiel aus Berlin-_Neukölln bringen (da war der äußere Zwang zu groß geworden und der Aufschrei in den Medien nicht mehr zu überhören. Sonst wäre auch da nichts passiert.)

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich wollte doch nur wissen, wie viele Schüler und wie viele Lehrer/Erzieher diese Alemannenschule hat. Weiß das niemand? Auf der Homepage der Schule steht es nicht. Die Frage ging an Frau Lindner, nicht an die Redaktion.
Ich verweise auf die Schule in dem von mir angegebenen Link oben. Die hat mehr Ressourcen als normale Schulen.

Birkenstock
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

„wie viele Schüler und wie viele Lehrer/Erzieher diese Alemannenschule hat“
Keine Quellen möglich?
https://deutsches-schulportal.de/konzepte/alemannenschule-wutoeschingen-mit-der-schmetterlingspaedagogik-zum-lernprofi/

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„… wer soll das denn tun?“
Natürlich die regierenden Parteigenossen, die unbedingt ihr Lieblingsprojekt zu einem Erfolg machen wollen.
In Berlin propagieren die Grünen die Gemeinschaftsschule als ungeheuer erfolgreich (was nicht nachgewiesen ist) und wollen den Gymnasien die 5. und 6. Klassen am liebsten wegnehmen.
Und die von mir im Link genannte Schule ist eine staatliche Schule, ein Vorzeigeprojekt (Fritz-Karsen-Schule).
Fragen Sie doch mal die Genossen, wo denn die Erfolge der Berliner (oder Baden-Württ.) Gemeinschaftsschulen nachgewiesen sind. Das sind großenteils nur Sprechblasen, aber keine Leistungsstudien.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber die Gemeinschaftsschulen in Berlin sind ein politisches Projekt, und die Fritz-Karsen-Schule hat nun mal mehr Lehrende als andere Schulen, s. den Link oben. Und zum x-ten Male: Die Gymnasialklassen in Berlin sind größer als die an allen anderen Schulformen, das könnten auch Bildungsjournalisten mal zur Kenntnis nehmen.
Und bei der Alemannenschule hat ausgerechnet Peter Fratton beim Konzept und beim Aufbau mitgewirkt. Das bürgt natürlich für Qualität. 🙂
Der Ort Wutöschingen war früher eine Arbeitergegend, aber von Migranten aus südlichen Ländern oder von Hartz IV steht da nichts. Man wählt konservativ: 48 % Freie Wähler, 29 % CDU. Entsprechend dürfte die Zusammensetzung der Schülerschaft sein.

Lehrerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Diese GMS haben bei weitem kleinere Klassen, da wird bei der Anmeldung für die 5. Klassen keine amtliche Schülerlenkung betrieben, um die Klassen bis an den Rand zu füllen, wie es regelmäßig bei Gymnasien geschieht! Eine GMS hat im Schnitt 20 Schüler pro Klasse, davon können Realschulen und Gymnasien nur träumen. Damit kann man die Lehrer-Schüler-Relation auch beeinflussen, genau das wird gemacht. Und die Parteigenossen – Grüne – haben im KM in Stuttgart das vorher eigenständige Realschulreferat Ende letzten Jahres „klammheimlich“ aufgelöst und in ein Sek1-Referat „eingegliedert“, das – welch Wunder – von GMS-Befürwortern geführt wird. Es gibt in BW ( zum Glück noch) viel mehr Realschulen als GMS, also wedelt in Stuttgart im KM jetzt der Schwanz mit dem Hund. Das KM ist grün geführt, noch Fragen??

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Lehrerin

Aber hatte die Redaktion nicht genau das weiter oben als „Verschwörungstheorie“ zurückgewiesen? Woher hat die Redaktion denn eigentlich ihre Weisheiten? Es gibt auch noch die Sachmittelzuweisung, an der man drehen kann. In BaWü sieht ein Gesetz (Finanzausgleichsgesetz § 17) vor: „Der Sachkostenbeitrag kann für jede Schulart, jeden Schultyp, jede Schulstufe …… verschieden hoch festgesetzt werden.“ Und tatsächlich: Hauptschulen, Werkrealschulen und Gemeinschafts-schulen (Kl. 5-10) bekommen 1312 €, Realschulen 1027 € und Gymnasien 1070 € pro Schüler und pro Jahr, Förder-schulen übrigens zum Teil über 6000 €. Verblüffend, nicht wahr?

Lehrerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Und wenn man kritisiert, dass Gymnasien und Realschulen hier seit der Existenz der GMS schlechtere Zuweisungen bekommen, dann ist man „böse“ und „von gestern“. Die heterogene Zusammensetzung sei ja viel schwieriger und viel anspruchsvoller.. ..
Gleichzeitig wirbt das KM für dieses schulische Paradies weiterhin mit „Vielfalt macht schlauer“ und lockt unbedarfte Eltern an. Die aktuellen Ergebnisse von vergleichbaren Tests der Schüler an GMS sind durch die Bank schlechter als an den differenzierten Schularten. Die Klassen sind kleiner, also die Lehrerversorgung besser. Kann mir irgendwer erklären, warum man deutlich mehr Ressourcen in dieses Modell steckt und bei Misserfolg darauf beharrt, man müsse einfach noch mehr reingeben, dann käme aber ganz bestimmt jetzt der Erfolg?! Also immer mehr vom Falschen??? Diese Politik ist idiot.., sorry, nur noch pure denkbefreite Ideologie.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Lehrerin

Was ist eine GMS? Ich bin an einer GemS in S-H, wo wir in Regelklassen bis zu 27 Kids haben dürfen, was an meiner Schule auch der Fall ist. In I-Klassen (in denen 3-5 Kids mit Förderbedarf sind) 22 Kids. Schicht.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Dann genießen Sie die Sprüche hier für Baden-Württemberg:
https://km-bw.de/Gemeinschaftsschule
„Die Gemeinschaftsschulen sind leistungsorientierte Schulen …“

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Da steht nichts zur Personallage.

Genauso auf der HP der Schule. Alles, nur keine Fakten.

Lehrerin
1 Monat zuvor

Welche wissenschaftlichen Studien sollen angeblich den Nutzen von längerem gemeinsamen Lernen bzw. den besseren Resultaten erweisen??? Bitte zitieren, möglichst Studien aus Deutschland! Die OECD ist im Übrigen kein wissenschaftliches Institut, sondern eine Wirtschaftsorganisation.
Dagegen: Die aktuelle Studie „Kognitive Homogenisierung, schulische Leistungen und soziale Bildungsungleichheit“ von Esser und Seuring zeigt, dass in homogenen Klassen deutlich bessere Leistungen erzielt werden als in inhomogenen, besonders (!) auch bei den schwächeren Schülern.(https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/zfsoz-2020-0025/html )

Was ist mit Bayern, das leistungsmäßig seit vielen Jahren immer an der Spitze liegt, das stark und klar gliedert, und in dem immer wieder nachweislich der Bildungserfolg gerade am wenigsten (!) vom sozialen Status abhängt? VERA-Ergebnisse lesen hilft.
Was ist mit den neuesten VERA-Ergebnissen in BW?? Genau dieselbe Erkenntnis: GMS-Schüler bringen durch die Bank bei gleichen Niveaustufen die schlechtesten Ergebnisse im Vergleich zu Schülern im differenzierten System – die unabhängigen wissenschaftlichen Daten sind da, sie sind eindeutig, warum zieht man nicht die richtigen Schlüsse und handelt danach?
Weil man da in der Landesregierung politisch-ideologische Scheuklappen hat: Was nicht sein darf, das ist auch nicht so…(Kopf-in-Sand-steck!)

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Lehrerin

„Welche wissenschaftlichen Studien?“
Im Wahlprogramm der Grünen in Niedersachsen (und wohl auch anderswo) steht das pauschal, aber die Studien werden nicht genannt. Die PISA-Macher haben jedenfalls erklärt, dass sich auf PISA keine Präferenz für oder gegen das längere gemeinsamen Lernen ergibt. Angeblich geht beides, es kommt auf andere Dinge an, also darauf, was in den Schulen konkret abläuft (diszipliniertes Lernen vs. undisziplinierter Schlendrian).
Nicht vergessen: Weltweit haben fast alle Länder das längere gemeinsame Lernen, aber die überwiegende Mehrzahl hat bei PISA schlechter als Deutschland abgeschnitten. Das gilt auch für die großen europäischen Nachbarländer.

Lehrerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Diese pauschalen und unbewiesenen Behauptungen von angeblichen besseren Leistungen sind durch die Vergleichstests in Deutschland nun ad absurdum geführt. Wer hat die besten IQB- und VERA8-Ergebnisse vorzuweisen? Das sind die Länder mit verbindlicher Grundschulempfehlung und differenziertem Schulwesen, die leistungsorientiert arbeiten. Und in BW hängt jetzt Frau Schopper in der Tür – verdammte Axt – und spielt wieder das nette Grundschule-ohne-Noten-Spiel, das schon bei ihrer Vorgängerin wegen schlechter Ergebnisse gestoppt worden war. Da werden in Zukunft noch viele Packen Taschentücher gebraucht werden, wenn in ein paar Jahren das Geheule über das noch schlechtere Abschneiden von BW losgehen wird. Wir sind noch nicht ganz unten im Niveau-Nirvana, aber das schaffen wir schon….
Bis dahin gibt es bestimmt ein neues Gesicht im KM, wetten?

DerechteNorden
1 Monat zuvor

Hallo Frau Lindner, ich denke, das Verständnis der Bezeichnung „gemeinsames Lernen“ ist recht unterschiedlich.
Die einen verstehen darunter, dass 25 Kids (von mit Förderbedarf bis Gymnasialbefähigung) von Klasse fünf bis neun sämtliche Fächer mit nur einer Lehrkraft in einem Raum lernen. Also das Prinzip der Grundschule noch um weitere fünf Jahre verlängert.
Andere, wie ich z.B., denken an eine Schule, die nach Leistungsniveau und Interessen äußerlich differenziert, in der aber alle S*S unter einem Dach lernen, so dass es eine große Durchlässigkeit und viel Gemeinsames gibt. Wie es beispielsweise in Dänemark gemacht wird. Förderschüler*innen z.B. könnten dann gemeinsam mit anderen S*S in Projekten lernen und, wenn sie geeignet sind, in den leistungsstärkeren Kursen/Gruppen mitarbeiten.

Aus eigener Erfahrung möchte ich sagen, dass es anders nicht wirklich funktionieren kann, weil Lehrkräfte nun einmal keine Superheld*innen mit unerschöpflicher Energie und übernatürlichen Fähigkeiten sind.

Fakten sind Hate
1 Monat zuvor

Kommen Sie an meine Schule vorbei und sehen sie sich einen Extremfall von langem gemeinsamen Lernen an. Egal wie gut Sie als Lehrerin auftreten, der tägliche mehrfache Feueralarm wird auch Ihr Unterricht sabotieren.

Glauben Sie nicht?

Dann noch ein Märchen:
Schüler, die Sie von Ihrer Schule werfen, landen bei uns. Schüler, die wir von unserer Schule werfen, bleiben bei uns. Keine andere Schule will diese Schüler mehr aufnehmen. Wir müssen.

Schöne Grüße aus NRW aus einer Gesamtschule mit deutlich mehr als 1000 Schüler

Cuibono
1 Monat zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Gab es diese riesigen Gesamtschulen nicht in den 70gern schon Mal? Erinnere mich an Diskussionen nach dem Buch „wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Die Kritik damals war: die Lehrer hatten in diesen Riesenschulen, die keine festen Klassenverbände hatten, die einzelnen Kinder aus den Augen verloren.

Letztes Jahr gab es hier bei N4T einen Artikel über eine Studie, die belegte, daß die Schülerleistungen im gegliederten System (homogene Gruppen) nachweislich besser sind.
Interessanterweise auch bei den schwächeren SuS.

Einen Beleg dafür, daß vom langen gemeinsamen Lernen irgendjemand profitiert steht aus.
Wobei, stimmt nicht ganz: das Landesstaatssäckel profitiert ganz erheblich.

Carsten60
28 Tage zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Wo bleibt der Aufschrei derer, die immer die Gemeinschaftsschule hochjubeln?

uwe
1 Monat zuvor

Auch wenn die Realschullehrer*innen es nicht gerne hören, das Image ist dahin. Die Realschulen gelten als die neuen Hauptschulen und die Kolleg*innen an den Realschulen geben es ja auch unter der Hand zu. Als erstes versuchen alle Eltern ihre Kinder am Gymnasium anzumelden, wenn das ablehnt wir als zweites immer die Gesamtschule gewählt. Erst wenn die ablehnt wird zähneknirschend versucht das Kind an der Realschule anzumelden. Die Schulform an der ich unterrichte (Hauptschule) kommt natürlich zur Anmeldung überhaupt nicht mehr in Frage.

Mo3
1 Monat zuvor
Antwortet  uwe

Das wird aber nicht überall so gesehen. Bei uns würde man die Kinder teilweise lieber an einer Realschule anmelden, wenn es noch eine gibt und man einen der begehrten Plätze bekommt, aber die wurden hier fast alle zugunsten der Gesamtschulen geopfert.

Bernie
1 Monat zuvor
Antwortet  uwe

Sorry, aber das stimmt so nicht!
Hier kommt es sicher auch auf die Region an.
Ich bin als Lehrer für Sonderpädagogik im Rahmen der Inklusion an einer Realschule und kann mit Überzeugung sagen, dass es „meine“ Schule ist. Habe mich sehr schnell fest dorthin versetzen lassen.
Unsere Realschule hat jedes Jahr die höchsten Anmeldezahlen – vor der Hauptschule, der zweiten Realschule und den 2 (städtischen) Gymnasien. Auch aus den Nachbarorten gibt es hohen Zuspruch.
Von daher ist „die Realschule“ mit Sicherheit nicht am Ende – zumindest nicht überall 😉

dickebank
1 Monat zuvor

Und wem soll die Schule nutzen, dem VdR oder den SuS?

Die Beliebtheit der Gesamtschule bei den anmeldenden Eltern liegt mit Sicherheit darin begründet, dass GE in NRW Schulen des gebundenen Ganztags sind. Des Weiteren liegt sie im Fehlen ortsnaher Hauptschulplätze begründet. Da die Schüler mit HS-Empfehlung aber irgendwo nah zum Wohnort beschult werden müssen, muss es entweder eine GemS (RS und HS unter einer Schulleitung) oder eine SekS geben. Letztere wird aber von der mehrheit der Eltern nicht akzeptiert, da sie keine Oberstufe hat.
Wer also die RS weiterführen will, muss notgedrungen Stellung beziehen, wie er die HS-Empfohlenen unterrichten will. Dass die RS ebenfalls Hauptschulabschlüsse vergeben – und zwar beide, sowohl den HA9 als auch den HSA – wird gerne verschwiegen. Genauso wie vergessen wird, dass die HS auch im Profiltyp B den MSA in beiden Formen, mit und ohne Quali vergeben kann.

Btw spätestens ab dem siebten Jahrgang gibt es nicht mehr so viel gemeinsamen Unterricht. Die „Separierung“ erfolgt intern durch die Fachleistungs- und die Neigungsorientierung.

Mo3
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Die Oberstufen an den Gesamtschulen -.vor allem an den relativ kleinen – werden aber irgendwann das Problem sein. In einer kleinen Oberstufe wird es kaum Wahlmöglichkeiten geben (aber immerhin kleine Kurse), also eher Einheitsabi, aber nicht entsprechend der individuellen Interessen/Neigungen. Wenn es aber überall diese Oberstufen gibt, geht das auch zulasten der Oberstufen an den Berufskollegs, die aus eigener Erfahrung eine interessante Alternative sind, dann aber vermehrt um Schüler kämpfen müssen. Und Eltern können es sich vielleicht bei ihren Fünftklässlern nicht vorstellen, aber mit 16 Jahren muss es nicht mehr unbedingt die Schule um die Ecke sein, wo sich das Kind ja so wohl fühlt. Da sollte man bei den Oberstufen mehr auf Qualität als auf Quantität wert legen, was ganz klar für mehr Realschulen oder Sekundarschulen (sind ja mehr oder weniger Gesamtschulen, nur ohne Oberstufe) spricht.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mo3

Das sehe ich auch so, weshalb ich für reine Oberstufengymnasien plädiere.
Alle SuS mit einem FOR-Q gehen auf die gleiche Oberstufe, die zwei Zweige hat. Der eine führt mit beruflicher Orientierung in 2 Jahren zur FHR (schulischer Teil) und der zweite Zweig führt in 3 Jahren zur AHR.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Klingt sinnvoll. Aber das hieße ja, dass in der Sek I die bildungsbürgerlichen Kids mit den Schmuddelkindern lernen müssten, dickebank. Das geht doch gar nicht.// Ironie aus

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Woher wollen Sie das wissen? Wieso sind die „Schmuddelkinder“ in der Oberstufe? Ich dachte immer, die bekommen gar keinen Schulabschluss. Aber es gibt längst auch berufliche Gymnasien, die nur aus einer Oberstufe bestehen, und in die kommt man auch von der Realschule aus. Und die vergeben sogar die AHR.

dickebank
29 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Geh nicht in die Unterstadt, mach’s wie deine Brüder ….

Grundschullehrer
1 Monat zuvor

Frau Eder spricht von den „reinen Schularten.“ Folgt man dieser Metaphorik, dann sind aus ihrer Sicht die Gemeinschaftsschulen das Gegenteil von „rein“. Also folglich gemischt, gepanscht oder gar unrein. Eine sehr zweifelhafte Sichtweise.

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Grundschullehrer

Heterogen wäre die passende Vokabel für das Gegenteil im Schulsprech.

Indra Rupp
1 Monat zuvor

Bei uns in NDS schicken die leistungsorientiertesten Eltern und diejenigen mit den leistungsstärksten Kindern, ihre Kinder auf das Gymnasium. Auch wenn diese Kinder die gleiche Empfehlung und somit scheinbar die gleichen „kognitiven“ Voraussetzungen wie andere an der Gesamtschule haben, so haben diese doch ganz andere Hintergründe und hier ist es auch nicht relevant, dass die Klassen groß und Sozialarbeiter rar sind, denn hier geht es ja um sehr lernwillige Kinder und diesbezüglich engagierte Eltern.
Wer aber „kognitiv“ scheinbar gleich ist wie die Gym Kinder, aber vielleicht doch Furcht vor der Aufgabe oder vorm Scheitern hat, der geht auf die Gesamtschule. Auch alle, die sich nicht als Realschüler outen wollen und offen stehen lassen wollen, ob da nicht vielleicht noch mehr drin ist, gehen dorthin. Offiziell wird bei unserer Gesamtschule, die riesig ist ( keineswegs kleine Klassen!) ausgelost , kennt man aber ein paar Lehrer persönlich und macht man mal die Augen auf, dann weiß man, dass das nicht stimmt. Alle Kinder, die sozialstark wirken und entsprechende Eltern haben kriegen auf der Gesamtschule einen Platz. Als Alibi werden dann noch ein paar I-Kinder, Spezialfälle und Migranten aufgenommen. Ansonsten landen alle, bei denen es Bedenken gibt auf der Oberschule (Haupt+Real). Deswegen ist die Oberschule total unbeliebt, alleine wegen der Schüler/Eltern dort und dem entsprechenden Ruf, deshalb kleine Klassen <20! Manche Schüler dort sind aber auch sehr gut und manche gehen wegen der tollen Lehrer oder der kleinen Klassen dorthin, ansonsten wie gesagt "Resterampe" ! Somit hat sich, was eigentlich keiner wollte, die Gesamtschule zu einer Art Realschule und die Oberschule zu einer Hauptschule entwickelt. Es gibt aber das gleiche Niveau beiderseits mit E-und G-kursen und beiderseits kognitiv vergleichbare Schüler. Das Entscheidende ist der familiäre Hintergrund, bestimmte Verhaltensauffälligkeiten, ect.
Ich muss also den Foristen und der Dame im Artikel wiedersprechen. Die Gesamtschule ist bei uns riesig und beliebt und wird von sozialstärkeren Familien besucht und erzielt dadurch bessere Ergebnisse als die Oberschule, die mit ihren kleinen Klassen und relativ homogen Hauptschulen und Realschule ähnelt. Das Gymnasium ist nur leistungsstärker, weil die leistungsstärkeren Kinder dorthin gehen, also die wo es an der Gym Empfehlung am wenigsten Zweifel gibt. Diejenigen, die in Klasse 5, 6 dort scheitern gehen dann zur Gesamtschule, womit dort also die über Kamm weg zweitklassigeren (widerliches Wort!) Abiturienten sind. Bezüglich Haupt und Real sind wiederum die "zweitklassigeren", und sei es nur bezüglich Verhaltensauffälligkeiten, Lernwille und nicht kognitiv, an der Oberschule. So kommen nun die Ergebnisse zustande und das könnte erklären, warum es in Bawü zB umgekehrt ist : In Bawü gibt es noch die Realschule und dorthin verzieht es vielleicht Eltern, die wollen, dass sich die Lehrer ganz auf diese homogenen Schüler dort konzentrieren. Das sind also Eltern mit besonderen Ansprüchen, quasi wie bei Privatschulen und vermutlich die Sozialstärkeren. In Bawü ist es dann vielleicht ein Privileg auf einer der wenigen begehrten Realschulen zu kommen und dann werden entsprechend die sozialstärkeren und kompetentesten dort genommen. Hauptschule vielleicht genauso. Somit wäre dann in Bawü die Gesamtschule eine Resterampe und deshalb sind die Ergebnisse dort umgekehrt als wie bei uns. Dies müsste man erst einmal erforschen. Welche Schulen fungieren wo und wie als Abstellgleis und haben die dann auch zufällig die schlechteren Ergebnisse. Einfach nur zwei Schüler mit Realschulempfehlung "kognitiv" gleich zu nennen reicht für eine Studie nicht und ein und dieselbe Person kann man ja nicht für den Zweck klonen.

Lehrerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Indra Rupp

In BW gibt es (zum Glück!) noch viel mehr Realschulen als GMS. Die Eltern wählen häufiger RS, etwa doppelt so viele Schüler als an GMS werden dort angemeldet, an den Gymnasien etwa dreimal so viele als an GMS. Abstimmung mit den Füßen!
Es gibt noch einige, aber sehr wenige Hauptschulen, denn die hat man vor über 10 Jahren kaputtgeredet, und auch Werkrealschulen, die für manche Kinder die richtige Wahl sind.
Die Vergleiche der VERA8-Ergebnisse sind nur bei gleichem Niveau gemacht worden, also z. B. Schüler im G-Niveau an RS mit G-Niveau an WRS und G-Niveau an GMS. Oder Schülerinnen mit M-Niveau an RS mit welchen im M-Niveau an GMS – immer schneiden die von den differenzierten Schularten besser ab. Fakten, die von GMS-Befürwortern nicht gerne gesehen werden…
Eine ganze Reihe von GMS hat zunehmend Probleme mit immer weniger Anmeldungen, weil Eltern sich vorher mit anderen Eltern besprechen und die Realität erfahren, die nicht dem offiziellen Bild entspricht. Gerade schwächere Schüler kommen mit der Pädagogik des „selbstgesteuerten Lernens“ nicht klar.(Siehe Studie Essert und Scheuring!)

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Lehrerin

VERA hatten wir doch schon. Meine GemS-Schülys auf gymnasialem Niveau schneiden in Englisch gut ab.
Fakt ist, dass z.B. die Hardcore-Legastheniker*innen und andere intelligente Kids mit gewissen Problematiken vermehrt NICHT an Gymnasien sind, sondern in integrativen System zu finden sind, weil dort der Druck auf sie nicht so groß ist. VERA ist aber gerade für diese Gruppe der Kids total ungeeignet, da auf diese Problematiken keine Rücksicht genommen wird. Es gibt beispielsweise keine Zeitverlängerung, die in allen anderen KA und Tests gewährt wird und die für diese Gruppe unerlässlich ist.
DAS geben die VERA-Expert*innen in meinem Bundesland sogar unumwunden zu.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

In NRW gibt es bei der Lernstandserhebung im achten Jahrgang (LSE8) auch nur einen gemeinsamen Test für E- und G-Kurse. Wenn dann reine Realschulen besser abschneiden als GemS, SekS oder GE darf das eigentlich nicht verwundern. Wobei die GemS in NRW eine kooperative Schulform und keine integrierte ist.

anonymus
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wenn bei Vergleichstests von Schulformen auf Schüler-Problematiken Rücksicht genommen und man für sie Nachteilsausgleiche schaffen würde, wäre die Aussage der Tests unbrauchbar, weil unvergleichbar.
Es geht hier ja nicht um Intelligenztests, sondern um unverfälschte Leistungstests und da schneiden nun mal Legastheniker in der Disziplin Lesen und Schreiben schlecht ab.

Warum soll denn darüber hinweggetäuscht werden, dass auf Gesamtschulen besonders viele Kinder mit Teilleistungsschwächen gehen? Das ist doch eine wertvolle Erkenntnis für Schulplanungen.
Bei Gesamtschulen sollte es nicht darum gehen, ihr Image durch Tests mit Erleichterungen zu verbessern, sondern verlässliche Aussagen über verschiedene Schulformen zu machen.
Wird für die Gesamtschulen nicht mit einem längeren gemeinsamen Lernen geworben und dessen Vorzüge gegenüber einer Trennung der Kinder nach der nach der 4. Klasse hervorgehoben? Ist das nicht sogar das gelobte Markenzeichen von Gesamtschulen?
Warum dann besondere Nachteilsausgleiche bei Vergleichstests mit Realschulen?

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  anonymus

Das ist jetzt ein Denkfehler! Es geht darum, welches Konzept besser ist und wenn hier Schüler mit und dort Schüler ohne Schwächen eingeschult werden, kann man diese nicht vergleichen um damit dann das Konzept in Frage stellen.

dickebank
29 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wie sieht den in Nds., wo es ja auch die KGS gibt, und in NRW an der GemS denn der Unterschied bei den Vergleichsarbeiten gegenüber den „reinen“ HS und RS aus?

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  anonymus

Warum soll denn darüber hinweggetäuscht werden, dass auf Gesamtschulen besonders viele Kinder mit Teilleistungsschwächen gehen?“
Weil Sie und andere das dann so darstellen, als wären integrative Systeme schlechter? Was denn sonst?
Man muss auf Schüler*innen, die eine attestierte Problematik übrigens an jedem Schultyp Rücksicht nehmen und Nachteilsausgleich gewähren.
Wenn an einem Schultyp aber vermehrt junge Menschen mit einer Normabweichung lernen und an einer anderen nicht, dann kann man die Ergebnisse eben nicht mehr vergleichen.
Bei anderen Leistungsüberprüfungen gibt es immer einen Nachteilsausgleich, und das zurecht! Bei VERA gibt es ihn nicht. Das ist absurd.

dickebank
29 Tage zuvor
Antwortet  anonymus

Die Trennung erfolgt an einer GE in NRW aber erst nach Klasse 6 in den Fächern Englisch, Mathematik und im Wahlpflichtbereich. In deutsch kommt die Trennung nach dem 7. Jahrgang. In einer der Naturwissenschaften (Ph oder Ch) erfolgt die Differenzierung am Ende des 8. Jahrganges.

Was spricht gegen den gemeinsamen Unterricht in den Fächern der Fächergruppe II?

Carsten60
26 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Gibt es eigentlich bei diesem getrennten Unterricht irgendwelche sozialen oder zuwanderungsbedingten Disparitäten in Test- oder anderen Leistungen? Wenn ja (was ich vermute), wird das letzten Endes dazu führen, dass diese Trennung auch abgeschafft werden muss? Denn diese Disparitäten sollen ja nicht sein.
Das ganze ist ja auch eine organisatorische Frage. Nach jeder Stunde müssen die Räume gewechselt werden, und das bei 500-1000 Schülern. DARIN ist das herkömmliche System z.B. besser.

Indra Rupp
1 Monat zuvor
Antwortet  Lehrerin

… und das wiederum bedeutet, dass diejenigen Schüler, die bei uns an der differenzierteren Schule (Oberschule) landen, diejenigen sind, die bei euch an der Gesamtschule landen. Privilegiertere Eltern, die mehr Macht und Möglichkeiten haben, besser integriert sind ect und deren Kinder somit am Ende die besten Chancen haben ihre Talente weiter zu entwickeln, optimistisch in die Zukunft zu blicken und somit auch durchzuhalten und nicht lern unwillig, depressiv ect zu werden. Der Vergleich G-Niveau hier und dort reicht nicht. Da ist der Sohn des Landwirtes, der mal einen ganzen Hof erbt, angesehen ist, ein stabiles Zuhause hat und Berufssicherheit und der ist auf Hauptschulniveau ein ganz anderer und leistungsstärkerer, sowie sozialstärkerer Schüler als das Heimkind, das vielleicht den gleichen IQ hat aber hoffnungslos und resigniert ist. Dies verstärkt sich natürlich mit der Pubertät und ist dann auch was anderes als bei der Einteilung nach Klasse vier und viele solcher Kinder stören dann natürlich auch die Klasse und machen lernen unmöglich, während die Bauernsöhne und Handwerstöchter aus den Einfamilienhäusern untereinander natürlich viel besser lernen können. Dies sollte man wirklich einmal untersuchen, bevor man meint, es liege bei den Gesamtschulen an der „Einheitsschule“. Also, welche Schulen sind mehr Brennpunkt? Das ist absolut entscheidend !

Carsten60
29 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Aber in Niedersachsen gibt es doch jetzt eine grüne Schulministerin. Und die Grünen haben in ihrem Wahlprogramm stehen, dass für sie die Gesamtschule die beste ist und dass sie die deshalb „stärken“ wollen.
Aber Ihre Argumentation ist wolkig: es gibt nun mal schwache SuS, und wenn Sie die in die Gymnasien schicken würden, wären die alsbald frustriert. Niemand ist gern der schwächste in einer Gruppe. Das ist doch ganz klar der Nachteil einer allzu großen Heterogenität: den einen geht’s viel zu langsam, den anderen viel zu schnell. Dann ist es auch ganz logisch, dass irgendwo diese „Resterampen“ entstehen. Auch unter den Gymnasien gibt es anspruchsvolle und weniger anspruchsvolle. Alle sollen doch auch ein „Profil“ entwickeln, und der perfekte Gleichschritt ist doch gerade verpönt. Also weiß ich gar nicht, worüber Sie sich hier dauernd langatmig beschweren. Schon vor Jahren hatten am Ende 55 % eines Jahrgangs eine Hochschulzugangsberechtigung, und die sind keineswegs alle nur Akademikerkinder. Wie viele sollen es denn werden?

Indra Rupp
29 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Sie reden am Thema vorbei. Schicken Sie die schwächeren Gym-Kinder mit Teilleistungsschwächen auf das Gymnasium und die besten Gym-Kinder auf die Gesamtschule, dann hat das Gymnasium die schlechteren Ergebnisse und die Gesamtschule die guten Ergebnisse trotz der anwesenden Real/Haupt/Förder Kinder und wir können überlegen, ob mit dem Gymnasium Konzept was nicht stimmt… Vielleicht verstehen Sie das jetzt mit diesem Perspektivwechsel? Es ist nicht das Konzept, sondern die Frage, wer zum „Brennpunkt“ wird und es geht auch garnicht darum, dass wir mehr Akademiker bräuchten.

dickebank
29 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Nehmen Sie die Klassen des 8. Jahrgangs einer Ge und eines GY und vergleichen Sie die Quote der Jugendlichen mit Migrationshintergrund beider Schulformen. Des Weiteren vergleichen Sie die Medianeinkommen der Eltern dieser Jugendlichen getrennt nach den Schulformen.

Interessant auch der Vergleich der Anzahl der SuS aufgegliedert nach Schulformen und Standorttypen in einer Stadt oder eines Landkreises bzw. einer Wirtschaftsregion (z.B. Rhein-Ruhr-Schiene im direkten Vergleich zum restlichen Westfalen und dem restlichen Rheinland).

Die „Brennpunkte“ im Lkr WAF, COE, OE, BM oder KLE sind sicherlich etwas Anderes als Brennpunkte im Ruhrgebiet zwischen A40 und A42.

Carsten60
26 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

„… es geht auch garnicht darum, dass wir mehr Akademiker bräuchten.“
Meines Wissens verdanken die Gesamtschulen ihre schiere Existenz der Forderung nach mehr Abiturienten und Akademikern durch „Ausschöpfung von Begabungsreserven“. Wenn aber irgendwann im wesentlichen alles ausgeschöpft ist, dann macht es wenig Sinn, nun auch noch alle mit Leistungsschwächen zu Akademikern machen zu wollen. Nicht vergessen: Wir haben schon 55 – 60 % eines Jahrgangs mit Hochschuzugangsberechtigung. Wie viele sollen es denn werden? Die Hochschulen werden sich bedanken, wenn sie Leute mit minderen Fähigkeiten ausbilden sollen. Es genügt nicht, Student/in zu werden, man muss es dann auch sein und aktiv studieren, ohne einen Psychologen links und einen Sozialarbeiter rechts daneben sitzen zu haben.

Gerd Möller
25 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

@ Carsten60:
Wie kommen Sie darauf, dass die Begabungsreserven ausgeschöpft sind.

Laut Bildungstrichter vom Studentischen Hilfswerk ist festzustellen: Obwohl die meisten Kinder in einer Grundschulklasse aus einem nichtakademischen Haushalt kommen, bewältigen im Vergleich mit Kindern aus Akademikerhaushalten immer noch vergleichsweise wenige von ihnen die Hürden der Bildungslaufbahn: Von 100 Nicht-Akademikerkindern, die eine Grundschule besuchen, sitzen später nur 27 in einem Hörsaal. Von den 100 Akademikerkindern schreiben sich hingegen später 79 an einer Hochschule ein. 
Bezüglich der Akademikerkinder sind die Bildungsreserven, da haben Sie Recht, sicherlich mehr als ausgeschöpft. Für die Nicht-Akademikerkinder ist aber noch viel Luft nach oben.

Carsten60
25 Tage zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Sie vergessen leider zu begründen, warum die Begabungen (mitsamt „Sekundärtugenden“ wie Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit, Durchhalte-vermögen) gleichverteilt sein sollen, und zwar nach allen soziologischen Kriterien, die man anlegen könnte (auch Stadt-Land-Bevölkerung, Ost-West, Nord-Süd, Einkommen). Man könnte ja umgekehrt fragen: Wie viele begabte Arbeiterkinder sitzen denn heute nachweislich noch in den Hauptschulen, ohne entdeckt zu werden? Ob da das Studentische Hilfswerk die wahren Experten hat?
Und wenn 55-60 % bereits eine Hochschulzugangsberechtigung haben, wie viele sollen es denn werden?
Das Kriterium mit der Zahl der Arbeiterkinder an Universitäten halte ich ohnehin für fragwürdig. Besser wäre wohl die Zahl der Arbeiterenkel an Universitäten. Die aber weiß angeblich niemand.

Gerd Möller
25 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

@Carsten60:
Sie haben mit Ihren ablenkenden Fragen aber nicht begründet, wie Sie zu der Aussage kommen, dass die Begabungsreserven ausgeschöpft seien.

Unfassbar
25 Tage zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Das ist seine Art hier zu trollen.

Carsten60
25 Tage zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Ich habe GAR NICHT BEHAUPTET, dass die Reserven JETZT ausgeschöpft sind. Lesen Sie einfach meinen wenn-dann-Satz nochmal. Es geht doch um die Zukunft. Irgendwann kann man nicht mehr viel ausschöpfen (ich finde, das zeichnet sich so langsam ab angesichts unserer vielen Gesamtschulen, die doch genau das auf ihre Fahnen geschrieben haben; die Hauptschule ist doch „out“), und dann macht es wenig Sinn, einfach die mit erkannten Schwächen auch noch zum Abitur und Studium zu bringen. Joachim Lohmann (SPD) fordert, jeder müsse Abitur machen und studieren. Aber können das auch alle von ihren Fähigkeiten her? Vor solchen Fragen drücken Sie sich konsequent. Jede einzelne Seele „retten“ zu wollen, halte ich auch für übertrieben, es geht ja nicht um Leben und Tod. Man muss die Frage nach dem Aufwand stellen (mehr von allem, mehr Sozialpädagogen etc.).
Erklären Sie bitte, wieso die Begabungen gleichverteilt sein müssen bei jeder möglichen Einteilung der Individuen nach irgendwelchen Kriterien. Das wird nicht einmal bei ev./kath. so sein, nicht bei sozialen Schichten und auch nicht bei m/w/d. Wie lange wird schon Reklame für „MINT für Mädchen“ usw. gemacht, und wie wenig ist dabei rumgekommen? Wie viel „heiße Luft“ wird da produziert? Wie viele Mädchen haben denn bei der Matheolympiade teilgenommen? Nur einige wenige, die dann wie ein Wunder bestaunt werden.

Marion
1 Monat zuvor

Um gute Schulbildung geht es schon lange nicht mehr, sondern nur um Verwahrung der Kinder. Die meisten Eltern wollen sich nicht um Schule und Hausaufgaben kümmern, daher schicken sie ihre Kinder auf die Gesamtschule. Mit etwas Glück können dort sogar schwache Kinder ein (grottenschlechtes) Abitur bekommen.

Aber das haben nicht die Gesamtschulen zu verantworten, sondern die Kultursministerin, die zulässt, dass in einer Klasse Hauptschüler, Realschüler, Gymnasiasten, Förderkinder Lernen, Förderkinder Emotionale und Soziale Entwicklung und DaZ-Kinder sitzen. Hier muss durch einen Lehrer 5-fach differenziert werden, d.h. Aufgaben auf 5 Niveaus gestellt werden mit 5 verschiedenen Erklärungen. Das geht natürlich nur durch Lernbüros, d.h. die Schüler erhalten Arbeitspläne in denen sie sich die Inhalte selbst erarbeiten müssen. Da es in der Gesamtschule keine Hausaufgaben und keine Versetzung bis in die Klasse 9 gibt, entsteht kein Druck und die Leistung ist entsprechend. Gute Schüler können mit ein wenig Unterstützung durch die Eltern dieses System meistern. Alle anderen sind überfordert, schaffen nur noch die Hälfte der sonst üblichen Themen und verstehen selbst diese nicht. So verlassen viele Schüler die Schule ohne das kleine Einmaleins, schriftliches Rechnen, Dreisatz oder andere Basics zu können.

Die Betriebe schütteln nur noch die Köpfe über so schlecht ausgebildete Schüler. Zahlreiche Schulabgänger werden inzwischen abgelehnt und müssen ohne Ausbildung arbeiten. Früher machten viele Realschüler Ausbildungen und die Betriebe waren zufrieden. Aber heute zählt der Elternwunsch mehr. Wer braucht schon Handwerker ….

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Marion

Ich begleite gerade meine Gemeinschaftsschüler*innen in ihren Praktika und kann nicht bestätigen, was Sie schreiben. Es sind sämtliche Schularten, an denen es quasi „bergab“ geht. Sie bekommen doch sicherlich auch mit, wir über Gymnasialschüler*innen gemeckert wird. Was die heutzutage alles nicht mehr können usw.
Es liegt also nicht am Schultyp per se!!! Es liegt an vielen GemS an der Binnendifferenzierung, die ab einem gewissen Alter nun einmal blödsinnig ist. An unserer Schule ist das anders. Da ich keine eigene I-Klasse habe und äußerlich differenziert Englisch unterrichte, weiß ich, wovon ich rede.

Man kann das alles schnell verändern und die Gemeinschaftsschule funktioniert besser.
In meinem Bundesland gab es damals IGS, die gut liefen. HS, RS und Gymnasialschülys unter einem Dach und in Klassenstufen 5/6 gemeinsam. In Englisch gab es ab der 6. Kleingruppen mit den besonders schwachen Schüler*innen, da Fremdsprachen kaum binnendifferenziert unterrichtet werden können. Ab Jahrgang 7 gab (und gibt es bei uns immer noch) eine äußerliche Dreierdifferenzierung nach Leistung in Englisch und Mathe, ab zusätzlich 8 in Deutsch und ab 9 in den Naturwissenschaften. Differenzierung nach Interessen gab es auch immer WPI ab 7 und WPII ab 9 bzw. jetzt ab 8.Jahrgang.

Was unsere Bedingungen massiv verschlechtert hat, ist die Tatsache, dass wir Inklusion hinzu bekommen haben. Inzwischen haben wir ca. 1/6 Förderschüler*innen, die wir in den sog. I-Klassen und später dann irgendwie in den differenzierten Kursen beschulen müssen. Ohne permanente Doppelbesetzung mit einer Förderschullehrkraft geht das aber gar nicht. Leider ist das aber in den allermeisten Stunden der Fall, denn die Förderschullehrkräfte sind zu rar und haben Aufgaben, die viel zu viel außerunterrichtliche Tätigkeiten beinhalten, so dass sie nicht im Unterricht sein können. Mal davon abgesehen, das es Förderschüler*innen gibt, die erwiesenermaßen (mit Gutachten) nur in Kleingruppen von max. acht Kids mit zwei Lehrkräften beschult werden können, und dann trotzdem bei uns landen, wenn die Eltern das so wollen.
Ich weiß nicht, wer sich das so ausgedacht hat, aber schlimmer ist eigentlich die Politik, die das wider besseres Wissens zugelassen hat. Machen wir uns aber nichts vor, was kostengünstiger erscheint, wird auch umgesetzt. Da haben Hardcore-Ideolog*innen und Finanzexpert*innen in Landesregierungen an einem Strang gezogen, obwohl sie in freier Wildbahn wahrscheinlich niemals auf einen Nenner kommen würden.

Zurück zu einer sinnvollen Veränderung: Förderschulen gehören unter dasselbe Dach wie GemS. Das hätte mehrere Vorteile. 1. Föderschülys werden nicht stigmatisiert, weil sie zur Schulgemeinschaft gehören. Man kann Kunst, Sport und einige andere Fächer inklusiv unterrichten. Und verbindliche Projekte mit allen Kids durchführen. 2. Sie werden nicht überfordert, weil die Gruppen viel kleiner sind. 3. Geschultes Personal (Förderschullehrkräfte), das die Bedürfnisse der einzelnen Kids viel besser kennt, würde sie beschulen. 4. Regelschullehrkräfte werden entlastet und hätten dadurch mehr Kapazitäten für die anderen Schüler*innen. 5. Förderschüler*innen, die sich besonders gut entwickeln, können ohne größere Probleme in die Regelschulkurse und -klassen wechseln.
Außerdem muss an GemS von Binnendifferenzierung in bestimmten Fächern bis äußerer Dreier- bzw. Viererdifferenzierung alles möglich sein.

So viel zur Organisation von Gemeinschafts- bzw. Gesamtschulen.
Ja, mir ist klar, dass es noch andere Aspekte gibt.

Carsten60
29 Tage zuvor
Antwortet  Marion

Früher gingen auch viele Realschüler nach einer technischen Ausbildung an eine Fachhochschule und erwarben einen Abschluss als „graduierter Ingenieur“. Das galt zwar nicht als „Akademiker“, aber dennoch gehörten diese Leute sozial und auch finanziell jedenfalls zum oberen Drittel, auch wenn ihre Eltern sehr einfache Leute waren. Das nannte man sozialen Aufstieg durch (Aus-)Bildung.
Heute geht man mit einem Abitur an die Fachhochschulen, und der Realschulabschluss ist entwertet. Aber warum soll das nun besser als vorher sein?

dickebank
29 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Nur kamen die Ing. (grad.) nicht von Fachhochschulen sondern von Graduierten Kollegs bzw. Berufsakademien. Die damaligen graduierten Ingenieure sowie Baumeister entsprechen in etwa den heutigen Technikern bzw. staatlich geprüften Fach-/Handwerkern.

Also nicht unbedingt immer Äpfel mit Birnen vergleichen.

Carsten60
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Okay, aber es gab auch den Dipl.-Ing. (FH), und alle die genannten konnten von der Realschule aus was werden. Man konnte von einer Stufe zur nächsten aufsteigen auch ohne Abitur. Das meinte ich. Heute wird so getan, als ginge das nicht mehr. Da machen die Leute ein schwaches Abitur, studieren, brechen ab, und dann? Nicht alle können danach eine Politikerkarriere machen. 🙂