STUTTGART. Auf ihrem Parteitag in Stuttgart hat die CDU die Einführung einer gesetzlichen Altersgrenze von 14 Jahren für soziale Netzwerke gefordert und die Bundesregierung zum raschen Handeln aufgefordert. Der Beschluss sieht zudem einen besonderen Schutz bis zum 16. Lebensjahr sowie strengere Regeln zur Altersverifikation vor. Flankierend setzt die Partei auf mehr Medienbildung – und nimmt damit ausdrücklich auch die Schulen in die Verantwortung.

Ein Mindestalter für soziale Medien wie Tiktok und Instagram zum Schutz von Kindern und Jugendlichen rückt immer näher. Nach der SPD plädiert nun auch die CDU dafür. Der Parteitag in Stuttgart nahm einen Antrag an, der die Bundesregierung auffordert, „eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren für die Nutzung sozialer Netzwerke einzuführen“. Sie wird außerdem aufgefordert, das „besondere Schutzbedürfnis bis zum 16. Lebensjahr im digitalen Raum“ auszugestalten.
Der Koalitionspartner SPD dringt jetzt darauf, dass die Idee schnell zum Gesetz wird. „Dass die Union nun auf unsere Linie eines Social-Media-Verbots unter 14 Jahren einbiegt und damit auch den Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum verbessern möchte, begrüße ich ausdrücklich“, sagte der erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese, der „Bild“. „Nun sollten wir sehr zeitnah im Deutschen Bundestag gemeinsam ein konkretes Gesetz verabschieden.“
Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte kurz vor dem Parteitag bereits Sympathie für den Vorstoß für eine Social-Media-Altersgrenze erkennen lassen – ebenso wie für den konkreten Vorschlag aus der mitregierenden SPD.
Umsetzung offen
Wann ein solches Gesetz genau kommt, ist aber noch offen. Denn der dritte Koalitionspartner CSU scheint nicht mitzuziehen. „Diese Verbotsdebatte geht an der Wirklichkeit vorbei“, sagte der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Hoffmann, der „Augsburger Allgemeinen“. Den richtigen Umgang mit Social Media lernten Kinder und Jugendliche nicht durch Verbote. Nötig seien eine Stärkung der Medienkompetenz und ein besserer Schutz vor jugendgefährdenden Angeboten. Dafür müsse die Politik die Betreiber der Plattformen in die Pflicht nehmen, anstatt Kindern und Jugendlichen mit Verboten den Raum zur Ausbildung digitaler Fähigkeiten zu nehmen.
In ihrem Koalitionsvertrag haben CDU, CSU und SPD lediglich pauschal vereinbart, den Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt zu stärken.
Die CDU plädiert in ihrem Beschluss nun dafür, als Grundlage für die Regeln die Empfehlungen einer von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission zu nutzen. Diese soll im Sommer ihre Ergebnisse vorlegen. Die Bundesregierung werde aufgefordert, die zu erwartenden Vorschläge gemeinsam mit den Ländern umzusetzen, heißt es bei der CDU.
Antrag fordert Regelungen zu Altersverifikation
Der Landesverband Schleswig-Holstein hatte das Thema auf dem Parteitag angestoßen. Ein ursprünglicher Antrag der Nord-CDU sah eine Altersgrenze von 16 Jahren und mehrere weitere Forderungen vor. Später wurde ein neuer Text formuliert und zur Annahme empfohlen.
Konkret fordert die CDU nun auf nationaler und europäischer Ebene gesetzliche Regelungen, die Plattformbetreiber zum Einrichten einer datenschutzkonformen Altersverifikation verpflichten. Eine bloße Selbstauskunft als „Klick-Abfrage“ soll nicht ausreichen. Bei Verstößen sollen „empfindliche Bußgelder“ drohen. Die CDU setzt sich für eine EU-weite Harmonisierung von Altersstandards ein, um Umgehungen der Regeln über andere Mitgliedstaaten zu verhindern.
SPD will Jugendversion von Plattformen für Unter-16-Jährige
Führende SPD-Politiker hatte vorgeschlagen, für die Altersverifikation die App „EUDI-Wallet“ zu nutzen. Das ist eine Art digitales Portemonnaie, in dem beispielsweise Personalausweis und Führerschein der Erziehungsberechtigten gespeichert sind. Die App soll Anfang 2027 in Deutschland starten. Wer ein Instagram- oder Tiktok-Konto einrichtet, soll über die Wallet der Eltern das Alter nachweisen müssen.
Für Jugendliche unter 14 Jahren will die SPD den Zugang zu Social Media komplett sperren, für Jugendliche zwischen 14 und 16 soll es Jugendversionen der Plattformen geben. Die dürften dann keine suchtverstärkenden Funktionen wie Endlos-Scrollen oder automatisches Abspielen von Inhalten enthalten. Zudem müsste eine Jugendversion ohne algorithmisch gesteuerte Feeds auskommen, die Videos und Posts personalisiert vorschlagen.
Ergänzende Medienbildung
Die CDU will ihren Vorstoß flankieren durch stärkere Medienbildung in Schulen. Vermittelt werden sollten etwa Wissen über Wirkmechanismen von Algorithmen und zum Schutz vor Cybermobbing und digitaler Manipulation. Angebote müssten Eltern einbeziehen. Medienkompetenz stärke zudem die „demokratische Resilienz gegen Desinformation und Radikalisierung“.
Die CDU fordert mit dem Parteitagsvotum auch mehr Transparenzpflichten. Es brauche gesetzliche Regelungen, um die Entscheidungen von Algorithmen nachvollziehbar zu machen. Zudem müssten Verfahren zum schnelleren Löschen rechtswidriger Inhalte geschaffen werden. Wenn man rechtswidrige Inhalte einstelle oder auf seinen Plattformen dulde, müssten Bußgelder drohen. Die ebenfalls vor dem Parteitreffen von Bundeskanzler Friedrich Merz angestoßene Debatte über eine Klarnamenpflicht fruchtete allerdings nicht, diese wurde nicht Teil des Beschlusses. Das Thema soll laut Medienberichten nun an die Fraktion übergeben werden. News4teachers / mit Material der dpa









Deutschland schafft es bis heute nicht, Kinder und Jugendliche vor Pornographie zu schützen.
Wer soll da glauben, dass eine Altersüberprüfung bei sozialen Medien besser funktionieren wird?
Vielleicht möchte man die Kinder nicht vor Pornographie schützen…
Ihr Nickname gefällt mir, es müsste doch aber “…Angestellten…” heißen. Das ist ja ein Genitiv Plural.
Ich meine, Sie können das einfach ändern beim nächsten Mal und weiterhin die gleiche Mail-Adresse verwenden. Die Redaktion wird sehen, Sie haben nur die Grammatik korrigiert.
Oh weia, da haben wir einen Oberlehrer unter uns. Das ist KEIN DEUTSCH KURS
Die Politik glaubt wahrscheinlich selbst nicht, dass eine Überprüfung funktioniert. Man braucht halt ein Feigenblatt!!
Ändert ja nichts an der Pflicht, es zu versuchen.
Zudem: Social Media hat ja nochmal ein etwas anderes Standing, da weiß man ggf. sehr schnell, welcher Betreiber mit Bußgeldern bedacht wird
Wieso? Es gibt doch dieses Stoppschild. Mehr geht nun wirklich nicht.
Zum Glück haben wir in der Schule nichts anderes zu tun …
Jaja, wer hätte jemals von Suchtprävention und Medienbildung in der Schule gehört…
Es ist immer so billig. Die Schulen und Lehrer sind ja sowieso da. Da fallen dann keine extra Kosten an. Also werden einfach die Schulen in die Pflicht genommen.
Falls es zufällig in meine Stunde passt werde ich das Thema in den letzten fünf Minuten dann auch mal ansprechen. Manchmal passiert es ja, dass man am Schluss der Stunde noch etwas Zeit hat. Ist zwar eher selten, aber was solls.
Hurra! Die CDU beschließt ein Mindestalter für soziale Medien. Überraschung: Die Schulen werden in die Pflicht genommen. Wer sonst?
Schulen haben ja traditionell Zeit übrig – irgendwo zwischen Lehrermangel, maroden Gebäuden und der täglichen Jagd nach schulabsenten Jugendlichen, denen man auf Wunsch der Bildungspolitik ja hinterhertelefonieren soll, weil auch das – genau wie die Alterskontrolle für Instagram & Co. – neuerdings zur Pflicht der Schule gehört.
Man sieht die Szene klar vor sich:
Die Mathelehrkraft erklärt gerade … , da ruft Kevin:
„Frau Müller, Insta sagt, ich bin 18.“
Sie seufzt, greift zum Klassen‑iPad und startet die Altersverifikation. Unterrichtsausfall? Nein, Medienbildung!
Parallel zaubert die SPD ihre Idee hervor: Jugendversionen für Unter‑16‑Jährige.
Instagram in entschärft also light. TikTok ohne Tik. Oder Tok.
Und damit niemand schummelt, soll die Altersprüfung über die „EUDI‑Wallet“ der Eltern laufen – ein digitales Portemonnaie, das 2027 kommt. Also ungefähr gleichzeitig mit stabilem Schul‑WLAN.
Das bedeutet:
Ein 15‑Jähriger will ein Konto eröffnen, Mama müsste ihr Handy entsperren, die Wallet öffnen, den Ausweis freigeben.
Ach was – nicht, dass die Eltern noch belästigt werden. Geht gar nicht!
Das kann doch auch die Schule managen. Nächste Szene im Improvisationstheater Schule:
Pause – auf dem Weg zur Toilette (ihre erste Chance seit Stunden) wird die Lehrkraft im Flur abgefangen:
„Frau Müller, Insta will wieder mein Alter wissen!“
„Bei mir TikTok!“
„Bei mir Snapchat!“
Sie nickt gequält.
Für die Lehrerin bleibt die Umsetzung offen – und sie hofft inständig, dass wenigstens der Blasenschließmuskel geschlossen bleibt, trotz jener nervösen Grundanspannung, die entsteht, wenn man für alles in die Pflicht genommen wird.
Frau Müller muss weg – wenn sie schon noch nicht inkontinent ist, dann doch offenbar inkompetent, wenn sie sich mit ihren Dienstleister‑ und Servicekraft‑Verpflichtungen so schwer tut.
(Wesentliche Inhalte sind fett gedruckt.)
“Die Schulen werden in die Pflicht genommen. Wer sonst?”
Eben! Wer sonst? Oder gibt es keine Suchtprävention und Medienbildung an Ihrer Schule?
Ihr Kommentar geht doch am Inhalt des Artikels vorbei.
Schulen werden in die Pflicht genommen, indem sie für mehr Medienbildung sorgen sollen. Sie sollen nicht die Einhaltung der Altersgrenze überprüfen oder unterstützen.
Ach, da bin ich ja ganz bei Ihnen: Medienerziehung, aber bitte so vage formuliert, dass niemand weiß, ob damit ein Unterrichtskonzept, ein Stuhlkreis oder die nächste Imagekampagne gemeint ist. Diese Art von pädagogischem Nebel passt ja hervorragend zur Verwirrung von Frau Müller, die täglich neu entscheiden darf, ob sie nun Lehrkraft, Sozialarbeiterin, Krisenmanagerin, Digitalpädagogin oder vielleicht bald auch noch Altersverifizierungs‑Schamanin sein soll, also als eine Art schulischer TÜV‑Prüfer “in die Pflicht genommen” wird.
Und wenn dann jemand erklärt, mein Kommentar ginge am Inhalt vorbei, ist das fast schon poetisch: Die Bildungspolitik perfektioniert seit Jahren genau dieses Prinzip, und wer darauf hinweist, bekommt erklärt, er habe den Witz nicht verstanden.
Da passt mein Kommentar dann ja fast schon wieder erschreckend gut zum Thema.
Ich kenne ja die Lehrpläne aus Ihrem Bundesland nicht, aber in meinem Bundesland und in meinen Fächern ist in den Lehrplänen ziemlich genau beschrieben, was unter Medienbildung zu verstehen ist.
Ich halte Ihre beiden Kommentare nicht für zielführend. Mit dem Inhalt des Artikels und der Forderung der CDU haben sie nicht viel zu tun.
Hurra! Die CDU beschließt ein Mindestalter für soziale Medien.
Nehmen Sie es doch mit Humor, es ist ganz einfach.
TikTok wurde 2018 erfunden, wird in diesem Jahr erst acht Jahre alt und ist somit verboten.
Whatsapp gibt es seit 2009, es wird 17 und ist somit erlaubt.
Instagram erblickte die Welt 2010, wird also in diesem Jahr 16 und ist ebenfalls erlaubt.
Von Omma Facebook (19. Jhdt. oder so) und Youtube (C64-Ära?) mal ganz zu schweigen.
Gerne übernehme ich die Aufgabe der ergänzenden Medienbildung für SchülerInnen und vermittle Wissen über Wirkmechanismen von Algorithmen und zum Schutz vor Cybermobbing und digitaler Manipulation. Kein Problem. Übernimmt Herr Merz dafür die Mathe und Deutschstunden, die dann wegfallen?
Oder brauchen unsere Kinder kein Deutsch und Mathe mehr, weil jedes Handy einen Taschenrechner hat und wir zum Formulieren ja nur noch auf KI setzen?
Wenn ich die Forderung der CDU nach Übernahme durch die Schulen ernst nehmen soll, dann erwarte ich als Lehrkraft eine konkrete Umsetzungsidee. Solange ich die nicht geboten bekomme, sind das für mich nur hohle Phrasen…
Altersgrenze und Medienbildung (die sowieso schon gemacht wird). Das klingt doch mal gar nicht so schlecht.
“Die CDU will ihren Vorstoß flankieren durch stärkere Medienbildung in Schulen. Vermittelt werden sollten etwa Wissen über Wirkmechanismen von Algorithmen und zum Schutz vor Cybermobbing und digitaler Manipulation.”
Gerne. Drei kurze Nachfragen:
Anmerkung: Falls weder 1. noch 2. noch 3. zutreffen sollten, bin ich natürlich trotzdem verpflichtet zu versuchen, die mir gestellte Aufgabe bestmöglich zu erfüllen, und mir dessen auch vollumfänglich bewusst. Wie gut das dann unter den gegebenen Umständen noch klappen kann… darüber könnte man durchaus diskutieren, aber ich frage mich manchmal, ob der Politik an einer derartigen Diskussion überhaupt gelegen ist – was ich schade finde, da es den Erfolgsaussichten einer grundsätzlich gerechtfertigten und sinnvollen Initiative (um die Einzelheiten wird sich wie immer trefflich streiten lassen) zuwiderläuft.
Ach, es gibt so viele Beschlüsse, die niemals Wirklichkeit werden, kaum eine Partei regiert alleine und so manch Beschluss ist ja eh nur ein “Wahlköder”.
Die CDU verspricht und beschließt viel und hält wenig. Ich sage nur Schuldenbremse oder speziell für Berlin: versprochener besser Nachteilsausgleich für angestellte Lehrer. Nach den Wahlen wirste noch verhöhnt und verspottet, dass du das geglaubt hast!
Da sagen Sie was! Bald sind ja wieder Wahlen. 8000 angestellte Berliner Lehrer könnten sie ja für eine Revanche nutzen.
Die CSU ist dagegen.
Ja, weil der Söder mal wieder eine Schlagzeile braucht.
“Bei Verstößen sollen „empfindliche Bußgelder“ drohen.”
Für Betreiber? Bitte ja 😀
“für Jugendliche zwischen 14 und 16 soll es Jugendversionen der Plattformen geben. Die dürften dann keine suchtverstärkenden Funktionen wie Endlos-Scrollen oder automatisches Abspielen von Inhalten enthalten.”
Warum sollte ich als Erwachsener Suchtmechanismen aktivieren wollen??
Ich schaute ganz verwirrt erst in meinen (nicht-twähnti-först-canterbury-schkillz) Lehrerkalender, zuletzt dann verzweifelt ins “Neuland” bei guugle:
Ich kann – Gottseibeiunsverdammichnocheins!- einfach keine vorgesetzte Dienststelle oder Amt oder Person namens “CDU-Parteitag” finden, die mich (oder sonst irgendein Sch…äh, irgendeine Person) irgendwie “in die Pflicht nehmen” kann.
Muss wohl eine dieser “fack nühwz” sein, die jetzt wohl überall kursieren.
P.S.: Der Bundestreff “Bildungsinitative ‘Schland 2035” nimmt laut Presseerklrärung seines Präsidenten 447 hiermit DIE GESAMTE (drunter machen wir es nicht!) bundesdeutsche NGO-, Kongressschnittchenesser- und Parteiszene IN DIE PFLICHT (ja, IN DIE PFLICHT, klingt so richtig schmissig-superdeutsch und schneidig), weniger Unfug zu reden, zu drucken, zu faxen und zu veröffentlichen.
Wenn sich da nicht sofort alle dran halten wird eine geharnischte Ermahnung, begleitet von einem richtig strengen Brief folgen! Also erzittert pflichtgemäß!
Beitrittswunsch – “Bildungsintitiative Schland 2035”
Hochverehrte Bildungsinitiääätiw Schland 2035,
unter der mild‑strengen Oberumwaberkraft von Präsi Bildungsdrohne @447,
ich muss gestehen:
Euer ganzes Schland‑2035‑Brimborium holt mich immer nachhaltiger ab.
Diese Mischung aus Kompetenz‑Orientierunk, Skills‑Vernebelunk und pädagogischer Halbflüssigkonsistenz beeindruckt mich zutiefst.
Daher ersuche ich hiermit, mich offiziell IN DIE PFLISCHT zu nehmen und in euren Kreis der
Bildungs‑Verdünnungs‑KOmfortzonen‑Optimierunkskräfte aufzunehmen.
Zur weiteren Verfeinerunk plädiere ich ausdrücklich für die Einsetzung von
drei neuen Arbeits‑(Stuhl)kräisen zur Inpflischtnahme der oben genannten Türmler und
zur Optimiiierung der Bildungs‑Verwässerungs‑Synerdschiens – selbstverständlich kompetenzorientiert sowie unter Beachtung der twähnti‑först‑canterbury‑schkillz‑Rhetorik.
Ein Zertifikät über „Fjudscher‑Räddi‑Haiper‑Metta‑Kompetäääänzen“ druck ich mir selbst aus:
„Sörtifaid in Vollkompetäääänz‑Simuläschon Läväl 3000“ – voll schlandifiziert.
[Klarname will isch hier nisch reinkrakeln – oder iss das Pflischt?]
Da die Bildungsinitiative ‘Schland 2035 selbstverständlich auf offene Lernlandschaften und Beitrittsformulare setzt, steht dem nichts im Weg! Zum Gelingensnachweis bereit ist auch die Katze, da kann der Zertifizierung als NGO nix mehr im Weg stehen.
Dankend wird auch auf die gute Idee verwiesen, die weltfremd-peinliche Sprachtäuscherei “in die Pflicht nehmen” (soll knackig klingen, hat aber null Kraft im saftlosen Spaßbildungssystem) zukünftig mit “Pflischt” zu schreiben, das wird gleich übernommen. (Siehe auch Handreichung 9: “Kopieren ist Kreativität, Arbeitsersparnis ist Leistung”)
“Führende SPD-Politiker hatte vorgeschlagen, für die Altersverifikation die App „EUDI-Wallet“ zu nutzen. Das ist eine Art digitales Portemonnaie, in dem beispielsweise Personalausweis und Führerschein der Erziehungsberechtigten gespeichert sind. Die App soll Anfang 2027 in Deutschland starten. Wer ein Instagram- oder Tiktok-Konto einrichtet, soll über die Wallet der Eltern das Alter nachweisen müssen.”
Wer macht mit ? ==> like
Wer nicht ? == > Kommentar
Höhö, genau, ja – “EU-digital-wallet”, ja sicher.
Das ist ungefähr sowie als Porschefahrer in Blitzer zu investieren und der DUH zu spenden…
Ich bin sofort dabei. Die anlasslose Überwachung der Bürger wegen der Sicherheit vor Terrorgefahren hat ja auch schon prima funktioniert. Auch die organisierte Kriminalität hatte keine Chance den Maßnahmen zu entgehen. Die sind nicht mehr in der Schule, haben also nicht durch Medienerziehung die nötige Expertise um das System zu umgehen.
Jetzt soll sich jeder bei Social Media und Internetaktivitäten mit seiner ID anmelden (das nur die Kinder sich verifizieren reicht ja nicht, wie soll das technisch gehen).
Was soll schon groß schief gehen?
Ich machę einen Internethandel mit Bademänteln auf, der Bedarf steigt sicher ins unermessliche, wenn 1984 Kinderkram gegen das geplante Vorgehen ist.
Erstmal sollten die Deputate heruntergefahren werden, wenn es überall die 35-Stunden Woche gibt. Das sind dann insgesamt 20 Deputatsstunden. Somit kämen 90% aller Lehrer auf die ersehnte 4-Tage Woche!
Anteilig wird Homeschooling praktiziert, stundenweise!
Dass die Schulen ransollen, geschenkt. In BW gibt es schon lange in verschiedenen Fächern das Thema Medien, Medienbildung und seit Umstieg auf G9 nun auch ausdrücklich als eigenes Fach (wie funktionieren u.a. soziale Netzwerke etc). Interessanter finde ich diesen Absatz: “Angebote müssten Eltern einbeziehen.”
Am Abend also kostenlose Fortbildungsangebote im Klassenraum für Eltern?