DÜSSELDORF. Die zweite Gruppe des Startchancen-Programms in Nordrhein-Westfalen steht fest: 516 weitere Schulen in Nordrhein-Westfalen werden Teil des Bund-Länder-Programms, mit dem über zehn Jahre hinweg Schulen in herausfordernder Lage deutschlandweit mit insgesamt bis zu 20 Milliarden Euro gefördert werden. Das NRW-Schulministerium hat dafür einen Katalog mit (ersten) Angeboten aufgelegt, aus dem sich die Schulen bedienen können.

„Nun sind unsere nordrhein-westfälischen Startchancen-Schulen nahezu komplett“, erklärt NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU). „Auf die 400 ersten Schulen folgen nun 516 weitere Schulen, die wir nach den bekannten Kriterien ausgewählt haben. Die Startchancen-Schulen werden einen Unterschied machen: Mit dem Programm unterstützen wir sie dabei, ihre Schülerinnen und Schüler ganz gezielt zu fördern und so die Chancengerechtigkeit zu erhöhen.“
Um den Unterricht und das gesamte Schulleben auf die Herausforderungen vor Ort abzustimmen, erhalten laut einer Pressemitteilung Schulleitungen und Lehrkräfte über das Startchancen-Programm Beratung, Unterstützung und konkretes Unterrichtsmaterial. Zudem bekommen die Schulen zusätzliche Möglichkeiten, Personal aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen einzustellen, die das Unterrichten in multiprofessionellen Teams unterstützen. Darüber hinaus stellen Bund, Land und Schulträger Geld zur Verfügung, um die Startchancen-Schulen so auszustatten, dass das Lehren und Lernen dort gut gelingen kann.
Feller betont: „Unsere Startchancen-Schulen sollen sich zu Vorbildern für langfristige Veränderungen auch an anderen Schulen entwickeln können. Ziel ist, die Kompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler und das soziale Miteinander an den Schulen nachhaltig zu stärken. Von den ersten Startchancen-Schulen, die im laufenden Schuljahr in das Programm gestartet sind, erhalten wir bereits positive Rückmeldungen.“
Eine Liste der 516 Startchancen-Schulen der zweiten Auswahlrunde ist ab sofort auf der Homepage des Ministeriums zu finden. Basierend auf der zwischen Bund und Ländern geschlossenen Vereinbarung zum Startchancen-Programm erfolgte die Auswahl der Schulen in Nordrhein-Westfalen erneut vor allem nach dem aktualisierten Schulsozialindex. Einige Schulen, die ihren Schulbetrieb erst zum laufenden Schuljahr 2024/25 aufgenommen haben und für die deshalb zunächst noch kein Sozialindex vorlag, sind ebenfalls berechtigt, am Startchancen-Programm teilzunehmen. Sie werden in den kommenden Tagen nachträglich zur Teilnahme eingeladen.
„Das Chancenbudget ist das Herzstück des Startchancen-Programms. Es liefert konkrete Angebote für den Unterricht und trägt maßgeblich dazu bei, die Schulen bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung zu unterstützen“
Um die Möglichkeiten des Startchancen-Programms bestmöglich für sich nutzen zu können, waren die Schulen zunächst zu einer Standortbestimmung aufgerufen: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Auf dieser Grundlage hätten die meisten der ersten 400 Startchancen-Schulen bereits konkrete Ziele definiert, wie sie die Kompetenzen ihrer Schülerinnen und Schüler gezielt verbessern wollen. Um diese Ziele zu erreichen, biete das Schulministerium nun aus dem Chancenbudget geeignete Maßnahmen an, aus denen die Schulen die für sie passenden Angebote auswählen können.
Feller: „Das Chancenbudget ist das Herzstück des Startchancen-Programms. Es liefert konkrete Angebote für den Unterricht und trägt maßgeblich dazu bei, die Schulen bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung zu unterstützen. Die Angebote sind darauf ausgerichtet, die Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen zu fördern. Unser Ziel ist, dass Schritt für Schritt deutlich mehr Schülerinnen und Schüler ihre Lernziele und die Mindeststandards in Mathematik und Deutsch erreichen. Gleichzeitig ist uns wichtig, das Miteinander in den Schulen und die sozial-emotionalen Kompetenzen unserer Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Deswegen wird es auch dafür eine Reihe von Angeboten geben. Zugleich wollen wir die Demokratiebildung, die Kulturelle Bildung sowie die motorischen Fähigkeiten stärken.“
Die ersten Angebote, die die Schulen über das Chancenbudget in Anspruch nehmen können, hat das Schulministerium nach festen Kriterien ausgewählt. Unter anderem sei maßgebend für die Auswahl, dass die Wirksamkeit und Praxistauglichkeit der Angebote wissenschaftlich belegt ist.
In den Angeboten seien sowohl konkrete Unterrichtsvorhaben und -materialien enthalten als auch Maßnahmen zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern. Es handele sich zum einen um Maßnahmen, die auf bereits bekannten und bewährten Angeboten aufbauen und für das Startchancen-Programm weiterentwickelt würden. Zum anderen würden im weiteren Verlauf auch neue Angebote eigens für das Startchancen-Programm entwickelt, „die passgenau auf weitere Bedürfnisse der Schulen abzielen“. Die erste Reihe von Angeboten ist ab sofort mit Kurzbeschreibungen auf der Homepage des Schulministeriums einsehbar. News4teachers
Das Startchancen-Programm von Bund und Ländern hat den Angaben zufolge das Ziel, den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler von ihrer sozialen Herkunft zu entkoppeln.
Dafür stellt der Bund über einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt zehn Milliarden Euro zur Verfügung. Davon gehen alleine bis zu 2,3 Milliarden Euro nach Nordrhein-Westfalen, das Land stellt Mittel in der gleichen Höhe bereit. Die ersten 400 Startchancen-Schulen sind zum Schuljahr 2024/25 an den Start gegangen und können hier eingesehen werden.
Das Startchancen-Programm beruht auf drei Säulen:
- Investitionsbudget für die lernförderliche Infrastruktur der Schulen
- Chancenbudget für die Schul- und Unterrichtsentwicklung
- Personalbudget, um Fachkräfte für Multiprofessionelle Teams oder für Schulsozialarbeit einzustellen.









Dieser “Katalog” grenzt an Arbeitsverweigerung! Da gibt es ja fast nix.
Zur Einführung von Startchancen in NRW gab es einen Zeitplan. Die einzigen, die sich daran aber halten müssen, sind die Schulen. Es gab für Säule zwei eine Teilung von 1/3 frei verfügbar (Haha, auch da sind wir schon schön verarscht worden) für Schulen und 2/3 in einem Warenkorb des Ministeriums. Leider mussten die Schulen ihre Wünsche aber bereits schriftlich äußern, bevor der Quatsch vom Ministerium überhaupt bekannt war.
Jetzt hatte man gehofft, dass ein paar sinvolle Dinge dabei sind, wie die fobizz Tool oder so. Aber nix. Überfachliche Förderung der Kompetenzen für weiterführende Schulen: Ein Fragebogen zum Wohlbefinden von Schülern!!!!
https://www.schulministerium.nrw/angebote-zur-foerderung-ueberfachlicher-kompetenzen
Alter Falter!!! Ich kann gar nicht so viel k….n.
Hauptsache, wir müssen nachher alles schön evaluieren und nachweisen, dass wir mit den Topangeboten vom Ministerium die Leistung verbessert haben. Jetzt noch ein paar laminierte Handreichungen und die Kohle ist sinnvoll angelegt…
Wir müssen jetzt unsere Planung komplett wieder umschichten (in zwei Tagen!!!), um wenigstens etwas Sinnvolles zu bekommen. Vollgas, Wand voraus!
Ne … immer, wenn man denkt, es geht nicht mehr schlimmer, dann kommt ein Grüntischstratege und verbricht so einen Blödsinn.
Ich war sehr irritiert, als den Link aufmachte und sah, dass außer ein paar Umfragen nichts zu wählen war….da hatte ich mir doch sehr viel mehr vorgestellt.
Ich bin so froh, dass wir erst zur zweiten Rutsche gehören und wir dann hoffentlich besseren Support bekommen….
ihren Ärger kann ich sehr gut verstehen….viel Arbeit für die Tonne …..würg….
Motto: Du hast keine Chance, aber nutze sie!
Ich wünsche viel Glück … aber der Glaube fehlt mir. Totalausfall!
Jetzt gerade kam die BiSS Akademie noch hinzu….durchgängige Sprachbildung…..das ist schon nicht schlecht….aber insgesamt mager….
Na ja, das Problem bei uns ist ja, dass wir die letzten Jahre nicht die Hände in den Schoß gelegt haben 😉 Wir haben Förderprogramme, die gut sind und die wir mit zusätzlichem Geld ausbauen wollten – Pustekuchen.
Aber egal, die bauliche Maßnahmen wird (hoffenlich) laufen und die zusätzliche Sozialpädagogin ist Gold wert.
So ist es ja bei uns auch….sehr viele moderne Konzepte, die wir aber nicht verwenden werden/können.
Uns schwebt ein Lernstudio vor und ein Ausbau des Schulkindtrainings mittels einer weiteren SoFa. Dazu kommt noch JüL, was wir flankierend dazu einführen würden….aber nur, wenn die Resourcen auch stimmen….
Sofa auf dem Flur – aber der Brandschutz …
Ich drücke den Schulen die Daumen!
Bin selbst etwas ernüchtert, da unsere Schule (in BW) aus allen Töpfen rausgeflogen ist.
Kann mich nicht beschweren – es bleibt ein Plus! – aber es wird nicht der große Wurf, auf den wir hofften :/
Wenn Ihre Schule ein Plus verzeichnet, gehört sie auch nicht ins Startchancenprogramm….sorry….
Für Mathe ist das Material der letzte Witz. Material dieser bescheidenen Qualität gibt es seit Jahrzehnten. Irgendwie erwarte ich da schon etwas mehr als einfach nur ein ‘Arbeitsheft’.