Start Politik “1:1” – Wüst kündigt vollständige Übernahme des Tarifergebnisses auf Beamte an

“1:1” – Wüst kündigt vollständige Übernahme des Tarifergebnisses auf Beamte an

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KÖLN. Die dbb-Jahrestagung in Köln wird zum Forum grundsätzlicher Debatten über den Zustand des Staates. Während Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst das Berufsbeamtentum verteidigt und finanzielle Zusagen macht, rückt Innenminister Alexander Dobrindt Übergriffe auf Beschäftigte in den Fokus – und der dbb erhöht im laufenden Tarifkonflikt den Druck auf die Länder.

“Einszueins”: NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), hier auf einem Foto aus dem Februar 2025. Foto: Shutterstock / Ryan Nash Photography

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich klar gegen Abstriche beim Berufsbeamtentum ausgesprochen und zugleich zugesichert, ein Tarifergebnis für die Beschäftigten der Länder vollständig auf die Beamtinnen und Beamten zu übertragen. „Dieser Staat braucht das Berufsbeamtentum, und zwar einen anständig ausgestatteten“, sagte Wüst bei der dbb-Jahrestagung in Köln. An wichtigen Stellen werde es nie ohne verbeamtete Beschäftigte gehen.

Wüst erneuerte dabei sein Bekenntnis, den angestrebten Tarifabschluss in der laufenden Einkommensrunde eins zu eins auf die Besoldung der Beamtinnen und Beamten in Nordrhein-Westfalen zu übertragen. Ausreichend ausgestattetes Personal sei eine zentrale Voraussetzung für einen krisenfesten, modernen Staat. „Ohne sie wird es nicht gehen. Dieser Staat braucht das Berufsbeamtentum“, sagte der Ministerpräsident.

„Wir haben Lehrerinnen und Lehrer tausendfach aus Regionen mit besserer Versorgung in Regionen mit schlechterer Versorgung abgeordnet“

Als Beispiel nannte Wüst die unpopulären Abordnungen von Lehrkräften an Schulen mit besonderem Unterstützungsbedarf. „Wir haben Lehrerinnen und Lehrer tausendfach aus Regionen mit besserer Versorgung in Regionen mit schlechterer Versorgung abgeordnet“, berichtete er. Viele Lehrkräfte müssten nach dem zweiten Staatsexamen zunächst für mehrere Jahre an andere Schulen als ihre Wunschschule gehen. „Und in der Regel sind das jetzt auch nicht die einfacheren Schulen, sondern das sind die schwierigeren Schulen“, sagte Wüst. Und meinte: „Versuch das mal ohne Berufsbeamtentum.“

Manche meinten, solche Maßnahmen ließen sich ebenso gut mit angestellten Lehrkräften umsetzen. „Nein, kannst du eben so nicht“, betonte der CDU-Politiker. Gerade dort, wo der Staat besonders gefordert sei, brauche es Verlässlichkeit, Bindung und Durchsetzungsfähigkeit.

Wüst widersprach damit erneut Überlegungen aus der Bundes-CDU, das Berufsbeamtentum auf wenige Kernbereiche zu beschränken. Er teile nicht die Ansicht von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, der vorgeschlagen hatte, das Beamtentum künftig auf Polizei, Feuerwehr, Zoll und Finanzbehörden zu begrenzen. Linnemann habe sich auf die Bundesebene bezogen, sagte Wüst. „Ich fange solche Debatten hier nicht an. Ich habe andere Probleme und andere Herausforderungen.“

Linnemann hatte im vergangenen Sommer in der Diskussion über Renten- und Beamtenversorgung dafür plädiert, nur noch dort zu verbeamten, wo ein besonderes Treueverhältnis zum Staat bestehe. Lehrkräfte zählte er nicht dazu. Laut Statistischem Bundesamt gibt es in Deutschland rund 1,7 Millionen Beamtinnen und Beamte, die größte Gruppe darunter sind Lehrerinnen und Lehrer.

Auf der Jahrestagung stellte Wüst den Erhalt des Berufsbeamtentums in einen größeren Zusammenhang staatlicher Handlungsfähigkeit. Viele Bürgerinnen und Bürger zweifelten daran, dass der Staat noch funktioniere, sagte er. Das stärke Populisten und Extremisten. Politik müsse neues Vertrauen schaffen, unter anderem durch eine konsequente Verwaltungsmodernisierung. Ziel sei es, Verfahren zu beschleunigen, staatliche Strukturen effizienter zu machen und den Beschäftigten mehr Vertrauen entgegenzubringen.

„Der Staat hat die Verantwortung, hinter seinen Beschäftigten zu stehen“

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) stellte in seiner Rede ebenfalls das Berufsbeamtentum in den Mittelpunkt, setzte jedoch einen anderen Akzent. Er verurteilte vor allem die zunehmenden Übergriffe auf Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. „Der Staat hat die Verantwortung, hinter seinen Beschäftigten zu stehen“, sagte Dobrindt. Gewalt gegen Staatsbedienstete dürfe nicht folgenlos bleiben – und betreffe längst nicht nur Polizei und Rettungskräfte, sondern auch viele andere Bereiche des öffentlichen Dienstes.

Der strafrechtliche Schutz müsse ausgebaut, Verfahren beschleunigt werden, forderte der Minister. „Wer respektlos auftritt, soll möglichst sofort die Konsequenzen zu spüren bekommen.“ Das sei eine Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Staat und für den Erhalt der Demokratie. Zugleich bekannte sich Dobrindt klar zum Berufsbeamtentum als tragender Säule des Staates und kündigte an, die amtsangemessene Alimentation der Bundesbeamtinnen und -beamten „in einigen Wochen“ umsetzen zu wollen.

Der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer nutzte die Jahrestagung, um den Druck in der laufenden Einkommensrunde für die Beschäftigten der Länder zu erhöhen. Die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder gingen am 15. und 16. Januar in eine entscheidende Phase, sagte Geyer. Er forderte ein verhandlungsfähiges Angebot. Der dbb verlangt ein Einkommensplus von sieben Prozent, mindestens aber 300 Euro.

Der öffentliche Dienst sei das Rückgrat des Staates, werde aber seit Jahren überlastet, sagte Geyer. Zu wenig Personal, zu wenig Mittel und immer neue Aufgaben gefährdeten die Handlungsfähigkeit. In einer aktuellen Bürgerbefragung hätten 73 Prozent der Befragten angegeben, der Staat sei nicht mehr handlungsfähig. Wenn Politik immer mehr verlange, den Beschäftigten aber immer weniger gebe, schwäche das den Staat insgesamt, warnte Geyer.

Pikant: Im Gegensatz zu seinem unionsinternen Konkurrenten Wüst hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, künftige Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst erst mit einer Verzögerung von sechs Monaten auf die Besoldung der Beamtinnen und Beamten zu übertragen. News4teachers 

Schwarze Null: Markus Söder spart auf Kosten (vor allem) der Lehrkräfte

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Realistin
1 Monat zuvor

Der Lehrberuf ist nicht mehr wettbewerbsfähig.
Die Gehälter stagnieren, die Arbeitszeiten sind fest, unflexibel und zu hoch und es gibt keine 35-Stunden Woche.
Deshalb brauchen wir 4-Tage Woche, 30 % Homeschooling und an die Inflation angepasste Gehälter. Ganz besonders im Trend von Homeoffice und modernen Tarifverträgen!

Ani
1 Monat zuvor
Antwortet  Realistin

Ich arbeite an eine Schule wo die SuS einen Tag zu Hause sind und sage: Das ist das absolut Kacke. Es verstärkt Bildungsungerechtigkeit. Ist für die Lehrkräfte extrem anstrengend und du musst alles doppelt machen und schaffst dadurch noch weniger Stoff.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Ani

Danke. Sie bestätigen meine Erfahrungen aus der Pandemie.

Eine Klasse war damals aber besser, weil die nur einzeln funktionierten.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Realistin

Hinweis: Bei Kopplung der Gehälter an die Inflation stagnieren die Gehälter.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Ich bin damit okay, solange sie nicht sinken

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Das tun sie seit Jahrzehnten schon…

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Realistin

go, get a job!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  real_anka

Ich schlage Jobrotation vor, damit jeder einmal ein Jahr lang das Vergnügen hat, vor Kreide zu stehen.

Kubanationale
13 Tage zuvor
Antwortet  Realistin

Ich fordere Homeoffice für Handwerker, Müllkutscher und vor allem für die alleinerziehende Krankenschwester!

Tanya
1 Monat zuvor

das ist das mindeste und sonst nicht hinnehmbar.
Meine Frau arbeitet in nem Unternehmen und hat 2 Tage Homeoffice, 7 Stunden Tage höchstens und wir 41 Stunden und verdienen nicht so viel.
Haben wir nicht Lehrermangel und Gen Z weiß Bescheid?
Eigentlich müssen wir mehr verdienen, wenn wir so wenig Homeoffice haben oder gar keins?!

Hanni
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Naja. So schlecht verdienen zumindest verbeamtete Lehrkräfte nicht. Mal das Lebenseinkommen betrachten und entspannen!

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Hanni

Plus sicherer Arbeitsplatz, keine Schichtarbeit wie in manchen Industrietätigkeiten, PENSION statt Rente. Kenne, im Gegensatz zu vielen Lehrkräften, beide Seiten und kann bestätigen: So toll ist es auf dem “freien” (sic) Arbeitsmarkt nicht. Aber es kann ja jeder wechseln, wenn er’s braucht.Mal schauen was er nach den ersten Abzügen auf dem Lohnkonto sagt. Ich habe auch gewechselt und nie mehr gejammert.

Philanthrop
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Sie haben mindestens sechs Wochen Homeoffice oder sind Sie in den Ferien – außerhalb der sechs Wochen Urlaub – jeden Ferientag sieben bis acht Stunden an der Schule? Und sind Sie auch während der Schulzeit jeden Werktag mindestens sieben bis acht Zeitstunden an der Schule?
Wenn nicht, dann entwerten Sie mit solchen Äußerungen weiter das Lehrerbild und damit die Basis für Verbesserungen. Vielen Dank dafür.

Mathegenie
1 Monat zuvor
Antwortet  Philanthrop

Tja bei 2-3 Homeoffice kommen aber alle anderen auf fast 27 Wochen zuhause dank des Homeoffices.
Schlechte Karten für Lehrer mit 6 Wochen, die auch jeder Arbeitnehmerals Urlaub hat.
Wirklich schlechte Karten.

Philanthrop
1 Monat zuvor
Antwortet  Mathegenie

@Mathegenie:
Bei 2,5 Homeoffice-Tagen pro Arbeitswoche bei 46 Arbeitswochen pro Jahr ergeben sich 23 Wochen zuhause.
Durchschnittlich werden in Deutschland gemäß dem ifo-Institut ca. 1,6 Tage pro Woche im Homeoffice gearbeitet, was etwas 14,7 Arbeitswochen entspricht.
Bei einer großzügig angesetzten Präsenzzeit von durchschnittlich ca. 35 Zeitstunden pro Schulwoche ergeben sich zusätzlich zu den 6 Wochen unterrichtsfreier, aber nichts als Urlaub zählender Ferienzeit weitere 5 bis 6 Wochen Homeoffice pro Jahr. Damit wären Lehrer nicht mehr weit weg vom Homeoffice-Durchschnitt.
Zudem sind mir persönlich Leute hochgradig suspekt, die versuchen, in einem Beruf, in dem persönliche Beziehungen (zu den Schülern) essentiell sind (s. Hattie-Studie), ihre Präsenzzeiten zu verringern. Die Folgen des Corona-Distanzunterrichts sollten doch zur Genüge gezeigt haben, dass Homeschooling eine Ausnahme und nicht die Regel sein sollten und für die meisten Schüler ungeeignet sind.

Aber vielleicht finden Sie es auch besser, wenn Ärzte und Pflegepersonal Sie in der Hälfte ihrer Arbeitszeit nur noch aus der Distanz diagnostizieren und therapieren würden.

Stefan62
12 Tage zuvor
Antwortet  Philanthrop

Stimme Ihnen voll zu! “Homeoffice” (ohnehin ein völlig falscher Begriff in diesem Zusammenhang) ist sicherlich ineffizient ggü. Präsenzunterricht und dient auch nicht der Entwicklung sozialer Kompetenzen. Außerdem gilt natürlich: Wir sind doch nicht Lehrer geworden, um im Büro zu arbeiten!

MfG Stefan62

Philanthrop
1 Monat zuvor
Antwortet  Mathegenie

Bei 2,5 HO-Tagen pro Woche sind es nur 23 Wochen zuhause, wenn man die sechs Wochen Urlaubsanspruch abzieht.
Suspekt sind mir persönlich außerdem Lehrkräfte, die versuchen, den direkten Kontakt mit Schülern zu verringern, obwohl soziale Beziehungen (s. Hattie-Metastudie) zu den wichtigsten Faktoren für den Lernerfolg zählen.

Kalila
1 Monat zuvor
Antwortet  Philanthrop

Bei ca. 10 Überstunden pro Woche, egal ob im „Homeoffice“ oder sonstwo, es ist Arbeit, sind die Ferien Ausgleich von Überstunden. Sechs Wochen Sommerferien = 30 Urlaubstage laut Tarif. Das nur am Rande. Grüße aus der Arbeitswelt.

Einer
1 Monat zuvor
Antwortet  Philanthrop

7-8Zeitstunden ist ja Quatsch. Die “Pausen” sind keine Pausen im arbeitsrechtlichen Sinn. Wir wechseln dabei den Klassenraum, kopieren Unterlagen und führen Gespräche mit Schüler, Sozialarbeitern und Kollegen über Schüler. Und wir essen dabei mal eben schnell ein Brot und trinken einen Schluck Kaffee. Bei 6 Unterrichtsstunden von 8 – 13 Uhr sind das also 5 volle Stunden. Bei 8 Unterrichtsstunden sind es 7 volle Stunden. Daheim geht es an den Schreibtisch und da kommen jeden normalen Tag nochmal mindestens 3 Stunden dazu. In Klausurphasen auch gerne nochmal 5 Stunden. Und am Wochenende kommen auch nochmal mindestens 4 – 8 Stunden dazu. Wenn die Klausurphasen schlecht geplant sind fallen ohne Probleme 70 Stunden pro Woche an. Mit Sprachen-Fächern auch mal mehr.
Bei einer 35 Stundenwoche in der Industrie gehst du entspannt um 16 Uhr nach Hause und legst die Füße hoch.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Einer

Ach nö…wie oft und wie haben Sie eigentlich bisher in der Industrie gearbeitet um mitreden zu können. Oder ging der Weg so: Schule, Studium, Schule?

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Sogar bei Tesla ist die Pinkelpause teil der Arbeitszeit. Also reden Sie keinen Quatsch.

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Tarifverträge und Besoldung sind recherchierbar, auch für Abiturienten vor dem Studium. Der Arbeitgeber und seine Flexibilität hat sich in hundert Jahren nicht geändert. Dann gab es wohl noch andere Gründe für die Berufswahl als Bezahlung und Arbeitszeit?
Der Straßendienst hat auch kein Homeoffice, sehr unregelmäßige Arbeitszeiten, in Krankenhäusern ist das nicht anders. Alles Kandidaten für ‘Ausgleich für kein Homeoffice’?
Es gibt genug Gründe, bessere Arbeitsbedingungen zu fordern, aber dazu gehört nicht, mit zwei Tagen daheim die gleichen unlösbaren Aufgaben zu haben, geschweige denn das einfach mit mehr Geld ausgleichen zu wollen. Man kann allerdings auch Homeoffice als eine andere Art von Freizeit sehen, dann mag das eine Entlastung sein.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Warum? Muß eigentlich jeder, der kein Homeoffice hat (oder vielleicht nicht will?) automatisch mehr verdienen? Die Logik erschließt sich mir nicht

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  the Dude

Zwangsläufig ja. Ohne finanziellen Anreiz laufen die Leute weg. Siehe Gen Z. Die suchen lieber ein halbes oder ein ganzes Jahr bevor sie einen Job ohne Homeoffice anfangen.

Petra OWL
1 Monat zuvor

am besten wäre die 4 Tage Woche und etwas Distanzunterricht. Es ist nicht nur das Geld in Inflationszeiten, sondern auch das fehlende Homeoffice.
In anderen Berufsfeldern wird doch auch eine Pauschale bezahlt und es gibt Extras.
Hasi hat 3 Tage Homeoffice und verdient doppelt, geht eher in Rente und hat 8 Wochen Urlaub

Mario
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Hasi ist aber kündbar, bekommt keine Pension und hat keinen Eid geschworen!

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Mario

Wenn Hasi doppelt verdient, dann dürfte auch sein lebensnetto dem des vollzeitlehrers entsprechen.

Natürlich vorausgesetzt, dass Hasi nicht entlassen wird und überhaupt existiert.

the Dude
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Dann veröffentlichen Sie doch mal den Arbeitsplatz von “Hasi”. Bin sicher das sofort einige verbeamtete Lehrer ihren Job plus Pension aufgeben und zu “Hasi” wechseln…nicht!

Marie
1 Monat zuvor

Wenn er jetzt auch noch das Wort „zeitgleich“ verwenden würde…

Realist
1 Monat zuvor

Da bin ich einmal gespannt.

Bisher ist die Strategie der Länder ja: “Kassen leer! Sozialausgaben explodieren, Steuereinnahmen brechen ein! Der öD sollte dankbar sein arbeiten zu dürfen!”

Wahrscheinlich zum dritten Mall das “beste Ergebnis aller Zeiten”, das Verdi im Schulterschluss mit den Ländern verkünden wird. Und wer das nicht so sieht, ist ein Querulant, hat den “Ernst der Lage” nicht erkannt, ist “unsolidarisch”…

Als Lehrer ist man so ziemlich von allem abgehängt: 15%-20% Reallohnverlust seit Covid (je nach Berechnung), expodierende PKV-Beiträge, jeden Tag zur Schule, während andere im Homeoffice chillen (und fällt dann einmal wegen des Wetters die Schule aus, heult die ganze Republik herum und schimpft auf die f… S… : “Wir sind früher bei Schneesturm zwei Stunden zur Schule gelaufen und zwei zwei Stunden zurück. Gesehen haben wir nichts, dafür haben wir uns 20-mal auf dir Fr… gepackt und KEINER hat gefehlt”….).

Gen Z weiß Bescheid: Homeoffice und Lohnsteigerungen, die auch den Namen verdienen, sind eine feine Sache. TV-L und Präsenzpflicht nicht.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Sind Ihre PKV-Beiträge schon so hoch wie die Ihrer angestellten Kollegen? Ich bezweifle es.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Kommt wohl darauf an, ob der Dienstherr die Hälfte bezahlt oder nicht. Ist ja je nach Bundesland verschieden. In NRW wäre es finanziell für mich unmöglich gewesen in der GKV zu bleiben

sprachlos
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Meine leider sogar höher, da ich meine Frau und die Kinder als Beamter leider nicht in die Familienversicherung eingliedern kann, gibt es halt nicht.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  sprachlos

Dann scheint Ihr Netto so hoch zu sein, dass Ihr Gehalt für Frau und Kinder ausreicht? Klappt bei Angestellten in der gleichen Gehaltsklasse leider aufgrund der viel höheren Abzüge nicht…

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Jau, das ist der Scheiß im Flachland. Wir sind im Bergischen zumindest auf dem Hinweg einen großen Teil des Schulwegs gerodelt⛷️

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das Bergaufrodeln hat immer großen Spaß gemacht.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Ja nee, is klar

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Ich sehe da eher das Zauberwerk des Kalenders und die Magie anstehender Landtagswahlen…warten wir mal ab, ich glaube erst dran, wenn ich über den eingegangenen Nettobetrag verfügen kann…

mathpi
1 Monat zuvor

In den Gewerkschaften tummeln sich mehr Beamte als Angestellte.
Die Vorteile der Verbeamtung wird genutzt UND die Option der Angestellten, den Lohn zu “handeln” mitgenommen.
KEIN Arbeitgeber ist bereit, einfach mehr Personalkosten FREIWILLIG zu haben.

Ich VERMUTE, dass die Tarifgespräche die Vertreter aktiv für weniger Erhöhung diese Übernahme akzeptieren. Das ist nicht richtig!

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  mathpi

Ist das nicht logisch, weil es prozentual auch viel mehr Beamte gibt?

mathpi
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Die Tarifverhandlung ist für Tarifbeschäftigte, nicht für verbeamtete Menschen.
Ich werfe vor, dass die Angestellten mehr % erhalten würden, wenn die verhandelnden wirklich die Interessen der Angestellten vertreten würden.

Einfaches Beispiel:
Entweder nur Angestellte 10% mehr Lohn
oder
Alle Beschäftigte 3% mehr Lohn

Die Ausgaben sind gleich für den AG.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  mathpi

Die Tarifverhandlung ist für Tarifbeschäftigte, nicht für verbeamtete Menschen.“ Na, dann sorgen Sie doch mal dafür, dass es Verhandlungen für Landesbeamte gibt. Dann aber bitte auch mit dem entsprechenden Streikrecht.

LehrerBW
1 Monat zuvor

Zugleich bekannte sich Dobrindt klar zum Berufsbeamtentum als tragender Säule des Staates und kündigte an, die amtsangemessene Alimentation der Bundesbeamtinnen und -beamten „in einigen Wochen“ umsetzen zu wollen.“

Da bin ich mal gespannt ob und wie sie das umsetzen.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor

Dieses Gejammere finde ich spannend….wer behauptet, er / sie verdiene als Lehrer schlecht, der ist absolut abgehoben….ey sorry, was für ein elendes Geschwafel….
Wer HO hätte haben wollen, hätte vielleicht mal auf die Berufswahl achten sollen….da bietet sich Lehrersein vielleicht mal nicht so an….

Ich kann diese Geseiere wirklich nur noch schwer ertragen……

Teacher Andi
1 Monat zuvor

Da bin ich voll bei Ihnen. Und Lehrer verdienen nun wirklich nicht schlecht, wenn man die ganzen Privilegien der Beamten miteinbezieht. Aber Lehrer haben in der Regel (nicht alle!) kaum Ahnung vom Leben außerhalb der Schul- und Unimauern. Und jetzt: Shitstorm…….

LehrerBW
1 Monat zuvor

Es gibt noch einen Unterschied…nur weil man nicht schlecht verdient kann es trotzdem zu wenig sein.
Und Lehrer sind landauf landab deutlich unterbesoldet.
Das sage nicht ich in meinem subjektiven Empfinden sondern das Bundesverfassungsgericht in seiner aktuellen Rechtsprechung zur Beamtenbesoldung.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  LehrerBW

Ist es denn zuwenig? Ganz ehrlich, ich fand mich eigentlich immer okay alimentiert und die meiste Zeit meines Beruflebens war ich nach A12 bezahlt.
Gut, wir leben eher sparsam, geben Geld für nachhaltige Dinge aus, fahren selten in den Urlaub, und stellen fest, das am Ende des Monats noch Geld da ist…..was will ich denn noch?

dickebank
1 Monat zuvor

Der Mantel des Beamten ist eng, hält aber warm.
Bei den Jäckchen der Angestellten sieht das schon etwas anders aus.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das mag sein und ich kann das nicht beurteilen….

LehrerBW
1 Monat zuvor

Ich finde, dass es zu wenig ist bei mir mit A13. Vor allem seit meine Frau nichts mehr finanziell beisteuert weil sie sich um die Kinder kümmert.
Aber das sind subjektive Eindrücke, da jeder anders lebt.
Objektiv verdienen wir zu wenig nach den Parametern des Bundesverfassungsgerichts und sind deutlich (5-600€ netto) monatlich unterbesoldet.
Und ich finde nicht, dass wir uns da finanziell selbstkasteien müssen, nur weil der Dienstherr die Angestellten noch schlechter bezahlt.

Mango
1 Monat zuvor
Antwortet  LehrerBW

Ok, wenn das der Anspruch ist, als Alleinverdiener ein beachtliches Auskommen zu haben.
Selbstkateien? Jetzt wird es tatsächlich albern.
Wie viel denken Sie, steht Ihnen zu?
Und: Keiner Erwerbsarbeit nachgehen, weil man sich um die Kinder kümmert ist eine sehr individuelle Entscheidung. Und das ist auch gut so. Und dass Sie sich das leisten können zeigt doch: so mager kann die Alimentierung nicht sein.
Nicht viele können das…

Vollblutlehrer mit Systemfrust
1 Monat zuvor

Ich habe als Grundschullehrer lebenslang A12 verdient und bin leider vor A13 als dienstunfähig aussortiert worden.
Ja, es ist zuwenig!!!

Für den ganzen Scheiß, den ich mir mein Leben lang angehört habe!
Ich sortiere seit 2 Jahren mein Arbeitszimmer aus. Tausende € habe ich in eigenes Material investiert!
Ja, es ist zuwenig!

In meinem Arbeitsleben habe ich die Streichung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld erlebt. Bei gleichzeitigen Nullrunden und etlichen”mit 6 Monaten Verzögerung “.
Ja, es ist zuwenig!

Und während meines Arbeitslebens wurden 2x die Arbeitszeit erhöht. Erst als Vorgriffsstunde, dann dauerhaft.
Als ich krebskranke war, wurde mir die Rückzahlung der Vorgriffsstunde für meine Kranenzeit verweigert.
Ja, es ist zuwenig!!!!

Jaaaaa! Es ist deutlich zuwenig!!!!

Mango
1 Monat zuvor

Für den ganzen Scheiß, den ich mir mein Leben lang angehört habe!
Aha

mathpi
1 Monat zuvor

Verbeamtete Lehrkräfte….

Angestellte Lehrkräfte verdienen nicht so gut… vor Allem fehlen hier die Zuschläge…

Differenzieren und sooooo

Teacher Andi
1 Monat zuvor

Dieses “Wüstsche” Gerede hört sich so an, als ob auf die angestellten Lehrer kein Verlass wäre und diese keine Loyalität zeigen würden. Danke für die Blumen.
Dazu noch diese Aufwertung des hehren Beamtentums, das der Staat ach so dringend braucht. Zwischen den Zeilen kann man lesen, dass der Staat die Lämmer braucht zur Kompensation seiner krachend gescheiterten Politik, blöd nur, dass die Beamten längst nicht mehr so brav alles hinnehmen. Gut so.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Schon witzig oder? Sollte man mal überlegen, warum man auch nicht allen die Wahl der Verbeamtung gibt. Oder hier “als Angestellte passt – als Beamte nicht” bei gleichem Berufsprofil – sowie nahezu gleichen Anforderungen und Erwartungen.
Zudem Pflichtanpassungen.
Sollte man “die tragenden Säulen” nicht ausweiten auf alle? Wenn das ein so wichtiger Stützpfeiler für Wüst und co. sind?
Hat man nicht erst noch auf der anderen Seite hier “gegenagiert”?
Was denn jetzt auf einmal?
Einfach ein absolut albernes System.

Carsten
1 Monat zuvor

Die Beamtenbesoldung wurde mit dem Urteil in Karlsruhe zu den Berliner Verhältnissen neu geregelt. Vielleicht sehnen sich dann die Angestellten nach einer Übertragung, wenn die neuen Tabellen raus sind.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten

Tja, DIESE Anpassung wird es nie geben. Von wegen „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“…

LehrerBW
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Naja…eine Angleichung kann nur über eine landesspezifische Tabelle für angestellte Lehrkräfte erfolgen…und müsste es auch, da mit dem neuen Urteil sonst die Diskrepanz zu hoch ist.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  LehrerBW

Wird es jetzt nicht geben, da der TV-L dann gekündigt werden müsste, um Sonderregelungen für Lehrkräfte reinzuschreiben. Daran hat Verdi aber kein Interesse…Hatte heute ein interessantes Gespräch mit einem Spitzengewerkschaftler… Bin wieder mal desillusioniert.

real_anka
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten

Diese Übertragung wird NIE kommen.
Aus rein juristischen Gründen: amtsangemessene Bezüge vs. Gehalt.

Siebenstern
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten

Das erwarte ich eigentlich auch, denn es gibt ja einen gewissen Abstand zwischen dem Angestellten- und dem Beamtengehalt, um den Nachteil der Angestellten wenigstens etwas auszugleichen.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Siebenstern

???
Was meinen Sie da genau?

dickebank
1 Monat zuvor

Wüst meint jetzt aber nicht die Ruhestandsregelungen, die 1:1 von den beamten auf die Angestellten übertragen will? Habe ich da vielleicht etwas falsch verstanden?

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Oh, da bekommen jetzt so manche Schnappatmung …….. aber der Gedanke ist gar nicht so abwegig ……..

dickebank
1 Monat zuvor

Wüste Ankündigungen

Siebenstern
1 Monat zuvor

Warum wird das auf die Beamten übertragen? Die haben nichts dafür getan und wie man hier lesen kann, die wollen lieber im Home-Office zuhause bleiben, es sich gutgehen lassen und die Eltern sollen selbst auf ihre Kinder aufpassen.

Schmidt
1 Monat zuvor

Das ist auch richtig so. Ich will die Schallmauer von 100.000€ äquivalent zum brutto meines Mannes durchbrechen. Ich finde es nicht Richtig, dass er netto mehr raus hat als ich ( A13 8). Im nächsten Jahr gehe ich in Pension. Dann dreht es sich wieder.

Teacher Andi
1 Monat zuvor
Antwortet  Schmidt

“Gier ist keine Zier” ………

Andreas A.
1 Monat zuvor

Niemand braucht heute noch beamte. Wir können Sie uns auch nicht mehr leisten.nur noch wichtige ministerien als beamtenstelle halten, und alle Pensionen der Beamten bzw. der Politiker um min50% senken. Den normalen Rentnern endlich die doppelbesteuerung erlassen.Dann geht’s schon mal etwas besser in deutschland.Und es ist mehr geld für bildung etc. da. Meiner meinung nach ist das im öffentlichen Interesse.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  Andreas A.

Und der Effekt des Mehr-Geld-für-Bildung-Habens wird noch größer, je weniger Lehrer man dann hat.

Rotfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Andreas A.

Genau so und nicht anders. Bildung ist der Schlüssel und nicht das verstaubte Beamtentum von 1899 (muss man sich mal vorstellen???)

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Rotfuchs

Wegen der Bildung sind die meisten Beamten auch im gehobenen und höheren Dienst. De facto schließt das eine das andere nicht aus.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Andreas A.

Auch an Sie geht mein superduper Beamtenneider-Angebot raus:

Sie ganz persönlich dürfen mich ent-beamten und mir noch ‘nen Tritt in den Hintern geben – selbstverständlich mit meinen bisher erworbenen Ansprüchen.

Dafür verspreche ich Ihnen, garantiert nie wieder Ihnen, dem armen Steuerzahler, böse auf der Tasche zu liegen und auch nie wieder als Lehrer zu arbeiten.

Deal ? 😀

Vollblutlehrer mit Systemfrust
1 Monat zuvor
Antwortet  Andreas A.

Meinetwegen!
Ich freue mich allerdings auf den ersten landesweiten Lehrerstreik!

Das Land wird im Chaos versinken!

Eltern? Verantwortung? Nein! Die Schule solls richten!

Ohne Beamte unmöglich.

Sulzmann
1 Monat zuvor

Rentner sollen über die Beamten Erhöhung abstimmen können. Dann währe das Geschrei groß.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Sulzmann

Das wäre ironischerweise ganz typisch für die “Logik” des Schulsystems – wer am wenigsten Ahnung, dafür aber viele Fühli-fühlis hat bestimmt wo es lang geht.

Lampedusa
1 Monat zuvor

Manche meinten, solche Maßnahmen ließen sich ebenso gut mit angestellten Lehrkräften umsetzen. „Nein, kannst du eben so nicht“, betonte der CDU-Politiker. Gerade dort, wo der Staat besonders gefordert sei, brauche es Verlässlichkeit, Bindung und Durchsetzungsfähigkeit.

Das ist doch aber nicht wahr! Was soll das? Warum sagt er sowas? Oder kann mir jemand erklären, warum man einen angestellten Lehrer (auch in NRW soll es etwa 40.000 geben) nicht an eine andere Schule versetzen kann? Ist das Argument jetzt, da gäbe es dann keine Verlässlichkeit, Bindung und Durchsetzungsfähigkeit? Wie ist das gemeint? Der angestellten Lehrer oder gegenüber den angestellten Lehrern?

Man sagt immer, der angestellte Lehrer könnte aus Verärgerung einfach kündigen. Ja und? Was hat man dann davon? Dann ist man nicht mehr Lehrer. Will man das denn? Oder man bewirbt sich neu? Aber kommt man dann an die, an der man war oder an die, an die man möchte?

Wüsts Aussagen sind mithin ein Schlag ins Gesicht aller seiner angestellten Lehrer im Land. 40.000 wie gesagt. Er weiß das wahrscheinlich gar nicht. Man hat das Gefühl, die sind alle nur geduldet, aber nicht willkommen. Denn da mangelt es ja an Verlässlichkeit, Bindung und Durchsetzungsfähigkeit?!?

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Lampedusa

Also in BB werden auch angestellte Lehrer einfach an eine andere Schule versetzt. Wenn’s dem nicht passt, kann er ja kündigen. Ist dem Schulamt ziemlich egal.

Augenblickfang
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Sehe ich auch so. Das ist doch totaler Nonsens, dass man Beamte leichter umsetzen könne.

Aber vor allem ist es so ein Schlag in die Magengrube aller angestellten Lehrer, denn mit anderen Wort taugen laut Wüst nur die verbeamteten Lehrer etwas. Die angestellten Lehrer sind nichts wert. Ich wünsche ihm, dass ihm bei den nächsten Wahlen alle 40 000 angestellten Lehrer ihre Stimme verweigern werden!

SchaLL, bitte übernehmen!

Dirk
1 Monat zuvor

Und was ist mit Hessen?

Angestellter
1 Monat zuvor

Warum wird der Tarifabschluss immer 1:1 übertragen? Beamte zahlen keine Sozialversicherung! Die Differenz des Nettoverdienst zwischen dem Angestellten und den Beamten wird von Verhandlung zu Verhandlung immer größer.
Wieso nimmt man nicht eine Faktor 0,x damit das Gehalt ähnlich angepasst wird.
Die Angestellten bekommen durch die Abzüge nur einen Bruchteil der ausgehandelten Erhöhung.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Angestellter

Also verdiene ich als Lehrer mit A13 dann zukünftig weniger, als ander Beamte mit A13 (Ministerium, Finanzamt, BezReg)? Oder bekommen die auch alle nur 0,x?

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

Wäre ja dahingehend fair, dass angestellte Lehrkräfte dieselbe Arbeitsverpflichtung haben wie Beamte, im Gegensatz zu allen anderen Angestellten des ÖD…
Oder aber angestellte Lehrer bekommen das 1,xFache der ausgehandelten Erhöhung (x>0).

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

38,5 : 100% = 41,0 : X
X = 106,5%

25,5 : 106,5% = X : 100%
X = 24,0

Absenkung der Deputatsstunden für angestellte Lehrkräfte an GE und GY um 1,5 Wochenstunden.

28,0 : 106,5% = X : 100%
X = 26,3

Absenkung an allen anderen Schulformen um 1,75 Wochenstunden.

Alternativ:
Übertragung der Tarifabschlüsse im Verhältnis 1 : 0,94 .
100% für Angestellte und nur 94% für Beamte. Geht doch

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Angestellter

Ich habe mir ehrlich gesagt sehr lange Zeit keine Gedanken darüber gemacht, was Menschen dazu bringt, unterbezahlt zu arbeiten und entsprechende Verträge SEHENDEN AUGES zu unterschreiben.
Ich wusste natürlich, dass es das gibt – aber es erschien mir so offensichtlich surreal und ökonomisch dumm, dass ich nie näher drüber nachgedacht habe.

Je mehr ich über die (natürlich absolut ungerechte, keine Frage!) Chimärenkonstruktion “angestellter Lehrer” nachdenke, um so klarer wird mir etwas, das Ihre Frage beantwortet:

Schwäche.
Verwundbarkeit.
Leichte Einwickelbarkeit mit nebeligen, undifferenzierten Gefühlen, “für die Kinder!!!1!11”, “soooo wichtig” usw.

So, wie das z.B. bei Gesundheitspersonal jahrzehntelang auch funktioniert hat und selbst heute teilweise noch funktioniert.

Dieser (bewusst auch immer wieder gezielt angerührte) Cocktail reicht scheinbar aus.

Dieser zentrale Fakt zeigt sich auch in der völlig irrationalen Haltung angestellter Lehrkräfte, die EINZIGEN VORTEILE des Angestelltenstatus KONSEQUENT nicht zu nutzen:
Streik und Kündigung!

Die Antwort auf Ihre Frage ist also wenig schneichelhaft:
Weil diese Leute halt stillhalten, es mit sich machen lassen, nicht kündigen, nicht streiken.

So (brutal) einfach ist das.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Oder weil das Bundesland ewig einfach nicht verbeamtet hat.
Oder weil es bei Berufsantritt keine Jobs im ÖD gab und man auf den Privatschuldienst (z.B. die Kirchen) ausweichen musste, um überhaupt erst mal nen Job zu haben (und der war eben im Angestelltenverhältnis). Oder weil man drei Kilo zuviel wog – der Kollege mit Bulimie und der Alkoholiker, die das besser verstecken konnten, wurden aber genommen.

Sie sind echt anmaßend.

Vollblutlehrer mit Systemfrust
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Nein! Realistisch!
Wollen nur manche nicht hören…..

Remedy
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Uff.
Vielleicht können manche Beamte das Konstrukt “abhängiges Arbeitsverhältnis” auch nicht nachvollziehen.
Streik und Kündigung. Super Vorschlag.
Und dann???

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Remedy

Kein Arbeitsverhältnis ist abhängiger als das der Berufsbeamten.

Remedy
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Niemand ist unabhängiger und entspannter langzeitkrank als der Beamte

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Remedy

Wie wäre es mal mit einer anderen Leier ?

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  Remedy

Na mal sehen, was unsere Berufsbeamten so tun, wenn wir ne AfD-Regierung bekommen. Scheint ja sowohl bundesweit als auch in einzelnen Bundesländern nicht mehr so unwahrscheinlich zu sein. Arbeiten sie dann für Rechtsextreme? Weil man ja nicht die Pension verlieren will?

Franz
1 Monat zuvor

Das Problem ist nur wir haben halt zuviel wichtige Beamten, sogar in der Pension.

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Franz

In Pensionen gilt der Tarif des Gastgewerbes.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

🙂

Ingo Gillmann
1 Monat zuvor

Wie war es noch? Die Länder verstoßen seit mindestens 2018 gegen das Alimentationsprinzip. Verfassungswidrig niedrig!
Es wäre angebracht, den Polizisten und allen betroffenen Beamten ihre nicht ausreichend gezahlten Alimente nachzuzahlen. Es ist längst entschieden, aber man zögert hinaus, obwohl das BVerfG es für Berlin gerade erst positiv entschieden hat.
Glaubt Ihr ernsthaft, in NRW, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und BW wird es anders ausgehen?
Zahlt endlich das Geld nach, sonst ist dieser Artikel und Eure Mitteilung nur Makulatur!

Onliner
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo Gillmann

Und die angestellten Kollegen?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Ingo Gillmann

Aber Sie wissen schon, dass es da um die unteren Gehaltsgruppen geht, die nahe am Mindestlohn angesiedelt sind…..da sind Lehrer erstmal nicht mit gemeint….

Marie
1 Monat zuvor

Wegen des Abstandsgebotes letztendlich schon. Waren es nicht auch LK, die geklagt hatten?

Remedy
1 Monat zuvor

Korrekt. Das wird aber gerne unter den Tisch gekehrt. Jeder, der mit dem Abstandsgebot auf höhere Bezüge pocht, hat einen sehr eingeschränkten Blick auf die Realität. Aber eben aus einer sehr privilegierten Perspektive.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Remedy

Nur ist das bei den tariflichen Angestellten in der freien Wirtschaft nicht anders, besonders bei den Führungskräften, obwohl die AT sind.

dickebank
1 Monat zuvor

Nu ja, die Umsetzung geschieht “zeitnah” zu den Landtagswahlen in 2027. Anders wäre taktisch auch eher ungünstig.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Vermutlich wird es auch nicht wesentlich vorher überhaupt einen Tarifabschluss geben…

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Zufälle gibt’s im Leben

Justus Justice
10 Tage zuvor

Wann wird die diskriminierende und unsinnige Arbeitszeitverlängerung endlich wieder zurück genommen und mit den Angestellten gleichgestellt????

Mario
10 Tage zuvor
Antwortet  Justus Justice

Was bitte? Beamtinnen, ja ja die weltweit ärmste Gruppe, arbeitet etwas länger pro Woche, damit es einen minimalen Ausgleich der Tarifbeschäftigten für geringere Nettoeinkommen und schlechtere Altersversorgung gibt!

dickebank
10 Tage zuvor
Antwortet  Justus Justice

Die Gleichstellung erfolgt doch über den Par. 44 TV-L. Oder haben tarifbeschäftigte Lehrkräfte ein geringeres Deputat als ihre verbeamteten Kolleg*innen.