Start Nachrichten Nach Ausschreitungen: Macron weist Schuldzuweisungen gegen Migranten zurück 

Nach Ausschreitungen: Macron weist Schuldzuweisungen gegen Migranten zurück 

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PARIS. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Behauptungen zurückgewiesen, wonach Migranten und Islamisten für die gewaltsamen Ausschreitungen im Zusammenhang mit den Schülerprotesten in Frankreich verantwortlich seien. Damit widerspricht er Darstellungen unter anderem von US-Präsident Donald Trump und dessen Vize JD Vance. Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte die Gewalt mit migrantischen Milieus in Verbindung gebracht. Macron kritisierte zudem die Verbreitung manipulierter Bilder, die angebliche Gewaltszenen in Frankreich zeigen sollen.

„Völlig falsch“: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Foto: Shutterstock / Sasa Dzambic Photography

„Es gab Leute, die behaupteten, wir seien von Horden von Migranten und Islamisten überrannt worden, was völlig falsch ist“, erklärte Macron nach Angaben der Nachrichtenagenturen AFP und AP. „Meiner Meinung nach gibt es keine erkennbare ausländische Einmischung in die Geschehnisse.“

Allerdings habe es im Anschluss an die Proteste eine „ausländische Manipulation der Informationen“ gegeben. So seien mithilfe künstlicher Intelligenz Bilder verbreitet worden, die angebliche Gewaltszenen in Frankreich zeigten, tatsächlich aber Ereignisse darstellten, die nie stattgefunden hätten. Dies habe zu „ebenso inakzeptablen wie dummen Äußerungen seitens vieler, darunter auch ausländischer Politiker“ geführt.

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Die Schülerproteste hatten sich ursprünglich gegen Missstände im französischen Bildungssystem gerichtet, darunter Unterrichtsausfall, fehlendes Personal und unzureichende Ausstattung. Später weiteten sie sich zu einer breiteren Protestbewegung aus. Am vergangenen Wochenende kam es zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen.

Die Gewalt nutzten mehrere Politiker, um einen Zusammenhang mit Einwanderung herzustellen. Bundesinnenminister Dobrindt erklärte gegenüber der „Bild“: „Wer nicht klar benennt, dass sich hier Linksextremisten und ein migrantisches Milieu zum gemeinsamen Kampf gegen das demokratische System auf der Straße treffen, hat die Situation nicht verstanden.“

US-Vizepräsident JD Vance machte Einwanderung aus ärmeren Ländern für die Krawalle verantwortlich. Trump schrieb auf seiner Online-Plattform: „Die Zuwanderung von Menschen aus einer komplett anderen Welt, von Menschen mit hasserfüllten Herzen, hat dieses einst so großartige Land zerrüttet.“

Belastbare statistische Belege dafür, dass Einwanderung die wesentliche Ursache der Ausschreitungen sei, liegen bislang nicht vor. Wie News4teachers bereits berichtete, beteiligten sich nach französischen Behördenangaben sowohl ultralinke Gruppen als auch Jugendliche aus sozial benachteiligten Vorstädten an der Gewalt. Eine verlässliche Aufschlüsselung der Festgenommenen nach Staatsangehörigkeit oder Migrationshintergrund war zunächst nicht verfügbar.

Zugleich kursierten in sozialen Netzwerken nach Recherchen des ZDF alte und aus dem Zusammenhang gerissene Videos, die fälschlich als Belege für migrantische Gewalt während der aktuellen Proteste ausgegeben wurden. News4teachers 

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