Lehrermangel: Land will Erzieherinnen (ohne Abitur) als Grundschullehrkräfte einstellen

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Sachsen-Anhalt will angesichts des Lehrermangels auch Erzieherinnen und Erzieher als Lehrkräfte an Grundschulen einsetzen. Dies ist Teil einer neuen Ausschreibungsrunde für Lehrkräfte, wie das Bildungsministerium mitteilte.

Kita-Fachkräfte haben alle Hände voll zu tun – aber sind sie auch qualifiziert, um als Lehrkräfte zu arbeiten? (Symbolfoto)  Foto: Shutterstock

Bewerben können sich demnach auch Menschen, die über einen Realschulabschluss und eine abgeschlossene Ausbildung als staatlich anerkannte Erzieher*in verfügen und die mindestens drei Jahre eine berufliche Tätigkeit an einer Grundschule nachweisen können.

In der neuen Ausschreibungsrunde sind insgesamt 521 Stellen verfügbar, die meisten an Sekundarschulen (189) und Grundschulen (109). Bei 226 der ausgeschriebenen Stellen ist eine Gehaltszulage möglich, da sie als schwer besetzbar gelten.

Erzieherinnen und Erziehern, die als Lehrkraft arbeiten wollen, werden laut Ministerium zunächst auf ein Jahr befristete Stellen angeboten. Bei Teilnahme an einer Qualifizierung und Bewährung als Lehrkraft winkt ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Eigenverantwortlicher Unterricht in Mathematik und Deutsch in den ersten beiden Schuljahren ist laut Ministerium für sie ausgeschlossen, in Religion und Sport gilt dies bis zum Abschluss der erforderlichen Qualifizierung.

Sachsen-Anhalt kämpft wie auch andere Bundesländer mit einem massiven Unterrichtsausfall. Mitte Juni waren in einer größeren Ausschreibungsrunde bereits 568 Stellen angeboten worden. Grundsätzlich sind Bewerbungen als Lehrkraft nicht an das Schuljahr gebunden, sondern das ganze Jahr über möglich, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Unbesetzt gebliebene Stellen würden sofort wieder in das Bewerbungssystem eingegeben. News4teachers / mit Material der dpa

Lehrermangel: Bundesland bekommt nicht mal ein Viertel seiner freien Stellen besetzt

 

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KARIN
9 Monate zuvor

Ja genau, nehmt den Kitas das Personal weg!
Dort wird dann noch weniger eingeübt, deutsche Sprache vermittelt, Personal reduziert, Kitagruppen reduziert, Öffnungszeiten reduziert!
Berufstätige Eltern, hauptsächlich Mütter reduzieren dann ihre Arbeitszeit, werden dadurch evtl. entlassen, Fachkräfte werden vom Arbeitsmarkt abgezogen!
Wer so eine undurchdachte Schnapsidee ausbrütet, sollte seines Amtes enthoben werden! Ich kann nur noch mit dem Kopf schüttelt!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Das ist keine „undurchdachte Schnapsidee“, sondern eine Notlösung – und Notlösungen, können, müssen aber nicht schlecht sein.

Wie kommen Sie auf die Idee, dass man den Kitas dadurch das Personal „wegnehmen“ würde? ErzieherInnen entscheiden selbst, ob sie irgendwann aus der Kita in eine andere Institution wechseln wollen. Gerade ältere Fachkräfte würden sowieso wegen ihrer Knochen aufhören. Und viele Jüngere haben sowieso fest eingeplant, noch zu studieren, denn den Gruppendienst wollen sie sich nicht dauerhaft antun.

Ich weiß nicht, ob es in Sachsen-Anhalt so wie in NRW Schulbegleitungen gibt. Jedenfalls haben unsere Schulbegleitungen so viel Unterrichtsstoff angehört und „ihren“ Kindern mit Förderbedarf erklären müssen, dass etliche sehr wohl in der Lage sein werden, einen passablen Unterricht abzuhalten. Gelegentlich springen auch welche immer wieder ein, wenn mal eine Lehrkraft ausfällt. ErzieherInnen sind ja schließlich nicht strutzdumm und können definitiv mehr als Mandalas ausmalen zu lassen. Übrigens hat das Lehramt auf Grundschule hat – leider – (wie der Erezieherberuf auch) nicht den allerbesten Ruf, was erforderliche intellektuelle Fähigkeiten angeht. Insofern wünsche ich mir mehr Verständnis und Solidarität gegenüber den KollegInnen, die bereit sind, sich auf eine neue Aufgabe an Grundschulen einzulassen.

Nicht wenige ErzieherInnen haben schon von eigenen und fremden Kindern in der Grundschulzeit zu hören bekommen „Du kannst viel besser erklären als meine Lehrerin“.

Bei dem Thema wünsche ich mir etwas mehr Gelassenheit. Das Abitur ist heute insgesamt leichter zu schaffen als früher und als Gradmesser für die Fähigkeit, Kindern Wissen vermitteln zu können, taugt es nur bedingt.

Dass wir in Kitas mit studierten Fachkräften aus dem Ausland gemeinsam Kinder betreuen müssen, halte ich für bedenklicher. Nicht alle „Anerkannten“ können so gut Deutsch, wie man es sich wünschen würde. Vielen fällt es schwer, die Kinder zu verstehen. Wenn Dialekt gesprochen wird, klappt manchmal gar nichts mehr und vieleArbeitsmigrantinnen bleiben nicht lange. – Und wenn wichtige Absprachen misslingen, ist die Aufsichtspflicht gefährdet.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Ob ich mir im höheren Alter den Wechsel in eine Grundschule als Erzieherin zur Lenrkraft wünschen würde?
In der Grundschule sind sie oft mit 25 – 30 Kindern,teils mit Inklusionsbedarf, teils mit schlechten oder keinen Deutschkenntnissen, teils schon lesenden und rechnenden, sowie Kindern, welche dies noch nicht beherrschen alleine! zuständig und sollen, müssen allen gerecht werden.
Ausserdem erwarten die Eltern, dass dort Stoff, überprüfbar, vermittelt wird. Leider werden auch schon in der 1. und 2. Klasse Lernzielkontrollen geschrieben.
Der Leistungsdruck bei den Kindern und bei den Lehrkräfte ist immer präsent, was im Kindergarten nicht vorhanden ist!
Viele Grundschullehrkräfte arbeiten nicht in Vollzeit und viele davon nicht nur weil eigene Kinder daheim noch zu betreuen sind!
Eine Freundin von mir sagte, wenn sie nach 6 Std. in der Grundschule nach Hause kommt, liegt sie erstmal auf ihr Bett und starrt nur die Decke an oder macht die Augen zu, so leer ist ihr Kopf, damals war sie Anfang 50! Total ausgelaugt, teils mit Kopfweh, da Kinder einfach auch Lärm machen und erschöpft vom Ermahnen, Stoff erklären, Trösten, Kontollieren und vielem mehr.
Sie hatte damals einen erwachsenen Sohn und nur ein 3/4 Deputat!
Ich selber habe in einem Berufsschulzentrum gearbeitet!
Also, ob im höheren Alter ein Wechsel in die Grundschule angedacht wird, mit dem Glauben, dass es dort besser wird als im Kiga, macht sich was vor und könnte bitter enttäuscht werden!

JoS
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Die Frage ist nur, was die Erzieherinnen den Kindern so erklären. Ich würde da im Zweifelsfall den Unterrichtsausfall vorziehen und mein Kind selbst beschulen. Wenn es Ihnen aber nur um die bloße Verwahrung in der Schule geht, damit die Eltern in Ruhe arbeiten können, ist das ja auch ein Statement.

potschemutschka
9 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Horterzieher der DDR hatten eine spezielle Ausbildung für diese Altersgruppe und diese Aufgaben (Erzieher für Grundschulkinder) und eine Lehrbefähigung für ein Fach der Unterstufe. Letzteres wurde ihnen aber nach der Wende nicht anerkannt.

Alise
9 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Also ich bin Erzieherin und wenn ihr Kind einen Kindergarten besucht hat indem Bildung nicht so ernst genommen wurde dann verstehe ich ihre Einstellung.
Aber man kann nicht alle Erzieher/innen über einen Kamm scheren. Ich nehme meinen Beruf sehr ernst und mir liegt die Entwicklung aller Kinder sehr am Herzen. Ich habe auch schon an ein Studium zur Grundschullehrkraft gedacht allerdings überlegt man sich das im Alter von 28 lieber drei mal. Ich würde mich über eine solche Möglichkeit ohne Studium sehr freuen!

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Nicht wenige ErzieherInnen haben schon von eigenen und fremden Kindern in der Grundschulzeit zu hören bekommen „Du kannst viel besser erklären als meine Lehrerin“.

Bei dem Thema wünsche ich mir etwas mehr Gelassenheit!

Schon diese Aussage finde ich seltsam:

da sitzt eine Erzieherin mit “ einem Kind“ am Tisch und erklärt schon durchgenommen Stoff erneut, vielleicht mit vielen Beispielen oder Bildern usw. einem etwas langsameren Kind den Stoff schön aufbereitet, mit viel Zeit für Einzelbetreuung!
Dieses Sätzlein habe ich damals auch ab und zu von meinen Kindern gehört, wenn ich ihnen bei den Hausaufgaben geholfen habe! Ist doch klar, dass dies oft vorkommt, bei 25 – 30 Kindern in einer Grundschulklasse , so zumindest bei meinen Kindern geb. 90 und 92! Da gab es nur eine Lehrkraft pro Klasse , Aus diesem Satz auf eine Lehrbefähigung zu schließen ist sehr naive gedacht!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Kann es sein, dass Sie noch nicht wissen, dass Fachkräfte als Schulbegleitung stets Kinder zu betreuen haben, die einen erhöhten Förderbedarf haben? Für ein Eingehen auf sie ist nicht selten fundiertes Fachwissen erforderlich. Schaffen die Erzieherinnen es, dass beispielsweise ein zuvor extrem ängstliches autistisches Kind am Unterricht teilnehmen kann und Freunde findet, denken manche, dass die Erzieherin einen absolut leichten Job hätte. Aber bei Autistem muss sehr umsichtig überlegt und geplant werden. Wenn das gelingt, fällt gar nicht mehr auf, welche engagierte Arbeit zu den Erfolgen geführt hat.

In der Praxis kann es bei erfolgreicher Arbeit dazu kommen, dass von pädagogischen Laien betreute Kinder mit weniger Förderbedarf schwieriger wirken. Und wenn dieses Kind ausrastet, ist es nicht die Aufgabe einer „nur für ein Kind“ zuständigen Fachkraft. Dass diese von einem Träger angestellt wurde und nur für das ihr zugeteilte Kind Verantwortung trägt, vergessen manchmal Lehrer immer wieder und meinen dann irrtümlich, es stünde ihnen zu, die Schulbegleitung auf Klassenfahrt als Aufsichtsperson mit einzuplanen oder sie wollen sie zum Kopieren wegschicken und sind erstaunt, wenn dies nicht übernommen wird.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Sie sagen es ja selbst, eine eins zu eins Betreuung leisten Sie!
Wunderbar!
Nur sitzen in ganz gewöhnlichen Klassen auch oft und immer öfters mehrere verhaltensauffällige Kinder, welche den Unterricht dann komplett schmeißen oder so viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, dass kaum Unterricht möglich ist!
Dies nicht nur einmal sondern öfters!
Wie gesagt, eine Lehrkraft für 25 – 30 Kinder und kein Extrapersonal, was sich mal um Einzelne kümmern könnte!
Ganz alleine!

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Es geht doch seit Beginn dieser Kommentare um den Wunsch einiger, schon länger als Kindergärtnerin arbeitenden Erzieherinnen in den Schuldienst als Grundschullehrer wechseln zu wollen, um Nichts anderes geht es hier!
Was erzählen Sie mir dann von Einzelbetreuung usw.??
Thema verfehlt würde ich sagen, oder?

Bayer
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Eigentlich ist es noch schlimmer.
Es geht darum – mitwemauchimmer – zunächst “ auf ein Jahr befristet “ offene Stellen abzubauen.
Wenn nicht durch Erzieherinnen, was noch gut zu verkaufen ist, dann halt durch ? Säuglings/Kinderkrankenschwestern; mal sehn was als Nächstes kommt.
Es werden einige wenige schaffen, die die auf der Strecke bleiben, Scheiternde interessieren in glorreichen Gefilden keinen.
Es macht doch keinen Sinn, sich über den glorreichen Aktionismus zu streiten, zumal Sie beide (wie auch ich als BSLer) die Anwärter kennen und wissen, dass nur wenige geeignet wären und viele sich einfach zu viel zutrauen.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Danke für diese Worte!

unverzagte
9 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Fataler Mangel an fähigen Fachkräften auch im Bildungssektor wiederholt sich: Insbesondere auf dem Land wurden nach dem 2.Weltkrieg Lehrende mit Teilbefähigungen eingesetzt, ein Direktor mit chronisch cholerischen An – bzw- Ausfällen war da sehr willkommen, schließlich konnte er naturwissenschaftliches Fachwissen vermitteln, pädagogische Qualifikationen wurden wohl überbewertet. Ein ehemaliger General als Schulleitung tätig, der seinem Gegenüber nicht in die Augen sehen kann und schulische Maßnahmen mit kriegerischen Strategien vergleicht, hab ich selbst noch im Referendariat erleben dürfen – kein Thema für unnötige Erregung in einer Weltstadt.

Die zentrale Frage ist doch vielmehr, ob und ggbf. welche anderen Möglichkeiten sich bieten ? Weiterführende Lösungsvorschläge brauchen wir, pessimistische Orakeleien sind es eher nicht.

Mir erscheint eine unterrichtende Erzieherin mit entsprechender fachlich ausgerichteter Fortbildung als das kleinere Übel im Vergleich zum Unterrichtsausfall bzw. weiterhin Vertretungen von 2-3 Klassen auf dem Schulhof.

Bayer
9 Monate zuvor
Antwortet  unverzagte

Jein,
Die Tatsache: es fehlen (GS)Lehrer, wird durch den Einsatz von Erzieherinnen ( die ich auch schon ausbilden durfte) übertüncht, d.h. das Problem kann etwas abgemindert werden , aber „effektiv weiterführende Lösungsvorschläge“ suche ich dabei.
Ich hoffe, dass “ entsprechend fachlich ausgerichtete Fortbildung “ zeitnah stattfindet und nicht im Schuljahresverlauf von den KuK zusätzlich zu stemmen ist. (erlebt bei einigen Quereinsteigern, von denen dann viele wieder ausschieden)
D.h., das alles hört sich nicht nach einem nachhaltigen Plan an.

unverzagte
9 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Es ehrt Sie als SL, dass sie befürchtete Mehrarbeit von KuK befürchten und diese vermeiden möchten, aber Menschen ändern nunmal ihre Pläne, das gilt nicht nur für Erzieher*innen.

Der Mangel ist derweil wohl allen Beteiligten bekannt und dass der dringend nötige „nachhaltige, effektive Plan“ weiterhin in der Findungsphase ist, dürfte auch allen klar sein.

Also muss (!) es darum gehen, auch halbgaren Zwischenlösungen Vorteilhaftes abgewinnen zu können. Es kann und wird nicht in Ihrem Sinne sein, dass alltäglich SuS weiterhin Aufbewahrung durch studierte LuL erfahren…

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Mit „Thema verfehlt“ gehen Lehrer manchmal sehr großzügig um. Sie haben mir aber leider irrtümlich unterstellt,ich wäre Schulbegleiterin. Ich habe als Springerin in der OGS und in Kitas gearbeitet und fahre momentan nur noch zu Lesungen in Einrichtungen oder nehme allenfalls ausnahmsweise noch einen Vertretungseinsatz an.

Das Thema hier ist, dass das Bildungsministerium sich entschieden hat, auch Bewerbungen von ErzieherInnen für das Unterrichten in Grundschulen anzunehmen und dies bekannt gemacht hat, damit mehr Bewerbungen für den Schuldienst eintreffen. Der Bedarf ist so groß, dass man es für angebracht hält, Fachkräfte aus einem anderen Bereich einzustellen.
Dass Erzieherinnen dazu Stellung beziehen, war zu erwarten, Aber ich würde nicht davon ausgehen, dass alle, die diese Öffnung in Ordnung finden oder sogar begrüßen, tatsächlich ihre derzeitige Stelle aufgeben wollen oder aus dem Ruhestand heraus eine Stelle an der Grundschule annehmen wollen.

Da ich als Kind auch von so genannten Mikätzchen unterrichtet wurde, sehe ich es nicht als Problem an, wenn auch heute mal die Möglichkeit geschaffen wird, dass Externe ohne ein Studium auf Grundschullehramt an Grundschulen unterrichten dürfen. Das wird schon nicht der Untergang unserer Kultur sein und es kann vielleicht sogar ermutigend auf Schüler wirken. Ihnen wird ja heute fast suggeriert, als ob das Abitur ein Muss wäre. – In Berufsschulen gibt es auch Lehrermangel und auch dort lässt man mittlerweile Handwerker unterrichten.

Es wäre schön, wenn Lehrer anderen zutrauen könnten, dass sie nach einer Einarbeitungszeit durchaus eine gute Arbeit leisten können. Und wenn studierte Pädagogen nicht mehr so tun, als breche ihnen ein Zacken aus der Krone, wenn andere nicht so lange wie sie auf einen Einsatz als Lehrkraft warten müssen. Ich vermute, dass die zum Schuldienst zugelassenen Erzieherinnen einiges mehr an Lebenserfahrung mitbringen als Referendare, die eine größere Gruppe Kinder erst im Referendariat verantwortungsvoll zu anzuleiten haben.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Diese „Handwerker“ unterrichten nur fachgebunden ihr Handwerk, was sie von der Pike auf gelernt haben!
Sie haben zudem den Meistertitel und in dem Betrieb aus welchem sie kommen zudem die Quantifizierung der Lehrlingsausbildung durchlaufen, was von der IHK durch eine Prüfung erworben wird.

Sie unterstellen mir ich hätte Ihnen unterstellt sie wären Schulbegleiterin.
Dies ist mitnichten So..
Sie schreiben viel von Einzelbetreuung, manchmal auch kurzfristig Unterricht geführt.
Worauf würden sie dann schließen?

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Qualifikation!
Im Referendariat unterliegen sie noch der Aufsicht einer erfahrenen Lehrkraft.
Ihre Unterrichte werden sehr gut vorbereitet ( ausgearbeitet) und danach besprochen.
Sie erteilen nur sehr wenig Unterricht, da sie noch in der Ausbildung sind.
Sie erteilen nur Unterricht in den Fächern, welche sie auch studiere.
Sie können sie keineswegs mit Ihrem Vorhaben vergleichen!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Es ist nicht mein Vorhaben, sondern das der Landesregierung von Sachsen-Anhalt!
Nur weil Lehrkräfte für Schulen jetzt fehlen, wird nach ErzieherInnen gesucht, die bereit sind, Grundschüler zu unterrichten. Das ist doch das Entscheidende: Es soll akut etwas gegen Unterrichtsausfall unternommen werden. Würde man diejenigen, die jetzt bereit sind, ohne Studium auszuhelfen, erst studieren lassen, würden sie frühestens in ein paar Jahren an den Grundschulen arbeiten können.

Warum haben so viele Lehrer damit Probleme? Kein Lehrer wird durch den vorübergehenden Einsatz von Ungelernten arbeitslos werden. Welche Lösungen sind denn kurzfristig für Lehrkräfte akzeptabel oder gar empfehlenswert?

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Sie verstehen es wirklich nicht, oder?
Personen mit pädagogischer Ausbildung und ebensolchen Erfahrungen, aber ohne Lehrbefähigung können nicht vollumfänglich als Lehrer*innen eingesetzt werden. Sie bekommen – genau wie Quer-, Seiteneinsteiger, Oberschul- / Gymnasiallehrer*innen – die leichteren Klassen / Aufgaben (meine Erfahrung !! an Grundschulen) und müssen zusätzlich angeleitet werden. DAS bedeutet wieder Mehrarbeit für ausgebildete Lehrer*innen.
Durch diese ewige Flickschusterei im Bildungswesen werden notwendige Reformen einfach immer weiter auf die lange Bank geschoben und letztendlich ist NIEMANDEM geholfen – weder kurz- und erst recht nicht langfristig.

gehtsnoch
9 Monate zuvor
Antwortet  Klara

Es feht als Erzieher dann möglicherweise einfach nur die damalige zusätzlich zu erwerbende Ergänzungsausbildung in Fächern der unteren Klassen zur Anerkennung.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Danke. Und ich kann mir vorstellen, dass durchaus einige Erzieher oder sogar intelligente und einfühlsame Menschen ohne pädagogische Ausbildung durchaus in der Lage wären, Grundschülern das zu vermitteln, was Lehrer ihnen auch (mal mehr oder mal weniger gut) vermitteln.

Es ist mir unbegreiflich, dass so viele Lehrer hier meinen, dass es ausgeschlossen sei, dass jemand ohne Studium sich aufgrund anderweitiger Lebenserfahrungen in ihren Beruf einarbeiten könne. Ich finde es unrealistisch, zu meinen, allein ein Studium befähige zum Unterrichten der jüngsten Schüler. Dass nicht jeder einen Mathe LK übernehmen kann, liegt daran, dass höhere Mathematik viele überfordert, aber wenn ftühere Grundschullehrer eine gute Arbeit geleistet haben, – und das haben wohl viele – dann kann diese Erfahrung kreativ genutzt werden, um sich auf eine Aufgabe einzulassen, für dei momentan die ausgebildeten Lehrer fehlen.

Müsste eigentlich jede Notlösung verboten werden? Werden Kinder besser gebildet, wenn immer wieder Unterricht ausfällt? Ist Unterrichtsausfall wirklich besser für Kinder als wenn jemand anders ihnen Lesen, Schreiben, Rechnen und Sachkunde beibringt. So wie Lehrkräfte Arbeitsmaterialien nutzen, könnten Erzieher es auch.

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Eine „Ergänzungsausbildung in Fächern der unteren Klassen“ ist mir nicht bekannt.

Hubbeline
8 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Warum so viele Lehrer damit Probleme haben?

Ganz einfach – und ich denke das ist bei ErzieherInnen mit Ausbildung vergleichbar – wir alle durch den Einsatz von Ungelernten oder Andersgelernten selbst überflüssig gemacht werden. Wozu denn noch eine angemessene Ausbildung (damit meine ich auch ein Studium), wenn es auch auf der Schmalspur irgendwie geht. Denn Ausbildung generiert Bezahlung, keine oder weniger Ausbildung generiert weniger Bezahlung.

Die Folgen des Einsatzes von weniger qualifizierten Kräften sehen wir am Ende der Kita Zeit, am Ende der Grundschulzeit, am Ende der…

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Übrigens gelernte “ Handwerker“ unterrichten schon immer an Berufsschulen, wer anderes als sie sollte Fachwissen ihres Berufes praxisnah vermitteln können, in Berufsschulen werden zukünftige Handwerker ausgebildet!
Diese “ Handwerker“ werden übrigens ebenfalls dringend gesucht, da sich viele “ Handwerker“ dies aber nicht antun wollen ( ganzen Klassen von pubertierenden zukünftigen Handwerkern, die oft nur Blödsinn im Kopf haben! Oder vollkommen ungeeignet sind, weder richtig lesen noch rechnen können!), lieber ihre Nerven schonen und im eigenen Betrieb arbeiten.
Diese dort fehlenden Kenntnisse ( Rechnen, Lesen, Schreiben) sollten in der Grundschule verbindlich vermittelt werden!
Da sind die Grundschullehrer gefordert!
Die Berichterstattung der letzten Erhebungen sind Ihnen hoffentlich bekannt?
Entstanden durch teilweise ausfallenden Unterricht ( Lehrermangel) und durch das Schülerklientel , wofür die Schulen nichts können!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Mir ist bekannt, dass Handwerker sich heute selbst darum kümmern, dass Auszubildende noch lernen, was sie in der Schule nicht geschafft haben. Bislang wurden diese jungen Erwachsenen bei uns von ausgebildeten Lehrern unterrichtet. Die Genration der geburtenstarken Jahrgänge, die noch dazu mehrere Kurzschuljahre hatten, bekamen durchaus auch von unstudierten „Mikätzchen“ das Basiswissen der Grundschule vermittelt. Erstaunlicherweise konnten diese Schüler später sogar „nur mit Hauptschulabschluss“ besser rechnen als heutige Abiturienten, denen von Lehrern hier schon nachgesagt wurde, dass sie oft schon am Dreisatz scheitern würden.

Angesichts des Leistungsniveaus heutiger Grundschüler haben Lehrer in der leider nicht überall erreicht, was die Lehrergenerationen vor ihnen angeblich (Aussagen von älteren Lehrern) geschafft haben.

Da Kinder heute emotional oftmals „dank“ frühen Langzeitbesuchs einer Krippe oder Kita zu kurz kommen, sehe ich auch Vorteile darin, wenn sie in der Grundschule von Persönlichkeiten unterrichtet werden, die einen besonderen Zugang zu ihrer Altersgruppe haben. Das kann ein Sportlehrer aus der Oberstufe des Gymnasiums sein, der mehr Verständnis für den enormen Bewegungsdrang der Kinder hat als beispilesweise ein promovierter Gemanist mit Magengeschwür. Oder die Schule begrüßt eben eine fitte Erzieherin im Team, die es einfach gut findet, nicht jahrzehntelang nur für den Elementarbereich zuständig zu sein.

Es ist nicht verboten, sich als Autodidakt Wissen anzueignen. Die Landesregierung sieht die Notwendigkeit, dass mehr Unterricht stattfinden muss. Und ich frage mich, ob Lehrer allen Ernstes meinen, unausgebildete Lehrkräfte wären grundsätzlich nicht dazu fähig, Kindern in der Grundschule Wissen zu vermitteln und sie pädagiogisch kompetent zu begleiten.

Katinka
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

„Angesichts des Leistungsniveaus heutiger Grundschüler haben Lehrer in der leider nicht überall erreicht, was die Lehrergenerationen vor ihnen angeblich (Aussagen von älteren Lehrern) geschafft haben.“

Ach so, und daran sind natürlich allein die Lehrkräfte Schuld? Na dann haben wir ja endlich einen Sündenbock gefunden! Sie sollten mal über Ihren Tellerrand hinausschauen und die heutigen Bedingungen in den Klassen mit denen älterer Lehrergenerationen vergleichen – merken Sie was?

Wutbürger
8 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Übrigens gelernte “ Handwerker“ unterrichten schon immer an Berufsschulen, wer anderes als sie sollte Fachwissen ihres Berufes praxisnah vermitteln können, in Berufsschulen werden zukünftige Handwerker ausgebildet!

Das stimmt aber nicht. Auch die Lehrer an Berufskollegs sind vollständig ausgebildete Lehrkräfte mit vollem Studium und Referendariat. Was Sie meinen sind sogenannte Fachlehrer, die haben aber auch mind. einen Meister (oder FH-Diplom) und Referendariat durchlaufen, werden aber nur in den Lehrwerkstätten und Laboren eingesetzt für den praktischen Einsatz (eigentlich unter Anwesenheit/Anleitung/Aufsicht des eigentlichen Lehrers, der (aus Lehrermangel) inzwischen aber oft genug „nur“ die Unterschrift gibt, dass er anwesend war).

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Ich verfüge auch über viel Lebenserfahrung, würde mir aber nicht zutrauen, fachfremd als Bäckerin, Ärztin, … zu arbeiten.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Klara

Oh je! Ich habe schon so oft Brote oder Kuchen gegessen, die von Menschen gebacken wurden, die dies nicht als Beruf gelernt haben und es hat mir gut geschmeckt.Besser als die Produkte mancher Bäckereikette. Und in Kitas oder Schulen konnte ich erfolgreich mit Kindern kochen und backen. Dabei hätte ich das doch ohne spezifische Ausbildung gar nicht vermttteln können, oder?

Und bevor die Menschheit es zur High-Tech-Medizin brachte, gab es Einzelne, die sich an Operationen gewagt haben, obwohl sie keine Ausbildung hatten.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/loch-im-kopf-schaedel-zeugt-von-bronzezeitlicher-hirnoperation-a-210285.html

Ein Kind würde ich nicht von einem Laien operieren lassen, aber wenn es um Unterricht in der Grundschule geht, traue ich es selbstverständlich intelligenten und freundlichen Menschen zu, dass sie Kindern einiges mit Erfolg vermitteln können.

Wutbürger
8 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

In Berufsschulen gibt es auch Lehrermangel und auch dort lässt man mittlerweile Handwerker unterrichten.“

Das ist schlicht falsch.
Das sind Fachlehrer, die in den Werkstätten eingesetzt werden (und sind auch nicht einfach Handwerker, sondern mindestens Meister, die ebenfalls ein Referendariat erfolgreich bestehen mussten), aber Unterricht erfolgt weiterhin durch Sek.II-Lehrer, die selbstverständlich, auch als Seiten- und Quereinsteiger, ein volles Studium durchlaufen haben.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Ich habe nicht aus einzelnen Sätzen auf eine Lehrbefähigung geschlossen, aber wenn ich beobachte, fällt mir auf, dass es immer wieder pädagogische Laien gibt, die sogar besser auf Kinder eingegen können, als manche ErzieherInnen oder Lehrer.

Wenn diese sich melden und nach einem Probearbeiten auffällt, dass jemand gut auf Kinder und ihre Konflikte eingehen kann, dann finde ich es anmaßend, wenn Lehrer oder Erzieher auf ihren Vorbehalten gegenüber unausgebildeten Kräften bestehen.

Vielleicht kann sich ja eine Lehrkraft vorstellen, dass das eigene erwachsene Kind dank seines Elternhauses auch ohne Ausbildung in der Lage wäre, aushilfsweise bei personellen Engpässen in der Grundschule eine Klasse zu unterrichten.

Bigi
8 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Vielleicht muss man auch mal über das Lehrerstudium reden.Ewig lange studieren. Ein berufspraktikum.den Master und dann noch das schlecht bezahlte Ref.Dann bekommt man eine Stelle zugewiesen bedeutet im schlimmsten Fall Umzug.Und das in der heutigen Zeit mit Wohnungsmangel.Weiter geht es mit befristeten Arbeitsverträgen von Sommer bis Sommer, nicht mal ein ganzes Jahr so kann auch niemand Arbeitslosengeld beantragen.In anderen Berufen ist man mit seiner Ausbildung fertig da braucht niemand noch ein schlecht bezahltes Ref zu machen sondern bekommt sofort sein Geld. Hier sollte mal dringend nachgebessert werden, dann gibt es vl.auch wieder mehr Menschen die Lehramt studieren möchten.

KARIN
9 Monate zuvor

Wozu soll noch auf Lehramt studiert werden?
Welcher Lohn wird ausgezahlt?
Was seit ein paar Jahren die Realschule verlässt, hatte vor 30 Jahren bildungsmässig gerade mal den Hauptschulabschluss!
Hier wird der Lehrauftrag und der Beruf verramscht!
Unglaublich!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Ich hoffe, dass man den ErzieherInnen den Lohn bezahlen wird, den sie auch als im Beruf anfangende Lehrkraft bekommen würden. Muss eine Kinderpflegerin monatelang allein eine Gruppe leiten, sollte sie unbedingt ein Erziehergehalt fordern und erwarten. DIe CDU hat mal den Slogan geprägt „Leistung soll sich wieder lohnen“. Ich fände es falsch, wenn ein Berufswechsel mit neuen Herausforderungen keine finanzielle Verbesserung mit sich bringen würde. Für Missgunst von Lehrkräften, die den „Lohnabstand“ gewahrt sehen wollen, habe ich wenig Verständnis. Anders als die lange Erzieherausbildung und das unbezahlte Anerkennungsjahr wird das Studium der Lehrer bei der Rente berücksichtigt. Es bleibt leider wenn es um die Rente der ErzieherInnen geht immer noch ein erheblicher Unterschied zun den Pentionen oder Rentenansprüchen von Lehrkräften.

potschemutschka
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Ich stimme Ihnen voll zu. Nur eine kleine Berichtigung: meine 5jährige Studienzeit wird nicht bei Rente oder Pension berücksichtigt.

gehtsnoch
9 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

War es allerdings nur „Ausbildung“ statt Studium an einer der 17 Pädagogischen Schulen oder den 30 Instituten für Lehrerbildung für Unterstufen-Lehrer könnte dies zutreffen.
Die Anerkennung von Anrechnungszeiten ist in § 58 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch – SGB VI doch klar geregelt.

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Doch wird sie. Zumindest bei der Rente. Beantragen Sie bei der Rentenkasse ihren vorläufigen Rentenbescheid. Ich habe meine Studienzeit bereits eintragen lassen, auch wenn sie nicht vollständig anerkannt wurde.

potschemutschka
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Danke, dann werde ich noch mal nachhaken.

potschemutschka
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

@Fakten sind Hate
Eine Frage hätte ich noch dazu: kann es sein, dass Sie nach dem Abi Ihren Wehrdienst geleistet oder eine Ausbildung gemacht haben? Das könnte nämlich ein Grund sein, dass es bei Ihnen (teilweise) anerkannt wurd bei anderen nicht.

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich habe keinen Wehrdienst oder Zivildienstgeleistet. Meine Aussage ist auch nur halb richtig. Die erste Ausbildung wird bei der Rente anerkannt. Dies war bei mir mein Studium bzw. der Bachelor (davon aber nur 3Jahre, wenn ich mich jetzt in dee Zahl nicht täusche). Die Eintragung habe ich vor drei Jahren durchgeführt. (Studium: 2008 bis 2016)

AvL
9 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Die müssen Ihnen da noch Geld nachzahlen.

Sven A.
9 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Und ich habe einen viel besseren Vorschlag für sie: fordern sie doch, dass die Lehrer genauso viel (oder wenig) wie Erzieher verdienen!
Also ich gehe sogar noch weiter: ich finde, ein Beruf, den man auch locker ohne Ausbildung machen kann und wo eine Ausbildung de facto egal ist (siehe jetzt die Forderungen mit den Erziehern oder diverse Seiteneinsteigerprogramme), sollte nicht einmal E(Verbeamtungen sollten wenigstens eine notwendige Ausbildung voraussetzen)9(immerhin ist dafür ein Bachelor Voraussetzung) verdienen.

Ich bin mir sicher, und das ist doch einzig wirklich Wichtige, die Kinderaugen leuchten auch, wenn die Lehrkräfte nur Mindestlohn bekommen. Ja, die Kinderaugen werden sogar noch viel mehr leuchten, denn wie viel Lehrkräfte mehr könnte man unter diesen Voraussetzungen einstellen?

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Sven A.

😉

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Sehr geehrte Frau Mauel, das Studium wird bei der Rente nicht berücksichtigt. Die Zeiten, in denen das Studium auf die Rente angerechnet wurden, sind schon sehr lange vorbei.
mfG, Mika (angestellte Lehrkraft)

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Gilt das nur für Jüngere oder auch für die Generation der Babyboomer? Soweit ich weiß, haben die Älteren bei der Berufsunfähigkeitsrente und bei der Anerkennung der Studienzeiten immer noch Vorteile.

Ungerejct bleibt jedoch, dass während der Praktika und erst recht im Anerkennungsjahr werdende Erzieher unentgeltlich gearbeitet haben und deshalb auch zur Krönung der Ungerechtigkeit auch nich eine beachtliche Lücke bei den beitragspflichtigen Jahren haben. Gerade Frauen, die auch noch Familienzeit genommen haben, haben dadurch erhebliche finanzielle Einbußen. Erst als es auf den Erzieherfachschulen hieß, dass das Anerkennungsjahr nur anerkannt werden könne, wenn es vergütet würde, haben auch die kirchlichen Träger für das Berufspraktikum bezahlt. Während das Refrendariat schon immer wenigstens etwas Geld enbrachte.

gehtsnoch
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Warum nicht (mehr)?
„Studienzeiten zählenDer Besuch einer Fachhochschule oder Hochschule beziehungsweise Universität ist frühestens ab Ihrem 17. Geburtstag eine Anrechnungszeit. Einen Abschluss müssen Sie nicht nachweisen. Maximal können für Schul- und Studienzeiten insgesamt acht Jahre angerechnet werden.
Das bedeutet, dass auch Studienzeiten für Ihre spätere Rente zählen, obwohl Sie keine Beiträge einzahlen. Als sogenannte Anrechnungszeiten werden sie beispielsweise für die große Wartezeit von 35 Jahren und bei der Rentenberechnung berücksichtigt.“
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Azubis-Studierende-und-Berufseinsteiger/Studierende/studierende_detailseite.html

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Bei mir wurde ein Teil (2Jahre) anerkannt. Ich bin gerade mal 35Jahre alt.

Schlaue Idee- wird aber ignoriert
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Doch, rund 2,5 Jahre werden als ruhegehaltsfähige Zeit anerkannt und bei der Pension berücksichtigt.

Alex
9 Monate zuvor

2,5 von 6-8 ist ja ein super Deal…

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Über ein Jahr Anerkennung bei der Rente angesichts einer füher fünfjährigen Ausbildung in Bayern würden sich Erzieherinnen freuen.

Mika
9 Monate zuvor

Bei mir (angestellt) nicht. Hatte erst kürzlich die Diskussion mit der RV deshalb.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Könnte es daran gelegen haben, dass sie bereits eine andere Ausbildung vorher absolviert haben, die anzurechnen ist?

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Nein

Sven A.
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

„Ich fände es falsch, wenn ein Berufswechsel mit neuen Herausforderungen keine finanzielle Verbesserung mit sich bringen würde.“

Und ich fände es falsch, wenn die Krankenschwester weniger Geld als der Arzt verdient und danach fordere ich, dass die Reinigungskräfte dann ebenfalls wie die Krankenschwestern bezahlt werden… die arbeiten ja schließlich alle für die Patienten.

#Porschefueralle

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Sven A.

Netterweise hätte es gereicht, wenn Sie dafür wären, dass Menschen in der Alten- und Krankenpflege für eine Arbeit, die kaum jemand noch machen will, besser bezahlt werden und dass das Putzen im Krankenhaus nicht mehr zum Mindestlohn (oder knapp darüber) stattfindet. Warum haben wir in Deutschland mehr Krankenhauskeime als andere Länder? Vor über dreißig Jahren haben Krankenhäuser aufgehört, sich ihre Putzkolonnen selbst zusammenzustellen. Clevere BWLer übernahmen mit ihren Firmen die Organisation und diverse Schludereien haben dazu geführt, dass es nun manchmal sehr an der Hygiene im Krankenhaus hapert.

Das Kleben am Lohnabstand zu anderen Menschen finde ich ehrlich gesagt engstirnig. Schadet es jemandem, wenn jemand mit einer geringeren Qualifikation ebenso gut bezahlt wird? Da Grundschullehrer oft darüber klagen, dass sie im Verhältnis zu Lehrern anderer Schulformen zu wenig erhalten würden, könnten sie doch zumindest den Neuen in der Schule das gönnen, was ihnen als zu gering vorkommt. Soweit ich weiß, ist durch Streiks immer noch nicht erreicht worden, dass Kinderpflegerinnen, die man völlig allein im Gruppenraum Kinder betreuen lässt, vom ersten Tag an wie eine ErzieherIn bezahlt werden. Da allein zu arbeiten besonders stressig ist, sollte das eigentlich honoriert werden, aber auch in meiner Berufsgruppe gibt es viele, denen der Lohnabstand wichtig ist. Manche konnten sich noch nicht einmal darüber freuen, dass mittlerweile im Anerkennungsjahr ein bescheidenes Gehalt gezahlt wird. Man hätte es wohl gerechter gefunden, wenn die alte Praxis auch für den Nachwuchs gegolten hätte. Schade, dass Pädagogen so sehr auf ihren Vorteil bedacht sind, dass sie nicht merken, dass ihr Gehalt nicht weniger wert ist, nur weil jemand anders in gleicher Höhe bedacht wird. – Man muss auch jönne könne.

Egvina
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Auf die Pensionen zumindest bei Lehrern in NRW nicht.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Egvina

Nachdem hier so viele widersprüchliche Antworten eingetroffen sind, würde ich mich an Ihrer Stelle noch mal erkundigen. Ich wohne in NRW, kann Ihnen aber nicht sagen, ob und wann sich etwas geändert hat.

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Wer ist denn hier (wirklich) missgünstig?
Meine komplette Ausbildung als Lehrerin wird weder in meinem Renten- noch in meinem Pensionsanteil angerechnet. War reines Privatvergnügen…

Schlaue Idee
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Hier „werden“ Lehrauftrag und Beruf verramscht.

Karl Heinz
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Heul leise!

wie Angelika Mauel bereits schrieb:
Es handelt sich um eine NOT-Lösung.
Ich kenne durchaus einige PMs, die mit dem Gedanken spielen, als Quereinsteiger*in umzusatteln.
Der Job wird sicherer. Das Gehalt etwas mehr.
Und die Aufgabenfelder verschieben sich de facto nur gering, weil die Teilweise schon Vertretung machen müssen usw.

Die Ursachen, dass man die Not hat, liegen doch immer noch woanders.
Da nutz Ihnen Ihr altbackenes Standesdenken gar nichts.

Auch das sinknde Bildungsniveau hat seine Ursachen in stetig sinkenden Anforderungen

Was ich an dem Angebot schlecht finde, ist die Regelug mit der Befristung.
Da sollte man doch viel lieber die interessierten Damen und Herren VORHER entsprechend ertüchtigen und dann unbefristet einstellen.

Warum sollte ich den Job wechseln, wenn ich dann nur für kurze Zeit auf Wohl und Wehe missgünstigen Kolleg*innen wie Ihnen ausgesetzt bin?

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Ich heul nicht leise!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Stimmt. Und Sie heulen nicht allein. Warum würden Lehrer Kindern eher Unterrichtsausfall zumuten, als es der Landesregierung zu überlassen, Kräfte einzustellen über deren Fähigkeiten die Lehrer nur Mutmaßungem anstellen können. Ich gehe davon aus, dass keine Berufsanfänger mit schlechteren Noten eingestellt würden, sondern solche mit guten Zeugnissen und Erfahrungen in der Förderung der Vorschulkinder.

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Es ist kein Standesdünkel!
Leider hat man in D (und unter den Oberschul- und Gymnasiallehrer*innen noch immer nicht erkannt oder vielleicht auch ignoriert, wie wichtig die vorschulische Bildung (und Erziehung) sowie die Schulanfangsphase/ Grundschuljahre sind! Gerade HIER sollten Spitzenkräfte arbeiten!
Die Ignoranz, mitunter Abfälligkeit diesbezüglich immer wieder auch von LK weiterführender Schulen zu lesen, empfinde ich als Standesdünkel.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Klara

Genau, in diesen 4 Jahren wird der Grundstein der schulischen Ausbildung und die Herangehensweise an die Arbeit, sowie die Arbeitshaltung im Allgemeinen gelegt.
Kernkompetenzen werden erlernt und eingeübt!
Wie das Erzieherinnen leisten sollen ist mir wirklich ein Rätsel!
Es reicht nicht, gut mit Kindern zu können oder sich in sie hineinfühlen zu können, da sind ganz andere Qualitäten gefragt.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Haben Sie sie schon benannt?

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Diese sind Lehrkräften mehr als bekannt!

Konfutse
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Bei uns in BW sind mittlerweile die Abgänger der RS teilweise unter HS-Niveau. Es ist bodenlos, das Niveau.
Unsere Jugend, unsere Zukunft und unsere Prosperität wird verramscht!

Leidenschaft
9 Monate zuvor

Ich glaube, dass man die Lage differenziert sehen sollte. Den Lehrermangel haben wir leider nun einmal aus verschiedenen Gründen.
Zu DDR-Zeiten war man ohne Abitur nach vier Fachschuljahren,in denen es von Beginn an große Praxisanteile gab, Unterstufenlehrerin. Viele meiner Kollegen und Kolleginnen haben 40 und mehr Jahre erfolgreich im Beruf gearbeitet. Ich hatte mit 20 meine erste 1. Klasse und bin jetzt 35 Jahre im Dienst,inzwischen durch ein berufsbegleitendendes Studium an der Oberschule. Daher sehe ich nicht,dass hier etwas „verramscht“ wird. Im Lehrberuf ist die Didaktik leider völlig unterschätzt. Ein sehr guter Studienabschluss macht aus meiner Sicht noch lange keinen guten Lehrer. Am Ende ist es wichtiger, dass nicht noch mehr Unterricht ausfällt und dieser möglichst auch eine gute Qualität hat.

Sven A.
9 Monate zuvor
Antwortet  Leidenschaft

Am Ende ist es wichtiger, dass nicht noch mehr Unterricht ausfällt und dieser möglichst auch eine gute Qualität hat.“

Und wie wollen Sie die „Qualität“ sicherstellen, gerade auch an einer „Oberschule“, wenn nicht einmal ein Studienabschluss (nicht einmal ein Guter) mehr vorausgesetzt wird?!
Aber hey, wir haben ja schließlich auch einen Ärztemangel…

Leidenschaft
9 Monate zuvor
Antwortet  Sven A.

Ich bin wie Sie der Meinung, dass gute Studienabschlüsse immer noch nötig sind,nur zeigt mir die Erfahrung, dass sich oft erst in der Praxis zeigt,ob die Lehrkraft in der Lage ist, zu lehren, sich auf die Klassensituation einzulassen, ohne die starken Schüler zu unterfordern bzw. die schwächeren zu fördern. Unter den derzeitigen Bedingungen noch viel schwieriger als früher.

Dirk Meier
9 Monate zuvor
Antwortet  Leidenschaft

Dann sollten wir endlich wieder leistungshomogene Klassen bilden. Es gab gute Gründe weshalb wir das früher so gemacht haben.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Leidenschaft

Ich sage nur Inklusion, wir sind oft gehalten uns an den langsameren zu orientieren. Nicht zu überfordern und alle mitzunehmen!
Dadurch werden die schnelleren, sehr guten hellen Köpfe unterfordert, verlieren die Lust, da der Unterricht für sie langweilig wird. Wissbegieren wird unterdrückt, sie werden mit zusätzlichen Arbeitsblättern überschüttet, um sie zu beschäftigen!
Ich habe vor Jahren eine Päd.24 Fortbildung gemacht. Sie ging über ein ganzes Jahr, alle 14 Tage im Schnitt ganztägig!
Unter anderem mussten wir uns eine Förderschule suchen, in der wir einen Tag hospitieren sollten.
Ich erlebte eine kleine Gruppe von 7 Jugendlichen in verschiedenen Fächern. Unter anderem wurde ein 3 tägiger Ausflug nach Köln geplant!
Alle Kinder hatten Aufträge zu erledige, Recherchen zu Unterkünften , Ausflugszielen, Lebensmittelplanung, Kostenzusammenstellungen usw. ( Natürlich mit Hilfe und Unterstützung der Lehrkraft!).
Fand ich toll, Projektarbei über Wochen, lebensnah! Problemorientiert! Gesammelte Vorschläge wurden auf Machbarkeit, Kostenfaktor usw. überprüft und oft gemeinsam verworfen! So erzählte der Klassenlehrer es mir.
Dies wäre in einer andere Schulart gar nicht möglich gewesen. Da wird evtl. noch das Ziel zur Entscheidung gestellt und der Rest normalerweise durch die Lehrkraft erledigt!

potschemutschka
9 Monate zuvor
Antwortet  Sven A.

Dass die von „Leidenschaft“ beschriebene Unterstufenlehrer-Ausbildung eine gute Qualität hatte, konnte ich bei vielen meiner Kollegen feststellen. Sie haben während ihres Studiums gelernt, wie man Lernanfängern das Lesen, Schreiben und Rechnen erst einmal beibringt. Fachdidaktik war in dieser Ausbildung das wichtigste, höhere Mathematik oder Literatur spielen da noch nicht so eine Rolle. Wichtig war, WIE bringt man den Kleinen lesen, schreiben und rechnen bei. Leider wurden diese LUK-Lehrer viele Jahre unter Wert bezahlt und in den nächsten Jahren gehen fast alle in Rente.
An anderer Stelle habe ich auch schon mal erwähnt, dass es in der DDR eine spezielle Ausbildung für Horterzieher gab, mit Lehrbefähigung für ein Fach!

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Volle Zustimmung in allen Punkten!!! Ich würde oft beneidet um meine Didaktikkenntnisse und von Westlehrern für schulinterne FoBis angefragt! Bei einer (damals noch) A10 statt A12!

Die Horterzieherausbildung wurde irgendwann abgeschafft und mit dem Berufswunsch Unterstufenlehrerin war man Lehrerin UND Erzieherin mit Schulpraktika in allen Bereichen.
Ältere Kolleginnen mit reiner und kürzerer Horterzieherausbildung waren finanziell schlechter gestellt – besonders nach 1990 – und konnten eine Zusatzausbildung zur Vorklassenleiterin absolvieren. Leider wurden diese sehr sinnvollen Vorklassen aus Kostengründen abgeschafft. Stattdessen wurden zeitgleich Kinder mit 5,6 Jahren schulpflichtig und die Klassenstärken auf 29 hochgesetzt – auch bei Erstklässlern. 2004! Meues Schulgesetz in Berlin. Damals begann der Verfall.

Riesenzwerg
9 Monate zuvor
Antwortet  Sven A.

Diese „Qualität“ sinkt doch bereits seit Jahren – mit „echten“ Lehrkräften.

Lesen Sie mal die vielen Beiträge, die sich mit dem Niewo unserer heutigen Schüler befassen…. da wird einem schlecht.

Und ehrlich – kann es n o c h schlimmer werden?

Vielleicht.

Aber daran sind dann weder die „echten“ noch die „unechten“ Lehrkräfte schuld.

Das Problem, das wir haben, soll nicht erkannt und garantiert nicht gelöst werden.

Punkt.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Leidenschaft

Danke!

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  Leidenschaft

Die Fachschulausbildung an den IfLs der DDR zum Grundschullehrer lässt sich nicht mit der heutigen Erzieherausbildung vergleichen, sorry!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Da unser Schulunterricht nicht so ausgerichtet ist, wie er in der DDR vorgesehen war, frage ich, was es daran zu beanstanden gibt?

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Heutiger Unterricht ist auch nicht so ausgerichtet wie er vor 30 + Jahren im Westen gelehrt wurde. Damit würden Sie heute definitv keine Prüfung bestehen.
Ganz unabhängig davon, wie Ihre Vorstellungen über „Schulunterricht in der DDR“ sind, aber das ist wieder ein ganz anderes Thema!

gehtsnoch
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Eine Fachschulausbildung ist aber doch auch nicht einem Lehramtstudium gleichzusetzen.

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Aus beamtenrechtlicher Laufbahnsicht nicht, fachlich durchaus!!!

Sven A.
9 Monate zuvor
Antwortet  Klara

Ich habe Informatik und Physik studiert. Das, was Sie behaupten, kommt einer Beleidigung gleich.

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Sven A.

Glückwunsch! Das würde Ihnen aber an der Grundschule nicht helfen. Unterschiedliche Schularten bedürfen unterschiedlicher Ausbildungen, Studiengänge, was auch immer.
Nein, ich beleidige niemanden wegen seiner Fächerkombi, für mich sind es reine Standesdünkel…

Sven A.
9 Monate zuvor
Antwortet  Klara

Es geht nicht darum, welche Fächer an einer Grundschule benötigt werden und welche nicht.
Es geht darum, dass eine Ausbildung eben nicht mit einem Studium vergleichbar ist. Aktuell ist es so, dass auch eine Grundschulausbildung mit einem Master (ob das richtig/falsch ist soll hier nicht diskutiert werden, es ist jetzt einfach mal so) plus Referendariat vorausgesetzt wird und das rechtfertigt nun einmal die Eingruppierung nach A13 – also in die Liga, in der ich mit Informatik und Physik für Sek II spiele.

Wenn hier also behauptet wird, dass eine Fachschulausbildung dem Niveau eines Fachstudiums, welches mit einem Master endet, entsprechen würde, dann ist das schlicht unwahr (das sage ich als jemand aus Fachbereichen, wo selbst „weiche“ Studienfächer nicht einmal als „richtiges“ Studium anerkannt werden).

Wenn jetzt noch gefordert wird (ich weiß gerade nicht, ob von Ihnen), dass diese Fachschüler ebenfalls nach A13 entlohnt werden sollen (darauf liefe es nämlich hinaus), dann bekommen die Lohngerechtigkeit und der Leistungsgedanke ordentlich eines mit der Brechstange übergebraten und werden garantiert nicht mehr aufstehen.

Also falls Sie es noch nicht mitbekommen haben sollten: dieses Thema betrifft eben nicht nur die Grundschulen und auch noch nicht einmal nur das Schulsystem insgesamt, sondern den gesamten Entlohnungs- und Eingruppierungsbereich des Öffentlichen Dienstes.

gehtsnoch
9 Monate zuvor
Antwortet  Klara

Man kann sich Dinge auch zurechtbiegen …

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Klara

Mit dem Berufswunsch Unterstufenlehrer*in hatte man in der DDR automatisch keine Möglichkeit, das Abitur zu machen, weil politisch nicht gewollt. Vielleicht vergleichbar mit der bis vor kurzem geschlossenen Laufbahn für Grundschullehrkräfte.
Mit dem Berufswunsch Oberstufenlehrer*in für Deutsch/Russisch oder Geschichte/Stabü oder … hat man automatisch einen EOS-Platz und somit das Abitur bekommen.
Die Wahl meines Werdeganges war allein abhängig von der später zu unterrichtenden Zielgruppe nicht von Karrierechancen. Dass das nach 1990 alles entscheidend sein würde ahnte ich nicht. Dennoch habe ich die Wahl nie bereut und bin auch nach meinem berufsbegleitenden Anglistik-/Amerikanistikstudium an der Grundschule geblieben.

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  Klara

Das stimmt nicht. Eine Klassenkameradin an der EOS hat anschließend am IfL Grundschulpädagogik gelernt.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Leidenschaft

Sie vergessen nur, dass das Niveau im Schulbereich sich in den letzten 30 Jahren dermaßen verschlechtert hat, dass z. B. das heutige Abi einem damaligen sehr guten Realschulabschluss entspricht!
Dies zieht sich durch sämtliche Schularte durch.
Meine Schwester war in München am Gymnasium Lehrkraft, hauptsächlich in der Oberstufe eingesetzt, auch sie war immer wieder empört, wie Schüler gelupft werden mussten ( von oben gefordert)+, um den Durchschnitt einigermaßen zu halten.
Es gab damals auch sehr viele „Hochbegabte“ , welche durch eine Überprüfung kurz vor Sommerferienende, ein Stipendium bekommen konnten. Die meisten der dort angetreten Schüler kamen total enttäuscht wieder!
Wenn ich heute von Abidurchschnitten um die 1 höre, muss ich mir immer noch die Augen reiben,e weil vor 40 – 50 Jahren gab es das nicht! Das Abi war damals aber noch wesentlich schwieriger, da waren gute Abinoten um die 2 zu finden, höchstens mal ein Ausreißer “ tatsä chlich Hochbegabter“ 😉 mit 1,5, dass war viele Jahre lang die Norm!
Ich hatte durch einen Umzug vor 5 Jahren alte Klassenarbeiten aus den 80 – 90 Jahren aussortiert!
Die gleiche Schulart unterrichtete ich immer noch. Ich war erschüttert zu sehen, wie viel mehr Stoff in 45 Min. und wie viel tiefgreifender dieser damals abgefragt wurde!

Jan
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

In der Uni bzw in der Ausbildung merken Sie das dann auch. Ich habe etwa 10 Jahre nebenberuflich Erstsemester unterrichtet und bin beim Korrigieren der Klausuren regelmäßig „erstaunt“ gewesen.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan

Wechseln dann nach 2 Semestern das Studienfach und verlassen anschließend total gefrustet , da erneut überfordert ,die Uni, um mit Mitte 20 eine Ausbildung zu starten, welche sie erfolgreich durchlaufen!

Riesenzwerg
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Meine ersten Hauptschüler von vor etwas über 20 Jahren hätten heute mindestens einen sehr guten MSA – wenn nicht mehr!

Meinetwegen
9 Monate zuvor
Antwortet  Leidenschaft

So ist es !!!

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  Leidenschaft

Sie haben als Absolventin einer IfL – Ausbildung eine direkt auf die Arbeit als Grundschullehrkraft zugeschnittene 4jährige Ausbildung gehabt, die von der Intensität und den Inhalten her durchaus einem heutigen Studium der Grundschulpädagogik gleichkommt. Die heutige Erzieherausbildung hat damit nichts zu tun, da dort keine Methodik/Didaktik des Schriftspracherwerbs, des Lesenlernens noch des Rechenerwerbs gelehrt werden.

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Absolut richtig!

Rainer Zufall
9 Monate zuvor

Wie sieht die Versorgung der Kitas dort aus? Existiert eine (Über-)Versorgung an Erzieher*innen? Beneidenswert, wenn dem so seien sollte…

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sachsen-Anhalt gehört zu den Bundesländern mit den schlechten Betreuungsschlüsseln. Wenn deshalb Kräfte lieber an die Schule wechseln wollen, kann man es verstehen. Zweijährige oder gar Einjährige in Regelgruppen sorgen dafür, dass die Erzieher kaum mal entspannt Kinder betreuen können. Circa drei Windelwechsel pro Kind halten die wenigen Fachkräfte auf Trab.

Dirk Meier
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Die können auch gerne an die Schule wechseln. Aber erstmal sollen sie das Abitur schaffen und das Lehramtsstudium inklusive Referendariat durchziehen.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Genau so ist es!

Rainer Zufall
9 Monate zuvor
Antwortet  Dirk Meier

Da haben Sie aber auch recht! Was ist die jahrelange Berufserfahrung im Pädagogischen Bereich gegen das Abitur?

Wie oft erinnere ich mich zurück und überlege: „Was hätte ich jetzt als 18-jähriger getan?“ XD

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie hier oft anschaulich und aus offenbar berufenen Mündern beschrieben, wird das Abitur wohl überbewertet…
„Wichtig ist, was hinten rauskommt.“ sagte mal ein dicker Mann.
Nämlich didaktisch und pädagogisch fähige Lehrkräfte mit Engagement sowie Freude am Beruf, die dann auch noch Kinder mögen. 😉

TaMu
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Das ist furchtbar. Von Kindswohl keine Spur. Wie kann man 1-2Jährige in Regelgruppen geben. Ich hatte bis zu 5 Kinder unter 3 in meiner Betreuung und nach 7 Stunden waren bis zu 15 Windeln im Eimer. Für mich und die Kinder gehörte das zur Tagesroutine und es war entspannt möglich. Ich musste aber nicht nebenbei weitere, ältere Kinder auf die Toilette begleiten und sie altersgemäß im Spiel fördern.
Was für ein Wahnsinn.

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich denke, dass das Land davon ausgeht, dass Erzieher zum vermutlich besser bezahlten Lehrerjob wechseln. Und da für die Kitas die Kommunen zuständig sind, ist dem Land herzlich egal, ob diese Personal für die Kitas haben oder nicht. Hauptsache, man selbst kann sagen: „Lehrkräfte“ vorhanden!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Das spricht aber nicht für eine realistischeEinschätzung der Erzieherinnen. Normalerweise ziehen sie es vor, bei „ihren Kindern“ zu bleiben. Überwiegend diejenigen, die sich aus eigenem Antrieb verändern wollen, erfahren von der Möglichkeit, an eine Grundschule wechseln zu können.
Allerdings könnte es in Sachsen-Anhalt anders sein, wenn dort bereits viele Ältere in Rente gegangen sind und es Teams mit vielen jungen Fachkräften gibt. Den Nachwuchs hat man mit dem Versprechen, als Erzieherin „Karriere“ machen zu können, angelockt und nun wollen viele auch schnell den anstrengenden Gruppendienst hinter sich lassen.

Wenn ErzieherInnen LehrerIn werden wollen, finde ich das übrigens wesentlich bodenständiger und sympathischer, als wenn Berufsanfänger einen Beraterjob anstreben. So nach dem Motto: Lieber für viel Geld beraten als für wesentlich weniger arbeiten.

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Karriere als Erzieherin??? 😎

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Klara

Ja, es gab Imagekampagnen für den Beruf, die wirklich nix ausließen. Es gab mehr Ausbildungsgänge, die dazu führten, dass mit dem Abschluss entweder die Fachhochschulreige oder die allgemeineHochschulreife erworben wurde und nicht wenige staatlich anerkannte ErzieherInnen beginnen nach dem Erwerb der Studierfähigkeit ein Studium. – Manchmal auch eines, um in einem anderen Beruf arbeiten und dann auch wirklich Karriere manchen zu können.

Schlaue Idee
9 Monate zuvor

Kanibalismus in Reinkultur.

Realist
9 Monate zuvor

Lol… ich hatte hier einmal vor ca. einem halben Jahr prognostiziert, dass so ab der 2. Hälfte des Jahrzehnt das Abitur als Minimalvoraussetzung für das Lehramt genügen wird (also OHNE Studium).

Jetzt sind wir in 2023 schon beim Realschulabschluss + Ausbildung als Minimalqualifikation…

Wer ist denn bitte schön so blöd und STUDIERT noch auf Lehramt? Das ist doch mittlerweile wie Perlen vor die S… werfen…

Wer auch nur ETWAS auf dem Kasten hat, der sagt sich doch bei der Studienentscheidung:

„Lehramt? Ich bin doch nicht blöd!“

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Genau, es wird ausserdem gleiche Bezahlung für “ gleiche“ Arbeit erwartet und gefordert!
Das reinste Irrenhaus, totale Überschätzung des eigenen Könnens und Wissens!
Ganz oben bei den Kommentaren hat Frau Mauel von “ wir sind ja nicht strunzdumm“ gesprochen. Das sagt auch keiner hier oder unterstellt dies!
Nur, ich hatte die letzte Jahre viel Unterricht im Berufskolleg Richtung Hauswirtschaft, wovon viele nach der Abschlussprüfung die Ausbildung zur Erzieherin anstrebten.
Bei relativ vielen konnte ich mir das nicht so recht vorstellen, da ihr Bild von diesem Beruf, trotz wöchentlichem Praktikumstag in der Kita, nicht sehr realistisch war! So zumindest, wenn sie aus ihrem Praktikum berichteten.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Und diese Schüler traf ich dann manchmal in weiteren Besuchen in Kigas wieder!
Viele waren enttäuscht von ihrem Beruf ( teilweise noch nicht mal fertig mit der Ausbildung, wollten was mit niedlichen , süssen Kindern machen) da doch nicht nur spielen und basteln, Singkreis usw. dazu gehören!
Im Gespräch mit den betreuenden Erzieherinnen kam oft , sind nicht geduldig, helfen den Kindern zu viel, da sie lieber was anderes machen würden, klagen über den Lärm und dass irgendein Kind immer heult, streitet, getröstet werden muss, den eigenen Kopf durchsetzen will, wütet. Es ist ihnen zu laut und nicht genug Abwechslung geboten.
Sie spielten oft schon mit dem Gedanken eine andere Ausbildung anzufangen.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Die Abbruchquote im Beruf ist auch deshalb so hoch, weil der Erziehermangel dazugeführt hat, dass nicht mehr so sorgfältig ausgewählt wird wie früher. Auch bald nach der langen Ausbildung hören nicht wenige auf.

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Lange Ausbildung? 3 Jahre Fachschule? Für das Grundschullehramt brauchen Sie Abitur, 3jähriges Bachelor- und zweijähriges Masterstudium hinterher und im Anschluss das Referendariat.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Das Abitur und das Referendariat der Lehrer haben Sie erwähnt, bei den Erziehern aber den Eindruck erweckt, als gäbe es weder ein Vorpraktikum noch ein Anerkennungsjahr. Erst mit der staatlichen Anerkennung ist die Ausbildung abgeschlossen.

Hat eine BewerberIn kein Abitur, (in meiner Ausbildungsklasse hatten es die meisten) wird entweder die zweijährige Ausbildung zur Kinderpflegerin oder eine hauswirtschaftliche Ausbildung vorausgesetzt. Üblicherweise dauert die Regelausbildung also immer noch vier oder sogar fünf Jahre! – Doch es gibt einen starken Trend, möglichst viele Erzieher schneller durch die Ausbildung zu bringen, indem man sie schon früh in der Praxis einsetzt und teilweise auf den Personalschlüssel anrechnet. Die so genannte Praxis integrierte Ausbildung dauert tatsächlich drei Jahre, wird aber nicht überall angeboten, obwohl sie sich bewährt hat. Bei dieser Ausbildungsform wird von Anfang an ein Gehalt bezahlt. Bevorzugt bei den Anmeldungen werden diejenigen, die aus einem anderen Beruf heraus umschulen wollen und auf eine Finanzierung der Ausbildung angewiesen sind. Durch die PiA erlernen mehr Männer den Erzieherberuf. Es ist schade, dass dieses Ausbildungsmodell immer noch nicht so verbreitet ist, dass Schüler wählen können. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass es sogar immer noch Anmeldungen auf privaten Schulen gibt, für deren Besuch die zukünftigen ErzieherInnen noch Schulgeld bezahlen müssen.

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Regelausbildungszeit je nach Bundesland 2-4 Jahre, Abitur ist keine Voraussetzung, danach ist man staatlich anerkannter Erzieher. Nehmen wir gern die 4 Jahre, dann sind es einschließlich Abitur immer noch 4,5 Jahre mehr Zeit, die die Ausbildung zum Lehrer gegenüber der Erzieherausbildung dauert (2 Jahre Abitur, 1 Jahr länger Studium, anderthalb Jahre Ref). Sei es drum: ein Erzieher hat in seiner Ausbildung im Regelfall nicht gelernt, wie man Kindern Lesen, Schreiben, Rechnen beibringt. Und dies sollte man aber können, bevor man auf Grundschüler losgelassen wird, egal ob man vorher Erzieher oder Tierpfleger war. Das schlechte Abschneiden der Grundschüler bei Leistungsvergleichsstudien kommt meines Erachtens auch daher, dass an manchen Grundschulen (und ich spreche hier für Brandenburg) mehr als die Hälfte aller Lehrkräfte diesen Beruf nicht gelernt haben. Die geben sicher alle ihr Bestes, das stelle ich nicht in Abrede, aber es sind letztlich Ungelernte, die hier eingesetzt sind. Und so, wie ich als leidenschaftlicher Hobbykoch meine Familie und Freunde großartig bekochen kann, aber in der Gastro gnadenlos badengehen würde, so geht es eben auch den allermeisten Seiteneinsteigern: der Wille ist da, das Bemühen auch, aber es fehlt die profunde Kenntnis der nötigen Techniken und Abläufe.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Was bedeutet : nicht mehr so sorgfältig ausgewählt wird?
Wird jetzt jeder genommen, welcher sich beworben hat?
Na dann gute Nacht!

Bayer
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

IdR heißt bestanden > habe fürs Erste gleich einen Job.
Dann erst sehen häufig beide Seiten, obs auch passt. D.h. für mich, wenn “ die besseren “ in die GS wechseln, wirds in Kita/KiGa zweifach eng.
Man stopft wieder Löcher und sieht die fatalen Laufmaschen nicht.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Wer erinnert sich noch an die Schlagzeilen, als im ersten Coronajahr eine Erzieherin unter Mordverdacht stand und die Ermittlungen den Verdacht erhärteten, dass es zu weiteren Gewaltaten in anderen Kitas gegen Kinder gekommen ist?

Als das Jugendamt wegen einer von Erzieherinnen für wirklich ungeeignet angesehenen Erzieherin interveniert hat, hat die Erzieherfachschule die Erzieherin Sandra M., dennoch zum Kolloqium zugelassen. Ihre Ausbildung konnte sie wegen besserer Noten im schulischen Teil bestehen. Und nur mit der Urkunde über das Bestehen des Anerkennungsjahres konnte sie mühelos mehrere Stellen hintereinander annehmen. Sie wurde wegen Mordes rechtskräftig verurteilt und eine Aufarbeitung, die diese Bezeichnung verdient hat, scheint es nicht gegeben zu haben. Um fix einzustellen zu können, fragen Träger nicht unbedingt nach Arbeitszeugnissen. Und es wird immer mehr damit geworben, dass man Bewerberinnen sogleich unbefristet einstellt.

Es geht darum, unbedingt den Rechtsanspruch auf Betreung erfüllen zu können. Was man den Kindern und auch den Kolleginnen mit einer nicht zu verantwortenden Einstellungspraxis zumutet, wollen die Städte und Kommunen nicht wissen. Greta könnte noch leben, wenn man auf Arbeitszeugnissen bestanden hätte. Doch die Bürgermeisterin von Viersen redete sich damit heraus, dass die Arbeitszeugnisse heute gar nicht aussagekräftig seien.

Ihren an anderer Stelle geschilderten, nicht gerade positiven Eindruck von einem Teil der ErzieherfachschülerInnen kann ich sehr gut nachvollziehen. Bestehen diese Kräfte die kurze Probezeit und haben einen unbefristeten Arbeitsvertrag, wird es schwer, ihnen zu kündigen.

ErzieherInnen, die klar denken und gut auf Kinder eingehen können, wünsche ich viel Erfolg, wenn sie Arbeitsstellen verlassen wollen, in denen sie nicht auf verantwortungsvolles Handeln von Beruskolleginnen vertrauen können.

Um wieder zum Thema zurück zu kommen: Es gibt einige Erzieherinnen, die könnten locker und gut Kinder unterrichten. Talent und eine langjährige Berufserfahrung mit Kindern sollten nicht unterschätzt werden. Deswegen plädiere ich zu mehr Offenheit angesichts einer Notlage. Wer will, könnte geeignete ErzieherInnen finden und fragen, ob sie Interesse an einer Stelle haben. Zu einer Einstellung ohne Prüfung aller Arbeitszeugnisse dürfte es selbstverständlich nicht kommen.

Marie
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Warum soll es in KiTas besser laufen als in Schulen? Da wird auch jeder genommen, der nicht bei 3 auf dem Baum ist.

Sven A.
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Die Abbruchquote im Beruf ist auch deshalb so hoch, weil der Erziehermangel dazugeführt hat, dass nicht mehr so sorgfältig ausgewählt wird wie früher.“

Und das soll ihr bestes Argument dafür sein unqualifzierte Menschen (scheinbar sogar für den bisherigen Job) dann für einen überqualifizierten Job einzusetzen?

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Ausbildung durchziehen und Lehrkraft werden. Ist jetzt mein Tipp spontan. 😉

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

So sehe ich auch dieses Verkennen des Berufsbildes der Grundschulkräfte.
Was sie dort dann antreffen sind 25 -30 Kinder, welche nicht viel anderst sind als die im Kiga.
Eben Kinder!
Hier aber muss oft alleine auch noch Stoff vermittelt werden und dies in einem begrenzten Zeitabschnitt!
Dass unsere Kinder aber mit ganz verschiedenen Vorkenntnissen in der 1. Klasse sitzen, wird dann gerne vergessen!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Woher wollen Sie wissen, dass ausgerechnet Erzieherinnen nicht wissen würden, dass in jeder Schulklasse Kinder mit verschiedenen Vorkenntnissen sitzen? ErzieherInnen wissen zu gut, dass Schulanfänger sich in keiner Hinsicht wie ein Ei dem anderen gleichen. Ihre Kontakte zu den Eltern waren durch die mehrwöchige Eingewöhnungszeit in Kitas besonders intensiv und selbstverständlich blenden sie ihre Lebenserfahrung nicht aus, wenn sie ihr Arbeitsfeld wechseln.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Wissen und dann tatsächlich damit konfrontiert zu werden ist was anderes.
Bedenken Sie, dass sie die restlichen Schüler dann auch noch versorgen müssen. Sie können sich nicht mit einem Kind beschäftigen, was gerade sehr auffällig st und den Rest einer weiteren Lehrkraft übergeben, nur um sich um dieses eine zu kümmern.
Im Kiga geht das, da ist eine Erzieherin raus gegangen an einen ruhigeren Ort und hat sich die Zeit für das Kind genommen. Die Zweitkraft hat problemlos den Rest versorgt!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Welche traumhafte Zeit meinen Sie? „Im Kiga geht das, da ist eine Erzieherin raus gegangen an einen ruhigeren Ort und hat sich die Zeit für das Kind genommen. Die Zweitkraft hat problemlos den Rest versorgt!“ Zu Ihrer Kindheit wird es noch so gewesen sein, aber von Vorzeigekitas (Kitas, die für die Kinder von Abgeordneten und Angestellten der Ministerien zuständig sind, einige Privatkitas) mal abgesehen, ist der Alltag nicht so.
Wenn eine Kraft wickelt, ist die andere auch in der Regelgruppe mit Kindern und evtl. anwesenden Praktikanten allein. Die Arbeit in Kitas verdient immer mehr die Bezeichnung „Blasentrainung“, weil die Fachkräfte und sogar Praktikanten (bei offener Tür) viel zu oft allein in der Gruppe Kinder beaufsichtigen müssen. Bildungsangebote kommen – notgedrungen – zu kurz. Insofern bitte ich um Verständnis dafür, dass Erzieherinnen, die wirklcih Wert auf Bildung legen, ihren Arbeitsbereich wechseln wollen. Manche haben Fortbildungen zur Förderung der Vorschulkinder besucht und würden ihr Wissen gern ausbauen…

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Das Selbige können wir an einigen Mittelschulen auch so an die Grundschule weitergeben. Auch hier herrscht Lehrkräftemangel. Auch hier kommen Kinder bei „uns“ an, welche eigentlich noch thematisch den Zirkel zu halten lernen müssen. Geschweige denn nicht ordentlich Malen und Ausschneiden können. Vom Mathestoff noch in der 3. Klasse sind.
So zieht sich das Ganze eben durch. Ist trotzdem unser Job. Hilft ja nichts.

Sven A.
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

So sehe ich auch dieses Verkennen des Berufsbildes der Grundschulkräfte.“

Oft genug bekomme ich hier bei N4T den Eindruck, dass sich die Grundschulkräfte selbst verkennen.
Ich kann es jedenfalls nicht verstehen (und das würde es bei anderen Berufsgruppen niemals geben), dass sie sich selbst so herunterreden und das, scheinbar, nicht einmal mitbekommen und sich selbst so, langfristig, ersetzbar bzw. gehaltstechnisch zu teuer (warum teuer so lange an Unis ausbilden (scheinbar brauchen die ja nicht einmal eine akademische Ausbildung)? Warum Grundschulkräfte nicht wie Erzieher bezahlen?) machen.

Bestes Beispiel ist doch das aktuelle Thema hier: ein Arzt würde niemals behaupten, dass eine Krankenschwester, trotz minderwertigerer Ausbildung, die gleiche Arbeit gleich gut machen könnte und das Gleiche wie er verdienen sollte.

Und überhaupt und sowieso, warum muss hier überhaupt ein Sek.II-Lehrer für (und hier vielleicht sogar gegen) die Grundschulkräfte argumentieren?

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Sven A.

?????? Verstehe ihren Kommentar nicht!
Meine Meinung, hier durch zig Kommentare zu erkennen, wenn sie gelesen wurden, ist:
Keine Erzieherinnen als Vrundschullehrer einsetzen!
Geht gar nicht!

Dejott
9 Monate zuvor

Ich sehe das kritisch. Ein Abitur sollte man schon haben, wenn man als Lehrer arbeitet. Es geht-neben der Erziehung-eben auch um Bildung.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Im Kindergarten geht es ebenfalls um die Bildung. Seit etlichen Jahren gibt es Bildungspläne für alle Bundesländer. Nur in NRW heißen sie erfreulicherweise „Bildungsvereinbarungen“ und sie sind nicht so ausufernd lang wie in Bayern.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Glaube ich gerne nur, in der Grundschule sind die Erwartungen , auch der Eltern!, viel höher und zeitlich sehr eng begrenzt.
Sie müssen also liefern und dies bei allen Kindern gleichermaßen!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

In Kitas haben viele Eltern mittlerweile auch recht hohe Erwartungen und wenn sie die Kinder sehr früh und lange betreuen lassen, erwarten sie nicht minder, dass ihr Kind in der „Bildungsinstitution Nummer eins“ fit gemacht wird für einen guten Start in der Schule. Ich würde mich nicht darauf festlegen, welche Berufsgruppe mehr durch überhöhte Erwartungen der Eltern belastet wird.

Kostproben elterlicher Erkenntnisse, lassen uns allerdings vermuten, dass manche Eltern in der Schule nicht bescheidener werden.
Was sollen wir davon halten, wenn die Mutter eines recht normal wirkenden, zehn Monate alten Kindes zu einer Erzieherin meint, ihr Kind sei unterfordert mit dem Buch „Die Raupe Nimmersatt“? Es brauche unbedingt andere Bücher.

Könnten wir uns darauf einigen, dass beide Berufs anstrengend und herausfordernd sind? Ich bin der Meinung, dass man als Erzieherin zwar für den Beruf kein Abitur und schon gar nicht ein Hochschulstudium braucht – aber so intelligent, dass man ein gutes Abitur schaffen und studieren könnte, sollte mal schon sein. Erzieherinne ohne Abitur erwerben es meist nit dem Schulabschluss. Oder zumindest die Fachhochschlreife.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Fachhochschulreife ist nicht gleichzusetzen mit Abi!

uesdW
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Stimmt, mit der Fachhochschulreife hat man mehr Erfahrungen mit dem realen Leben gemacht, als die meisten Abiturienten.
Wer danach an einer Hochschule studiert ist in der Regel auch näher an der Praxis dran.

Spass bei Seite.

Wenn jemand in der Lage ist, Kinder in der Grundschule lesen, schreiben und rechnen beizubringen und diese dabei noch Spass dabei haben, ist es mir letztendlich vollkommen egal, ob dieser jemand, ein Abitur hat oder nicht.
Nur soll dieser Jemand dafür das richtige Gehalt und auch die Anerkennung dafür bekommen. (auch von den kollegInnen)

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  uesdW

Die Fachhochschulreife erhält man nach dem 10.te Klasse- Abschluss plus ein Jahr Berufsschule – Abiturienten erhalten ihn automatisch, da sie ihre dazu notwendige 11jährige Schulpflicht erfüllt haben. Inwiefern haben jetzt Menschen mit Fachhochschulreife mehr „Erfahrung mit dem echten Leben“ als Abiturienten? Ihre Argumentation erschließt sich mir nicht.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Vielleicht weil die mit Fachhochschulreife ihren Weg über die Realschule ( früher war das so) genommen haben und dort praktische Fächer zum Fächerkanon gehören?
Nur so eine Idee!

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Na wenn ich mir einen nicht mal so kleinen Teil unserer Berufsschüler im Ort so ansehe, bekomme ich eher das Gruseln. Ok, kommt natürlich drauf an, was man unter „echtes Leben“ versteht. Lernen für sinnfrei zu erklären, weil „kann ick nich, brauch ick nich, will ick nich“ oder ein Benehmen, welches eine Sau samt Buchte schüttelt, zeugen von Erfahrungen mit „dem echten Leben“, die ich jetzt nicht als förderlich oder positiv bewerten würde.

uesdW
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

In Bayern heißt Fachhochschulreife zwei Jahre Oberstufe inklussive halbjähriges Fachpraktikum.
Wer an die BOS geht hat 1 Jahr Oberstufenunterricht und mindestens eine Ausbildung wenn nicht saogr schon im Breuf gearbeitet hinter sich.
Da sieht man halt wieder, dass es unterschiedliche Defintionen gibt.

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  uesdW

Ja, es ist ein Chaos mit den Begrifflichkeiten, vielen Dank für die Info!

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Mit der Einstellung ist man an der BOS halt dann auch schnell ausgesiebt.
War in meiner damaligen Klasse auch niemand. Die waren nach 2-3 Monaten dann weg. Rest hat das durchaus sehr ernst genommen und musste da durch.
Geschenkt wurde einem nicht so viel.

In der Berufsausbildung war das schon anders … auch vom Tempo und Niveau her. Da lagen Welten.

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  uesdW

Applaus, Applaus! 😉

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Stimmt. In technischen Bereichen kann manchmal die Fachhochschulreife eine größere Herausforderung sein als das Abitur.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Beide Berufe sind anstrengend, da bin ich ganz bei Ihnen und beide Berufsgruppen brauchen ihr dafür ausgebildetes Fachpersonal!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Wir arbeiten schon seit Jahren auch mit Kinderkrankenschwestern, Logopäden, Motopäden und anderen Berufsgruppen zusammen und das geht. Kindern und Eltern fällt es normalerweise nicht auf. Und auch nach Deutschland geflüchtete Lehrerinnen können in Kitas arbeiten. Und sie schaffen es, weil die Kinder mögen, sich einfühlen können und gesunden Menschenverstand besitzen. Nicht etwa deshalb, weil es simpler wäre, als ErzieherIn Kinder zu betreuen.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Natürlich geht das, jeder dieser Berufe hat sein Aufgabengebiet.

Eine Mama,die ihre Kinder mag, sich einfühlen kann und gesunden Menschenverstand besitzt, ist aber auch nicht Erzieherin und schon gleich gar nicht Grundschullehrerin!
Sondern nur eine gute Mutter!

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Als die Kitas noch über Mittag geschlossen hatten, war es leicht, eine nicht berufstätige Akademikerin zu finden, die ohne Ausbildung immer bei Bedarf und zur allgemeinen Zufriedenheit als Krankheitsvertretung gearbeitet hat. Es dürfte Sie nicht erstaunen, dass ich ihr Eingehen auf die Kinder besser fand als das mancher Kinderpflegerin oder Erzieherin.

Wollen Kinder, insbesondere die Kleinsten, professionell behandelt werden? – Wenn wir ehrlich sind, sollte uns kar sein, dass sie geliebt und gern auch mal bevorzugt werden wollen. Authentizität und Charakter bewirken in der Erziehung mehr als „Professionalität“ und das, was als „professionell“ angesehen wird. Zum Beispiel dieser „Schweigefuchs“ oder der aus der Mode gekommene „Redestein“.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Das mit dem 10 Monate alten Kind und der Buchempfehlung haben sie doch hoffentlich nicht ernst genommen und umgesetzt??

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  KARIN

Natürlich nicht. Für Kinder in diesem Alter finde ich manchmal Kataloge, in denen viele Babys abgebildet sind attraktiver. Da kann man Gesichter sehen, die vor Freude strahlen. Manches Bilderbuch wird vorschnell eingesetzt. Besser ist es abzuwarten, bis ein Kind reif für eine Geschichte ist.

Sandra
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Deswegen fehlen auch Vorläuferfähigkeiten wenn die Kinder in die Schule kommen. Es reicht eben nicht, wenn Kinder ggf. Nur ein Jahr in die Kita gehen und die Eltern bildungsfern sind.

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Dejott

Dann sollte das Abitur aber auch wieder etwas Wert sein. „Zusatzpunkt“, da SuS zu schlecht anschneiden? Ne, ist nicht.

Trend: Wir nehmen alles. Schauen wir mal, was bleibt und was passt. Das Bildungssystem ist so, wie es ist, sowieso an den Grenzen.
Soll es halt eher einbrechen und dann gibt es hoffentlich eine Neustrukturierung.
Ist dann halt so.

Tabea
9 Monate zuvor

Zu unattraktiv gegenüber Homeofficejobs.
Gen. Z ist doch nicht blöd.

Marc
9 Monate zuvor

Gute Idee. Wollte schon immer mal am Gymnasium rein schnuppern. Sollte dann mit meinem Studium für Grundschule auch kein Probleme sein, oder?

Cecilia Fabelhaft
9 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Na, machen Sie doch. Wenn Sie das Echo von den Gymnasiasten aushalten. 🙂

Waren Sie nicht einer von denen, die meinen Grundschullehrerausbildung und Gymnasiallehrerausbildung sei das Gleiche und auch später im Berufsalltag, sodass alle gleiche verdienen müssen?

Marc
9 Monate zuvor

Korrekt. Formal schließen Beide mit dem Masterabschluss ab. Die Qualifikation ist also identisch. Inhaltlich gibt es natürlich Unterschiede. Ist ja auch logisch. Ein Master für Psychologie ist ja auch nicht „das Gleiche“ wie ein Master für Medizin. Aber die Qualifikation ist juristisch identisch. Und daher gehören Beide gleich bezahlt. Ist beamtenrechtlich so geregelt. Aber lassen Sie mich raten:

Sie waren eine der Personen, die trotz identischer Qualifikation und gleicher Ausbildungsdauer nicht gleich bezahlen wollen. Muss echt weh tun, wenn jetzt alle Bundesländer diesen Misstand ändern. Richtig unfair, gelle?
Aber was will man machen. Im Gegensatz zu Ihnen sieht die Mehrheit der Abiturienten eben ein, dass man sich bei Grundschullehramt dann über den Tisch ziehen lässt.

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Nicht alle Bundesländer ändern diesen Missstand: Frau Hubig in RLP hält das nicht für nötig.

Herr Hirsch
9 Monate zuvor

Die Erfahrung zeigt, von allen Lehrberufen ist der des Gymnasiallehrers der mit Abstand entspannteste.
Ich begann als Grundschullehrer. Zu viel Tüdelkram. Machte dann Zusatzquali als Sek1 und danach Sek2. An meiner Gems ist Oberstufenunterricht die pure Erholung. Man kann tatsächlich mal lehren und mal Dinge während der Arbeitsphasen erledigen. Die anderen Klassen erfordern pure Aufmerksamkeit und ein ganz anderes Herangehen. Das können kaum Gym KollegInnen. Die scheitern regelmäßig an den unteren Klassen.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Herr Hirsch

Na ja, die Schülerschaft vielleicht, dafür bekommen Sie evtl. mehr Druck von den Eltern?
Obwohl , das gibt es auch schon in den anderen SchulArten!
Dann kommt es auf die Fächerkombis an.
Meine Schwester hatte in München die Oberstufen in Englisch und Politik!
Das eine sehr korrekturintensiv (Englisch) und sehr oft kurze Zeitspannen zur Korrektur, d.h. Wochenende durchkorrigiert oder in die Nacht hinein und am sehr frühen Morgen, noch vor dem Unterricht!
Politik , Aufbereitung der Tagespolitik, immer auf dem neuesten Stand!
Also sie hatte kein entspanntes Lehrerdasein, auch in den Ferien nicht! Auch Sommerferienende noch Nachprüfungen vom Abi oder Sitzungen zur Prüfung von “ Hochbegabten“.

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  Herr Hirsch

Die Arbeitszeitstudien belegen das Gegenteil: Gymnasiallehrer haben mit Abstand die höchste Arbeitszeit aller Lehrergruppen.

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Kommt darauf an, wer die Studie/n in Auftrag gegeben hat!

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Und auch da kommt es auf die Fächerkombination an. Deutsch und Englisch ist nunmal aufwändiger als Sport und Kunst.

Ansonten schrieb Herr Hirsch doch von „entspanntesten“ Stunden. Das nehm ich auch mal an …

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Herr Hirsch

Kann ich mir gut vorstellen. Als ich nach 20 extrem anstrengenden Jahren in Klasse 1 und 2 in Klassenstufe 3 und 4 wechselte, empfand ich den Unterricht dort als entspannte Wohltat.
Die ganzen zusätzlichen Sachen blieben natürlich.

Bla
9 Monate zuvor

Welches Echo? Also vom fachlichen Wissen traue ich mir das noch gerade so zu. 😉
Darf ich mir die Fächer aussuchen? Dann sowieso.

Bin zwar nicht Grundschullehrkraft, aber Mittelschule. Daher traue ich es mir auch zu, mit den vielen „auffälligen Kindern“ am Gym auch klar zu kommen – trotz Echo. Die Gymnasialklasse, welche ich bisher sah, waren jetzt nicht sonderlich schwierig im Umgang. Aber gut: Preiset die Obigen.

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Aber an Grundschulen geht es eben nicht nur um Fachwissen, da brauchen Sie Didaktik! Fachwissen kann man sich anlesen.

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Klara

Ja, die brauche ich an der Mittelschule auch. Halt in einer anderen Richtung. Daher ist das Studium eben anders ausgelegt. Trotzdem traue ich mir zu in meinen Studienfächern auch auf dem Gymnasium zu unterrichten. Ohne jetzt ein riesiges „Echo“ von den SuS zu befürchten.

Meinetwegen
9 Monate zuvor

Leidenschaft
 5 Stunden zuvor


Zu DDR-Zeiten war man ohne Abitur nach vier Fachschuljahren,in denen es von Beginn an große Praxisanteile gab, Unterstufenlehrerin. Viele meiner Kollegen und Kolleginnen haben 40 und mehr Jahre erfolgreich im Beruf gearbeitet. Ich hatte mit 20 meine erste 1. Klasse und bin jetzt 35 Jahre im Dienst,inzwischen durch ein berufsbegleitendendes Studium an der Oberschule. Daher sehe ich nicht,dass hier etwas „verramscht“ wird. Im Lehrberuf ist die Didaktik leider völlig unterschätzt. Ein sehr guter Studienabschluss macht aus meiner Sicht noch lange keinen guten Lehrer. Am Ende ist es wichtiger, dass nicht noch mehr Unterricht ausfällt und dieser möglichst auch eine gute Qualität hat.

Bester Kommentar seit langer Zeit !! So viel Danke möchte ich sagen !!!!

potschemutschka
9 Monate zuvor
Antwortet  Meinetwegen

Das Problem, ist wahrscheinlich, dass man denn damaligen 10.Klasse-POS-Abschluss (DDR) nicht mit einem heutigen 10.Klasse-Abschluss vergleichen kann.

Klara
9 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich sehe darin eher einen Vorteil (10. Klasse-Abschluss damals) als ein Problem. Aber vielleicht meinten Sie es auch so.

Maggi
9 Monate zuvor

Natürlich eine tolle Idee, die hier auch wieder unreflektierten Beifall findet.
Wie kommt man darauf, dass man mit einer derart geringeren Ausbildung das gleiche leisten kann, wie Menschen, die die höchsten Bildungsabschlüsse in Deutschland besitzen? Ach ja – es geht ja nur um Lehrer – das kann ja jeder.
Das hatten wir schon in der Flüchtlingskrise 2015 – Menschen, die ja deutsch sprechen und schreiben – unterrichten ohne entsprechende Ausbildung die Flüchtlinge und schenken ihnen zum Teil nachher die Sprachzertifikate. Mit diesen hatten die jungen Menschen dann die Befähigung eine Ausbildung zu besuchen oder Schulabschlüsse zu erwerben. Hier sind diese dann auf dem Boden der Tatsachen gelandet, da sie meistens nicht das Sprachniveau hatten, um die Ausbildung oder den Schulabschluss zu bestehen.
In der aktuellen Ukrainekrise gibt es an vielen Schulen Tandems aus einer ukrainischen Lehrkraft für Deutsch und einer muttersprachlichen Lehrkraft mit der Lehrbefähigung in Deutsch. Oftmals sind die deutschen Kollegen gefrustet, da es bei ihrem Tandempartner zu Mängeln in der Orthografie kommt und auch die verbalen Sätze sind nicht korrekt. Wie gesagt es ist nicht bei allen so, aber bei vielen.
Ebenso traue ich durchaus einigen Erzieher*innen, z. B. jenen mit Abitur zu, den Kindern adäquat die Grundlagen in lesen, schreiben und rechnen zu vermitteln, aber ich unterrichte angehende Erzieher*innen und ich traue den wenigsten zu dies bewerkstelligen.

In anderen Berufen würde niemand auf eine solche Idee kommen. Wenn jemand diese Idee so toll findet, der soll doch bitte das nächste mal nicht auf einen Arzt bestehen, sondern sich von einer Sanitäter, Krankenpfleger oder einer Sprechstundenhilfe behandeln lassen. Die haben ja auch eine Ausbildung im Bereich des Gesundheitswesens gemacht – was ein Arzt kann, können die bestimmt auch.

Ein Maurer kann bestimmt die Statik für einen Wolkenkratzer berechnen – auch irgendwie das Gleiche.

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Maggi

Und ein Metzger kann auch als Chirurg arbeiten – auch irgendwie das Gleiche. Diese ganzen unnötigen Bildungsabschlüsse kann man sich doch sparen.

Annika
9 Monate zuvor
Antwortet  Maggi

Doch in anderen Berufen kommt man auf die Idee. Berufsgruppen, die als Kita-Fachkraft anerkannt werden sind zum Beispiel u.a.: Logopäden, Lehrer (es reicht das erste Staatsexamen), Ergotherapeuten, Kinderpfleger, Krankengymnasten, Hebammen, Dorfhelfer, Heilerziehungspfleger und Krankenpfleger.

Wenn all diese Gruppen nun also angeblich dafür qualifiziert sind, den Job einer Erzieherin zu machen, warum sollte dann die Erzieherin nicht den Job einer Grundschullehrkraft machen können? Warum sollen sich Erzieherinnen mit berufsfremden Kollegen rumschlagen müssen und Lehrer nicht? Warum sollen Kinder in der Kita von Hinz und Kunz betreut und gefördert werden können und in der Schule ist es dann auf einmal so wichtig, dass die Fachkräfte etwas von dem verstehen was sie da machen?

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Annika

Quellen?

Ich hatte vor circa puh … 4-5 Jahren? Eine Anfrage diesbezüglich gemacht. Mir konnte kein 1. StEx Lehramt auf den/als Erzieher (in Bayern) angerechnet werden. Glaube nichtmal das 2. ginge damals.
Als Hilfskraft hätte ich arbeiten können.

Ob und wie sich das in den letzten Jahren geändert hat … keine Ahnung.

Annika
9 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Aufgrund des Fachkräftemangels ist der Fachkräftekatalog zumindest bei uns in BW in den vergangenen Jahren erheblich erweitert worden (Quelle bei Bedarf gerne selber recherchieren).

Nun soll es wohl nach den Kitas auch die Schulen treffen. Wenn dann die Erzieherinnen in die Schulen strömen könnten die Lehrer doch an der Uni unterrichten.

Sandra
9 Monate zuvor
Antwortet  Maggi

Erzieher*innen sind für ihre Aufgaben hervorragend ausgebildet. Hier wünsche ich mir mehr Wertschätzung und Anerkennung.
Aber du hast Recht – für die Aufgaben einer Lehrkraft sind sie nicht ausgebildet. Deswegen sind es ja Erzieher*innen.
Beide Seiten (Erzieher*innen und Lehrkräfte) sollten sich nicht anmaßen, den jeweils anderen Job hinsichtlich der notwendigen Fähigkeiten und Kompetenzen zu bewerten. Dann fühlen sich Erzieher*innen nicht, als wären sie weniger Wert als Lehrkräfte und Lehrkräfte nicht, als wolle man sie durch anders ausgebildete Personen ersetzen.

lehrer002
9 Monate zuvor

Was für eine Schnapsidee. Wenn ich mir anschaue, wer teilweise (auch aus dem Mangel heraus) durch die Erzieherausbildung durchgewinkt wird. Da wird einem angst und bange…

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  lehrer002

Und ich versichere Ihnen, dass Erzieher in der Schulbegleitung und in der OGS nicht selten ungläubig staunen, wie viele Rechtschreib- und sogar Grammatikfehler deutsche Lehrkräfte den Kindern vermitteln.
Da könnte Ihnen auch angst und bange werden.

Viele Erzieherinnen hätten gern ein Studium auf sich genommen, wenn es das damals gegeben hätte. Am Abitur haperte es längst nicht bei allen.

Maggi
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Ja, das merkt man Ihrem fehlerfreien Beitrag.

Angelika Mauel
9 Monate zuvor
Antwortet  Maggi

„Ja, das merkt man Ihrem fehlerfreien Beitrag.“ – Darf ich Ihnen den unvollständigen Satz unkorrigiert zurückgeben?

Es ist schade, dass es hier keine Möglichkeit gibt, Beiträge nachträglich zu verbessern. Ich würde eine Korrekturfunktion gern nutzen und bestimmt einige andere ebenfalls.

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Vielleicht sind’s keine richtigen Lehrkräfte… davon gibts mittlerweile ja genug.

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Man kann auch im Alter noch Studieren. Nur mal so als Idee.
Wenn ich Erzieher werden will, dann müsste ich auch die Ausbildung machen. Trotz Studium im ähnlichen Bereich. Zumindest bei uns vor ca. 4 Jahren. Hatte ich mal aus Interesse angefragt.

Die meisten OGS sind ja bekannt dafür, dass sie höchst qualitativ sind. Vielleicht haben einige von ihnen auch noch die alte Rechtsschreibung im Kopf … kenne ich auch aus der Praxis. Die stimmt halt nur nicht mehr.

Annika
9 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Bei uns in Baden-Württemberg reicht das erste Staatsexamen um als Fachkraft in der Kita anerkannt zu werden.

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Annika

Ok, dann klärt sich meine obige Frage auch. BW ist da anscheinend dann anders. Bisschen lockerer unterwegs.
Mich hätte damals die Leitung des Kindergartens sehr gerne eingestellt und genommen. Allerdings war dies nicht möglich. Wurde vom Kindergarten auch angefragt auf Überprüfung und Anerkennung soweit mir das mitgeteilt wurde. Ist/War man aber sehr starr.

Annika
9 Monate zuvor
Antwortet  Bla

So starr, wie viele Lehrer es bezüglich der „drohenden“ Mitarbeit von Erzieherinnen in den Schulen sind. 🙂

Hannah
9 Monate zuvor
Antwortet  Angelika Mauel

Ich staune auch immer über die mangelnden pädagogischen Fähigkeiten vieler Lehrkräfte, sowie fehlende Empathie, Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen. Nur weil man ein Studium absolviert hat, ist man noch lange kein guter Pädagoge/ Pädagogin.

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Hannah

Das gilt jedoch in allen Bereichen nehme ich an. Menschen sind eben unterschiedlich.

Sandra
9 Monate zuvor
Antwortet  Hannah

Hast du die Lehrkräfte im Unterricht begleitet dass du das beurteilen kannst? Ich arbeite ausschließlich mit sehr kompetenten Kolleg*innen zusammen. Schule ist nicht Kita. Ein völlig anderes Arbeitsfeld mit anderen Rahmenbedingungen. In diesen Rahmen machen die Lehrkräfte einen hervorragenden pädagogischen Job.
Nur weil wir alle mal selbst in der Schule waren sind wir lange keine Experten was das angeht. Ich wünsche mir etwas mehr Wohlwollen, Respekt und Realismus für meine Kolleg*innen.

OhneWort
8 Monate zuvor
Antwortet  Hannah

Danke für diesen Kommentar. Ich bin selbst Erzieherin, mit Fachabitur und Mutter eines Teenagers. Ich habe in der ganzen Grundschulzeit meines Sohnes über die Hälfte Lehrer kennen gelernt, die von pädagogischen Fähigkeiten höchstens mal was gelesen haben. Teilweise muss ich heute noch mit Auswirkungen der Grundschulzeit bei meinem Kind kämpfen. Ich bin mittlerweile sehr verhärtet was meine Meinung über die sich so hochlobenden, studierten Lehrer angeht. Man bekommt häufig die Antwort, Lehrkräfte seien überfordert, zu viel Kinder und zu wenig Zeit. Entschuldigung für meinen Ausdruck, aber bei dem Mimimi krieg ich das „Kotzen“!
Ich arbeite täglich mit 25 Kindern, verhaltensauffälligen und integrativen, Wickelkindern und Vorschulkindern und das mit einer halbtags Kinderpflegerin.
Meine Kinder so zu behandeln wie etliche Lehrer die ich kennen gelernt hab, würde mir im Traum nicht einfallen.
Es kommt letztlich nicht auf die Bildung an sondern auf die Person und ihren Fähigkeiten, ihrer Leidenschaft und ihres Herzens!!!!

sos10
9 Monate zuvor

Das ist mal eine richtig gute Idee. Wäre auch mal was für Berlin. Wir haben einige Erzieherinnen (ehemalige DDR Grundschullehrerinnen), die zehnmal mehr Ahnung von Grundschuldidaktik haben, als so mancher akademische Quer- oder Seiteneinsteiger.( Und das sage ich als Wessi und Quereingestiegene.)

Dil Uhlenspiegel
9 Monate zuvor

Man mache fix so weiter, dann erleben wir das große Finale noch vor dem Burnout.

Dil Uhlenspiegel
9 Monate zuvor

Völlig am Rande:
Zur Frage nach der Ursünde ergeben sich neue Ansätze: Grundschuldlehrkräfte.

Lera
9 Monate zuvor

Gerne als Lehr-Assistenten, aber nicht als Lehrkräfte.

Gerne längerfristig, aber nicht unbefristet.

Gerne auch mal alleine unterrichten, aber neben Deutsch und Mathe muss auch der Sachunterricht (bzw. die entsprechenden Fächer in der SEK 1) davon ausgenommen bleiben.

Insgesamt muss einfach jedem klar sein, dass das keine Lehrer sind und ohne echtes Fachstudium und auch nicht werden können – dann ist so etwas eine willkommene Hilfe.

Ansonsten ist es halt eine weitere Offensive zur Deprofessionalisierung des Lehrerberufs.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Lera

Und kein gleiches Gehalt, dies wird auch gefördert. Da ja anscheinend beide gleiche Arbeit in der Schule leisten! 😉

Flix
9 Monate zuvor

Wenn jemand durch die dreijährige Anwesenheit im Grundschulalltag befähigt ist, eine Klasse zu führen und zu unterrichten, dürfte es ja kein Problem sein, die regulären Lehramts-Abschlussprüfungen und Lehrproben für die Fächer, in denen derjenige eingesetzt werden soll, zu bestehen.
Da ich aber die Elternbriefe aus der Kita kenne, graut mir vor den Arbeitsblättern und Tafelanschrieben.

Mika
9 Monate zuvor
Antwortet  Flix

Und zwar einschließlich der Schulrechtsprüfung!

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Die würden aber auch viele aktuelle Lehrkräfte nicht (mehr) bestehen.
Soll jetzt kein „Front“ sein, stellt man nur immer wieder in sämtlichen Bereichen – v. A. Fobis (dazu) – fest.

Hannah
9 Monate zuvor

Ich kann allen Erzieherinnen nur raten, hier ein bisschen im Forum zu lesen, dann möchte niemand als Lehrkraft arbeiten, bei solchen Kollegen und Kolleginnen.

Sandra
9 Monate zuvor
Antwortet  Hannah

Die Kolleg*innen sind einfach völlig überarbeitet und entzaubert was die Rahmenbedingungen angeht. Wie finden es Erzieher*innen, wenn „Schleckerfrauen“ auf einmal deren Kolleg*innen werden und das gleiche Geld bekommen sollen? Mich würde das aufregen. Ich bin Erzieherin und seitdem ich als MPT in der Schule arbeite weiß ich, was die Lehrkräfte jeden Tag zu stemmen haben. Dafür sind Erzieher*innen nicht ausgebildet. Ich würde mir nicht zutrauen, den Job meiner Kolleg*innen so zu machen, dass ich das gleiche Gehalt verdiene.
In den Kitas sind die Leute genau so platt wie die Lehrkräfte in den Schulen.
Wir müssen damit aufhören, die jeweils andere Berufsgruppe zu bashen. Wir haben im Grunde die gleichen Herausforderungen. Es würde mehr bringen uns zu solidarisieren.

KARIN
9 Monate zuvor
Antwortet  Sandra

Richtige und realistische Einstellung!
Danke dafür liebe Sandra!

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor

Interessante Idee. Jedoch müssen die Erzieherinnen dann auch das gleiche Gehalt erhalten, wie die Grundschullehrerinnen. Gleiche Arbeit gleiches Gehalt.

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Natürlich. Wenn gleiche Arbeit, dann gleiches Gehalt. So sollte es sein.

Marie
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Nein, gleicher Abschluss, gleiches Gehalt. DAS ist der Punkt, um den sich die KuMi seit 2009 rechtswidrig gedrückt haben.

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Marie, das Blättchen im Winde.

Wenn das eigene Gehalt erhöht wird, werden alle Argumente dafür als gottgewollt und verfassungskonform hingestellt.

Wenn aber andere profitieren, geht das ja mal garnicht.

Aber zu ihrem Punkt:

Die wenigen Individuellklagen der Grundschullehrerinnen wurden bereits mehrfach, auch nach 2009 von Verwaltungsgerichten abgewiesen. Der Hauptgrund war nicht etwa, dass Master/Diplomabsolventen mit A13 bezahlt werden müssen oder dass die Grundschullehrerinnen kürzere Studienzeiten hatten, sondern, dass die Besoldung amtsangemessen war. Der Abstand der Besoldungsstufen des HöherenDienstes wurde in den letzten 15 Jahren (siehe Quelle) zu den mittleren Besoldungssstufen schrittweise verringert, was auch der Hauptgrund ist, warum erst jetzt „A13 für alle außer dem angestellten Fußvolk und den dummen Fachlehrern“ durchgesetzt wurde.

Ramona
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Gleiche Ausbildung, gleiches Gehalt. Dann aber bitte für alle, wenn das der Anspruch ist. Also auch für das nichtunterrichtende Fußvolk.
Ich habe promoviert und finde in meiner Profession keine Stelle. Ländlicher Raum, Kinder, pflegebedürftige Eltern. Ich arbeite fachfremd für 1/4 dessen, was „andere“ mit meiner Ausbuldung bekommen (könnten). Und ich verdienen weniger als diejenigen, die meine jetzige Tätigkeit gelernt haben. Ich bin ja fachfremd.
Für mich ist das ok, immerhin habe ich Arbeit.
Aber nach der Lehrerlogik müsste sich meine Firma ruinieren, weil mir ein vielfaches „zusteht“.
Ich bin ein wenig genervt von diesem Jammern und Fordern. Ja. Lehrer haben einen anspruchsvollen und stressigen Beruf. Aber sie bekommen auch ordentlich Geld dafür. Das schielen auf besser bezahlte Jobs und das rumteiten auf „amtsangemessenem“ wasauchimmer ist schwer zu ertragen.

thomipomi
9 Monate zuvor

Die Universitätsklinik in Aachen stellt wegen akuten Chirurgenmangel jetzt Krankenpfleger als Chirurgen ein.
Die Lufthansa stellt wegen akuten Mangel an Piloten Bordstewards als Pilot ein.
Die Deutsche Bahn hat zuwenig Lokomotivführer und stellt ab sofort Zugbegleiter als Lokomotivführer ein.

Da soll Mal einer sagen das man in Deutschland keine Chancen hat als Quereinsteiger Karriere zu machen.

Und hey … wenn’s schief geht ? Es ist ja zunächst nur befristet.

Jan Hegewald
9 Monate zuvor

Mit ausschließlichem Realschulabschluss kann man keine Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher machen, entweder man hat Abitur oder eine vorangegangene, mindestens 2-jährige, Berufsausbildung vorzuweisen.
Ansonsten finde ich die Idee recht charmant, so wird meine Tätigkeit endlich meiner hochwertigen Ausbildung gerecht. Ich hoffe, Berlin zieht nach und ich kann diesen Weg, meine Kraft für eine bessere Bildung der Kinder einzusetzen, beschreiten.

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Jan Hegewald

Gibt doch einige Möglichkeiten:
https://www.stmas.bayern.de/fachkraefte/kindertageseinrichtungen/ausbildung.php#sec1

Daher: Doch. Kann man.
„Du hast bereits einen mittleren Schulabschluss? Dann kannst Du die Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher in vier statt bisher in fünf Jahren absolvieren. Die Ausbildung gliedert sich dann in eine einjährige Vorbildung, dem sogenannten Sozialpädagogischen Einführungsjahr (SEJ), zwei Studienjahre an der Fachakademie und ein einjähriges Berufspraktikum.“

Dagmar Schäfer
9 Monate zuvor

Wie wärs denn mal mit einem Personalkonzept über 10 Jahre? Hätte man das gemacht (weder ErstklässlerInnnen noch Baby Boomer fallen vom Himmel) – wären die Schulen nicht in diese Misere gesteuert worden.
In BW gibt es einen Volksantrag – GUTE Schule JETZT- der ein Lösungskonzept für eine Bildungswende anbietet, das direkt und bei jedem Kind ankommend, auch die Attraktivität des Berufs steigern wird. Das ist die Doppelbesetzung aller Grundschulklassen mit Lehrkräften.
Nur so können die notwendige pädagogische Flexibilität, kindgerechte Stundenpläne, zeitgemäßer guter Unterricht (z.B. Deeper learning, CoKonstruktion), Persönlichkeitsbildung und viele andere Aufgaben umgesetzt und geleistet werden. Das ist Kindergrundsicherung, die wirken wird.
Wenn die Verantwortlichen einen sofortigen Personalplan für einen Zeitrahmen von 10 Jahren aufstellen, ist das durchaus schaffbar. Der Grundschulberuf muss endlich durch zielführende Rahmenbedingungen professionalisiert werden. Wenn nicht, erleben wir weitere soziale Spaltung und Demokratieverlust. Auf den Anfang kommt es an!

Es geht darum, jetzt endlich einen ambitionierten Lösungsansatz zu schaffen und nicht weiter mit Kleinkram und Flickschustern auf die Bildungsschieflage zu reagieren. Wir brauchen den zivilgesellschaftlichen Willen, mal etwas Großes für Kinder und Gesellschaft anzupacken.

Darum: Bitte mitmachen beim Volksantrag GUTE Schule JETZT BW! Einfach FORMBLATT AUSDRUCKEN unter http://www.laestigbleiben.de und unbeglaubigt per Brief an uns senden.
Danke an alle weiteren UnterstützerInnen Land auf und Land ab.

Sandra
9 Monate zuvor

Grundschullehrkräfte werden in ihren Aufgaben und Fähigkeiten schlichtweg unterschätzt. Ich bin Erzieherin und Kindheitspädagogin mit Master und arbeite als MPT an einer Grundschule. Um nichts in der Welt traue ich mir auch mit 20 Jahren Berufserfahrung am Kind nicht zu, dauerhaft als Lehrkraft zu arbeiten. Ich ziehe meinen Hut vor unseren herausragend ausgebildeten Lehrkräften und bin dankbar, dass ich den Job nicht machen muss.
Ich weiß nicht, wer immer auf solche Schnapsideen kommt.

ClaraOswald
8 Monate zuvor
Antwortet  Sandra

Mit den nötigen Fortbildungen kann ich mir als Erzieherin durchaus vorstellen, als Lehrkraft zu arbeiten ODER tatsächlich Kinder in der Grundschule zu unterstützen.
Kinder gehen in unserem jetzigen System unter, sobald sie nicht „rund“ laufen.
Lehrkräften das unterrichten zu ermöglichen und Störungen abzufangen ist ein toller Job.
Ich hab das jahrelang gemacht, als Schulbegleitung für eigentlich nur ein Kind. Nach einiger Zeit hab ich immer mehr Tätigkeiten ausgeübt, die die Klassenlehrkraft entlastet hat und tatsächlich wurde ich schließlich auch für Vertretungen und Einzelbetreuung angefragt. So konnten die Lehrkräfte ihren Lehrauftrag ausüben und die Kinder die gesondert Hilfe benötigten, bekamen bei mir die Möglichkeit in ihrem Tempo zu arbeiten und zu lernen.
Später habe ich in der Nachmittagsbetreuung einer Grundschule gearbeitet und anfänglich wurde ich als schnöde Erzieherin noch nicht einmal gegrüßt. Nach einigen Monaten und der Verjüngung des Kollegiums, wurde ich immer mehr auch in den Vormittag mit eingebunden und habe häufig ehrenamtlich mit in den Stunden gesessen, denn für sowas ist ja kein Geld da.
Anerkennung von Erziehern und pädagogischen Fachkräften, braucht auch Anerkennung der einzelnen Berufsfelder und der Politik.

ClaraOswald
9 Monate zuvor

Ich bin selbst Erzieherin und habe schon einige Jahre meines Berufslebens an Grundschulen verbracht. Prinzipiell halte ich es für ausgesprochen klug Pädagogen mit ins Boot zu holen um z.B. die vielen Herausforderungen im Verhalten der Kinder aufzufangen.
Wir sind in Sachen Pädagogik einfach deutlich fitter als Lehrkräfte und wenn die Lehrkräfte wieder ihren Arbeitsauftrag erfüllen können, nämlich zu unterrichten, den Kindern die Möglichkeit gegeben wird zu lernen, dann ist doch allen geholfen.
Erzieher sind ja sehr breit gefächert was die Altersstufen angeht und ich bin dafür, ihnen die Tore zu den Grundschülern weiter zu öffnen.
Ich bin auch eindeutig eine Erzieherin für die ABC Schützen und möchte nicht in den Kindergarten oder in die Krippe. Dann gibt es andere, die kleinen Pampers Rocker bevorzugen und wieder andere sind in der Jugendhilfe glücklich.
Erzieher sollten generell bessere Karrierechancen haben.