Mangelhafte Inklusion: Die Vereinten Nationen zeigen sich besorgt über die „Verbreitung von Sonderschulen“ in Deutschland

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GENF. Vor zwei Wochen hat Deutschland vor dem UN-Fachausschuss in Genf berichten müssen, wie die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt wird. Jetzt liegt das Ergebnis dieser Staatenprüfung vor. Einer der deutlichsten Kritikpunkte: Die Vereinten Nationen vermissen einen Plan zur Umsetzung der inklusiven Bildung in Deutschlands Schulen.

Gibt es Grenzen für die schulische Inklusion? Foto: Shutterstock
Die Inklusion ist in Deutschland praktisch zum Stillstand gekommen. Foto: Shutterstock

Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention, die der Bundestag 2009 ratifiziert hat, schreibt Deutschland unter anderem vor, „ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen“ zu entwickeln. Die Bundesregierung war nun aufgefordert, nach nunmehr 14 Jahren die Fortschritte dabei gegenüber den Vereinten Nationen darzustellen. Gleichzeitig wurde ein Gutachten des eigens damit beauftragten Instituts für Menschenrechte eingeholt. Das Ergebnis dieser Prüfung fällt vernichtend aus.

Die Bundesregierung wird in dem Prüfbericht dringend aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Bundesländer umfassende Aktionspläne vorlegen und umsetzen, um die Umwandlung der Sonderbeschulung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in eine inklusive Beschulung zu beschleunigen. Der Fachausschuss formuliert seine „Besorgnis“ über das Weiterbestehen und die weite Verbreitung von Förderschulen und Sonderklassen in vielen Bundesländern.

Im Wortlaut heißt es: „Der Ausschuss ist besorgt über die mangelnde vollständige Umsetzung inklusiver Bildung im gesamten Bildungssystem, die Verbreitung von Sonderschulen und -klassen sowie die verschiedenen Hindernisse, denen Kinder mit Behinderungen und ihre Familien bei der Einschreibung und dem Abschluss eines Studiums an Regelschulen gegenüberstehen.“ Als konkrete Misstände werden benannt:

  • Das Fehlen klarer Mechanismen zur Förderung inklusiver Bildung in den Ländern und auf kommunaler Ebene;
  • Die „Missverständnisse und die negative Wahrnehmung von inklusiver Bildung in einigen Führungsgremien“, die den Wunsch der Eltern, ihre Kinder in die Regelschule einzuschreiben, möglicherweise als Hinweis auf „Unfähigkeit, sich um ihr Kind zu kümmern“ werten;
  • Der Mangel an Zugänglichkeit und Unterbringung in öffentlichen Schulen und der Mangel an barrierefreien Transportmitteln, insbesondere in ländlichen Gebieten;
  • Unzureichende Schulung von Lehrern und nichtlehrenden Mitarbeitern im Hinblick auf das Recht auf inklusive Bildung sowie die Entwicklung spezifischer Fähigkeiten und Unterrichtsmethoden und berichteter Druck auf Eltern, Kinder mit Behinderungen in Sonderschulen einzuschreiben.

Aufgrund der Prüfungsergebnisse empfiehlt der Ausschuss „dem Vertragsstaat“, also Deutschland, einen „umfassenden Plan zur Beschleunigung des Übergangs von der Sonderschulbildung zur inklusiven Bildung auf Landes- und Kommunalebene mit konkreten Zeitrahmen, Zuweisung personeller, technischer und finanzieller Ressourcen sowie klaren Verantwortlichkeiten für die Umsetzung und Überwachung“ zu entwickeln. Darüber hinaus sollten „Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagnen“ durchgeführt werden, um inklusive Bildung auf Gemeindeebene und bei den zuständigen Behörden zu fördern.

Es sei sicherzustellen, „dass Kinder mit Behinderungen Regelschulen besuchen können, unter anderem durch die Verbesserung der Zugänglichkeit und der Unterbringungsmöglichkeiten für alle Arten von Behinderungen und die Bereitstellung geeigneter Transportmöglichkeiten, insbesondere in ländlichen Gebieten“.

„Bisher sehen wir weitgehendes Nichtstun unter dem Vorwand, dass es ein vorgebliches Elternwahlrecht gebe“

Die Vereinten Nationen erwarten von Deutschland darüber hinaus „eine kontinuierliche Fortbildung für Lehrkräfte und nichtlehrendes Personal in inklusiver Bildung auf allen Ebenen (…), einschließlich Schulungen in Gebärdensprache und anderen zugänglichen Informations- und Kommunikationsformaten“. Ein Überwachungssystem sei zu entwickeln, „um alle Formen direkter und indirekter Diskriminierung von Kindern mit Behinderungen und ihrer Familien zu beseitigen“.

Weiter heißt es: „Der Ausschuss ist besorgt über den Mangel an Daten über den Zugang von Flüchtlingskindern mit Behinderungen zu Bildung und Regelschulen.“ Empfohlen wird, dass „der Vertragsstaat“ ausreichende Ressourcen für die regelmäßige Erhebung von Daten bereitstellt – aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Art der Behinderung, über die Anzahl und den Anteil von Flüchtlingskindern mit Behinderungen, die Zugang zu Bildung haben, über Schülerinnen und Schüler, die in Regel- und Sonderschulen eingeschrieben sind, wie auch über Abbrecherquoten.

„Bisher sehen wir weitgehendes Nichtstun unter dem Vorwand, dass es ein vorgebliches Elternwahlrecht gebe“, sagt Eva-Maria Thoms, Vorsitzende des Elternvereins Mittendrin. „dabei müsste erst einmal ein flächendeckendes Angebot an inklusiven Schulen in akzeptabler Qualität geschaffen werden, bevor man von einer ‚Wahl‘ sprechen könnte.“

Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen fordert sie, das Schulministerium müsse nun endlich den auch im Koalitionsvertrag angekündigten Aktionsplan für die inklusive Bildung erarbeiten und die Führungsrolle für den Aufbau eines inklusiven Schulsystems in NRW übernehmen. Denn aktuell gehe die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen in die falsche Richtung. In vielen Kommunen werde sogar der Bau neuer zusätzlicher Förderschulen geplant. Thoms: „Dies sind eindeutige Verstöße gegen die UN-Behindertenrechtskonvention, die gerade angesichts der Ergebnisse der Staatenprüfung sofort gestoppt werden müssen.“ News4teachers

Hier geht es zum vollständigen Prüfungsbericht.  

„Inklusion stockt“: Nach UN-Prüfung erwarten Elterninitiativen Rüge für Deutschland

 

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Michael Felten
9 Tage zuvor

Die Inklusionsaktivistin Frau Thoms irrt: Weitergeführte oder neu eingerichtete Förderschulen sind keine Verstöße gegen die BRK, sondern EINE Möglichkeit, Kindern mit Beeinträchtigungen mit spezifischen Mitteln optimale Förderung zu ermöglichen. Die ANDERE Möglichkeit wären hochqualitativ ausgestattete inklusive Regelschulen – davon gibt es bislang allerdings leider nur wenige.

Marc
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie argumentieren so als wäre Ihre gewünschte Form der Inklusion alternativlos und alles andere total böse und unmenschlich. Damit moralisieren sie die Debatte und versuchen ihr Argumente vor allem mit nicht messbarer Moral Gewicht zu verleihen. Finde ich unseriös. Es gibt viele Menschen, die finden Förderschulen durchaus angemessen und eine gute Möglichkeit für optimale Bildung von beeinträchtigten Kindern. Und wenn eine Mehrheit in einer Demokratie das so sieht, kann man auch dieses System danach ausrichten. Auch Konventionen sind nicht in Stein gemeißelt und müssen nicht wie eine Ideologie blind gegen jede Vernunft durchgedrückt werden.

Marc
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und wer legt diese Rechte fest? Es gibt auch das Menschenrecht auf Arbeit und Auskommen, das wird ja ebenfalls bei uns bei Millionen Menschen missachtet. Was genau ein Menschenrecht ist und was nicht, kann demokratisch festgelegt werden. Wenn die UN beschließt dass es jetzt ein Menschenrecht ist dass jeder einen Ferrari fahren darf, dann ist man ein Menschenhasser wenn man das Recht in Frage stellt?

Förderschulen sind für mich und viele andere eben Teil einer guten Bildung für beeinträchtigte Menschen. Sie können im Einzelfall deutlich sinnvoller als Regelschulen sein. Sie unter dem Vorwand „Menschenrechte“ abschaffen zu wollen, zeigt eben diese moralisierende Debattenkultur neulinker Aktivisten, die statt Diskussionen zu führen, lieber den Gegenüber als Unmensch darstellen wollen, um so die Debattenhoheit zu erlangen.
Man kann daher sehr wohl diskutieren, ob das Ziel der Inklusion die Abschaffung von Förderschulen sein soll. Und falls die UN das gesetzlich festhält, kann man auch über die Gesetze und Konventionen diskutieren. Ganz einfach. Und das sachlich. Aber es scheint in Mode gekommen zu sein, dem Gegenüber direkt die schlimmsten Absichten zu unterstellen. Dabei habe ich bei keinem einzigen User hier das Gefühl, dass er behinderte Kinder benachteiligen, entwerten oder absichtlich schlecht bilden möchte.

AvL
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Der Vergleich mit der Judenverfolgung der Genozid an dieser Minderheit mit der von Aktivisten geforderten inklusiven Beschulung an Gymnasien, Gesamtschulen etc. zu vergleichen, das ist schon sehr krass und trägt nicht zur Versachlichung bei.

Sven A.
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Der Bundestag hat 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert und damit zum geltenden Recht in Deutschland gemacht.“

Dann wird es Zeit, dass endlich neu ratifiziert wird. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass mit dem Trend, wie neuerdings in den wichtigsten EU-Staaten gewählt wird, dies zukünftig auch möglich sein wird und sich so die schlimmsten Verfehlungen früherer Regierungen langfristig zurückdrehen lassen.

Dann wird die Zukunft von Kindern endlich nicht mehr auf dem Altar ideologischen Dogmatismuses geopfert.

Kari
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich bin ehemalige Schülerin einer Sonderschule und arbeite jetzt ebenfalls an einer solchen. Ich frage mich bei der Diskussion immer, wenn an Regelschulen eine komplette erste Klasse von Kindern ohne (!) Beeinträchtigung schon die Versetzung nicht schafft, wie sollen das dann inklusiv beschulte Förderschüler schaffen? Es gibt an Regelschulen schon genug Probleme ganz unabhängig von der Inklusion. Selbst an meiner Schule kommen immer mehr Förderbedarfe dazu, zusätzlich zu dem Förderbedarf, den wir eigentlich betreuen. Und bei uns arbeiten schon viele Sonderpädagogen und selbst die stoßen an ihre Grenzen, in einer Förderschule wohl gemerkt! Die Rechnung, wie toll die Inklusion doch ist, geht einfach nicht auf. Wenn die SuS „einfach“ sind, ist alles kein Problem, dann funktioniert Inklusion super, aber die „schwierigen“, die die Inklusion nicht packen, kommen alle zu uns. Was passiert wohl, wenn solche SuS in einer Klasse mit 30 anderen Kindern sitzen müssen? Bei uns reicht in einer Klasse von 8 Kindern schon ein einziger Schüler aus, um den kompletten Unterricht zum Erliegen zu bringen. Trotz Sonderpädagogen.

Angelika Mauel
8 Tage zuvor
Antwortet  Kari

Als ich zu einem anderen Artikel geschrieben habe, dass ich Förderschüler kenne, die im Handwerk ihre Ausbildungen erfreulich gut absolviert haben, wurde das nicht gerade von dieser Redaktion wertgeschätzt. Ohne eine Schulform über den grünen Klee loben zu wollen, möchte ich sagen, dass es mich tief beeindruckt hat, wie viele Förderschüler und Förderschülerinnen mir gesagt haben, wie viel besser sie ihre Förderschule finden. Mittlerweile weiß ich sogar von einem Mann, der sich mit seinen Lehrern erfolgreich angelegt hat, als er wieder auf die Regelschule zurück sollte, was er abgelehnt hat. – So wie Sie heute an einer Förderschule tätig sind. könnte er mittlerweie als Meister auch Auszubildende an einer Fachschule unterrichten.

Gern würde ich – und vermutlich auch ander – mehr von Ihrem Insiderwissen erfahren und natürlich auch lesen, was Ihrer Erfahrung nach alles heute besser gemacht werden kann.
Falls irgendwann genug Förderschüler zusammenkämen und eine Delegation zur Redaktion von news4teachers fahren würde, könnten diese vielleicht eine Überzeugungsarbeit leisten, an der hier einige schon gescheitert sind.

Manchmal scheint mein Internet leider zu schwächeln. Deshalb noch mal: Eine Petition zum Erhalt der Förderschulen würde ich unterzeichnen. Eine Petition zur alleinigen Inklusion an Regelschulen allerdings würde ich aus sehr vielen Gründen nicht unterschreiben.

Teacher Andi
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann sollten sich die Vereinten Nationen vielleicht mal bemüßigen, die Realität genauer zu betrachten.

Meli
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Art und Weise die Redaktion kommentiert erscheint aber schon sehr tendenziös und zum Teil unsachlich (siehe zum Beispiel die reductio ad Hitlerum weiter oben).
Ich selbst unterrichte an einer Gesamtschule in Hessen und bin Klassenlehrerin der Inklusionsklasse. Ja, wir haben eine Inklusionsklasse, weil es für die drei Schüler*innen mit Förderschwerpunkt Lernen im Jahrgang 5 bspw. für 5,5 Stunden (von 30) in der Woche eine zusätzliche BFZ-Kraft gab, die gezielt mit diesen drei Kindern im Regelunterricht gearbeitet hat. Da Englisch (mein Fach) für einen berufsorientierenden Abschluss, den die meisten Kinder mit diesem Förderschwerpunkt bei uns erlangen, nicht erforderlich ist, ist in dieser Zeit i. d. R. auch keine Unterstützung für die Lehrkraft vorgesehen. Da steht man dann also: 22 Kinder mit unterschiedlichsten Vorkenntnissen, 3 davon mit besonderem Förderbedarf (einer davon, der kaum lesen, geschweige denn schreiben kann). In meinem Fall zusätzlich noch 8 Kinder mit einer LRS. Wie soll man den individuellen Bedürfnissen all dieser Kinder auch nur annähernd gerecht werden, wenn man dabei fast komplett auf sich allein gestellt ist? Erfolgreiche Inklusion ist in Deutschland größtenteils abhängig vom individuellen Engagement der Lehrkräfte, bis hin zum Burnout.

Im Gegensatz dazu hat mein Neffe eine Förderschule für Hörgeschädigte besucht, erfolgreich seinen Realschulabschluss gemacht und wechselt just an ein spezielles Internat, um sein Abitur zu machen. Ich freue mich für ihn, dass ihm diese Möglichkeit geboten wird, da er mit seinem Cochlearimplantat in einer Regelklasse mit bis zu 30 (zum Teil noch mehr) Kindern seine Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen könnte.
Ohne Geld in die Hand zu nehmen, wird sich die Inklusion in Deutschland nicht bewerkstelligen lassen, auch wenn ein Wahlslogan gerade postuliert, die wichtigste Bank in Hessen sei die Schulbank.

Stark Johanna
7 Tage zuvor
Antwortet  Kari

Kinder lernen mit und voneinander! Wenn 8 Kinder die schwierig und oder bedürftig sind, dann fehlen ihnen die Vorbilder – Logo ist da kein Unterricht und lernen möglich! Der Sonderschullehrer ist auch nur ein Mensch! Und mal ganz ehrlich, wenn an der Schule mit acht Kindern kein Unterricht möglich ist, dann muss man doch ehrlich sagen, dass das nicht die Lösung ist! Und vor allem Qualität schlecht! Wenn der Teil in einer inklusiven Klasse stimmt, dann können die Kinder voneinander lernen und zudem gibt es noch zwei Pädagogen. Und, was ganz wichtig ist, die Kinder sind ein Teil voneinander und sie lernen und erleben voneinander! Darum muss es in einer Gesellschaft gehen! Nicht Ausgrenzung sondern miteinander.

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Stark Johanna

@Stark Johanna
An meinem ehemaligen Förderzentrum-Lernen waren im Durchschnitt 15 Schüler pro Klasse. Da auch diese Kinder unterschiedliche Stärken und Schwächen hatten, konnten sie sehr wohl auch voneinander lernen und hatten auch mal Erfolgserlebnisse. Unter den jetzigen Bedingungen der Inklusion (zumindest meine Erfahrung der letzten 12 Jahre an einer Grundschule) haben diese Kinder viel seltener Erfolgserlebnisse, sie sind in den Hauptfächern immer die, die Sonderaufgaben bekommen, weil sie die anderen Aufgaben nicht können. Das schlimmste in meinen Augen daran ist, dass sich nicht wenige von ihnen damit abfinden und sich auch kaum noch anstrengen (kann ich nicht, muss ich nicht), ist ja auch bequemer.
Der Vorteil der Inklusion, die Kinder haben soziale Kontakte zu „normalen “ Gleichaltrigen, die ihnen auch mal helfen. Allerdings habe ich von einigen „Ehemaligen“ und auch Eltern gehört, dass nach der Grundschule diese Kontakte in den Klassen oft abnehmen und diese Kinder dann zu Außenseitern werden (je größer die kognitive Beeinträchtigung, um so wahrscheinlicher). Ich denke, da spielt das Peer-Gruppen-Verhalten in der Pubertät eine große (oft negative) Rolle.
Bei em-soz Kindern ist das wieder etwas anderes, da sind 6 von ihnen in einer Förderklasse auch schon mehr als genug. Das hatte ich übrigens auch schon, 2 Jahre eine Klasse in allen Fächern (1. und 2. Schuljahr, normal intelligent). Da hatte ich aber fast durchgängig eine Zweitbesetzung (Erzieher oder Sozpäd). War anstrengend aber besser zu bewältigen, als 2 em-soz Kinder in einer Klasse von 25, davon noch eines mit Lernen oder GE, ohne Zweitbesetzung.
Also: für einigermaßen gute Inklusion – mindestens dauerhafte Doppelbesetzung!

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Stark Johanna

Noch eine Ergänzung zu „soziale Kontakte“ und peer-group:
Wenn ich durch meinen Brennpunktkiez laufe, fällt mir immer wieder auf, dass die verhaltensoriginellen Kinder aus verschiedenen Klassen meiner Grundschule bevorzugt zusammen unterwegs sind.

Isa Bel
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Schulen heißen nicht (mehr) Sonderschulen, sie heißen Förderschulen. Und sie leisten gute Arbeit, die so an (vielen – den meisten?) Regelschulen nicht geleistet wird.

Martina
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Welche „Teilhabe“ wird denn sowohl in den Regelschulen als auch im späteren Leben ermöglicht? Das ist doch nur ein hohles Schlagwort.

Adrian Geib
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Kinder ohne Behinderung haben auch ein Recht auf Teilhabe. Wenn Schüler mit Förderbedarf „am Rad drehen“ und kein Unterricht mehr möglich ist, wird die Teilhabe der anderen Kinder beeinträchtigt bzw. verhindert. Ist ihr Recht auf Teilhabe weniger Wert?

Adrian Geib
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Haben Sie einen solchen Systemsprenger schonmal im Unterricht erlebt? Wenn ja, dann wüssten Sie, dass eine Beschulung dieser Kinder in Regelschulen schlichtweg unmöglich ist. Das hat nichts mit Wollen zu tun. Wir reden hier nicht von Kindern im Rollstuhl oder von Kindern mit einer Hörbehinderung.

Stark Johanna
7 Tage zuvor
Antwortet  Adrian Geib

Systemsprenger haben meist keinen förderstatus und sprengen das Regelschulsystem!
Und sie sprengen den Unterricht egal an welcher Schule!

DerechteNorden
7 Tage zuvor
Antwortet  Stark Johanna

Warum die keinen Förderstatus haben, ist allerdings unklar, denn eine Behinderung liegt bei ihnen ja auch vor.

Walter
6 Tage zuvor
Antwortet  Adrian Geib

Sie urteilen über eine Persönlichkeitseigenschaft, aber wie sicher ist es denn, dass es nicht ein komplexes Problem der schulischen Sozialsysteme sein kann?

DerechteNorden
6 Tage zuvor
Antwortet  Walter

Wieso Persönlichkeitseigenschaft? Ich denke eher, es ist eine Art Störung, für die ein Kind nichts kann. Sehr oft ist es doch bei diesen Kids so, dass die durchaus merken, das etwas nicht stimmt, sie es aber eben nicht einfach durch „Sich-Zusammenreißen“ abstellen können, selbst wenn sie es wollten.
In der Regel haben diese Kids auch außerhalb der Schule ähnliche Probleme, sie werden nicht durch die Schule hervorgerufen.

Sven A.
6 Tage zuvor
Antwortet  Adrian Geib

Wo sollen die das denn erleben? Die sind doch weit weg von der Realität.

Martina
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nein, sie sollen nicht außen vor bleiben, sondern beschult werden – und zwar in extra kleinen Gruppen, in denen extra ausgebildete Lehrkräfte ihnen viel mehr Zuwendung, Aufmerksamkeit und individuelle Förderung zukommen lassen können als in Regelschulklassen.

klm
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und wenn andere Eltern eine „Zwangsbeglückung“ ihres Kindes durch angeordneten Regelschulbesuch nicht wünschen, was ist dann?

Alex
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber Förderschulen sind doch zusätzlich. Oder sehe ich das falsch? Als Regelschulen gelten sie zumindest nicht.

Alex
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Natürlich „hält es sie frei“. Grundschulen z.B. müssen jedes Kind aufnehmen, egal, wie katastrophal das dann am Ende wird. Unsere Kinder mit entsprechendem „Schein“ bekommen sogar vorrangig einen Platz an der weiterführenden Schule, noch bevor das Auswahlverfahren für die Regelschüler startet.

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
„Stuhl dazu“ – funktioniert nicht nur bei den Flüchtlingen.

Bla
7 Tage zuvor
Antwortet  Alex

Klar sind sie zusätzlich. Aber ohne diese wären Regelschulen nicht tragbar. Die Kinder einfach „überführen“ geht nicht.
Standard sollte sein: Regelschulklassen mit kleineren Klassen und genug Platz für theoretisch alle I-Kinder, welche dort beschult werden wollen und können.
Diejenigen, welche wirklich nicht an Regelschulen beschult werden können (ja, die gibt es) und diejenigen, welche es auch nicht wollen (besondere Förderung, Bedingungen, Bedingungen durch Örtlichkeit, gute Erfahrung, Wohlsein …) dafür sollten zusätzlich Sonderschulen bestehen.

So ähnlich verhält es sich im Übrigen auch mit Privatschulen. Nur andere Hebel und Wirkungen.

E.S.
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ach ja, kann sie das dann?
Küzlich waren Sie noch der Meinung, neben dem Regelschulbesuch auch noch ein Förderschulsystem zu unterhalten, sei viel zu teuer und unbezahlbar.

Alex
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann müssten halt entsprechend viele LK ausgebildet werden.

DerechteNorden
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Interessant ist aber, dass viele Förderschullehrkräfte lieber an der Förderschule arbeiten wollen, weil sie dort nämlich tatsächlich unterrichten könnten.

Teacher Andi
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hören Sie endlich auf, von „Sonderschulen“ zu sprechen. Das ist schon eine Art von vehementer Verdrängung der Tatsachen. Ich weiß, jetzt kommt wieder „Tatsache ist doch, dass die UN gemahnt hat, dass Deutschland die vereinbarten Menschenrechte nicht einhält“. So drehen wir uns um Kreis. Ich denke da an ganz andere Gepflogenheiten, auch hier in Deutschland, wo Menschenrechte nicht eingehalten werden und man sehr halbherzig dagegen vorgeht.

Teacher Andi
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber nicht unbedingt „absondernde“ Einrichtungen, was ja hier hervorgehoben wird. Außerdem ist es unprofessionell, hier eine direkte Übersetzung anzustreben. Gerade bei Schulbegriffen gibt es in den Sprachen kaum deckungsgleiche Begriffe, wobei „gymnasium“ noch der schlimmste faux pas ist, und „highschool“ keine „Hochschule“ ist. Und ihr Vorschlag mit „Blümchen“ und „Super“ ist ja sowas von daneben.

Teacher Andi
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich würde nicht von „aussondern“ sprechen, sondern von „individuell fördern“, was in einer Regelschule eben nicht gewährleistet werden kann. Die Wortwahl ist dabei nicht unwichtig.
Könnten wir uns vielleicht darauf einigen, dass es Behinderungen gibt, mit denen man an einer Regelschule zurecht kommen kann, aber auch solche, die eine spezielle Zuwendung benötigen, die in dieser Form an Regelschulen nicht machbar ist? Mich nervt einfach diese Pauschalisierung von Behinderung und der Mangel an konkreten Konzepten. Wie genau muss denn laut UN die inklusive Schule aussehen? Und mich nervt auch langsam diese Diskussion, in der immer wieder die Tatsachen verdrängt und ideale Zielvorgaben mit Gewalt als allgemeingültig vorgegeben werden. Das schließt jegliche Zusammenarbeit unter Berücksichtigung der Voraussetzungen aus.

Walter
6 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

In einigen Bundesländer sind es Sonderschulen, eine Tatsache.

Nana
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hier geht es nicht um „Zwangsbeglückung“.
Es geht darum, Kindern bzw. Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen die Förderung zukommen zu lassen, die sie benötigen, um ein zufriedenstellende s Leben zu führen.

Und daher muss meiner Ansicht nach in jedem Einzelfall entschieden werden, welche Unterstützung der/die Schüler/in braucht und das ganz unabhängig von der Institution.

Ich möchte in diesem Zusammenhang auch einmal die Begrifflichkeit „unterlassene Hilfeleistung“ anbringen.
Wenn ein/e Schüler/in mit besonderen Bedürfnissen nicht die Förderung bekommt, die er/sie benötigt, nur damit „auf dem Papier“ ein „Recht“ umgesetzt wird, und er bzw. sie in der Regelschule beschult wird, ist es unterlassene Hilfeleistung.

Ich kann einen Fisch nicht an Land holen, nur damit er mit allen allen anderen Lebewesen an selben Ort ist.
Er würde qualvoll ersticken!

Carla
6 Tage zuvor
Antwortet  Nana

Danke für Ihren treffsicheren Kommentar, Nana! Er spricht mir aus der Seele.

Lessi
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und was ist, wenn diese Eltern sich irren bzw. sich haben durch ideologische Schönfärbung der Inklusion beirren lassen? Glauben Sie ernsthaft, dass es diese multiprofessionellen Teams an Regelschulen gibt bzw. je geben wird, die wie mit Zauberhand Inklusion verwirklichen??? NEIN! Man steht als Lehrkraft ganz allein da, kämpft um jedes Kind und beutet sich bis zur Dienstunfähigkeit selbst aus! Unser Schulsystem fährt gerade eh schon mit Vollgas gegen die Wand. Gut, dann weiter so, und hoffentlich implodiert es recht schnell, damit wir schlauer werden und das Schulsystem neu starten können.

Liebe Redaktion, ich erwarte von Ihnen keine Zustimmung, Bestätigung oder sonst etwas, denn ich stehe mitten drin in dieser Problematik. Also, wer will mir mein eigenes Erleben (einschl. Erkenntnisse) in der Schule widersprechen?

Sarah
7 Tage zuvor
Antwortet  Martina

Und was wen die das gar nicht wollen sondern dahin wo alle sind? Fragen Sie doch mal Menschen mit Behinderung. Ich tue es täglich und sie wollen an die Regelschulen – nicht alle aber viele!

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Sarah

@Sarah
Sie sagen es ja selbst: „Nicht alle!“

Lessi
5 Tage zuvor
Antwortet  Martina

Ganz genau.

Angelika Mauel
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja. Manchmal muss das leider sein. Möchten Sie, dass ihr Kind von einem Stuhl getroffen wird, der von einem wütenden Kind durch die Gegend geworfen wird? Allen voran die Heimerzieher wissen, wie viel unbändige Kraft ein sehr wütendes Kind entfalten kann. Zumindest die Aufsichtspflicht muss gewährleistet werden können.

Solange es nicht mehr Personal für besonders aggressive oder anderweitig verhaltensauffällige Schüler gibt, können Regelschulen diesen Kindern notgedrungen und trotz aller Bemühungen nicht gerecht werden.

I-Helfer
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Es ist so, als würde man gegen eine Wand reden.

Na ja, einige müssen erst mal auf die Nase fallen.

Jetzt mal unabhängig davon, ob die „auffälligen“ Kinder eine Diagnose erhalten haben oder nicht. Im Ergebnis geht halt die Leistung runter, weil zu laut in der Klassen, verstehen sie? ZU LAUT. Da kann man sich nicht konzentrieren. Selbst mit Gehörschutz nicht, ich probiere den ständig aus, besonders freitags.

Sie können so tun als bestehe das Problem nicht und so weiter machen und sich dann wundern, warum die Ergebnisse immer schlechter werden.

Genau so wird es kommen.

Angelika Mauel
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Früher haben die Jungs nach dem Ende der Grundschule auf dem Heimweg Mülltonnen umgeworfen, ohne dass man sie für dem Land für behandlungsbedürftig gehalten hätte. Die Erwachsenen führten das unerwünschte Verhalten auf das lange Stillsitzen zurück. Heute haben wir Ganztagsschulen und viel mehr Animationen für alle Kinder. Die Lebensbedingungen sind doch sehr verschieden, so dass ich nicht sagen, kann, ob Kinder heute generell verhaltensauffälliger sind. Für behinderte Kinder würde ich das mehrheitlich sowohl für früher als auch für heute bejahen. Kinder die im Rollstuhl sitzen, blind oder schwerhörig sind, fallen jedoch kaum im Unterricht und durch die Konzentration der anderen Kinder störendes oder autoaggressives Verhalten auf.

Finden Sie das nicht behinderte Kinder mehrheitlich verhaltensauffälliger sind als behinderte? Und wenn ja, woran ist Ihnen das aufgefallen?
Führen Sie es auf eine medikamentöse Behandlung der behinderten Kinder zurück oder auf eine besonder gelungene Inklusion an Regelschulen?

Matthias
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Vielleicht nehmen Verhaltensauffälligkeiten zu, weil einige junge Menschen die „Zwangsbeglückung“ in einem Gebäude nicht wünschen, aber nicht artikulieren können? Und lieber ihre Bildung freier ohne Stillsitzen erfahren wollen. Oder zu einem anderen Zeitpunkt, weil sie die Themen in Schule gerade oder noch nicht interessieren. Ein Schulsystem, das alle junge Menschen gleichsetzen will und nach fast 100 Jahren mehr funktionelle Analphabeten [Jeder siebte Erwachsene in Deutschland ist funktionaler Analphabet. 7,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren], als es vor dem Zwangsschulbesuch war, ist entweder
1.
Dringend in der Form zu überdenken
Oder
2.
Ist so gewollt. Da zu viele finanzielle Interessen dran hängen, aber nicht die jungen Menschen.
250 Milliarden Euro soll Schule mit allem drum und dran im Jahr kosten.
Durch 14 mill. Schüler das sind 17.800€/Schüler.
Mal 2 Kinder sind 35.600€.
Damit kann eine Familie viel Bildung ihren Kindern bieten. Und das individuell, altersgerecht, bedürfnisorientiert. Und die Familien die das nicht leisten können bekommen Unterstützung oder wie in England, diese Kinder haben eine Schulpflicht.

Schlaue Idee- wird aber ignoriert
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Erwischt! Inklusive Schule schaut nicht ausschließlich auf Menschen mit Behinderungen oder/und Einschränkungen. Lesen Sie mal nach bei Kersten Reich.

Teacher Andi
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hatten sie schon mal mit Schülern in einer Klasse zu tun, die an schizophrenen Phasen leiden, autistische Züge haben, Asperger Syndrom? Es reicht ein einzelner, um den Unterricht zu sprengen, da sehr viel Aggressionspotenzial vorhanden ist, ganz zu schweigen von der gewaltigen Mehrarbeit, die auf den Lehrer abgewälzt werden. LRS, ADHS, Hörschädigungen muten dagegen als kleinere Probleme an, obwohl auch mit zusätzlicher Arbeit verbunden. Warum macht man sich nicht ehrlich und gibt zu, dass die Abschaffung der Förderschulen mit dem beliebten Argument „Aussonderung“ ein Sparmodell ist, das den pädagogischen Anforderungen nicht gerecht wird (wie so vieles, was am grünen Tisch beschlossen wird). Das hehre Ziel, alle Kinder zusammen zu beschulen, ist in mancher Hinsicht sicher ein guter Gedanke, aber der Komplexität dieser Aufgabe wird dabei überhaupt nicht Rechnung getragen. Wie so oft.

Teacher Andi
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hier geht es um Unterricht, nicht um Gewalttaten sondern aggressives/unangepasstes Verhalten, verdrehen Sie nicht immer die Tatsachen. Man muss schon Erfahrung haben, um da mitreden zu können.

Fräulein Rottenmeier
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Antwort auf Adrian Gelbs Frage ist also „Ja“?

Wir sollten aufhören, Rechte gegeneinander aufzuwiegen. Alle Kinder haben das Recht auf bestmögliche Beschulung und Bildung. Das Schulsystem, wie es gerade jetzt ist, verhindert das aber.
Da kann man sich aber nicht wie ein trotziges Kleinkind auf den Boden werfen und brüllen „es muss aber“.
Es geht auch nicht um Wünsche der Eltern, sondern um die geeignetste Beschulung für das Kind. Wenn ein Kind nicht in einer großen Klasse klarkommt, es eine kleine Lerngruppe benötigt, um seine Potenziale zu entfalten, dann ist die hiesige Regelschule die falsche Schule.

Wir können nicht mal alle Kinder aufnehmen, die sich bei uns jedes Jahr anmelden, da wir begrenzte Kapazitäten haben. Da klafft Wunsch und Wirklichkeit nun auch auseinander. Da können Eltern noch so sehr die Karte der freien Schulwahl ziehen.

Sarah
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja genau das heißt es!

Lessi
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe (sonst geschätzte) Redaktion, Ihre Antwort darauf empfinde ich als ,,Schwarz- Weiß- Malen“! Es gibt auch Grautöne!

Sarah
7 Tage zuvor
Antwortet  Adrian Geib

Ich verstehe den Sprung nicht. Wir reden hier allgemein von Kindern mit Behinderung und Sie setzen alle gleich mit “am
Rad drehen? Bitte?!

TaMu
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Teilhabe an was? Am allgemeinen Chaos, inhomogenen, großen Klassen und zu wenigen Lehrkräften? Teilhabe an unruhigem Unterricht und an der Verpflichtung, irgendwie trotzdem gute Noten zu bekommen? Teilhabe an Geschubse im Treppenhaus und ständig fehlenden, wechselnden Bezugspersonen?

mama51
7 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Geeeenau! Teilhabe an geordnetem Unterricht hat in vielen Fällen leider gar keiner…
Denn die Beeinträchtigungen aus dem Schwerpunkt ESE behindern sehr häufig den Regelunterricht und die hochgelobte Teilhabe für ALLE!!!

Simone
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Absolut! Aber ein Menschenrecht ist keine Pflicht! D.h. die Sonderschulen gegen den Willen vieler Eltern abzuschaffen, verstößt gegen die Wahlfreiheit. Viele Eltern beeinträchtigter Kinder ziehen die Förderschule vor, weil sie genau wissen, dass die Kinder aufgrund zu großer Klassen und fehlender Sonderpädagogen in der Regelschule nur aufbewahrt, aber nicht gefördert werden können. Und als Politik und Gesellschaft muss man angesichts des Lehrermangels doch einfach auch ehrlich sein und sagen, was machbar ist und was nicht. Die Lösung kann doch nicht ernsthaft sein, die Kinder ohne große Förderung alle zurück in Regelschulen zu setzen. Man sieht an den Bildungsergebnissen der letzen Jahre deutlich, was mit der GESAMTGESELLSCHAFT passiert, wenn die Klassen immer heterogener werden und dem mit keinerlei Unterstützungsmaßnahmen begegnet wird. Dann können wir uns in 20 Jahren in unserer Bananenrepublik alle auf die Schulter klopfen, dass wir ja alle so schön inkludiert haben, egal was es die Mehrheitsgesellschaft gekostet hat…Der Ausspruch „Das Recht des einen endet dort, wo das Recht des anderen beginnt“ gilt auch in der Schule! Wo ist die Grenzen, was man Lehrern und Mitschülern im Bereich der Inklusion zumuten darf? Die Frage ist – so denke ich – nicht ganz einfach zu beantworten! Denn die Praxis ist meist weitaus komplexer als die Theorie!

Walter
6 Tage zuvor
Antwortet  Isa Bel

In Berlin, Hamburg und Niedersachsen nennt es die jeweilige Landesregierung aber Sonderschule. Bremen nennt diese Schulform in Klammern

Michael Felten
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sorry, werte Redaktion: Der Begriff ‚Sonderschule‘ ist seit längerem in Deutschland nicht mehr üblich.

Die hiesigen Förderschulen sind derjenige Teil des allgemeinbildenden Schulsystems, der gesellschaftliche Teilhabe durch spezifische Unterstützung herbeiführen soll. Sie arbeiten nicht exkludierend, sondern (phasenweise) separierend – orientiert am individuellen Kindeswohl, nicht allgemeinen Gerechtigkeitserwägungen.

Die BRK spricht denn auch vom RECHT auf, nicht aber von der PFLICHT zur inklusiven Beschulung. Das Angebot hochqualitativ ausgestatteter inklusiver Regelschulen wäre also durchaus auszubauen.

Der im Link zitierte Völkerrechtler Classen sagt indes selbst: „Die UN-Behindertenrechtskonvention, dies belegt schon ihr Entstehungskontext, fordert eine möglichst weitreichende, jedoch keine 100-prozentige Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen.“

Weithin unbekannt sind diese Passagen der UN-BRK:
Artikel 5, Abs. 4: „Besondere Maßnahmen, die zur Beschleunigung oder Herbeiführung der tatsächlichen Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen erforderlich sind, gelten nicht als Diskriminierung im Sinne dieses Übereinkommens.“
Artikel 7, Abs. 2: „Bei allen Maßnahmen, die Kinder mit Behinderungen betreffen, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist.“

Heißt: Es kommt weder auf die Begriffe noch auf die Strukturen an, sondern auf die Qualität der schulischen Förderung.

Heißt konkret: Situativ KANN eine Förderschule der bessere Förderort sein.

Im übrigen gelten nach wie vor die Art. 5 und 18 der UN-Kinderrechtskonvention, die den Eltern die primären Rechte und Verantwortung bzgl. Erziehung und Entwicklung ihrer Kinder zusprechen. Und nicht supranationalen Institutionen.

Ragnar Danneskjoeld
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ach, meine Landesregierung stünde in so vielem in der Pflicht. Arbeitszeiterfassung, Gesundheitsschutz, Abstandsgebot bei der Alimentierung, etc.
Ansonsten gilt: zwei Juristen, drei Meinungen.

PaPo
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Auf die Schnelle:
Hr. Felten hat Recht, dass weiterführende u./o. neue Förderschulen kein Verstoß gg. die UN-BRK darstellen. Zuletzt hat auch die BRD diese Position (korrekterweise) vertreten (s. https://www.news4teachers.de/2023/08/staatenpruefung-zur-inklusion-deutschland-droht-blossstellung-vor-den-vereinten-nationen-weil-es-an-sonderschulen-festhaelt/#comment-539298). Hier hilft auch nicht die Behauptung, kein Völkerrechtler sehe Sonderschulen als nicht „aussondernd und nicht integrativ“ (d.h. es hilft kein Autoritätsargument) – was in der Form auch niemand behauptet -, sondern ist eine Rechtsexegese der UN-BRK notwendig. Wir drehen uns diesbzgl. aber in diesen Diskussionen (auch mit Ihnen) immer im Kreis, deshalb (statt eines ceterum censeo-Vollzitats… und weil ich gleich in die Schule muss):

Auch der hier zitierte Fachausschuss kann die Konvention nicht willkürlich auslegen. Scheint er aber u.U. auch nicht zu tun; Sie schreiben: „Der Fachausschuss formuliert seine ‚Besorgnis‘ über das Weiterbestehen und die weite Verbreitung von Förderschulen und Sonderklassen in vielen Bundesländern.“ Und Sie zitieren: Der Ausschuss ist besorgt über die mangelnde vollständige Umsetzung inklusiver Bildung im gesamten Bildungssystem, die Verbreitung von Sonderschulen und -klassen sowie die verschiedenen Hindernisse, denen Kinder mit Behinderungen und ihre Familien bei der Einschreibung und dem Abschluss eines Studiums an Regelschulen gegenüberstehen.“
Das bedeutet mitnichten, dass auch der Ausschuss für eine Abschaffung der Sonderschulen sein muss, geschweige denn, dass die UN-BRK eine solche Abschaffung in-/direkt fordere. Ebenso könnte ein Agens dahinterstehen, wie ich es in den Links skizziert habe (d.h. dass kritisiert wird, dass das Sonderschulsystem als Alibi missbraucht wird, die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen an Regelschulen zu verschleppen)… das wollen wir i.S.d. Fachausschusses auch einmal annehmen.

Teacher Andi
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wer behauptet denn, dass Deutschland die Werte nicht teilt? Hier wird gerade so getan, als ob hier nichts für die Behinderten getan wird. Das ist schon eine krasse Haltung.

DerechteNorden
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das kann aber nun einmal nicht für alle Menschen umgesetzt werden.
Wie soll z.B. ein schwer geistig behinderter Mensch vollständig teilhaben können? Man kann ihm das Recht einräumen, so oft und viel man will, es ändert nichts daran, dass er es nicht wahrnehmen kann.
Es ist doch hier echte Wortklauberei, was Sie da betreiben.

Carla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber Sie finden die Beschlüsse gut und zeigen so gut wie kein Verständnis für Kritik an ihnen. Sie klammern sich an schöne Theorie und übernehmen sowohl negative wie positive Modebegriffe, wenn sie denn einer Inklusion dienen, die an „des Kaisers neue Kleider“ erinnert.

Ich fürchte, so wird man nie einig werden in der Sicht auf eine Inklusion durch einfachste Lösung, den Regelschulbesuch. Wer im Schulalltag täglich erlebt, dass der Kaiser nackt ist, kann ihn unmöglich in herbeigeredeten schönen Kleidern sehen, auch wenn die Schneider „UN“ heißen oder „Bundestag“.

O. Birkenstock
7 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die Definition einer „Behinderung“ ist nicht immer gleich 100%, also vollständig eingeschränkt ohne Wahrnehmung teilhaben zu dürfen,.
Es geht um Inklusion auf die strukturelle Ebene und den Aufbau von gesellschaftlichen Institutionen abgestellt, die allen Individuen offenstehen sollen. Der Teilhabebegriff dagegen zielt auf den einzelnen Menschen und seine (sozialen, schulischen, beruflichen, kulturellen) Möglichkeiten der Lebensführung ab. So wie auch Teilhabe und Mobilität im Alter.

DerechteNorden
7 Tage zuvor
Antwortet  O. Birkenstock

Im Klartext: „vollständig“ kann also unterschiedliche Bedeutungen haben.
Sorry, das ist dann aber sehr irreführend, wenn man nicht weiß, wovon man ausgehen soll.
Wenn jemand schwer geistig behindert ist, dann bedeutet „vollständig“ also was genau?
Und wie übertrage ich das jetzt genau auf meinen Unterricht?

Walter
7 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Schwarz-Weiß-Denken hilft kaum weiter.

DerechteNorden
6 Tage zuvor
Antwortet  Walter

Verstehe ich nicht. Wer denkt schwarz-weiß? Ich nicht. Ich möchte nur wissen, wie ich „vollständig“ verstehen soll. Aber für einige scheint in dieser Sache kritisches Nachfragen per se „schwarz“ zu sein.

Mo3
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Deshalb heißen sie ja jetzt auch Förderschulen, da sie den dort beschulten Kindern die beste Förderung für ein möglichst selbstbestimmtes Leben geben sollen. Auch wenn sie immer darauf pochen, dass das ja nur eine Umbenennung ist, ist ein solches Vorgehen in anderen Bereichen üblich und akzeptiert und hebt zudem die Leistung, die die Pädagogen in diesen Schulen erbringen hervor. Solange diese Förderung nur mit großen Abstrichen an Regelschulen möglich ist, haben Förderschulen auf jeden Fall ihre Berechtigung, auch wenn ich denke, dass sie räumlich an Regelschulen angebunden werden sollten, um möglichst viel Kooperation und Durchlässigkeit möglich zu machen. Dass heißt aber auch, dass es Schwerpunktschulen gibt und andere, wo die Inklusion halt eher nebenher häuft, weil solch eine Umfangreiche Ausstattung nicht in jeder Schule machbar ist, vielleicht aber auch nicht von jedem I-Kind benötigt wird.

AvL
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ihre Haltung, sehr geehrte Redaktion, steht im krassen Gegensatz zu der Forderung Maria Montessori zur Errichtung von speziellen Förderschulen für Geistig beeinträchtigte Kinder. Sie sah in geistig beeinträchtigten Menschen nicht ein medizinisches Problem, sondern ein pädagogisches Problem, das mit speziellen Förderschulen angegangen werden sollte.
Ich kann nicht verstehen, warum Sie sich so einseitig auf die Seite dieser Aktivistinnen schlagen.

O. Birkenstock
7 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Warum kann sich das Erziehungskonzept der Montessori-Schulen dann auf die Grundsätze der Sonderpädagogik Maria Montessori zurückführen lassen? Montessori erkannte, dass Kinder mit einer Beeinträchtigung sowohl in physischer als auch in kognitiver Hinsicht zu deutlichen Fortschritten in ihrer Entwicklung fähig sind. Gerade Montessori hat durch das Anerkennen und der Würdigung derauch behinderten Kinder explizit der Absonderung entgegengewirkt.

Teacher Andi
7 Tage zuvor
Antwortet  O. Birkenstock

Montessori Schulen haben dafür auch geeignetere Voraussetzungen im Vergleich zu staatlichen Regelschulen.

Hysterican / Andre Hog
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie reißen bestimmt auch zuerst ihr Haus ab, bevor Sie sich ein neues bauen … die Tatsache, dass Sie dann monate- oder sogar jahrelang kein Dach überm Kopf haben beschleunigt ja dann auch noch Ihren Willen und die Anstrengung, mit dem Neubau voranzukommen. Genialer Plan!!

Bevor ich alte, bewährte Strukturen aufgebe, muss ich die neuen, gewünschten errichtet haben.

Das ist wie bei der Verkehrswende:
Man ver- oder behindert Individualverkehr in den Innenstätten, um diese autofreier zu machen und den Druck zur Nutzung des ÖPNV zu erhöhen ohne vorher den ÖPNV entsprechend und wundert sich, dass die Menschen weiter den Privat-PKW nutzen anstatt ausreichend vorher auszubauen, damit die Leute bereit und in der Lage sind, die Wege in die Innenstädte in den Öffis zurückzulegen.

Wenn ich will, dass Inklusion an den Regelschulen stattfindet, die Eltern von zu inkludierenden Kindern die Regelschule als Schulform anwählen und die Umsetzung der Inklusion an den Regelschulen gelingt, dann muss ich vorher diesen Bereich großzügig, funktional, angemessen, zielorientiert ausbauen.

Nehme ich die Förderschulen einfach weg, sodass die Eltern quasi gezwungen werden, ohne Wahlfreiheit ihre beeinträchtigten Kinder an Regelschulen ohne die nötigen Ressourcen unterzubringen, dann verschlechtere ich die schulische Situation der Inklusionskinder vielfach einfach nur.

Das ist und bleibt die berechtigte Einwendung vieler Kritiker an der Haltung der Red. hinsichtlich der immer wieder stumpf vorgetragenen Festschreibung an der Menschenrechtskonvention.

Gerne in allen anderen kritischen Kommentaren zum Thema bei N4T nachlesen … herzliche Grüße

Mo3
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Vor einigen Jahren, wurden bei uns einige Förderschulen geschlossen. Wenn sich die Zahl der Schüler an Förderschulen nicht verringert hat, dann platzen die verbleibenden aus allen Nähten und außerdem ist eine wohnortnahe Beschulung oft nicht mehr möglich. Das mag der Grund sein, dass dem Bedarf entsprechend neue Förderschulen gebaut werden.

Mary-Ellen
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Danke,@Redaktion, ich denke, das mit dem „Boten der schlechten Nachricht“ ist bei der Diskussion hier der springende Punkt.
Viele Foristen diskutieren an den von der Redaktion genannten Fakten vorbei.
Selbstverständlich sind die aktuellen Bedingungen in diesem Land für eine inklusive Beschulung in der Tat unterirdisch, nicht immer vorteilhaft für in verschiedenen Bereichen eingeschränkte SuS sowie auch für die meisten Lehrkräfte so kaum zu stemmen. Und genau darum geht es doch: Die Politik hat die unterschriebenen Vereinbarungen (UN- Behindertenrechtskonvention) mehr als mangelhaft umgesetzt und steht aus diesem Grund am Pranger.
Ich hoffe, ich habe mich hier nicht missverständlich ausgedrückt.

Bla
8 Tage zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Ja, damit gehen die Forderungen doch an die Politik. Wenn diese dort handeln (würden) und man trotzdem sagt: „nene, sogar mit Ressourcen wollen wir diese Kinder nicht beschulen“, dann wären „wir“ erst im Spiel eigentlich.

Wir wollen normalerweise ja mitspielen. Aber einen Ball oder sonst was hätten wir dann doch gerne.
Ansonsten können wir halt nur „mit Phantasie“ miteinander gemeinsam spielen. Viel Sinn macht das aber nicht unbedingt. Chaos ist da pur.

Daher aus persönlicher (LuL) Sicht: Inklusion definitiv ja. ABER nur im Bereich des Machbaren mit Ressourcen.
Alles andere scheitert schlichtweg.
Die Politik muss handeln, sonst kann ich nicht (effektiv) mitspielen. Ist halt mal irgendwo auch Realität – ganz unabhängig von Gesetzen, welche „von oben“ einfach gebrochen bzw. nicht eingehalten werden. Das ist nicht „meine Liga“…. kann man jetzt natürlich sagen: „Du machst es dir aber einfach mit der Sicht.“ Ja und nein. Man muss nicht die Welt retten in allen Bereichen ohne dafür auch nur ansatzweise Ausgleich und Ressourcen zur Verfügung zu haben. Ich spiele gerne in meiner Liga und inkludiere an meiner Schule, soweit im Rahmen möglich. Alles Weitere liegt weder in meiner Verantwortung, noch kann ich das leisten.

Mary-Ellen
7 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Unter den gegebenen Bedingungen ist es auch gar nicht leistbar, das unterschreibe ich sofort!!!
Es geht in dem Artikel nach meinem Verständnis darum, dass unser Land ein „Versprechen“ unterschrieben hat, das es nicht eingehalten hat, es sich somit quasi als Mogelpackung herausstellt. Es hat sich ein Etikett verschafft, dessen Berechtigung fragwürdig ist.

Kleines Beispiel: Mein Wohnort hat einen vielbesuchten Platz in der Innenstadt nach seiner gerade fertiggestellten Umgestaltung stolz als barrierefrei vorgestellt.
Mein Sohn, der als Redakteur bei der Lokalpresse arbeitet, monierte in seinem Artikel eben dieses „Barrierefrei-Etikett“, da nach seinen Recherchen die Rampe für Rollis in einer Kurve nicht absturzgesichert war und die dort ebenfalls neu gebaute Kleinkunstbühne für behinderte Künstler überhaupt keinen barrierefreien Zugang besaß.
Die Stadt versuchte, sich damit herauszureden, dass es ja wohl sehr selten vorkäme, dass ein körperlich eingeschränkter Kunstschaffender diese Bühne bräuchte – zur Not könne man ihn ja heraufheben.
(Interessant in diesem Zusammenhang, dass die Stadt Gelder vom Land für einen „barrierefreien Platz“ erhielt, der jedoch nicht barrierefrei ist…)

Mary-Ellen
7 Tage zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Ergänzung: Besonders pikant: Das Büro des Behindertenbeirats der Stadt und des Landkreises befindet sich an eben diesem Platz. Die Stadt hätte bei der Planung einer Umgestaltung durchaus dort mal auf den Klingelknopf drücken und sich fachgerechte Anregungen holen können, hat sie aber nicht.
Ich sehe da durchaus Parallelen zu der hier diskutierten Thematik…

Bla
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Mal eine „doofe“ Frage – weil ich das wirklich nicht weiß und mich brennend interessiert:
Die US-Behindertenrechtskonvention wurde doch von 182 Staaten unterzeichnet. Wieviele von diesen Staaten führen denn genau diese Umsetzung auch vollends aus? Gibt es dazu Zahlen? Haben Sie da etwas?
Wie arbeiten denn diese Staaten alle? Mir sind so einige Systeme generell bekannt und auch teils nur in Teilbereichen (Frankreich, Schweden usw.). Die „Vorreiter“ im Sinne der Inklusion wie bspw. Finnland und Schweden haben auch ganz andere Ressourcen und Bildungsausgaben pro SuS. Wie machen die anderen Staaten das? Ist es dort dann auch „erfolgreich“? Oder eben nur „Kind sitzt rum“? Das kann dann auch nicht der Sinn und das Ziel sein.

Bla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ist mir klar, allerdings hätte ich gehofft, dass sowas vielleicht bereits vorhanden ist. Gerne auch als Doktorarbeit.

Ja, eine MITverantwortung hat Deutschland beim Klimawandel. Vielleicht und bestenfalls als Vorreiter dann. Ohne die Hilfe der anderen Länder/Staaten wird es de facto halt trotzdem nichts werden. Können wir noch so viel machen. Daher ist der Vergleich nicht allzu schlecht, jedoch hier nicht treffend. Inklusion können wir für Deutschland selbst lösen als Staat/Land. Für die anderen Länder nicht. Den Klimawandel nicht – der betrifft uns so oder so, egal ob wir was für uns selbst machen. Da sind wir definitiv auf andere angewiesen.

Genau darum geht es. Die Priorität ist offensichtlich nicht bei Inklusion. Die „Probleme“ sind vielseitig und vielschichtig. Daher muss die Regierung in Vorleistung mit Ressourcen und Rahmenbedinungen gehen. Anders klappt es nicht und wird es auch nicht klappen. Im moment sollen aber die Lehrkräfte das Ruder v. A. reißen. So kommt es oft rüber. In Vorleistung sind wir ja sowieso schon beim Thema Inklusion ohne genug Ressourcen.
Wer das Gesetz unterschreibt, ist dafür verantwortbar für zumutbare Bedingungen zu sorgen und diese zu schaffen. Ansonsten funktioniert das nicht und einige LuL sind eben deshalb nicht nur skeptisch, sondern unter den momentanen Umständen sogar gegen „Inklusion“ – auch wenn sie prinzipiell dafür sind/wären.
In dem Bereich sind wir auch hier. Das wird sich deckend auch erst ändern können, wenn die Rahmenbedingungen kommen und dann auch ankommen somit.

Bla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Es ist die Henne. Wissenschaftlich zumindest nach neusten Erkenntnissen.

Plan fehlt allerdings an vielen Stellen im Bereich Schule.

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Wer soll/muss diesen Plan Ihrer Meinung nach erarbeiten. Wer sind die Experten dafür?

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Was aber ist Ihre persönliche Meinung dazu?

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Meine Frage war: Welche Experten sollten IHRER MEINUNG NACH einen (sinnvollen, machbaren, schnell umzusetzenden) Plan erarbeiten? (Sie dürfen gern auch mal „träumen“.)

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wer sind denn in diesem Fall die „Entscheidungsträger“ und wer sind die, die die Umsetzung durchführen dürfen und von den Entscheidungsträgern „überwacht“ werden?

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Na dann, toi, toi, toi!

DerechteNorden
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Na ja, der Punkt ist doch wohl, dass die vorgeben, einen Plan erarbeitet, vorgelegt und ausgegeben zu haben.
Für die Umsetzung sind die nie verantwortlich. Stattdessen heißt es, dass die Schulen das selbst am besten könnten, da die Voraussetzungen ja an jeder Schule sehr individuell seien.
Fertig.
Leider wird nie mit offenen Karten gespielt. In Wirklichkeit haben sie natürlich keinen wirklichen Plan bzw. einen ganz anderen und hoffen, dass es niemand merkt.

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie funktioniert dieses „Monitoring“?

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Sehr geehrte Redaktion,
vielleicht könnten Sie diese Monitoring-Stellen unterstützen, indem Sie denen, als „Stimmungsbild“ zur Lage der Inklusion in Deutschland, einfach mal die Kommentarspalten zu entsprechenden Artikeln der letzten 1-2 Jahre hier bei n4t zusenden? Das ist eine ernstgemeinte Idee, ich weiß allerdings nicht, ob Sie das dürfen oder wollen. Bei den NGOs müsste das doch möglich sein?
Mit freundlichen Grüßen
potschemutschka

DerechteNorden
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aus der Personalrats- und Gewerkschaftsarbeit weiß ich, dass Politik nur auf großen medialen Druck reagiert. Der Lehrkräftemangel war überall Thema, weshalb man nun angefangen hat, wild zu agieren. In den Schulen war der Mangel schon länger Thema, jedoch fing sich erst etwas an zu bewegen, nachdem überall (auch in der Bild übrigens) groß darüber berichtet worden war.

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Was ich sehr begrüße. Allerdings ist die Reichweite Ihrer Plattform viel zu gering, als dass sie so viel Empörung generieren könnte, dass Inhalte und Reaktionen Druck auf die Politik aufbauen könnten.
Ja, das ist vielleicht nicht Ihr Ziel, was es auch gar nicht sein muss, jedoch ändert das nichts an der Tatsache, wie die Politik anzusprechen ist, um aktiv zu werden.
Es geht immer um Außenwirkung.

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Okay. Ist es denn erlaubt, dass irgendjemand Artikel von n4t, samt der zugehörigen Kommentare einfach so kopiert und an irgendwelche Institutionen weiterleitet (egal ob Eltern, Lehrer, Erzieher oder Personalrat)? Gibt es irgendwelche rechtliche Bedenken? Wie sieht es mit der „Loyalitätspflicht“ bei Lehrern aus (anonyme Zusendungen landen ja evtl. nur im Papierkorb)? Außerdem könnten dann ja auch „gezielt“ einige, dem Absender nicht passende Kommentare gelöscht werden? Eine Antwort wäre sicher auch für andere Foristen interessant (siehe auch Mikas Aufforderung die KuMis gezielt anzuschreiben).

Indra Rupp
5 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wollen Sie das Lehrer Bild in der Gesellschaft jetzt komplett ruinieren, indem Sie die Kommentare hier zu Themen wie Inklusion, Migration oder lgbti verbreiten?
Was soll damit erzielt werden. Inklusion oder Exklusion? Klingt mehr nach Exklusion…

potschemutschka
5 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wo ist das Problem? Zu den von Ihnen genannten Themen gibt es doch auch viele Gegenkommentare (z. B. von Ihnen). da können sich die zuständigen Stellen doch selbst ein Bild von der vorherrschenden „Stimmung“ machen und entsprechend Ihre Schlussfolgerungen ziehen.

Alter Pauker
4 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Solange Leute wie Sie ständig das Unmögliche von Lehrern fordern, gibt es halt keine neuen Lehrer. Was haben Sie mit Ihrem Gemecker also gewonnen? Dass in 5 bis 10 Jahren Schule nur noch sporadisch stattfindet, weil kein Mensch mehr bereit ist, sich solchen Leuten wie Ihnen auszusetzen. Damit ist dann den Behinderten geholfen???

Indra Rupp
4 Tage zuvor
Antwortet  Alter Pauker

So etwas in der Richtung hören auch Homosexuelle wenn sie heiraten wollen ^^

Bla
4 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Der Vergleich hinkt aber von allen Seiten. Wow. Muss man auch erstmal schaffen.
Daher: Quatsch.

Indra Rupp
3 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Wirklich? Vielleicht sind Sie auch nicht hintergründig genug oder zu unerfahren bezüglich der immer gleichen Diskriminierungsmethoden, so von wegen : Wenn du dich dagegen auflehnst, dass wir dich diskriminieren, dann brauchst du dich wirklich nicht mehr wundern, wenn wir dich diskriminieren.
Voll logisch, nech? 🙂

Meli
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und da sind wir schon gleich beim nächsten Problem angekommen: dem Bildungsföderalismus.

Martina
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Behauptung, dass Deutschland wirklich „eines der reichsten Länder der Erde“ ist, stimmt einfach nicht und wird durch Wiederholung auch nicht wahrer.
Deutschland rangiert ja noch nicht einmal in der EU weit oben, sondern in der unteren Hälfte der Mitgliedsstaaten, was das Geldvermögen, den Immobilienbesitz, die Investitionen und anderes mehr anbelangt.

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Martina

Was Sie im letzten Absatz schreiben war aber schon immer so, auch als Sie vielleicht das Gefühl hatten, dass Deutschland reich wäre.
Die Tatsache, die Sie darstellen hat aber nichts mit dem Vermögen insgesamt zu tun, denn viele EU-Staaten, bei denen es anders ist, sind ärmer als Deutschland.

Carla
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Warum höre ich dann ständig Warnungen vor Deutschlands Schuldenbergen? Sogar Olaf Scholz hat sich dieser Tage besorgt über die Verschuldung unseres Staates geäußert.
Irgend etwas kann doch nicht stimmen mit dem dauernden Hinweis auf das reiche Deutschland. Ich frage mich, was damit erreicht werden soll.

Jeder wünscht sich zwar mehr Geld für Bildung. Das ist aber bei Weitem nicht alles. Warum soll geglaubt werden, nur Sparsamkeit am falschen Fleck sei der Grund allen Übels?
Kann man denn mit Geld auch die richtige Erziehung, Bildung und das richtige Schulsystem kaufen? Bewahrt Geld vor falschen Ideologien, Entscheidungen und Reformen?
Die Überbetonung des Geldes lenkt meiner Meinung nach zu sehr von anderen Übeln ab, die mit Geld überhaupt nichts zu tun haben.

Rüdiger Vehrenkamp
8 Tage zuvor

Wie die folgende Dokumentation des Senders ARTE zeigt, wird anderswo in Europa, genauer gesagt in Spanien, für den Erhalt von Sonderschulen bzw. Förderschulen demonstriert und eine Art „Zwangsinklusion“ an Regelschulen kritisiert:

https://youtu.be/AB7XYOe2UV8?si=v_9NhWtXF8SI4gJt

Ein weiteres Beispiel aus der Schweiz zeigt, dass der Inklusionsweg nicht zu Ende gedacht ist und so nicht funktioniert:

https://www.youtube.com/watch?v=rrnpDFPrf4U

Da kann die Politik noch so viele Daten erheben, es fehlt in Deutschland einfach an geeignetem Personal und an der Schulstruktur, um Inklusion sofort auf allen Ebenen gewinnbringend (!) durchsetzen zu können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es mit ein, zwei Fortbildungen für Lehrkräfte der Regelschule getan sein wird, wenn man gelungene Inklusion haben will. Ich befürchte, dass aber genau das so kommen wird. Wann genau sollen die vorhandenen Lehrer zusätzlich Gebärdensprache, Blindenschrift und den Umgang mit geistig behinderten und/oder emotional herausfordernden Kindern denn lernen? Mal eben nachmittags nach sechs Stunden Unterricht?

Ich könnte mir vorstellen, dass die Sonderpädagogik generell Bestandteil der Lehrerausbildung für alle Schulformen (inkl. den Gymnasien!) wird. Eine solche Lehrergeneration muss dann heranwachsen und den Inklusionsgedanken in die entsprechend ausgestatteten Schulen tragen. Bis dahin ist es ein langer Weg, aber meines Erachtens der einzig richtige.

Angelika Mauel
8 Tage zuvor

Danke für die beiden Links. Meine Erfahrungen decken sich mit denen der Mutter, die gesagt hat, dass von ihrem Sohn auf der Förderschule der ganze Stress abgefallen ist. Dass der Junge sich auf einmal als „das glücklichste Kind der Welt“ bezeichnet hat, passt auch zu den enorm liebevollen Äußerungen, die ich von Förderschülerinnen und Förderschülern schon zu hören bekommen habe. Was mir Kinder gesagt haben, beindruckt mich mehr als politische Pläne.

Ich bin für die Wahlmöglichkeit zwischen Inklusion an der Regelschule und dem Besuch der Förderschule. Eine Petition auf den Erhalt von Förderschulen würde ich unterstützen. Eine auf Abschaffung aller Föderschulen dagegen ganz bestimmt nicht.

Cuibono
8 Tage zuvor

Ist das jetzt so ein mal in den Raum geworfener Gedanke oder gibt es ein durchdachtes Konzept?
Soviel mir bekannt ist, war der Studiengang Sonderpädagogik in verschiedene Schwerpunkte unterteilt. Wer den Schwerpunkt „Horgeschädigt“ gewählt hatte, verstand vom Unterrichten an Blindenschulen rein gar nichts und vice versa. Nun sollen alle Lehrer aller Fachbereiche alle diese Schwerpunkte zusätzlich studieren? Oder jeder nur einen? So dass jeder Lehrer dann 3 Fächer studiert oder 4 oder wie?
Bis jetzt tun es ein bis zwei Fobis ja auch.
Gibt es eigentlich irgendjemanden, der sich für Qualität des Unterrichts für I-Kinder einsetzt? Fragen über Fragen und keine Demonstrationen.

Cornelia
8 Tage zuvor
Antwortet  Cuibono

Danke für Ihren Kommentar. Ich stelle auch in Frage, ob man Sonderpädagogik so mal kurz zusätzlich zu seinem Lehramtsstudium studieren kann.

Lisa
7 Tage zuvor
Antwortet  Cornelia

In BW ist es ein Aufbaustudium.

TaMu
7 Tage zuvor

Ich habe gerade mit großem Interesse und mit Mitgefühl für Kinder und Lehrkräfte die beiden Dokumentationen angeschaut.
Vielen Dank für die beiden Links!

ABC
8 Tage zuvor

Nachdem ich mich in meiner Freizeit bemühte, UKRAINISCH zu lernen, kommt die Gebärdensprache on top dazu? Ich fasse es nicht! Ach stimmt, Privatleben und Schlaf werden völlig überbewertet. Ja, klar Berufung und so! UND … der Haushalt erledigt sich von selbst, da ich eigentlich gleich in der Schule schlafen könnte. 😉 Vorschlag meines Mannes!

Mary-Ellen
8 Tage zuvor
Antwortet  ABC

Als Vertretungslehrkraft und PM an einer GS hatte ich mich seinerzeit bereit erklärt, eine 172-stündige Fortbildung zum Thema Inklusion zu absolvieren.
Hierfür investierte ich ein halbes Jahr lang fast sämtliche Wochenenden. Mein SL fand das klasse – da würde ja endlich mal der hierfür eingerichtete Fördertopf genutzt….die Kosten für den Kurs beliefen sich auf etwas über 1000 €.
Den Kurs schloss ich mit einem entsprechenden Zertifikat ab (nannte sich „Fachkraft für Inklusion“).
Am Ende konnte ich einen akkurat geführten, dicken Ordner mit entsprechender Themenunterteilung und detaillierter -beschreibung vorweisen, den ich meiner Schule zur Einsicht und Nutzung zur Verfügung stellte sowie anbot, bei Bedarf zu diesem Thema beratend zur Seite zu stehen.
Zu keiner Zeit hat sich auch nur ansatzweise die SL oder eine Lehrkraft dafür interessiert – aber schön, dass ich mich auf Staatskosten ganz privat fortbilden durfte und niemand, außer meinem kleinen persönlichen Umfeld,
davon profitiert hat….

potschemutschka
8 Tage zuvor
Antwortet  ABC

@ABC
Bitte als nächste Fortbildung noch die Braille-Schrift einplanen, danach noch Logopädie und Ergotherapie. 🙂

AvL
7 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

…und zusätzlich gleich für eine Psychtherapie und Yogakurse für Lehrer mit einem drohenden oder stattgefundenen Burnout-Syndrom anmelden.

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Den Psychotherapeuten bitte nicht erst suchen, wenn die ersten Symptome auftreten, die haben lange Wartezeiten (selbst für Privatpatienten mit Überweisung vom Facharzt – eigene Erfahrung von mir!).

AvL
6 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Alternativ wäre auch ein Coach ein guter Partner zur Reflexion und Besinnung auf die eigene Stärke.

Anne
8 Tage zuvor

Also der „Mangel an geeigneten Transportmöglichkeiten“ ist definitiv unser geringstes Problem…

Georg
8 Tage zuvor
Antwortet  Anne

Aus Sicht der Schulträger reicht das ähnlich wie Rampen und Aufzüge.

Lisa
8 Tage zuvor
Antwortet  Anne

Ein junger Nachbar in unserer Straße ist Rollstuhlfahrer, und geistig behindert.Jeden Morgen um neun kommt der Kleinbus, um ihn zu seiner Schule abzuholen. Ich weiß nicht, ob und wie die Eltern ihn ohne Fahrdienst in die Schule bringen könnten.

O. Birkenstock
7 Tage zuvor
Antwortet  Lisa

Zivile Zeit. In unserer Nachbarschaft wird ein gerade eingeschultes Mädchen jeden Morgen gegen 6:45 h abgeholt. (Nein, wohne nicht auf dem Land.)

YouDid
8 Tage zuvor

Ich bin als sonderpädagogische Lehrkraft an einer Förderschule tätig. Inklusion kann leider nicht gelingen, wenn das marode „Regel“-Schulsystem quasi on top auch noch Schüler*innen mit den unterschiedlichsten Behinderungen beschulen soll. Schule muss hier ganz anders gedacht werden. Multiprofessionelle Teams in kleinen Lerngruppen oder Klassen, in barrierefreien und gut ausgestatteten Schulgebäuden. Ich bin eine absolute Befürwortern von Inklusion. Aber diese kann nicht einfach billig sein oder darin enden, dass einem Kind einfach ein Stuhl in eine ohnehin überfüllte Klasse gestellt wird. Wir brauchen den Mut, Schule neu und anders zu denken, damit diese einen Entwicklungsraum für alle Schüler*innen darstellt. Aktuell sehe ich höchstens Bestrebungen, möglichst billig Kinder mit Behinderung als Quotenkinder irgendwie in Regelschulen zu stopfen. Von echter Inklusion kann hier keine Rede sein. Das ist dramatisch und traurig zugleich. Wie viele Ressourcen der Kinder, wie viel Potential lassen wir einfach verkommen?

Mika
8 Tage zuvor
Antwortet  YouDid

Dem stimme ich uneingeschränkt zu!

Mary-Ellen
7 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Ich stimme ebenfalls zu

Dorle
8 Tage zuvor

Vor Jahren habe ich gelesen, mir aber leider nicht die Quelle kopiert, dass vom UN-Fachausschuss in Genf, der für weltweite Anfragen und Beschwerden zuständig ist, vieles ziemlich unbesehen übernommen und gerügt wird, was NGOs oder sonstige Interessengruppen sowohl mündlich wie schriftlich an Beschwerden in Genf einlegen.
Damals hatte man im UN-Fachausschuss für die eigene Stellungnahme den Wortlaut der Beschwerdeführer/innen zum Großteil übernommen und als Ergebnis eigener Prüfung ausgegeben. Dummerweise hatte die Beschwerdegruppe hinterher stolz auf die Übernahme ihres Papiers durch das UN-Gremium verwiesen, was einige Kritik an der UN-Arbeit auslöste.

Ich vermute, solche Fachausschüsse werden regelrecht überschwemmt mit weltweiten Beschwerden und können unmöglich jeder einzelnen mit dem notwendigen Aufwand an Zeit, Kraft und Mühe für ein eigenes, unabhängiges Bild und Urteil nachkommen.

Teacher Andi
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nun, Papier ist geduldig. Man kann solche Berichte auch „schönreden“, wenn dies verlangt wird. Aber zunächst einmal geht es doch um die Bereitstellung von Ressourcen und nicht um das Erfassen von Maßnahmen.

O. Birkenstock
7 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Wenn diese Ressourcen dann nicht nur Mittel als gute Ideen, sondern die fehlenden Gelder sind bestimmt.

Ich_bin_neu_hier
8 Tage zuvor

„eine kontinuierliche Fortbildung für Lehrkräfte und nichtlehrendes Personal in inklusiver Bildung auf allen Ebenen (…), einschließlich Schulungen in Gebärdensprache“ – Ach ja? Ich bin nicht Spezialist/Mädchen für alles und auch keine eierlegede Wollmilchsau – aber versucht ruhig, mich dazu zu machen… und dann wundert euch!

Tiefling
8 Tage zuvor

„Keine Save Spaces für behinderte Kinder“

Wäre das nicht ein sehr passender Titel? Wäre schön, wenn Frau Thoms nicht einfach nur Zahlen anschauen würde. Wenn Kinder an der Regelgrundschule Suizidgedanken äußern oder Kinder an der Regelgesamzschule täglich weinen und aggressiv werden, dann muss man erwägen, dass sie vielleicht einen geschützteren Rahm brauchen.
Inklusion ist eine super Sache, aber dann darf es keine Klassengrößen über 16 geben, wir brauchen mehr Differenzierungs- und Auszeiträume und vor allem deutlich mehr Personal!

Sophie
8 Tage zuvor

Bei Förderschülern ist weder eine Behinderung vorhanden noch sind sie von Behinderung bedroht. Von Inklusion sollten sie, wie sie bisher umgesetzt wird, ausgenommen werden. Sie werden in den allgemeinen bildenden Schulen sowieo separiert, aufgrund von Lerngruppen oder Sozialverhalten.
Davon abgesehen… Wer kümmert sich um Förderschüler nach dem Schulabschluss? Sie durchlaufen an einem SBBZ einen besonderen für sie zugeschnittene Berufsoruentierung. Diese erhalten sie nicht, bewiesen, an der allgemein bildenden Schule. Keiner kümmert sich nach der Inklusion um diese Schüler! Inklusiv beschulte Förderschüler landen auf den ganz normalen Arbeitsmarkt. Haben ja keine Behinderung! Dies kann belegt werden.

Marie
8 Tage zuvor
Antwortet  Sophie

Mein Förderkind Lernen wird nicht separiert, das sitzt mit allen anderen 25 in einem kleinen Klassenraum und hat Glück, wenn ich mal 10 Minuten am Stück Zeit habe. Dieses Kind ist jetzt 3 Jahre in der Schule, kann noch immer nicht lesen und „erarbeitet“ sich gerade den Zahlenraum bis 10. Und Sie wollen mir erklären, dass das keine Behinderung ist??

Uwe
7 Tage zuvor
Antwortet  Marie

In meiner Klasse waren auch Schüler*innen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung: Die kamen bis zum Ende nicht über den Zahlenraum bis 100 hinaus und konnten auch bis zuletzt nicht wirklich schreiben. Sinnentnehmend lesen auch nicht. Nur die ganzen Propagandisten der Sonderschulen geben immer vor. An den Sonderschulen lernen die das. Nö, da malen sie den ganzen Tag wenn es schlecht läuft und die Kolleg*innen da keinen Bock haben zu arbeiten, da lernen die das auch nicht bzw. da lernen die noch weniger. LEISTUNG ist nämlich an Förderschulen völlig verpönt.

AvL
7 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Das gibt es aber ganz andere Beispiele von Seiten der Förederschulen, siehe Patschemuscha in ihren Kommentaren.

Uwe
7 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Ja der Trick der Sonderschulpropaganda ist es schlecht laufende Inklusion mit gut laufenden Sonderschulen zu vergleichen. Aber viele, sogar sehr viele Sonderschulen sind eben auch richtig schlecht, interessiert ja auch keinen, wird nicht evaluiert.

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

@Uwe
Woher wissen Sie das?

Uwe
6 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich habe an Förderschulen hospitiert. Waren teilweise extrem schlecht. Gewalt und Mobbing gab es auch. Haben mir auch viele Ex Schüler*innen erzählt die ich vor 25 Jahren als Junglehrer in meiner Naivität an die Sonderschule abgegeben habe. Waren Gottseidank nicht viele ich habe schnell gelernt. An eine Schülerin kann ich mich aber sehr gut erinnern: Die hat mir in einem Supermarkt in dem ich sie getroffen habe (die machte da ein Praktikum) erzählt die Sonderschule hätte ihr Leben zerstört. Sie hat dabei Rotz und Wasser geheult. Danach habe ich nie wieder ein AOSF gemacht bis es GU gab und ich die Schüler*innen auch mit Förderschulstatus behalten kann. Und das Förderschulen nicht evaluiert werden (und das es überhaupt keinen interessiert was die machen, die können auch den ganzen Tag Mandalas malen) ist frei zugängliches Wissen.

Indra Rupp
6 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Genau meine Erfahrung. Mir kam es etwa wie an der Waldorfschule vor, wenn man darauf hinweisen wollte, was das Kind kann. Das hatte nicht zu interessieren, weil das nach Wettbewerb riecht und die Förder (und auch Waldorf-) Kinder davor bewahrt werden sollten. Zugleich war es dann in beiden Schulformen auch noch so, dass sich dort Personal zusammen fand, welches auch davon profitierte, wenn die Kinder keine Leistungsergebnisse vorlegen müssen. Auch auf Lehrer Foren. de wurde darüber diskutiert, wer so alles als Pädagoge an Förderschulen landet. Lehrermangel, also ist man froh über jeden, es gibt die gleiche Besoldung wie am Gym und wenn die Kinder zum Schluß nichts können, liegt es halt an der Behinderung.
Gleichzeitig waren die Kinder auf dem Schulhof nicht sonderlich geschützt und das obwohl jetzt immer mehr intelligente ESE- Kinder dort auftauchen, die die Regelschulen loswerden wollen. Man muss bedenken, wie Menschen nunmal sind : Hier kann man Arbeit und Kraft sparen, wenn man sich in der Pause nicht einbringt und wenn etwas grausames passiert, die Kinder können sich dazu eh kaum äußern oder man nimmt an, den bösen Witz haben sie eh nicht verstanden.

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Heute ist aber nicht mehr damals vor 25 Jahren.
Es geht hier im Übrigen nicht darum, dass alle Kids mit Einschränkungen auf Förderschulen gehen müssen, sondern dass es Förderschulen für Kids gibt, die so eingeschränkt sind, dass sie nicht auf Regelschulen bestehen können, bzw. die es selbst wünschen und an einer Regelschule total unglücklich sind, weil alles zu voll, zu groß und zu überfordernd ist.
Man könnte Förderschulen an Regelschulen räumlich angliedern und insgesamt eingliedern, ohne dass alle Kids mit Einschränkungen in Regelschulklassen gehen müssen. Dazu könnte man bestimmte Schulen auswählen, die man umbauen könnte.
Den Wunsch nach der Beibehaltung von Förderschulen seitens sehr vieler Betroffenen kann ich jedenfalls gut verstehen.
Ihre Forderung ist ja, alle Kids jetzt sofort auf Regelschulen zu verteilen, weil es ja unwichtig ist, ob die außer räumliche Anwesenheit etwas davon haben. Und das hält die große Mehrheit hier nun einmal für falsch.

Uwe
5 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Heute ist aber nicht mehr damals vor 25 Jahren.“

Nein, es ist bedeutend schlimmer geworden an den Förderschulen, Häufung von ESE und Unterfinanzierung. Und Inkludieren kann und sollte man ausnahmslos alle Schüler*nnen. Und der angebliche Wunsch der Eltern steht im Widerspruch dazu: Eltern lügen sehr oft wenn es um die Frage geht ob ihre Kinder auf der Sonderschule ist. Und wie schon gesagt: Mobbing und Gewalt ist an Förderschulen ein großes Problem.

Mika
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Nur mal als Frage: wenn schon an Förderschulen mit einem bedeutend besseren Personalschlüssel und deutlich mehr Sonderpädagogen gegenüber den Regelschulen Ihrer Aussage nach Mobbing und Gewalt ein großes Problem sind: wie kommen Sie dann darauf, dass sich dieses Problem an Regelschulen in Luft auflöst?

Uwe
5 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Weil die Regelschulen (zumindest die an der ich arbeite) teilweise mit ziemlich engagierten Kolleg*innen gesegnet ist, die Mobbing auf dem Schirm haben. Grade bei Schulen für Geistige Entwicklung aber auch für Lernen gibt es leider Kolleg*innen die dort arbeiten weil sie sich die Arbeit mit Kindern die vielleicht etwas anstrengender sind nicht zutrauen und deswegen Sonderpädagogik studiert haben.

potschemutschka
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

„Arbeit an Förderschulen weniger anstrengend“? – wer deswegen Sonderpädagogik studiert hat, war wohl sehr naiv. Es ist m. M. n. genauso anstrengend, wie jede andere Schulart, jede auf seine Weise.

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Dann müssten die ja alle total happy sein, dass sie an Regelschulen gar nicht unterrichten. Komisch, dass die Förderschullehrkräfte das bei uns alle doof finden.

Mika
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Na das ist ja mal ne fette Unterstellung: man studiert Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung, weil man sich die Arbeit als Regelschullehrkraft nicht zutraut? Und mit Mobbing können Sonderpädagogen im Gegensatz zu Regelschullehrkräften nicht umgehen? Boah, so ne Arroganz begegnet einem selten.
Okay, ich glaub, ich kann Ihre Ansichten inzwischen ganz gut einordnen.

Indra Rupp
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Und wenn man genauer fragt, erfährt man, dass die Eltern ihre Förderschule behalten wollen, weil die Kinder dort zum Schwimmen oder zum Reiten oder Theater spielen kommen, was ihnen außerhalb der Sonderschule gesellschaftlich verwehrt wird, so dass sie bei Abschaffung gar nichts mehr hätten.

Egvina
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Bei uns gibt es für den verschiedenen Förderbedarfe eigene Förderschulen. Ich verstehe die Aussage der „Häufung von ESE“ entsprechend nicht.

Uwe
3 Tage zuvor
Antwortet  Egvina

Das ist allerdings wirklich eine Folge des GU, an ALLEN Förderschulen werden jetzt bevorzugt die Eltern zu einem Förderortwechsel überredet dessen Söhne/Töchter etwas anstrengender sind. Ganz extrem ist das bei den ESE Schulen, da werden nur noch die hin überredet die noch nicht mal ich unterrichten möchte.

DerechteNorden
4 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Mobbing und Gewalt ist auch an Regelschulen ein großes Problem. Und wenn eine Schule mehr S*S hat, was bei GemS in meinem Bundesland oft der Fall ist, dann wird es so richtig unübersichtlich.
Es ist doch Unfug, mit Verlaub, dass mal einfach so pauschal zu behaupten.

Georg
6 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Der umgekehrte Fall ist viel häufiger: Die (angeblichen) Nachteile der Förderschulen werden mit den (angeblichen) Vorteilen der Regelschulen verglichen.

Wieso nennen Sie die Förderschulen denn jetzt Sonderschulen?

Uwe
6 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Wieso nennen Sie die Förderschulen denn jetzt Sonderschulen?“

Weil es mich irritiert : An Förderschulen arbeiten Sonderpädagogen. Wären da Förderpädagogen nicht geeigneter?

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Sie betreiben das Gegenteil von Sonderschulpropaganda mit Ihrer Antisonderschulpropaganda.
Der Punkt ist doch, dass es Fälle gibt, die heutzutage gar nicht an an Regelschulen unterrichtet werden können. Was wollen Sie denn mit denen machen, wenn es keine mehr gibt? Auch einfach einen Stuhl dazu stellen, weil ja nur die Anwesenheit im selben Raum wichtig ist?

Uwe
5 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Der Punkt ist doch, dass es Fälle gibt, die heutzutage gar nicht an an Regelschulen unterrichtet werden können.“

Unterrichtet werden wollen. Kanada unterscheidet sich genetisch von und Deutschen? Oder weshalb schaffen die das? Man kann sogar Wachkomapatient*innen inklusiv unterrichten. Und macht das ja auch.

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Jetzt wird es echt albern. Nein, nicht können. Was Sie meinen, ist jemanden einfach dazusetzen oder -stellen. Und ob man das wirklich als inklusiv im Sinne der „Erfinder*innen“ nennen kann, bezweifle ich stark.

Uwe
5 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nein, sie scheinen überhaupt nicht zu verstehen was Inklusion bedeutet. Ja, jemanden einfach dazuzusetzen oder zu stellen ist der Beginn von Inklusion. Das ein/e* Wachkomapatient*in nicht viel oder auch gar nichts lernt steht dazu nicht im Widerspruch, das lernt sie ja auch an einer Sonderschule nicht. Vielleicht sollten sie sich mal über die Bedeutung des Wortes „Zieldifferent“ informieren, kann kaum glauben das sie Lehrer sind.

Bla
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Das ist dann aber Integration, was Sie hier schreiben. Inklusion geht schon auf die Begebenheiten des Einzelnen mitunter ein. Bestenfalls zum Rest.
Integration „integriert“ einfach das Kind. Meist nicht sonderlich sinnvoll: Stuhl dazu und SuS passt sich an. Kann klappen.
Wir können auch noch von „Integration“ ohne eigentlicher Integration sprechen, dann ist das eben „Anwesenheit“.

Ansonsten spricht halt jeder aneinander vorbei. Passiert.

Inklusion -> Rahmenbedingungen anpassen, Ressourcen vorhanden, Zeit, Förderung gezielt
Integration -> In das bestehende System und die derzeitigen Ressourcen, keine spezielle Sonderförderung
Anwesenheit -> Kind und Stuhl sitzen mal zumindest rum

Uwe
5 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Der Begriff „Inklusion“ kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet wörtlich übersetzt „Miteinbezogensein“, „Einschluss“ oder „dazu gehören“. Wenn jeder Mensch, egal ob mit oder ohne Behinderung, überall dort dabei sein kann wo er gerne möchte, dann ist das Inklusion.“

https://www.schulministerium.nrw/inklusion-schuelerinnen-und-schueler#:~:text=Der%20Begriff%20%E2%80%9EInklusion%E2%80%9C%20kommt%20aus,m%C3%B6chte%2C%20dann%20ist%20das%20Inklusion.

Lera
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Brav. Das gibt eine Sonne ins Mutti-Heft.

Bla
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Nein, eben nicht. Nur, wenn es auch (jeden) gerecht wird.

„Die Begriffe Inklusion und Integration werden oft gleichbedeutend verwendet, verwechselt oder vermischt. Inklusion bedeutet eine Umgebung zu schaffen, die allen Menschen gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht. Integration bedeutet Zugehörigkeit, die mit Anpassung an die Umgebung einhergeht.“
https://www.betanet.de/behinderung-inklusion.html

Das sehe ich durchaus als Unterschied.

Mika
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: Sie wissen also, dass Wachkomapatienten gern im Unterricht mit 30+x SuS SEIN MÖCHTEN?
Sorry, ich finde das anmaßend.
Dessen ungeachtet ist es illusorisch, dass jeder Mensch überall dabei sein kann, wo er möchte. Ich wäre gern in der Fußball-Nationalmannschaft, jemand anders gern im Vorstand der Deutschen Bank, der dritte würde gern zu den reichsten zehn Prozent gehören. Und erzählen Sie mir nicht: da müssen Sie sich halt anstrengen! Nee, aufgrund der eigenen Fähigkeiten langt‘s nicht dafür. Ist das jetzt verweigerte Inklusion oder Diskriminierung?

Uwe
5 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Und sie wissen also das ein Wachkomapatient gern in der Sonderschule sein möchte? Sorry, ich finde das anmaßend. Und wenn ihnen der Unterschied zwischen einer Schule, einem öffentlichen Park, einem Fitnessstudio , einer U Bahn und einem Bürgersteig (alle inklusiv für alle zugänglich) und einer Fussballmannschaft bzw. einem Vorstand nicht geläufig ist dann frage ich sie mal: Das sie kein Abitur haben dürfte klar sein aber hat es für den Realschulabschluss gereicht?

Mika
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Ob Wachkomapatienten sich in der Förderschule wohler als in der Regelschule fühlen, vermag ich nicht zu sagen – habe ich auch nicht behauptet. Ich denke, es ist sehr schwer, den tatsächlichen Willen von Wachkomapatienten zu ermitteln – die Situation, wie sie heute in einer Regelschule vorliegt, dürfte für einen Schüler im Wachkoma jedoch kaum für 4-6h an 5 Tagen die Woche erträglich sein. Mir ist nur der Fall einer Schülerin im Wachkoma bekannt, die wenige Stunden im MONAT an einer Förderschule beschult wurde, und der dies offensichtlich gut tat. Ob man das jetzt Inklusion nennen kann, wage ich zu bezweifeln.
Kleiner Tipp von Kollege zu Kollege:
Ihre Definition von Inklusion ist:“Jeder kann überall dort dabei sein, wo er möchte“. Diese Definition trägt nicht weit, wie Sie sehen – kann passieren, ist nicht schlimm.Wenn man sich jedoch argumentativ verrannt hat, hilft das Anpampen des Gegenübers auch nicht weiter, sondern zeigt die Schwäche des eigenen Arguments umso deutlicher.

Uwe
3 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Ihre Definition von Inklusion ist:“Jeder kann überall dort dabei sein, wo er möchte“. “ Doch, aber das liegt halt daran das sie die allereinfachsten Dinge ganz offensichtlich nicht verstanden haben. Dieser einfache Satz führt zum Beispiel dazu: Die Bahn kann von Rollis benutzt werden, Trisomie Kindern darf man nicht verbieten Parks zu betreten, sogar private Fittnessstudios können vermutlich Menschen mit Trisomie nicht pauschal den Zutritt verwehren. Das Gegenteil dieser haltung nennt man übrigens Ableismus. Vielleicht erkennen sie sich ja in dem Wikipedia Artikel wieder:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ableismus

TaMu
3 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Ein Wachkomapatient ist ein schwer kranker Mensch und braucht Ruhe und keinen körperlichen Schulbesuch egal welcher Art. Das ist doch widerlich!
Sollte jemand den Eindruck haben, dass der Wachkomapatient kognitiv Bedarf hat, finde ich es sehr schön und angemessen, vorzulesen und von Forschungsergebnissen zu erzählen. Man kann Schulstoff auch ruhig am Krankenbett vermitteln, wenn es angezeigt scheint.

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Nee, ich kann gar nicht Lehrerin sein, denn ich denke, dass Wachkoma-Patient*innen ständig eine Pflegekraft in der Nähe haben müssen und ggf. auch beatmet werden usw., so wie es bei meiner Mutter im Frühjahr war.

Wie gesagt, albern.

TaMu
3 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Ich bin froh über meine Patientenverfügung, wenn ich das so lese. Keine Ahnung, wer im Wachkoma lieber irgendwo gerne dazu gestellt werden möchte im völlig wehrlosen Zustand und mit halb-offenem Mund, statt im geschützten Raum zu bleiben.
Wo bleibt denn da die Menschenwürde?

Mika
5 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Kanada schafft „das“ – also echte Inklusion, auch nicht flächendeckend (s. Artikel unten). Und die personelle Ausstattung der Schulen, an denen Inklusion gelingt, ist eine ganz andere als in Deutschland. Selbst wenn alle Förderschulen geschlossen und die dortigen Lehrkräfte an die Regelschulen ginge, wären wir noch weit, weit von deren Personalschlüssel entfernt!
https://www.inklusion-online.net/index.php/inklusion-online/article/view/397#

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Es hängt natürlich auch vom Grad der kognitiven Beeinträchtigung ab. Es ist aber schon ein großer Unterschied, ob diese Kinder in jeder Unterrichtsstunde von Sonderschullehrern unterrichtet/gefördert werden, oder nur ein paar Stunden in der Woche.

Angelika Mauel
6 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Aufgefallen ist mir, dass einige Förderschüler besonders viele Details malen, wie Wimpern und Fingernägel. Bei Fahrzeugen wird auch sehr genau hingeschaut. Mein Eindruck während und nach Schullesungen an Förderschulen war, dass es den Kindern sogar bewusst war, dass sie Lernfortschritte machen.

Ich_bin_neu_hier
8 Tage zuvor

„eine kontinuierliche Fortbildung für Lehrkräfte und nichtlehrendes Personal in inklusiver Bildung auf allen Ebenen (…), einschließlich Schulungen in Gebärdensprache“ – Ach ja? Ich bin nicht Spezialist/Mädchen für alles und auch keine eierlegende Wollmilchsau – aber versucht ruhig, mich dazu zu machen… und dann wundert euch!

Finagle
8 Tage zuvor

Hmm, irre ich mich oder wird da immer wieder vornehmlich auf die körperlich definierte Zielgruppe abgehoben? Sind diejenigen mit Status Geistiger Entwicklung und dem „schlichten“ Förderbedarf Lernen überhaupt mit im Fokus? Das Gros dessen, was ich wahrnehme zentriert sich nicht um „Barrierefreiheit“, sondern um das „Butter und Brot“ Geschäft von Lernumgebung und Class Room Management. Ich habe zunehmend das Gefühl hier sprechen verschiedene Personen und völlig anderen Dinge, wenn sie das Wort „Inklusion“ in den Mund nehmen…

Marie
8 Tage zuvor
Antwortet  Finagle

Richtig, beim Thema „Inklusion“ sieht jeder immer zuerst das (meist) „pflegeleichte“ Rollikind, das zwar körperlich eingeschränkt ist, aber sonst ganz normal am Unterricht teilnehmen kann. Die ganzen L- und ESE-Kinder werden in der öffentlichen Wahrnehmung immer schön verdrängt.

Georg
6 Tage zuvor
Antwortet  Marie

Das ist auch der Sinn der Sache. Die Rollikinder, hörgeschädigten Kinder usw. brauchen ja kaum eine (echte) Inklusion, weil sie kognitiv und sozial erst einmal unproblematisch sind.

Mary-Ellen
6 Tage zuvor
Antwortet  Georg

So einige Klischees sollte man vielleicht noch einmal überdenken….

Georg
5 Tage zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Nennen Sie mir mal einen Aspekt, in dem Sie sich beim Rollikind an einer für dessen kognitive Leistungsfähigkeit passende Regelschule wirklich ernsthaft umstellen müssen.

Mary-Ellen
5 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Z.B. wenn ein Rollikind gleichzeitig ein ESE-SuS ist, eine Autismus-Spektrum-Störung aufweist o.v.m.
Nichts ist unmöglich.
Ich stolperte darüber, dass ein Rollikind automatisch unproblematisch sein soll, nur weil es in einem Rollstuhl sitzt.

Ich_bin_neu_hier
8 Tage zuvor

Ein Überwachungssystem sei zu entwickeln, „um alle Formen
direkter und indirekter Diskriminierung von Kindern mit Behinderungen und ihrer Familien zu beseitigen“ – Selbstverständlich hege ich keine Zweifel daran, dass das Etablieren eines solches „Überwachungssystems“ die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Eltern behinderter Schülerinnen und Schüler ganz entscheidend fördern und voranbringen wird.

Lieber spät als nie
8 Tage zuvor

Ich bin Mutter und habe ein (eher leicht) geistig behindertes Kind. Wir haben es mit unserer Grundschule mit dem Siegel individuelle Förderung versucht und sind kläglich gescheitert. Leider! Die Klasse war einfach zu groß, um eine adäquate Förderung hinzubekommen und so wechselten wir nach 2 Jahren.
Jetzt auf der Förderschule sind wir aber auch nicht ganz glücklich. Er hat kein Englisch (mehr) und ich habe die Sorge, dass er seinen Status „geistig behindert“ nicht mehr los wird. Die Ärzte meinen, dass die Entwicklungsdefizite noch aufgeholt werden können (ist bei ihm eine spezielle Konstellation).
Ich möchte einfach nur eine Chance für ihn eventuell doch einen Hauptschulabschluss machen zu können. Bei seinem Stundenplan sehe ich da nur leider keine Chance, die ich ihm ja sehr gerne ermöglichen würde. Ich bin ratlos und möchte ihn nicht einfach abschreiben
Ich fände eine gut ausgestattete Gesamtschule für alle Kinder gut- jeder geht seinen eigenen Weg und trotzdem alle gemeinsam.

Bla
8 Tage zuvor

Das gehört eben auch zur Realität. Danke für diesen Eindruck auch von nicht LuL-Seite und Personalseite an Schulen.

Oft sind beide Systeme für Kinder nicht das Optimalste. Je nach Gebiet, Schule/Lehrkräfte und Ressourcen auch sehr unterschiedlich.

Blöde Situation. Allerdings gibt es in Deutschland viele Wege einen Abschluss (auch im Erwachsenenalter noch) zu machen.
Wie das dann genau gelingen kann ist sehr verschieden … Private Englischnachhilfe möglich? Eventuell mal an einer Privatschule anfragen? Montessori ist normalerweise auch recht inklusiv und man kann zumindest den Montessori-Abschluss machen. Dazu auch die Möglichkeit auf Quali usw. – je nach Schule und Zulassung dessen.
Abschreiben sollte man seine Kinder nie bzw. nur in extremsten Fällen. Egal, ob mit oder ohne Abschluss. Auch ohne Abschluss ist ein Mensch etwas wert.

AvL
7 Tage zuvor

Sie beschreiben ein Kind mit einer minimal kognitiven Defizit, und in diesem Fall wäre es besser, wenn dfas Kind in einer Sprachförderschule beschult und gefördert wird.
Ich würde mich an Ihrer Stelle dafür einsetzen, dass es benotet wird, und ich würde eine Dyskalkulie und eine Lese-Rechtschreibschwäche austesten lassen.

Indra Rupp
7 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Sie wissen nicht, was eine leichte geistige Beeinträchtigung ist. Das ist der IQ-Bereich 50-70 und entspricht als Erwachsener kognitiv einem 9-12 jährigem Kind. Schummelt man sich da was zusammen und boxt mit Nachteilsausgleichen einen Hauptschulabschluß durch, wird auch die geistige Behinderung aberkannt und das Kind gilt nur noch als lern behindert. Dann wird es mit diesem Abschluß für so weit zurechnungsfähig gehalten, dass man ihm Verantwortung überträgt, die man jedem anderen Hauptschüler auch zumuten würde, zB das Raubtiergehege im Zoo putzen oder einen Führerschein machen und als Kraftfahrer Ware ausliefern. Mein Kind hat auch eine geistige Behinderung im leichten Bereich (IQ 62) und mir wäre das zu gefährlich, eine Erwachsene aber kognitiv 12jährige Auto fahren zu lassen. Im Ernstfall handelt sie im Affekt.

Fräulein Rottenmeier
6 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Eine Sprachheilschule fördert Kinder, die im Bereich der gesprochenen Sprache Förderbedarf haben. Mundmotorik, Lautbildung, Linguistik stehen hier im Vordergrund. In der Regel werden diese Kinder zielgleich unterrichtet und verlassen die Schule Richtung Regelsystem, sobald die Probleme therapiert sind.
Kognitive Defizite werden da nicht therapiert. Ein LB Kind hat da nur etwas zu suchen, wenn der erste Förderbedarf dem Bereich Sprache zuzuordnen ist.

potschemutschka
6 Tage zuvor

Bei uns (Berlin) gibt es keinen doppelten Förderbedarf Sprache/Lernen. Man geht anscheinend davon aus, dass die Sprachbehinderung Folge der kognitiven Beeinträchtigung ist. Das trifft meiner Erfahrung nach aber nicht immer zu. (Meine Ausbildung als Sonderschullehrer beinhaltete nicht umsonst beides: Lernen und Logopädie)

Fräulein Rottenmeier
5 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das LB Kind würde bei uns an der Förderschule Lernen landen, das GB Kind an der Schule für geistige Entwicklung oder ebenfalls an der Schule für Lernen. Diese beiden Förderbereiche werden bei Angabe mehrerer Bereiche automatisch priorisiert.

Es ist auch bezeichnend, dass wir für Lernen und GE mehrere Förderschulen in unserer Stadt haben, aber nur eine Sprachheilschule. Und diese Schule hat auch keine OGS, so dass die Kinder nach der Schule quer durch die Stadt gefahren werden, um an ihrer Stammschule in die OGS zu gehen. Der Kontakt soll erst gar nicht verloren gehen und eine Rückkehr ins Regelsystem ist von vorneherein angedacht.

vhh
8 Tage zuvor

Es fehlen Mechanismen zur Förderung (…), es fehlen Ressourcen zur Datenerhebung, es fehlt an Zugang und Transportmitteln, es liegt an Missverständnissen und negativer Wahrnehmung, wir wissen nicht genug über das Recht auf inklusive Bildung usw. Ach ja, dann müssen wir auch noch spezifische Fähigkeiten und Methoden entwickeln. Sorry, aber dieses ‚Entwickeln‘ ist ein eigenes Studium, zumindest ein Studienschwerpunkt, das entwickelt man nicht nebenbei. Es lohnt nicht, sich mit dieser völlig theoretischen Betrachtung auseinanderzusetzen, darum einfach: ja, meinetwegen, alles richtig, und jetzt? Woher kommen die ausgebildeten Lehrkräfte? Woher die baulichen Voraussetzungen? Vorschläge? Nein, meine positive Einstellung allein ändert das nicht! Diskutieren kann man auf Basis der Realität, sogar über das Erreichen einer Idealvorstellung, aber das hier ist ein reines Anprangern auf Basis eines absoluten Anspruchs (Menschenrecht), obwohl die Realität dieses Ideal nicht zulässt. Der Weg zu vollständiger Inklusion ist also, sie unter allen Umständen sofort formal stattfinden zu lassen. Die Realität lügen wir dann mal wieder in Konzepten und Berichten zurecht.
Bildungsmöglichkeiten hängen von der Wohnsituation ab, ich will sofort ein eigenes Zimmer für alle Kinder. Ich will, dass kein Kind geschlagen wird. Ich will, dass niemand wegen Armut ausgeschlossen wird. Es gibt viele Menschenrechte, die nur mangelhaft umgesetzt werden , nur wird dabei selten über ‚Verweigerung‘ gesprochen, sondern über Realität und angestrebtes Ideal. Kaum eine Lehrkraft ‚verweigert‘ inklusiven Unterricht, aber hier wird der Hinweis auf miserable Bedingungen, auf eine dann real zu erwartende Verschlechterung auf breiter Front als Beleg für fehlende ‚Haltung‘ genommen, also eine moralisch verwerfliche Einstellung. Lehrer sind auch ‚die Guten‘, jedenfalls bei den meisten in ihrer Selbstwahrnehmung. Die mögen es selten, wenn man sie bei jedem Hinweis auf die Realität mit ‚Verstoß gegen Menschenrecht, Relativierung eines Menschenrechts‘ in die Verbrecherecke stellt.

Teacher Andi
8 Tage zuvor
Antwortet  vhh

Volle Zustimmung, Sie bringen es auf den Punkt. Man hat tatsächlich das Gefühl, in einer Welt zu leben, in der Theorie und Ansprüche völlig an der Realität vorbeigehen, und jeder Theoretiker brüstet sich mit seinen Ideen und zeigt mit dem Finger auf die Ausführenden. Tatsächliche Schwerpunkte und Unzulänglichkeiten lässt man bequemerweise außen vor. Als Lehrer kann man bei so viel Starrsinn nur noch mit dem Kopf schütteln.

447
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja.
(Nur um ihren Stil mal zu kopieren)

Wenn ein Gesetz vorschreibt, dass der Himmel grün ist wird das dadurch weder wahr, angemessen oder (sachlich oder moralisch) richtig.

447
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und das „so gut wie möglich“ ist rein politische Auslegungssache.

Metalman
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Da Sie immer wieder das rechtliche Argument ziehen, welche Verbindlichkeiten, die mehr als das Wort verdienen, erwachsen denn aus einer solchen Unterzeichnung? Gäbe es die, müssten unsere Politiker ja handeln. Eher das Gegenteil passiert aber:

Düsseldorf. Das Land NRW will die Finanzmittel für die Inklusion in Schulen massiv kürzen. Waren für das Haushaltsjahr 2023 noch 35 Millionen Euro für zusätzliches Unterstützungspersonal vorgesehen, so soll dieser Betrag für das Jahr 2024 auf 0 reduziert werden. So steht es im Haushaltsentwurf.

https://www.nw.de/nachrichten/zwischen_weser_und_rhein/23662987_NRW-will-bei-Inklusion-in-Schulen-kuerzen-Aufschrei-in-der-Branche.html

Onkel Tom
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Es darf doch aber festgestellt werden, dass ein gesetzlicher Anspruch eine Mogelpackung bzw. Betrug ist, wenn der Anspruch gar nicht realisiert werden kann.

Lisa
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wieso, klappte doch beim Anspruch auf einen Kita-Platz auch? Wo nichts zu holen ist, hat der Richter sein Recht verloren. Ich bin wie gesagt nicht für diese desolaten Zustände. Kann sie aber auch nicht ignorieren. Ihre Aufrechnung des Dienstwagenprivilegs mit der Schulsanierung ist sehr gut, wenn man den Bundestag um die Hälfte der Abgeordneten reduzieren würde, wäre auch noch mehr drin für den Ausbau der Strukturen. Leider wird aber gar nicht die Politik in Pflicht genommen, sondern die Lehrer. Tenor: Die sollen sich nicht so haben. Die sollen den putzign Rollifahrer oder das süße Trisomie23- Mädel gefälligst reinlassen. Das tut einfach nur weh, besonders denjenigen, die schon tun was sie nur können.

Mika
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und den Anspruch auf Inklusion sieht die Politik unisono erfüllt, wenn sich das Kind räumlich in einer Regelklasse befindet. Die hat da Null Druck, sich zu bewegen, solange der Schulträger den Stuhl dafür bezahlen kann.

Mika
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Völlig korrekt. Und trotzdem geschieht genau das: der Stuhl wird dazugestellt, und damit ist es für die Politik erledigt. Das ist eben der Unterschied zur Kita: hier gibt es gesetzliche Vorgaben, die fachfremdes Personal und die permanente Ausweitung der Gruppengrößen nicht zulassen. Weiterhin sind viele Kitas in der Hand privater Träger (nicht in kommunaler Hand), so dass die Kommunen nicht über die Aufweichung von Gruppengrößen alle Kinder einfach in die Kitas stecken können. Der „ Stuhl dazu“ funktioniert nicht, und damit kommt der Staat seiner Verpflichtung, einen Kitaplatz zu gewährleisten, nicht nach. Ergo: zahlungspflicht beim Staat.
Anders bei Inklusion in Schule, da scheint bislang der „Stuhl dazu“ auszureichen. Solange nicht von den Anspruchshaltern, also den zu inkludierenden Kindern resp. ihrer Eltern, die konkreten Fördermaßnahmen gerichtlich festgestellt und durchgesetzt werden, tut sich da nichts. Und wie oft gab es solche Prozesse mit welchem Ausgang? Mir ist keiner bekannt.

Pit2020
7 Tage zuvor
Antwortet  Mika

@Mika

Ach, wenn auch die Stühle vom Schulträger nicht mehr bezahlt werden (können):
Die nächste Projektwoche kommt bestimmt … 😉

Alex
6 Tage zuvor
Antwortet  Pit2020

Wahlweise auch der nächste Sponsorenlauf.

Mika
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Vielleicht sind die Kollegen hier die falschen Ansprechpartner für Ihre Hinweise. Ich wünschte mir 16 Interviews mit 16 Glorreichen und diversen Schulträgern zur Frage, warum die Lehrkräfte mit der Inklusion weitestgehend allein gelassen werden und die Unterstützung in vielen Fällen allein darin besteht, einen zusätzlichen Stuhl zur Verfügung zu stellen. Ich möchte klare Handlungsanweisungen meines Arbeitgebers haben, wie ich meine jetzt schon zu knapp bemessene Arbeitszeit priorisieren soll, um genügend zeitliche Ressourcen für gelingende Inklusion zu haben: was soll ich stattdessen weglassen? Ich möchte Antworten zur Frage, wie ich Kindern gerecht werden soll, die zum Teil Förderstati haben, die eine spezielle Ausbildung erfordern (emotional/soziale Defizite, geistige Einschränkungen, körperliche Einschränkungen wie schwere Sehschwäche), obwohl ich dafür nicht ausgebildet bin. Ich möchte wissen, warum die Klassen mit Inklusionskindern trotzdem 30 SuS haben müssen, und warum nicht regulär in solchen Klassen maximal 15, je nach Beeinträchtigung auch weniger SuS einschließlich doppelt gestecktem Sonderpädagogen arbeiten. Ich hab so viele Fragen an die Kultusminister: liebe Redaktion, wir könnten Ihnen diese Fragen schicken und Sie leiten die an die 16 Glorreichen weiter?

Mika
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe KollegInnen, die Ihr ebenso unzufrieden mit den Ressourcen seid, die uns in den Schulen zur Umsetzung einer echten Inklusion zur Verfügung gestellt werden:
Nutzen wir diese Möglichkeit! Formuliert Eure Bedürfnisse, Eure Probleme und Eure Fragen (am besten unter Angabe Eures Bundeslandes, damit der/die richtige Glorreiche angesprochen wird) zur Umsetzung der Inklusion und schickt sie an die Redaktion. Ich denke, dass wir so mehr erreichen können als uns hier gegenseitig immer wieder zu versichern, dass es so wie derzeit eben nicht funktioniert!
Ich zähle auf Euch, Mika

Mary-Ellen
7 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Hat was Konstruktives! 🙂

mama51
7 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Ja, guter Plan!

Hahaha!!!! Theoretisch (!!!) könnte die Redaktion “ mit herzlichen Grüßen “ die hier veröffentlichen Beiträge kurzerhand „übernehmen“ und als „Sammelband“ an alle Glorreichen weiterleiten. Das jeweilige BL ist dabei sicher unerheblich zu erwähnen, es sind wohl überall und überhaupt die gleichen Missstände zu beklagen.

Nelle
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und? Bleibt der Ball bei uns? Oder greifen Sie den Impuls IHRER LESER auf und werden selbst – journalistisch – aktiv?

Pit2020
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion

„… Deutschlands meistgelesenes Bildungsmagazin, das auch von Politikerinnen und Politikern wahrgenommen wird.“

Etwas „wahrnehmen“ ist ein sehr dehnbarer Begriff.

Man kann etwas aus dem Augenwinkel wahrnehmen und sich dann etwas anderem zuwenden.
So hat die Wahrnehmung keinerlei Wert.

HÄTTE diese Wahrnehmung – die Sie ja vermuten – einen Wert (irgendeinen „nachhaltigen“ 😉 Wert) … hätten wir (aka LuL vor Ort in 16 Bundesländern, SuS damt Eltern) das nach Jahren (!) nicht irgendwie (!) merken müssen?!
Oder sind wir dafür nicht

  • ausgebildet?
  • nicht achtsam genug?
  • einfach zu dumm?
  • nicht sensibel genug?
  • sonstwie nicht geeignet?

Woher wissen Sie denn, dass diese „Wahrnehmung“ etwas bewirkt?

Damit meine ich, dass nicht nur ein Praktikant eines Ministeriums mal drüberliest im „Scanning“-Verfahren und gelegentlich mal eine dürre Email mit lauwarmen Worten an die Redaktion mailt?
Und das müssen Sie jetzt nicht falsch verstehen (wollen), denn die Freude über die von der anderen Seite gezeigte Aufmerksamkeit in Form einer verbalen „warme Dusche“ tut ja jedem Menschen gut, auch schon kleinen Kindern in der Kita tut das richtig gut. (Naja, von denen hat noch nicht jeder verstanden, dass es sich um das Training von sozial erwünschtem Verhalten handelt und dass sich das nicht mit dem tatsächlichen Gedankengut, tatsächlich vorhandenen Absichten und erst recht nicht mit späteren Handlungen decken muss! 😉

Welche anderen KONKRETEN Nachweise haben Sie denn für messbare KONKRETE Erfolge, die aus der von Ihnen angeführten Wahrnehmung seit der Existenz von n4t resultierten oder noch resultieren?
(Empfindungen reichen da leider genau so wenig wie eine exemplarische Auflistung von Einladungen zu Podiumsdiskussionen, in denen ausdauernd die gängigen wohlwollenden Worthülsen ausgetauscht – oder auch nur „gespiegelt“ – werden.)

Da ich meine Fragen durchaus ernst meine, freue ich mich auf eine ernste Antwort.
Vielleicht kommt jetzt aber auch eine Reaktion wie in letzter Zeit öfter und diversen Foristen zuteil gewordene leicht pampig und abkanzelnd formulierte 1-Zeiler (Das ist schon mehr als „Ja“, was in diesem Falle nicht passen würde.) kombiniert mit „gerne hier nachlesen …“

Dennoch:
Herzliche Grüße!

Pit2020
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion

Das „PS.“ haben Sie nachträglich hineingearbeitet, bei der ursprünglichen Antwort fehlte es noch.

Dass Sie überhaupt darauf eingehen, ist schon gut.
Dass Sie es diesmal nicht „leicht pampig und abkanzelnd“ getan haben, ist noch besser und womöglich dem Umstand geschuldet, dass Sie sich die Zeit zum nochmaligen Überlegen genommen haben – weil Sie es hier im Forum KÖNNEN. (können = die Möglichkeit besteht tatsächlich)

Es ist genau diese Zeit, die uns allen (!) in immer mehr Lärm (aller Art) und Hektik fehlt.
Hier (selbst bestimmend in Ihrer Redaktion) bestand gerade eben die Möglichkeit, noch einmal „nachzuarbeiten“.
Im Tagesgeschäft der LuL besteht diese Möglichkeit NICHT. (vgl. unten)

„… haben aber weder die Zeit noch die Geduld, auf jede Provation mit therapeutischer Seelsorge zu reagieren. …“
Da geht es Ihnen wie den LuL vor Ort.
Allerdings:
Sie können doch tatsächlich SELBER entscheiden, ob Sie von – nur z.B. – 200 Posts auf 2, auf 20 oder auf 100 reagieren.
(Es wird sich in der Folge vermutlich niemand selbst verletzen, auch besteht wohl kaum die Gefahr, dass der Banknachbar eines Foristen verletzt wird, nur weil von Ihnen keine unmittelbare Reaktion erfolgt. Und wie oft haben schon die Eltern von Foristen bei Ihnen „vorgesprochen“?)
DAS ist ein erheblicher Unterschied zu der Berufsrealität von LuL.

Und weiter:
„Wir halten es da mit Lehrkräften, die im Klassenraum auch mal einen Punkt machen müssen: Irgendwann ist es gut.“
Eben NICHT! (s.o.)

Und Sie wollen nicht ernsthaft

  • sich selbst und Ihre Aufgaben,
  • Ihre Arbeitsbedingungen und
  • Ihre Möglichkeiten mit denen von LuL oder
  • Ihr Forum

mit einem Klassenraum vergleichen?!
Das ist – soweit es mich betrifft – eine rhetorische Frage. Es ist nicht als Auftakt zu einem „Scharmützel“ gemeint, denn als LK kann ich Ihnen verraten: „Irgendwann ist es gut.“ 😉

Nochmal:
Herzliche Grüße

Indra Rupp
6 Tage zuvor
Antwortet  Pit2020

Oh doch, das tue ich mittlerweile auch. 😉
Ich habe behinderte Kinder im Publikum (auf der Straße) als Puppenspielerin und dadurch weniger im Hut, weil andere dann lieber weiter gehen.
Ich habe behinderte Kinder beim Reiten und denke mir extra was für sie aus.
Ich hatte auch behinderte Kinder im Musikunterricht.
Ich werde auch mal von Eltern genervt.
Auch mal öfters.
Ich habe auch mit behinderten Kindern lesen geübt.
Und ich würde lieber behinderten Kindern die Quadratur des Kreises erklären als dem N4T Forum die Menschenrechte.

Bla
8 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nein, jedoch muss man die Realität eben auch nicht aus den Augen verlieren.
Die Gesetze gehen an den Staat – den Arbeitgeber in diesem Fall.
Die Arbeitnehmer sollen dies jedoch erfüllen.
Also: Durchführbarkeit von nicht Durchführbaren momentan.

Und das ist doch das Problem. Ich denke in der Sache sind wir doch eigentlich nahezu alle sowieso einig?
Redaktion und Rest spricht halt aneinander vorbei.
Beide prangern den Staat an, dass Ressourcen fehlen.

Aber … momentan ist das halt nicht Realität, dass Ressourcen da wären. Da kann es noch so viele Gesetze geben. Das wäre toll, wenn sie es wären und eingehalten werden. Eine „Umsetzung“ ohne Ressourcen ist einfach nur ein Abschieben des Zustandes. Und das wird zurecht hier von vielen Seiten kritisiert.

Mo3
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

So wie gerne Lehrerstellen zwar ausgeschrieben werden, aber dann nicht besetzt werden (können). Es ist natürlich grundsätzlich richtig, den Bildungsbereich mit mehr Mitteln auszustatten.

Bla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Diese sind auch in anderen Bereichen allerdings oft schon an den Grenzen ausgelastet. Dort Termine zu bekommen … nicht ganz so einfach.

Aber ja, die Umsetzung sollte definitiv verbessert und besser durchdacht werden. Auch des Studiums und Refs.

vhh
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das Millionenheer von Studierenden lebt nicht gleichmäßig über Deutschland verteilt, im Gegensatz zu Kindern mit Förderbedarf. Die Psychologen haben derzeit Termine mit 6 Monaten Vorlauf, die „woanders“ arbeitenden kommen vielleicht aus so schulnahen Feldern wie Human Resources. Gesundheitsfachkräfte an Schulen: https://www.gesundheitsamt.bremen.de/gesundheitsfachkraefte-an-schulen-gefas-22434 den Nutzen als Entlastung für die Lehrkräfte (bei Schließung aller Förderschulen, das ist ja das Ziel) möge jede/r selbst beurteilen. Ergotherapie (=“Engpassberuf“): https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ergo-physiotherapie-und-co-viel-frust-bei-therapeuten-im-land.43c3fc8b-8353-432a-812c-3e8f9f893c28.html
Der Vorschlag MPT ist prinzipiell vernünftig, aber unter den herrschenden Rahmenbedingungen ziemlich nahe an der Realitätsblindheit, die ich ursprünglich beklagt hatte.
Die kommen in Scharen zurück? Optimismus ist nicht verboten, aber auch keine ehrliche und tragfähige Planungsgrundlage.

Bla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Ressource „Geld“ WÄRE da. Nur nicht für Bildung. Bei den Personal gehe ich wie unter beschrieben nicht mit. Das wäre mir neu, dass man genug Personal für Multiprofessionelle Teams hat. Das reicht so oder so schon nicht aus.
Ärzte – Land
Psychologen – Therapie (Zeit)
Gesundheitsfachkräfte – Corona (total überlastet und überfordert gewesen) -> Pflege? Sowieso vieeel zu schlecht momentan vom Personal her aufgestellt. Lerntherapeutinnen? Viele selbständig und rentabler somit. Dazu auch oft ausgelastet, wenn sehr gut.
Studierende? Unter momentanen Bedingungen an die Schule bringen? Realitätsfremd – könnte man aber durch Reform und Studiengangsordnung anpassen/ändern zumindest.
Gehen wir weiter? Informatiker – die lachen fast alle, wenn man fragt, ob sie an Schulen arbeiten wollen.

Bla
7 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ist mir bewusst. Wir haben externe und interne Stellen für die Administration und Wartung/Instandhaltung vor Ort. Sind allerdings nicht staatlich.

Unverständnis
8 Tage zuvor

Und ist denen auch bewusst, dass Kinder dort besser gefördert werden, weil die Regelschulen schon mit den Kindern dort überfordert sind? Vielleicht einfach mal bei den Eltern ansetzen.

Teacher Andi
8 Tage zuvor

Es heißt nicht „Sonderschulen“, sondern „Förderschulen“, es ist schon bezeichnend, dass hier wieder veraltete Begriffe hervorgeholt werden. Die in irgendeiner Form behinderten Kinder werden nicht ausgesondert, sondern nach ihren individuellen Möglichkeiten gefördert. Mir erschließt sich nicht, was daran jetzt so verwerflich sein sollte. Das große Problem ist nur, dass es vielfältige Behinderungen gibt, die man nicht mit einem gemeinsamen Konzept unter einen Hut bekommt, d.h. eigentlich müsste fast für jeden Schüler eine besondere Lehrkraft da sein. Wenn die UN meint, hier groß tönen zu müssen, dann soll sie doch bitte auch die Mittel dafür zur Verfügung stellen, die mit Sicherheit nicht nur in Deutschland knapp bemessen sind. Aber vom grünen Tisch aus lässt sich leicht fordern. Die Praxis werden wohl die Wenigsten kennen.
Solange alle anderen Ressorts im Bundeshaushalt wichtiger sind und Bildung an unterster Stelle steht, und solange der Umgang des Dienstherrn mit seinen „Untergebenen“ sich nicht deutlich ändert, wird die Umsetzung einer zielführenden und für alle gewinnbringenden Inklusion nicht funktionieren. Das Ganze nun mit Gewalt durchzusetzen schadet eher als es nützt.
Eine komplexere Denkweise wäre vonnöten, Inklusion in anderen Bereichen sicher viel gewinnbringender, aber man hat sich hier verkrampft auf ein fast unmögliches Ziel versteift.

Uwe
7 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Interessanterweise arbeiten an den Förderschulen Sonderpädagogen. Da hat man beim Euphemismus Bullshit einfach mal die Lehrer*innen übersehen.

Alter Pauker
8 Tage zuvor

Ehrlich gesagt: In der Grundschule geht es für Lehrer nur noch ums Überleben. Da Ist mir und allen anderen Lehrern, die ich kenne, die Meinung der EU, also den extremst gut bezahlten Sesselpupsern, schlicht egal.

Bla
7 Tage zuvor
Antwortet  Alter Pauker

Ich würde das gerne ergänzen: An Schulen generell geht es nur noch ums Überleben.

AlexB
8 Tage zuvor

Was hilft Kindern das Recht auf Teilhabe, wenn diese Teilhabe eine Qual bedeutet?
Nicht jedes Kind kommt in einer großen Gruppe von 27 andern Kindern zurecht.
Die ganze Diskussion schaut zu viel auf Etikettierungen und zu wenig auf die Bedeutung für das jeweilige Kind.

Inklusion darf nicht bedeuten so zu tun, als gäbe es die jeweilige Einschränkung nicht, sondern sie sollte es ermöglichen, bestmöglich mit dieser Einschränkung zu leben.

447
8 Tage zuvor
Antwortet  AlexB

Was aktuell unter „Inklusion“ läuft ist einfach zu erkennen:

1. Die ideologisch-politische Komponente freut sich einen Ast ab, noch mehr Störung, Gleichmacherei und Sand ins Schulgetriebe zu streuen – also sind sie dafür.

2. Die Interessenvertreter der Politik erkaufen sich mit der Lärm- und Agitationsmacht von 1. die Möglichkeit, fett Geld zu sparen, indem Förderschulen geschlossen werden.

Beiden Gruppen sind die betroffenen Kinder in Wirklichkeit relativ egal.

baaaal1
8 Tage zuvor

als die inklusion bei uns eingeführt wurde, waren die meisten dafür, allerdings unter der voraussetzung, dass entsprechende maßnahmen in den schulen einzug halten.. denke da nur an eine zweite begleitende lehrkraft, kleine klassen und eine gründliche ausbildung der unterrichtenden.
was ist erfolgt? die inklusionsschüler sind verschoben worden in die regelschule, leider wurden die erforderlichen maßnahmen in den schulen aber vernachlässigt.
ebenfalls wurde nicht bedacht, dass es vielfältige arten von behinderungen gibt.. in den medien werden immer vorzeigeklassen aufgezeigt, bei denen im rollstuhlsitzende schüler munter em unterrichtsgeschehen folgen (können)..meistens ist dann auch eine zweite lehrkraft im zimmer anzutreffen. so wird pro-stimmung aufgebaut. die realität sieht leider aber ganz anders aus.
warum geben die politiker nicht zu, dass der inklusionsgedanke einzig und allein daraufhinaus zielt, geld zu sparen, damit die förderschulen eingespart werden können.
vielleicht sollte man auch einmal die betroffenen kinder selbst befragen.. sie lieben ihren behüteten hort (förderschule) und können nur dort ihren fähigkeiten entsprechend gefördert werden.

447
8 Tage zuvor
Antwortet  baaaal1

So sieht es aus.

Melissentee
8 Tage zuvor

Wir haben ein immer schlechter funktionierendes System, unser Bildungssystem. Immer weniger Lehrkräfte, immer mehr Kinder mit besonderen Bedürfnissen und keine ausreichenden finanziellen und räumliche Möglichkeiten, die Strukturen auf die Bedarfe anzupassen.

Je mehr wir diesem maroden System aufbürden, desto eher bricht es zusammen und wird dysfunktional. Das ist es schon heute für Kinder mit mangelnden Sprachkenntnissen und Kinder mit Behinderungen. Aber auch Kinder, denen Lernen schwer fällt. Irgendwann wird es auch für den Rest dysfunktional.

Klar ist, das System muss umgebaut werden. Aber bisexuell ausreichend Ressourcen haben, muss auch für den Rest, die Kinder ohne Probleme, ein funktionierendes System bestehen bleiben. Wenn gesellschaftlich der Eindruck entsteht, dass Verbesserungen für die problembelastete Gruppe zu Lasten der leistungsstarken oder durchschnittlichen Kinder geht, wied Inklusion und Integration immer weniger Akzeptanz finden. Und wir brauchen Kinder, die eben NICHT zu den 25% gehören, die nicht richtig lesen und rechnen können. Auch bei den guten Kindern sinkt das Niveau.

Und diese Debatte muss man irgendwann führen, sonst haben die Rechten das Thema an sich gerissen und dann ist keine offene Debatte mehr möglich. Denn um etwas zu verbessern muss man Probleme benennen undxauch die Kipppunkte eines Systems. Die muss man nämlich verschieben, damit das System mehr Kinder aufnehmen kann. Wie das geht, geht nur, wenn man sagt,dass es momentan nicht mehr geht und woran es liegt.

Und von positiver Einstellungen zu Inklusion, Offenheit und Abkehr vom Leistungsgedanken wird kein System wieder leistungsfähig.

Cornelia
7 Tage zuvor
Antwortet  Melissentee

Neben den Ressourcen ist tatsächlich auch der Umfang des Umbaus ein Hauptproblem . Und eben damit auch das funktionierende System während der gesamten Umbauphase, und nicht nur für die Kinder ohne Probleme, sondern gerade auch für die mit Behinderungen. Stichwort: fragile Gesundheit. Das ist sicher ein Grund, dass viele Eltern ihre behinderten Kinder weiterhin auf die Sonderschule schicken. Nicht, weil sie ihrem Kind ein Menschenrecht verweigern wollen, sondern weil sie seine Gesundheit nicht noch mehr aufs Spiel setzen wollen.
Also stellt die Umbauphase eine extrem große Herausforderung dar. Wenn in einem Haus in jedem Zimmer ein Umbau stattfindet, ist es eigentlich gar nicht mehr bewohnbar und funktionstüchtig.
Vor einigen Jahren las ich hier mal einen Artikel, dessen Titel von Inklusion „als OP am offenen Herzen des Schulsystems“ sprach. Ich denke, diese Bezeichnung ist heute treffender denn je.

Cornelia
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das bedeutet halt auch, dass es keinen Plan gibt, der alle Anforderungen und Ansprüche ohne große Folgeprobleme, Spannungen, Friktionen unter einen Hut bringt. Ich bin ziemlich sicher, dass es schon immer Inklusion geben würde, wenn es didaktisch usw. irgendwie machbar wäre. Wenn in den meisten Ländern behinderte Kinder einfach zu Hause gelassen werden und buchstäblich hinterm Ofen sitzen, ist das auch keine Inklusion. Aber Sonderschulen gibt es dort keine, die man monieren muss als nicht inklusiv.
Umsetzung der Inklusion kostet nicht nur eine ganze Menge Geld, sondern auch eine ganze Menge Zeit,da sind 14 Jahre nicht viel. Außerdem wurde ja auch schon viel umgesetzt, das darf man nicht übersehen. Warum wird das von dieser Elterndelegation nicht positiv in die Waagschale geworfen? Inklusion geht nicht einfach so nebenher, und man hat mit Menschen (und nicht mit Gegenständen) zu tun , und die dürfen nicht unter schlecht gemachter oder überstürzt vorangetriebener Inklusion
zu leiden haben. Die gute Bildungsqualität des bisherigen Sonderschulwesens sollte in der Inklusion erhalten bleiben. Lehrkräfte sollten keinesfalls überfordert werden.

Cornelia
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Also geschichtsvergessen bin ich gewiss nicht. Schon zum Teil noch in den Fünfzigern habe ich genug Zeitzeugenberichte aus der nächsten Verwandtschaft erfahren, die ich nie vergessen werde.
Aber seit es Schulpflicht gibt, hat man versucht, alle zu beschulen, und wenn es aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich war, musste das Kind daheim bleiben, wie es heute noch in vielen Ländern der Fall ist. Das ist in meinen Augen nicht eine bösartige Aussonderung, sondern ein Unvermögen, eine Situation zu bewältigen. Die Not, die damals herrschte unter einem großen Teil der Bevölkerung, können wir uns heute kaum mehr vorstellen. Übrigens waren es zuerst die großen Kirchen, die sich um die Not der Schwächsten kümmerten, und zum Beispiel Heime gründeten. Nicht alles, was heute schlecht geredet wird, war, im damaligen Kontext gesehen, wirklich schlecht.

Etwas völlig anderes dagegen war die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus .

Cornelia
6 Tage zuvor