„Es ist unsäglich, wie auf die Gemeinschaftsschule eingedroschen wird“: GEW vs. Philologen

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SINDELFINGEN. Philologenverband contra GEW – die beiden Gewerkschaften sind sich nicht grün. An ihrem Verhältnis zur Gemeinschaftsschule tritt das deutlich zu Tage. Baden-Württembergs Kultusministerin Schopper bezieht dazu klar Stellung.

Der Schlagabtausch geht weiter. Illustration: Shutterstock

Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) hat zu mehr Solidarität zwischen den Schularten aufgerufen. Es sei nicht akzeptabel, wenn der Philologenverband (PHV) nach dem jüngsten Bildungstest der Gemeinschaftsschule die Daseinsberechtigung abspreche, sagte sie bei der Jahrestagung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Sindelfingen. «Das geht nicht», fügte sie mit Blick auf die Kritik der organisierten Gymnasiallehrer an der «Schule für alle» hinzu. Man dürfe die Schularten nicht gegeneinander ausspielen.

Dafür erhielt Schopper den meisten Applaus der 250 Delegierten. Sie werde mit dem PHV-Landeschef Ralf Scholl darüber das Gespräch suchen. Dieser sieht im Abschneiden der Gemeinschaftsschüler bei den sogenannten Vergleichsarbeiten Vera 8, die in Form von Tests den Kompetenzstand von Schülerinnen und Schülern im Ländervergleich untersuchen, ein «Komplettversagen» der Schulart Gemeinschaftsschule.

GEW-Landeschefin Monika Stein pflichtete der Ministerin bei: «Es ist unsäglich, wie auf die Gemeinschaftsschule eingedroschen wird». Es sei verwunderlich, wie sich der PHV an der Schulart abarbeite.

«Wir werden nicht wie der Phönix aus der Asche auferstehen. Wir haben dicke Hausaufgaben zu tun»

Schopper wies auf die im Unterschied zur Schülerschaft an den Gymnasien große Heterogenität der Schüler an den Gemeinschaftsschulen hin. Man müsse offen mit den Ergebnissen umgehen, nach denen etwa jeder dritte Achtklässler die Mindeststandards in Mathematik für den mittleren Schulabschluss nicht erreicht. Sie dämpfte auch etwaige Erwartungen auf bessere Ergebnisse beim nächsten IQB-Bildungstrend. «Wir werden nicht wie der Phönix aus der Asche auferstehen». Sie unterstrich: «Wir haben dicke Hausaufgaben zu tun.»

Schopper betonte, sie wolle den (auch) in Baden-Württemberg seit langem bestehenden Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg eliminieren. Meldungen aus Schulen an sozialen Brennpunkten in Baden, nach denen rund 20 Prozent der Kinder die Grundschule als funktionale Analphabeten verlassen, beunruhigten sie sehr. Um eine größere Bildungsgerechtigkeit zu erreichen, werde sie sich künftig an einem Index mit sozio-ökonomischen Daten orientieren. Davon verspreche sie sich eine zielgenauere Ressourcensteuerung. «Das heißt aber nicht, dass wir Ressourcen vom Stuttgarter Killesberg in den Hallschlag tragen.»

Für bessere Bedingungen an den Schulen habe sie in den Haushaltsberatungen Mittel herausgeholt, um die sie andere Minister beneideten. Hingegen reichen die Ressourcen aus GEW-Sicht hinten und vorne nicht aus. Insbesondere müsse das Land die Einstiegsbesoldung für Grundschullehrer sowie für alle Haupt- und Werkrealschullehrer auf das Level A 13 anheben, was ein zusätzliches Einkommen von 400 bis 600 Euro im Monat bedeute. Wenn das Land sich dazu nicht durchringen könne, sei eine Abwanderung in die Mehrzahl der Bundesländer mit höheren Verdienstmöglichkeiten oder die Schweiz mit 30 Prozent besserer Bezahlung programmiert. GEW-Landeschefin Stein plädierte auch für Aufstiegschancen für pädagogische Assistenten in den multiprofessionellen Teams, auf die auch Schopper große Hoffnungen setzt. News4teachers / mit Material der dpa

VBE kontert Philologen: „Kollegen an Gemeinschaftsschulen leisten Enormes“

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Emil
2 Monate zuvor

Nun ja, die Philologen fühlen sich halt als Krone der Schöpfung. Ein klarer Fall von degenerierter Selbstwahrnehmung.

Lehrerin
2 Monate zuvor
Antwortet  Emil

Erst mal die Pressemitteilung lesen, in der mit eindeutigen Fakten argumentiert wird, die auch für Unbegabte gut verständlich sind. Die VERA- Werte sind nicht vom PhV erhoben worden, und schon gar nicht von diesem erfunden. Nur die bildliche Darstellung der Zahlen in eindrücklicher Form wurde nicht vom IBBW erstellt, weil es politisch nicht gewollt ist, dass man die gravierenden Unterschiede bei den Ergebnissen sofort erkennen kann.

Realist
2 Monate zuvor

Das Problem mit der Gemeinschaftsschule und der GEW ist, dass es VIEL MEHR RESSOURCEN bräuchte, damit es vernünftig funktioniert. Und diese Ressourcen war die Bildungspolitik nie bereit zu finanzieren: Das fänge beim Gebäude an (z.B. Differenzierungsräume), geht über IT und Technik (Admin anywhere?), bis zu Schulpsychologen (AN der Schule, nicht irgendwo bei der Bezirksregierung), Sozialarbeitern (mindestens zwei bis drei PRO Schule, die sich auch gegenseitig vertreten können), Personal für den Ganztag (und nicht als Zusatzaufgabe für ohnehin schon völlig überlasteten Lehrkräftgen), zwei Hausmeistern pro Schule (die sich gegenseitig vertreten, und nicht ein Hausmeister für zwei Schulen, wie mittlerweile oft üblich), Reinigunspersonal, das täglich ALLES reinigt (und die Toiletten am besten mindestens zweimal am Tag), Schulsanitäter, ausreichend Verwaltungspersonal, kostensloses Mittagessen usw. usf. Länder, in denen die Gemeinschaftsschule einigermaßen funktioniert, bieten das alles oder einen Großteil davon. Da in Deutschland nichts davon kommen wird, ist klar, dass die Gemeinschaftsschule ein Rohrkrepierer sein würde, genauso wie Inklustion, Integration und Ganztag. Letztere wurden von der GEW auch massiv gefordert ohne Rücksicht auf die Belastung der Lehrkräfte oder die verfügbaren Ressourcen. Die NAIVE Hoffnung der GEW war wohl, dass die Politik nach der Einführung von Inklusion, Integration und Ganztag die notwendigen Ressourcen bereitstellt, angesichts der Tatsache, dass es unter den gegebenen Bedingungen nicht funktioniert. Naiv, weil die Politik mit dem Verweis auf die GEW immer argumentiert: Habt ihr (= die GEW) ja genauso gewollt.

GS in SH
2 Monate zuvor
Antwortet  Realist

So isses!
Unsere GEW hat auch die Methode „Lesen durch Schreiben“ angepriesen und die Einführung jahrgangsübergreifenden Lerngruppen (JÜL) als das endlich seligmachendes Konzept gehyped! Noch mehr Heterogenität, indem man Klasse 1 und 2 bzw. 3 und 4 zusammen unterrichtet. Die Kleinen lernen von den Großen und die Großen helfen den Kleinen. In einer Klasse, die JEDES Jahr neu zusammengesetzt wird, ist auch der Zusammenhalt viiiiel besser.
Jeder mit nur 2 funktionierenden Gehirnzellen konnte doch sehen….. Naja, da unsere GS den BS nicht mitmachte, konnten wir uns vor Anmeldungen kaum retten! Häufig sollten wir auch Rückläufer aufnehmen, aber wir waren schon voll.
Inzwischen ist dieser Unsinn zum Glück von der GEW- Agenda fast ganz verschwunden, die Methode „Lesen durch Schreiben“ offiziell verboten.
Die komplette Abschaffung der Förder-, Haupt- und Realschulen haben die KuMis aber sehr schnell umgesetzt.

Last edited 2 Monate zuvor by GS in SH
Betzebub
2 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Und warum soll die Gemeinschaftsschule dieses Anrecht auf solch eine Ausstattung haben – und andere Schulformen haben anscheinend nicht diesen Bedarf….

Fr.M.
2 Monate zuvor

Darf eine grüne Kultusministerin überhaupt Verständnis zeigen für die Kritik des Philologenverbandes an Gemeinschaftsschulen? Dann fiele sie ihrer eigenen Bildungsideologie bzw. der ihrer Partei ja in den Rücken.

Lakon
2 Monate zuvor

Die Comicfiguren passen bedenklich gut zu den referierten Aussagen.

Ron
2 Monate zuvor

Lehrer, Verbände und Politiker aus konservativen Parteien haben vor der Gemeinschaftsschule eindringlich gewarnt. Diese Kritiker wurden als unmodern und elitär gebrandmarkt. Ganz vorne weg bei den Befürwortern der Gemeinschaftsschule war die GEW, für die dieser Schultyp ein Wunschprojekt war. Die vollmundigen Kampfslogans wie „kein Kind zurücklassen“ oder „gemeinsam stark“ entpuppen sich nun als ideologischen Wolkenkuckucksheime. Die Gemeinschaftsschule versagt auf ganzer Linie und bindet dabei auch noch überproportional viele Mittel und personelle Recourcen. Statt Selbstkritik und Umdenken, nun lieber der Angriff auf die Überbringer der schlechten Nachrichten. Ja, liebe GEW, ihr habt euch verrannt – genau wie beim Eintreten für den verpflichtenden Ganztag, wie bei der Förderung nach Abschaffung von Noten und wie bei der Radikalität der durchgepeitschten Inklusion. Sämtliche innergewerkschaftlichen Kritiker eurer grünlinken Linie wurden kaltgestellt. Die GEW hat Schulpolitik im Sinne bestimmter Parteien betrieben, statt sich klassisch für seine arbeitenden Mitglieder gewerkschaftlich einzusetzen. Ich sage nur 2,8 Prozent Lohnerhöhung, gestreckt auf zwei Jahre!

Last edited 2 Monate zuvor by Ron
dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

„Kein Kind zurücklassen“ – der Slogan kommt aus Gütersloh und wurde von Barbara Sommer als bildungspolitisches Ziel in NRW ausgegeben.

B. Sommer war übrigens Schulministerin einer schwarz/gelben Regierung im Kabinett von J. Rüttgers.

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Hier die GEW aus 2014 / NRW:

https://www.gew-hessen.de/home/details/kein-kind-zuruecklassen

Interessant aber auch ein weiterer Artikel der GEW aus 2020, wo ein Berliner Gewerkschafter die Grenzen (oder das Scheitern) der Gemeinschaftsschulen ehrlich anspricht, daraus letztendlich aber den Schluss zieht, dass es einfach an den fehlenden Recourcen gelegen hat:

https://www.gew-berlin.de/aktuelles/detailseite/der-schulalltag-als-persoenliche-zerreissprobe

Last edited 2 Monate zuvor by Ron
klm
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Ja, „fehlende Recourcen“ und „schlechte Rahmenbedingungen“ waren immer die Ausreden der GEW, wenn ihre linken Blütenträume platzten.
Bis heute würde sie niemals die wahren Ursachen zugeben, nämlich eine Bildungspolitik, die seit Jahrzehnten auf Hoffnungsideologie beruht und das realistisch Notwendige und Machbare einfach nicht zur Kenntnis nimmt.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  klm

Was aber doch den Tatsachen entspricht.
Es ist ja nicht so, dass die GEW eine Schulart einführt. Es sind die Bundesländer. Und die wollen immer erstmal nur eines: Sparen, dann sparen und dann sparen.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Aha, also voten Sie mich per se down.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Was sagen zu dem GEW-Artikel nun die vehementen Befürworter der Gemeinschaftsschulen? Was meint Herr Möller? Da geht es um eine Schulklasse nur aus Schülern mit Migrationshintergrund, aber wohl weniger wegen Ausgrenzung, sondern weil im ganzen Stadtteil deren Anteil sehr hoch ist. Das muss sich ja an den Schulen widerspiegeln, egal in welcher Schulform.
Alles hat sich so entwickelt ohne eine Planung „von oben“, niemandem kann man einen Vorwurf machen. Und diese Entwicklung ist seit nunmehr 50 Jahren offensichtlich nicht gut gelaufen. Klar dürfte sein, dass bildungsorientierte Eltern solche Schulklassen mit Recht meiden, wenn sie ihre Kinder nicht einer „Löwengrube“ ausliefern wollen, in der — im günstigsten Fall — deren Bildung brachliegt. Über den ungünstigsten Fall will ich gar nicht spekulieren.
Bleibt noch die Frage, ob mit mehr Ressourcen das alles besser wäre und „normale“ Verhältnisse einkehren würden. Wo steht der Nachweis? Dass sich irgendwas ein bisschen verbessern würde, das dürfte wohl nicht ausreichen. Sonst hätte immer jeder Recht für sein Konzept. Auch die Gymnasien wären mit mehr Ressourcen sicher zu mehr imstande und könnten die Schüler besser fördern.

Gelbe Tulpe
2 Monate zuvor

Eine Abschaffung des Gymnasiums und eine flächendeckende Einführung der Gemeinschaftsschule würde nur die Reichen fördern, da diese ihre Kinder auf Privatschulen schicken können, die die Schüler besser auf die Unis vorbereiten. Eine Karriere wird dann noch mehr Sache nur für Kinder wohlhabender Eltern.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Kein Problem, Privatschulen gehören sowieso abgeschafft.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Privatschulen fischen Nörgeleltern weg. Ohne diese mächtige Gruppe tut sich nichts.
Aber die Foristas hier scheinen alle inzwischen so verbohrt zu sein, dass sie alles, was ich schreibe, downvoten, ohne mal darüber nachzudenken.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Privatschulen stehen aber nun mal in Art. 7 GG. Sie bräuchten eine Zwei-Drittel-Mehrheit um das zu ändern. Auf absehbare Zeit gibt es keine solche Mehrheit. Was also sollen solche flapsigen Bemerkungen?

Carsten60
2 Monate zuvor

Wenn alle Schulen und Schulsysteme weltweit sich empirischen Tests stellen müssen, dann muss das auch für die Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg gelten, auch dann, wenn sie eine Art von „Lieblingskind“ und Prestigeprojekt der Grünen ist. Lobsprüche allein reichen nicht, davon gibt es mehr als genug. Man muss fair sein, ja, aber letztlich entscheidet heutzutage das Empirische. Es gibt faire empirische Verfahren, den sozialen Hintergrund und anderes mit einzubeziehen, aber schon die BIJU-Studie aus den 1990er Jahren hat gezeigt, dass die Realschulen besser als die Gesamtschulen abgeschnitten haben, und das auch beim Lernzuwachs der Schüler bei kontrolliertem sozialen Hintergrund. Aber ohne Gewissensbisse möchte man wohl die Realschulen abschaffen, weil sie angeblich nicht ins 21. Jahrhundert passen.

ed840
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Wenn man das Dynamikranking beim Bildungsmonitor 2022 betrachtet, sind die BW-Ergebnisse bei so wichtigen Kriterien wie Schulqualität und Bildungsarmut seit 2013 z.T. dramatisch abgesunken. Und auch beim Kriterium Integration ist BW auf Platz 10 abgerutscht. Welche Ursachen das hat, kann ich als Außenstehender natürlich nicht beurteilen. Übrigens wird beim Bildungsmonitor einem Land wie Bayern als Stärke bescheinigt, dass dort die soziale Herkunft nur einen vergleichsweise geringen Effekt auf die Kompetenzen der jungen Menschen hat. Obwohl dort Schüler nach der 4. Klasse auf MS/RS/Gym selektiert werden. Wie groß die Aussagekraft solcher Kennzahlen ist, weiß ich allerdings nicht. Dass Gemeinschaftsschulen in Skandinavien funktionieren, könnte evtl. auch daran liegen, dass dort wesentlich mehr Anteil vom BIP in Bildung investiert wird und die Lehrkräfte anscheinend in Politik und Gesellschaft eine ganz andere Wahrnehmung erfahren.

Markus Wiesinger
2 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Dass Gemeinschaftsschulen in Skandinavien funktionieren, könnte auch damit zusammenhängen, dass dort die Schülerschaft wesentlich homogener ist, da die skandinavischen Länder im Gegensatz zu Deutschland nicht zu dem typischen Einwanderungsländern zählen.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Markus Wiesinger

? Keine Nachrichten verfolgt? Schweden hat einen Rechtsruck erfahren, Dänemark hat den schon hinter sich. Weshalb? Weil auch sie Einwanderländer sind.
Und wie der Personalschlüssel ist, darüber wollen wir mal gar nicht reden. Auch Inklusion läuft anders als bei uns. Und wie es mit der Kohle pro Kind aussieht, die man ins System steckt, auch nicht.
Die Schülerschaft ist genauso homogen.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Per se, schon verstanden. Mir egal.

Georg
2 Monate zuvor

Warum rückt Schopper nicht mit der unbequemen Wahrheit raus und nennt die Gruppen, die die funktionellen Analphabeten stellen und die Gemeinschaftsschule so heterogen machen, beim Namen?

Carsten60
2 Monate zuvor

Warum so nervös? Es ist doch ziemlich unerheblich, was der eine oder andere Verband sagt. Alle wissen, was das Wort „Lobbyist“ bedeutet. Den Gemeinschaftsschulen geschieht dadurch doch kein Schaden. Wie viel wurde schon auf die Gymnasien geschimpft!!
@ Redaktion: Haben Sie die Kommentare zu den Artikeln davor („Nach VerA“ und „VBE kontert Philologen“) gelesen und auch die diversen Daumen dazu gesehen? Wie bewerten Sie das? Als Verschwörung? Ich habe nicht den Eindruck, dass Frau Schopper nun die Meinung der Lehrer ausdrückt. Sie ist ja auch nur eine Parteifunktionärin. Und das, was die Partei beschlossen hat, muss einfach gut sein.

GEW-nee!
2 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ach was!

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Ich bewerte das so: Hier kommentiert ganz offensichtlich eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen.
Die Bewertungen und Kommentare repräsentieren nicht die Mehrheitsmeinung da draußen in der echten Welt.
Sie sind doch intelligent genug, um das erkennen zu können, sollte man meinen.

HansWurst
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Da habe ich meine Zweifel, vor allem würde er es niemals zugeben, weil er ja einer der Hauptakteure dieser Gruppe ist.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

In der Redaktion der ZEIT repräsentiert auch nicht alles die Mehrheitsmeinung da draußen in der echten Welt, entsprechend bei anderen Medien oder Regierungskoalitionen. Die Redaktion von news4teachers repräsentiert auch nicht die Mehrheitsmeinung da draußen in der echten Welt. Das kann man auch nicht verlangen.

Besorgter Bürger
2 Monate zuvor

Die Heterogenität an den Gemeinschaftsschulen wurde doch immer als großer Vorteil verkauft. Deshalb hat man diese Schulform doch eingeführt.

Wieso stellt Schopper das jetzt als Grund und Erklärung für das schlechte Abschneiden dieser Schulform dar.

Was ist denn dann der große Vorteil dieser Schulform?
Befriedigung der eigenen Ideologie? Dafür wird die Zukunft von Jugendlichen und Kindern verspielt?

Interessant, dass die Bildungsideologen ihre eigenen Kinder schön an die Gymnasien schicken. Nach dem Motto: Sollen doch die anderen die Zukunft ihrer Kinder für solche Experimente verspielen.

Georg
2 Monate zuvor

Demokratie ist manchmal doof.

Man darf ja auch nicht neu wählen lassen, wenn das Ergebnis nicht genehm ist. Ääääähh Thüringen

Man darf auch nicht mit Konsequenzen drohen, wenn ein Wahlergebnis das falsche werden könnte. Ääääähh vdLeyen vs Italien

Seltsame Welt heute…

Hilfe
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Demokratiefeindlicher Beamter? Shame on you

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  Hilfe

Hä? Wieso demokratiefeindlich? Die beiden Beispiele von mir sind es definitiv, vorausgesetzt man definiert Demokratie so, wie sie gemeint ist, und nicht, wie sie in z.b. der ddr gehandhabt wurde.

dickebank
2 Monate zuvor

Ja, es ist schon blöd, dass andere Schulformen mit eigener GOSt Abiturprüfungen durchführen dürfern und so ein Alleinstellungsmerkmal abhanden kommt.
Da in einigen Bundesländern die beruflichen GY allenfalls die FHR erteilen dürfen, ist das GY der einzig selig machende Weg zur AHR – und der wird jetzt durch eine andere Schulform in Frage gestellt. Sinken die Anmeldezahlen an GY, droht die Gefahr, dass Lehrkräfte der SekI+II eben auch an Gemeinschaftsschulen abgeordnet werden können. Das kratzt natürlich stark am Selbstbild. Und da man sich ja schlecht selbst auf den Sockel stellen kann, muss man die Konkurrenz madig machen.
Würde sich das GY auf seine eigentliche Kernkompetenz besinnen und die Wissenschaftspropädeutik in den Vordergrund stellen – also mehr Qualität als Quantität liefern, würde zwar die Schülerzahl an GY zurückgehen, das Leistungsniveau aber würde steigen. Problematisch dabei ist, dass mit sinkender Schülerzahl sich die Anzahl der Planstellen und vorallem der Beförderungsstellen zurück geht.

Da die Universitäten und Hochschulen die sinkende Studierfähigkeit beklagen, stellt sich doch die Frage, woran das liegt. Und solange mehr Hochschulzugangsberechtigungen von GY als von Berufkollegs/beruflichen Schulen oder Gesamt-/Gemeinschaftsschulen vergeben werden, ist doch klar, an wen die Kritik der Hochschulprofessoren adressiert ist.

Aus dieser perspektive ist das Vorgehen des DPHV ein reines Ablenkungsmanöver, um sich nicht selbst in Frage zu stellen.

tozitna
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Würde sich das GY auf seine eigentliche Kernkompetenz besinnen und die Wissenschaftspropädeutik in den Vordergrund stellen – also mehr Qualität als Quantität liefern, würde zwar die Schülerzahl an GY zurückgehen, das Leistungsniveau aber würde steigen.“
Was für eine Aussage… Kernkompetenz des Gymnasiums ist die Vorbereitung der Schüler auf das Erlangen der AHR. In kürzester Zeit, nämlich einem Jahr weniger als an Gesamtschulen. Nicht mehr und nicht weniger.
Worin bestand jetzt noch mal die Kernkompetenz der Gesamtschulen?

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  tozitna

Im Ganztag.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

NEIN: Gesamtschulen gab es schon lange, bevor das Wort „Ganztag“ in der jetzigen Bedeutung überhaupt geprägt wurde. Richtig ist aber, dass die neuen Gemeinschaftsschulen immer auch Ganztagsschulen sind und dass das angeblich ein gaaanz großer Vorteil von ihnen ist. Allerdings kann man im Prinzip — wenn man will — JEDE Schulform auch als Ganztagsschule führen. Das ist doch mehr eine organisatorische Sache, das wird aber von Schulministerien gern verschwiegen.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

in NRW sind die Gesamtschulen von vornherein als Ganztagsschulen festgeschrieben worden.
In NRW hat die CDU die KGS (KOOP-Schule) erfolgreich verhindert und der SPD die IGS als Alternative zugestanden. Während die KOOP-Schule als schulischer verbund von HS und RS unter einer Schulleitung angedacht war, wurde nun gezwungener Maßen die IGS im Ganztag eingeführt.
Nur was in der LAborschule in BI, die sich die Schülerschaft handverlesen zusammensetzen kann, funktioniert, klappt in situ und im Alltag landesweit eben nicht so ohne Weiteres.

Lehrerin
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

In BW sind die Beruflichen Gymnasien durchaus sehr häufig die Schulen, an denen die AHR gemacht wird – mit gutem Erfolg. Das ist für die Gymnasien kein Problem, dieser zweite Weg hat sich etabliert. Die GMS- Oberstufen sind ein völlig unnötiges Prestige-Objekt, um ein paar größere GMS aufzuhübschen. An vielen Standorten haben die Eltern nämlich schon gemerkt, dass die Propaganda der „Leuchtturmschule“ nicht stimmt, und die Anmeldungen gehen rapide abwärts. Dafür platzen die klassischen Realschulen oft aus allen Nähten, wo es sie noch gibt.

tozitna
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

Dem stimme ich voll zu!

Mo3
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Bei uns vor Ort steigen die Anmeldezahlen an den Gymnasien eher, derweil sie an der Gesamtschule (NRW) stagnieren oder rückläufig sind, bzw. weit unter den erwarteten Zahlen liegen. Auch Realschulen haben guten Zulauf, soweit es sie noch gibt. Diese Alternative würden sich viele wünschen, aber die Schülerzahlen haben vielerorts nicht für Gesamtschule und Realschule gereicht, so dass die Realschulen geopfert wurden und nun das Gymnasium einzige Alternative ist, wenn es nicht die Gesamtschule sein soll. Die Schulform kann anscheinend trotz theoretisch gutem Konzept in der Realität nicht jeden überzeugen – wahrscheinlich auch, weil die Umsetzung in der derzeitigen Mangellage schlicht nicht zu machen ist. Da kam nun von einigen wenigen Lokalpolitikern der Vorschlag, doch die Zügigkeit der Gymnasien zugunsten der Gesamtschule zu deckeln oder sogar ein Gymnasium zu schließen. Die Schüler müssen also zu ihrem Glück gezwungen werden?!?
… und zur AHR – ja, man kann sie über verschiedene Wege erlangen, der Unterschied liegt dann zwischen Studienberechtigung und Studienbefähigung – zweiteres sollte auf jeden Fall Kernkompetenz des Gymnasiums sein, wobei sicher auch nicht jeder mit Abitur direkt studieren gehen muss.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Mo3

Folge der Rückkehr zu G9. Bei der Einführung von G8 war der Zulauf zu den GE größer.
Der schulpolitische Witz der NRW-Kultuspolitik ist doch, dass die Wunschschule der SPD in den 70ern, die KOOP-Schule – also eine kooperative Gesamtschule – durch die CDU verhindert worden war. Diese haben wir durch die CDU heute als Gemeinschaftsschule. Die IGS (integrierten GE) sind dadurch entstanden, dass die Idee der kooperativen GE als Folge des Kulturkampfes verbrannt worden ist.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

„Kulturkampf“, was ist denn das ?

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Dann beschäftigen Sie sich einmal mit dem Kampf gegen die KOOP-Schulen in NRW in den 70ern. Die Mobilisierung gegen die Gründung kooperativer Gesamtschulen vor allem durch die CDU wurde in weiten Teilen des Landes als Kulturkampf bezeichnet.

Zur damaligen Zeit fiel nämlich die nicht proportionale Verteilung von Plätzen an Gymnasien in Relation zur Schülerzahl in den Landesteilen auf, wobei das Missverhältnis im Ruhrgebiet und den ländlichen Bereichen besonders krass war. Bedingt durch die hohe Schülerzahl in den Boomer-Jahrgängen kam es häufig vor, dass SuS, die am Ende der erprobungsstufe abgeschult worden sind, dann von Realschulen nicht aufgenommen wurden und deshalb an Hauptschulen beschult werden mussten.

Frank Diers
2 Monate zuvor

Das KuMi lobt Vera8 vor der Durchführung als „einziges standardbasiertes Verfahren“, das eine „abgesicherte datenbasierte Standortbestimmung“ ermöglichen soll. Dann kommen die Ergebnisse. Die offizielle Vera8-Analyse nennt zwar die Zahlen, unterlässt es aber völlig auf die eklatante Diskrepanz zw. den Leistungen vergleichbar eingeordneter SuS in GMS und den anderen Schulformen einzugehen. Das holt der PhV nach. Faktenbasiert mit logischen Schlussfolgerungen. Vielleicht mit unangemessen drastischer Wortwahl aber inhaltlich unangreifbar. Was passiert: Kill the messenger. War immer schon beliebt. Was nicht sein darf, kann nicht sein.

ed840
2 Monate zuvor
Antwortet  Frank Diers

Für Schüler von Gemeinschaftsschulen und deren Eltern dürften die Erklärungsversuche von GEW und KuMi auch alles andere als schmeichelhaft sein.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Frank Diers

Empirische Ergebnisse sind in unserer Gesellschaft inzwischen nur willkommen, wenn sie die Regierungspolitik stützen. Das führt auch schon zu einer gewissen Abhängigkeit der ganzen empirischen Wissenschaft von der Politik. Sie darf nie mehr grundsätzliche Kritik üben. Nur einmal — nach PISA 2000 — durfte alles Vorherige in Grund und Boden gestampft werden. Ab diesem Zeitpunkt muss alles grundsätzlich richtig sein — weiter so!

Schattenläufer
2 Monate zuvor

Was war von Frau Schopper als Mitglied der KMK anderes zu erwarten?

Wenn man schon nicht bereit ist Geld für Bildung aus zu geben dann muss man wenigstens seine kostenlosen pädagogischen Utopien verteidigen.

Die Gemeinschaftsschule geht aus meiner Sicht von zwei grundsätzlich falschen Annahmen aus.

Erste falsche Annahme
Man geht davon aus, dass die Schule bei SuS mit problematischer sozialer Herkunft alle von den Eltern erzeugten Defizite in Vorbildung und Erziehung alleine beheben kann. Das kann sie aber nicht. Ohne die Mithilfe der Eltern bei Bildung und besonders bei Sozialisation und Erziehung geht es nicht.

Daher ist schulischer Erfolg auch wirklich von der Herkunft abhängig und wird es auch zumindest teilweise immer bleiben. Je größer das Interesse der Eltern an Bildung und Erziehung um so höher deren Motivation Zeit in Ihre Kinder zu investieren.

Zweite falsche Annahme
Man geht davon aus, dass schwächere SuS sich beim gemeinsamen Lernen an stärkeren SuS orientieren und so ihre Leistungen verbessern ohne die stärkeren SuS zu behindern.
Ein wunderschöner Gedanke. Klappt leider nicht.
Den bildungsfernen und unmotivierten SuS sind die leistungsstärkeren Mitschüler weitgehend egal. Dafür binden sie durch ihre Defizite in Vorbildung und Verhalten den Löwenanteil der Aufmerksamkeit der LuL.
Dies und das unruhigere Klassenklima behindern die stärkeren SuS dann enorm in ihrer Entwicklung. Außerdem fährt der Treck eben langsamer, wenn er sich immer an den langsamsten Mitgliedern orientiert.

Fazit
Die Schule kann mit ihren personellen und ausstattungsmäßigen Defiziten nicht die Aufgaben von zwei Erziehungsinstanzen übernehmen. Das könnte sie auch bei besten Bedingungen nicht. Dafür ist der Einfluss der Eltern als Vorbild zu stark. Im Guten wie im Schlechten.
Schule ohne Auslese richtet sich nach den Schwächsten. Diese geben dann das Tempo vor. Das ist dann eben für alle viel langsamer.

Warum darf das alles für frau Schopper nicht wahr sein?

An der mangelnden Bereitschaft vieler Eltern kann die Politik auch nichts ändern. Außerdem werden die Eltern als Arbeitnehmer gebraucht. Man kann sie also auch nicht entasten und ihnen so mehr Zeit für Erziehung verschaffen.

Eine Stärkung der Schulen durch personelle Ressourcen für bedeutend kleiner Klassen und mehr Sozialarbeiter würde die Schule in die Lage versetzen zumindest teilweise an den Problemen der schwächeren SuS mit zu wirken. Das kostet aber Geld und die erforderlichen Lehrer sind eigentlich auch nicht da.

Der Gedanke das Gerechtigkeit im Bildungswesen durch eine fehlende Differenzierung nach stark und schwach gelingen kann, klingt einfach zu schön. Gerechtigkeit für alle ohne zusätzliche Kosten. Das will man einfach nicht aufgeben. Der Versuch ein totes Pferd zu reiten kann sich ziehen. Hat beim Kommunismus auch mehr als 70 Jahre gedauert, bis man bereit war ab zu steigen.

Momentan ist man in der KMK noch nicht so weit. Wir haben es hier immerhin mit den führenden Architekten für potemkinsche Dörfer zu tun.

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Im Konvoi zu fahren, bedeutet immer, auf den Langsamsten zu warten. Wenn der dann auch noch ohne jeglichen Eigenantrieb unterwegs ist, geht gar nichts mehr.

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Hervorragende Analyse.

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor

Fön X aus der Tasche (Epilog, letzter Akt)

Alle haben jetzt die Spielregeln verstanden – Applaus
und lassen sich gegenseitig in Ruhe – stürmischer Applaus
und unser Spiel geht nun weiter wie zuvor – verhaltener Applaus
nach den allen vertrauten fairen Regeln – Räuspern, einzelne Klatscher
die sich bisher doch auch gut bewährt haben – bedächtige Stille.

„Hingegen reichen die Ressourcen aus GEW-Sicht hinten und vorne nicht aus.“- Schlussapplaus, dann Auffahren.

Last edited 2 Monate zuvor by Dil Uhlenspiegel
Cuibono
2 Monate zuvor

Es ist vollkommen egal, was der Philologenverband hin oder die GEW her sagt.
Entscheiden werden das die Eltern – mit den Füßen. Wer das nicht will, muß die Gymnasien komplett abschaffen.
Zur Zeit traut sich da niemand dran, aber gerüttelt wird immer mal wieder.

Und selbstverständlich würde auch eine Abschaffung der Gymnasien nicht dazu führen, die Leistungen der schwachen Schüler an den GesS und GemS zu heben.

Dann wird es ein zweizüges System geben wie in GB, US oder FR:

Gemeinschaftsschule und Privatschule.

Die Universitäten werden dann Zulassungstests machen müssen.

Der Trend ist doch jetzt schon erkennbar.

Nur: am Grundproblem wird sich gar nichts ändern – allen Ideologien zum Trotz.

Lea
2 Monate zuvor
Antwortet  Cuibono
Cuibono
2 Monate zuvor
Antwortet  Lea

Gar nicht nötig – in Berlin z.b. gehören zwei konfessionelle grundständige Gymnasien zu den Eliteschulen. Monatliche Kosten: sehr überschaubar und nach Einkommen gestaffelt. Für Geschwisterkinder gibt’s Rabatt.

So eigentlich an allen konfessionellen Schulen, die I.d.R. leistungsorientiert sind und der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder sehr förderlich.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Cuibono

Grundsätzlich richtig, nur dass zumindest eine der beiden Schlagzeilen wegen sexuellen Missbrauchs gemacht hatten. Das passt aber durchaus zu der beteiligten Kirche. Von der hören wir dieser Tage vieles und auch erstaunliches.

Marion
2 Monate zuvor

„Wir werden nicht wie der Phönix aus der Asche auferstehen. Wir haben dicke Hausaufgaben zu tun.“
Und deshalb fangt ihr schon gleich mal an der Basis an: Absenkung der Standarts in den Kitas. Prima Plan. Daumen hoch.

Lehrerin
2 Monate zuvor
Antwortet  Marion

Und Grundschulen ohne Noten – dann fällt es nicht so auf 😉

Cuibono
2 Monate zuvor

Völlig Wurscht, was GEW oder PhV meinen, der Erfolg oder Nicht-Erfolg wird mit den Füßen abgestimmt.

Und falls wirklich die Gymnasien angeschafft werden sollten, dann wird es genau noch zwei Schularten geben:

Privatschulen und Gemeinschaftsschulen.
Man braucht nur nach GB, US oder FR zu schauen. Und dann Eingangstests an den Unis.

Aber eine Sache werden Ideologen nicht hinbekommen: daß sich die Eltern, denen die Bildung ihrer Kinder wichtig ist, aufhören nach Wegen dafür zu suchen

Und das es nicht um „Abitur“ sondern um ein gutes soziales Umfeld in der Schule geht, muss ich hoffentlich nicht extra betonen.

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Cuibono

An diesem Punkt sollte man sich dann doch mal fragen, ob die Verblödung der Massen nicht Absicht ist.

Indra Rupp
2 Monate zuvor
Antwortet  Cuibono

Die Lieben unter den „Volksschülern“ wollen und brauchen auch ein gutes soziales Umfeld und können nichts für die sozialschwachen Schüler, die automatisch auch bei ihnen landen! Diese sozialschwachen Schüler sollen gefälligst alle mittragen und nicht nur die Schwächsten in der Gesellschaft!

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wer soll wen „mittragen“? Und warum sind „sozialschwache“ Schüler sozialschwach? Liegt das an unserem Schulsystem? Oder an der Community, der sie entstammen?

447
2 Monate zuvor
Antwortet  Cuibono

Ein gutes soziales Umfeld braucht aber etwas, was NOCH stärker tabuisiert ist als Leistung… Achtung, bereitet die roten Hassdaumen vor… Lehrer und Schulleitungen müssen Sanktionsmacht gegenüber antisozialen SuS haben. Ja, richtig, MACHT. Nix Widerspruch, nix aufmucken.

Das wird aber absehbar nicht geschehen und ist keinesfalls politisch durchsetzbar.

Also gehen die guten SuS auf Gym (oder bei Abschaffung: Privatschule oder dann in private Nachhilfe, falls das auch verboten wird)… und die Opfer der gewollten(!) Machtlosigkeit von LuL und Schulen sind… Bingo, genau diejenigen, die vorgeblich geschützt und gefördert werden sollten.

Denn Chaos-Kevin oder oder Randale-Rudi schadet man aktiv (!), wenn man ihre Verhaltensstrukturen nicht bricht.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  447

Sie meinen hoffentlich nicht Kevin Kühnert! Der allerdings tut mittlerweile so, als sei er Mitglied der Bundesregierung, was ja gar nicht stimmt. Ein Generalsekretär einer Partei hat nicht die Aufgabe, Schaden vom deutschen Volke zu wenden, sondern, Schaden von seiner Partei zu wenden. Das ist nicht dasselbe!

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor

Hallo Redacktion,
ich wil nur schnell sagen das ich das Bild volle cool find! Sogar das Sümbol auf der brust past volle, Wham! Fraulau sagt man darf nicht hauen aber der Zweck verheimlicht die Mittel. Das hab ich gelernt bei einer Vortbildung bei B. Spencer und T. Renz Hill. Ich glaub ich bin aber trozdem für den Philosofenverein, weil das Bild von denen ist cooler find ich. Bin schon gespannt wies weitergeht im nächsten Heft.

Tschüs, Dil

PS. Habt ihr was vom Kulturminnersterium gehört? Bei mir kam nichts. weil ich doch Schulleitung machen will und so.

Last edited 2 Monate zuvor by Dil Uhlenspiegel
alter Pauker
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

You made my day! 🙂

Pit2020
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

@Dil Uhlenspiegel

Hallo Dil,
deine Posts sind immer so mitten rein treffend, sagt ja auch Fraulau immer. Macht sie oft wenn du nicht dabei bist weil die hat Angst dass du sonst Comicer werden willst! Und du sollst lieber was Gescheiteltes machen sagt sie, also so wegen Geld verdienen. Habe das mit dem Scheitel jetzt auch nicht verstanden und wollte auch nicht nachfragen, sonst lachen die anderen obwohl die selber nicht so gut gescheitelt sind.
Wenn das mit Schulleitung nix wird, dann nicht traurig sein. Vielleicht bist du da nicht gescheitelt genung aber die Welt braucht ja auch woanders noch guten Nachwux weil da sind ja nicht nur viele Leute schon alt so wie auch in Kulturminnersterium.
Woanders ist noch scheißer weil da sind die sogar schon tod, aber schon ganz lange. Weiß aber nicht jeder so genau weil von denen sind letztens sogar Sachen gestrichen worden und das ist volle fies weil die können sich ja nicht mehr wehren und weil die schon tod sind braucht man da ja aber auch nicht mehr anrufen oder skeipn und fragen. Also jetzt nicht falsch verstehen weil die Sachen von den Todten sind nicht so gestrichen wie Wände, darum is das auch nicht schlimm wenn du nicht Maler oder Landstreicher werden kannst.
Oh, Fraulau würde jetzt sagen dass ich vom Täma wegkomme! Also zurück: Ich meine da haben welche echt was für Schüler getan, also die haben für Schüler was von einer Liste gestrichen, irgendson Buch glaube ich. Und der Künstler hieß Göte, oder Schilla? Ich muss mal Oppa fragen, der hatte so was früher noch in der Schule gelernt, der is echt schlau und so kann ich den immer alles fragen. Und wenn Oppa heimlich eine rauchen is und an der Ecke steht, dann frag ich Omma, die weiß so was auch.
Auf jeden Fall ist da wohl auch ein Job frei oder auch zwei weil Göte und Schilla sind ja auch zwei. Und dann kannst du doch noch Comicer werden und so weil die Schüler nach uns wollen ja auch noch dolle Sachen zum Lesen haben. Oder zum Zuhören vom Tablett weil wenn die Schüler bald nicht mehr so gut lesen können wie wir. Aber auf jeden Fall muss ja bestimmt mal wieder was auf die Liste drauf damit da nicht so blöde Lücken sind, die müssen wir hinterher auch wieder selber füllen und das ist volle blöd. Faulau sagt ja auch immer „Es muss alles dottumätiert werden.“ Ich muss mal Oppa oder Omma fragen wo die Dottumätiere leben und ob die lustig aussehen.
Ich mach jetzt noch Sonntag und tschüs bis morgen in der letzten Bank. 🙂

Pit

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Danke Pit – volle cooler Vorschlag von dir! ;o)
Kann es sein, das du Friedrich Chiller meinst? Ich glaub der hat was mit Hühnern gemacht. Muss ihm gefalen ham, weil der hat sogar ein „Lied von der Glucke“ geschrieben.

Sieh you! Dil

ed840
2 Monate zuvor

Hat der Philologenverband den Gemeinschaftsschulen tatsächlich die Daseinsberechtigung abgesprochen? Das habe ich dann wohl überlesen. Ich habe nur mitbekommen, dass eine Evaluierung der Schulform und normierte Vergleichstest über die Leistungsstände aller Schulformen gefordert wurden. Dass Frau Schopper die größere Heterogenität an den Gemeinschaftsschulen als Grund für die schlechten Ergebnisse nennt, wundert mich doch sehr. Bisher war ich der Meinung, dass nach dem Grundansatz dieser Schulform gerade die Heterogenität deren Stärke sein soll, weil sich sowohl schwache, als auch starke Schüler gegenseitig zu besseren Leistungen animieren. Gemeinschaftsschulen sind ja laut KM-Website „leistungsorientierte“ Schulen, die alle Schüler auf dem für sie bestmöglichen Niveau fördern und ihnen die Möglichkeit geben, ihr maximales Leistungsniveau auszuschöpfen.

DerechteNorden
2 Monate zuvor

Lauter alte Gymnasiallehrkräfte hier, die das immer schon so gemacht haben und gar nichts ändern wollen, weil sie es nicht mehr können, und die denken, sie wären die Tollsten, kriegen sie hier doch lauter Upvotes? Diesen Eindruck kann man wirklich bekommen. Unfassbar, dass Lehrkräfte so sein können!

Die Gesellschaft hat sich verändert, so dass die Politik reagieren muss.
Statt die Schulform abzulehnen, sollten Sie lieber fordern, dass die GemS besser versorgt werden, damit dort gut gelernt werden kann. DAS ist nämlich nicht der Fall!
Das alte Modell ist nicht gut gewesen, weil das System besser funktioniert hätte, sondern weil die Gesellschaft eine andere war.
Wo sind Hauptschullehrkräfte, die sich mal äußern können? In meinem Bundesland waren die HS jedenfalls „Resterampen“.
Leistungsschwächere Kids, die was wollten, sind total untergegangen. Jetzt an den GemS kriegen sie eine Chance.
Das ist nur ein Aspekt, der für die GemS spricht. Es gibt noch einige andere.

Nein, ich bin nicht für eine Abschaffung des Gymnasiums. Ich denke, es braucht diese Schulform für richtig gute und ehrgeizige Kids. Die können außerdem G8 machen.
Andere S*S können an GemS unter besseren Bedingungen, als es sie jetzt gibt, und einer Reform der Inklusion gute Bildung und mehr Bildungsgerechtigkeit erfahren.
Ja, voten Sie mich gern down. Dass man hier nicht so fair ist, wie Lehrkräfte es eigentlich sein sollten, kriegt man hier täglich mit. Ich weiß aber, was ich davon halten soll.

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Hm, ich kenne etliche Realschul-LuL, die von der Schulart GMS dasselbe halten wie die Gym-LuL, die ich auch kenne.

Lea
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Wieviel Prozent von der Gesamtheit der LuL sind es, die Sie mit deren Meinungen kennen? Ist das ein repräsentatives Gesamtbild für die Allgemeinheit?

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  Lea

Nicht doch! Darum ging es: „Lauter alte Gymnasiallehrkräfte hier, die das immer schon so gemacht haben und gar nichts ändern wollen“.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

„Hier“? Oder sind all diese Lehrkräfte auch hier am kommentieren?

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Lea

Was meint Herr Möller dazu? 😉

Lea
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Keine Ahnung. Was meinen Sie dazu?

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Lea

Ich meine gar nichts, sonst wird mir wieder nahe gelegt, meinen Beruf aufzugeben, arrogant zu sein oder am besten gleich Faschist.

Von den Leuten, die vorgeblich für mehr soziales Miteinander und Toleranz eintreten. Oder für die reine Lehre der Empirie.

Ich bin heute etwas melancholisch und ertrage die Hetze eher nicht.

Zudem bekommt man an den entscheidenden Stellen eh keine Antworten oder nur Polemik. Da ist der Faden dann plötzlich zu Ende und es gibt drei neue Titelthemen, in denen das Plattitüden-Karussell in eine neue Runde geht.

Vielleicht liegt es am Wetter, aber mich deprimieren diese unaufrichtigen Pseudo- Debatten einfach nur noch.

Kanzler27
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Die größten Befürworter der Hauptschule sind die Real- und Gymnasiallehrer. Könnte man fast annehmen.

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  Kanzler27

Hauptschul-LuL kenn ich leider keine. Würde mich aber interessieren, wie die ihre Schulart vor allen Umstellungen (oder auch heute) fanden. — Wahrscheinlich müsste man da dann auch genau auf die einzelnen Bundesländer schauen.

Last edited 2 Monate zuvor by Dil Uhlenspiegel
Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Die klassischen Hauptschulen hatten oft recht kleine Klassen von ca. 15 Leuten und waren stark beruflich oder zumindest praktisch orientiert. Einen Tag in der Woche ging man in 8 und 9 in einen Betrieb. Ansonsten Fokus auf Basiskompetenzen: Wir schreiben eine Rechnung, eine Bewerbung, einen Flyer. Wir rechnen aus, wie viele Steine ich für eine Mauer brauche, wieviel Geld mit bleibt, wenn ich x Prozent Steuern bezahlen usw.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Das ist so lange her, dass es kaum noch wahr ist.
Seit Eltern entscheiden dürfen, auf welche Schule ihre Kinder gehen dürfen, gibt es solche Hauptschulen nicht mehr.
Und Tatsache ist auch, dass diejenigen S*S, die an den Realschulen verhaltensauffällig waren, abgeschult wurden, so dass man an den Hauptschulen dann in der Regel die schwierigen Kids hatte.
Schwierig bedeutet aber nicht automatisch leistungsschwach.
Und hier hängt sich das System auf.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die Mittelschule in Bayern ist weitgehend eine klassische Hauptschule und verbindliche Empfehlungen gibt es dort auch noch, genauso wie Förderschulen und Ziffernnoten.
Diesen Skandalen zum Trotz stehen bayerische Schulen bei PISA-E immer recht gut da. Aber dafür gibt es sicherlich auch wieder Ausreden.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wie wahr!

HansWurst
2 Monate zuvor
Antwortet  Kanzler27

Ja die brauchen ja eine Drohkulisse für ihre Schüler:innen. In Realschullehrerzimmern die ich besucht habe, wurde sich abgesprochen, welchen Schüler man als nächstes los werden will. Und dann wurde das knallhart durchgezogen. Hatte auch nie was mit Leistung zu tun, sondern immer nur mit Verhalten.
Die einzigen Lehrer, die wirklich auf Kinder eingehen müssen, auch wenn sie schwierig sind, sind doch die Hauptschullehrer. Da wird man Schüler nämlich nicht los. Und schwierige Schüler lässt man da nicht sitzen, dann sind sie nämlich noch ein Jahr länger an der Schule und suchen sich bei den jüngeren ganz schnell die Mitläufer raus.

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  HansWurst

Meinen Sie, dass das so bleiben wird, wenn es nur noch eine Schulform für alle gibt? Ich habe da meine Zweifel.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Schwierige Schüler*innen sind aber eben nicht automatisch leistungsschwach. Sie werden in dreigliedrigen Systemen aber quer nach unten versetzt, obwohl sie eigentlich die Kapazitäten haben, einen höheren Abschluss zu schaffen.
So war das in meinem Bundesland vor der Umstellung. Inzwischen können Gymnasien diese Kids zum Glück auch nicht mehr so einfach „nach unten durchreichen“, sondern müssen sich etwas für die überlegen.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Und wenn mal 99 % der SuS Abitur machen, was dann?

Ich_bin_neu_hier
2 Monate zuvor
Antwortet  HansWurst

„Und schwierige Schüler lässt man da nicht sitzen, dann sind sie nämlich noch ein Jahr länger an der Schule und suchen sich bei den jüngeren ganz schnell die Mitläufer raus“ – Ach so, jetzt verstehe ich – älteres Neusprech: Schüler weiter nach oben durchzureichen, damit sie einem nicht ein Jahr länger Ärger machen, hieß schon damals „wirklich auf Kinder eingehen“ – Alles klar; danke für die Info: Wieder was gelernt!

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  HansWurst

Sie haben also mal Lehrerzimmer „besucht“. Keine weiteren Fragen.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  HansWurst

Fake News! Sie haben bestimmt keine Realschullehrerzimmer „besucht“, sondern wollen nur ideologisch polemisieren. Siehe das, was Sie sonst so hier geschrieben haben. Immer die Wahrheit diskreditieren!
Und was „Mitläufer“ sind, sollten Sie vielleicht noch mal recherchieren.
Und Sitzenbleiben ist ja ganz schlecht (schon weil es so schrecklich viel Geld kostet), aber ein Jahr länger an der Schule zu verweilen, das ist ganz prima (und kostet auch kein Geld) !!

ed840
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Schule ist sicher ein dynamischer Prozess, der sich auch an die gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen muss. Seitdem die Politik in BW aber vor gut 10 Jahren reagiert hat, geht es mit den Ergebnissen in diversen Bundesländervergleichen allerdings stetig nach unten. Dass Gemeinschaftsschulen mit deutlich mehr Investitionen in Personal und Ausstattung ggf. bessere Ergebnisse als bisher erzielen könnten, halte ich schon für realistisch. Wenn ich Frau Schopper richtig verstanden habe, hat sie aber als Hauptursache der unterdurchschnittlichen Leistungen die Schülerschaft an den Gemeinschaftsschulen ausgemacht, nicht die fehlenden Ressourcen. Und in obigem Artikel lese ich auch nicht, dass die Ausgaben für Bildung in BW in Zukunft allgemein erhöht werden, sondern dass Ressourcen künftig „zielgenauer gesteuert“ werden sollen. Ob man mit solchen Ankündigungen tatsächlich die Solidarität zwischen Schulen/ Schulformen/ Lehrkräften steigern kann, wage ich fast zu bezweifeln.

Lehrerin
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

In Bayern gibt es noch viel mehr Hauptschulen, die sehr gute Arbeit leisten und deren Abgänger als Azubis dort sehr gefragt sind. Aber da hat man die Hauptschule nicht vorher kaputtgeredet…

ed840
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

In Bayern gibt es m.W. keine Hauptschulen mehr, die heißen jetzt Mittelschulen. Allerdings ist laut Bildungsmonitor das Kriterium Bildungsarmut in BY tatsächlich bundesweit am niedrigsten und auch die soziale Herkunft soll sich dort weniger stark auf die Schulerfolge auswirken als z.B. in BW. Inwieweit das mit den unterschiedlichen Schulsystemen zusammenhängt, kann ich aber nicht beurteilen.
Ich kann mich aber dunkel an eine OECD-Studie erinnern, nach der Migrantenkinder auch in Dänemark, Finnland, Schweden etc. ähnlich unterdurchschnittlich abschnitten wie im gesamtdeutschen Vergleich. Bei solchen Vergleichen dürften die Gründe für Leistungsunterschiede vermutlich durchaus vielschichtig sein. Die Politik macht es sich vermutlich da zu einfach, alles nur auf die Ursache „Heterogenität“ zu schieben.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Heterogen bedeutet ja nicht nur „unterschiedliche kognitive Fähigkeiten zu haben“, sondern auch andere Faktoren.

ed840
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich glaube aber nicht, dass die Heterogenität der Faktoren an Gemeinschaftsschulen abnehmen würde, wenn es keine Gym/RS etc. mehr geben würde. Ganz im Gegenteil. Wer die schlechteren Leistungen der vergleichbaren Schülergruppen pauschal auf die größere Heterogenität schiebt, stellt m.E. den theoretischen Grundansatz der Gemeinschaftsschule grundsätzlich in Frage und qualifiziert die dortige Schülerschaft ab. Ist aber vermutlich einfacher, als auf die wirklichen Problemursachen einzugehen.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  ed840

Wenn die unproblematischen Kids auf dem Gym sind, die schwierigen – wegen unterschiedlichster Gründe (HETEROGENITÄT) auf den GemS, dann schneiden GemS bei den dort herrschenden Mängeln schlechter ab. Logisch, oder nicht?

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Aber der Übergang nach Klasse 4 ist doch so schrecklich UNGERECHT und erfolgt „nach dem Geldbeutel der Eltern“, wie uns immer erzählt wird. Wie kann das also sein, was Sie behaupten?

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Versteh‘ nicht, worauf Sie sich beziehen.

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Mit unterschiedlichen kognitiven Faktoren könnte man arbeiten. Die soziale Komponente macht die Sache schwierig.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

Ja, nee, is klar. Sie sind 20 Jahre zu spät. Alle Schüler*innen sind derzeit als Azubis nicht nur gefragt, sondern händeringend gesucht. Und zwar nicht nur in Bayern.

Kalle
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„…nicht nur gefragt, sondern händeringend gesucht.“
Das stimmt. Dennoch sind viele nicht annehmbar.

dickebank
2 Monate zuvor
Antwortet  Lehrerin

BY, Hauptschule, Landwirtschaftsschule … Ist auch ein Weg zum Mittleren Schulabschluss, der dann ggf. an einem beruflichen GY fortgesetzt werden kann.

Ging früher auch in NRW; Hauptschule, Ausbildung untertage, Bergschule und danach ggf. zur FH Agricola in Bochum.

Mia
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

@DerechteNorden, ärgern Sie sich nicht. Ich bin voll bei Ihnen. Schauen wir einfach mal was auf die herkömmlichen Gymnasien so zukommt, Stichpunkte: Energiekrise, Migration, Inklusion,… Die nun kommenden Probleme werden nicht mehr von den GMS etc. nicht allein gelöst. Da ist es vorbei mit dem Wattebauschleben. Ist auch nicht mehr (aus öffentliche Hand) dauerhaft bezahlbar. Also liebe Gymnasialer, dann mal rein ins richtige Leben. Schadet nicht, die schmuddelige Working Class live kennenzulernen.

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

Hallo Mia,
ich muss nachfragen, damit ich richtig verstehe:
Sie kündigen den Gymnasien an, dass eine massive Verschlechterung nun auch über sie kommen soll. Unterstützen Sie damit nun die GMS als Schulart?

Mia
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Zunächst laufe ich mit offenen Augen durch die Welt und dann frage ich mich wer das Kommende schultern (und bezahlen) soll. Und ja, so etwas mehr Teilhabe schadet den Gymnasien nicht. Aber warum Sie gerade das als Verschlechterung ansehen wollen…

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

Also ich las die Verschlechterung hier heraus:
„… was auf die herkömmlichen Gymnasien so zukommt, Stichpunkte: Energiekrise, Migration, Inklusion,… Die nun kommenden Probleme … Da ist es vorbei mit dem Wattebauschleben. Ist auch nicht mehr (aus öffentliche Hand) dauerhaft bezahlbar … die schmuddelige Working Class live kennenzulernen.“

Aber mei, vielleicht hab ich mich ja verlesen.

Last edited 2 Monate zuvor by Dil Uhlenspiegel
DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Nicht Verschlechterung nur für Gymnasien, sondern auch für die größere Herausforderungen.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Herausforderungen“ klingt richtig super.

Habt ihr den gleichen Kurs „Euphemismen für Fortgeschrittene“ an der VHS belegt?

Hilfe
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Die Arroganz der Gymnasial-Verfechter hier ist wirklich bemerkenswert.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Hilfe

Ja, sogar mehrfach.

Hört alle her: ICH BIN ARROGANT!!

… wobei auch das Sie nicht davon abhalten wird, es nochmals zu wiederholen…

Seufz.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

„Teilhabe“ klingt richtig super.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

Ich weiß, was ich von diesen Leuten zu halten habe. Meine Eingangsworte sind absolut zutreffend.
Das sind auch diejenigen, die uns anderen den Ruf versauen, weil sie NULL lernfähig sind und sich an Dingen festklammern, die vor 50 Jahren mal okay waren.
Ich finde ja, dass man denen die Inklusion von Kindern mit Förderschwerpunkt „Lernen“ überlassen sollte, damit die GemS entlastet werden.
Was meinen Sie, was dann erst los wäre.

-mm-
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Mal so eine Frage. Und bitte ehrlich beantworten. Welche Schule (haben) besuchen ihre Kinder (besucht).????? Ich frage deshalb, weil in meinem Freundeskreis und meinem Kollegium alle, und das ausnahmslos, alles dafür geben, um ihren Kindern eine zur Gemeinschaftsschule alternative Schullaufbahn zu ermöglichen. Erschreckenderweise auch diejenigen Eltern, die selbst an einer Gemeinschaftsschule unterrichten. Da heißt es dann: „Wir kennen unser Klientel und unsere Tochter passt da nicht rein“. Vor einigen Jahren, als es bei meinem Sohn um die Wahl einer weiterführenden Schule ging, gab es im Kollegium einige mit Kindern im selben Alter. Zusätzlich haben wir in dieser Zeit die Übertrittsgepräche mit den Eltern der Viertklässler geführt. Es wurde also viel über Schulformen diskutiert. Was dabei zutage kam, empfand ich als abschreckend. Zum Einen die vielen negativen Berichte im Lehrerzimmer aus der nahegelegenen Gemeinschaftsschule, die bis heute keinen guten Ruf hat. Zum Anderen aber auch, dass diese Vorbehalte gegenüber Gemeinschaftsschulen auch schon den Eltern der Kinder anzumerken war. Das führt dann dazu, dass viele Eltern trotz schwacher Leistungen ihrer Kinder mit dem Gymnasium liebäugelten. Die gleiche Einschätzung kam auch von den Hauptschullehrern, die zu dieser Zeit wegen der geplanten Wegrationalisierung und Einstampfung der Hauptschule in unserem Lehrerzimmer untergebracht waren. Vor Fünfzehn Jahren habe ich noch selber an einer Hauptschule gearbeitet. Aber ich muss sagen, dass sich meine damaligen Erfahrungen in der, wie sie sagen Resterampe, kaum von den aktuellen Erfahrungen, die eine Freundin von mit aktuell an einer GemS machen darf, unterscheiden. Aber auch sie gibt alles, um das Schulleben soweit es geht aufzuwerten. Allerdings hält sie von dem System GemS nur wenig.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  -mm-

Sie haben offensichtlich nicht gelesen, was ich schreibe.
Natürlich sind die Bedingungen an Gemeinschaftsschulen knüppelhart.
Das liegt aber doch nicht am System, sondern daran, dass die Politik alles auf diese Schulen abwälzt.
Wir waren mal eine IGS, an der LK nur 16 – 20 S*S pro Klasse/Kurs hatten und 20 Std. bei Vollzeit unterrichteten. Es gab ausreichend Schulpäds. Unsere Schule war begehrt wie sonst was. Wir mussten sogar Gymnasialschüler*innen ablehnen wegen der Drittelung.
Sukzessive wurden die Bedingungen verschlechtert. Klassen wurden vergrößert bis zu 27/28 Kids. LK mussten/müssen bis zu 27 Std. bei Vollzeit unterrichten.
Die Umstellung auf GemS brachte dann noch zusätzlich die Inklusion mit sich. Umstrukturierung im Schulpäd.-Bereich kamen on top.
Zusätzlich hat sich die Gesellschaft stark verändert. Wir müssen zudem hinbekommen, all die Kinder mit DaZ richtig zu versorgen.

Fazit: Die Politik kümmert sich einen Scheix, wenn man es genau betrachtet. Die GemS sind eine reine Sparmaßnahme. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

P.S.: Was das dreigliedrige Schulsystem im Land (SH) angeht, mein Bruder hat eine Hautschule besuchen müssen. Das war okay, da auf dem Land, aber es entsprach nicht seinen Kapazitäten. Für sein Alter zu unreif/verspielt wurde er nach der 5. Klasse von der Realschule einfach abgeschult und musste dann später seine Abschlüsse nachholen. Das wäre an einer IGS nicht notwendig gewesen.
Und auch an meiner jetzigen Schule wäre es anders für ihn gelaufen.

-mm-
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ja stimmt, die Gesamtschulen waren hier in Deutschland aber nie was anderes als eine Sparmaßname. Diese musste man zunächst mal schmackhaft machen. Das waren dann wohl die goldenen Anfangsjahre, von denen sie schreiben. Ich erkenne auch nach wiederholtem Lesen nicht den Widerspruch zu meinem Kommentar. Vielmehr lese ich heraus, dass sie die Bedingungen an ihrer Schule bemängeln. Zum System kann ich als Außenstehende nicht über eigene Erfahrungen berichten. Ich kenne aber im Bekanntenkreis einige Lehrer, die damit nicht glücklich sind. Ob ihnen das jetzt passt oder auch nicht. Generell bin ich aber der Meinung, dass diese Schulen viel zu schnell und ohne großen Erfahrungswert aus dem Boden gestampft wurden und in ein System gepresst wurden, dass bisher ganz anders ausgelegt war. In anderen Ländern (Bsp NL) sind solche Schulen zusammen mit viel Erfahrung (sorry, aber auch von „alten“ Lehrkräften) mitgewachsen. Allerdings gebe ich ihnen recht damit, dass unser herkömmliches System nicht unbedingt den Entwicklungsabschnitten unserer Kinder (insbesondere der Jungs) gerecht wird…. Aber dafür gäbe es eventuell auch noch andere Ansätze…. Wenn man wollte….. Interessiert aber auch keinen, denn letztendlich würde auch das zu einer Geldfrage werden.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  -mm-

Unsere Schule ist über 50 Jahre alt. Sue wurde anfangs wissenschaftlich begleitet. Schließlich gab die stockkonservative CDU-Landesregierung ihr okay, weil es so gut lief. Und bis ca. 2010 konnte man richtig gut arbeiten. Dann wurde gespart, gespart und nochmals gespart.
Wir haben also Erfahrung mit so einem System.

-mm-
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Der Anteil der Gesamtschulen in Deutschland betrug 1975 nicht mal 3%. Ihre Schule kann man also nicht als exemplarisch für die heutige Gesamtschulenlandschaft betrachten. Wie gesagt, in anderen Ländern, in denen das Modell mitgewachsen ist, klappt es ja auch.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  -mm-

In welchen Ländern? Die allermeisten Länder der Erde haben Gesamtschulsysteme, aber die allermeisten Länder sind bei PISA auch schwächer als Deutschland. Was soll das nun besagen? Die anderen kochen auch nur mit Wasser.

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Einfach mal ne Frage beantworten, DIE AUCH GESTELLT WURDE, geht nicht gut, oder?

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Niemand bestreitet, dass es „Opfer“ des dreigliedrigen Schulsystems gibt, auch ich nicht. Aber gerade die Befürworter der Abschaffung sind nicht bereit, mal darüber nachzudenken, welche „Opfer“ denn ein Gesamtschulsystem hervorbringen könnte, etwa solche, die in einem gegliederten System mehr hätten erreichen können. Und das finde ich höchst verdächtig. Solche Reformer sind gefährlich, weil sie uns vom Regen in die Traufe manövrieren könnten. Wie viele „Opfer“ produziert das eine und wie viele das andere System?

Lera
2 Monate zuvor
Antwortet  -mm-

Es wird keine Antwort kommen.

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Welche Frage?

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Welche Schule besuch(t)en Ihre Kinder, sofern vorhanden?

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Ich habe keine Kinder.
Falls ich welche gehabt hätte, die bereits in der Grundschule richtig diszipliniert, strebsam und übermäßig lernwillig gewesen wären, hätte ich sie ans Gymnasium geschickt.
Hätte ich „normale“ (was auch immer dascgenau heißt) Kids gehabt, hätte ich sie wahrscheinlich an einer GemS wie der, an der ich arbeite, angemeldet. Ich wohne nicht an meinem Schulort. Wie die GemS in Nähe meines Wohnortes sind, weiß ich nicht so genau.
Meine Schule mit besserer Ausstattung (Personal und Material) wäre mein Ideal.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Danke für die ehrliche Antwort.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

„Wattebauschleben“ und dann der sprichwörtliche Stress an den G8-Gymnasien, wo es ja so schrecklich viel Leistungsdruck gibt mit der Folge von traumatisierenden Abschulungen, wie soll das denn nun zusammenpassen? Fragen Sie die Gymnasiasten, ob die sich in Watte gepackt fühlen.
Finanziell sind die Aufwendungen für Gemeinschaftsschulen natürlich höher als für Gymnasien, jedenfalls pro Schüler. In der Wirtschaft würde man von Verzerrungen des Marktes sprechen: die einen werden mehr subventioniert als die anderen.
Nicht vergessen; die Gemeinschaftsschulen sind die Lieblingskinder der Landesregierungen zumindest in Berlin und BaWü, in Bremen gilt das für die Gesamtschulen, in Hamburg für die Stadtteilschulen.

Mia
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

G8 ist kein Stress sondern letztlich ein von den Eltern ihren Kindern auferlegtes Schicksal. Die GMS werden die kommenden Probleme nicht allein wuppen können. Das wissen Sie doch eigentlich selbst.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

Die Einführung von G8 ging nicht primär von den Eltern aus. Die hatten dann ja keine Wahl ob G8 oder G9. Ich wende mich nur gegen das Wort „Wattebauschleben“. Wodurch soll das gerechtfertigt zu sein? Ich habe eher den Eindruck, die Kinder an Gemeinschaftsschulen werden von Watte umhüllt, damit sie mit keinen Ansprüchen konfrontiert werden. Das entnehme ich den offiziellen Ankündigungen auf der Webseite von Ministerien.

Pit2020
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

@Mia

„Schauen wir einfach mal was auf die herkömmlichen Gymnasien so zukommt, […] Da ist es vorbei mit dem Wattebauschleben. […] Also liebe Gymnasialer, dann mal rein ins richtige Leben. Schadet nicht, die schmuddelige Working Class live kennenzulernen.“

Liebe Mia,
nein: Ich bin KEIN Gymnasiallehrer.
Aber auch aus der Froschperspektive 😉 des Bildungszirkus (Ja, bei mir ist das Ironie, vermutlich helfen da Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl?) fällt es sofort auf: Ganz einfache Herzenswärme, das positive Denken und allgemein eine wertschätzende soziale Gesinnung perlen nur so aus Ihnen heraus.
Schön.
Muss ja eigentlich auch nur Ihnen selbst gefallen.

Aber das ganze erinnert mich an einen TV-Bericht vor langer Zeit zu einem eigentlich medizinischen Thema und vielleicht hatten Sie ja auch einfach mal das Bedürfnis zu so einer Art von „tiefer – in Ihrem Fall seelischer – Ausreinigung“, so ähnlich wie es bei der Behandlung von schwerer Akne empfohlen wird. Allerdings sollte man da nicht unkontrolliert selber dran rumdrücken (und besser auch nicht in der Öffentlichkeit, Sie wissen schon: Rücksichtnahme und so …), der ganze Eiter schwelt sonst in der Tiefe immer weiter, es kommt zu ganz schweren schmerzenden Entzündungen und üblen Narben. Das wünscht man jetzt aber wirklich niemandem, oder? Ich jedenfalls nicht, aber das muss letztlich jeder für sich entscheiden …
Vielleicht sollten Sie einfach mal ein bisschen runterkommen. Und nicht schon wieder aufregen (Bitte denken Sie auch an die Galle!), denn das gilt auch für einige andere hier. (Da die meisten Leser sicher Volljährig sind, darf sich jeder selbst aussuchen, ob und in welchem Maße man sich angesprochen fühlen möchte.)
Seit Wochen ist das Motto zu verschiedenen Themen nur noch „Immer druff, immer druff!“ – Was ist da eigentlich das Lernziel? 😉

Also, jetzt für alle: Einfach mal runterkommen.
Zur aktiven Entspannung ein – echter – kleiner Spaziergang vorneweg und dann wieder mit leichter kognitiver Kost anfangen, nachfolgend ein kleiner Gruß aus der Gedanken-Küche:

„…
Michael Musalek hat das in der Pandemie beobachtet. Er ist Psychiater und leitet das Institut für Sozialästhetik und psychische Gesundheit in Berlin. Angst, sagt er, sei ein hoch infektiöses Gefühl. Aber auch aggressive Verhaltensweisen können sich kaskadenartig verstärken. Mithilfe des Internets verbreiteten sich diese Gefühle wie Krankheitserreger über Landesgrenzen hinweg.
Ein wütender Post in sozialen Medien kann also einen ähnlichen Effekt haben, als würde man einmal kräftig in eine riesige Gruppe von Menschen niesen.

Soziale Ansteckung ist als Phänomen dank des Internets viel mächtiger, als es früher war. Die gute Nachricht ist, dass wir uns mit Meinungen, Gefühlen und Informationen nicht ganz so leicht infizieren lassen wie mit Krankheiten. Um sich mit Masern anzustecken, reicht es, einer Person zu begegnen, die Masern hat. Aber selbst wenn ich einer Person direkt begegne, die mir ihre politische Meinung erzählt, heißt das noch nicht, dass ich die andere Meinung übernehme.

Außerdem kann man auch gegen Informationen und Meinungen immun sein. Wenn ich aus einem progressiven Elternhaus komme, bin ich weniger anfällig für konservative Botschaften. Wenn ich viel Fachwissen über Windkraft habe, werden mich falsche Fakten dazu kaum erreichen.
Aber niemand ist gegen alles immun. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie wir uns nicht nur mit Viren anstecken können, sondern auch mit Meinungen, Informationen und Gefühlen.

Wenn es um Gefühlsansteckung geht, haben wir wie bei Krankheitserregern zwei Möglichkeiten, sagt Musalek. Erstens: Abstand halten, also zum Beispiel aggressive Menschen meiden oder ein Gespräch beenden, wenn klar ist, dass die Emotionen aus dem Ruder laufen. Zweitens: Das eigene Immunsystem stärken. Musalek glaubt, dass Schönheit dafür das beste Mittel ist: „Auch in einer Krise ist es von größter Bedeutung, sich möglichst viel Schönes zu gönnen“, sagt er.“
https://krautreporter.de/4553-warum-gefuhle-und-meinungen-sich-wie-krankheiten-verbreiten?utm_campaign=pocket-visitor

Egal ob vor oder nach dem roten Daumen:
Nicht vergessen „Auch in einer Krise ist es von größter Bedeutung, sich möglichst viel Schönes zu gönnen“.
Zeit für einen Spaziergang … 🙂

Sissi
2 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Knicks und Diener @ Pit2020,
reife! Leistung für einen Frosch 😉
und Krautreporter gehn einfach immer, empfehlenswert.

Ich_bin_neu_hier
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

„Schadet nicht, die schmuddelige Working Class live kennenzulernen.“ – Aber immer her damit! Nur soll sich niemand wundern, wenn man sie dann nicht wiedererkennt, nachdem die Gymnasialer mit ihnen fertig sind.

„Wattebauschleben“ – Was glauben Sie eigentlich, warum herkömmliche Gymnasien bisher erfolgreich waren? Weil sie nichts geleistet, weil die Lehrkräfte sich nicht angestrengt haben? Na klar…

Mia
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Glauben Sie wirklich an den besonderen Erfolg? Oft lese ich hier, wie scheinbar unglücklich doch die Schüler gerade auf den Gymnasien sind. Warum wohl gibt es immer wieder Bestrebungen, unvedingt von G8 auf G9 zurückruden zu müssen. Und- Noteninflation hin oder her – auch auf anderen Schulformen als Gymnasien gibt es 1,0er-Abschlüsse beim Abitur. Jetzt können Sie noch mit dem Argument kommen, das Abitur auf anderen Schulformen wäre ganz besonders leicht, aber daran glauben Sie selbst nicht

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

„Scheinbar unglücklich“ und dann „Wattebauschleben“ ? Wie soll das zusammenpassen? Mehr Logik bitte!

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

Was bitte soll denn nun die Energiekrise mit den Gymnasien zu tun haben? Glauben Sie vielleicht, mit einem einheitlichen Schulsystem gäbe es keine Energiekrise, und den Krieg in der Ukraine gäbe es auch nicht? Was Sie da bieten, ist einfach nur seichtes Geschwätz.

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Na jetzt muss ich doch nochmal:
Leute, passt mal auf, dass wir hierbei nicht vom Grundproblem zum allgemeinen uralten Streit zw. den Schularten getrieben werden und uns dort schön drollig gegenseitig Sand in die Augen werfen. Die Ressourcen sind immer knapp im Ökosystem und so besteht immer Konkurrenz und so wird jede/r immer zuerst nach seinem eigenen Stall schauen. Ich glaube, da nimmt sich niemand weitgehend aus (außer die ganz Edlen und die, die sich dafür halten). Also sprechen die Gym fürs Gym. Und die GMS für die GMS – das tun sie doch, oder?

Warum aber sollten nun die Gym für die GMS sich einsetzen, damit dort mit mehr Mitteln das womöglich einmal realisiert werden könnte, was seit Anbeginn theoretisch in Aussicht gestellt wurde, während die knappen MIttel u.U. (oder eher mit Sicherheit) dann z.B. beim Gym abgezogen werden?

Und gleichzeitg wird gesagt, dass es schon weiterhin Gym geben solle, „es braucht diese Schulform für richtig gute und ehrgeizige Kids“ … äh, das passt nicht: Denn wenn sich die Gym nicht mehr vehement für die Gym einsetzen, dann „verfallen“ die Gym. Müsste man dann nicht logischerweise sagen, alles nur noch rigoros und mit allen Konsequenzen und ohne Sicherheitsleinen auf GMS?

Möglich wäre noch der hypothetische Fall, dass die Gym sich im Luxus suhlen und aus diesem Paradies heraus sich für die GMS miteinsetzen, einfach aus Solidarität und ohne Sorge, dass ihnen das Wasser wegläuft, wenn sie nicht ständig den Finger draufhalten. Den Zustand sehe ich aber nicht. – Andersrum gefragt: Wieso setzen sich die GMS nicht für bessere Ausstattungen im Gym ein … jetzt sehen wir schon, dass die Frageweise nichts voranbringt.

Nix für ungut.

Mia
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Gymnasien sind eine Schulform von gestern. Im Heute sieht die Welt etwas anders aus, z.T. auch leider. Da ggg. Bildung nicht zwingend ganz Oben bei der Verteilung der Haushaltsmittel ansteht, werden wohl keine Oasen entstehen. Und daraus folgt, dass die Lasten gleichmäßig verteilt werden dürfen… Einer trage des Andern Last.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

„Schulform von gestern“
Das ist das übliche Totschlagsargument, aber leider nicht richtig begründet. Bildung ist auch in der heutigen Welt noch gefragt, und zwar über irgendwelche Minimalanforderungen hinaus. Mit den „Basiskompetenzen“ allein kommen wir auch nicht ins nächste Jahrhundert, auch wenn dafür so viel Reklame gemacht wird.
Es ist zynisch: Erst ruiniert man das Gymnasium durch eine Art von „Tonnenideologie“, und dann heißt es „kann weg“. Welche Schulform soll denn die künftigen Studenten an Universitäten hervorbringen, die nicht abbrechen, sondern erfolgreich sind? So wie in Südkorea ginge es zwar auch, aber Leistungsdruck will natürlich niemand haben. Aber ohne Anstrengung seitens der SuS geht es eben auch nicht, da können sich Lehrer noch so anstrengen.
„Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“

Ich_bin_neu_hier
2 Monate zuvor
Antwortet  Mia

„Gymnasien sind eine Schulform von gestern.“ – …und trotzdem sehr erfolgreich im Heute. – Sehen Sie, geht doch…

„Da ggg. Bildung nicht zwingend ganz Oben bei der Verteilung der Haushaltsmittel ansteht“ – „ggg.“ = „Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule“?“Grauguss mit Kugelgrafit“? „Gesetz über die Gemeindegerichtsbarkeit“?

Mia
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Sie sind ja besonders lustig. War lediglich ein Tipp-Fehler von mir (ggf.) und Sie versuchen, auf scheinbar hochwissenschaftlicher Ebene, dafür eine Erklärung zu finden… am Leben vorbei…

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Nur zur Information: GGG ist ganz offiziell die Abkürzung des Verbands der Schulen des gemeinsamen Lernens:
https://ggg-web.de

DerechteNorden
2 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Da es hier um GemS ging, habe ich mich dafür ins Zeug geworfen. Wenn die nicht abgeschafft werden, was ja sehr, sehr unwahrscheinlich ist, dann MÜSSEN sie besser ausgestattet werden.
Hieße das Thema „Gymnasien besser ausstatten“ wäre ich auch dabei, denn ich finde, dass dort ebenfalls Lehrkräfte verheizt werden und die Schülys auch eine viel bessere Ausstattung verdient haben.
Nein, das widerspricht sich nicht.
Wenn in Deutschland junge Menschen mehr Beachtung finden würden, dann könnten wir Klassen verkleinern. Und die Gymnasiallehrkräfte bräuchten sich keine Sorgen um ihre Arbeitsplätze machen.
Dann hätten wir Lerneliten an Gymnasien und normale Gymnasial-, Real- und Hauptschülys an GemS. In den GemS könnte man die Förderschulen wir Inseln integrieren. Die wären räumlich nicht abgetrennt, so dass keine Stigmatisierung vorkäme. Und Förderschülys, die sich gut machen, könnten sukzessive in die GemS integriert werden.
Ob Sie es glauben oder nicht, aber wir haben tatsächlich immer wieder solche Schüler*innen, die dann nicht nur den ESA, sondern auch den MSA schaffen. Seltener, aber auch das ist schon vorgekommen, haben Kids mit Förderschwerpunkt „Lernen“ am Ende das Abitur geschafft.
GemS sind auch etwas für Kids aus prekären Elternhäusern, die nicht ans Gymnasium gehen, weil die Eltern es nicht richtig finden oder sich nicht kümmern. Von denen gibt es an meiner Schule recht viele und die machen dann sehr oft ein ordentliches Abitur.

Habe ich was vergessen?

Dil Uhlenspiegel
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Danke.

Ich_bin_neu_hier
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Habe ich was vergessen?“ – Wenn man davon ausgeht (was ich tue), dass es Ihnen um eine sachliche Diskussion ging: Nein, durchaus nicht.
Im Vergleich zu vielen anderen Beiträgen unter diesem Artikel fehlt Ihrem Post allerdings jegliche Polemik. Aber das halte ich, wie gesagt, für Absicht – und habe es als sehr wohltuend empfunden.

Gerd Möller
2 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

@DerrechteNorden:
Schließen mich Ihnen an. Auch ich will das Gymnasium nicht abschaffen, da dies politisch nicht durchführbar ist in Deutschland. Aber Zweigliedrigkeit wird sich auf Dauer durchsetzen. siehe stetiger Rückgang der Realschulen.
Gruß Gerd Möller

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Die Zweigliedrigkeit wird nicht „sich durchsetzen“, sie wird durchgesetzt WERDEN – weil billiger.

Gerd Möller
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

@ Lera:
Warum „billiger“ ?

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Ein gewisser Ulf Preuss-Lausitz vom „Team Inklusion“ meint:

„Das gegliederte Schulsystem ist die teuerste aller Varianten. […]

mit der gemeinsamen Nutzung von Sporthallen, Fachräumen, Bibliotheken, Küchen und Mensen [… sind gemeinsame Schulen] die günstigste Perspektive.“

http://www.dagmarwilde.de/vofu/pdfs/vortrpreuss_lausitz.pdf

Hätte man aber auch ohne professoralen Rat drauf kommen können, lieber Gerd.

Gerd Möller
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

Sorry, Lera, ich bezog Ihr Argument auf den Gegensatz „wird sich durchsetzen“ und „wird durchgesetzt“

Gerd Möller
1 Monat zuvor
Antwortet  Lera

@ Lera:
Hier nun die Fakten zu „wird sich durchsetzen“ (Abstimmung mit den Füßen) anhand der Amtlichen Schuldaten für NRW:
1970/71:
HS: 55,9%; RS: 19,1%; Gesamtschulen: 1,2%; Gy: 23,8%
1980/81:
HS: 43,4%; RS: 22,9%; Gesamt : 3,1%; Gy: 30,7%
1990/91:
HS: 25,5%; RS: 24%; GES: 14,3%; GY: 36,3%
2000/2001:
HS: 18,9%; RS: 28,7%; GES: 15,9%; GY: 35%
2010(2011:
HS: 12,3%; RS: 28,7%; GES: 18,9%; GY: 39,5%
2015/2016:
HS: 4%; RS: 21,1%; GES (26,1%)+Sekundar- , Gemeinschaftsschule: 33%; GY: 41,3%
2016/2017:
HS: 3,8%; RS: 20,5%; GES (27,4%) + Sekundar-,Gemeinschaftsschule: 34,3%; GY: 40,7%
2018/2019:
HS: 3,6%; RS: 20,3%; GES (29,9%) +Sekundar-,Gemeinschaftsschule: 33,7%; GY: 41,7%
2020/2021:
HS: 3,4%; RS: 20,5%; GES(28,9%)+Sekundarschule: 34,1; GY: 41,2%

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Beeindruckend.

Aber die Frage war ja gerade WARUM es diese Entwicklung gibt – nicht OB.

Große Überraschung: Diese Entwicklung ist erklärtes Ziel der Bildungspolitik.

Ich meinte bei Ihnen zwischen den Zeilen (Hermeneutik!) gelesen zu haben, dass Sie eventuell ein ganz kleines bisschen daran glauben, diese Entwicklung sei eine Bestätigung für die Qualität der Gemeinschaftsschulen.

Und das wollte ich natürlich nicht unwidersprochen stehen lassen.

Beste Grüße

PS: Vielen Dank nochmal für diese akkurat präsentierten Zahlen, ich bin auch gar nicht gegen Fakten – nur zum Thema sollten sie halt passen. So hatte ich kurz den – sicherlich falschen – Eindruck, dass es sich um eine reine Pose halten könnte. Aber da ich um Ihre Hermeneutik-Schwäche weiß, verzeihe ich Ihnen 😉

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Gerd Möller

Die Politiker wollen ihre eigenen Kinder nicht an Mittel-, Sekundar-, Ober-, sonstwas Schulen anmelden müssen. Wasser predigen und Wein saufen muss bleiben.

Indra Rupp
2 Monate zuvor

Ich bezweifle, dass es am Konzept liegt, denn bei uns in NDS scheint es anders zu laufen :

Bei uns gehen diejenigen, mit eindeutiger Gymnasialempfehlung am ehesten aufs Gym. Es gibt, meine ich, wenigere, die mit Realempfehlung dorthin gehen (in einem anderen mir bekannten Ort ohne IGS gibt es mehr Realschulkinder am Gymnasium) , denn es gibt ja auch noch die IGS. Dort ist man sicherer, scheitert nicht so schnell, kann sich auch noch einmal aufrappeln und im Zweifelsfall Abi machen – oder auch nicht. Der Nachteil der beiden Gesamtschulen in unserer Nähe :Sie sind riesig! Denn die meisten wollen dorthin. Diejenigen, die fürchten am Gym zu scheitern (vielleicht auch nur mental) und diejenigen, die finden, an der Oberschule (Haupt und Real) ist man ein Assi. An der Gesamtschule dagegen ist äußerlich nicht erkennbar, ob man ein Abikandidat ist – oder nicht.

Man merkt eindeutig, dass es einen Unterschied gibt, zwischen den Kindern mit „Oberschulempfehlung“, die an der IGS genommen werden und denjenigen, die mit der Oberschule vorlieb nehmen müssen. Diejenigen, die mit der Oberschule vorlieb nehmen müssen, kommen mehrheitlich aus schwierigeren Verhältnissen, zeigen ein schwächeres Arbeits-und Sozialverhalten, der Anteil an Heimkindern und Migranten ist deutlich höher. Kurz, die Oberschule wurde zum Abstellgleiß und zur neuen Hauptschule, was ja eigentlich nicht vorgesehen war. Die beiden IGS dagegen, nehmen quasi als Alibi einen Teil an Inklusionskindern und Migranten auf – und ansonsten die eindeutig stärkeren Kinder! Was dreist ist: Offiziell läuft das Auswahl Verfahren nach dem Losprinzip. Kennt man dagegen Lehrer privat, so wie ich durch ein bestimmtes Hobby, dann weiß man, dass das nicht so ist! Und es ist auch einfach optisch offensichtlich.

Auch bei den Klassenkameraden meiner Kinder, wurden am Ende diejenigen nicht an der IGS genommen, die lernschwierigkeiten ect hatten, angeblich aus Zufall…

Es gibt dann aber auch Einzelne mit sehr guten Noten, die gewollt an die Oberschule gehen, vor allem wegen der kleineren Klassen < 20! Auch, weil sie in ihrem Wohnort mit kurzer Fahrtzeit bleiben wollen, dort auch schon die GS besucht haben und sich einfach dort wohlfühlen. Diese Kinder sollen eben auch noch Kindheit und Freispielzeit haben und der "Ernst" mit Gymnasium und Abi soll eben erst später, also nach der 10., kommen.

In der Klasse meiner Tochter sind einige Mädchen, die lauter Einsen schreiben. Die stärken die Klasse und sorgen für ein gutes, auch soziales Klima. Meine geistig behinderte Tochter hatte ein halbes Jahr die Förderschule besucht und will dort nie wieder hin! "Da sind alle verrückt!" sagt sie. Auch hatte dort keiner ihre Talente entdeckt (Kunst), an der Oberschule sofort! Durch die starken Kinder in der Klasse geht es ihr dort richtig gut (nein, sie ist sehr pflegeleicht und bremst die anderen nicht, sondern beschäftigt sich eher mit Abs, während der Lehrer sich um die Anderen kümmert) .
In der Klasse meines Sohnes ist er der Überflieger und tut ebenfalls seiner Klasse gut. Der Druck auf dem Gym wäre mitunter eher kontraproduktiv für ihn gewesen. Das er sich schlechter entwickelt weil er nicht auf dem Gym ist, kann ich nicht erkennen, dass es meiner Tochter (die zweierlei ausprobierte) an der OS besser geht als an der FS aber sehr wohl!

Fazit ist :

– Im Jahrgang 9 waren nur 11 Kinder in der Klasse meines Sohnes (manche zählen doppelt wegen Förderbedarf). Dies hat die Klasse nicht verbessert, weil 10 davon relativ lustlos waren. Jetzt mit Zusammenlegung sind es 20 und es geht etwas besser, da mehr interessierte Schüler dabei sind.

-Das die IGS besser und die Oberschule schlechter läuft, liegt an der Schüler Zusammenstellung, die bei uns zu Gunsten der IGS läuft!

– Das Gymnasium ist besser als die IGS, weil prozentual die leistungsstärksten Kinder dorthin gehen!

-Durch die IGS sind weniger Kinder ohne Gym Empfehlung am Gymnasium

-So oder so trägt die IGS aber das Los, riesig zu sein, was natürlich auch nachteilig ist.

Frage : Kann es sein, dass es im konservativen Süden vielleicht eher andersrum läuft und die "besseren" das rare mehrgliedrige Schulsystem schätzen, so dass die Gesamtschulen dort zum Abstellgleiß wurden? Bei uns sind Gesamtschulen rar und beliebt und die Ergebnisse wären genau umgekehrt, wenn dort so ein Test gemacht würde, mit Ausnahme des Gymnasiums, welches natürlich immer noch die "Elite" anzieht und praktisch nicht mit Inklusion/Integration ect zu tun hat.

Ron
2 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ihre Tochter mag die richtige Wahl getroffen haben und es steht auch außer Zweifel, dass in den Oberschulen engagierte Kollegen arbeiten, die ein besonderes Augenmerk auf Inklusion haben. Trotzdem bleibt festzustellen, dass die Lernergebnisse der Oberschulen in der breiten Masse katastrophal sind. Das ist für ein Land, dass auf Intelligenz und Leistungsträger angewiesen ist, ein Desaster und muss beendet werden.

Last edited 2 Monate zuvor by Ron
Palim
2 Monate zuvor
Antwortet  Ron

Schicken wir einfach alle zum Gym, dann passen die Ergebnisse beim nächsten Mal.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Was soll denn Ihre Aussage im Kern sein?

Indra Rupp
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Pro Gemeinschaftsschule!

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Und die Oberschule kann man dann abschaffen? Auf der Homepage der nds. Kulturministerium wird die aber auch hoch gelobt. Sie fördert angeblich auch das soziale Lernen und kann ein „gymnasiales Angebot“ enthalten. Man spricht von berufs-, aber auch studienbezogenen Bildungswegen, klingt doch gut. Was ist denn da der Knackpunkt?

Indra Rupp
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Und das die Studie einen Haken hat, wenn die Schülerzusammenstellungen der Schulen nicht vergleichbar sind.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Bei PISA hat sich niemand darum gekümmert, ob die Schülerzusammenstellungen der Schulen in den diversen Ländern vergleichbar sind. Also hat auch PISA denselben „Haken“ ?
Es gibt ein Gerücht, dass manche Länder deshalb auch gleich Eliteklassen in den PISA-Test geschickt haben.

Selbsterfahrungsplattform-nee!
2 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Muss man, um Ihre-ich nenne es mal Kernaussagen- zu verstehen, wieder einmal einen epischen Exkurs in die private Lebensführung und Befindlichkeit erhalten?

Ach Gottchen
2 Monate zuvor

Wieso machst du das? Unterirdisch! Wenn es dich nicht interessiert, ließ es einfach nicht.
Mich interessiert es. Also mach bitte so weiter Indra

GEW-nee!
2 Monate zuvor
Antwortet  Ach Gottchen

Sind hier alle per Du?

Cuibono
2 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Was genau sind „bessere“ Schüler?

Im besten Fall leistungsstarke mit vernünftigen Sozialkompetenzen würde ich nach Ihrem Post meinen.

Aber auch nicht so leistungsstarke SuS mit vernünftigen Sozialkompetenzen bereichern selbstverständlich jede Klasse, soweit sie nicht komplett überall überfordert sind.

Schwierig wird es doch immer in Klassen und Schulen mit sozial auffälligen Kindern, die eine bestimmte Menge überschreiten. Leider scheizes davon immer mehr zu geben. Und der Irrglaube, daß diese Kinder nun von den anderen ein vernünftiges Sozialverhalten lernen, scheint auch nur in Schulbehörden (Sparen) und bei Ideologen verbreitet zu sein.

Wie man Ihrem Post sehr schön entnehmen kann, sind Eltern ganz anderer Ansicht und stimmen entsprechend mit den Füßen ab.

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Cuibono

„… stimmen entsprechend mit den Füßen ab.“
Und werden dann gescholten, weil sie die staatlichen Maßnahmen zur maximalen Vermischung der SuS unterlaufen. Und einige „Bildungswissenschaftler“ erläutern in Schriften von parteinahen Stiftungen salbungsvoll, dass uns nur die maximale Heterogenität in jeder Lerngruppe noch retten kann. Die Schuld wird dann eben nicht den Eltern der sozial auffälligen Kinder gegeben, sondern den Eltern derer mt einem vernünftigen Sozialverhalten, die lieber unter sich bleiben würden, weil ihnen und den Kindern das viel Ärger erspart. Gerüchte besagen, dass dies mit eine Motivation dafür ist, auch nicht so besonders leistungsstarke Schüler auf die Gymnasien zu schicken, einfach, weil das Benehmen dort immer noch etwas besser als sonst ist. Dasselbe sagt man katholischen Privatschulen nach (wobei ich alles andere als ein Freund des Katholizismus bin).
Wer das alles für Spinnerei hält, schaue sich den Film „Kampf im Klassenzimmer“ an.

Indra Rupp
2 Monate zuvor
Antwortet  Carsten60

Ich war auf der Realschule und hatte mich richtig gefreut, als nach dem ersten Jahr die ganzen „Auffälligen“ weg waren und man eine friedliche, leistungsstarke Klasse hatte. Da konnte man NATÜRLICH auch viel besser in Ruhe lernen. Allerdings hatte ich schon als Kind ein schlechtes Gewissen, denn IRGENDWO müssen die ja hin! An Haupt – und Förderschulen gibt es eben auch nette Kinder und ausgerechnet diese schwächsten aller Kinder sollen jetzt die „Auffälligen“ mittragen…..? Das kann einem am Gym dann ja egal sein und weil das die Mehrheit der Eltern ist, stimmen die dann natürlich auch für das mehrgliedrige Schulsystem. Vielleicht sollte man mal nur diejenigen fragen, die es betrifft? Meine Tochter wollte nicht von der Förderschule weg, wegen der anderen „richtig“ beeinträchtigten Kinder, sondern wegen der vielen auffälligen Jungs! Das war unerträglich! Und ich bezweifle, dass man die wirklich „beeinträchtigt“ nennen kann, sie sind einfach verwahrlost! Wenn man das dann zur Behinderung erklärt, kann man mit der Begründung ja jeden, der nicht ganz konform ist, den Haupt-und Förderkindern aufdrücken. Das ist einfach mies!

Carsten60
2 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Erzählen Sie doch mal mehr von den „auffälligen Jungs“. Was war da auffällig? Vielleicht ein brutales Benehmen anderen gegenüber? Oder was sonst?

Carsten60
2 Monate zuvor

Hier lobt sozusagen eine Partei ihre eigenen Reformen, und zwar mit einer wissenschaftlichen (Auftrags-)Studie:
https://library.fes.de/pdf-files/bueros/stuttgart/12121.pdf