Glatteisgefahr: Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen (und darüber hinaus) bleiben geschlossen

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DÜSSELDORF. Für die Schüler in Nordrhein-Westfalen gilt Montag landesweit Distanzunterricht. Die Gefahr durch das befürchtete Glatteis sei zu groß, sagt die Ministerin. Der reguläre Schulunterricht fällt für die meisten Kinder, Jugendlichen und Lehrkräfte am Montag auch in den Bundesländern Niedersachsen und Bremen aus.

Rutschgefahr! (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Wegen der Gefahr von starkem Glatteis auf den Straßen gehen die Schulen in Nordrhein-Westfalen am Montag landesweit in Distanzunterricht. In den Schulen werde lediglich eine Notbetreuung angeboten, teilte die Landesregierung mit.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor gemahnt, es gebe für Montagmorgen in ganz Nordrhein-Westfalen wie auch in anderen Bundesländern «hohes Unwetterpotenzial» durch gefrierenden Regen. «Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden» sagte Schulministerin Dorothee Feller (CDU).

Regen fällt auf frostigen Boden

Sorgen macht den Meteorologen eine Warmfront, die nach einer Phase mit strengem Frost viel Regen bringen könnte. Die Regenschauer sollen ab Mitternacht von Westen aus nach Nordrhein-Westfalen hineinziehen. Auf den gefrorenen Böden könne es dann schnell spiegelglatt werden. «Es ist mit teils massiven Auswirkungen zu rechnen», mahnte der DWD.

Die größte Gefahr gebe es zwischen Mitternacht und 10.00 Uhr – in Ostwestfalen bis 13.00 Uhr. Eine genauere Prognose sei erst am Sonntagnachmittag möglich, schrieben die Meteorologen.

Einige leere Klassenzimmer schon am Freitag

Schon am Freitag war es durch Sturmtief «Elli» in vielen Klassenzimmern in Nordrhein-Westfalen ungewöhnlich leer. Einige Schulen hatten es den Eltern ausdrücklich freigestellt, ob sie ihre Kinder angesichts der starken Schneefälle zur Schule schicken oder daheim lassen.

Ohnehin gelte immer die Regelung, dass Eltern bei extremen und plötzlich auftretenden Witterungsverhältnissen entscheiden könnten, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar sei oder nicht, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Schulministeriums. Wichtig sei nur, die Kinder in einem solchen Fall bei der Schule abzumelden.

In Niedersachsen treffen die Landkreise und kreisfreien Städte die Entscheidung, ob der Unterricht witterungsbedingt ganz oder in Teilen ausfällt. Um das aktuelle Wetter zu berücksichtigen, passiert das laut Kultusministerium meist am Vorabend oder am frühen Morgen des Schultags. Eine Vorgabe des Landes, bis wann die Schulen und Kommunen die Entscheidung mitteilen sollen, gibt es nicht.

Folgende Landkreise und kreisfreie Städte haben für Montag bereits Schulausfälle angekündigt:

  • Region Hannover
  • Stadt Hannover
  • Stadt Oldenburg
  • Landkreis Oldenburg
  • Landkreis Peine
  • Landkreis Wesermarsch
  • Landkreis Hildesheim
  • Landkreis Cuxhaven
  • Landkreis Hameln-Pyrmont
  • Stadt Wilhelmshaven
  • Landkreis Leer
  • Landkreis Stade
  • Landkreis Aurich
  • Landkreis Göttingen
  • Stadt Göttingen
  • Landkreis Rotenburg/Wümme
  • Landkreis Vechta
  • Landkreis Nienburg/Weser
  • Stadt Emden
  • Landkreis Wittmund
  • Landkreis Friesland
  • Stadt Delmenhorst
  • Landkreis Celle
  • Landkreis Ammerland
  • Landkreis Cloppenburg
  • Landkreis Diepholz
  • Stadt Bremerhaven

Mitunter gibt es Distanzunterricht – vor allem für Berufsschüler und -schülerinnen. Ob Lehrkräfte ihre Klassen per Video-Schalte unterrichten, entscheiden vielerorts die Schulen selbst. Für die Jahrgänge bis zur zehnten Klasse müssen niedersächsische Schulen eine Notbetreuung organisieren.

In Hamburg gibt es dagegen am Montag wieder normalen Unterricht. Das bestätigte die Schulbehörde am Sonntag. «Aktuell liegen keine Warnhinweise vor, die eine andere Entscheidung rechtfertigen würden», hieß es. Einzig die Sporthallen seien mindestens bis Montagabend nicht nutzbar, da sie aus Sicherheitsgründen gesperrt sind. Privatschulen sind an die Entscheidung nicht gebunden, übernehmen diese in der Regel aber.

An Hamburgs staatlichen Schulen war am Freitag der Präsenzunterricht für 250.000 Schülerinnen und Schüler wetterbedingt abgesagt worden, die Schulen blieben aber für eine Notbetreuung bis Klasse 6 geöffnet. Die Schulen waren gehalten Online-Unterricht anzubieten, wo dies möglich und sinnvoll war. News4teachers / mit Material der dpa

„Elli“ legt vielerorts Schulbetrieb lahm – Präsenzunterricht in mehreren Ländern ausgesetzt

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