Lehramtsstudierende als Vertretungslehrer: „Ins kalte Wasser geschmissen und allein gelassen” – Bildungsforscher schlägt Alarm

116

AUGSBURG. Lehramtsstudierende werden immer häufiger als Vertretungslehrkräfte eingesetzt – teilweise sogar mit umfangreichen Verantwortlichkeiten, die eigentlich ausgebildeten Lehrkräften vorbehalten sind. Der Augsburger Schulpädagoge Prof. Klaus Zierer schlägt nun Alarm: Der massive Einsatz von Studierenden in Schulen gefährde nicht nur die Unterrichtsqualität, sondern zunehmend auch den Erfolg des Lehramtsstudiums. Eine aktuelle Studie aus Österreich bestätigt den Befund.

Eisbad. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Zierer beobachtet bei seinen Studierenden „immer häufiger schlechte Noten und Belastungen durch Überarbeitung wegen ihres Einsatzes an Schulen“. Scharf kritisiert er mit Blick auf die Situation in Bayern: „Es ist grotesk, dass das Kultusministerium die Qualität des Lehramtsstudiums aufs Spiel setzt, um ihre Statistiken beim Unterrichtsausfall und den selbst verschuldeten Lehrermangel zu beschönigen.“ Im Freistaat können Studierende ihm zufolge an allen Schularten als Vertretungslehrkräfte eingesetzt werden – und sie tragen dabei längst Verantwortung, die weit über klassische Aushilfstätigkeiten hinausgeht.

Nach Angaben Zierers arbeiten manche Studierende „bis zur Hälfte der Unterrichtspflichtzeit oder darüber hinaus“. Teilweise würden sie sogar als Klassenleitungen eingesetzt. Sie müssten Noten vergeben, über das Vorrücken mitentscheiden, Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen verhängen, Aufsicht führen und hätten Stimmrecht in der Lehrerkonferenz. Zierer beschreibt die Lage als klare Überforderung: Die jungen Menschen würden „ins kalte Wasser geschmissen und allein gelassen werden, weil ein Großteil der Schulleitungen in Anbetracht der Vielzahl an Aufgaben eine Betreuung on top oder nebenbei nicht leisten können“.

„Man würde niemals Medizinstudierende eigenverantwortlich Operationen durchführen lassen.“

In einer Stellungnahme zieht er Vergleiche: „Man würde niemals Medizinstudierende eigenverantwortlich Operationen durchführen, Jurastudenten Gerichtsurteile schreiben oder Architekturstudenten Pläne für Brücken oder Hochhäuser entwerfen lassen, ohne dass dies ein ausgebildeter Arzt, Richter oder Architekt noch einmal überprüft.“ Und er betont: „Es ist unverantwortlich gegenüber unseren Kindern und Jugendlichen, wenn sie von unerfahrenen und noch nicht qualifizierten Laien erzogen und unterrichtet werden.“

Zierer kritisiert außerdem, dass Studierenden jegliches schulrechtliche Fundament fehle – ein Risiko gerade in schwierigen pädagogischen Situationen. Nach seinen Worten ist ein Vollzeitstudium so anspruchsvoll, dass „ohne eine systematische, curriculare und professionalisierte Begleitung“ die parallele Tätigkeit als Aushilfslehrkraft schlicht nicht zu bewältigen sei. Die Folgen: „Wir haben die ersten Studenten, die Studienleistungen nicht schaffen, weil ihnen dafür wegen ihres Aushilfsjobs an Schulen Zeit und Kraft fehlt.“

Zierer stellt die Frage nach der staatlichen Verantwortung: „Es ist höchst zweifelhaft, wenn der Staat selbst das Wohl junger Menschen gefährdet, für die er eine besondere Fürsorgepflicht hat.“ Die darüber hinausgehende unbegleitete Schulpraxis im erheblichen Umfang stehe einer qualifizierten Ausbildung grundsätzlich entgegen, betont er.

Der Professor fordert daher deutliche politische Korrekturen. Aus seiner Sicht darf künftig ohne umfassende Betreuung nur noch ein sehr begrenzter Einsatz möglich sein. Bedingungen:  maximal vier Unterrichtsstunden pro Woche, eine benannte, begleitende Lehrkraft, eine curriculare Begleitung während der Praxis sowie ein verbindliches Blockseminar mit schulpädagogischem Basiswissen.

Eine Ausweitung solle nur dann erfolgen, wenn das Studium nicht leide und die Professionalität systematisch gesichert sei – etwa durch Modelle wie Campus.Schule.Werk. Parallel dazu hat Zierer mit seinem Team eine Studie gestartet, die „das ganze Ausmaß der falschen bildungspolitischen Weichenstellungen sichtbar machen“ soll.

„Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Studierenden insgesamt von eher hoher emotionaler Erschöpfung und vielfältigen Anforderungen berichteten“

Eine aktuelle Untersuchung aus Österreich zeigt bereits, dass die Doppelrolle von Lehramtsstudierenden, die parallel zum Studium bereits im Schuldienst arbeiten, hochgradig belastend ist. Die explorative Studie von Christoph Helm, Universität Linz, und Gerda Hagenauer, Universität Salzburg, kommt zu dem Ergebnis, dass Studierende im Schuldienst vielfältige Anforderungen erleben Die Studierenden berichten von hohem Zeitdruck, fachfremdem Unterricht und Konflikten mit Schülern oder Eltern, gleichzeitig aber auch von einem hohen Motivationsniveau und einem starken beruflichen Enthusiasmus.

Zentral ist der Befund der emotionalen Erschöpfung: 60 Prozent fühlen sich durch das Studium „ausgebrannt“, während nur 17 Prozent dies für den Schuldienst angeben. Die Autorinnen und Autoren halten fest: „Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Studierenden insgesamt von eher hoher emotionaler Erschöpfung und vielfältigen Anforderungen berichteten, wobei die Anforderungen im Studium als deutlich belastender wahrgenommen wurden als jene des Schuldienstes. Die Ergebnisse legen nahe, dass Studierende zwar hoch motiviert und mit ausgeprägtem Enthusiasmus ihrer Tätigkeit als Lehrperson nachgehen, sie sich aber gleichzeitig auch stark belastet und durch die zu erfüllende Doppelrolle überfordert fühlen.“

Den Hochschulen gelingt es weder, den wachsenden Druck der Doppelrolle abzufedern, noch Studierende systematisch in ihrer Gesundheits- und Professionalisierungsentwicklung zu unterstützen. Die Autorinnen und Autoren verweisen auf die Gefahr langfristiger gesundheitlicher Schäden und betonen – ganz im Sinne Zierers –, dass ein Berufseinstieg ohne systematische Begleitung, Mentorierung und klare Belastungsgrenzen strukturell riskant sei. News4teachers

“Praxisschock ist ein Mythos”: Die meisten angehenden Lehrkräfte gehen gar nicht im Referendariat verloren (sondern…)

Anzeige

Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei

116 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Realistin
1 Monat zuvor

weil der Mangel viel zu groß ist.
Zu wenige kommen nach, zu viele wandern ab. Es gibt sehr attraktive Lockangebote mit 3 Tagen Homeoffice im warmen Eigenheim. Keine weite Anfahrt, kein Stau, keine Kälte, länger Schlafen, eher in der Küche zurück und viel höhere Gehälter!

Michi
1 Monat zuvor
Antwortet  Realistin

Definitiv eine Überlegung wert, liebe Realistin.
Ich hoffe, auf 7 % mehr Sold, 4 Tage W und Homeoffice 🙂
Als Mathelehrer finde ich definitiv gut bezahlte Homeofficejobs mit 35 Stunden.
Nicht 3 Tage, sondern 4-5!!
Da staunst du, was?
Natürlich steht der Beruf im Wettbewerb und auch deshalb ist der Mangel längst da!

Tanya
1 Monat zuvor
Antwortet  Michi

Wenn da nicht die 7 % rauskommen und es bei diesen Arbeitsbedingungen bleibt überlegen wir das auch. Die Deputate sind zu hoch und die Aufgaben haben überhand angenommen.
Eine4 Tage Woche ist doch perfekt.

Petra
1 Monat zuvor
Antwortet  Michi

Haben Sie sich schonmal beworben? 4000netto bekommt man nicht in jedem Job. Auch gilt man beim Berufswechsel wohl eher als Azubi, als dass man die gesuchte Fachkraft darstellt. Was kann ein Mathelehrer mehr, als ein M.Sc. Mathematiker?

Sage ich als Mathematik, Informatik und Physiklehrerin (Sek2)

Melissa G
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra

Es ist derart schlecht derzeit und die Gehälter stagnieren einfach nur.
Mit den 1-2 % gleichst du nicht die Inflation aus und kannst auch in Dubai nichts mehr wuppen.
Was lockt denn GenAlpha noch an???

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“Teilweise würden sie sogar als Klassenleitungen eingesetzt.”
WERDEN sie? Wenn ja, hoffe ich, dass sie an den Personalrat empfohlen wurden und Beschwerde eingereicht wurde – Sie können=müssen es noch nicht, darum ja das Ref!

Aber ein Forscher äußert sich negativ? Eine Studie aus Österreich?
Da sind die Bescherden über Menschen “nicht aus der Praxis”, die aus “dem Elfenbeinturm” verkünden erwartbar 😛

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Mit genau dieser Aussage outen Sie sich als Nicht-Lehrer, denn sonst wüssten Sie Bescheid!
Und nun ist es an Ihnen zu sagen, wer oder was Sie wirklich sind….ich fürchte Sie outen sich als Troll…..

potschemutschka
1 Monat zuvor

Er ist und bleibt eben ein Dummschwätzer!

Hysterican
1 Monat zuvor

Danke!

Mariechen
1 Monat zuvor

Rainer Zufall ist kein Lehrer. Das hat er in einem früheren Post mal geschrieben.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Ach so? Sicher, dass Sie das nicht verwechseln? Hier stellt er sich als Sonderpädagoge dar, arbeitend an einer Förderschule mit einigen wenigen Stunden an der Regelschule.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Ich denke nicht ^^
Bin Sonderpädagoge LA in Pforzheim.
Und wenn ich sehe, dass Referendar*innen fahrlässig als Klassenleitungen eingesetzt werden, werde ich Beschwerde einlegen, anstatt über “hätte” und “würde” zu relativieren 🙂

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Vor ein paar Jahren haben Sie sich hier aber nicht als Sonderpädogoge vorgestellt, sondern als Schulsozialarbeiter. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Da irren Sie sich ziemlich sicher ^^

Aber sollte ich mich da verschrieben haben, was mir nicht ganz selten passiert, möchte ich mich entschuldigen und Ihnen versichern, dass ich es nicht nötig habe, Ihnen falsche Angaben über mich zu machen oder wie andere im Forum Sockenpuppenaccounts zu pflegen (fragen Sie dazu mal Questioner..).

Was ich schreibe ist 100%ig menschlich, echt und muss trotzdem überhaupt nicht Ihrer Meinung entsprechen.
Aber ich freue mich, dass Sie anders als andere hier eine haben und äußern 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Wie sehr sollte ich Kritik jener im Forum zum Thema bitte ernstnehmen, die sonst gegen Forscher*innen pöbeln, die angeblich nicht nah genug an der Praxis seien?

Ungeachtet dessen finde ich die Formulierung “würden” etwas zu unverbindlich. Beschwerde einlegen, wenn man mitbekommt, dass Refis für sowas eingesetzt werden! Das müssen Kolleg*innen leisten!

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„ Beschwerde einlegen, wenn man mitbekommt, dass Refis für sowas eingesetzt werden!“

Mit welcher Begründung? Und bei wem?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Ich nehme an, dass diese laut Artikel noch nicht die Befähigung zur Klassenleitung erwarben, da Referendariat.
Ohne böses Blut zu streuen, aber da stünden ganz andere in der Reihe für die Klassenleitung, von Fachlehrer*innnen mit Praxiserfahrung bis hin zur Schulleitung selbst.

Beschwere bedeutet ja nicht, automatisch Recht zu bekommen.
Aber Sie sollten bei mir ja inzwischen wissen, dass mich sowas nicht ausbremst 😛

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

“Die Befähigung zur Klassenleitung” – You made my day!
Ich habe mein Klassenleitungsdiplom in meinem Arbeitszimmer hängen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Aber Du hast eben keinen Schnürsenkelbindeschein und kannst vermutlich auch nicht aus einem fahrenden Bus winken

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Sie meinen Ihr Examen?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nein. Klassen werden geführt. Also ist es der Führerschein

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Also ein Wortspiel ohne Subdtanz

Ehrlichgesagt kenne ich keinen Beitrag von Ihnen, der darüber hinausgeht ^^

Haben Sie mal etwas zu irgendwas gesagt?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Mit größter anzunehmender Sicherheit, aber nicht zu Ihnen.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nein, das haben die Seiteneinsteiger ja oft nicht. Es muss also was anderes sein.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Stimmt! Ich ging die ganze Zeit (unterbewusst? doof?) davon aus, es MÜSSE sich um Reffies handeln.

Was ist es also? Einfach nur Ausbeutung auf Kosten der Allgemeinheit, schätze ich 🙁

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Übrigens: es geht im Artikel nicht um Referendare.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Mein Fehler, mit “Refis” meinte ich Referendarinnen und Referendare.
Ich hoffe, ich konnte das Missverständnis richtigstellen 🙂

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nicht wirklich. Warum beziehen Sie sich auf Referendare, wenn es um Studierende geht? Erstere haben das Studium bereits erfolgreich abgeschlossen.
Ihrer Ansicht nach dürfen Lehramtsstudierende also Klassen leiten, Referendare aber nicht? Und warum sollen Referendare keine Klassen leiten dürfen? Steht das irgendwo?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

“Ihrer Ansicht nach dürfen Lehramtsstudierende also Klassen leiten, Referendare aber nicht?”
Nein, behauptete ich nie. Sie irren sich spektakulär.

Aber Danke für die Klarstellung. Habe den Irrsinn gelesen, aber offenbar in Referendari*innen rationalisiert ^^

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Rainer, Sie haben was getan? – “…in Referendari*innen rationalisiert…”?
Duden liefert mir für “rationalisieren” folgende Synonyme:
straffen, umorganisieren, vereinfachen, vereinheitlichen, umstrukturieren.
Wie, um Himmels Willen, kann man das in Refererndar*innen?
Mein Kopfkino schlägt Purzelbäume!
Ich kann das arme weiße Pferd bei den Temperaturen nicht schon wieder auf die grüne Wiese schicken (die ist momentan auch nicht grün, sondern reifbedeckt!)
🙂

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Hab nicht gegen Forscher gepöbelt, sondern gegen die Belastung, die Forscher für ihre Forschung Schulen aufdrücken…..nicht verstanden , ne?
Geht hier übrigens um Vertretungslehrerstellen , die von LA-Studenten erfüllt werden…..nicht genau gelesen, oder?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Meinte diesbezüglich auch nicht Sie, meines Wissens beschwerten Sie sich nicht über “den Elfenbeinturm” und lehnten dessen Forschungsergebnisse ab 😉

Wie weit die Belastung durch Forschende die Lehrkräfte im Vergleich zum alltäglichen Wahnsinn überfordern, würde ich geringer bezeichnen, aber da gehen die persönlichen Erfahrungswerte wohl (weit) auseinander

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wieviel aktuelle Praxiserfahrung hat Herr Zierer denn bitte?
Und hier spreche ich von eigenverantwortlichen Unterricht – nicht von einzelnen UB an gebrieften Musterschulen mit “Vorlauf”.
Ich würde ja fordern, dass alle Bildungsforscher im Bereich Schule auch ein Deputat an Schulen haben müss(t)en.
Aber gut … Würde bei einigen evtl. die Welt und das Weltbild sprengen.

Beschwerde einlegen gegen Ref. als Klassenleitung? Wo waren Sie denn bitte, dass Sie keine Klassenleitung im Ref. bekommen haben? Das war an meiner damaligen Regelschule nicht nur “Gang und Gäbe”, sondern es hätte anders garnicht erst genug Klassenleitungen gegeben. Alle LAAs im 2. Ausbildungsabschnitt (SJ) hatten fix eine Klassenleitung.
Ebenfalls an den anderen Schulen, außer eine LAA, welcher man “das nicht als zumutbar” betitelt hatte … So bisschen als Machtgefüge würde ich sagen. Aber hey … Ist halt ein Machtapparat.

Sie haben ja tatsächlich sehr wenig Ahnung was so “Usus” in der Praxis ist?
Dann verstehe ich Ihre Einstellungen und Kommentare zumindest etwas besser. Rosarote Brille und gut.
Beschweren [wie niedlich …] können Sie sich da sehr gerne … Landet in Ablage M. Ist ja nicht so, dass es – auch aktuell – nicht genug “Beschwerden” da eingehen. Sogar in Bereichen und Bezügen, welche über “Ref/LAA im 2. Jahr KL” hinaus gehen und tatsächlich gegen Rechte und Gesetze verstoßen.
Wird aktuell mehr oder weniger “verschoben”, “erhoben” bis “ausgesetzt”.
Das ist leider die Lebensrealität in einigen Punkten …

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Wo waren Sie denn bitte, dass Sie keine Klassenleitung im Ref. bekommen haben?”
Im Ref… (?)

Hatten SIE eine Klassenleitung während des Refs inne?

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Antworten werden überbewertet! Gegenfragen sind der neue geile Scheiß!

Genau so sehen meine Diskussionen mit AfD Anhängern oft aus.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Warum?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Tja, dann müssen Sie wohl Bla uneingeschränkt zustimmen. Schade ^^

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ich hatte keine Klassenleitung und fragte nach, ob Bla denn eine im Ref hatte – ich wurde darauf hingewiesen, dass es sich bereits auf das Studium bezieht.

Weniger eine Gegenfrage, als dieselbe Frage

Anders Leo Castor
1 Monat zuvor

Ein typisches Zufalls-Produkt mal wieder.

Kann nicht zwischen Referendaren und Lehramtsstudenten unterscheiden und schwadroniert dann in gefühlt 500 Beiträgen am Thema vorbei.

Natürlich werden Referendare auch in Klassenlehrerteams eingesetzt, sobald sie einen regulären Unterrichtsauftrag haben und eigenständig unterrichten. Mit einem erfahrenen Co-Klassenlehrer an der Seite können sie sehr von dieser Tätigkeit profitieren.

Bei Studenten sähe das dagegen tatsächlich ganz anders aus.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

Wegst Nichtwissen halt ein Troll….

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“sobald sie einen regulären Unterrichtsauftrag haben und eigenständig unterrichten”
WAR das laut Artikel gegeben?

“einem erfahrenen Co-Klassenlehrer an der Seite können sie sehr von dieser Tätigkeit profitieren.”
WAR im Artikel die Rede von erfahrenen Co-Klassenlehrer*innen?

Sie müssen mir selbstredend nicht zustimmen, ich persönlich sehe… so ziemlich alle anderen Lehrkräfte da vorher in der Pflicht, aber ich bezog mich durchaus auf Referendar*innen – und der Aufregung im Artikel folgend nicht unbedingt solchen, die bereits die Befähigung zur Klassenleitung bewiesen

Anders Leo Castor
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

WAR in dem Artikel von Referendaren die Rede?

Ach so, nein, natürlich nicht, das haben Sie sich mal eben ausgedacht, um wieder eine eigentlich sinnvolle Diskussion zu kapern und zuzuspammen.

An sich muss man allerdings für Ihre durchschnittlich drölftausend Beiträge am Tag sehr dankbar sein. In der Zeit, die Sie mit Ihrer sinnentleerten Schreiberei verbringen, können Sie wenigsten keinen Schaden an der Schule anrichten.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“Ach so, nein, natürlich nicht, das haben Sie sich mal eben ausgedacht, um wieder eine eigentlich sinnvolle Diskussion zu kapern und zuzuspammen.”
Was soll da mein Ziel gewesen sein?

Habe eben festgestellt, dass ich wohl unterbewusst mehr Sinn hineinphantasierte, als den realen Irrsin anzunehmen. ^^

Was meine niedere Absicht dabei gewesen seien soll, können Sie mir aber gerne mitgeben

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„ “sobald sie einen regulären Unterrichtsauftrag haben und eigenständig unterrichten”
WAR das laut Artikel gegeben?“

Ja. Artikel nicht gelesen? Es geht um Lehramtstudierende, die neben dem Studium als Lehrkraft an Schulen arbeiten. Diese erhalten einen regulären Arbeitsvertrag, genauso wie Seiteneinsteiger.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Habe mich verlesen bzw. den Irrsinn nicht vearbeitet, dass es sich um Studierende handelt.

Was die Seiteneinsteiger*innen betrifft, müssen meiner Meinung nach auch deren Vorerfahrungen bedacht werden, die nicht wenigen Studierenden fehlen, als auch die hohen Abbruchquoten. Das sollte nicht unbedingt Schule machen

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Und das sehe ich hochproblematisch!
Studium und Referendariat dienen zur Befähigung, Kinder und Jugendliche zu unterrichten.
Die im Artikel genannten Umstände zeigen auf, welch negativen Konsequenzen es hat, “Praxiserfahrung” als Notlösung für den Lehrkräftemangel zu missbrauchen.

Bin ehrlichgesagt überzeugt, dass wir da einer Meinung sind, oder nicht?

Hans Malz
1 Monat zuvor

“…maximal vier Unterrichtsstunden pro Woche, eine benannte, begleitende Lehrkraft, eine curriculare Begleitung während der Praxis sowie ein verbindliches Blockseminar mit schulpädagogischem Basiswissen.”

Ich meine, der hat ja recht, aber unter den Bedingungen kann der seine Studenten behalten. Wir haben genug Arbeit. Entweder man schafft dann auch Freiräume für die Kollegen oder man lässt es ganz sein.

“Den Hochschulen gelingt es weder, den wachsenden Druck der Doppelrolle abzufedern, noch Studierende systematisch in ihrer Gesundheits- und Professionalisierungsentwicklung zu unterstützen.”

Nein, doch, oh! Wilkommen in der Schulwelt. Also, wer soll das alles abfedern? Mir ist bewußt, dass das ein Teufelskreis ist, aber ich bin nicht für die Entwicklung verantwortlich und so können sich die zukünftigen Kollegen schon mal ein Bild vom ganz realen Irrsinn machen … vielleicht überlegt sich das dann der ein oder andere nochmal.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

So ist es ….leider! Wir stellen auch Lehramtsstudenten ein….eiegntlich für Doppelbesetzung, als Teampartner…..aber dann doch als selbstverantwortlich….weil sonst bricht alles zusammen….
Natürlich fragen wir nach, bieten Unterstützung an, aber eine Begleitung? Nein, das geht nicht…..wie auch?

Mika
1 Monat zuvor

Ich staune, dass Herr Prof. Zierer bei Lehramtsstudierenden das Problem der fehlenden Professionalität sieht, bei noch weniger qualifizierten Seiteneinsteigern jedoch nicht…

Davon abgesehen: Ich gebe ihm vollumfänglich recht. Die seit etlichen Jahren zunehmend ausgeübte Praxis, dafür nicht ausgebildete Menschen als Lehrkräfte einzusetzen, ist aus meiner Sicht ein Verbrechen an den betroffenen Schülern und an den Unterrichtenden.

vhh
1 Monat zuvor

Da hat der Herr Professor u.a. diese Kleinigkeit vergessen: die Benennung einer begleitenden Lehrkraft reicht nicht, die wird wohl auch eine entsprechende Stundenentlastung brauchen. Ist aber nicht so dramatisch, da nimmt man die Älteren, wegen Erfahrung und so, oder auch weil die sowieso schon Gesundheitsschäden haben, was macht da etwas zusätzliche Arbeit.

Abgrenzung
1 Monat zuvor

Und fertig ausgebildete Lehrkräfte werden nicht eingestellt. Falls doch, mit unter 10 Schulstunden als Vertretung …
Viele Schulen haben Bedarf und die Schule darf keine Stelle ausschreiben!!! Warum berichtet darüber eigentlich niemand?
Lehrermangel ist da, weil die Schulen KEINE Stellen ausschreiben dürfen!!!

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Abgrenzung

Das ist der ganz normale Arbeitsmodus der Kultusministerien, man erstickt in Bürokratien und merkt es nicht mal.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Abgrenzung

Und da haben Sie leider den Punkt getroffen….es gibt Lehrkräfte, sogar grundständig ausgebildet….aber es werden nicht alle eingestellt…..da fragt man sich schon, wie das sein kann….
Stattdessen werden kleine Verträge mit Lehramtsstudenten geschlossen….und in der Not diese leider auch als vollausgebildete Lehrkräfte eingesetzt. Das machen wir auch so, aber es geht nicht anders….

Anamor
1 Monat zuvor

Ist billiger.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Anamor

Eben, billiger nicht preisgünstiger.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Abgrenzung

So ist es….aber die Schulministerien sind ganz sicher anderer Meinung…..

Borschtl
1 Monat zuvor
Antwortet  Abgrenzung

Ja halloooooo?!?! Die haben ja auch versehentlich aufgrund eines Softwarefehlers gedacht, dass 1400 Lehrkräfte mehr im dienst seien, als es tatsächlich waren. Huuuupsi, passiert. Sorry! Aber hey, dafür war Kohle für eine super Werbekampagne vorhanden. Sinngemäß war zu lesen:“Bist du faul und hast eigentlich nur Bock auf Ferien? – Werde Lehrkraft in BaWü!“

Biene
1 Monat zuvor

Ohne Studierende kenne ich einige Klassen ohne Mathe- und Englischlehrer. Dann müsste für alle Mathe/Englisch gekürzt werden, damit alle noch Unterricht haben. Wir brauchen die Studenten mit so vielen Stunden wie sie können.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Biene

Das kann aber nicht die Patentlösung sein. Und wenn man die Sache weiterdenkt, dann verbrennt man diese zukünftigen Lehrkräfte, die so dringend benötigt werden, denn sie werden für die gleiche Arbeit schlecht bezahlt und können jederzeit wieder fallen gelassen werden, wenn der Dienstherr gerade keine Verfügung mehr hat.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Jepp, das macht richtig Lust auf mehr… Aber hey… da zeigt sich unser Arbeitgeber sehr authentisch und in seiner ganzen Größe.
You will get what you see…

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Sie haben vollkommen recht. Aber was passiert, wenn niemand sonst da ist, der die Arbeit machen kann? Das ist ein Teufelskreis.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Schulbesuchsdauer flexibel an das vorhandene Personal anpassen. Im Krankenhaus werden ja auch in Abhängigkeit vom Personalstand Stationen geschlossen bzw. die Zahl der Betten reduziert.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Sehe ich genauso. Dann gibt’s eben weniger Unterricht. Wenn es nur noch einen Mathelehrer gibt, sollte der nach obiger Argumentation dann 40h Mathe pro Woche unterrichten?

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Soweit die Theorie. Erzählen wir das denen in Düsseldorf zusammen?

Brennpunktschule
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Unterrichtskürzung – eine Möglichkeit, die zu wenig genutzt wird. Stört das irgendjemand?

Ja, die Eltern vielleicht, weil die Kinder dann störend zu Hause sind.

Ist aber reine Nothilfe.

Lukas
1 Monat zuvor
Antwortet  Biene

Bin als Student nebenbei als Physiklehrer an einer Gesamtschule tätig. Ich bin der einzige Physiklehrer der Schule.
Davor war ich 2 Jahre an einem Gymnasium, da wäre der Physikunterricht in 2 Jahrgangsstufen weggefallen.
Mies ist nur, dass das befristete Stellen sind, die daran geknüpft sind, dass die ursprüngliche Lehrkraft langfristig ausfällt. Wenn die aber endgültig aus den Schuldienst ausscheidet ist die Vertretungsstelle auch weg. Nicht zu wissen, ob man im nächsten Halbjahr noch einen Job hat, empfinde ich als die größte Belastung.

Melissa G
1 Monat zuvor
Antwortet  Lukas

weil es sich nicht lohnt! Bezahlung, vor Ort und schlechte Bedingungen!

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Lukas

Tja… ich dachte vor langer Zeit mal, dass diese „hire & fire-Mentalität ein Auswuchs ungezügelten Kapitalismus sei … aber im deutschen Bildungssystem lernt man halt ständig – auch ganz unfreiwillig – dazu.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Biene

Find ich gut. Ich würde das Modell aber gerne auch auf andere Bereiche ausdehnen. In wie vielen ländlichen gemeinden fehlt es an Hausärzten. Da könnten doch Medizinstudent*innen leicht während des Studiums die Lücken schließen uind so erste Berufserfahrungen sammeln.

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Sie meinen z.B. sowas wie die Famulatur oder die AIP-Zeit, wo Studis auch Ärzte auch entlasten sollen?

Gerade die Medizin finde ich immer schwer mit unserem Bereich zu vergleichen, da man dort wirklich multiprofessionell arbeitet. Während wir wenig Zeit haben, weil wir alles machen müssen, gibt es eben zahlreiche Medizinberufe, die den Ärzten den Rücken frei halten.

Auf der anderen Seite muss ich sagen, würde ich mich und meinen Job auch nicht ganz so wichtig nehmen:

Ich freue mich über jeden Schüler, bei dem ich Freude an Naturwissenschaften wecke, über jeden Schüler, der den naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg versteht usw.
Aber niemand stirbt daran, in der Schule nichts über das Bohr’sche Schalenmodell, Meiose oder Arten ionisierender Strahlung gelernt zu haben…

Zu Bienes Beispiel:
Im Zweifelsfall darf sich gerne auch ein Medizinstudent mein medizinisches Problem anschauen. Der weiß sicher mehr dazu als die Germanistin oder der Philosoph aus meiner Nachbarschaft.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Die Famulatur ist ein Praktikum. Die Studenten unterliegen während dieser der Aufsicht eines approbierten Arztes, sind also keinesfalls eigenverantwortlich und ohne Aufsicht tätig.
Der AiP wurde schon vor etlichen Jahren abgeschafft. Allerdings musste man, um AiP zu werden, das Medizinstudium bereits beendet haben.

Passt beides nicht so ganz auf Studenten, die teilweise im ersten Studienjahr stehen und eigenverantwortlichen Unterricht mit allen Konsequenzen erteilen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Anschauen, ja. – Nur behandeln darf er nicht, da der Vorwurf der Körperverletzung im Raum steht.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Biene

Erinnert mich an den Bericht über eine junge Frau, die direkt nach dem Abitur 2 Jahre lang Englisch in 7./8. Klassen an einer IGS unterrichtete, ohne dass jemals eine ausgebildete Englischlehrkraft bei ihr vorbeigeschaut hätte.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Biene

Und dieser Ausfall muss endlich voll zugelassen und befördert werden – sonst ändert sich nie was.

Teacher Andi
1 Monat zuvor

Wir kennen das von unserem Dienstherrn, auch die ausgebildeten Lehrer wurden mit Inklusion und Integration ins kalte Wasser geworfen, indem vorausgesetzt wurde, dass die Lehrer das alles ohne Ausbildung, Material und Vorgaben zu stemmen haben.
Die Sache mit den Quereinsteigern und Referendaren als vollwertige Lehrkräfte wird größtenteils ein Flop werden, das haben aber viele Kollegen prophezeit.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Nun ja… aber in der öffentlichen Selbstdarstellung der KuMis, weiten Teilen der Bildungswissenschaft und seitens der obrigkeitshörigen Epigonen aus der Lehrerschaft (auch die gibt es leider) hören wir immer wieder von den großartigen Erfolgen dieses Systems … nach dem Motto „Was nicht sein darf – das nicht sein kann!“

Petra
1 Monat zuvor

Hausgemachtes Problem. Wenn ich merke, dass mich ein Job überfordert, dann kündige ich und suche mir einen anderen. In NRW beispielsweise kann man vor Stellenantritt mit der Schulleitung verhandeln, dass man eine bestimmte Stundenanzahl arbeitet. Also explizit auch weniger als in der Stellenausschreibung angegeben. Darüberhinaus gehört es zum Lernprozess dazu, dass man seine Grenzen auslotet und auch überschreitet.

Aber, um die von n4t gern zitierte Lösungsschablone auf die Problematik anzuwenden: Der Lehrerjob wird deutlich einfacher. Man muss nur das Referendariat modernisieren. Gleiches gilt für die Studentenlehrkräfte. Hier braucht man nur den Studienvorkurs modernisieren und schon ist alles in Butter.

Ansonsten bleibt noch das Achtsamkeitstraining. Eine Jogastunde hilft hier aber tatsächlich. Man muss halt nur einen Stelle als Jogalehrerin finden.

Melissa G
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra

dann ist es auch viel weniger Geld!

Monika, BY
1 Monat zuvor

Die meisten dieser jungen Lehrkräfte haben keine Ahnung, was sie tun. Sie haben keinerlei Konzept und auch keine pädagogische Grundlage fürs Unterrichten. Am schlimmsten ist es, wenn solche Lehrer ausgerechnet in Deutsch, Englisch, Mathe oder Latein landen – dann sind die Kinder geliefert.

Die älteren, bereits pensionsnahen Lehrkräfte sind wiederum völlig desinteressiert. Sie fehlen ständig im Unterricht oder werfen den Schülern, wenn sie doch einmal erscheinen, große Mengen an unerklärtem Material hin.

Insgesamt bricht das System offensichtlich auseinander.

Gut voran kommen nur noch jene Kinder, die zuhause Unterstützung haben und praktisch Ersatzlehrer daheim bekommen. Alles andere steht am Rand des Zusammenbruchs. Wie lange das so weitergeht, weiß niemand, vielleicht noch jahrzehntelang. Aber das Bildungsniveau ist auf einen sehr traurigen Tiefpunkt gesunken.

Mariechen
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Genau, Monika! Die Lehrer haben alle keine Ahnung. Nur Mama zuhause weiß wie es läuft….

Monika, BY
1 Monat zuvor
Antwortet  Mariechen

Keine Ahnung, keine Kraft, kein Bock…aber ja.

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Die meisten dieser jungen Lehrkräfte haben keine Ahnung, was sie tun. Sie haben keinerlei Konzept und auch keine pädagogische Grundlage fürs Unterrichten.

Sie schreiben hier bewusst nicht von Studenten, nicht von Referendaren, sondern von jungen Lehrkräften. Das ist schon ziemlich anmaßend….

Am schlimmsten ist es, wenn solche Lehrer ausgerechnet in Deutsch, Englisch, Mathe oder Latein landen – dann sind die Kinder geliefert.

In der Oberstufe ist unser Lateinlehrer krankheitsbedingt länger ausgefallen und der Referendar musste uns eigenverantwortlich unterrichten. Das war natürlich traumatisierend – nicht!

Die älteren, bereits pensionsnahen Lehrkräfte sind wiederum völlig desinteressiert. Sie fehlen ständig im Unterricht oder werfen den Schülern, wenn sie doch einmal erscheinen, große Mengen an unerklärtem Material hin.

Bei uns ist man nur abwesend, wenn man dienstlich andere Dinge zu tun hat oder krank ist.
Also ist es schlimm, dass ältere Lehrkräfte den Laden am Laufen halten, indem sie mehr außerunterrichtliche Verpflichtungen übernehmen?
Oder wollen Sie ältere Lehrkräften verbieten, krank zu sein?

Zum Thema Krankheit:
Lehrer sein ist stressig und geht an die Substanz. Dazu ist man ständig unmittelbar im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen, die alle möglichen Erreger anschleppen. Dazu haben wir fast alle 2 Wochen große Konferenzen und Dienstbesprechungen. Gerade jetzt sind das richtige Superspreader-Events.

Was Sie auch bedenken sollten – die meisten Lehrkräfte haben sehr motiviert und engagiert begonnen und im Laufe ihrer Arbeit erfahren müssen, dass das wenig bringt. Vielleicht ist es im System Schule aber auch sinnvoller, irgendwann abgeklärter zu sein, seine eigene Gesundheit im Blick zu haben und damit weniger zu fehlen, als sich über-engagiert in den Burnout zu treiben und dann gar nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Gut voran kommen nur noch jene Kinder, die zuhause Unterstützung haben und praktisch Ersatzlehrer daheim bekommen. Alles andere steht am Rand des Zusammenbruchs. Wie lange das so weitergeht, weiß niemand, vielleicht noch jahrzehntelang. Aber das Bildungsniveau ist auf einen sehr traurigen Tiefpunkt gesunken.

Ich erwarte nicht, dass die Kinder zu Hause Eltern als Ersatzlehrer haben. Was ich aber erwarte ist, dass Eltern den Kindern Werte wie Pünktlichkeit, Fleiß und Anstrengungsbereitschaft vermitteln. Daran scheitert es aber zumeist, weil Eltern immer weniger Eltern und immer mehr die besten Freunde ihrer Kinder sein wollen.

Monika, BY
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

“Sie schreiben hier bewusst nicht von Studenten, nicht von Referendaren, sondern von jungen Lehrkräften. Das ist schon ziemlich anmaßend….”

Junge Lehrkräfte haben keinerlei Ahnung, wie sie mit Kindern arbeiten oder ihnen einen komplexen Lehrplan vermitteln sollen. Sie sind dafür schlicht nicht ausgebildet, das wissen sowohl Sie als auch ich, und das weiß eigentlich jeder. Sie improvisieren auf alle möglichen Arten und wundern sich dann ernsthaft, wenn nicht einmal ein Drittel der Klasse die Anforderungen erfüllt oder überhaupt eine Bewertung besser als eine 4 erreicht, abgesehen von den zwei Schülern im Jahrgang, die zuhause von ihren Eltern unterrichtet und durch dieses ganze Chaos hindurchgeführt werden.
Viele Lehrer, besonders die jungen, ändern während des Unterrichts mehrfach die Anforderungen, zum Beispiel für einen Aufsatz. Die Kinder sind so verwirrt, dass sie am Ende gar nicht mehr wissen, woran sie sich halten sollen.

Lehrer erledigen ihren Job heute ganz offensichtlich nicht mehr richtig, entweder, weil es ihnen schlicht egal ist, dafür gibt es mehr als genug Beispiele, oder weil sie dafür überhaupt nicht geeignet sind. Sie haben nicht genug praktische Erfahrung, um Kindern in kurzer Zeit extrem komplexen Stoff beizubringen, der eigentlich für 15-Jährige gedacht ist, während sie ihn 12-Jährigen vermitteln sollen.

Wir können das jetzt relativieren, so viel wir wollen, das kann man immer. Aber die Tatsache bleibt bestehen, nur zwei oder maximal drei Kinder in einer Klasse erfüllen sämtliche Anforderungen, und hinter diesen Kindern stehen ausnahmslos die Eltern.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

So einen überzogenen und auf falschen Fakten basierenden Kommentar habe ich hier wahrhaftig noch nicht gelesen. Sie wollen offenbar nur provozieren und freuen sich diebisch, wenn sich die Lehrer gegen diese irregeleiteten und unreflektierten Aussagen wehren. Anders kann ich mir das nicht erklären.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Dass “sämtliche” (wie in: alle, absolut alle) Anforderungen nur von “maximal zwei oder drei Kindern” erfüllt werden deutet auf ein richtiges, hohes Maß an Anforderung hin.

Wenn alle alles erfüllen sollen – einfach zur nächsten NRW-GeS tigern, bei mir gibts den Rundumservice gegen Notenangst, 447 beschde!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Gut, dass Sie das hier schreiben. Jetzt weiß ich endlich, was ich in fast 20 Jahren als Gesamtschullehrkraft falsch gemacht habe.
Die armen Kinder. Wie konnte ich denen nur so schaden.
Ich entschuldige mich ausdrücklich dafür, dass ich bei den Abstimmungen in Zeugniskonferenzen im Jahrgang 10 auf der Grundlage der APO-SI bei einigen für den MSA inkl. FOR-QE gestimmt habe. Solche Geschenke hätte ich mir verkneifen sollen, um die Einzigartigkeit des Abschlusses an einem “richtigen” Gymnasium nicht zu entwerten und damit die Philologen von ihrem Sockel zu stoßen.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Ist doch Wurst wie Pelle.
Ich lasse auch jeden mit 4 durch, den man irgendwie durchlassen kann.
Ist so gewollt, alle sind glücklich, ich bin nicht der “Fiesling” und muss auf Arbeit nicht diskutieren.

Solche Geschenke hätte ich schon früher gönnen sollen, um die Einzigartigkeit des Abschlusses an einer “richtigen” Gesamtschule nicht zu gefährden und damit die großen Humanisten und Bildungszerstörer im Kleinen nicht von ihrem Sockel zu stoßen.

Zitat eines sehr, sehr qualifizierten Fortbilders: “Gute Lehrer geben gute Noten!”
Drohne 447:”Ihre Bestellung wird bearbeitet. Andere Kunden kauften auch: Bildungsinitiative ‘Schland 2035 – jetzt mit extra Entwerter und doppeltem Weichmacheranteil!”

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Also, das ist doch totaler Quatsch. Diese generellen Aussagen sind weder zielführend noch richtig! Es gibt auch unter jungen LuL gute wie schlechte. Wie in jeder Altersgruppe! Manchen LuL fällt es leicht, eine gute Beziehung zu den SuS aufzubauen, was eine wichtige Basis für das Lernen ist, und anderen fällt das schwerer.
Außerdem denken Sie offensichtlich, dass Schwierigkeiten der SuS nur an der fehlenden Fähigkeiten der jungen LuL läge.
Um auch annekdotisch zu argumentieren: meine Tochter hat überwiegend junge LuL und ich muss null unterstützen, damit sie mitkommt – liegt das nun an den LuL oder an meiner Tochter 😉

Monika, BY
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Ach ja, Eltern oder Nachhilfe.

Dieses Hin-und-Her ist lächerlich und völlig sinnlos, die Realität spricht doch für sich. Die Kinder fallen in Physik und Latein reihenweise durch, wie die Fliegen. Letztes Jahr sind zwei Mädchen beinahe sitzengeblieben wegen Physik. Eine von ihnen hat den ganzen Sommer über Nachhilfe genommen und die Prüfung dann bestanden, nur deshalb ist sie jetzt in der 11. Klasse. Der anderen hat die Konferenz noch eine letzte Chance gegeben.
Das erste Mädchen nimmt jetzt regelmäßig Nachhilfe und hat dadurch zum ersten Mal in ihrem Leben eine 1 in Physik bekommen, während sie im Jahr zuvor fast das Schuljahr wegen der Phy nicht geschafft hätte.
Die Mehrheit der Lehrkräfte an den Gymnasien kann schlicht nicht richtig unterrichten. Es ist erschreckend, was sie diesen Kindern antun und unter welchen Druck und Stress sie sie setzen, nicht weil die Kinder es nicht könnten, sondern weil der Stoff katastrophal erklärt wird, egal ob vom Dr., Magister oder einem ganz normalen Lehrer. Das spielt überhaupt keine Rolle. Es ist einfach furchtbar. Sie können es nicht, meistens nicht.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Keiner kann unterrichten außer Mutti. Ich spezifiziere: außer genau einer bayrischen Mutti namens Monika. Hach, kann die Welt einfach sein…

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Alter Hut: Mami ist die Beste.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

… aber nur so lange, wie Oma nicht da ist! 🙂

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

… aber nicht solange Uroma noch lebt!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Wenn Uroma noch fitist, v. a. im Kopf…Aber beim heutigen Alter der Erstgebärenden … wohl eher selten. Leider!

Monika, BY
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Wenn es deutlich bessere Leistung reinbringt, als Schulunterricht, bestimmt.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Lass das mal den Papa machen. – Ich hab gerade Stromberg vor Augen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ich Loriot – Papa ante portas

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Ok.
Klingt wie ein Fall für den Bundeselternrat.

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Junge Lehrkräfte haben keinerlei Ahnung, wie sie mit Kindern arbeiten oder ihnen einen komplexen Lehrplan vermitteln sollen. Sie sind dafür schlicht nicht ausgebildet, das wissen sowohl Sie als auch ich, und das weiß eigentlich jeder. Sie improvisieren auf alle möglichen Arten und wundern sich dann ernsthaft, wenn nicht einmal ein Drittel der Klasse die Anforderungen erfüllt oder überhaupt eine Bewertung besser als eine 4 erreicht, …

Aber Sie (!) kennen den einen Goldstandard in der Wissensvermittlung, der bestimmt für jedes Fach funktioniert, Sie wissen es besser als alle jungen Lehrkräfte?
Mal eine gewagte These:
Es gibt unfassbar viele Methoden, unfassbar viele Lehrerpersönlichkeiten, die ihre Fächer ganz unterschiedlich vermitteln. Und dennoch lernen Schüler, wenn sie lernen wollen, bei allen möglichen Lehrern.

Die Kinder fallen in Physik und Latein reihenweise durch, wie die Fliegen. Letztes Jahr sind zwei Mädchen beinahe sitzengeblieben wegen Physik. Eine von ihnen hat den ganzen Sommer über Nachhilfe genommen und die Prüfung dann bestanden, nur deshalb ist sie jetzt in der 11. Klasse.

Sie reden sich da etwas ein. Niemand bleibt sitzen, weil er in allen Fächern gut ist und in nur einem Fach Probleme hat. Es sind meist mehrere Fächer schlecht und am Ende ist eben ein schlechtes Fach “zu viel”. Es liegt dann aber nicht an der einen Note. Das ist einfach nur Unsinn…

Das erste Mädchen nimmt jetzt regelmäßig Nachhilfe und hat dadurch zum ersten Mal in ihrem Leben eine 1 in Physik bekommen, während sie im Jahr zuvor fast das Schuljahr wegen der Phy nicht geschafft hätte.

Das von Ihnen genannte Mädchen hat ein Jahr lang nicht vernünftig mitgearbeitet, keinen Bock gehabt, den Anschluss verloren und es nicht mehr geschafft. Jetzt hat sie die Reißleine gezogen und bekommt gute Noten.

Wenn ich meinen Sohn zur Nachhilfe schicken würde, dann würde er natürlich besser werden. Nicht nur, weil er sich zusätzlich mit dem Stoff beschäftigt und eine 1:1 Betreuung hätte.
Sondern auch, weil er weiß, dass ich ihm die Hölle heiß machen würde, wenn ich teuren Nachhilfeunterricht bezahle und er da nur rumdaddelt!

Die Mehrheit der Lehrkräfte an den Gymnasien kann schlicht nicht richtig unterrichten. Es ist erschreckend, was sie diesen Kindern antun und unter welchen Druck und Stress sie sie setzen, nicht weil die Kinder es nicht könnten, sondern weil der Stoff katastrophal erklärt wird [….].

Wenn alle Lehrkräfte in allen Fächern es nicht richtig machen, dann könnte es ja vielleicht doch an einem anderen Faktor liegen.

Kinder und Jugendliche sind heute abgesättigt und träge. Viele unserer Schüler hängen 8 Stunden und mehr am Tag am Handy, zum Daddeln. Sie trainieren sich ihre Aufmerksamkeitsspanne aktiv herunter.

Auch wenn sich die Intelligenzverteilung über die letzten Jahre wenig verändert hat, strömen immer mehr Kinder in die Gymnasien. Wie soll das gehen? Natürlich kommen viele Schüler dort nicht klar…

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen: natürlich ist Nachhilfe, weil Einzelunterricht erfolgreicher als Unterricht in einer 30er Klasse. Das kann kein LuL leisten und das dürfen wir auch nicht erwarten!..und das sage ich als Mutter.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

Da können die Bildungsforscher Alarm schlagen so laut sie wollen. Die Schulen haben sich das nicht ausgesucht….schlagt wo auch immer Alarm, aber nicht dort!!!

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Warum nicht dort?

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Können die auch in den Schulen. Aber eben auch in der nächsten Pizzeria im Fitnessstudio…

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn in Schulen (Feuer)alarm geschlagen wird (= Brandbrief) ist das nicht so beliebt, weil zu viel unerwünschte mediale Aufmerksamkeit. Wenn Bildungsforscher Alarm schlagen, erweckt es zumindest den Eindruck, daß sich irgendwann in ferner Zukunft, jemand des Problems annimmt. Im ersten Fall muss man ja möglichst schnell irgendetwas tun.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  potschemutschka

Interessanter Gedanke, aber eben die Brandbriefe wie Burg entfalteten meines Erachtens erheblich größere Wellen, als wenn Herr Zierer wieder was verkündet.
Hängt wohl vom individuellen Medienkonsum ab.

(Wissen Sie, was mit “Pizzeria im Fitnessstudio” gemeint ist?)

Sporack
1 Monat zuvor

MINT = Mathe ist nicht Talentsache

Zu
“60 Prozent fühlen sich durch das Studium „ausgebrannt“, während nur 17 Prozent dies für den Schuldienst angeben.”

Also scheint gegen “ausgebrannt sein” eher eine Reform des Studiums als der vorzeitige Einsatz im Schuldienst eine Betrachtung zuverdienen.
Wie gut, dass nach Studiengangsakkreditierung die nächste eigentlich schon wieder in Sichtweite ist und man sich etwa nach der Hälfte der Akkreditierung am besten mit einer Überarbeitung der Studiengänge befassen sollte/müsste – aber das “Hauen und Stechen”, wenn es um akademische Ressourcen-Verteilung geht, ist trotz Freiheit von Lehre und Forschung eben nicht Frei von Randbedingungen, führt doch häufig zu nicht wesentlich besseren Studienbedingungen…

Monika, BY
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

“MINT = Mathe ist nicht Talentsache”

Natürlich nicht. Aber bei 16+ Fächern pro Woche und einer solchen Menge an Exen und Tests jede Woche ist es völlig logisch, dass viele Schüler irgendwann aufgeben und Mathe nicht mehr regelmäßig üben und dann entstehen die Lücken sofort.
Die Kinder werden praktisch vor eine Entscheidung gestellt, diejenigen, die MINT-Fächer wirklich wollen und mögen, konzentrieren sich fast ausschließlich darauf, während die anderen Fächer darunter leiden. Dann gibt es die Gruppe der „Bulimie-Lerner“, die am Ende eigentlich nichts wirklich wissen, aber gute Noten schreiben. Und schließlich die dritte Gruppe, die einfach komplett resigniert und alles hinschmeißt.
Was zu viel ist, ist zu viel. Das Schlimme ist, dass niemand über die Folgen für diese Jugendlichen nachdenkt, die täglich über 8 Stunden in der Schule sitzen und dann zuhause noch einmal so viel arbeiten müssen, weil sie in der Schule nur Stichpunkte bekommen, was sie können sollen, aber dort praktisch nichts wirklich lernen.
Gleichzeitig reden alle groß darüber, wie „faul“ die Jugend sei, dass sie nur am Computer hänge usw. usw.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Monika, BY

Wer nach 8 Stunden Schule noch weitere 8 Stunden zu Hause arbeiten muss, ist definitiv in der falschen Schulform unterwegs (oder hat Horroreltern, die ihn dazu zwingen).

Schlennstedt
1 Monat zuvor

Ich habe von 1975-79 studiert,von Anfang an auch in Schulen unterrichtet. Allerdings unter Aufsicht und hinten saßen meine Mitstudenten.Anschließend wurde die Stunde ausgewertet. Das war prima. Vielleicht sollte man das Studium unter die Lupe nehmen und entrümpeln? Wenn ich höre,dass die Studenten monatelang frei haben und Hausaufgaben auf haben finde ich das sehr verwunderlich.Da kann man das Studium auch kürzen. Uns haben 4 Jahre gereicht,um gut ausgebildet zu werden. MfG,M Schlennstedt

Melissa G
1 Monat zuvor

Es lohnt sich nicht mehr, weil es bessere Jobs gibt, was die Bezahlung und die Bedingungen angeht. 5 Tage vor Ort und hohe Stundenzahl klären das Übrige 😉 !

Monika, BY
1 Monat zuvor
Antwortet  Melissa G

Und so rechnen heutzutage viele, nicht nur Lehrer, alle.

potschemutschka
1 Monat zuvor

Mal eine andere Idee, dem Lehrermangel entgegen zu wirken:
https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2025/11/lehrermangel-performance-kleistforum-frankfurt-oder.html
Könnte auch dem Frustabbau dienen und Stress reduzieren. Hilft vielleicht besser als Yoga?

Astorga
1 Monat zuvor

Ich habe vor 25 Jahren das Referendariat gemacht, wenn die Mentoren sahen, dass es lief, blieben sie weg. Ich habe mich auch selbst ausgebildet. Das war früher nicht anders.

sandra
1 Monat zuvor

Ich habe während meines Studiums auch als Vertretungslehrerin gearbeitet. Das war von 2009 bis 2012. klassenleitung in einer Berliner Brennpunktschule. Mir hat es Spaß gemacht aber ich war entsetzt, welche Verantwortung ich hatte bzw. dass das so möglich war. Das, was mir das “Genick gebrochen” bzw. jegliche Illusionen geraubt hat, war das absolut nicht praxisbezogene Ref von 2012-2014. Nicht wegen der Arbeitsbelastung (Ref war echt erholsam im Gegensatz zu den 20 Stunden Unterricht/Woche als Vertretung), sondern wegen der schwachsinnigen Vorgaben für den Unterricht, die in der Realität nicht durchführbar waren.
Das kam mir alles wie ein schlechter Witz vor.
Heute arbeite ich übrigens ganz was anderes, auch im öffentlichen Dienst und genieße die Privilegien von Homeoffice und 9 to 5 Arbeit, freier Urlaubswahl und das bei einem dem Lehramt annähernd ähnlichen Gehalt, jedoch mit Aufstiegsschancen.

Peter
1 Monat zuvor

Leider werden erfahrene vertrerungslehrer nicht eingestetz. Lieber unerfahrene lehramtsstudenten. Die kann man mehr schiebeb. Erfahrung aus berlin.

Severin Hänsel
18 Tage zuvor

Das Phänomen, wie nach der Wende, wo Leute die mit Kindern und Jugendlichen zu tun hatten auf einmal Pädagogen waren.

Ohne Berufsspezifische Ausbildung.

Diese sind zum größten Teil jetzt noch tätig und lernen die nächsten an.

Findet den Fehler!!