Eine systematische und praxisnahe Berufsorientierung an Schulen ist ein zentraler Faktor für gelingende Bildungsbiografien und wirtschaftliche Stabilität. Sie eröffnet jungen Menschen realistische Perspektiven und unterstützt gleichzeitig Unternehmen bei der Fachkräftesicherung. Diese Erkenntnis hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.

Qualitativ hochwertige Berufsorientierung wirkt dabei gleich mehrfach: Sie verbessert die Chancengleichheit, reduziert Ausbildungsabbrüche und stärkt regionale Wirtschaftsräume nachhaltig. Studien zeigen, dass gezielte Orientierung maßgeblich dazu beiträgt, Fehlentscheidungen bei der Berufswahl zu vermeiden. Ein bedeutender Nebeneffekt einer frühzeitigen, interessenbasierten Berufsorientierung besteht darin, dass MINT-Fächer bewusster gewählt und seltener vorschnell abgewählt werden. So bleiben vorhandene Potenziale erhalten – ein klarer Gewinn auch für die Wirtschaft.
Das Kernproblem: mangelndes Matching
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen den Handlungsbedarf: Rund 30 Prozent der Auszubildenden in Deutschland schließen eine begonnene Ausbildung nicht ab. Das ergibt sich aus dem Ausbildungsreport 2025. Gleichzeitig finden im Jahr 2025 rund 70.000 Schulabgängerinnen und Schulabgänger keinen obwohl es nahezu ebenso viele offene Stellen gibt. Das Problem liegt weniger im Mangel an Angeboten – sondern im unzureichenden Matching zwischen Jugendlichen und Betrieben. Ein erfolgreicher Berufswahlprozess startet Jahre vor der eigentlichen Suche nach Ausbildungs- oder Studienplätzen – genau hier sollten Ausbildungsbetriebe ansetzen, um motivierten Nachwuchs zu gewinnen.
Neue Rahmenbedingungen in Niedersachsen
Mit dem neuen Erlass zur Berufsorientierung setzt Niedersachsen ab dem Schuljahr 2026/27 verbindliche Standards. Dazu gehören:
- verpflichtende Praktika in allen Schulformen – erstmals auch am Gymnasium
- stärkere Praxisorientierung in berufsbildenden Bildungsgängen
- kontinuierliche Begleitung der Schülerinnen und Schüler
Für Unternehmen eröffnet sich damit die Chance, junge Menschen über mehrere Jahre hinweg zu erreichen und frühzeitig Kontakte aufzubauen.
„Next Level BO“: Praxisnahe Umsetzung auf regionaler Ebene
Hier setzt das Projekt „Next Level BO“ in der Region Hannover an, initiiert von SCHULEWIRTSCHAFT Niedersachsen. Im Wirtschaftsraum Hannover wird ein umfassendes Netzwerk aufgebaut, das Schulen und Unternehmen systematisch miteinander verbindet.

Zu den Projektpartnern zählen unter anderem:
- BBS Berufsbildende Schulen Burgdorf (Schwerpunkt Berufsfelderkundung und Ausbildungsanbieter)
- FUJOUR GmbH (digitale BO-Plattform und Matching-System)
- Makey:Lab (MINT-orientierte Maker Education)
- Digital Pioniere („What’s Next?“ – immersive Berufsorientierung)
Das Projekt wurde im März 2026 im Rahmen eines Bildungssummits vorgestellt und gilt als übertragbares Modell für andere Regionen.

Der niedersächsische Wirtschaftsminister Grant-Hendrik Tonne betonte in seinem Redebeitrag, dass Unternehmen einen stärkeren Zugang zu Schulen erhalten müssten – ausdrücklich auch Handwerksbetriebe an Gymnasien. Zudem sei eine intensivere Werbung für MINT-Berufe erforderlich, idealerweise unterstützt durch Projekte wie „Next Level BO“ in Niedersachsen.
Auch Christoph Meinecke, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der UVN, unterstrich im Einführungsvortrag die Bedeutung dieses Projekts und der Berufsorientierung. Berufsorientierung sei keine freiwillige Zusatzleistung, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Mit „Next Level BO“ sei nun eine Initiative gestartet worden, die genau an diesem Punkt ansetze.
Digitale Infrastruktur als Schlüssel
Kern des Projekts ist der Aufbau eines digitalen Netzwerks zwischen Schulen und Betrieben. Die Plattform ermöglicht:
- passgenaue Vermittlung von Praktika und Ausbildungsplätzen
- kontinuierliche Entwicklung individueller Berufsprofile
- direkte Kommunikation zwischen allen Beteiligten
- zentrale Organisation und Dokumentation
Schülerinnen und Schüler erhalten auf Basis ihrer Interessen konkrete Vorschläge, während Unternehmen gezielt passende Talente ansprechen können.
Mehrwert für Schulen und Betriebe
Für Schulen:
- strukturierte und langfristige Begleitung im BO-Unterricht
- Entlastung durch transparente Angebotsübersicht
- bessere Abstimmung von Praktika und Veranstaltungen
- Monitoring der Fortschritte, Einsicht in Unterlagen, Kontaktkanal zu Ansprechpartner in Betrieben
Für Unternehmen:
- einfache Veröffentlichung von Angeboten
- direkte Bewerbungen über verschiedene Kanäle
- aktives Recruiting passender Kandidatinnen und Kandidaten
- Aufbau regionaler Netzwerke
- stärkere Sichtbarkeit als Ausbildungsbetrieb
Drei Säulen moderner Berufsorientierung
Das Konzept von „Next Level BO“ basiert auf drei zentralen Prinzipien:
- Früh Impulse setzen
Berufsorientierung startet lange vor dem Schulabschluss und entwickelt sich kontinuierlich. - Brücken bauen
Enge Kooperationen zwischen Schulen und Wirtschaft sind entscheidend. - Praxis ermöglichen
Authentische Einblicke in die Arbeitswelt schaffen Orientierung und Motivation.
Kurzformel: Impuls – Match – Erlebnis.
Erste Ergebnisse und Perspektiven
Bereits jetzt nutzen erste Schulen in der Region Hannover die Plattform aktiv im Unterricht. Weitere Einrichtungen werden folgen.
Für den langfristigen Erfolg ist jedoch die Beteiligung der Unternehmen entscheidend.
Appell an die Wirtschaft
Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Umso wichtiger ist es, Jugendlichen frühzeitig reale Einblicke zu ermöglichen.
Unternehmen sind daher eingeladen:
- frühzeitig Kontakte zu Schülerinnen und Schülern aufzubauen
- Praktika und Ausbildungsplätze anzubieten
- berufliche Perspektiven sichtbar zu machen
Darüber hinaus haben Unternehmen die Möglichkeit, das Projekt als Logo-Partner zu unterstützen und eigene Impulse sowie Anregungen aktiv einzubringen.
Fazit: Gemeinsam Zukunft gestalten
„Next Level BO“ verfolgt drei zentrale Ziele: Erstens werden junge Menschen dabei unterstützt, ihre Stärken zu erkennen und einen passenden individuellen Berufsweg zu entwickeln. Zweitens erhalten Lehrkräfte ein wirksames Instrument, um ihre Schülerinnen und Schüler kontinuierlich und effizient bis zum Schulabschluss zu begleiten. Drittens zielt das Projekt auf eine nachhaltige Stärkung der regionalen Wirtschaft ab.
- Kostenloser Zugang zur Plattform für das Schuljahr 2025/2026 bei einer Anmeldung bis 31.08.2026. Auch danach wird der Preis 20 EUR / Monat nicht übersteigen.
- Wir empfehlen, das Projekt in bestehenden Netzwerken (z. B. SCHULEWIRTSCHAFT) weiterzugeben, um Unternehmen einzubinden.
Registrieren Ihrer Schule: https://www.fujour.app/register
Termin vereinbaren (z. B. Begleitung der Einführung in der Schule): https://calendly.com/fujour/next-level_bo
Fragen zum Projekt: Kontakt – SchuleWirtschaft – Niedersachsen
Als registrierte Schule können Sie im Laufe des Projekts mit Ihrem Logo gelistet werden: https://nextlevelbo.de Diese Website wird im Rahmen des Projekts aktuelle Informationen liefern.
Weitere Informationen und Kontakt: https://nextlevelbo.de
Dies ist eine Pressemitteilung / ein Advertorial der FUJOUR GmbH.








