Mangelhafte Inklusion: „Vielen Eltern bleibt keine ernsthafte Wahl, als ihr Kind an einer Förderschule anzumelden“

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BERLIN. In diesen Tagen jährt es sich zum 15. Mal, dass der Bundestag die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert und damit zum Gesetz in Deutschland gemacht hat. „Das ist genug Zeit, sollte man meinen, die Selbstverpflichtung zum Aufbau eines inklusiven Schulsystems gut geplant in die Fläche zu bringen und zumindest jedem Kind oder Jugendlichen mit Behinderung, das inklusiv lernen will, einen gut erreichbaren Platz in einer guten inklusiven Schule zu bieten“, so meinen Zivilverbände. Die Realität sehe aber anders aus.

Eltern von Kindern mit Behinderungen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Beispiel Nordrhein-Westfalen: „Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die eine allgemeine Schule besuchen, ist zwar auf weit über 40 Prozent gestiegen, aber die Förderschulen sind nach wie vor voll. Der angeblich so hohe Inklusionsanteil hat vor allem einen Grund: immer mehr Schüler*innen der allgemeinen Schulen wird ein sonderpädagogischer Förderbedarf zugeschrieben“, so erklärt Eva-Maria Thoms, Vorsitzende des Kölner Vereins mittendrin. „Vielerorts planen und bauen die Kommunen und die Landschaftsverbände sogar neue zusätzliche Förderschulen. Absehbar ist: Nach 15 Jahren Rechtsgültigkeit der UN-Behindertenrechtskonvention baut Nordrhein-Westfalen nicht die inklusive Bildung aus, sondern das Förderschulsystem.“

Dabei zeigten einzelne Schulen eindrucksvoll, dass Inklusion für Kinder und Jugendliche jeglicher Behinderung möglich sei und gelinge. „Die Mehrheit der ‚inklusiven‘ Schulen jedoch ist vor allem für Kinder mit körperlichen, geistigen oder Sinnesbehinderungen immer noch nicht eingerichtet. Vielen Eltern bleibt keine ernsthafte Wahl, als an einer Förderschule anzumelden“, so Thoms.

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) schreibt in Artikel 24 ein „integratives Schulsystem auf allen Ebenen“ vor. Die Exklusionsquote – die Zahl der Schülerinnen und Schüler an Sonder- bzw. Förderschulen also – stagniert in Deutschland jedoch seit Jahren. Erst im vergangenen Sommer wurde Deutschland zum zweiten Mal einer Staatenprüfung der Vereinten Nationen zur Umsetzung der UN-BRK unterzogen – und kritisiert. Der zuständige Fachausschuss forderte die Regierungen in Bund und Ländern auf, Förderschulen abzubauen und die inklusive Entwicklung des Schulsystems zu beschleunigen. Deutschland, so hieß es, solle dafür sorgen, dass die Bundesländer endlich Aktionspläne aufstellen, die mit den Vorgaben übereinstimmen (News4teachers berichtete).

„Dies kommt einer beispiellosen Bloßstellung der Länder gleich, die der UN-Behindertenrechtskonvention zwar am 19. Dezember 2008 im Bundesrat einstimmig und verbindlich zugestimmt haben, seitdem aber in der Schulpolitik, für die sie selbst zuständig sind, die notwendige inklusive Schulreform verzögern und verschleppen“, erklärt Thoms. „Nordrhein-Westfalen hatte zum Schuljahr 2014/2015 das Schulgesetz in Richtung Inklusion reformiert. Doch seitdem lassen die wechselnden Landesregierungen die Entwicklung schleifen, mit dem Ergebnis, dass die Schul- und Unterrichtsentwicklung für Inklusion zurückbleibt und Eltern wieder vermehrt an Förderschulen anmelden.“

Ausgerechnet das „Elternwahlverhalten“, das durch die Vernachlässigung der Inklusion entsteht, würden von der aktuellen schwarz-grünen Landesregierung zum Anlass genommen, die Förderschulen voranzutreiben. „Sie entfernt sich damit immer weiter von den Vorgaben des NRW-Schulgesetzes, in dem das Gemeinsame Lernen Vorrang genießt und als Regelfall festgeschrieben ist. Anstatt endlich den im Koalitionsvertrag vereinbarten Aktionsplan für inklusive Bildung vorzulegen, hat Schulministerin Dorothee Feller bisher nur eine Liste zusammenhangloser Einzelmaßnahmen vorgelegt, die abermals nicht geeignet sind, die inklusive Bildung in die Fläche zu bringen und wesentlich in ihrer Qualität zu verbessern.“

Auch aus anderen Bundesländern melden sich Betroffenenverbände zu Wort.

So aus Hessen. „Alle schulpflichtigen Kinder werden in die allgemeine Schule aufgenommen“, so heißt es im Landesschulgesetz. „Das ist die Theorie und das gute Recht des Kindes“, meint Dorothea Terpitz, Vorsitzende des Vereins Gemeinsam leben Hessen. „Die Praxis sieht aber anders aus: Die Eltern kommen oft gar nicht bis zur Anmeldung ihres Kindes mit Behinderung an die allgemeine Schule. Denn in den Schulen herrschen Personalmangel und Überforderung mit dem bestehenden System dieser allgemeinen Mangelverwal­tung. Schulen selektieren und sortieren daher von vorneherein aus, was ihnen möglich ist. Eltern werden von den allgemeinen Schulen, die ihr Kind mit Behinde­rung doch selbstverständlich aufnehmen sollten, zunehmend dazu ge­bracht, ‚freiwillig‘ die Förderschule zu wählen. Sie werden gezwungen, der Res­source zu folgen, die im Sondersystem festhängt, weil die Landesregierung auch 15 Jahre nach Ratifizierung der UN-BRK noch keinen Plan zur konsequenten Um­setzung von Inklusion vorgelegt hat.“

„In der Realität ist es vielen Kindern mit Behinderung verwehrt, an ihren Wohnortschulen zu lernen“

Beispiel Baden-Württemberg. „In der Realität ist es vielen Kindern mit Behinderung verwehrt, an ihren Wohnortschulen zu lernen. Es werden ‚Zwangsgruppen‘ an irgendwelchen Schulen, quasi Schwerpunktschulen durch die Hintertür, gebildet. Für diese und für ausgelagerte Sonderschulklassen fahren Kinder mit Behinderung in Bussen quer durch die Lande, Tag für Tag. Auch die normalen Berufsschulen stehen vielen nicht offen. Für einen Vorrang der Inklusion, die Abschaffung der Außenklassen und inklusive Anschlüsse an die Sekundarstufe 1 fehlte den Schulgesetzesmachern 2015 der Mut. Der jetzigen Landesregierung fehlt dazu schon der Wille“, kritisiert der Verein „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen“.

Andersherum: „Jede noch so kleine Sonderschule wird in Baden-Württemberg erhalten. Durch das Festhalten am Doppelsystem (Sonderschulen und inklusive Schulen) fehlt es vor allem für die Inklusion an Geld und Personal. Die Exklusionsquote – also die Zahl der Kinder, die an Sonderschulen lernen – ist in Baden-Württemberg seit Inkrafttreten der UN-BRK wieder gestiegen. Das ist ein Skandal. Einen Plan, dies zu ändern, gibt es nicht, schon gar keinen Zeit- oder Maßnahmenplan.“

Schlimmer noch: „In Baden-Württemberg setzen die Schulämter ‚Inklusion‘ nach eigenem Gutdünken um. Etikettenschwindel ist an der Tagesordnung. Ausgelagerte Sonderschulklassen werden als ‚inklusiv‘ verkauft, Eltern noch immer stark ins Sondersystem beraten und gedrängt. Das Kultusministerium schaut bei all dem zu. Es wird überwiegend noch immer von Menschen bestimmt, die sich viele Jahre als überzeugte Verfechter des Sondersystems positioniert haben und auch weiter die völlig inakzeptable Meinung vertreten, dass Sonderschulen legitimer Teil eines inklusiven Schulsystems sind.“

Die Verbände fordern zweierlei:

Dass die Landesregierungen

  • „sich klar zur UN-Behindertenrechtskonvention bekennen und sich mit Nachdruck und verbindlich für die vollständige Umsetzung von inklusiver Bildung einsetzen“ und dass sie
  • „das Ergebnis der Staatenprüfung ernst nehmen und einen wirksamen Aktionsplan für den Ausbau inklusiver Schulen vorlegen. Dieser Aktionsplan muss einen konkreten Zeitplan enthalten, bis wann der inklusive Umbau des gesamten Schulsystems abgeschlossen sein soll. Er muss die notwendigen Maßnahmen für Schulentwicklung, Qualität und Personal enthalten und koordinieren. Und er muss klare Verantwortlichkeiten für die Steuerung der inklusiven Entwicklung benennen sowie eine ausreichende Finanzierung hinterlegen.“ News4teachers

Mangelhafte Inklusion: Die Vereinten Nationen zeigen sich besorgt über die „Verbreitung von Sonderschulen“ in Deutschland

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JoS
11 Tage zuvor

„Durch das Festhalten am Doppelsystem (Sonderschulen und inklusive Schulen) fehlt es vor allem für die Inklusion an Geld und Personal.“

Hm. Nach meiner Erfahrung an einer inklusiven Schule in NDS, wo die Förderschulen weitgehend abgeschafft sind, fehlt hier noch viel mehr Personal. Ist ja irgendwie auch nachvollziehbar, dass die Förderschullehrkräfte sich nicht vervielfältigen können, wenn 6-13 Förderschüler nun nicht mehr in einer, sondern in 5-10 unterschiedlichen Klassen an oft sogar weit voneinander entfernten Standorten unterrichtet werden. Selbst der ohnehin schon minimale Rechtsanspruch auf ein paar Stunden Unterricht mit einer zweiten Lehrkraft kann so oft nicht eingelöst werden. Und die Förderschullehrkräfte sind durch die ungewohnt großen Systeme und die ständige Pendelei so stark belastet, dass viele von ihnen den Job wechseln oder krank werden.

Palim
11 Tage zuvor
Antwortet  JoS

Es waren bis zu 16 Förderschüler:innen in einer Klasse vor der Einführung der Inklusion und die FöS-Lehrkräfte waren auch zu der Zeit schon gesucht, sodass es an den FöS zu Quereinstiegen und Klassen-Zusammenlegungen kam.

Die Förderschüler:innen wurden altersgerecht in den Klassen beschult, sie waren also nicht auf einem Stand.
Es wäre also möglich, die FöS-Schüler:innen auch jetzt z.B. in Kursen zu beschulen, vielleicht für Deutsch und Mathe, sie aber sonst in den Regelklassen zu belassen. Es wäre meiner Ansicht nach auch möglich, dass die FöS-Kolleginnen die Förderschüler:innen mit Materialien versorgen – das mussten sie zuvor ja auch.

Dafür bräuchte es allerdings Räume und Personal.
Während es zuvor für 16 SuS einen Raum und eine Vollzeit-Stelle gab, sind es jetzt weit weniger Stunden, ein Raum steht oft auch nicht zur Verfügung.
Selbst in den häufig 2-zügigen Grundschulen wären das bei 8 Klassen lediglich 2 Kinder mit Unterstützungsbedarf je Klasse, die gemeinsam die Anzahl der früheren FöS-Klasse stellen würden. Somit müsste ja an sich jede 2-zügige Schule eine Vollzeit-FöS-Lehrkraft haben, die dann auch wirklich jeden Tag anwesend wäre (und vertreten würde, wenn sie fehlt), die Grundversorgung besteht aber pauschal aus 16 Stunden – 2 je Klasse, unabhängig von der Anzahl der Kinder mit Unterstützungsbedarf.

Es gibt übrigens in NDS keinen Rechtsanspruch auf die Beschulung durch FöS-Lehrkräfte. Selbst wenn die Schule Stunden für ein bestimmtes Kind bekommt (jenseits der Grundversorgung, wegen eines bestimmten Unterstützungsbedarfes) hat das Kind/ die Familie kein Anrecht auf diese Stunden, sondern die Schulleitung verfügt den Einsatz.

JoS
11 Tage zuvor
Antwortet  Palim

16 ist die Obergrenze für den Förderschwerpunkt Lernen, allerdings haben wir ja auch GE-Kinder. Und da liegt der Teiler bei den genannten 7.
Der Rechtsanspruch auf zusätzliche Förderstunden besteht sehr wohl, für Kinder mit dem Förderbedarf Lernen liegt er bei 3 Stunden. Können Sie gerne alles hier nachlesen:
http://www.schure.de/22410/34-84001-3.htm

Palim
9 Tage zuvor
Antwortet  JoS

Muss ich gar nicht nachlesen, ich weiß, dass Schulen bestimmte Stunden zugewiesen bekommen, als Schule.
Die Familie oder das Kind selbst haben diesen Anspruch nicht.
Die SL entscheidet über den Einsatz der zugewiesenen Lehrkräfte und die Stunden müssen nicht explizit an diesem Kind erteilt werden.
Es gibt SL die entsprechend anders einteilen und Eltern, die sich informieren, warum diese Stunden nicht für ihr Kind eingesetzt sind.

JoS
9 Tage zuvor
Antwortet  Palim

Das entspricht aber nicht der Rechtsauffassung meiner ehemaligen SL nach Konsultation der Rechtsabteilung der (damaligen) Landesschulbehörde zum Sinn von 5.11 des verlinkten Runderlasses. O-Ton war damals „Wir können nur hoffen, dass Eltern nicht auf die Idee kommen, zu klagen“.
Aber machen Sie nur, wie Sie denken. Solange niemand klagt …

förderliche-Lehrerin
11 Tage zuvor
Antwortet  Palim

Ich war fast 10 Jahre Lehrerin in einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. In meiner Klasse waren 12-14Schüler*innen. Die waren alle in einer Altersstufe, aber hatten sehr unterschiedliche Lernstände. Der Unterricht in einer so heterogenen Klasse war eine Herausforderung, aber machbar, da alle Unterrichtsfächer im Klassenverband stattfanden und wir somit viel Zeit gemeinsam hatten. Kinder wurden nicht mit einem Berg Arbeitsblätter allein gelassen, sondern ich war im Unterricht immer da. Und noch wichtiger, wir haben sehr viel gemeinsam und praktisch Unterrichtsinhalte erarbeitet. Was in der Regelschule sicher auch passiert, aber nicht solange und ausführlich, und vor allem nicht dann, wenn die Inklusionskinder so,weit sind.
Dann musste ich in die Inklusion. Ich war an zwei Schulen für 14 Kinder in unterschiedlichen Klassen zuständig. Rechnerisch waren das zwei Stunden pro Kind in der Woche, war ich krank gab es keine Vertretung. Mit der Zeit sollte ich jedes Kind fördern, differenziertes Material mindestens in Deutsch und Mathe zur Verfügung stellen, mit Lehrern, Eltern und wem auch immer Absprachen treffen und auch noch das Kind fördern. Gleichzeitig galt es sich an zwei verschiedenen Schulen zurechtfinden, mit zwei,Schulleitungen zu kooperieren und mit meinen Förderschulkolleg*innen. Ich hatte jetzt auch nicht mehr nur Schüler*innen mit den Förderschwerpunkten, in denen ich gut ausgebildet war, nämlich Lernen und Erziehungshilfe, sondern musste Kinder mit geistiger Entwicklung, Seh- und Hörbehinderung fördern. Und sollte vor allem die Kolleg*innen im Umgang mit diesen Beeinträchtigungen schulen, wo ich selbst kaum Ahnung hatte.
Der Frust und die Überforderung auf allen Seiten war groß. Ich habe mich hochmotiviert in das Abenteuer Inklusion geworfen und war nach fünf Jahren so fertig, dass ich fast ein halbes Jahr krankgeschrieben war. Mir ist klar geworden, dass es am System liegt, dass das nicht funktioniert und nicht an mir, ich habe daraus Konsequenzen gezogen und habe mein Beamtenverhältnis gekündigt. Jetzt arbeite ich an einer inklusive. Privatschule. In allen Unterrichtsstunden haben wir eine doppelsteckung und zusätzlich noch einen FSJler zur Unterstützung. Unsere drei Inklusionskinder werden gut gefördert und ich darf wieder richtig unterrichten und bin keine Maschine mehr, die tonnenweise Arbeitsblätter produziert, die dann doch nicht genutzt wurden, weil keiner Zeit hatte, die gemeinsam mit dem Inklusionskinder zu bearbeiten.

DerechteNorden
11 Tage zuvor
Antwortet  Palim

In SH unterrichten ausgebildete Förderschullehrkräfte gar nicht. Nur während des Refs ist das vorgesehen, denn die Studienleiter*innen müssen ja irgendwie zu ihrer Beurteilung kommen. Danach sind die Kolleg*innen nur noch in einzelnen Stunden in verschiedenen Klassen als Doppelbesetzung anwesend. Sie bereiten keinen Unterricht vor, sondern unterstützen die Fachkolleg*innen im Unterricht. Wenn sie nicht da sind, werden sie nicht vertreten. Wenn die Fachlehrkraft fehlt, vertreten sie nicht diese nicht, sondern jemand anderes, obwohl sie die Kids kennen. Sie schreiben Berichte, beraten und überprüfen Kids auf etwaige Förderbedarfe … In den allermeisten Stunden ist aber keine Förderschullehrkraft anwesend.
Das macht aber gaaaaaar nichts, denn als z.B. ausgebildete Gymnasiallehrkraft kann man ja alles. Wer Abitur abnehmen kann, kann auch auch sämtliche Förderbedarfe bedienen, auf vier Niveaus Materialien vorbereiten … Natürlich kann man auch nebenbei auf alle Verhaltensoriginalitäten aller Kinder ganz zielgerichtet eingehen und Kindern mit unzureichenden Deutschkenntnissen gerecht werden.

Palim
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ja, die Inklusion ist schlecht ausgestattet, die FöS waren es aber auch.
Derzeit hat eine FöS in der Region eine zweistellig Zahl an fehlenden Lehrkräften,
aus der Zeit vor der Inklusion weiß ich, dass an einer Schule 1/3 der FöS-Lehrkräfte fehlte.

Dass einzelne Kinder betuchter Eltern eine Förderung an einer Privatschule bekommen, kann ja nicht die Lösung sein. Ob die Lösung gut ist, dass private Anbieter ohne FöS-Lehrkräfte die Förderung übernehmen, wie es hier regional möglich ist, zweifle ich auch an.

In NDS besteht die sonderpädagogische Grundversorgung aus max. 2 Stunden pro Woche pro Klasse. Wenn man es je Klasse einteilt, ist man als GS-Lehrkraft auf sich gestellt, es kommt ab und an jemand vorbei.
Ja, es ist nicht schön für die FöS-Lehrkraft, die aber keinen Unterricht vorbereiten muss, keine Korrekturen erledigt, keine Klasse führt etc., während die Lehrkraft der Regelschule die aufgeführten Differenzierungen in jeder Stunde bedenken muss. Das dürfte besser aufgeteilt sein.
Letztlich bräuchte es insgesamt ein erheblich besser aufgestelltes System mit weit mehr Personal und fließenderen Übergängen sowohl hinsichtlich der Schüler:innen mit Beeinträchtigungen wie auch für die DaZ-Schüler:innen.

Echt
11 Tage zuvor

Um ein echtes Wahlrecht zu haben, braucht es das „Doppelsystem“. Die Inklusion, wie sie aktuell stattfindet, ist für viele förderbedürftige Kinder, deren Eltern und Lehrer eine Zumutung.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  Echt

Deren Argumentation nennt ja das Doppelsystem für eben den Grund, warum die Inklusion verschleppt wird.

Andersherum könnten die dann auch fordern erstmal alle Sonderschulen dicht zu machen, die Inklusion sauber umzusetzen und erst danach die Sonderschulen neu zu eröffnen, um eine „echte Wahl“ anbieten zu können – warum auch immer

Nick
11 Tage zuvor

Bei der in den Gesantschulen praktizierten Inklusion vergisst man gern die nicht davon betroffen Schüler. Die zählen wohl sowieso nicht.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Und die Feuerwehr kümmert sich nur um brennende Häuse, Ordnungsamt um falsch Parkende und die Schulsozialarbeit nur um Kinder, mit schwierigem Sozialverhalten…

Niemand fordert ein Vernachlässigen anderer Kinder, diese Unterstellung halte ich doch für weit hergeholt

Unfassbar
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wie viel Zeit pro Unterrichtsstunde widmen Sie sich tatsächlichen Unterricht, wie viel Zeit widmen Sie sich der von sich aus lernwilligen Hälfte? Das Pareto-Prinzip (80% untere, 20% obere Hälfte) dürfte der Wahrheit nicht zu sehr widersprechen.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das Problem ist real und existiert in viel zu vielen Bereichen.
Sollen Krankenpfleger*innen jetzt sagen: „Genug Notfall, die anderen haben auch meine Aufmerksamkeit verdient?“

Das System ist in der Krise! Aber die Leute beschweren sich bei den Notfällen nicht bei der Krankenhausgesellschaft! Und ja, Krise! Aber die Krise ist zum System und zur Ausrede geworden, keine Ansprüche erfüllen zu müssen.
So kommen wir nicht weiter

Hirschlgruber
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Vernachlässigung ist aber leider die Konsequenz der nicht vertretbaren Umstände. Viel zu wenige Tandemstunden, in denen eine sonderpädagogische Lehrkraft anwesend ist, führen zu dem Dilemma, dass die „normale“ Lehrkraft sich entscheiden muss, ob sie die Inklusionskinder links liegen lässt oder Zeit, die eigentlich den „normalen“ Kindern zusteht, dafür verwendet, sich um die Inklusionskinder zu kümmern.
Eine Bereicherung, wie gerne dargestellt, ist für mich als Lehrkraft diese Situation nicht. Es erschließt sich mir nicht der Sinn, weshalb Kinder, die dem Unterricht gar nicht folgen können, dort verweilen sollen.

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Hirschlgruber

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Ideologie – leider gut getarnt durch den sogenannten Rechtsanspruch auf Inklusion.

Alle müssen immer in einem Raum sitzen.

Alles andere ist grundsätzlich verdächtig.

Egal, wie besch… das für alle Beteiligten ist.

Hauptsache, die Inklusionsquote steigt. Dann gibt es Leckerli vom Herrn Klemm.

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe weder direkt noch indirekt geschrieben oder gemeint, dass die Gleichberechtigung aller Menschen Ideologie sei.

Diese Unterstellung ist bösartig und eine Frechheit.

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Steht im darauf folgenden Satz:

Alle müssen immer in einem Raum sitzen.

DAS ist die Ideologie – Inklusion ist dabei nur ein vorgeschobenes Argument.

Ich bin für die Idee der Inklusion, dass allen Kindern ein optimales Lernumfeld geboten werden muss.

Ich denke nur nicht, dass das erreichbar ist, wenn Inklusion damit verwechselt wird, dass immer alle im gleichen Raum sitzen müssen. Im Gegenteil.

Ich hoffe, ich habe mich verständlich machen können.

Nick
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die betreffenden Schüler sollten aber auch dem Unterricht folgen können, z.B. Vokabeln lernen, Prozente rechnen, chemische Formeln anwenden.

Mika
9 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Für zieldifferenten Unterricht bräuchte ich persönlich jemanden, der diesen vor- und nachbereitet. Ich bin mit ferienbereinigt knapp 48h Wochenarbeitszeit am Gymnasium bereits dermaßen ausgelastet, dass ich mich bei Verpflichtung zu zieldifferentem Unterricht ohne Erlass anderer Verpflichtungen einfach aus Selbstschutz aus dem Job verabschieden müsste. Und wenn ich mir ansehe, dass politisch für die Familiengrundsicherung kein Geld da ist, Jugendeinrichtungen und Präventionsprojekten die Mittel gekürzt oder gleich ganz gestrichen werden, es immer weniger Lehrkräfte egal welcher Qualifikation in den Schulen gibt, glaube ich nicht an Erlass anderer Verpflichtungen, um Inklusion gut (im Sinne aller Kinder einer Klasse) leisten zu können. Und so wie mir geht es vielen Kollegen, denke ich.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Es sei denn, sie sitzen im Rollstuhl! Ich meine, müssen Kinder im Rollstuhl den „im gleichen Raum“ wie die normalen Kinder sein?
Das widerspicht doch unserer historisch treppenbejahenden Kultur 😛

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Wenn getrennt wird, muss demnach begründet werden, wie und warum das „integrativ“ wirkt.“

Genau das sagte ich mit:

„Alles andere ist grundsätzlich verdächtig.“

Allerherzlichste Grüße

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Pflicht zur Begründung besteht aber hier leider nur einseitig in Bezug auf räumliche Trennung – die ist IMMER verdächtig.

Alle in einem Raum muss hingegen NIE begründet werden.

Das ist ideologisch.

Unfassbar
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nur was ist, wenn die praktizierte Inklusion, also verkürzt „Stuhl dazu stellen“, faktisch als Benachteiligung auslegbar ist?

Unfassbar
9 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

In Zeiten vor der Inklusion wurde ein Stuhl höchstens dann herausgelassen — um in dem Bild zu bleiben –, wenn dessen Benutzung für das Kind unmöglich war und passende Stühle in dem Raum und dem Gebäude nicht existierten, in einem anderen Gebäude hingegen schon. Heutzutage wurden die anderen Gebäude überwiegend geschlossen und die geeigneten Stühle auf die verbliebenen Gebäude zur zeitweisen Benutzung verteilt.

Insofern ist Ihre Analogie schief oder ungenau.

Unfassbar
9 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Mag alles sein. Nur bräuchten Sie dann in jeder Schule für jeden möglichen Fall von Inklusion entsprechend ausgebildete Förderschullehrer für alle Fächer und während der gesamten Schulwoche und anständig ausgebildete Betreuer für die Kinder. Nach spontaner und ungeprüfter Schätzung bei einer normal großen weiterführenden Schule wären das mindestens 20 Förderschullehrer und 10 Räume, wie geschrieben PRO SCHULE. Bei Beibehaltung der Förderschulen würden diese 20 Lehrer und 10 Räume für alle Inklusionskinder von 20 Schulen oder so ausreichen. Meiner naiven Einschätzung nach sind an Förderschulen die von Ihnen geforderten „räumlichen, sächlichen und personellen Voraussetzungen“ eher erfüllt, zudem man „integrative Beschulung“ auch als Teilhabe am Schulsystem, nicht unbedingt Regelschulsystem, lesen kann. Generell sollten Kinder die höchstmögliche Schulform besuchen, die sie kognitiv und sozial bewältigen können. Körperliche Grenzen sind dank moderner Technik (Tablet, Mikrofon, Rollstuhl usw.) in vielen Fällen nicht mehr so gravierend.

Mika
9 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und? In welchem Bundesland/welcher Kommune gibt es die ausreichende Bereitstellung finanzieller, personeller und sächlicher Ressourcen, um Inklusion für alle Beteiligten erfolgreich zu gestalten? Ich kenne keins. Bis jetzt hat sich die Politik von derartigen Forderungen nicht beeindrucken lassen. Und Leidtragende sind Schüler, Eltern und Lehrkräfte.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ach, Sie meinen die Stühle für Mädchen und Frauen mit ihren kleineren Gehirnen, ja?
Das stimmt, wir Herren der Schöpfung wussten damals haargenau, dass diese Schüle eingespart werden können 😉

Oder bezogen Sie sich auf die nicht bildungsfähigen Menschenrassen? Geisteskranke Perverse, die nicht das andere Geschlecht lieben? Oder eher die rückständigen Kulturen, deren Zugang zu Institutionen selbstredend Platzverschwendung gewesen wäre?

-___+

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Sie halten DIES für das Ziel von Inklusion?

Mika
9 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das Prinzip „alle lernen in einem Raum“ hat genauso viel mit Gleichbehandlung zu tun, wie Giraffe, Eichhörnchen und Wildschwein auf einen Baum klettern zu lassen. Gleichbehandlung und Inklusion will, dass jeder nach seinen Möglichkeiten bestens gefördert wird. Das wäre eigentlich kein großes Ding, nur ist kein Geld da, um die im Vergleich zur Förderung an Spezialschulen deutlich teurere inklusive Beschulung an Regelschulen zu gewährleisten. Also stopft man Inklusionskinder in die Regelschulen und erwartet, dass sich das schon zurechtruckelt und funktioniert. Tut es aber nicht, weil nicht nach den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Beteiligten geschaut wird.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Gleichberechtigung muss nicht begründet werden, seperation aber schon?

Joa… welch Ideologie..

Wie stehen Sie zu der „Ideologie“, Kinder nach dem Alter getrennt in Klassen einzuteilen?

Dejott
10 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Inklusion bedeutet Teilhabe! am gesellschaftlichen Leben. Das optimale Lernumfeld ist der zweite Schritt. Hat mir dem Gedanken der Inklusion aber erstmal überhaupt nichts zu tun.

Lera
9 Tage zuvor
Antwortet  Dejott

Mhm. der zweite Schritt … warum nur bezweifele ich, dass ich den noch erleben werde?

Cuibono
9 Tage zuvor
Antwortet  Dejott

Sieht Schweden ganz anders: in Schweden wird sehr großer Wert darauf gelegt, dass sowohl geistig Behinderten, als auch Kindern mit anderen Behinderungen weitestgehend alle Voraussetzungen vermittelt werden, damit sie später ihren normalen Lebensalltag bewältigen können.
Das geschieht in unterschiedlichen Schulen (Grundschule und Grundsonderschule), die aber üblicherweise am selben Schulstandort untergebracht sind.
Wenn ich meinen schwedischen Verwandten von der deutschen Umsetzung der Inklusion erzähle, fragt man mich dort, wie solche Zustände, die sie maximal in Entwicklungsländern verortet hätten, überhaupt zulässig sein können und wie Eltern das hinnehmen könnten.
Ich sage dann gern, dass dies von der UN so gefordert ist, da Menschenrecht. Kommt, zugegen, sarkastisch rüber.

unverzagte
9 Tage zuvor
Antwortet  Cuibono

Somit profitiert auch Schweden offensichtlich erfolgreicher als andere vom Lebenswerk der Maria Montessori.

Egvina
9 Tage zuvor
Antwortet  Cuibono

„(…) in Schweden wird sehr großer Wert darauf gelegt, dass sowohl geistig Behinderten, als auch Kindern mit anderen Behinderungen weitestgehend alle Voraussetzungen vermittelt werden, damit sie später ihren normalen Lebensalltag bewältigen können.“ – und genau das muss das Ziel sein. Schule ist, kann und darf kein Selbstzweck sein und dafür müssen Kompetenzen für gewisse Schwerpunkte örtlich gebündelt werden, gerne in Schulzentren oder in gleichen Gebäuden, Förderschule mit Schwerpunkt X + Allgemeinbildende Schule.
So wie es jetzt ist, ist es als würden Fachärzte (Sonderpädagoge) keine eigenen Praxen mit der für ihren Bereich spezifischen Ausstattung mehr hätten, sondern täglich zwischen den Hausarztpraxen (Regelschule) hin und her wechseln, um dort die Patienten, die eine Facharztbehandlung (sonderpädagogische Förderung) benötigen zu behandeln. Und weil es zeitlich nicht zu managen ist, dass jede Fachrichtung jeden Tag in jeder Hausarztpraxis (Regelschule) ist, behandelt der Zahnarzt (z. B. SoPäd mit Schwerpunkt GE) dann auch die Kardiologiepatienten (z. B. SoPäd mit Schwerpunkt Sehbehinderung) beim Hausarzt gleich mit. Er ist ja Facharzt, muss er können. Auf welches Fach er spezialisiert ist, spielt keine Rolle.

Palim
9 Tage zuvor
Antwortet  Egvina

Pendelnde Fachärzte mit unterschiedlichen Standorten gibt es in der Fläche schon, so abwegig ist das nicht.
Wenn die Behandlung gar nicht vom Arzt erfolgen muss, könnte ja anderes Personal entsprechend ärztlichem Rat mit den Patienten arbeiten.
Ähnliches wäre auch in den Schulen möglich.

Auch denke ich, dass man auch Kurse einrichten könnte, die dann nicht täglich stattfinden, aber in denen eine Lehrkraft mit einer kleineren Gruppe arbeitet, in anderen Stunden üben die Kinder im Klassenverband an gestellten Aufgaben.

Aber selbst dafür reicht das Personal nicht aus.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Also finden Sie es falsch, dass Deutschland die Behindertenrechtskonvention unterschrieb und sich zur Umsetzung verpflichtete.

Mein Vater fand auch die Anschnallpflicht im Auto doof, aber was willste machen

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Keine Sorge, niemand nimmt an, dass Sie Inlklusionskinder als Menschen anerkennen 😉

Kevin
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Glücklicherweise hat niemand hier behauptet, Gleichberechtigung sei eine Ideologie. Was die AfD meint, weiß ich nicht und kümmert mich auch nicht. Laut ihrem Zitat hält sie nur die Inklusion für Ideologie. Ich hatte autistische und sonst belastete Kinder in meinem Unterricht, es hing immer sehr vom jeweiligen Menschen ab, ob das gut ging oder zum Problem wurde. Aber max. 1 Kind pro Klasse ließ sich meist irgendwie regeln oder wenigstens aushalten.

Unfassbar
9 Tage zuvor
Antwortet  Kevin

In Maßen autistische Kinder sind noch handhabbar, wenn man sie so nimmt, wie sie sind, weil sie kognitiv nicht benachteiligt sind.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Welche Tipps haben Sie für Sicherheit, Gesundheit, Klimaschutz?
Meinen Sie, Polizei und Krankenhäuser sollten aufgeben, weil es immer kriminelle oder kranke Menschen gibt?
Sollen wir unsere Kinder im Elend leben lassen, weil wir den Klimawandel letzten Nachmittag nicht hundertprozentig für immer beenden konnten?

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Hirschlgruber

Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Ein Beenden der Inklusion an dieser Bestelle bedeutet allerdings ein Festschreiben des ungenügenden Status Quo.

Es läuft schlecht und wird wohl noch eine Weile schlecht laufen – dies liegt nicht in der Hand der Pädagog*innen.

Was ich Ihnen mitgeben möchte:
Die Inklusionskinder nehmen SEHR viel aus Ihrer Schule mit – nach 5min in meiner Klasse kann man sehen, wer zuvor an einer Regelschule war.
Die Mehrheit der Gesellschaft interessiert es nicht – Sie machen einen Unterschied, auch wenn Sie die gesteckten Ziele nicht (immer) erreichen.

JoS
11 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Falls Sie „Gesamtschulen“ meinen: Das kann ich so nicht bestätigen. Auch hier laufen eher die „I-Kinder“ nebenher.

Nick
10 Tage zuvor
Antwortet  JoS

Wem ist damit gedient?

JoS
10 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Dem geringen Prozentsatz an Kindern, die eine Fehldiagnose hatten und/oder tatsächlich eher spät einen gewaltigen Ehrgeiz entwickeln und die sich aus eigener Kraft aus dem Förderstatus herauskämpfen. Nur die haben tatsächlich einen Vorteil davon. Und ggf. der Landeshaushalt.

447
10 Tage zuvor
Antwortet  JoS

Natürlich.

Weil sehr häufig ein deutlich höherer Teil entweder positive (leider selten) oder negative Sonderfälle sind, aber halt nach heutigem Stand noch im normalbeschulbaren Bereich.

Simple Triage:

Option A: Ich rette pro Klasse auf 5 Jahre gesehen 2-4, im Extremfall 5-6 SuS davor, so zu werden wie sie werden würden. Das heisst zunächst: Retten vor dem HA-Abschluss (auch wenn der jetzt anders heisst), da viele FOR schaffen können, wenn man sie einstielt. Damit sind sie oft aus ihren Fallen raus, haben konkret bessere Lebenschancen, ziehen weg aus dem Schulumfeld.

Option B: Ich butter meine gesamte Energie in 1-2, im Extremfall auch mal 5 (jaja, ich weiß) Sonderpädagogik-Fälle, was im Endeffekt wenig bis nix ausrichtet und verliere mit hoher Wahrscheinlichkeit diese UND es gleiten die Kandidaten von Option A in HA/Assilifestyle ab.

Ich wähle -wenn es nicht anders geht, was immer so ist- Option A.

Weil es mehr Gutes bewirkt.

Unfassbar
11 Tage zuvor

Ist die Umkehrung, also den faktischen Zwang, das Kind an einer Regelschule anzumelden, nicht genauso häufig anzutreffen?

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Würde sich halt mit geltendem Recht decken.
In unserer Stadt müssen nun viele Kinder in die Inklusion „ausweichen“ weil die Sonderschulen voll sind.
Den Eltern mag man die Entscheidung nicht verdenken, immerhin ist das Inklusionsangebot personell noch schlechter ausgestattet…

Fr.M.
11 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Klar ist es das. Wird aber nicht so gern gesagt-

vhh
11 Tage zuvor

Es gibt keine gute inklusive Schule, also auch keine Plätze dort.
Denn
-keine Schule ist auf alle Förderschwerpunkte gleichzeitig eingerichtet
-keine Schule schafft es, alle Kinder gleich gut zu fördern
-keine Schule hat eine angemessene Lernumgebung
Die Verbände sollten in Hogwarts fragen, vielleicht kann man das dort schnell ändern. Wir reissen uns den A… auf, um jeden Tag das Mögliche und mehr als das zu schaffen, nur um alle paar Monate zu hören, dass alles ganz schrecklich und diskriminierend ist. Natürlich, das ist ja an die Politik gerichtet und soll doch die Lehrkräfte überhaupt nicht treffen. Tut es aber! Die ministeriellen Vorgaben sind ein Luftschloss, die Forderungen bringen nur neue Luftschlösser, denn alle wissen, dass es so nicht gehen kann. Ist die Realität dann mit den rosa Wolken kollidiert, sind es immer die Lehrkräfte, die nur nicht wollen (hier schon oft genug gelesen).
Wenn die Verbände etwas tatsächlich, nicht nur auf dem Papier, ändern wollen, hätte ich eine andere Forderung: Als erstes anerkennen, das bisher alles Mist war. Dann in jedem Land einen runden Tisch mit Ministerium, Eltern, Lehrern, KiTa, …, der praxisnahe Schritte zur Umsetzung beschließt. Das könnte z.B. die Antwort darauf sein, wo die Förderlehrer herkommen sollen oder wie eine umfassende (Pflicht) Fortbildung aller (!) Lehrkräfte landesweit funktionieren kann oder welche baulichen Gegebenheiten wünschenswert wären. Man könnte auch über Inklusion an Gymnasien sprechen oder darüber, wie an Gesamtschulen für alle SuS der Anspruch auf angemessene Bildung erfüllt werden kann. Wenn Frau Feller keinen Aktionsplan vorlegt, muss man den eben kontinuierlich gemeinsam erarbeiten. Es ist natürlich leichter, hinterher den Plan von jemand anderem ‚unzureichend‘ oder ‚verfehlt‘ zu finden.

Teacher Andi
11 Tage zuvor

Mir tun die Kinder mit Förderbedarf, die aus ideologischen Vorstellungen und falschen Erwartungen der Eltern heraus, an Regelschulen „verbannt“ werden einfach nur leid. Das Konzept der Regelschulen müsste grundlegend verändert werden, wenn dieses Projekt gelingen soll. Aber dazu müsste jede Menge Geld in die Hand genommen werden und sehr viel zusätzliches Personal ausgebildet und angestellt. Aber es ist wie immer in der Bildung: große Worte, keine Taten, die die Umsetzung möglich machen. Am Ende kann man die Schuld auf die Lehrkräfte schieben.

Kompetenzfan
11 Tage zuvor

Wenn Förderschulen der rechtsgültigen UN-Konvention widersprechen und damit sozusagen illegal sind, warum klagt denn niemand dagegen vor Gericht? Das könnten doch Verbände oder die GEW machen, die haben doch nichts zu befürchten, falls sie verlieren.

Cuibono
11 Tage zuvor
Antwortet  Kompetenzfan

Ja, vor allem, weil doch Inklusion ein Menschenrecht ist. Sehr, sehr seltsam.

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hm. An anderer Stelle warnen Sie davor, dass es für den Staat durch Klagen sehr teuer werden wird, wenn nicht bald quasi alle Förderschüler Regelschulen besuchen.

Interessant wäre es ja schon, diese umstrittene Frage mal juristisch klären zu lassen durch ein höchstrichterliches Urteil.

Natürlich dauert das. Aber das kann ja kein Grund sein, es gar nicht zu machen.

Scheint mir doch etwas vorgeschoben.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Naja, die Einschätzung der Inklusion in Deutschland wird ja nicht ausgewürfelt. Aber vielleicht ähnlich wie bei dem Recht auf Kitas ist das Angebot so schlecht, dass viele nicht klagen und solvente sich herauskaufen wollen…

Maggie
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Leider richtig. Vor allem müssen politisch die Entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden und das kostet halt viel. Aber solange man diese Ausgaben nicht als Investition in die Zukunft sondern als Verlust ansieht, werden sich hier keine Veränderungen ergeben.

Kompetenzfan
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Was Sie beschreiben, zeigt doch nur, dass alle internationalen Vereinbarungen letztlich zahnlose Tiger sind. Nicht einmal die allgemeinen Menschenrechte wurden weltweit durchgesetzt, obwohl die schon 75 Jahre alt sind.
Dann sollte man aber vielleicht aufhören, diese internationalen Vereinbarungen als die große Wunderwaffe anzupreisen. Bei den UN gibt’s eben auch viel Bürokratie, und die dortigen Bürokraten leben gut damit. In Deutschland haben wir auch eine Inklusionsbürokratie, wir haben eine Integrations- und Migrationsbürokratie, immer mehr Ministerien befassen sich damit (ein Antirassismus-Ministerium wurde auch schon vorgeschlagen), aber die Fortschritte in der Sache sind nicht so klar. Das wird dann auch zu einer Wissenschaft, man schreibt dickleibige Berichte und wiss. Artikel und Dissertationen dazu, die kaum jemand liest, einfach als Jobmaschine. Bei den Menschen an der Basis kommt davon herzlich wenig an.

Kompetenzfan
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe nicht gesagt, man solle in Deutschland die Menschenrechte nicht ernst nehmen. Ich wollte sagen, dass solche internationalen Vereinbarungen und Erklärungen nicht viel wert sind, weil sie in der Welt eben systematisch missachtet werden können, ohne dass das Konsequenzen hat. Jedes Land kann auch eigenständig etwas für die Behinderten tun. Aber es ist merkwürdig, wenn Deutschland immer bei allem und jedem tugendhaft sein soll, während sich andere um solche Dinge nicht scheren und die „internationale Staatengemeinschaft“ nur zuschaut. Selbst die uralte Genfer Konvention zur Kriegführung wird systematisch missachtet, und zwar auch von Staaten, die ein Vetorecht im Sicherheitsrat haben. Das funktioniert eben alles nicht so wie gedacht. Da kann man noch so viel moralisch postulieren.
Gut fände ich es, wenn mal empirisch erfasst würde, wie de facto (also ohne schönreden) international der Schulbesuch von Behinderten geregelt ist, damit man eine Übersicht gewinnt. Wenn PISA möglich ist, dann sollte das auch möglich sein.

Jeanne
10 Tage zuvor
Antwortet  Kompetenzfan

Sie nicht sozusagen illegal, sie verstoßen in ihrer segregierenden Form tatsächlich gegen Menschenrecht.

Dass Deutschland noch 2024 gegen Menschenrechte verstößt, klingt für viele komisch und unwahr, es ist aber eine Tatsache.

Dass wenige ihr Recht auf inklusive Bildung erklagen, hat mit vielerlei Dingen zu tun:

1. weil Familien durch den ganzen Bürokratiewahnsinn (enorm viele Anträge, die auch wiederholt gestellt werden müssen) und häufig zeitgleich bestehender Pflegebedürftigkeit des Kindes überlastet sind und es zeitlich nicht stemmen können

2. weil viele es sich finanziell nicht leisten können, die Anwaltskosten dafür zu tragen

3 weil sie Angst haben, dass sie die derzeitige Situation ihres Kindes gefährden

4. weil es so lange dauert bis zum BVerfG oder noch höher auf Europaebene zu klagen, dass das Kind dann vermutlich schon gar nicht mehr zur Schule geht.

5. weil die Option, die sie erklagen könnten, nicht attraktiv ist. Z.b. die überhaupt nicht inklusive Einzugsschule im Dorf.

Weshalb die GEW als Lehrergewerkschaft klagen sollte, erschließt sich mir nicht. Aber tatsächlich engagiert sich die GEW vielerorts für inklusive Bildung.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Jeanne

Ist schon irre.
Inzwischen darf ich meine Kinder auch nicht mehr schlagen, wenn ich es will =\

Kompetenzfan
8 Tage zuvor
Antwortet  Jeanne

Organisationen können besser klagen als Einzelpersonen, eben wegen der von Ihnen genannten Punkte 2., 3., 4.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Kompetenzfan

Nicht jedes Gesetz hat im Falle eines Bruches strafrechtliche Konsequenzen. Diese müssen ja entsprechend mit dem Gesetz erlassen werden.

Darum wird die Regierung gerügt, wenn sie zukünftige Generationen vor die Wand fahren will; Banken gerettet, wenn sie Volkswirtschaften einbrechen lassen; Fahrgäste beim Schwarzfahren ggf. in den Knast gesteckt und Klimademonstrant*innen ggf. noch vor einer Demonstration verhaftet =/

Der Zauberlehrling
11 Tage zuvor

Vielleicht wären Kinder mit einem erhöhten Förderbedarf an einer Einrichtung besser aufgehoben, wo dieser Bedarf auch qualifiziert gedeckt werden kann.

Ausgrenzen will ich da niemanden von irgendendwas, aber ist denn in den Regelschulen genug qualifiziertes Personal (Studium „Sonderpädagogik“ hieß das früher) vorhanden?

Und dann muss man noch auf diejenigen achten, die keinen erhöhten Förderbedarf haben und die auch ein Recht auf „Fortschritt“ haben.

Jeanne
10 Tage zuvor

Fakt ist, dass die Leistung der nichtbehinderten Kinder sich nicht von den Kindern unterscheidet, die in nichtintegrativen Klassen unterrichtet werden. Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass nichtbehinderte Kinder in inklusiven Lernsettings sogar bessere Leistungen erzielen als in nichtintegrativen Klassen (siehe Feyerer 1998, Preuss-Lausitz 2009 Integrationsforschung im Handbuch Integrationspädagogik, Wocken 1999 Schulleistungen in heterogenen Lerngruppen in Handbuch Integrationspädagogik)

Sie lassen außerdem den Fakt außen vor, dass Kinder von Kindern lernen und nicht ausschließlich vom Lehrer. Inklusiver Unterricht fördert nicht nur die akademische Entwicklung, sondern auch soziale Kompetenzen und Empathie. Er bietet die Chance, Vielfalt als Bereicherung zu sehen und Vorurteile abzubauen. Durch gezielte Unterstützung und Ressourcen können auch Kinder mit Förderbedarf erfolgreich im regulären Schulbetrieb beschult werden.

Kevin
10 Tage zuvor
Antwortet  Jeanne

Wenn ich vor 2 Jahren täglich 2-5 Minuten mit Nellis heutigem Ausraster beschäftigt war und sie beruhigen musste, dann konnte ich das natürlich oft irgendwie kompensieren, dennoch war die Lernatmosphäre für die Klasse dann erst mal weg und für mich war die Belastung groß. Natürlich lässt sich das in keiner Studie messen.
Dass „Kinder von Kindern lernen“, ist eines der bekannteren Narrative. Es gelingt im Hinblick auf Lehrplaninhalte nur unter Idealbedingungen, will heißen: unter gut sozialisierten Kindern.

DerechteNorden
10 Tage zuvor
Antwortet  Kevin

Genau das, was Sie im letzten Satz schreiben, wird leider nie als eine Grundbedingung von funktionierender Inklusion betrachtet.
Man möchte Jeanne fragen, was Kinder von schlecht sozialisierten ihnen kognitiv aber weit überlegenen Kindern lernen?
Wahrscheinlich denkt sie, dass Inklusion automatisch dafür sorgt, dass Letztere sich wie von Zauberhand gut sozialisiert verhalten.

Lena Hauenstein
9 Tage zuvor
Antwortet  Kevin

Ich möchte zu „Kinder lernen von Kindern“ die Schwester einer ehemaligen Schülerin auf dem Sprechtag zitieren: „seit X hier ist, ist sie richtig asozial geworden“.

Der Zauberlehrling
10 Tage zuvor
Antwortet  Jeanne

Literatur von 1998 umfasst nicht die Entwicklung des letzten Vierteljahrhunderts.

Selbst ein Handbuch von 2009 stellt nicht mehr den aktuellen Stand der Forschung da.

Die Jungenlichen von heute haben zum Teil deutliche defizite in Sachen Sozialisation – zumindest in meinem Schulbereich.

„gezielte Unterstützung und Ressourcen“ ==> woher?

DerechteNorden
11 Tage zuvor

Was ich mir hier mal wünsche, wäre eine Art Reportage, wie Inklusion denn tatschlich in anderen Ländern gestaltet wird. Wie handhaben die das denn? Wie funktionieren dort Lerngruppen mit Kindern, die kognitiv nicht in der Lage sind, Unterricht zu bewältigen, die nicht sehen, hören, sprechen können, die wirklich schwerwiegende körperliche Einschränkungen haben, die eine ständige Betreuung voraussetzen usw.?
Wir lesen hier immer nur, wie schlimm es um Inklusion in Deutschland bestellt sei. Aber wie man es landesweit wirklich hinkriegt, habe ich tatsächlich noch nirgends gelesen.

JoS
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich glaube, der OP meint gerade nicht die geförderten Leuchtturmprojekte, sondern ob es Beispiele für eine gelungene landesweite Umsetzung gibt. Denn das ist wesentlich aussagekräftiger als einzelne Schulen, bei denen die Bedingungen naturgemäß sehr unterschiedlich sind. Zumindest verstehe ich den letzten Satz so.

JoS
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sorry, aber ich arbeite an einer IGS, bei der die Logos der verschiedenen Förderprogramme und Netzwerke eine ganze Powerpoint-Folie füllen, deren Schulleitung beste Verbindungen zur Landespolitik und eine finanzstarke Kommune im Rücken hat. Vorher war ich jahrelang an einer Schule mit fast genauso „schwieriger“ Klientel und mit jungem, motiviertem Kollegium, aber ohne dieses Netzwerk.
Ich glaube nicht, dass Sie die Bedeutung dieser zusätzlichen Mittel richtig einschätzen und halte es für absolut legitim zu fragen, wie eine flächendeckend funktionierende inklusive Schule aussehen kann.

JoS
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Steht grundsätzlich allen offen“ ist doch ein Scheinargument. In der Praxis sind die Fördertöpfe erstens begrenzt und werden zweitens auch aus politischen Erwägungen verteilt. Und da zahlt es sich bei Folgeanträgen natürlich aus, wenn man aufgrund erfolgreicher Anträge in der Vergangenheit sowie der politischen Vernetzung der Schulleitung schon präsent ist und beispielsweise regelmäßig den/die Kultusminister*in im Haus hat.

JoS
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Engagement alleine ist es ja eben nicht.
Den entscheidenden Punkt meiner Argumentation, dass diese Mittel eben nicht für alle reichen und dass nicht alle SL politisch gleich gut vernetzt sein können, haben Sie nicht entkräften können. „Den letzten beißen die Hunde“ als Prinzip scheint bezogen auf die Ausstattung der Schulen also für Sie unproblematisch, während Sie sich gleichzeitig für Inklusion stark machen. Das wirkt für mich in sich nicht konsistent.

JoS
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nur zur Erinnerung: Das Thema war, wie Inklusion flächendeckend funktionieren kann. Sie haben die Frage abgelehnt und auf Leuchtturmprojekte verwiesen, ich auf deren mangelnde Verallgemeinerbarkeit aufgrund extrem unterschiedlicher Ausstattung, nicht mehr und nicht weniger. Es liegt eben in den meisten Fällen nicht an den Schulen, „einfach mal zu machen“.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Stehen sie das? Wirklich ernst gemeinte Frage.
Also Privatschulen … Ja, überwiegend. Die haben da normalerweise mehr Spielraum.
Regelschulen? Wirklich? Allen?
Den Eindruck habe ich leider nicht, wenn ich meine persönliche Erfahrung von Regelschule und Privatschule im Vergleich setze. Kann jetzt natürlich eine absolute Ausnahme sein oder Fehleinschätzung meinerseits – zugegeben.
Haben Regelschulen wirklich den gleichen oder ähnlichen Einfluss auf die Bedingungen von Inklusion?
Privatschule: Stellt Soz.-Päd. direkt ein bzw. lässt sie anerkennen für die Privatschule. Recht direkter Weg.
Regelschule? Stellt Antrag und hofft.
Privatschule: Lehnt Inklusionskinder ab, welche keine Schulbegleitung haben, sie aber dringend bräuchten.
Regelschule? Muss sie trotzdem beschulen. Antrag kann (und sollte) natürlich gestellt werden. Dann gilt wieder: Warten und hoffen.

Also ich sehe da schon einen kleinen Unterschied? Gibt es den jetzt oder nicht?
Lasse mich da gerne eines Besseren „belehren“.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja und alle diese Schulen haben natürlich ein (eigenes) Konzept und („genug“) Soz.-Päds.
Das zumindest nach kurzer Stichprobe der Schulen.
Sie Frage ist eben, woher diese kommen? Würde jede Regelschule dies bekommen?
Das kann ich mir ehrlich gesagt einfach nicht vorstellen. Natürlich wird man immer Schulen finden, wo die Bedingungen (und der Wille natürlich) da ist. Aber könnte das „jede Regelschule“? Das bezweifel ich einfach.
An meiner alten Regelschule hatte man DSL 10000/16k für Grund- und Mittelschule. DSL 50k wurde damals beantragt und kam auch nach 2 Jahren nicht zu stande. Dann bin ich sowieso gewechselt. Gleiches galt für Dienstmails und anderen Sachen. Es kam einfach kein Geld, trotz Wille und Einsatz der Schule. Unterbesetzung war die Regel. Trotz (nahezu) permanenter „mobiler Reserve“ war nichts weiter da. Wir hatten fast so viele Referendare wie „ausgebildete Lehrkräfte“, obwohl die Schulleitung um Vollzeit-Lehrkräfte nur so rang und bittete.
Ich kann mir einfach im besten Willen nicht vorstellen, dass überall an Regelschulen solche Bedingungen wie an den „Preisschulen“ möglich sind. Nicht, weil man das nicht machen könnte – vorausgesetzt Traumbedingungen … Genug Personal, genug Platz, genug Zeit, genug Freiheiten (haben diese Preisschulen offensichtlich nach kurzer „Profilrecherche“), genug Material. Sondern mehr, weil weder die Rahmenbedingungen gesamtheitlich da sind, noch diese gemacht werden von politischer Seite/Arbeitgeberseite aus. Dass der Wille (außerhalb paar Vorzeigeprojekte) überhaupt da ist mag ich zudem persönlich stark anzweifeln.

vhh
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Der Begriff Leuchtturmprojekt passt nicht, aber diese normalen Schulen arbeiten oft nach speziellen Methoden. Egal ob die sinnvoll sind, sind sie auch etwas, das überall funktioniert? Ein Bericht über eine erfolgreiche, systematische, landesweite Umsetzung von Inklusion ist etwas anderes als Einzelbeispiele, es wäre selbst ein Beispiel für das was ganzheitlich möglich ist. Der Link zu Schweden enthält auch ’seit fünfzig Jahren‘ oder ’nach zwei Jahrzehnten wurde klar, dass das bisherige Schulsystem nicht passt‘. Diese zwei Jahrzehnte haben wir schon auf ein Jahrzehnt verkürzt, hurra, in dieser Zeitrechnung werden wir in 25 Jahren dort sein, wo Schweden heute steht:“…ebenfalls von paradiesischen Zuständen weit entfernt.“
Wie sieht eine Umsetzung aus, die in den UN-Berichten als funktionierend angesehen wird? Wenn wir das wissen, können wir es mit den Gegebenheiten bei uns vergleichen und einen Weg dahin oder zu einer anderen Lösung (für das ganze Schulsystem) vorschlagen. Lobende Erwähnungen, Einzelprojekte in speziellen Bereichen, das ändert für die Mehrzahl aller Schulen nichts an ihren Problemen. Es ist nur ein Alibi: „Aber die schaffen das doch auch“.

DerechteNorden
10 Tage zuvor
Antwortet  vhh

Aus dem Bericht, zu dem der Link führt: „… Dennoch zeigen Stimmen von Wissenschaft, Betroffenen und Zivilgesellschaft, dass auch in Schweden noch Luft nach oben ist. Dabei werden vor allem auf die umfassende Rolle der Schulleitung und die daraus resultierenden regionalen Unterschiede bezüglich der Qualität der umgesetzten Inklusion an Bildungseinrichtung verwiesen. Auf dem Weg zu einer wirklichen Schule für Alle wird auch immer wieder kritisiert, dass es das Förderschulmodell „die Särskola“ für einen Teil der Lernenden mit einer geistigen Behinderung immer noch gibt, auch wenn nur ein sehr kleiner Anteil der schwedischen Schüler und Schülerinnen diese besucht.“

Liest sich wie ein Bericht über mein Bundesland, wo Inklusion auch nicht so gut funktioniert, obwohl wir eine sehr hohe Quote haben.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nicht?

Die MCS Bochum ist doch eine Privatschule?
– Privatschule mit eigenem Konzept
– Freie Trägerschaft
– Laut Bewerbung/Video 2 Lehrkräfte pro Klasse (welche den Unterricht planen)
– 2(-3?) Sozpäds
– Sekretariat von Montag (7.30-15:30) bis Freitag (7.30 – 14.00) besetzt
– Viele Fach(pflicht)bereiche
-> Latein, Französisch, Spanisch (als Angebote)
– Zusatzförderungen (mit außerschulischen Angeboten)
-> „In vielen Stunden finden parallel zum Unterricht bzw. am Nachmittag Zusatzförderungen und Förderkurse statt. Dazu gehören neben der Förderung in den Fächern Mathematik, Rechtschreibung und Englisch u.a. auch heilpädagogische Förderung und Therapiemaßnahmen außerschulischer Anbieter. “
-> „Im Rahmen des „Drehtürmodells“ können Schülerinnen und Schüler nach Prüfung parallel zum Unterricht an individuellen Fördermaßnahmen, außerschulischen Angeboten etc. teilnehmen.“
– Vertretung und Abdeckung
-> „In der Sekundarstufe I (Klassen 5-10) werden in der Regel alle Stunden vertreten. Nur Eckstunden können in höheren Klassen im Einzelfall ausfallen.“
– Elternmitarbeit (freiwillig? Pflicht? Ich weiß es nicht)
-> „“Wir erwarten, dass sie sich aktiv am Schulleben beteiligen“, sagt sagt Osthoff. Die Pausenverpflegung der Schülerinnen und Schüler, aber auch das tägliche warme Essen in der Mensa seien ohne die Mithilfe vieler Eltern nicht denkbar, ebenso Klassenfahrten und Schulfeste.“
– Eigenanteil/Schulgeld (früher waren es etwa 150 €/Monat im Schnitt – ist das immernoch so?)
– Rest staatlicher Zuschuss (früher 87 % – ist das noch so?)
– Auswahl des Klientels/SuS-Elternschaft?
-> Bewerbungsverfahren (mit Forderungen des Konzepts)
-> SuS und Eltern suchen sich die Schule gezielt – Schulen hat Auswahl
-> „Für die 104 Plätze in einer der vier fünften Klassen gibt es mindestens doppelt so viele Bewerber. Zu den Auswahlverfahren der Schule gehören Spiele, bei denen sich die soziale Kompetenz eines Bewerbers zeigt. Auch die Eltern werden interviewt[: siehe oben bei Elternmitarbeit]“
-> In einem modernen Flachbau untergebracht, befindet sich die Schule mitten in einem Wohngebiet im Stadtteil Weitmar. Weitmar gehört zu den fünf Bochumer Stadtteilen, in denen es gut läuft, weil die Sozialdaten stimmen. Es gibt dort zum Beispiel wenig Arbeitslose.

Also, ganz normale Bedingungen, wie an jeder durchschnittlichen Regelschule. Stimmt schon irgendwie.

vhh
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

https://grundschule.mcs-bochum.de/fileadmin/user_upload/Merkblatt_zur_Finanzierung_2021.docx
Ihre Interpretation ist fragwürdig. „Zusätzliche Kosten, die nicht durch das Land mitfinanziert werden, entstehen u.a. durch niedrige Klassenfrequenzen, Einrichtung und Ausstattung und nicht kostendeckende Pauschalen für den Verwaltungsbereich.“ – zusätzlich zu den Kosten im üblichen Rahmen einer öffentlichen Schule, von denen tatsächlich 13% aufgebracht werden müssen. Ein Teil davon kann aber nach Schulges NRW auch durch Sachleistungen wie eigene Gebäude und Einrichtung erbracht werden ->
„Es wird ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Bauunterhaltungszuschuss in Höhe von 950,00 € entrichtet.“
Bedeutet im Endeffekt, dass die Elternbeiträge zum größten Teil für ‚Extras‘ verwendet werden können. Der Beitrag betrug wohl 2020 schon 165,- €, höhere freiwillige Beträge gerne freiwillig. Welche Eltern das wohl zahlen können und wollen?

Cuibono
10 Tage zuvor
Antwortet  vhh

Mittelschicht aufwärts. Die Eltern haben dann in der Regel auch ein starkes Interesse an der besten Förderung ihrer Kinder, was sich wiederum positiv auf die Sozialkompetenz ihrer Kinder auswirken dürfte und natürlich auch der Schule zugute kommt. Ein sich selbst positiv verstärkender Prozess sozusagen.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Habe einfach die oben verlinkte Schule genommen.

Öffentliche Schulen kosten dem Staat im Schnitt mehr. Natürlich.

Zu den 150 Euro – nein, damit lässt sich das nicht alleinig bewerkstelligen. Das wäre seeeehr unterkomplex gedacht.
– Das Gehalt der Fachkräfte/Lehrkräfte an Privatschulen ist im Schnitt deutlich niedriger als an Regelschulen -> Auch hier müsste man dann zusätzlich einsparen [Teils 1000 Euro Netto pro Lehrkraft bspw.]
– Die Eltern stellen normalerweise an vielen Privatschulen einiges: Spenden, Sachgüter und sehr wichtig: Zeit und Engagement. Dazu gibt es an einigen eben EMA (Elternmitarbeit). Auch das müsste man dann übertragen als „Standard“
– Die SuS UND Eltern suchen sich die Schule gezielt aus und eben das Konzept dahinter
– Die Schule sucht sich gezielt das Klientel aus (und „testet“ es vorab im „Bewerbungsverfahren)
-> Insbesondere eben auch auf Inklusion ein sehr mächtiges Mittel
– Die Lage und Klientel scheinen jetzt nicht soo schlecht zu sein, wenn sie von „die Sozialdaten stimmen“ schreiben/sprechen
-> Das ist anderswo eben ggf. schwieriger (muss natürlich nicht, kann aber)
– Wenn SuS/Eltern nicht „ins Bild passen“/“Beef machen“ kann man als Privatschule durchaus mit einer Kündigung des Vertrags (wegen Vertrauensbruch) als Mittel gut entgegenkommen [Also die „Möglichkeit auf Aussonderung“ ist eine andere – das muss gar nicht mal stattfinden, alleine die Möglichkeit/das Bewusstsein ist schon ein gutes Werkzeug]
– Im Schnitt Eltern, welche sehr gut erreichbar und ansprechbar sind. Dazu oft die Kinder zusätzlich fördern (privat, Nachhilfe, Förderanträge, häuslich usw.)

Also jetzt nicht, dass ich dies der Schule nicht gönnen würde oder so. Finde ich super, wenn das so gut läuft. Aber ich finde, dass man das schon hinterfragen und realistisch betrachten muss. Ebenfalls, dass man das fairerweise auch so benennt.
Ich arbeite ebenfalls an einer integrativen Privatschule. Mir ist dadurch durchaus bewusst, was man so für Vor- und Nachteile haben kann. Viele der genannten Vorteile sind bei uns ebenfalls zutreffend.
Bei uns hat (normalerweise) jedes Inklusionskind eine Schulbegleitung – zumindest so lange, wie das Kind dies braucht und man das als nötig und sinnvoll erachtet. Das ist Voraussetzung. Wir haben ebenfalls eine Inklusionszuständige und eine Soz.-Päd. und dazu eine gute Kommunikation und Beziehung zu Inklusionsstellen und -partnern. Ansonsten wäre das auch in dem Umfang weder leistbar, noch machbar.
Im Schnitt sind unsere Klassen ~ 20 Kinder/Klasse. In vielen Stunden sind wir mehrfach besetzt. Pro Klasse normalerweise 1 Inklusionskind + 1 Schulbegleitung. In Ausnahmen mal mehr/weniger.
Solche Rahmenbedingungen hat man an vielen Regelschulen einfach nicht.
Daher würde mich bei der MCS Bochum z. B. interessieren:
– Wieviele Inklusionskinder im Schnitt pro Klasse?
– Wieviele Schulbegleitungen?
– Welche Inklusionskinder (also welchen Bedarf und Art der Inklusion usw.)?
– Welche „Inklusionsziele“/“Abschlussziele“? Oder einfach nur „Anwesenheit/Beschulung“?
– Welche Inklusionsmaßnahmen inkludieren (wirklich)? [Also bspw. gibt es Blindenförderung mit Hilfsmittel? Barrierefreiheit? Generell: Welche Hilfmittel haben sie zur Verfügung usw.]
– Wie ist das (tatsächlich) in der Praxis? Also wenn man mal „Vögelchen“ spielt und den Alltag sieht [Projekttage und Musterbesuche spiegeln selten die Realität]
– Wie hoch sind die Fördergelder für Inklusionskinder [die sind „etwas“ mehr als 150 Euro normalerweise …]

Kevin
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dass es in vielen Privatschulen besser läuft, ist bekannt und nicht verwunderlich. Das ist immer so, wenn sich gezielt die anmelden (als Lehrer und als Schüler), die genau dieses Modell wollen und unterstützen wollen.
MCS Bochum ist außerdem eine bewusst christliche Schule. Das gibt noch mal mehr gemeinsame Grundlage und Engagement. Und sie wurde genau um dieses Konzept integrativen Lernens herum gegründet. Vor Jahren traf ich zwei Lehrerinnen von dort. Sie erzählten, dass der Staat alljährlich versuche, ihnen die zweite Lehrkraft pro Klasse wegzukürzen, die sie für ihr Konzept aber brauchen. Keine Ahnung, wie es inzwischen ist.

JoS
10 Tage zuvor
Antwortet  Kevin

„Vor Jahren traf ich zwei Lehrerinnen von dort. Sie erzählten, dass der Staat alljährlich versuche, ihnen die zweite Lehrkraft pro Klasse wegzukürzen, die sie für ihr Konzept aber brauchen.“

Die Verfügbarkeit einer zweiten Lehrkraft ist nach meiner Erfahrung eine grundlegende Gelingensbedingung für inklusiven Unterricht, zumindest bei den üblichen Klassengrößen. Und es lässt sich auch nicht wegdiskutieren, dass die für eine flächendeckende Doppelsteckung nötigen (Förder-)Lehrkräfte einfach nicht existieren.

Lera
9 Tage zuvor
Antwortet  JoS

Darf nicht sein!

Cuibono
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hört sich an wie das Jesuitenkolleg, das meine Kinder besuchen – nur eben für Förderschüler.
Selbstverständlich findet hier eine soziale Segregation statt, was – genau wie an unserer Schule – zu einem recht geordneten, sozialen Miteinander der gehobenen
bürgerlichen Mittelschicht führt.
Ach so, 150 EUR Schulgeld ist ebenfalls vergleichbar – aber da gibt es ja zusätzlich die engagierte Elternbeteiligung und selbstverständlich den Förderverein, dem man beitritt und der gut und gern großzügige Spenden an die Schule weitergibt.
Alles sehr vergleichbar- eventuell abgesehen von den Alumnis. Aber, wer weiß…

Alla
11 Tage zuvor

Nachdem SH vor Jahren die Förderschulen abgeschafft hat (außer GE) gibt es nun immer mehr private Förderschulen.
Also mal wieder: gute Förderung für die, die es bezahlen können.

Robert
10 Tage zuvor
Antwortet  Alla

Man kann die Menschen eben nicht dauerhaft mit falschen Behauptungen und illusionären Vorstellungen bzw. Forderungen berieseln, ohne dass sie merken, was Sache ist. Irgendwann stellt sich immer die Wahrheit heraus und fromme Sprüche ziehen nicht mehr.
Dass gute Förderung dann vom Geldbeutel der Eltern abhängt, stört mich „nur“ insofern, als ich sie allen Kindern wünsche und nicht nur einigen.
„Bildungsgerechtigkeit“ bedeutet für mich aber nicht, dass alle Schulkinder unter gleich schlechten Bedingungen lernen. Wem es besser gehen kann, dem gönne ich es, zumal gute Schulbildung nicht nur für jeden Einzelnen ein Gewinn ist, sondern für die Gesamtgesellschaft.

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Alla

Das freut den Finanzminister in SH.

DerechteNorden
10 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Jepp, unsere Finanzministerin Monika Heinold, die ich an sich sehr schätze, wird sich darüber aber wohl nicht beschweren.

Rainer Zufall
8 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Sie meinte garantiert das (absolut inklusive) generische Maskulinum

Lisa
11 Tage zuvor

Ich persönlich habe mit den Förderschülern, die von der Förderschule in meine Klassen an der Gesa kamen, gute Erfahrungen gemacht. Leistungsmäßig übertrafen sie manchmal die anderen Schüler sogar. Ich nehme an, das lag an der gewissenhaften Einübung von Arbeitsroutinen in kleinen Gruppen.
Ich kann daher eine Schulform, die so fähig ist, Schüler zu fördern, nicht per se verdammen.

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Lisa

Schade. Dabei wäre das doch moralisch die einzig legitime Haltung. Einfach nochmal am mindset arbeiten!

Schattenfamilie
10 Tage zuvor

Würden die maroden Schulen saniert werden, neue Schulen geschaffen werden um die s3 Linien einzuhalten und das starre Schulsystem- alle müssen das gleiche tun- abgeschaft werden, würde Inklusion gelingen!

Kostet aber Geld und würde Arbeit bedeuten!

Also tut man gar nichts und nimmt somit „allen Kindern “ Ihr Recht auf Bildung!

Passt du nicht rein. Nirgends. Dann hast du Pech gehabt!

# Rassismus ❗

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Schattenfamilie

# Check out the local Förderschule

# ach nee, ist ja geschlossen

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  Schattenfamilie

Warum „Rassismus“?
Wenn dann „Ableismus“ und/oder „Diskriminierumg“?

unverzagte
10 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Rassismus IST eine Art von Diskriminierung. Ihr ODER kann hier also nichts auseinander dividieren.

Bla
10 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Doch, weil es bei Rassismus eben um „Rasse“ geht. Das wäre dann der Fall, wenn bspw. ein schwarzes behindertes Inklusionskind wegen der Hautfarbe diskriminiert werden würde.
Wenn es wegen der Behinderung diskriminiert wird, wäre das hingegen Ableismus.
Wenn es wegen beides diskriminiert wird, dann wäre es eben beides.
Daher ist das und/oder sehr deutlich und richtig.
Diskriminiert kann man wegen vielen Sachen/Bedingungen werden. Bspw. auch wegen der Stimme oder wegen des Aussehens, wegen der Gangart oder wegen der Körpergröße. Je nach Art der Diskriminierung definiert sich der Fachtermini.
Rassismus ist da sehr eindeutig. Ableismus auch.
Daher gerne nochmal: Warum Rassismus?
Bezugnehmend ist natürlich der Ausgangsbeitrag. Dort geht es um Inklusion. Nicht insbesondere um Inklusion von „Menschen anderer Nationen/Kulturen“.
Wahrscheinlich haben Sie das einfach nicht verstanden? Kann passieren.

vhh
10 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Weil Rassismus ein allgemein verstandener Begriff für Diskrimierung ist und das hier ein Forum, kein wissenschaftlicher Artikel. „Diskriminierung!“ als letztes Wort würde keine Emotion transportieren, erfüllt also nicht den gleichen Zweck. Bei Ableismus müssen die meisten erst einmal nachsehen…
Das ist natürlich nur meine Interpretation, aber gern geschehen!

Bla
9 Tage zuvor
Antwortet  vhh

Hm, könnte so sein. Stimmt halt trotzdem nicht. Wäre dann in Richtung Populismus?
Es ist ein Bildungsmagazin. Hier darf ich schon davon ausgehen, dass Menschen fähig sind zu lesen und das Erklärte zu hinterfragen und ggf. dazuzulernen und/oder selbst nachzusehen. Ansonsten kann man gerne auch nachfragen. Dann käme die Antwort „Ableismus – Behindertenfeindlichkeit“ sehr schnell denke ich. Gerade zu einem Themenaspekt von Inklusion. Ein Austausch/Die Kommunikation ist eben Bestandteil eines Bildungsmagazins – daher gibt es Kommentare und die Kommentarfunktion. Deshalb habe ich auch nachgefragt, ob das so gemeint ist bzw. darauf hingewiesen, dass das nicht treffend ist.
Jede/-r der/die mit Fachtermini arbeitet wundert sich sonst, warum das jetzt etwas mit „Rasse/Kultur“ zu tun haben sollte – könnte sich zumindest wundern. Es schadet zudem auch nicht solche Begriffe mal nachzuschlagen. Dann kann man diese auch anwenden und ggf. wird das dann im Alltagsverständnis gebräuchlicher. Wäre doch eine wünschenswerte Sache?

vhh
9 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Nachvollziehbar! Bei den Fachtermini im Alltag wäre ich allerdings vorsichtig. Ich stoße schon bei mäßigem Pädagogenkauderwelsch oft auf sehr irritierte Blicke und ein Skript der letzten Förderkonferenz bräuchte vermutlich den Google-Übersetzer und ein Abkürzungsglossar…

Bla
8 Tage zuvor
Antwortet  vhh

Je nach Zielgruppe kann man sowas wie „Ableismis“ durchaus als „Behindertenfeindlichkeit“ benennen. Bei unserer Inklusionsbeauftragten bräuchte ich das nicht. Bei Konferenzen des Schulgremiums (mit Eltern) würde man das eben machen oder nur auf „Behindertenfeindlichkeit“ eben eingehen (Falls das ein Thema ist/wäre/sein sollte).
Wie immer … Adressatengerichtet und etwas mit Feingefühl. Soll ja jeder auch im Alltag abgeholt werden und profitieren bestenfalls.

Dejott
10 Tage zuvor

Inklusion so schlecht umsetzen, wie es nur eben geht und die Kollegien an die Grenzen bringen. Um dann zu sagen, Inklusion funktioniert nicht. Wir brauchen die Förderschulen.

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Dejott

Zählt das schon als Verschwörungstheorie? Ich denke schon.

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Mjaa, also über Jahrzehnte hinweg lässt eine politische Elite das Schulsystem bewusst an die Wand fahren, um die Förderschulen zu erhalten…

Keine Verschwörungstheorie.

Ok.

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„So lautet unsere Erzählung, die sich durchaus belegen lässt.“

Ist aber eine ganz andere Erzählung als die hier in Rede stehende, denn es wurde ja behauptet, dass die Schulen gezielt an die Eand gefahren wurden und werden, UM DIE INKLUSION ZU VERHINDERN.

Das ist schon… gewagt.

Nick
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich bin kein Verfechter der Gymnasien, vor allem wenn es um die Rolle rückwärts auf G9 geht. Aber, ein Schüler, der auf dieser Schulform unterrichtet werden soll (Elternwille), der sollte auch die kognitiven Fähigkeiten mitbringen, um dort bestehen zu können. Sehen Sie das anders? Wenn ja, wie sind Ihre Vorstellungen?

Kompetenzfan
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Warum nur schimmert hier immer eine Verschwörungstheorie durch, die Gymnasialeltern seien an Missständen schuld? Das müsste mal nachgewiesen statt behauptet werden. Die stellen bundesweit keineswegs die absolute Mehrheit der Wähler, allenfalls in manchen Stadtteilen. Dass sie sich irgendwie verabreden zu bösem Tun, kann einfach nicht wahr sein, alles folgt einer nicht steuerbaren Eigendynamik. Und die leiden doch auch unter den schwammigen Übergangsregeln, den zu großen Klassen, den ständigen Änderungen, den altersschwachen Gebäuden und natürlich auch unter der Heterogenität der Schüler und auch Lehrer. Die Zeiten, an denen alle Gymnasien nur fachlich souveräne Lehrer und lernwillige Schüler hatten, sind auch vorbei.

Kompetenzfan
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie werden aber schon zugeben müssen, dass die Einführung von G8 eben NICHT auf die Wünsche der „Gymnasialeltern“ zurückging, sondern auf die Wünsche derer, die Bildung als „Humankapital“ ansehen. Insofern zeigt das doch, dass unsere liebe Wirtschaft und auch die Bildungsökonomen null Rücksicht auf die „Gymnasialeltern“ nehmen. So wie man ursprünglich plante, dass 80 % der Studenten mit einem Bachelor die Uni verlassen sollten. Auch das entsprach nicht den Wünschen der „Ǵymnasialeltern“, sondern eher dem Wunsch der Finanzminister und der Arbeitgeberverbände.
Damit sind auch die Kosten für die Umstellungen den Verursachern anzulasten, und das sind eben NICHT die „Gymnasialeltern“.
Bei den „Migranteneltern“ wird vielleicht eine Rolle spielen, dass die erstens subjektiv andere Sorgen haben werden und dass die sich zweitens keineswegs einig sind. Schulbildung wird in den vielen Herkunftsländern sehr unterschiedlich gesehen, etwa was die Mädchen betrifft oder die Unabhängigkeit von religiösen Autoritäten. Aber dafür kann man nicht die deutsche Gesellschaft anklagen. Der Migrantenanteil bei Berliner Gymnasien ist erstaunlich hoch (über 50 % ist keine Seltenheit, es gab auch schon über 90 %). Also auch unter den Migranten gibt es „Gymnasialeltern“, und die sind nicht so zu tadeln wie die deutschen „Gymnasialeltern“?

Kompetenzfan
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Landeselternschaft als Organisation ist aber nicht identisch mit „den Gymnasialeltern“, lesen Sie bitte nochmal die ersten drei Kommentare in dem von Ihnen angegebenen Link. Die Landeselternschaft hat sich offenbar von irgendwelchen Lobbyisten täuschen lassen. Die offiziellen Gründe FÜR G8, (schneller in den Beruf) entsprechen nicht den typischen Wünschen der „Gymnasialeltern“. Wikipedia schreibt dazu unter „Abitur nach der zwölften Jahrgangsstufe“:
„Die Idee geht zurück auf ökonomische Überlegungen der OECD, der Bertelsmann-Stiftung und anderer Institutionen.“
Die Idee wurde dann eben von allerlei politischen Kräften unterstützt, auch von den Finanzministern der Länder, aber ich bleibe dabei: Sie ging nicht von den geschmähten „Gymnasialeltern“ aus. Und pädagogische Gründe wurden offenbar nie ins Feld geführt, nur ökonomische. Auch Dr. Google sagt nichts anderes. Wikipedia schreibt a.a.O. zusätzlich noch:
„Die Reform wurde bundesweit eingeführt, obwohl es zuvor keinerlei belastbare und generalisierbare empirische Befunde zum Abitur nach zwölf Jahren Schulzeit gab. Sie wird mittlerweile auch „als größter Holzweg [in] der Geschichte des deutschen Bildungswesens“ bezeichnet.“ Na prima.

Und auch Sie wissen, dass G8-Abiturienten nach dem Abitur oft und gerne ein Pausenjahr einlegten. Damit kamen sie eben NICHT früher in den Beruf.
Übrigens stehen die überlangen Arbeitstage der G8-Gymnasiasten in einem gewissen Widerspruch zu der sonst angestrebten „Work-Life-Balance“:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/generation-z-arbeitsmarkt-100.html
Das ist natürlich im Reformeifer niemandem aufgefallen.

Dejott
10 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Ich kann Ihnen sagen, wie ich die Inklusion einer lern- und sehbehinderten Schülerin hier in Sachsen in meiner Klasse erlebt habe.
Ein einziges Mal an einem Tag in 2 oder 3 Jahren kam jemand für die Schülerin, um sie sich anzuschauen. Das war’s. An sonstigen Hilfen Null. Mir würde dann gesagt, dass ich einen Förderplan schreiben soll.
Tja, die Schülerin hätte auch nach Chemnitz in die Förderschule gekonnt. Fahrtzeit…ich weiß nicht…2,5 Stunden täglich.
So sah hier Inklusion aus. Keine Hilfe, keine Räumlichkeiten, kein gar nichts.
Politisch sagt man dann: Inklusion funktioniert nicht. Wir brauchen Förderschulen. Ein rein ideologischer Gedanke-denn echte Inklusion hat man nie wirklich probiert-jenseits von „auch noch in die Klasse stopfen“. Und wenn es hart auf hart kommt, ist sogar die herabgesetzte Teilergrenze völlig wumpe. Das ist die Realität unter jahrzehntelanger CDU-Politik.

Rainer Zufall
8 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Inwiefern zählen Sie das als Verschwörungserzählung? Die Politik ist doch recht transparent, was Lehrkräftemangel und Gewichtunt der Inklusion betrifft. Oder fordert gerade jemand Teamteaching? (Jaja, Streberländer beiseite)

Kevin
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Welches Bundesland erscheint Ihnen in der Schulpolitik als vorbildlich / am besten?

Dejott
10 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Meine These wäre übrigens eine andere. Teure Förderschulen abschaffen. Kinder in die Regelschule stopfen. Ab und zu guckt mal jemand. Ansonsten: Schule mach mal.

Lera
10 Tage zuvor
Antwortet  Dejott

Das entspricht auch meinem Eindruck.

KaGe
10 Tage zuvor

Inklusion in einer Gesamtschule in NRW:

Um die 800SuS in der Sek1.

Offizieller Förderbedarf bei über 10%. Inoffiziell deutlich höher.

Sonderpädagogen: 2; 2 in Elternzeit, ob mit Rückkehr kann noch nicht gesagt werden.

Fazit: komplett unausgebildet muss jeder LuL die entsprechenden SuS fördern und fordern. Selbstständig Ziele für die nicht zielgleichen SuS entwickeln und umsetzen. Textzeugnisse werden von jedem Lehrer entsprechend seines Faches geschrieben. Austausch findet nur statt, wenn die LuL dazu motiviert sind.

3fach Differenzierung ist ja Standard an der Gesamtschule. Dann kommt die Differenzierung für lernen und geistige Entwicklung dazu. Dann die Differenzierung für die emotional/sozialen SuS. Ach ja, die Hilfen für LRS und Dyskalulie sind noch nicht eingerechnet. Geschweige denn für motorische und Seh-/Hörstörungen oder was es da noch gibt. Der Aufzug ist natürlich seit Jahren defekt….

Qualität der Inklusion? Ich mag darüber nicht urteilen. Der Zeit- und Kraftaufwand ist enorm.

mama51
10 Tage zuvor

Bei dieser Diskussion erschreckt mich immer wieder, dass überhaupt nicht bzgl. der Behinderungen differenziert wird… Es gibt nun leider auch Kinder mit Schwerstbehinderungen, mit Mehrfachbehinderungen, mit sehr schweren geistigen Behinderungen, Kinder, die gewickelt werden müssen, welche, bei denen Medikamente und Spritzen verabreicht werden müssen, die nicht sitzen, geschweige denn laufen können, vom Kopf ab gelähmte Kids, welche mit Krampfanfällen,…usw.!
Für diese Kinder gibt es Gott sei Dank besondere Schulen!!! – …die aber AUCH Förderschule heißen! Sollten DIE auch geschlossen werden?
Sollen diese Kinder ALLE in einer Regelschule „beschult“ werden?
Alles wird in der allgemeinen Diskussion über einen Kamm geschoren, wenn es heißt, dass die Fö-Schulen abgeschafft werden müssen.

Ich kann es nicht glauben!

Unfassbar
10 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wieso wurde das von den Politikern in Deutschland aber dann trotzdem so uminterpretiert?

Unfassbar
9 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Doch. Möglichst alle Inklusionskinder sollen die Regelschule besuchen. Zwar aus Kostengründen, aber die Tatsache bleibt trotzdem bestehen.

Rainer Zufall
9 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Sie sollten alle Entscheidungsträger*innen aus dieser Zeit ansprechen, die heute noch in diesem Amt zuständig sind

TrollyBolly
10 Tage zuvor

Die vielen unsachlichen Antworten zeigen, wie viele hier absolut keine Ahnung haben und völlig falsche Vorstellungen. Einfach mal machen und nicht nur jammern oder falsch fachsimpeln. Warum geht es denn dann in Italien? Macht mal eine Exkursion ins Pustertal!
Diversität ist ein Menschenrecht!

Egvina
10 Tage zuvor
Antwortet  TrollyBolly

In Italien ist bei Weitem auch nicht alles Gold, was glänzend auf dem Papier steht. Einfach mal googeln und lesen.

Alex
10 Tage zuvor
Antwortet  TrollyBolly

Wenn LK aus ihrer täglichen Praxis berichten, haben sie also keine Ahnung und jammern nur? Ist das jetzt die neue Formulierung für „faule Säcke“? Ich lade Sie herzlich ein, das in meiner Klasse „einfach mal zu machen“. Viel Spaß mit 2x LE, 1 davon an der Grenze zu GB, 2x ESE, 3x ADHS, einem Autisten und 3 Nicht-Muttersprachlern. Für all die anderen bitte Unterricht in dreifach Differenzierung, und das alles natürlich immer nur als Einzelkämpfer im Klassenraum, Teamstunden oder SoPä gibt es nämlich nicht. Mal sehen, wie lange Sie brauchen, bis Sie ebenso „jammern“ wie die vollkommen allein gelassenen Kollegen.

Indra Rupp
10 Tage zuvor
Antwortet  Alex

Das heißt, ein Drittel Ihrer Klasse hat eine Behinderung, obwohl der Anteil in der Gesellschaft nur 2 % beträgt, mit LE und ESE, meine ich, 7 %.
Wie kommt das? Weil andere Schulen sich heraushalten, zB? Oder weil es immer mehr Diagnosen gibt und die Gesellschaft immer kränker wird? In dem Fall sollte klar sein, dass es gar nicht gehen würde, alle unter“ traumhaften Bedingungen “ 1:14 bzw 1:7 in Förderschulen zu beschulen, weshalb das Argument dafür auch nicht mehr taugt.

DerechteNorden
9 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

ADHS und Autismus sowie keine Deutschkenntnisse gelten nicht als Behinderung. Zwei Kids mit LE und zwei mit ESE sind absolut im Mittel in den sog. I-Klassen. Und nur danach werden Förderschullehrkräfte zugewiesen. Dann haben Kinder in der Orientierungsstufe 30 Stunden Unterricht und in einem Sechstel der Stunden ist eine Förderschullehrkraft dabei.

potschemutschka
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ergänzung zu Ihrem letzten Satz: … aber nur, wenn die Schule genügend Förderlehrkräfte hat.

Palim
9 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die Zuweisung ist doch überall anders geregelt.

In NDS in der Grundschule wäre die Grundversorgung 2 Std pro Klasse pro Woche,
für die GE-Kinder bekäme die Schule bis zu 10 Stunden zusätzlich, nach Ablauf des Gutachtens und Zuweisung der Stunden für das kommende Schuljahr, sofern vor Frist gemeldet, sowie ausreichender Lehrkräfte-Versorgung.

Indra Rupp
10 Tage zuvor
Antwortet  Alex

Die 3 Nicht-Muttersprachler sind wiederum verhältnismäßig wenig, denn der Anteil an Migranten beträgt unter Kindern…. 30%?
Entsprechend müsste Ihre Schule eine priviligierte oder zumindest eine Dorf Schule sein, oder im Osten ganz weit in der Pampa, auf Sylt, Baltrum, Spiekeroog oder ganz oben in den Alpen,also kein Brennpunkt. Wieso dann 9 Kinder mit Behinderung?

DerechteNorden
10 Tage zuvor
Antwortet  TrollyBolly

Trolly, Sie meinen also, dass unsere Kolleg*innen in Italien einfach nur engagierter sind? Oder liegt es vielleicht doch eher an den dort von der Politik bereitgestellten Rahmenbedingungen?

Clipperstorch
9 Tage zuvor

Warum denkt man nicht einmal von der anderen Seite:
Die Regelschulen auflösen und alle Kinder in einer Förderschule lernen lassen.
Hat denn nicht jedes Kind ob mit oder ohne Behinderung Anspruch auf gezielte Förderung, Zugang zu Therapien, speziell gestaltete Räume, vielfältige Lernmaterialien etc? Wenn man Inklusion wirklich für alle wollte, müsste man das Angebot der Förderschulen zur Basis machen. Kostet natürlich mehr als einfach nur einen Stuhl dazu zu stellen und vom ohnehin überlastetem Lehrpersonal mehr Motivation zu fordern.

Bitte nehmt endlich einmal ordentlich Geld für die Bildung in die Hand und traut euch, Grundlegendes zu verändern, liebe Politiktreibende!

ginny92
9 Tage zuvor
Antwortet  Clipperstorch

Sehe ich genau so und davon würden alle profitieren.

Kompetenzfan
6 Tage zuvor
Antwortet  Clipperstorch

Haben Sie keine Sorge, das viele Geld könnte versickern, so wie offensichtlich in Berlin? Da wird Bürokratie aufgebaut, Parteifreunde bekommen Beförderungsposten, da werden Tagungen finanziert, Dozenten von Weiterbildungen bekommen was ab, digitale Geräte werden angeschafft und wenig benutzt, aber was kommt bei den Kindern an? Mehr qualifizierte Lehrer kann man einfach so für Geld kaum kaufen.