Lehrermangel: So viele Teilzeit-Kräfte im Schuldienst wie seit zehn Jahren nicht – Zahl der Studienanfänger fürs Lehramt sinkt

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WIESBADEN. Angesichts des steigenden Lehrkräftebedarfs an Schulen wird häufig auch über den Beschäftigungsumfang von Lehrerinnen und Lehrern diskutiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren im Schuljahr 2022/2023 rund 724.800 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland tätig – davon 42,3 Prozent in Teilzeit. Damit lag die Teilzeitquote bei Lehrkräften etwas höher als im Schuljahr zuvor (40,6 Prozent) und wieder auf dem höchsten Stand der vergangenen zehn Jahre.

Aufstocken? Och nö. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Besonders Frauen reduzieren häufig ihre Arbeitszeit: Im Schuljahr 2022/2023 war die Teilzeitquote bei Lehrerinnen (49,9 Prozent) mehr als doppelt so hoch wie bei Lehrern (21,8 Prozent).

Im Vergleich zu anderen abhängig Beschäftigten ist die Teilzeitquote bei Lehrkräften mit 42,3 Prozent überdurchschnittlich hoch. So arbeiteten im Jahr 2022 über alle Wirtschaftsbereiche hinweg 30,2 Prozent der abhängig Beschäftigten in Teilzeit. Ein Grund für die höhere Teilzeitquote von Lehrerinnen und Lehrern ist der vergleichsweise hohe Frauenanteil: Während Frauen im Schuljahr 2022/2023 fast drei Viertel (73,1 Prozent) des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen ausmachten, lag der Frauenanteil bei den abhängig Beschäftigten aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2022 bei 48,0 Prozent.

Rund die Hälfte der Lehrkräfte in Bremen und Hamburg arbeiten in Teilzeit

Im Hinblick auf den Anteil der Teilzeitkräfte unter den Lehrerinnen und Lehrern zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Während in Hamburg (54,4 Prozent) und Bremen (49,9 Prozent) im Schuljahr 2022/2023 rund die Hälfte des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen einer Teilzeitbeschäftigung nachging, traf dies nur auf fast jede vierte Lehrkraft in Thüringen (24,1 Prozent) sowie gute jede fünfte (21,4 Prozent) in Sachsen-Anhalt zu.

Mehr als ein Drittel der Lehrerinnen und Lehrer ist 50 Jahre und älter

Wichtig zur Einschätzung des künftigen Bedarfs an neuen Lehrkräften ist die Altersstruktur innerhalb der Berufsgruppe. Gut ein Viertel (25,6 Prozent) der Lehrkräfte im Schuljahr 2022/2023 war zwischen 50 und 59 Jahre alt, 10,6 Prozent waren 60 Jahre und älter. Mehr als jede dritte Lehrkraft (36,2 Prozent) war demnach 50 Jahre und älter. Demgegenüber fällt der Anteil der jüngeren Berufseinsteigerinnen und -einsteiger geringer aus: Die unter 35-Jährigen machten 21,1 Prozent des Lehrpersonals an allgemeinbildenden Schulen aus.

Auch hinsichtlich der Altersstruktur bestehen große Unterschiede zwischen den Bundesländern: In Sachsen-Anhalt waren 57,1 Prozent der Lehrkräfte 50 Jahre alt und älter, in Thüringen 53,5 Prozent. Am niedrigsten war dieser Anteil im Saarland (28,2 Prozent) und in Bremen (30,4 Prozent).

Erneuter Rückgang bei Studienanfängerinnen und -anfängern in Lehramtsstudiengängen

Der Weg zum Beruf der Lehrerin und des Lehrers führt in der Regel über ein Lehramtsstudium. Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger (1. Fachsemester), die ein Lehramtsstudium im Bachelor- oder Staatsexamensstudium beginnen, ist im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge gesunken. Im Studienjahr 2022 begannen knapp 45.400 Personen ein Lehramtsstudium (1. Fachsemester Bachelor oder Staatsexamen) – das waren 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr und 7,0 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor. News4teachers

Überlastung – oder wegen eigener Kinder? Immer mehr Lehrkräfte in Teilzeit

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Marianne W
6 Monate zuvor

Erstmal haben sich die Arbeitsbedigungen verschlechter, so dass entweder die Leute kündigen oder weniger Std. machen. Dann kommen immer weniger nach.

Warum?
Schlimmer als in anderen Branchen…
Nullrunde, Inflaprämie in Häppchen (mal nen Hunni hier ;-)zum Stillhalten.

5 Tage Präsenz unflexibel mit teils schlechten Stundenplänen.

Woanders?

montags homeoffice, dienstags mal hin um 9, mittwochs hin, donnerstags homeoffice mit Telemeeting, freitags frei (weil 4-Tage Woche)
Als Dank im Dezember einen großen Mitarbeiterbonus.

Im Kollegium grummelt’s.
Denn dort wird 5 Tage mit 41 Std geackert und darüber hinaus am Wochenende vorbereitet, korrigiert oder das Schulfest ausgerichtet.

Es muss sich wirklich etwass ändern, damit junge Leute kommen!

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor
Antwortet  Marianne W

… und damit ältere bleiben. Die Crew „läuft“ sich gerade erst warm.

X Timo Dill x
6 Monate zuvor
Antwortet  Marianne W

Haben uns auch über die Nullrunde gewundert und sind verärger. Das soll der Dank für die Covid Zeit sein? Wertschätzung 0 🙁

Wenn die Bahn 35 Stunden-Woche macht, dann wollen wir auch die 4-Tage Woche und etwas homeschooling 🙂 Gleiches Recht für alle.

Es muss wieder gerechter werden und das gilt auch für uns Lehrkräfte.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  X Timo Dill x

Haben die Lokführer auch HomeOffice gefordert?

Bla
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Ist das im Berufsbild des Lokführers möglich?
Es gibt eben Berufe, bei denen das möglich ist und welche, wo es nicht möglich ist.
Ob das bei Lehrkräften zutrifft kann jeder selbst entscheiden (gerade nach Coronaerfahrungen).
Ob das bei Lokführer möglich ist ebenfalls (rechtliche Sache … Überwachung per Distanz ginge wohl – sitzt man eben nicht „am Steuer“ beim Zug, sondern „am Steuer“ hinter dem Computer?).

Als Bademeister wird Homeoffice wohl auch eher schwieriger.
Als Informatiker ist Homeoffice normalerweise gar kein Problem und häufig sogar sehr gewünscht.

Äpfel und Birnen und so …
Arbeitszeit ist Arbeitszeit. Zeitlicher Faktor.
Arbeitsfelder sind verschieden. Das ist das Berufsbild. Art der Arbeit als Faktor.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Stimme zu. Darauf wollte ich hinaus. Bei Lehrer ist dies daher m.E. nicht möglich, da für das Lehren ein persönlicher Kontakt einen Mehrwerte bringt, der in Distanz nicht gegeben ist.

Realist
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

stimmt wohl gar nicht, der Dip.

Gibt Schulen, die machen gute Erfahrung mit Projekttagen hybrid oder übergreifenden Kursen sowie Dienstbesprechungen online.

Manche Std. gibt es als homeschooling.

Von daher passiert da an manchen Schulen etwas!!!!!!!

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Was heißt denn „gute Erfahrungen“. Schneiden diese Schulen besser bei PISA oder VERA ab?

Bla
6 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Gibt doch eine Onlineschule in Deutschland. Für Kinder, welche bspw. krankheitsbedingt nicht zur Präsenzschule können. Starke Menschenscheu als Beispiel. Auch da geht es.
Einige SuS sind während des Distanzunterrichts wirklich aufgeblüht. Andere gar nicht. So ist das halt mit „Differenzierung und Individualität“.

Lesebrille
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Das Homeoffice muss ja nicht den Unterricht betreffen. Es würde ja schon reichen, wenn die Unterrichtsstunden im Stundenplan der Lehrkräfte so verteilt wären, dass ein Wochentag frei bleibt, für Vorbereitung/ Korrekturen/ Telefonate mit Eltern etc. Die Kinder würden normal 5 Tage zur Schule gehen.

Das würde natürlich weniger Lücken zwischen den Unterrichtstunden erfordern und dadurch weniger Möglichkeiten für Vertretungen bieten. Stattdessen müssten wahrscheinlich Vertretungsbereitschaften oder ähnliches eingeplant werden.

Klassenlehrer oder Klassenlehrerinnen können bei akuten Problemen an „Homeoffice-Tagen“ ja auch telefonisch kontaktiert werden.

Organisatorisch sicher sehr aufwändig, aber machbar wäre es (zumindest an weiterführenden Schulen) schon.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Lesebrille

Ja. Das ist ja auch schon jetzt für jede Schule möglich, wenn sie das intern organisiert bekommt. Oder ist dies verboten?

Gerhard/ Schwaben
6 Monate zuvor
Antwortet  Marianne W

Sie schreiben: Wertschätzung 0, Nullrunde, keinen Bonus und stattdessen über 42 Stunden pro Woche sowie Wochenende- und Nachtarbeit.
Sie müssen noch die 5-Tage Woche mit Zusätzen schuften.

Ja, ich kann sie verstehen, Marianne. Es muss der Grund sein, warum es so viel Teilzeit gibt und zu wenige den Beruf noch ergreifen. Es wird mit der Attraktivität zu tun haben.

Im Homeoffice sparen sie das Benzingeld, sie sparen Zeit und teure Kleidung und werden noch durch Steuerzuschüsse belohnt. Das haben sie nicht. Das stimmt.

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor

Grafik 1 habe ich ganz falsch verstanden. Ich dachte erst, es zeigt die Drehzahl an, ab wo der rote Bereich beginnt, in dem Motor- und Getriebeschäden auftreten.

Kohlrabi
6 Monate zuvor

Es war immer behauptet worden, es bedürfe besserer Gehälter, damit es wieder mehr Lehrer gibt. Nun haben wir in vielen Bundesländern A13 für alle und es ist eingetreten, was andere sagten, viele nutzen es, um sich selbst durch Teilzeit zu entlasten. Es sei jedem Einzelnen gegönnt, aber es brachte nicht mehr, sondern weniger Lehrer.

Mariechen
6 Monate zuvor
Antwortet  Kohlrabi

Interessantes Argument gegen A13… man bezahle die Leute einfach wieder schlechter, damit sie voll arbeiten müssen und nicht in Teilzeit gehen können.

Realist
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Keine Angst, das wird die Inflation in Kombination mit „verdischen Lohnerhöhungen“ schon von ganz alleine erledigen. Dazu braucht man A13 nicht wieder streichen…

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Das Argument ist aber aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive gar nicht so falsch und zeigt auch, weshalb Ideen wie ein Bedingsloses Grundeinkommen verheerende Auswirkungen haben könnten.

Viele Menschen gehen ihrer Arbeit nach um damit Einkommen zu generieren. Sobald sie das nicht mehr müssen, ist bei vielen Menschen offenbar keine Bereitschaft da, zu arbeiten. Bzw. keine Bereitschaft da diejenigen Arbeiten zu verrichten, für die eine Nachfrage besteht.

Wenn aber Menschen zum Überleben oder um einen gewissen Lebensstandard zu erhalten eine Arbeitsleistung erbringen müssen, gibt es plötzlich eine Angebot an Arbeitsbereitschaft.

Mariechen
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Um unsere Arbeit an der GS und den verdienten Anspruch A13 in Verbindung mit einem Bedingunglosen Grundeinkommen zu bringen, gehört schon viel Fantasie. Ein irrer Vergleich! Und offenbar keine Ahnung, was bei uns an der GS läuft und mit welchen Problemen wir kämpfen.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Nein, kein irrer Verglich. Ich nehme an, dass die meisten Lehrer deswegen als Lehrer arbeiten, weil sie auf das Einkommen angewiesen sind und, wenn verbeamtet, trotz Unzufriedenheit den Beruf nicht wechseln, weil dann ggfls. Pensionsansprüche verloren gingen. Die Vergütung sowie die Pensionsansprüche sind den Lehrer also wichtig.

Gedankenexperiment: Angenommen alle Lehrer würde gleichzeitig einen Jochen Lotteriegewinn haben, der diesen ein finanziell besseres Leben bis zum Tod ermöglichen würde als dies aktuell als Lehrer der Fall ist. Wieviele dieser Lehrer würden dann wohl weiterhin ihrem Beruf nachgehen?

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

@DerDip

Angenommen alle Müllwerker würden gleichzeitig einen hohen Lotteriegewinn haben, der diesen ein finanziell besseres Leben bis zum Tod ermöglichen würde als dies aktuell als Müllwerker der Fall ist. Wieviele dieser Müllwerker würden dann wohl weiterhin ihrem Beruf nachgehen?

Angenommen alle Bäcker würden gleichzeitig einen hohen Lotteriegewinn haben, der diesen ein finanziell besseres Leben bis zum Tod ermöglichen würde als dies aktuell als Bäcker der Fall ist. Wieviele dieser Bäcker würden dann wohl weiterhin ihrem Beruf nachgehen?

Angenommen alle Influencer würden gleichzeitig einen hohen Lotteriegewinn haben, der diesen ein finanziell besseres Leben bis zum Tod ermöglichen würde als dies aktuell als Influencer der Fall ist. Wieviele dieser Influencer würden dann wohl weiterhin ihrem Beruf nachgehen?

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

In allen Berufen nur diejenigen die ihren Beruf aus Leidenschaft bzw. aus intrinsischer Motivation heraus ausüben.

Aber um beim Lotteriegewinn zu bleiben, oder auch beim bedingungslosen Grundeinkommen: Beides würde den Fachkräftemangel verschlimmern. Ähnlich funktioniert eine Erhöhung von Besoldung bei Menschen, die eigentlich gerne weniger arbeiten würden. Mehr Gehalt bedeutet mehr Spielraum für Stundenreduzierung.

Da wir aber alle Brötchen vom Bäcker, Müllabholung vom Entsorger sowie Bildung durch Lehrer brauchen, ist es nicht sinnvolle, diesen Berufsgruppen gleichzeitig hohe Einkommen UND Teilzeitmöglochkeiten anzubieten.

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

@DerDip

In Ihrem letzten Absatz haben Sie doch glatt die Influencer vergessen!

Die brauchen wir aber mittlerweile auch, denn sie haben durch ihre „Infotainment-Kunst“ entscheidenden Einfluss auf den Warenabsatz, sind also ein Wirtschaftsfaktor und ein dadurch ein entscheidender Teil der Wertschöpfungskette und generieren Steuereinnahmen!
Tja.
Alles nicht so einfach.

PS.:
Haben Sie selbst denn schon um die Halbierung Ihrer Bezüge/Ihres Lohnes/Ihres Gehaltes gebeten? (Es ist ja in dieser Hinsicht egal, ob man seinen Job gerne macht.)
Sie wissen schon … Neues Jahr. Gute Vorsätze und so …
Oder gilt auch dieses Jahr wieder „Wasser predigen, und Cocktails saufen!“? 😉

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Vielleicht ist es noch nicht aufgefallen, aber bei meinen Überlegungen geht es mir nicht darum, was für den einzelnen Lehrer gut und schön ist und diesem gefällt. Mir geht es darum Ideen zu entwickeln, wie man das Schulsystem stabilisiert. Und mehr Teulzeit gehört meines Erachtens nicht dazu. Mehr Gehalt/Besoldung sicherlich schon, aber nur, wenn dies nicht zu mehr Teilzeit führt.

Leider scheinen auch Sie diese allgemeinen Überlegungen von. ihrer persönlichen Betroffenheit nicht trennen zu können.

Was ich selbst tue, spielt dabei keine Rolle.

Mariechen
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Gerade diese Berufsgruppen brauchen mehr als alle anderen gute Verdienstmöglichkeiten, Teilzeitmöglichkeiten und gute Arbeitsbedingungen. Ansonsten werden sich bald gar keine Menschen mehr finden, die bereit sind, diese für die Gesellschaft unentbehrlichen Berufe zu erlernen und auszuüben. Warum sollte ich Lehrerin an der GS werden, wenn meine Arbeitsbedingungen immer schlechter werden, ich weniger als alle anderen verdiene und mir obendrein noch Teilzeit gestrichen wird? Durch Teilzeit verdiene ich übrigens unverhältnismäßig viel weniger (da ich trotzdem Klassenleitung machen muss). Die meisten machen das, damit sie den Ansprüchen an den Beruf und sich selbst halbwegs gerecht werden können. Im GS Bereich sind nämlich sehr viel Idealisten (behaupte ich mal aufgrund meiner Erfahrung).

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Ich stimme Ihnen zu, dass in dem Bereich viele Idealisten gibt und diese sich damit selbst ausbeuten. Ich stimme aber nicht zu, dass dies immer zum Wohle der Schüler geschieht.

Diese Idealisten, von denen Sie sprechen, haben oft ganz konkrete, perfektionistisvhe und manchmal ideologisch geprägte Vorstellungen vom Unterricht. In der Realität können diese Ansprüche jedoch meist nicht erfüllt werden und dies führt dann nicht selten zu Frustration, Enttäuschung oder sogar Burnout.

Was benötigt wird, ist viel mehr Pragmatismus als Idealismus. Am Ende müssen Kinder in der Schule etwas gelernt haben. Ob dies nun im Frontalunterricht oder Selbstgesteuert erfolgte, spielt dabei eigentlich keine Rolle. Nur das Ergebnis zählt.

Sobald sich der Idealismus allerdings auf die Methoden bezieht. Oder darauf, den Unterrichtsstoff immer wieder neu zu erfinden oder irgendwelche Ansätze zu verfolgen, von Denne gar nicht klar ist. ob diese zu besserem Lernerfolg führen, ist diese unnötig.

Ich übertrage das mal auf Malerarbeiten innerhalb eines Hauses. Ein wirtschaftlich arbeitender Malerbetrieb braucht Maler, die effizient arbeiten, nicht perfekionistisch (von Einzelfällen Mal abgesehen). Entscheidend ist also, wieviel Wand und Deckenflächen ein Maler pro Woche stechen kann und dabei die vereinbarte Qualität erfüllt. Wenn ein Maler jetzt perfekionistisch vorgeht und die Wandfläche besonders sauber und Glatt spachtelt, obwohl das von ihm nicht erwartet wird, so bringt dies für den Unternehmer keinen Mehrwert.

Übertragen auf den Lehrer: In Zeiten des Lehrermangels braucht es pragmatische Lehrer, die effizient sind, keine Idealisten, die sich selbst verwirklichen möchten.

Mariechen
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Ja, da stimme ich Ihnen zu. Ich übe meinen Beruf auch so aus, ansonsten könnte ich auch keine Vollzeitstelle machen. Ich muss noch einige Jahre und will gesund bleiben. Einfach ist das trotzdem nicht, trotz Pragmatismus, Optimismus und Ignorieren von vielen Dingen, die von der ADD kommen. Ich komme inzwischen fast täglich an meine Grenzen…

Ça me fatigue
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Sie schreiben:

„Sobald sich der Idealismus allerdings auf die Methoden bezieht. Oder darauf, den Unterrichtsstoff immer wieder neu zu erfinden oder irgendwelche Ansätze zu verfolgen, von Denne gar nicht klar ist. ob diese zu besserem Lernerfolg führen, ist diese unnötig.“

… welcher Lehrer macht das bitteschön freiwillig? Solche unsinnigen Forderungen kommen doch ständig von oben: hier ein neues Konzept ausarbeiten … dort eine neue Methode implementieren … usw …

Ich könnte darauf verzichten!

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Ça me fatigue

Ja, aber warum machen die Schulen dies dann, wenn sie davon nicht überzeugt sind? Es gibt doch diese Buch „Wahnsinn Schule“ von einem Berliner Schulleiter. Er scheint ja einen Weg gefunden zu haben, auf altbewährtes zurückzugreifen. Offenbar mit erfolg (zumindest seinen eigenen Angaben nach)

Tim Bullerbü
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Aber wir reden hier schon noch von Kindern und Jugendlichen und nicht von Wänden, die man verputzen muss.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Tim Bullerbü

Ja. Dann Übertagen wir es mal auf ärztliche Behandlungen. Von mir aus auf Knie OPs. Auch hier geht es um Effizienz und der Output muss stimmen. Der Weg dahin ist „weitestgehend“ egal, solange das Ergebnis stimmt und der Patient nachher gut laufen kann.

Stella Antis
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Drei Dinge dazu:
1. Auch vom Handwerker/ Maler erwarte uch als Auftraggeberin Topqualität und keinen pragmatischen Standard. Den bekomme ich im Zweifel selbst hin.
2. Pragmatismus in allen Ehren, aber ein rein auf Effizienz getrimmter Unterricht (effizient worauf? Noten, versorgte Schüler:innen pro Stunde?) hat noch nie funktioniert- heute schon gar nicht mehr.
3. Wir lehren, prägen und erziehen Kinder fürs Leben- da darf ein wenig mehr Idealismus schon sein. Mit Verlaub, das ist etwas anderes als Wände zu streichen (das meine ich inhaltlich, nicht qualitativ oder gar abwertend). Der Nürnberger Trichter war immer schon eine Legende.

Ich denke, in jeder Branche gibt es Leute, die auch arbeiteten, hätten sie es finanziell nicht nötig, weil sie Freude daran haben oder einen Sinn in ihrem Tun sehen. Und wenn sie sie Wertschätzung erfahren.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Stella Antis

Zu 2. Effizienz bezieht sich auf das Verhältnis von Aufwand zu Output. D.h. wie bekomme ich mit möglichst wenigen Lehrerstunden , da Lehrer Mangelware sind und bleiben werden, den Schülern möglichst viel beigebracht. Einige Aspekte werden ja schon immer hier im Forum erwähnt, wie z.b. Entlastung von Bürokratie. Aber auch der Verzicht auf bestimmte Methoden wäre m.E. hilfreich. Wieso nicht zurück zum Frontalunterricht, wo es geht und effizienter sowie effektiver ist? Wieso nicht zurück zum Halbtag, wenn eh nicht genug Lehrer da sind um Kernzeiten sicherzustellen, wieso nicht Reduzierung der Teilzeitmöglochkeiten um den Abstimmungsaufwand zu reduzieren.

Zu 1. Sie sagen, dass Sie vom Handwerker Top Qualität erwarten. Sind Sie denn auch bereit diesen entsprechend Top zu vergüten? Meistens ist es nämlich so, dass zwar Top Qualität zu einem niedrigen Preis erwartet wird – und hier sind wir wieder bei der Effizienz und beim Pragmatismus.

Stella Antis
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Zu 1. Selbstverständlich.
Zu 2. Dazu habe ich mich eingelassen. Und was die vermeintliche Effizienz von Methoden und Unterrichtssettings angeht, ist eine differenzierte Betrachtung nötig. Als Lehrer kennen Sie sicher die wissenschaftlichen Befunde und haben Erfahrung in zunehmend heterogenen Lerngruppen und den Notwendigkeiten im Zusammenhang mit der Individualisierung von Lernprozessen. Die Wiederholung eines platten Plädoyers für die Rückkehr zum Frontalunterricht (der durchaus seine Berechtigung in der Klaviatur der Methoden und Sozialformen hat), wo es gehe und „effizienter sowie effektiver“ sei, ist eines akademisch gebildeten Lehrers in seiner Schlichtheit unwürdig.

DerDip
5 Monate zuvor
Antwortet  Stella Antis

Zu 1. Dann sind sie die absolute Ausnahme. Die meisten Menschen schauen sehr genau auf den Preis und dies stellt ein Entscheidungskriterium dar.

Im Bereich der Schulbildung erwarten die meisten Eltern sogar komplett kostenlose Bildung (und sind somit nicht bereit einen Top Preis zu bezahlen)

Nadel
5 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Aha, also Lehrer sollten weiterhin gezwungen werden, ihr Stundendeputat „aushalten“ zu müssen, weil sie das Geld brauchen
Diese Argumentation ist lachhaft und menschenverachtend….jede Lehrperson wird sich sicherlich etwas dabei gedacht haben, wenn sie Stunden reduziert.
Traurig, wenn immer nur von …die müssen eben…gesprochen wird.
In der öffentlichen Diskussion hört man aber bei allen problematischen Themen:“ Das muss man in der Schule behandeln.“ Lehrer sind also zuständig, um viele Probleme zu beheben, aber Ansprüche dürfen sie keine stellen…Und anscheinend stellt sich Hinz und Kunz noch über eben diese Personen, die gefälligst ihre Kinder gut erziehen und so viel wie möglich beibringen sollen/dürfen. Tja, der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht.

Mika
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Ihr Gedankenexperiment können Sie mit allen Berufsgruppen machen. Wo erwarten Sie eklatant verschiedene Ergebnisse?
Was Ihre Aussage zur Teilzeit betrifft: die Kollegen in Teilzeit, die ich kenne, arbeiten weit mehr, als ihr Teilzeitvertrag vorsieht. Die gehen in Teilzeit, weil sie ihre Arbeit ordentlich machen wollen und das in Vollzeit mehr als 40h die Woche (ferienbereinigt) dauert. Das ist dämlich, aber einer der Hauptgründe. Dämlich ist es, weil sie Vollzeit für ein Teilzeitgehalt arbeiten. Und dann kommen noch Experten daher, die sagen: „Zwingt die faulen Säcke in die Vollzeit!“. Kann man machen, die Ergebnisse solcher Personalpolitik sieht man an den Bewerber- und Studenanfängerzahlen.

K.Carmienke
6 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Mariechen
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Was wollen Sie denn jetzt eigentlich ausdrücken. Kommen Sie zum Punkt! Was ist denn die Forderung?

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Keine Forderung, nur Feststellung, dass ein überproportional hohes Gehalt in Verbindung mit einem sicheren Arbeitsverhältnis bei vielen Menschen dazu führt, dass diese ihre Arbeitszeit reduzieren (wegen Work Life Balance). Somit ist es Gesamtgesellschaftlich nicht sinnvoll, gewisse Arten von Arbeit gleichzeit hoch zu vergüten und Teilzeitmodelle anzubieten.

Stella Antis
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Genau, die Lehrer sollen sich zum Wohle der Gesellschaft quälen und inadäquat zu ihrer Hochschulbildung bezahlen lassen. Und das soll Personal und Bildung sichern?!
Selten si einen Blödsinn gelesen!

PaPo
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Die Lottomillionen sind dieses Jahr fest eingeplant. Sollten mind. 3 sein.
Seien Sie sicher, ich werde dann instantan Privatier. 🙂

Palim
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Womöglich würden viele Lehrkräfte weiter unterrichten, vermutlich höhere Quoten als andere Berufe, weil sie ihre Arbeit als sinnstiftend erleben, wie Studien belegen.

Wenn es nur um das Gehalt ginge, erklärt sich daraus nicht, warum die Arbeitszeitstudien in den Ländern zu erheblich höheren Stunden kommen, als nötig wären, weil sehr viele Lehrkräfte weit über die angesetzte Arbeitszeit hinaus Aufgaben übernehmen.

Wenn wir Ihren Leistungsanspruch ernst nehmen wollten, müssten sämtliche Überstunden der Lehrkräfte – unterrichtlich wie außerunterrichtlich – bezahlt und schon längst ein Ausgleich gewährt werden, zusätzliche Aufgaben müssten entlastet werden.

Sporack
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

„Wieviele dieser Lehrer würden dann wohl weiterhin ihrem Beruf nachgehen?“

Die Frage lässt sich schwer beantworten – dazu müsste man eine Idee haben, wievielen es langweilig würde ohne Unterricht und intellektueller Herausforderung und ohne Austausch im Kollegium.

Vielleicht müsste man unter den Ruheständler/innen eine Umfrage machen, was sie vermissen seitdem sie im Ruhestand (Pension oder Rente) sind.

laromir
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Ich. Allerdings mit nur noch halber Stelle und ohne Zusatzkram. Nur zum Spaß und zugegeben würde ich auch früher in Pension gehen.

Stella Antis
6 Monate zuvor
Antwortet  laromir

Unter diesen Umständen würde ich evtl. eben nich früher in Pension gehen

Ulla
29 Tage zuvor
Antwortet  DerDip

Wie viele Menschen in anderen Branchen würden nach einem Lottogewinn wohl noch ihrer Arbeit nachgehen..?

unverzagte
29 Tage zuvor
Antwortet  Ulla

Geld allein macht nicht glücklich, eine selbstgewählte Arbeit hingegen schon….

Bla
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Wobei das Angebot der Arbeitsbereitschaft dann auch am Bürgergeld orientiert werden kann. Statt dem bedingungslosen Grundeinkommen. Wird es bei einigen sowieso schon.
Das Ziel sollte sein, dass man Arbeitsbedingungen schafft, durch welche Angestellte (und Beamte) – also Arbeitnehmer – gerne in die Arbeit gehen und sie sich (dort) gewertschätzt fühlen. Ansonsten ist das Berufsfeld eben nicht so motivierend. Geht dann wiederum oft mit Qualitätsverlust usw. einher.
Gerade im Bereich von Schulen und der LehrerInnentätigkeit wäre dies durchaus möglich. Wird halt unzureichend gemacht.

Beim bedingungslosen Grundeinkommen könnte sogar der Fall der „Alternativlosigkeit“ eintreten, wenn die KI/AI/Robotik/Automatisierungen/Technische Anlagen (Fehleranfälligkeit und Behandlung etc.) so weit ist, dass schlichtweg die meisten Berufsfelder als „menschliche Ressource“ wegfallen.
Die Frage ist dann nur: Wird Deutschland das (wieder einmal) verschlafen?

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Ja, das Bürgergeld ist eine Art Grundeinkommen, allerdings nicht Bedingungslos, da es verloren geht, sobald die Personen selbst Einkommen generieren.

Aber vom Prinzip passiert genau das von Ihnen genannte im Niedriglohnbereich.

Zu AI, Robotik und Co: Es wird auch trotz Technologiesprüngen genug Tätigkeiten geben, denn langfristig werden sich neue Tätigkeitafelder ergeben (Wer dachte vor der industriellen Revolution an Computerspieleentwickler, usw.) Das von Ihnen genannte Problem könnte aber in der Tat temporär auftreten. Mal schauen, aktuell haben wir ja immer noch eher Fachkräftemangel, der sich absehbar verschärfen wird…

Bildung_vor_Ausbildung
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Es gibt durchaus solche Söldner, für die nur Geld zählt. Die findet man im Lehrerberuf aber hoffentlich (noch?) eher selten, da dies durchaus eine sinnvolle Tätigkeit ist – oft auch mit der Tendenz zur Selbstausbeutung.

Realist
6 Monate zuvor

Auch die Müllabfuhr verrichtet eine äußerst sinnvolle und wichtige Tätigkeit. Glauben Sie aber allen Ernstes, dass die Leute dort NICHT wegen des Geldes arbeiten?

Modernisiererin
6 Monate zuvor

Das sind schlaue Leute. Natürlich schauen die auf ihr Gehalt und vergleichen sich mit dem Bekanntenkreis. Wir hatten sogar Kündigungen!
Kräfte wechseln in andere Bereiche, weil es ein höheres Gehalt oder bessere Bedingungen gibt. Das ist sehr schade, wenn die an der Schule fehlen.

Der Reallohnverlust zurzeit ist nicht zu leugnen.

Bildung_vor_Ausbildung
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Das ist doch für viele Lehrkräfte gut nachvollziehbar. Schließlich wird doch oft auch von diesen den Schülern eine schlechtere Note gegeben, damit diese sich mehr anstrengen. /s

Mariechen
6 Monate zuvor

Ich gebe keine schlechten Noten, damit sich Schüler anstrengen. Ich gebe die Note, die ich errechnet habe.
Was soll das heißen? Wir sollen bei A12 bleiben, damit die Motivation bleibt?

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Nein, wenn ich den Dip richtig verstehe, dann sollte dein Gehalt gehörig herabgesetzt werden, damit deine Anstrengungsbereitschaft und dein Engagement gehörig steigen.

Eine Logik, der man sich quasi gar nicht entziehen kann, wenn man internistisch motiviert ist und seinen Beruf und die Klientel liebt.

anka
6 Monate zuvor
Antwortet  Kohlrabi

Und A-13-4-all brachte Unzufriedenheit in die Kollegien, wo noch korrigiert wird auf Oberstufenniveau und hoheitliche Aufgaben wahrgenommen werden (Abitur).
Wir haben uns gefreut über den Einkommenszuwachs in den Primarschulen.
Nicht gefreut haben wir uns am Gym. darüber, dass der Abstand Primarschule-Eingangsamt Gym/Ge wegfällt.
Was ist eigentlich mit den Haupt- und Realschul-KuK: bekommen die auch A-13? (Wissenslücke meinerseits)

Blau
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Ja. Und ich finde nicht, dass das vergleichbar ist. Ja, man korrigiert mehr in der Sek2, aber dafür ist man nach einem Tag Sek1 so fertig mit den Nerven, dass man eh nichts mehr korrigieren kann. Die Sek2 KollegInnen beneiden uns kein Stück.

Kami
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

Ich bin Gymnasiallehrer mit zwei korrekturintensiven Fächern. Da ich aber sowohl durch wiederholte Abordnungen (Oberschule und Förderschule, immer mal wieder für ein halbes Jahr) sowie den mehrjährigen Einsatz meiner Frau an einer Oberschule die entsprechenden Bedingungen kenne, habe ich mir den Neidtunnelblick gar nicht erst angewöhnt. Da muss es, da darf es keinen Unterschied geben! Die Belastungen sind anders, aber keinesfalls geringer. Gleiches gilt m.E. für Grundschullehrkräfte, da gleichen das die höhere Stundenzahl sowie die enorme Heterogenität innerhalb der Lerngruppen aus. Nebenbei: Ohne die Angleichung gäbe es noch weniger Interessenten für diese Schultypen, alle machen die Ausbildung zum Gymnasiallehrer und dann wird eben abgeordnet.

Grillsportler
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

Sek. I wird übrigens auch am Gymnasium unterrichtet.

Walter Hasenbrot
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

Unterricht inder 5 und 6 ist wirklich kein große Herausforderung.

Nach vielen Jahren, in deenn ich immer drei bis vier Korrekturgruppen in der Obersutfe hatte, wünsche ich mir immer häufiger Unterricht in der 5 und 6, weil es einfach viel weniger Arbeit ist.

Lera
6 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Bedenke: VORSORTIERTE Schülerschaft ungleich ausnahmslos komplett und in Gänze sowas von ALLE Kinder.

Einfach mal ausprobieren!

Hans Malz
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Jo. In NRW zumindest. Bisher nur „für besondere Aufgaben“. Hat jetzt zur Folge, dass keiner mehr diese übernehmen will, da ja alle das gleiche bekommen.

Fräulein Rottenmeier
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Geil, wie man seinen Standesdünkel so billig vertreten kann.
Sie haben überhaupt keine Ahnung von den Aufgabengebieten und der Verantwortung, die eine Grundschullehrerin trägt. Glauben Sie ernsthaft, nur weil Sie Abiklausuren korrigieren und bewerten etwas hoheitliches ausführen?
Wir Primimäuschen machen Kinder erst zu Gymnasialkindern….durch unsere Fähigkeiten und unsere Ausbildung…..Sie ernten nur……mehr nicht….

Grillsportler
6 Monate zuvor

Also Erzieher auch A13? Die ernten Sie ja auch „nur“…

Bla
6 Monate zuvor
Antwortet  Grillsportler

Bei dementsprechenden Studium usw. -> Warum nicht?

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Grillsportler

Ja, wenn diese ein mit Master oder vergleichbarem Abschluss erfolgreich absolviertes Hochschulstudium vorweisen können und die Stelle entsprechend ausgeschrieben ist.
Im ÖD erfolgt die Eingruppierung auf Grundlage des höchsten erreichten Berufs- oder Studienabschlusses. Der Vorbereitungsdienst ist lediglich – außer bei Lehrkräften – die Voraussetzung für eine anschließende Verbeamtung.

Grottenolm
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Im Öffentlichen Dienst erfolgt die Bezahlung eigentlich nach der Stellenbeschreibung. Man kann sich selbstverständlich mit Dr. Titel für den Job der Reinigungskraft bewerben. Man wird dann aber auch als Reinigungskraft bezahlt und nicht in Abhängigkeit seines Studienabschlusses. Das ist zwar jetzt etwas übertrieben, aber Naturwissenschaftler und Ingenieure kommen zum Beispiel trotz Diplom oder Master im öffentlichen Dienst selten über A 11 hinaus.

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Grottenolm

Bewerben können Sie sich als Dr. der <beliebige Fachrichtung einsetzen> auf eine Stelle als Reinigungskraft, sie werden aber die Zustimmung des Personalrates nicht erhalten und so nicht eingestellt werden.
Ehedem wurden so auch Dipl.-Ing (TH/TU) bei Stellenbesetzungsverfahren, die für Dipl.-Ing. (FH) ausgeschrieben waren, ausgeschlossen. Die Personalräte befürchteten Verdrängung, die Besetzung mit Fachkräften mt der Eignung für den höheren Dienst auf Dienstposten im gehobenen Dienst.

Sporack
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Zu „die Personalräte befürchen Verdrängung…“
mag sein, dass Sie so etwas erlebt haben bei konkreten Personalräten.
Aber diese Verdrängungsangst allen Personalräten vorzuwerfen ist nicht okay.
Viel mehr regen sich viele Personalräte zurecht über tarifliche Regelungen auf, die zwischen den Sozialpartnern (Dienstherren und Gewerkschaften) ausgehadelt werden. Tarifgerechtigtkeit ist manchmal unfair.
(Personalräte haben zudem den Betriebsfrieden zu wahren.)

Sporack
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Zu „Im ÖD erfolgt die Eingruppierung auf Grundlage des höchsten erreichten Berufs- oder Studienabschlusses.“

Das ist leider stark vereinfacht und so stark vereinfacht, dass es zumindest für angestelle Lehrkräfte außerdem noch falsch ist.

Schauen Sie sich doch bitte den TVL (§ 44, §12) sowie TV EntgO-L einmal an.
Eingruppiert wird die Stelle gemäß Tätigkeitsbeschreibung.
Das Fehlen einer persönliche formale Qualifizierung führt trotz gegebener Stellenbewertung zu einer niedrigeren Eingruppierung.

Ein höherwertiger Abschluss bewirkt in der Regel keine höhere Eingruppierung.

Mariechen
6 Monate zuvor

In der Tat billig. Hauptsache der Abstand bleibt gewahrt. Egal, wie viel oder wenig mein Nachbar verdient, mir geht’s gut, solange er weniger verdient.

anka
6 Monate zuvor

Als Lehrer* sind wir doch alle vom gleichen Stand, daher geht der Vorwurf des Dünkels ins Leere.
In NRW gibt es derzeit an Gym. fast nur noch Vorgriffsstellen, die zwei Jahre Dienst an GS (oder HS/RS) voraussetzen.
Einen Kollegen kenne ich, der gar nicht mehr zurück will ans Gym., weil weniger Streß, keine Korrekturen (Englisch) am WE und in der sog. Ferien.
Die Primarschullehrer* in meinem Bekanntenkreis sind in den Ferien eben nicht auch noch damit beschäftigt, S-II Niveau Korrekturen abzuarbeiten.

Außerdem ist leider nicht die Arbeitsbelastung Grundlage der Besoldung, sonst müssten GS, HS und RS-KuK ja deutlich mehr verdienen als wir am Gym.

Eine Gleichbezahlung verbietet sich m.E. aus systematischen Gründen; nicht dass die Primarlehrer* nicht mehr verdienen sollten als aktuell.
Auch die Beförderungsmöglichkeiten sind ein Witz, derzeit. Wenn Sie als engagierte GS-Leiterin (die SIe sind) kaum mehr verdienen und dabei fast keine Leitungszeit zugesprochen bekommen und ihre eigene Sekretärin sein müssen (in NRW jedenfalls), dann ist das System der Besoldung falsch: es sollte viel stärker Aufgaben- und Verantwortungsorientiert sein.
Auch am Gym. habe ich Probleme damit, dass mensch mit Ek/Reli gleich viel verdient wie mit Mathe/Deutsch. Das kann doch nicht sein!

Ragnar Danneskjoeld
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Ich war früher auch so drauf wie Sie, aber man muss auch gönnen können.
Vor zwanzig, dreißig Jahren hätte ich diese Argumentation nachvollziehen können mittlerweile läuft es eh auf den Einheitslehrer raus.

Falls es Sie beruhigt: Rechnen Sie mal aus, was die Differenz A13+Zulage zu A14 ist. Ein größerer Fliegenschiss. Als ich das letzte Mal beim Hospitieren zwecks Fremdsprachenkooperation mit der GS den Unterricht dort verließ, war ich nur vom Zusehen schweißgebadet.

Blau
6 Monate zuvor

Die Zulage bekommen in NrW auch nur die Sek2ler

Ragnar Danneskjoeld
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

Also schön: ein großer Fliegenschiss in NRW. Zufrieden?

Modernisiererin
6 Monate zuvor

Deshalb brodelt es an Gymnasien und die Oberstufenkorrektur will keiner mehr machen. Was da ausgelöst wurde.

Tim Bullerbü
6 Monate zuvor
Antwortet  Modernisiererin

Ich möchte noch ergänzen, dass die Kursgrößen in den letzten Jahren fast jährlich angestiegen sind.
Es wäre machbar, wenn die Kurse nur aus 14,15 SuS bestehen würden.
In Niedersachsen gibt es aber nur einen Durchschnittswert, den das MK vorgibt. Auch der ist gestiegen. Inzwischen 19. Damit also die Exoten, z.B. Musik, Informatik, stattfinden können, machen die Deutschkollegen/innen dann eben Kurse mit 28 Schüler/innen. Parallel dazu wurden die Entlastungsstunden gekürzt, so dass man die Kollegen/innen mit solche großen Kursen nur noch marginal entlasten kann. Und dann muss man sich eben entscheiden: Geld auf dem Konto oder noch ansatzweise Freizeit= Teilzeit.
Alternativ geht auch: scheiße korrigieren und schlecht unterrichten.
Ich möchte behaupten, NIEMAND schafft volle Stelle mit sorgfältiger Korrektur und abwechslungsreichem Unterricht, incl. aller Gespräche mit Eltern/SuS, die nötig sind.

laromir
6 Monate zuvor
Antwortet  Tim Bullerbü

Eben. Sek II Kurse mit 25 SuS treibt einen in den Korrekturwahnsinn. Und LKs über 20 eebenso. Dazu gibt es hier ab 8h Sek II eine Entlastung, egal wieviel weiter Stunden anfallen, sprich sprich 16 h gibt es dann keine 2h, sondern weiterhin nur eine. Alleine wegen der Korrekturen gebe ich mittlerweile oft nur 5 oder 6 an, obwohl ich es total schade finde, weil ich gerne in Sek II unterrichte.

Tim Bullerbü
6 Monate zuvor
Antwortet  laromir

In Nds. ist keine Entlastung für Sek 2 vorgesehen.

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Tim Bullerbü

Entlastung bei Korrekturkursen wäre für mich schon ein Träumchen. Muss ich mir selbst organisieren. Aber gut, dann halt so. 🙂

Blau
6 Monate zuvor
Antwortet  Kohlrabi

Also in NRW kann das nicht gelten, weil Teilzeit nur bei familiären Gründen (Kinder) genehmigt wird neuerdings. Allerdings wurden viele Kollegien schon sehr verjüngt und die jungen Frauen sind halt alle Mamis oder werden es bald.

Andrea1968
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

In BW Teilzeit unter 75% nur noch bei Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen ( Nachweis erforderlich). So genannte anlasslose Teilzeit ab Sj. 2024/2025 mindestens 75% Tätigkeit. Das wird meiner Ansicht nach nur den Krankenstand älterer KuK hochtreiben. Die Arbeiten meistens an der Belastungsgrenze und sind deshalb auf Teilzeit ( berufliche Schulen) und nicht anlasslos. Die restlichen Teilzeitkräfte haben meistens kleinere Kinder oder nehmen irgendwelche Sonderaufgaben im Schulalltag wahr.

Hans Malz
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

An der Schule meines Vertrauens: 2 Kollegen zwangsweise von Teilzeit hochgesetzt. Auf dem Papier eine Stelle mehr. Beide jetzt dauerkrank. Auf dem Papier immer noch eine Stelle mehr, in der Praxis eine Stelle weniger.
Danke für nichts.

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Hans Malz

So läuft es … und so wird es immer öfter laufen!!

Ich warte auf den Erlass, der Unterrichten quasi aus jeder Lebenslage vorschreibt – schließlich ist man ja verbeamtet – da kann der Staat resp das Land ja wohl zur Erhaltung der staatsbürgerlichen Pflicht mahnen.

PaPo
6 Monate zuvor
Antwortet  Hans Malz

Wer hätte das nur aaaaaaaaahnen können?!

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

Wieso?? Gibt es in NRW einen Gebährzwang oder eine „Wurfprämie“?

Marie
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

Das stimmt so nur teilweise. Anträge mit familiären Gründen werden immer genehmigt. „Voraussetzungslose“ Anträge unterliegen der Einzelfallprüfung und werden zum Teil genehmigt, je nach personeller Besetzung der entsprechenden Schule und manchmal nicht im beantragten Umfang. Im letzten Schuljahr wurde mein Antrag z.B. genehmigt, nachdem ich mich bereit erklärt hatte, statt 24 Stunden 25 Stunden zu machen. In diesem Schuljahr gingen 24 Stunden problemlos durch. Und ja, in der GS helfen 4 Stunden weniger enorm, auch wenn es erstmal nicht nach viel klingt.

karin 54
6 Monate zuvor
Antwortet  Kohlrabi

Geduld, Geduld! Aktuell erreichen 90% nicht gesund das Pensionsalter. Und das, obwohl die meisten schon in die Teilzeit geflüchtet sind. Wenn die Teilzeit beschränkt wird, machen die Leute einfach noch früher die Grätsche. Und das meine ich nicht abwertend, sondern einfach realistisch.

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  karin 54

Jaaaaa, aber dann spart das Land bei den Pensionen, denn diese können dann gekürzt zur Auszahlung gebracht werden.

Dieses kleine Opfer kann doch wohl erwartet werden, wenn man sich der Leistung für das System vorzeitig entzieht … und das in einer Zeit, wo alle „Leister“ gebraucht werden, um die Karre noch ein paar Kurven weiter zu fahren, bevor sie vor die Betonwand des Totalversagens kracht.

karin 54
6 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Ja, das muss dann eben jedes Bundesland entscheiden, ob es Geld sparen möchte. Dann bitte aber auch den Eltern erklären, dass demnächst nur noch die 4-Tage-Woche an Schule möglich ist und überhaupt nicht mehr vertreten wird.

DerechteNorden
6 Monate zuvor
Antwortet  Kohlrabi

Das liegt nicht an A13. So viel Unterschied macht das nämlich nicht.
Teilzeit ist Selbstschutz.

Ragnar Danneskjoeld
6 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Das ist ein klasse Statement bzw. Slogan mit dem Selbstschutz!

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Kohlrabi

Es hat sicher mehrere Gründe:
– viele Lehrerinnen, die ich kenne, hatten niemals vor in Vollzeit zu arbeiten und haben sich gerade deshalb für den Lehrerberufs entschieden. Und dann führt eine erhöhte Bezahlung in der Tat dazu, dass mehr finanzieller Spielraum für die Reduzierung von Stunden da ist.
– Ich kenne auch Lehrer, die diesen Beruf als Hauptverdiener machen. Von diesen ist keiner (auf Dauer) in Teilzeit. Unabhängig von Lohnerhöhungen.
– Somit wäre die Frage: Wie bekommt man mehr Menschen in den Beruf, die diesen als Haupteinnahmequelle einer Familie betrachten? Ganz konkret (auch wenn manche das als nicht zeitgemäß abtun werden): Wie bekommt man mehr Männer in der Lehrerberuf? Und hier glaube ich ist die Antwort relativ klar: Es braucht Leistungsabhängige Vergütung und Aufstiegsmöglichkeiten.

Blau
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Ich glaube nicht dass damit substanziell mehr Männer kämen. Mit Heranwachsenden zu arbeiten ist nicht jedermanns Sache. Wir machen gerade Berufsorientierung und meine Schüler wissen, dass Lehrer zu den Spitzenverdienern gehören. Will deshalb auch nur einer im entferntesten Sinne Lehrer werden? Never!

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

Bin anderer Meinung. Aber gut.

Eine weitere Frage wäre: Wie mache ich den Beruf für Personen, die nicht in Vollzeit arbeiten möchten, unattraktiver und attraktiver für diejenigen, die richtig reinhauen möchten? Vorschläge?

Mariechen
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Ja! Bezahlen Sie GS LehrerInnen nach A15. Dann haben wir dort bald Männerüberschuss. Garantiert!

Marie
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Solange GS-Lehrer an den Unis immer noch abfällig als Primimäuschen bezeichnet werden und die allgemeine Vorstellung vom Unterricht in „die malen und basteln eh nur“ gipfelt, werden sich Männer nicht für die GS entscheiden.

Mariechen
6 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Auch deshalb A13! Das geringere Gehalt hat über Jahrzehnte hinweg diese Vorstellung untermauert.

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Zutreffend.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Wäre einen Versuch Wert. Könnte so aussehen: Eine Modell Grund-Schule bezahlt alle Lehrkräfte nach A15. Gleichzeitig wird dort nur Vollzeit möglich sein. Auswahl rein nach Befähigung bzw. Leistung.

Wäre gespannt, wie sich eine solche Grund-Schule im Vergleich mit anderen schlagen würde.

karin 54
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Kleine Klassen. Kleine Kurse.
Das finden übrigens auch die Frauen gut.

Sporack
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Am besten machen Sie die Berufsausübung für keine Zeitvariante unattraktiv.

447
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Geht im aktuellen Schulsystem glaube ich kaum.
Das muss erst richtig abgeritten sein.

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

„Lehrer“ im weitesten Sinne sind viele Männer gerne, siehe Ehrenamtliche, Betriebsausbilder usw. usf.

Das Schulsystem will ja nicht Männer, sondern „Männer“, sprich: Politkorrekte Frauen, die äusserlich wie Männer aussehen.

Wenig Leistungsorientierung, viel Gefühligkeit, chaotische Hierarchien, immer ne Ausrede parat…und Lehramt hat eben (da wo es zählt, nicht in offiziellen Veröffentlichungen) auch ein gewisses Loserimage.

Wenn man also nicht aus persönlichen Gründen Interesse am Lehramt hat – ist der Anreiz als Mann äusserst gering.

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Na, du kennst ja Leute….tse-tse-tse, nä, also wirklich!

Menschen, die allen Ernstes eine für sie geeignete Lebensplanung machen und dabei nicht die Bedürfnisse des Staates berücksichtigen??

Ey, echt – das geht gar nicht!!

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Nicht des Staates. Die Bedürfnisse der Gesamtgesellschaft.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Wieso werde ich geduzt? Haben wir das irgendwo beim Feierabendbier in der Kneipe um die Ecke vereinbart?

Mariechen
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Sie kriegen mehr Männer in die GS (die dort dringend benötigt werden, indem man A13 bezahlt.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Das denke ich auch.

laromir
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Komisch, ich kenne sehr viele, die in Vollzeit gearbeitet haben und wegen Gesundheit oder Familie in Teilzeit gehen (müssen). Ich höre eher, dass man in Vollzeit bleibt und dann eben den Job scheiße macht (damit er zu schaffen ist), weil Teilzeit bei Konferenzen, Klassenfahrten, Projektwochen sowieso ein Verlustgeschäft ist. Und Teilzeit ist ein Verlustgeschäft und Frauen die dummen. Müssen noch die Familie und Pflege managen, bekommen weniger Pension wegen Teilzeit und Arbeiten meist mehr, weil man mit den Teilzeitstunden genauso ständig Überstunden hat wie Vollzeit-LuL. Aus Spaß an der Freud machen bei uns Leute nur Teilzeit, wenn sie es sich leisten können z.B. durch gutverdienenden Lebenspartner o.ä. der Rest ist einfach am Limit oder oft dann schon drüber. Wenn ich jetzt noch weniger verdienen würde, dann würde ich definitiv gehen und das weiß ich von anderen auch. Für diese vielen Extrastunden und den Stress noch das Gehalt gekürzt zu bekommen, würde auf Dauer die Lage verschärfen. Wer ist denn so blöd auf Lehramt zu gehen, wenn er woanders mehr bekommt?

Pete
6 Monate zuvor
Antwortet  Kohlrabi

Ihr Fazit also: nicht A13 für alle, sondern niedrigere Lohnstufen für alle, dann kann man sich Teilzeit nicht mehr leisten. Geniale Schlussfolgerung mit sicherlich keinen negativen Konsequenzen…

Realist
6 Monate zuvor
Antwortet  Pete

„niedrigere Lohnstufen für alle, dann kann man sich Teilzeit nicht mehr leisten“

Eine bewährte Methodik für den öffentlichen Dienst in allen Ländern mit Staatsfinanzkrisen (Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, Griechenland nach der Finanzkrise, Türkei nach 2015, Ukraine nach Kriegsbeginn, Argentinien immer wieder…). Demnächst auch hier in Deutschland???

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Genau. Und im Grunde passiert auch diese Entwicklung genau in dem Moment, in dem die allgemeine Inflation über den Durchschnittlichen Gehaltsanpassungen liegt.

Mariechen
6 Monate zuvor

Ein schöner und sinnvoller Beruf wurde in den letzten Jahren systematisch von der Politik zerstört und nun wundert man sich… Ich bin nach den Weihnachtsferien schwungvoll, entspannt und motiviert gestartet und nach einer Woche schon fast wieder ein Nervenbündel. Ne, es macht echt kein Spaß mehr. Ich reflektiere mich ständig, um zu schauen, was ich falsch mache. Aber: Inklusion, Migration, schlimme Eltern, Kinder mit null Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer… ein Arbeitgeber, der permanent seinen Mitarbeitern in den Rücken fällt. Bei uns hat keiner mehr Lust! Warum sollte man dann mehr Stunden machen, als nötig?

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Soll man ja nicht.

Punktgenau anfangen, punktgenau Ende, nix AGs und leuchtende Kinderaugen (nix lässt Kinderaugen btw. in der Schule mehr leuchten als „Freistunde“, wie sich das fake-Konzept der leuchtenden Kinderaugen überhaupt bilden konnte ist fraglich – co-abhängige Erwachsene im Lehrergewand?).

Für Schnickschnack habe ich Zeit, wenn meine Hauptarbeit (Unterricht & Korrekturen) erledigt sind und ich noch Überschussenergie habe.

War seit dem hohen C nicht mehr der Fall.

Also gestrichen wegen „is nich“.
Ich gehe gesund und gut gelaunt in Pension.

Mariechen
6 Monate zuvor
Antwortet  447

Glückwunsch!

Ich_bin_neu_hier
6 Monate zuvor

Weniger Teilzeitmöglichkeiten = mehr Dauererkrankte = genau so viel Unterricht wie vorher (erteilt von weniger und damit gestressteren Lehrkräften, also in sinkender Qualität) bei weiterem Attraktivitätsverlust des Berufes = noch weniger Studienanfängern und noch mehr Abbrechern.

Liebe Politik: Viel Spaß!

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Ach je, sie werden es nicht verstehen!!

….ergo: “ spoken in the wind!“

Der Zauberlehrling
6 Monate zuvor

In Baden-Württemberg wird die Anzahl derjenigen, die aus sonstigen Gründen (keine Familie,keine Pflege) abnehmen, den diese werden gerade von den Regierungspräsidien auf Weisung des Kultusministeriums flott gemacht.

Dumm, wenn einige Teilzeitkräfte daraufhin den Job an den Nagel hängen. Aber immerhin hat dann die Anzahl abgenommen.

Mal schauen, wie viele Deputate durch diese Aktion tatsächlich gewonnen werden. Die Zahl wird herauszubekommen sein.

https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP17/Drucksachen/5000/17_5683_D.pdf

Was nicht herauszubekommen ist? Die Zahl derjenigen, die durch die Aktion noch frustrierter sind.

Das Personal ist die wichtigste Ressource, die ein Unternehmen nutzen kann.

Realist
6 Monate zuvor

„Das Personal ist die wichtigste Ressource, die ein Unternehmen nutzen kann.“

Sollte sich auch in einem Behördenapparat, dessen Strukturen sich kaum von denen des 19. Jahrhunderts unterscheiden, endlich auch einmal ankommen…

Erst wenn der der letzte Boomer das KuMi verlassen hat, wird man dort merken, dass man Gen Z nicht verar… kann.

karin 54
6 Monate zuvor

Ob den Kultusministern das Spiel Domino nicht bekannt ist? Sollte man noch mal erklären, wer die Stunden der Kranken/Schwangeren übernimmt? Bei uns am Gymnasium machen die Leute z.T. 27 Stunden und zwei Klassenleitungen gleichzeitig. Erholungszeiten dank Klassengrößen von 32 null. Und dann fallen die, die man über Gebühr belastet hat, selber wegen Krankheit / Überlastung aus….Domino halt.

Konfutse
6 Monate zuvor

Bin mal gespannt, wie geschaut wird, wenn in ca. 7-10 Jahren die Babyboomer mit 63 in den Ruhestand gehen, weil sie nicht mehr können! Wurde das eigentlich eingepreist, dass etliche nicht bis 67 arbeiten werden? In meinem Kollegium gibt es NIEMANDEN, der sagt, er würde bis zum bitteren Ende arbeiten wollen/können. Über die „Altersermäßigung“ in BW muss man erst gar nicht sprechen….da könnte ich sofort in Tränen ausbrechen. Wir werden bis zum Erbrechen verschlissen; kein Wunder, dass beinahe jeder nach dem Motto lebt „Rette sich, wer kann“.
Mein Dienstherr hat es in den letzten 10 Jahren konsequent geschafft, dass ich meine „Beamtenehre“ sukzessive in die Tonne gekloppt habe. Ich muss meine Haut retten.

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Konfutse

Die Babyboomer (Jahrgänge 1955 bis 1969) gehen doch derzeit schon in Rente, wobei der Jahrgang 1964 der geburtenstärkste war. Die 64er gehen regulär mit 67 Jahren in die Altersrente – also ab 2031. In 2024 erreichen die 1958 Geborenen das reguläre Renteneintrittsalter.

Ein vorgezogener Eintritt in die gesetzliche Rente kostet eben 0,3 Prozentpunkte je Monat. Diejenigen die bis zum 67. Lebenjahr arbeiten müssen können übrigens erst ab dem 64. Lebensjahr mit einem Abschlag von rund 11% auf die Altersrente gehen.
Letztendlich ist es ein Rechenexempel, ob Teilzeit oder ein vorzeitiger Einstieg in die Rente günstiger ist.
Wer angestellte Lehrkraft ist hat ja auch noch die Möglichkeit bis zu 24 Monate vor dem regulären Renteneintritt zu kündigen und für zwei Jahre ALG I zu kassieren. Nach Steuern und Sozialabgaben sind das rund 60% vom letzten Brutto. Also volles Deputat bis 63 – also zumindest die letzten 12 Monate vor der Kündigung -, danach für 24 Monate Lebensjahr ALG I kassieren und für die max 24 Monate bis zum regulären Renteneintrit mit 67 7,2% Rentenabschläge einplanen. Der rentenabschlag kann allerdings auch durch Einzahlungen in die GRV ausgeglichen werden. Lohnt sich aber nur, wenn man älter als 85 Jahre wird …

Bla
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Bei Selbstkündigung braucht man jedoch eine ordentliche und sinnvolle Begründung (Gesundheitlich bspw.). Oder man bekommt normalerweise eine Sperrfrist von 12 Wochen/3 Monaten. Welche jedoch auf die Kündigungsfrist angerechnet werden kann/wird.
Daher … Rechtzeitig informieren und ggf. handeln.

Lessi
6 Monate zuvor
Antwortet  Konfutse

Bei uns gehen auch alle Babyboomer auch mit 63! Zu lange wurden wir
systemisch ausgenutzt und überpropotional belastet. Es reicht dann!

Stella Antis
6 Monate zuvor
Antwortet  Lessi

Richtig. Ich gehe gar mit 62.

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Lessi

Wen belastet das bitte? Die Pensions- bzw. Rentenansprüche werden entsprechend gekürzt. Für den Einzelnen bedeutet das die Güterabwägung, geringere Rente/Pension oder kürzere Bezugsdauer bei gleichzeitig höheren Bezügen bis zum Lebensende.
In Deutschland bilden die in der zeit zwischen 1955 und 1969 Geborenen die Kohorte der Boomer. Der Jahrgang 1958 geht 2024 ganz regulär mit 66 Jahren in Rente, diejenigen, die mit 63 frühestmöglich gehen können, sind die nach 1960 Geborenen sowie Schwerbehinderte. Beim Jahrgang 1960 ist das dann mit 66 Jahren und 4 Monaten, für die Folgejahrgänge jeweils 2 weitere Monate später.
Der Jahrgang 1964 ist der, der als erster mit 67 Jahren regulär in Rente geht. Dieser Jahrgaang kann allenfalls mit 63 und 12 Monaten in den Ruhestand gehen.
1964 plus 64 Lebensjahre und mindesten 35 Beitragsjahren in der GRV ergibt dann 2028. Die lehrkräfte aus dem geburtenstärksten Jahrgang 1964 müssen folglich noch fast fünf Jahre arbeiten. Also machen Sie sich nicht in die Hose.
Nach 2028 dürfte der Bildungsbereich allerdings ein gravierendes Problem bezüglich der Unterrichtsversorgung haben.

Guter Rat an die Politik, sie soll sich schon einmal überlegen, wie sie zumindest 4 Stunden Untericht von Montag bis Freitag sicher stellen will. Alternativ an drei Tagen sechs Stunden Vormittagsunterricht und zwei Tage Homeschooling.

Tigrib
6 Monate zuvor

Teilzeit aus sonstigen Gründen wird in BW auch weiterhin genehmigt, mit der Einschränkung es müssen mindestens 75% sein.

Der Zauberlehrling
6 Monate zuvor
Antwortet  Tigrib

Genau! Es müssen mindestens 75 % sein, d. h. bei 25 Stunden mindestens 19.

Gestrichen ist es nicht – noch nicht.

Es wird auch eine Teilzeit aus sonstigen Gründen unter 75 % auf Antrag mit besonderer Begründung (Atteste o. ä.) genehmigt. Wobei dann vermutlich der Gang zum Amtsarzt fällig wird. Keine große Sache, aber ein Tag, an dem sonst nicht viel läuft.

Für die Verbände war es ein harter Kampf, dass Schwerbehinderte (!) von der Regelung ausgenommen werden.

Ragnar Danneskjoeld
6 Monate zuvor

Meine besondere Begründung auf 68 Prozent war banal – ich habe meinem Antrag einfach einen Wisch vom Hausarzt beigelegt. Das Ganze wurde problemlos akzeptiert – kein Amtsarzt o.ä.

Mein Tipp: einfach versuchen. Auf mich wirkt das so, als ob man eher die psychologische als faktische Hürde zur TZ anheben möchte. Vielleicht liegt das in meinem Fall aber auch eher am Schultyp (Gymnasium), Schulort (Stadt) und Fächerkombination (Fremdsprache + Geschichte) – keines gilt als besonders unterversorgt.

dickebank
6 Monate zuvor

Pflege von Verwandten in direkter Linie – also z.B. Eltern oder Ehegatten.
Familienpflegezeit geht zeitlich begrenzt bis zu einer TZ mit Null Stunden bei gleichzeitigem Gehaltsverzicht.

karin 54
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Ich ergänze: Meist genügt der Nachweise der Pflegestufe.

anka
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Pflegezeit hat für die KuK allerdings einen gravierenden Haken: sie ist nicht Beleihungsfähig (NRW). D.h.: Die KuK machen dann sicher „gerne“ Mehrarbeit.

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Das ist aber ein Problem des Arbeitgebers und nicht eines der Kollegien. Dauervertretungen bedürfen der Mitsprache des Lehrerrates, und eine Verpflichtung – im Sinne einer dienstlichen Anordnung – ist anders als beim Vertretungsplan nicht rechtmäßig. Wer freiwillig eine Dauervertretung, die ja allenfalls zu einer Deputatserhöhung führt, die im Folgehalbjahr durch Deputatskürzungen ausgeglichen werden müsste, sollte sich das gut überlegen. Gezwungen werden kann er nämlich nicht, was nicht heißt, dass dadurch kein Druck seitens der SL entstehen könnte.

anka
5 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Klar ist das ein Problem des Kollegiums!
Irgendwie müssen die 25,5 h (Gym/NRW) ja gegeben werden.
Von wem wohl? Dem Kollegium, natürlich.
Hatten wir zwei Jahre lang…

dickebank
5 Monate zuvor
Antwortet  anka

Nein, denn das Kollegium hat rechtliche Mittel sich mit Hilfe der zuständigen Personalvertretung und des Lehrerrates zu wehren. Dazu gehört auch das Verfassen von Überlastungsanzeigen und vor allem deren Veröffentlichung.

Im Bereich schule ist es ja ohnehin schon so, dass die angestellten/tarifbeschäftigten Jehrkräfte dauerhaft mehr arbeiten müssen als andere Angestellte des ÖD. In anderen Bereichen des ÖD wird nämlich die geringere Wochenarbeitszeit (Beamte 41 WS vs Angestellte 38,5 WS) als Kompensation für die niedrigere Netto-Entlohnung angesehen. In Schulen haben beamte und Angestellte die gleich hohe Unterrichts-/Wochenstundenverpflichtung.

Nicht das Kollegium sondern die Schulleitung hat die Unterrichtsversorgung zu garantieren, sie muss dabei aber auch die Rechte der Lehrkräfte, die an ihrer Schule eingesetzt sind aus Gründen der Fürsorgepflicht berücksichtigen. Dauerhafte Mehrarbeit kann nicht per vertretungsplan bzw. UVP verordnet werden.

anka
6 Monate zuvor

Wartet erst mal ab, was in fünf Jahren los sein wird, wenn die Generation Boomer geht.
Die (wir) haben überwiegend in Vollzeit gearbeitet.
Das scheint den Rookies von heute nicht mehr zeitgemäß.
Anektotische Evidenz: Wir haben einen (dringend benötigten) Kollegen eingestellt, der dann direkt auf 50% Teilzeit ging (Ausgeschrieben waren 25,5h). Im Hinblick auf die Unterrichtsversorgung: Katastrophe.
Tja, die Arbeitsbedingungen des vorletzten Jahrhunderts sind halt im 21. nicht mehr brauchbar, liebe Politiker.
(Wobei ihr in fünf Jahren ja eh wieder woanders sein werdet, was soll es also für euch ausmachen, am System etwas zu verbesseren. Laufen lassen scheint die Devise zu sein.)

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  anka

Das hat auch was mit den politischen Rahmenbedingungen zu tun. Wieso wird ihm die Möglich gewährt, direkt auf 50 Prozent zu gehen?

Hinzu kommen die politischen Anreize, in Teilzeit zu gehen: Höhere Einkommensteuerlast für Besserverdiener, höhere Kita Gebühren, usw.

anka
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

2 Kinder hat der/die Kollege* schon,

Blau
6 Monate zuvor

Wir haben viele alte und viele junge Kolleginnen. Alleine jetzt sind mindestens 6 gleichzeitig schwanger. Beide Gruppen arbeiten in (Alters-)Teilzeit. Der Schweinezyklus ist schuld.

anka
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

…liegt daran, dass der Schweinezyklus länger dauert als vier Jahre.
Da haben, ausser vlt. in Hamburg, die KuMis längst eine Zweitverwendung gefunden.
Oder einen Vorstandsposten bei einer Bank erhalten.
(remember Sylvia Löhrmann (NRW): Vorstandsposten bei der Stadt-Sparkasse Solingen vom Gatten übernommen; höchst transparent und absolut demokratisch.)

Palim
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

Wenn das Ministerium bedenken würde, dass von den vielen Lehrkräfte ein bestimmter Prozentsatz durch Schwangerschaft und Elternzeit keinen Unterricht erteilen wird,
hätte es ja entsprechende Vorkehrungen treffen können, dass hierfür genügend zusätzliche Lehrkräfte zur Vertretung im System sind.

Da ist nicht der Schweinezyklus schuld, man spart die Vertretungsreserve auf Kosten der Schüler:innen und Kolleg:innen, die die Zustände aushalten müssen.

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Palim

Genau das.

Das Wort „Vertretungsreserve“ hört man seit Jahren nicht mehr, nirgendswo.

Zufall, sicherlich.

Dil Uhlenspiegel
6 Monate zuvor
Antwortet  447

Jegliche Reserve generell …

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

Wären mehr Männer in diesem Beruf, wäre das Problem also nicht so groß, richtig? Also wie bekommt man mehr Männer dort rein? Welche Anreize braucht es hierfür?

Blau
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Keine Kinder in der Schule? Um Kinder kümmern sich ja die Frauen…..

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Blau

Doch, gerade deshalb beobachte ich ja diese Verhältnisse im Bildungsbereich. Ich sehe überforderte Klassenlehrer, weil diese in Teilzeit arbeiten und somit zwischen der eigenen Familie und dem Beruf gestresst sind. Oder Klassenlehrer Teams, die sich die Klassenleitung teilen. Alles sehr ineffizient und für die Betroffenen stressig.

Diejenigen, die sich zu 100 Prozent auf ihren Beruf konzentrieren können sind meist nicht so gestresst, wie diejenigen, die zu 60 Prozent den Beruf und zu 80 Prozent die eigenen Kinder betreuen wollen. Diese Personen sind meist zerrissen zwischen diesen beiden Verpflichtungen und können weder das eine noch das andere wirklich gut erfüllen.

Sporack
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Advocatus diaboli (a): „Zölibat für Lehrkräfte. Nur Lehrkräfte ohne private Familie können sich um Erziehungsaufgaben kümmern, die von biologischen Eltern nicht erbracht werden kann.“

Advocatus diaboli (b): „Und damit es zur keiner staatlichen Einmischung in die Erziehung kommt, wird die Erziehungs- und Lehrerlaubnis einer internationalen Einrichung übergeben.“

Advocatus sanktus: „Werte Kolleg:innen der Gegenseite, sie übersehen den Mitgliederschwund in unserer Organisation. Wir schließen schon seit einiger Zeit Kindergärten oder übergeben diese in staatliche Hand, weil uns die Mittel oder die Personen fehlen.“

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

@DerDip

„1880 wurde der Lehrerinnenzölibat im Deutschen Reich per Ministererlass eingeführt. Er untersagte Lehrerinnen zu heiraten; auf eine Missachtung folgte die Kündigung. Im Großherzogtum Baden wurde der Beamtinnenzölibat 1888 eingeführt. Er entzog einer Beamtin bei Heirat den Beamtenstatus, machte die Stelle somit kündbar, gleichzeitig erlosch der Anspruch auf Ruhegehalt.[1] Grundlage dafür waren arbeitsmarktpolitische Aspekte und moralische Vorstellungen über die Geschlechterordnung.
Ein Leben lang berufstätig zu sein, entsprach nicht der bürgerlichen Frauenrolle. Der Lehrerinnenberuf diente lediglich der kurzfristigen Versorgung unverheirateter junger Frauen aus bürgerlichen Familien. Man traute Frauen nicht zu, einer Doppelbelastung durch Beruf und Familie standzuhalten, zudem galten berufstätige Frauen als unnötige Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. Der Lehrerinnenzölibat war damit ein Instrument, mit dem durch Diskriminierung flexibel auf die jeweilige Arbeitsmarktsituation reagiert werden konnte – bestand Lehrermangel, so wurde er gelockert, bestand dagegen ein Überangebot, konnten damit Lehrerinnen vom Arbeitsmarkt verdrängt werden.[2] …“

Allerwertester @DerDip, vielleicht gefällt Ihnen auch das hier?

Die Lehrerin – wie wir sie gewünscht und erzogen haben – soll sich mit ganzer Kraft ihrem Beruf widmen. Sie soll ausscheiden aus dem Beruf, wenn sie erkennt, daß sie in die Ehe eintreten und einen anderen hochwertigen Beruf ergreifen soll. Sie soll, solange sie in der Schule steht, ungeteilt sein. Und sie soll aus diesem Erleben heraus die Fähigkeit haben, den Lehrberuf auch als Lebensberuf zu sehen, sich ihm für immer zu weihen, und sie kann das um so mehr, wenn sie in der katholischen Kirche steht, die ihr in der Lehre von der gottgeweihten Jungfräulichkeit einen herrlichen Fingerzeig, ja eine Verklärung für diese Ganzheitsaufgabe des Berufes gibt. Es ist eine soziale Tat unseres Vereins, wenn er von seinen Mitgliedern erwartet, daß gerade sie, die Volkserzieherinnen, nicht Ehe und Schuldienst miteinander verbinden. Sie sollen vorleben, was sie als soziale Entwicklung erwarten: die Wiedergewinnung der Frau ungeteilt für Familie… Unser Ideal ist die Verbindung christlicher Jungfräulichkeit mit dem Lehrerinnenideal. Die ist in einer Zeit, wo ein heiliger Radikalismus dem Radikalismus der Gottlosen gegenübergestellt werden muß, so zeitgemäß wie je“ – Katholische Frauenbildung 1955, S. 80 f.“

Beide Zitate aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lehrerinnenz%C3%B6libat

Aufgewärmtes muss nicht unbedingt besser werden … 😉

Ich habe den Eindruck, dass seit einiger Zeit so eine Art Bucket-Challenge läuft, Marke „1000 durchgenknallte Ideen, die man in die Welt hinauströten kann (wenn man gerade nichts noch Blöderes zu tun hat)“

Mariechen
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Junge, Junge…. jetzt kommen wir so langsam in Fahrt, oder? Ich ahnte bereits weiter oben, worauf Sie hinauswollen. Aber da blieb es noch bei Andeutungen. Frauen an den Herd, oder? Entscheide dich: Beruf oder Kinder!
Das geht heute nicht mehr (ging wahrscheinlich noch nie!) und das würden Sie sicher Ihrer Tochter nicht empfehlen, oder?

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Woher diese Wut? Jeder soll sein Leben gestalten wie er oder sie es will. Das ist meine persönliche Einstellung.

Das bedeutet aber nicht, dass jedes Unternehmen oder der Staat diese Wünsche fördern müssen. Der Staat hat einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Und es ist sinnvoll, dabei einen möglichst effizienten Weg zu verfolgen. Aufgrund des Fachkräftemangels ist es sogar geboten, einen möglichst effizienten Weg zu verfolgen.

laromir
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Vielleicht könnten das Männer ja auch mal machen? Wieso immer die Frauen? Was ist denn mit den Männern der Lehrerinnen? Können die nicht auch mal Teilzeit? Nö, ist ja nicht so der Karriere dienlich, dann doch lieber die Frau. In der Schule gibt es ja eh nix zu holen. Ach ja, die männlichen Kollegen machen im übrigen bei uns oft (nicht immer) weniger als die weiblichen und häufiger Dienst nach Vorschrift. Um alles zu erledigen, müsste man dann wohl 2 bis 3 Männer mehr einstellen so von wegen engagierte Lehrkraft usw….wird ja hier ständig gefordert…und wenn da einer Elternzeit nimmt oder gar Teilzeit geht, haben alle ach so viel Verständnis…Bei Frauen: oh, da ist schon wieder eine
schwanger…wie nervig, oh schon wieder Kindkrank bei 3 Kindern, wie nervig…nicht nur die Schule steckt im Gestern fest, einige Rollenbilder scheinen hier auch von gestern.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  laromir

Ja, so ist das.

Aber es ist falsch von „Gestern“ zu sprechen.

Das ist die Gegenwart und wird sich in den nächsten Generationen nicht ändern. Dafür sorgen ja die Frauen selbst mit ihrer Partnerwahl.

Das heißt, das was sie als „Gestriges“ bezeichnen, wird auch in Zukunft so bleiben.

laromir
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Dafür sorgen schon die Männer, trifft es eher. Erst jammern, dass zu wenige Kinder geboren werden und dann Eltern und insbesondere Müttern das Leben schwer machen oder Vorwürfe machen, dass sie dem Job nicht völlig zur Verfügung stehen, wegen der Kinder. Was denn nun? Keine Kinder mehr bekommen, dann reichen auch die vorhandenen LuL? Frauen den Zugang zum Lehramt verbieten? Männer als Lehrer verpflichten? Wie sieht denn so das Konzept aus? Kam bislang noch kein tragfähiger Vorschlag.

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Prügelstrafe oder Kastration androhen?!

Männer im System müssen mit „Eure Evidenz“ oder „Verehrte Hohlheit“ angesprochen werden….bei LeKos werden grundsätzlich zwischendurch die Schönsten Tore der Bundesliga der letzten 60 Jahre gezeigt oder es gibt einen stationären Bierausschank im LeZi, der bereits ab der 3. STUNDE freigeschaltet ist.

Mein Gott, was für eine rückwärtsgewandt Denke ist damit Start.
Lasst u s Männer einstellen,die werden nicht Schwanger.

Hans Malz
6 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Och, beim Bierausschank wäre ich dabei

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  Hans Malz

Lieber Hans Malz,
you are welcome!!
… ein freundliches, kühles Blondes kann ich mir mit Ihnen problemlos vorstellen.
…wir sollten den Pit und den Dil auch noch mit einladen.

Würde sicherlich ein angenehmer und unterhaltsamer Abend werden

Pit2020
6 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

@Hysterican

🙂

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Fas mit der Prügelstrafe wird schwierig: Wer soll die denn an den paar Männern im System durchführen? 🙂

Die dauergeplagte Teilzeitschulkeiterin hat anderes zu tun und eh nen Tennisarm, Malte und Sören grübeln noch über ihr Geschlecht und Rohrstöcke sind kolonia-lustisch. 😀

Alles nicht so leicht – die Geuster die man rief… 😀

Tim Bullerbü
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Ich möchte dem Klischee mal etwas entgegensetzten. Wir haben zahlreiche junge Frauen, die seit Jahren ranklotzen, während die Männer in Elternzeit sind oder immer wieder krank zu Hause.
Hier entsteht der Eindruck, dass nur Männer den Laden am Laufen halten, während Frauen alle als Muttis mit 8 Stunden eine ruhige Kugel schieben.
Das möchte ich so nicht stehen lassen.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Tim Bullerbü

Dieses Klischee wollte ich gar nicht bedienen sondern darauf Hinweisen wie es in der Regel ist.

Die übliche Konstellation, die ich von vielen Lehrerfamilien mit eigenen kindern kenne, ist folgende: Ehefrau arbeitet als Lehrerin in Teilzeit. Ehemann ist ebenfalls Akademiker und arbeitet in Vollzeit in der Privatwirtschaft und verdient mehr als die Ehefrau. Wenn es nun um Kinder-Betreuung geht, wird diese meist von demjenigen abgedeckt, dessen Karriere und Arbeitsverhältnis hierdurch nicht gefährdet ist und weniger verdient. In der Regel ist das dann auch die weibliche Lehrerin.

Und natürlich gibt es auch Fälle wo es anders läuft. Diese kenne ich auch. Ich spreche aber von der Mehrheit.

Tim Bullerbü
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Indem Sie Ihre Einzelbeobachtungen zur Regel erklären, bedienen Sie ein Klischee.
Und es geht nicht darum, dass Arbeitszeit in Familien ungleich verteilt ist, sondern darum, dass Sie suggerieren, die Schulen kommen nicht klar, weil die Frauen so viel Teilzeit machen.
Wenn das Engagement der Frauen an Schule nicht wäre, hätten wir unsere schon vor Jahren dicht machen können.
Und damit diskreditiere ich die Männer nicht, viele machen ihren Job trotz Vollzeit top.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Tim Bullerbü

Das was ich beschreibe sind keine Einzelbeobachtungen, sondern die Regel.

Gerne nicht ich aber auf ihre Beobachtungen gespannt: ist es etwa so, dass sie mehr Männer in Teilzeit kennen als Frauen?

laromir
6 Monate zuvor
Antwortet  Tim Bullerbü

Stimmt, einige Männer haben bei uns auch immer sehr starken Männerschnupfen…vor allem nach Klausurenrunden.

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Tim Bullerbü

Da gebe ich Ihnen Recht, diese Männer gibt es.
Sie lernen von den ideologischen Grundlagen des Systems und den Frauen.

Tim Bullerbü
6 Monate zuvor
Antwortet  447

Bitte geben Sie mir nicht Recht.

447
6 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Anreize, die so weder politisch noch gesellschaftlich möglich oder gewollt sind.

Ausserdem soll man doch nicht so tun, als ob „Männer“ da als Männer gefragt wären – wenn Ideologen, Extremgleichstellung und tausend Ausnahmen von der bewährten männlichen Rationalität ein System vor die Wand gefahren haben – AHHHH, da kommt auf einmal das Geschrei nach „Männern“, die, selbstverständlich für ätherale, nicht greifbare Belohnungen, fürs „höhere Wohl“, die aufgetürmte S****** wegschaufeln sollen?

Nix da.
Der moderne Mann hat gelernt – und tut das, was jede emazipierte Frau (hoffentlich) auch tut: Boni? Privilegien? Geld? Zeit? Passt nicht? Dann „nö“.

MESA zu dieser (männer- UND frauenfeindlichen) Grundeinstellung der Herren Führungskräfte.

Säbelzahntiger
6 Monate zuvor

Die Lehrergehälter stiegen durch A13 an den Grundschulen deutlich und mancherorts noch einmal durch die Wiederverbeamtung und trotzdem wollen immer weniger Lehrer werden? Da hat man wohl wieder auf einfache und leider dann doch falsche Lösungen gesetzt.

PaPo
6 Monate zuvor
Antwortet  Säbelzahntiger

Gehaltsanstiege und Verbeamtungsmöglichkeiten sind notwendige, nicht hinreichende Bedingungen der Attraktivitätssteigerung des Lehrerberufs.

Pete
6 Monate zuvor
Antwortet  Säbelzahntiger

Die Angleichung des Gehaltes war überfällig und ist vielerorts noch nicht vollzogen. LuL fallen aber nicht mal eben vom Baum, sondern es dauert recht lange neue Kräfte zu gewinnen bei der langen Ausbildungsdauer.
Die Angleichung war somit nur ein Teil der Lösung. Bei stetig sinkender Attraktivität des Berufes müssen aber mehr Anreize geschaffen werden und die Arbeitsbedingungen nicht systematisch verschlechtert werden.

Bla
6 Monate zuvor
Antwortet  Säbelzahntiger

Gehalt als einzige Lösung ist nicht unbedingt der Hammer Ankerpunkt. Vor allem, wenn die Forderungen gleichzeitig stets zunehmen auf der einen Seite (Lehrerberuf) und auf der anderen Seite (bspw. andere akademische Berufe) die Gehälter ebenfalls gut erhöhen und zusätzlich bessere Arbeitsbedingungen und „Zuckerlis“ gemacht werden.
(Bedenke auch den Mindestabstandsgebot zum Bürgergeld … Wäre der dann nicht noch kleiner ?)

Daher: Ja, nur mit Gehaltserhöhung wird man – vor allem kurzfristig – bei derzeitiger Situation (Arbeitnehmermarkt, starker Fachkräftemangel in vielen Bereichen, Verbesserung und Modernisierung von Arbeitsbedingungen in vielen anderen Berufen, Inflationsrate, Image, Poltischer Situation und Handeln, Wohlfühlfaktor am Arbeitsort – Sanierungen usw.) nicht sonderlich weit kommen.
Das war den Meisten allerdings doch klar. Daher wurden bessere Rahmenbedingungen UND Steigerungen der Löhne gefordert. Kein „entweder“ „oder“.

Würde man erwarten, dass mehr Lehramt studieren bzw. sich für den Lehrerberuf entscheiden, wenn die Löhne dann zugleich geringer wären? Wäre schon ziemlich naiv gedacht.
Nicht nur an einem Faktor der Arbeitsattraktivität sich festlegen … Mal vielleicht streuen.

Modernisiererin
6 Monate zuvor
Antwortet  Bla

4-Tage Woche?

Realist
6 Monate zuvor
Antwortet  Modernisiererin

Die Lehrer werden die LETZEN sein, die die 4-Tage-Woche bekommen. Gründe gibt es genug (Betreuungsprobleme, Sprachförderung, Schüler „von der Straße holen“, PISA, „Demokratierettung“, …)

War schon beim Übergang von der 6-Tage-Woche (48-Stunden-Woche) zur 5-Tage-Woche (40-Stunden-Woche) so In der Metallindustrie fing das in den 50er-Jahren an, bei den Schulen war es dann in den 70er-Jahren soweit (teilweise auch erst in den 80er-Jahren, Stichwort: „Samstagsunterricht“).

Wer eine 4-Tage-Woche will, sollte alles andere werden, nur nicht Lehrer!

Gen Z: „Lehramt? Ich bin doch nicht blöd!“

Hans Malz
6 Monate zuvor
Antwortet  Säbelzahntiger

Also: Löhne runter, dann klappts auch mit dem Nachwuchs!
Und natürlich muss man beides(!) machen: Gute Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen.
Aber die Säbelzahntiger sind ja auch ausgestorben.

Realist
6 Monate zuvor

Boris Palmer (Oberbürgermeister von Tübingen) „droht“ den Lokführern mit Verbeamtung, um die Streiks zu stoppen:
„Er schlägt vor, die Lokführer zu verbeamten, falls der Bund keine gesetzlichen Einschränkungen zur Verhinderung solcher Exzesse durchsetzen kann.“
https://www.focus.de/finanzen/news/lokfuehrer-im-ausstand-weselsky-spiele-beenden-palmer-wuetet-wegen-bahn-streik-und-stellt-harte-forderung_id_259568261.html

Soviel zum Wert des Beamtentums in der heutigen Zeit (die allerletzte „Trumpfkarte“ (?) die von Politikern beim Lehramt immer so gerne ins Spiel gebracht wird… Gen Z hat das aber schon durchschaut…)

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Oh, das kann auch gewaltig in die Hosen gehen.

Zwar muss der Beamte immer nicken und „ja“ sagen … aber der Möglichkeiten sind da viele.

Und selbst Beamte können jederzeit kündigen.

anka
5 Monate zuvor
Antwortet  447

oder sie werden dauerhaft krank…
(Bei vollen Bezügen, natürlich).
Kennen wir doch alle, solche Kandidaten (m/w/d).

dickebank
5 Monate zuvor
Antwortet  anka

Lohnfortzahlung gibt es bei Angestellten aber nur für sechs Wochen – also genau 42 Wochentage -, danach gibt es ein deutlich geringeres Krankengeld und einen Anruf von der Krankenkasse gibt es ebenso …

dickebank
6 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Für Triebfahrzeugführer aka Lokführer doch kein Problem, einfach der DB den Rücken kehren und bei einem privaten EVU anheuern – und schon läuft der Boris ins Leere.

Hysterican
6 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

B.Palmer ist an solchen Stellen schlicht das,als was er sich in den letzten Jahren bereits häufiger geoutet hat.
Ein knallhart kalkulierender Populist.

Und das Schlimmste ist, dass er immer wieder Idioten findet, die seinen Mist großartig finden.

DerDip
6 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Wahrscheinlich waren die Lokführer daher auch früher Beamte, sowie Postboten. Aber wie soll das in privatisieren Unternehmen möglich sein?

Vielleicht sollte man dann auch die Bauern verbeamten…

Pete
6 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Moderne Sklaverei…und ich dachte früher, das wäre den Zeitarbeitern vorbehalten.

Dreamghost
6 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Ja der goldene Käfig…*grins*
Aber mal dumm gefragt, ist die Bahn nicht eigentlich ein privates Unternehmen?

447
6 Monate zuvor
Antwortet  Dreamghost

Ist auch so eine Schiebung…rechtlich ne Firma, real 100% Staatsbesitz.

Ergebnisse erleben Bahnfahrer täglich.

Realist
6 Monate zuvor
Antwortet  Dreamghost

Zu 100% in Staatsbesitz, aber eine AG, damit sich die Vorstände die Taschen voll machen können. Ähnlich wie bei „privatisierten“ Wasserwerken und ähnlichem.

Mankannesnichtfassen
6 Monate zuvor

Spannend… Hamburg hat sich ja bei der Pisa-Studie wohl sehr verbessert und hat laut Spiegel die höchste Teilzeitquote.

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/bildung-teilzeitquote-bei-lehrkraeften-erreicht-hoechsten-stand-seit-zehn-jahren-a-22f8d821-2079-4eb7-9fae-45249eac594b

These: je weniger die Lehrkräfte arbeiten, desto mehr Zeit haben sie für Vorbereitung etc., was sich unmittelbar auf den Lernerfolg auswirkt. Ergo: Deputate und Sonderausgaben reduzieren.

Na, KMK? Was sagt ihr dazu?

Ich_bin_neu_hier
6 Monate zuvor

Correlation does not imply causation/„Eine Korrelation impliziert keinen Kausalzusammenhang.“

Erläuterung hier:
https://www.jmp.com/de_de/statistics-knowledge-portal/what-is-correlation/correlation-vs-causation.html

Ragnar Danneskjoeld
6 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Sie haben schon recht, man könnte es auch auf Fischbrötchen und Schietwetter schieben. ABER: es gab mal eine Studie der GEW, die klar gezeigt hat, dass TZ-Kollegen immer mehr arbeiten als ihren eigentlichen Satz. Kurzum: zwei 50%-Kolleginnen bewirken definitiv mehr als ein 100%-Kollege. Insofern finde ich die These durchaus plausibel.

Dreamghost
6 Monate zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Nicht per se, aber wenn eine Korrelation auffällt, darf man sie gerne genauer ansehen..

Sim Si
6 Monate zuvor

Das ist kompletter Blödsinn! Der Grund, warum Hamburg sich verbessert hat, dürfte interessierten Lesern bekannt sein: Es sind verbindliche Sprachstandstest mit 4,5 Jahren sowie folgende verpflichtende Sprachfördermaßnahmen und die Tatsache, dass dort schon lange verpflichtende Leseförderung (z.B. Tandemlesen) in der GS stattfindet.

Unverzagte
6 Monate zuvor
Antwortet  Sim Si

Die sog. Lernstandserhebungen für die 4,5 jährige sowie die daraus resultierenden Fördermaßnahmen, wenn sie denn tatsächlich plangemäß stattfinden, gibt es seit vielen Jahren.
Die Erklärung von „Mankannesnichtfassen“ erscheint mir also nachvollziehbarer.

Sim Si
6 Monate zuvor
Antwortet  Unverzagte

Die Erkläung von „Mankannesnichtfassen“ lautet: Es gibt dort mehr Teilzeitlehrer –> Lehrer in Teilzeit haben mehr Zeit für die Vorbereitung des Unterrichts und die Förderung von Schülern (sie arbeiten also deutlich mehr als sie eigentlich sollten?) –> die Schüler zeigen bessere (PISA-)Leistungen; oder verkürzt gesagt: Je mehr Teilzeitlehrer, desto bessere (PISA-)Leistungen – und das ist Blödsinn, weil ein Korrelation nun mal keine Kausalität ist!

Rainer Zufall
6 Monate zuvor

Doof. Schätze, wir müssen Lehrkräfte nun persönlich in Flughäften beleidigen… ich meine, Interessierte anwerben 😉

Ureinwohner Nordost
6 Monate zuvor

Das ist kein „Wunder“ sondern die Konsequenz aus jahrzehntelanger Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.
Und deshalb heißt es für mich zum 01.03.24

R.W.
5 Monate zuvor

Doch kann man. Und das gilt nicht nur dort. Keine Institution im Land ist hinsichtlich Arbeitsteilung und -organisation so schlecht aufgestellt, wie der Staat selbst. Das wirkt sich auf die Kosten, die Qualität und die Zufriedenheit aus. Wenn ich einen Tischler mauern lasse bringt er darin nämlich schlechtere Leistungen, benötigt viel mehr Zeit für dieselbe Leistung und wenn er das gern täte, hätte er vermutlich gleich Maurer gelernt.