DÜSSELDORF. Nordrhein-Westfalens Schulen kämpfen weiterhin mit einem steigenden Personalbedarf. Wie das Schulministerium mitteilt, bleibt die Personalausstattung zwar stabil – gleichzeitig wächst der Bedarf deutlich, vor allem wegen höherer Schülerzahlen, zusätzlicher Ressourcen im Gemeinsamen Lernen, der Ausweitung des Ganztags und neuer Stellen für Startchancen-Schulen. Im Klartext: Der Lehrermangel weitet sich aus.

Zum 1. Dezember 2025 standen landesweit rund 164.646 vollbesetzte Stellen zur Verfügung – gut 7.600 mehr als im Dezember 2022. Insgesamt sind damit heute über 9.700 Menschen mehr an den Schulen tätig als vor drei Jahren. Seit Juni 2022 entspricht das einem Plus von fast 11.000 Beschäftigten, darunter fast 8.900 vollbesetzte Lehrkräfte- und pädagogische Stellen. Dem gegenüber steht ein Bedarf von 173.450 Stellen.
Schulministerin Dorothee Feller (CDU) betont: „Der Lehrkräftemangel ist nach wie vor die größte Herausforderung für viele unserer Schulen.“ Sie verweist auf Maßnahmen wie Abordnungen in besonders belastete Regionen, mehr Studienplätze in den Lehrämtern für Grundschule und Sonderpädagogik sowie den Ausbau des Seiteneinstiegs. Ebenso solle Bürokratie abgebaut werden, „damit sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: guten Unterricht“.
„Diese Zahl macht mir und gewiss auch unseren Schulen Mut“
Dass der Personalbedarf gegenüber Juni 2025 um 1.845 Stellen gestiegen ist, liegt laut Ministerium unter anderem an zusätzlichen Ganztagsplätzen, mehr Kindern an Grundschulen mit Anspruch auf Förderung im Gemeinsamen Lernen sowie zahlreichen Ruhestandswechseln. Zwar arbeiten mehr als 1.250 Lehrkräfte über die Regelaltersgrenze hinaus weiter, dennoch bleibt der Bedarf an Neueinstellungen hoch.
Die Landesregierung setzt verstärkt auf Abordnungen: Zu Beginn des Schuljahres wurden 9.639 ausgesprochen – rund 1.530 mehr als vor zweieinhalb Jahren. Besonders deutlich zeigt sich die Entlastungswirkung im Ruhrgebiet: Von landesweit rund 8.800 unbesetzten Stellen entfallen allein über 3.500 auf die RVR-Kommunen. Ohne die Unterstützung von fast 500 abgeordneten Vollzeitstellen läge die Lücke dort bei fast 4.000.
Das Ruhrgebiet erhält darüber hinaus besondere Unterstützung. 384 der 923 Startchancen-Schulen liegen im Gebiet des Regionalverbands Ruhr. Sie profitieren neben dem Startchancen-Programm auch von Investitionen aus dem bundesweiten Infrastruktur-Sondervermögen, das bis 2036 Mittel für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen im Ruhrgebiet bereitstellt. Zudem läuft das Lehramtsstipendium Ruhr seit Sommer in die zweite Runde.
Neben dem Ruhrgebiet rückt die Landesregierung weitere Regionen in den Fokus – etwa Aachen, wo ein neues Studienangebot im Grundschullehramt geschaffen wurde. Landesweit traten Anfang November fast 3.500 angehende Lehrkräfte ihren Vorbereitungsdienst an. Feller: „Diese Zahl macht mir und gewiss auch unseren Schulen Mut.“ News4teachers
Lehrermangel – trotz Geburtenknick: Prognosen der Kultusminister „unseriös“









Ich kann den Begriff Lehrermangel nicht mehr hören. In der Bezirksregierung Detmold sind sehr viele GyGe-Absolventen arbeitslos und sitzen auf unbefriedigenden Vertretungsstellen. Einige sind arbeitslos. Nach 6,5 Jahren Studium und Vorbereitungsdienst nicht mal eine feste Stelle in Aussicht, unglaublich. Wenn man als GyGe-Absolvent eine Stelle an der Grundschule annimmt, wird man in EG11 eingruppiert. Es müssen deutlich mehr Planstellen geschaffen werden. Vlt wäre es auch nötig, die Schulen auf 110 Prozent Besetzung anzusteuern, durch krankheitsbedingte Ausfälle würde dies den SuS nur zugute kommen.
Es ist nicht so, als würde es keine Stellen geben. Mir wurde gesagt, dass es keine Stellenausschreibungen gibt, damit man die stellensuchenden Lehrkräfte aus dem Ruhrpott verdrängt. Deswegen lässt man die bestehenden Lehrkräfte beständig Mehrarbeit leisten, wodurch man Kosten sparen kann und keine neuen Lehrkräfte einstellen muss. Ist doch super. Ich bezweifle sowieso, dass es einen Lehrermangel gibt, wenn man immer noch Lehrkräfte vor den Ferien rauswerfen und danach wieder einstellen kann …
Das Problem ist mal wieder die Verbeamtung. Wenn man sich die Hütte mit TZ Kräften voll macht und die alle irgendwann aufstocken, weiß man nicht mehr wohin damit…
Wären alle Lehrer AN würde sich das alles über die Zeit regulieren. Wobei der ÖD ja die gleichen Mechanismen an den Tag legt was “Flexibilität” angeht. Nur dass die Angestellten Lehrer vorne und hinten verarscht werden…
Das stimmt so nicht! Aus den Zeitungsartikeln des Kreises Borken, Westfalen weiß ich , dass regelmäßig Lehrkräfte in das Ruhrgebiet abgeordnet werden. Leider ist das Schulministerium in Düsseldorf unfähig oder unwillig, die Gründe für ein frühzeitiges Ausscheiden von Lehrkräften zu analysieren und die Gründe zu bekämpfen. Ich bin zum Glück KEIN LEHRER, habe aber durch Geschwister und deren Ehepartner einen guten Überblick über die desolate Situation an vielen Schulen in NRW. Hinzu kommen meine persönlichen Erfahrungen aus 3 Jahren POTENZIAL ANALYSE im Hotspot GELSENKIRCHEN. Es ist unfassbar, wieviele ausgebrannte Lehrkräfte ich dort in 3 Jahren erlebt habe
Soweit ich weiß dürfen Abordnungen doch nur in max 50 km Entfernung vom Wohn- bzw. Dienstort sein. Oder liege ich da falsch? Luftlinie oder Fahr-KM? Von Borken kommt man in 50 km schon bis ins Ruhrgebiet. Ist also nicht so schwierig. Ohne Abordnung beträgt mein normaler täglicher Schulweg schon 30 km. Viele meiner Kollegen haben 40 und mehr km Schulweg. Das sehen wir hier auf dem Land eher als Me-Time. Auf dem Weg kann ich die Schule und die Schulprobleme zurücklassen und komme halbwegs entspannt Daheim an. Ich sehe auch in meinem Wohnort keine Schüler. Nicht beim Einkaufen, beim Arzt oder im Freibad. Entfernung hat auch Vorteile. Außerdem tut man so etwas für den Lohnsteuerjahresausgleich. Besonders, wenn die KM-Pauschale nun auch für unter 20 KM gilt.
Aber die Klientel ist natürlich im Ruhrgebiet anders als in Borken – das sehe ich ein.
50 km zwischen Stammschule und Abordnungsschule. Liegt der Wohnort zwischen den beiden Orten, gilt die Entfernung von 50 km ab Wohnort. Ist halt wie bei der Reisekostenabrechnung.
Abordnung zweier GS-Kolleginnen aus Gronau in den Ruhrpott … deutlich mehr als 50km … Begründung für den Bruch der “Regel”:
“Die Strecke dazwischen besteht ja quasi nur aus A31 – also Autobahn – da kommen Sie ja schließlich schneller voran.”
Immer so, wie es denen da oben in den Kram passt …. dafür sind diese wunderbaren Formulierungen, wie “in der Regel” ja schließlich gedacht und gemacht.
Absolut richtig! ! Was für jeden Planer in Betrieben normal ist ” 100 % der Stellen plus durchschnittliche Krankheitsquote als normale Stellenbesetzung” ist in den SCHUL-MINISTERIEN bislang nicht angekommen. Beamtendenken geht an der Wirklichkeit vorbei
Die betroffenen Beamten haben das verstanden.
Beamte werden nicht krank und sind qua definitionem immer im Dienst.
Kann man sich nicht ausdenken!
Gibt es eigentlich Erhebungen über die Arbeit der abgeordneten Lehrer? Gelernt haben die das nicht zwingend, freiwillig machen die das nicht zwingend, dafür sind sie im Zweifel froh, wenn sie wieder weg sind.
Aus der Presse weiß ich, dass aus dem Kreis Borken/Westfalen regelmäßig Lehrkräfte in das Ruhrgebiet abgeordnet werden. Ein “Kulturschock” für jede Lehrkraft , die dann in Gelsenkirchen oder bestimmten Stadtteilen von Essen unterrichten müssen.
Es gibt sehr viele Lehrkräfte in Teilzeitbeschäftigung! Vollzeit- Lehrkraft oder Teilzeit-Lehrkraft bedeutet in beiden Fällen eine Stelle für die Schule!
An den Schulen würde es einen Unterschied machen, ob 50 Vollzeitlehrkräfte oder 50 Teilzeitlehrkräfte ihren Dienst tun!
Um den Lehrermangel kurzfristig entgegenzuwirken, sollten etliche Teilzeitlehrkräfte wieder zu Vollzeitlehrkräften werden.
Junge Mütter sollten davon ausgeschlossen sein! Sobald das Kind in einen Kindergarten bzw. in die Grundschule geht, sollten die Mütter ihre Stunden wieder aufstocken.
Für Männer sollte eine Stundenreduzierung erst einmal generell ausgeschlossen werden.
Ausnahme: sollte es sich um einen allein erziehenden Vater handeln.
Ist es Satire? Solche Bedingungen würden Lehrerstellen noch unattraktiver machen. Wenn man sehen würde, dass es wirklich Reformen kommen, die die Situation in Schulen verbessern, würden auch mehr Menschen Lehramt auswählen.
ABSOLUTE ZUSTIMMUNG. Meine Frau hat in ihrer ausser europäischen Heimat 15 Jahre an einem Berufskolleg unterrichtet. Hier in Deutschland dann 4 Jahre in einer Grundschule, anschließend die Weiterbildung LEHRKRÄFTE PLUS NRW absolviert. 14 Monate Unterricht in einer Gesamtschule haben ihrer Gesundheit nachhaltig geschadet, da sie mit voller Stundenzahl unterrichten musste. Erst als sie gekündigt hat, kam der SL mit dem Vorschlag die Stundenzahl zu reduzieren. Jetzt unterrichtet sie wieder an einer Grundschule und es passt!! Warum verbrennt Frau Feller unnötig engagierte Lehrkräfte??
Oder man stockt halt den Personalschlüssel auf und zwei Teilzeitkräfte teilen sich eine Stelle, so wie’s an anderen Stellen auch häufig gemacht wird. Man hört ja auch immer wieder, dass eine Teilzeitstelle angenommen wird, weil die Vollzeitstelle für einige belastungstechnisch gar nicht mehr umsetzbar wäre.
Ich als LAA muss sagen, dass deine Forderungen mir den Job enorm unattraktiv machen würden. Gerade in meiner Generation verzichtet man auch mal auf mehr Geld, wenn man dafür eine höhere Work-Life-Balance bekommt. Attraktiv ist das nicht für den Lehrkräfte-Nachwuchs, im Gegenteil.
Wenn ich überlege, dass ich auch mit einem Grundschulkind nicht zwangsläufig Vollzeit arbeiten wollen würde, damit ich etwas mehr Zeit mit meinem Kind hätte, sind die Forderungen wirklich katastrophal und in keinem Beruf in der freien Wirtschaft hat man solche Konditionen. Da kündigt man eher und sucht sich was anderes. Das kann doch nicht sein. Ich glaube nicht, dass man so erfolgreich weiteren Nachwuchs für’s Lehramt bekommen kann. Ich wüsste nicht einmal, ob ich jemandem aktuell das Lehramt empfehlen kann. Ich arbeite momentan im Ref um die 50h die Woche. Ich geh schon auf dem Zahnfleisch. Und dann auch noch die Aussicht, dass die “Qualen” des Refs darin resultieren, dass man hinterher auch keine Kontrolle über sein Leben hat (keine wirklich freie Entscheidung über TZ oder nicht, Abordnungen oder Schulwechsel), sind schon echt frustrierende Aussichten.
Klar. Ich hab mich dafür entschieden. Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob so viele andere diese Kompromisse eingehen wollen. Da sind Jobs mit 4-Tage-Woche, Homeoffice, Gleitzeit, Entscheidung über TZ und Arbeitsstandort und gutem Gehalt schon attraktiver.
Hochachtung vor Ihrer Leistung, die Sie mit der zusätzlichen Arbeit mit einem Kind erbringen!! Wenn Sie dann noch eine Schule in einem Problem Viertel bekommen, ist der Zusammenbruch vorprogrammiert. Bin kein Lehrer, habe eine betriebswirtschaftliche Ausbildung plus REFA Ausbildung. Mit REFA erfasst man die Arbeitsbelastung an den unterschiedlichsten Stellen innerhalb der zugewiesenen Aufgaben.
Von dieser Studie haben die Damen und Herren in den Schul-Ministerien noch nie etwas gehört, geschweige denn, wird es bei der Stundenzahl berücksichtigt
Ich würde gerne Vollzeit arbeiten, bin aber jetzt schon mit einer 85%-Stelle voll ausgelastet. Ich vertrete so viel, dass ich die Stundenzahl einer vollen Stelle regelmäßig erreiche.
Ich hab mir mal interessehalber die durchschnittlichen Stundenzahlen bei meinem Kollegen angeguckt. Sie liegen bei ca. 70%-Stellen. Jeder wird da seine persönlichen Gründe haben und sei es “nur” Stressreduktion und die eigene Gesundheit im Blick haben.
Das könnte man auch als selbstfinanzierten Arbeitsschutz bezeichnen.
Ich würde gerne auf einer vollen Stelle arbeiten, schaffe es aber nicht und denke daran auch zu reduzieren.
Wenn Sie nicht “ausbrennen” wollen, ist diese Entscheidung eine sehr kluge Wahl.
Ich habe in vielen Gelsenkirchener Schulen eine sehr große Anzahl “ausgebrannter Lehrkräfte ” gesehen, die ihre verbleibenden Tage gezählt haben, wie seinerzeit die Wehrpflichtigen bei der Bundeswehr
Was verbreiten Sie denn für Märchen? Haben Sie sich das ausgedacht.
Es gibt für jede Schule einen Stellenschlüssel. Dieser setzt sich zusammen aus der Schülerzahl und den Mehrbedarfen (Z.B. OGS-Betrieb, Entlastungsstunden, Anrechnungsstunden, und weitere Stunden).
Heraus kommt ein berechneter Stellenbedarf. Eine 100% Abdeckung bedeutet, dass die berechnete Stundentafel gehalten werden kann….(wenn niemand ausfällt)
Der Stellenbedarf sagt überhaupt nichts darüber aus, wie viele LuL an einer Schule arbeiten. Wenn es z.B. einen Stellenbedarf von 10 Vollzeitstellen gibt, dann können so viele Lehrer an einer Schule beschäftigt sein, dass deren Stellenanteile zusammenaddiert 10 Vollzeitstellen ergeben.
Optimal ist es, wenn an einer Schule sowohl Vollzeitstellen vertreten sind als auch TZ-Kräfte. Würden nur Vollzeitkräfte an einer Schule sein, könnte es gut passieren, dass nicht genug Klassenlehrer für jede Klasse da sind und einige zwei Klassenführungen übernehmen müssten….
Antwort Frau Rottenmeier. Das ist der der große Fehler, den die Beamten in den Schulministerien machen. Dort wird nur der Nettobedarf an Lehrkräften berechnet und abgedeckt. Das bedeutet aber” es darf keine Lehrkraft durch Krankheit oder Weiterbildung ausfallen, dann hat diese Schule eine Unterdeckung. Wenn ich als Leiter Produktions- Planung in einer Fabrik so arbeiten würde, hätte ich nach 6 Monaten meine Kündigung. Die richtige Stellen- besetzung muss nach der Formel ” Nettobedarf laut Besetzungsplan PLUS durchschnittlicher Krankenstand erfolgen. Leider verfügt NIEMAND in den Ministerien der Bundesländer soviel Intelligenz
Solange man das Deputat aufgrund Lehrermangel zusammen bekommt ….
Und ja, Kerstin ihre These geht sich nicht auf.
Einige angestellte Lehrkräfte würden kündigen.
Das Berufsprofil verschlechtert sich diesbezüglich sogar noch mehr [kaum zu glauben, wenn man die häufig schlechten Bedingungen jetzt schon bedenkt …].
Zusätzlich würde die Unzufriedenheit steigen und somit potentiell nahezu sicher auch die Krankenquote und die Burn-Out/Ausfallquote.
Dazu käme, dass im Vertretungsfall kaum jemand sich finden lässt, dies noch zu leisten. Das ist wiederum ein bedeutender Zirkelschluss der Mehrbelastung, welche dann wieder zu mehr Ausfall führen würde.
Mathematik alleine reicht eben bei Lösungsproblemen nicht immer.
Auch das würde Kerstin dann recht fix feststellen.
Und sich entweder wundern “wie geht denn das”. Oder auf den Grund dann kommen … Ebendies.
Frau Feller wird dies eventuell auch feststellen. Die Frage ist dann, ob sie noch im Amt ist oder das ein weiterer schleichender Prozess bedeutet.
Beamte sind auch nicht immer scharf auf Zwangsabordnungen habe ich mal gehört. Kann aber auch nur (nahezu 100%) aller betroffenen Lehrkräfte betreffen, welche ich diesbezüglich kennenlernen durfte.
Und ob das der Sinn von “Qualität durch Zufriedenheit” beeinflusst? Das könnte Kerstin mir bestimmt sagen.
Ergo: Wer sehr komplexe systemische Regularien, welche multifaktorielle Gründe und Auswirkungen haben, auf reine (mathematisch richtige) Zahlen reduziert … Wird einige Kürzungen dieser Zahlen schnell feststellen.
Nur die Kosten erhöhen sich für den AG/Staat usw. Und das Immens.
Die Mehrarbeit wird dann potentiell reduziert, da absolut nicht mehr zu leisten. Einige nehmen eben Mehrarbeit zur Zufriedenheit in Kauf. Das zu Lasten des eigenen Lohns und somit des Wohlstand/der privaten Situation in Bezug auf Geld und ggf. Leistungen daraus. Für die Berufszufriedenheit und somit auch private Zufriedenheit.
Kurzum: Es ist komplex. Kerstin nicht. Keine (langfristige) Lösung ersichtlich dadurch.
Feller sollte das auch bewusst sein … Nothebel innerhalb der eigenen Legislaturperiode. Ausbaden? “Hoffentlich dann wer anderes”. Gut. Zeigt uns allerdings auch, warum wir bildungstechnisch (und Pflege/Gesundheit etc. sozialer, medizinischer Bereich) enorm abfallen und das Ganze kaum auffangen können werden. Top.
Kurze Situationsbeschreibung aus der Realität:
NRW hat Teilzeit erschwert und bei zwei Kolleginnen gestrichen. Die müssen jetzt Vollzeit machen. Die eine ist jetzt seit ca. 2 Jahren krank und wird wohl bald aus dem Dienst endgütlig ausscheiden, die zweite hat kurze Zeit Vollzeit gearbeiten, war dann lange krank und geht jetzt vorzeitig in Rente.
Aber auf dem Papier eine ganze Stelle mehr (wer krank ist, zählt ja zur Versorgung), in der Realität eine Stelle weniger. Ganz toll gemacht, bitte mehr davon.
Der Unterschied zwischen Personalstatistik und Realität.
Lasst mich raten: die Kranke ist Beamtin.
Kein Wunder, dass niemand Lehrer mag.
Jetzt nicht sehr überraschend, dass bei einem Mangel innerhalb des Bundeslandes versetzt wird. Darum gibt es ja den Beamtenstatus.
Und angestellte Lehrkräfte können nicht abgeordnete werden? Oh heilige Einfalt
Die können dann wenigstens kündigen und behalten ihre gesamten Ansprüche inklusive Arbeitslosengeld für ein Jahr.
Das ist der Vorteil eines Abgestellten
Älter als 60 und schon sind es 24 Monate. Bei eigener Kündigung wird der Leistungsanspruch für die ersten 12 Wochen gesperrt.
Berichtigung” bei eigener Kündigung beträgt die Sperrfrist 4 Wochen
Angestellte haben ggü.Beamten KEINE Vorteile.
Gar keine.
Sorry … Aber da bekomm ich wirklich massiv Puls.
Auch weil das immer wieder falsch dargestellt wird (für die meisten BL).
Beamte können das Beamtenverhältnis auflösen/widerufen [Entlassung aus dem Beamtenstatus].
Hier ist man “gleichgestellt”.
Beamte haben tatsächlich keine Ansprüche auf ALG I, ABER ggf. auf Bürgergeld. Je nach Situation auch auf Übergangsgeld.
Jedoch haben Beamte halt auch nicht eingezahlt in die Arbeitslosenversicherung.
Angestellte, welche “30 Monate (mehr oder weniger) chillen” … hatten ggf. früher eingezahlt, haben allerdings ebenfalls keinen Anspruch auf ALG I. Das nennt sich Anwartschaftszeit.
Innerhalb 30 Monate müssen 12 Monate davon versicherungspflichtig gearbeitet eingezahlt werden.
Das ALG I würde auch nur “Überbrücken zum Beruf” oder “Überbrücken zum Bürgergeld/Anspruchslosigkeit”.
Ist besser als nichts … Meistens aber doch eine deutliche “Minusrechnung” gesamtgesehen.
Ich würde bspw. lieber “selbst sparen”, statt diese Pflichtbeiträge abzugeben. Dazu auf das ALG I verzichten (potentiell) – Bürgergeldanspruch bliebe rechtlich. Also wie beim Beamten.
Gibt leider diese Option nicht …
Das “mehr an Lohn/Gehalt/Geld” wiegt das zudem gaaaanz einfach auf.
Also das ist tatsächlich absolut “kein harter Faktor”, worüber man jetzt ernsthaft bedenken haben sollte/muss, wenn man “gespart hat”.
Wie sieht es mit der Pension an? Also das “Meisterprivileg” oftmals?
Naja … Die “verliert man”. Verliert man hier wirklich? Das kann man so oder so sehen.
Man muss nachversichert werden. Dies übernimmt der AG/Staat zu 100% … Daher ist das ein IMMENSER Unterschied zu Angestellten [50%].
Oder man überlegt … Und nimmt das Altersgeld stattdessen mit … Dann bekommt man Abschläge – könnte aber trotzdem davon profitieren. Diese Option haben angestellte LuL meines Wissens nicht.
Also das klingt erstmal “soooo schlimm”, wiegt sich allerdings dadurch auf, dass mehr Geld verdient wurde [Anlegen, passiv], man nachversichert wird oder eben über Altersgeld geht.
Durch die dynamische Anpassung hat man auch nicht so die massiven Probleme in Bezug auf Anrechnung.
Vorteil im Vergleich zum Angestellten? Definitiv.
Nachteil im Vergleich zu “Beamter/Beamter bleiben”? Definitiv.
Man geht hier aber nicht – wie so oft dargestellt und “gedacht” – sonderlich negativ raus in Verleich auf Angestellteverhältnisse.
Das ist ein “f….” Privileg. Und muss man so benennen.
Und ja … “Man macht Verluste im Vergleich zu Beamten/Beibehalt Pension”. Massiv.
Diesen “Verlust” HABEN ALLE Angestellten jedoch. Den gibt/gab es nie …
So jetzt PKV/GKV:
Hier wechseln viele zur GKV wegen den 50% oftmals. Bei “keine staatlichen Ansprüche” würde man beides Zahlen … Je nachdem, wie man sich das leisten will. Bei Selbstständigkeit halt auch.
Und ansonsten ist man (schlimmstenfalls) eben mit Angestellten gleichgestellt. Schlimm.
Also nochmal ganz konkret:
WOOOO. Wo bitte haben angestellte LuL hier tatsächliche Vorteile? WOOO sagen Sie es mir.
Ja… Beamte haben “Nachteile in Bezug auf verbeamtet bleiben”. Massive. ABER im Vergleich zu Angestellten? WOOO?
Also da platzt mir gerade echt fast “die Pulsader”. Immer wieder der gleiche unwissentliche Schwachfug mit Scheinargumenten und Strohmännern. Im “Selbstvergleich des eigenen Status”. Ja. Man hat “Nachteile”. Nein … Keine großartig nennenswerten in Vergleich zu Bedingungen, welche angestellte KuK halt haben.
Also nochmal: NENNEN Sie mir konkrete Nachteile.
Das “ALG I” Argument ist wirklich … Spöttisch allen angestellten Kolleginnen und Kollegen gegenüber. Und zudem absolut Schwach als “Hauptargument”.
Wer selbst kündigt wird beim ALG erstmal gesperrt.
“Das Ruhrgebiet erhält darüber hinaus besondere Unterstützung. 384 der 923 Startchancen-Schulen liegen im Gebiet des Regionalverbands Ruhr. Sie profitieren neben dem Startchancen-Programm auch von Investitionen aus dem bundesweiten Infrastruktur-Sondervermögen, das bis 2036 Mittel für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen im Ruhrgebiet bereitstellt.”
Ähm, wo bringt das auch nur eine Stelle mehr? Nötig wäre allein eine Stelle mehr für den ganzen Verwaltungsaufwand und die Konzeptkasperei. Es wird also noch mehr Bürokratie aufgebaut, denn:
“Ebenso solle Bürokratie abgebaut werden, „damit sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können: guten Unterricht“.”
Bla bla bla …
“Landesweit traten Anfang November fast 3.500 angehende Lehrkräfte ihren Vorbereitungsdienst an. Feller: „Diese Zahl macht mir und gewiss auch unseren Schulen Mut.“”
Da lässt sich doch sicherlich noch ein großer Teil durch die Arbeitsbedingungen vergraulen. Mal sehen. Bei uns kommen übrigens fast nur Referendare mit PP / Religion, Politik / SoWi, Geschichte, Biologie und manchmal auch Deutsch an. Merkt jemand was?
Dann sollten Sie bitteschön auch die Zahlen anfordern, wieviel der Referendare nach Ende der Ausbildung dem Lehrer-Beruf den Rücken gekehrt haben. Ich kenn Zahlen zwischen 830 und 540 Referendare, die nach der Ausbildung den Schuldienst verlassen haben. Nach den Gründen wurde und wird meines Wissens nach nie gefragt,. Finde den Fehler!!
Na der Fehler ist doch augenscheinlich, er heißt Schuldienst.
Sie brauchen sich nur die jährliche Statistik anzuschauen, dann stellen Sie fest, von den 3.500 Neuen haben ca 25 – 30 % nach dem Referendariat ” die Nase voll” und wechseln den Beruf
Wie meistens klammert der Artikel den Lehrkräftemangel an Berufskollegs völlig aus. Wegen Fachlehrkräftemangel in technischen Fächern stehen bald ganze Bildungsgänge des beruflichen Gymnasiums und der FHR zur Disposition.
Hinzu kommt eine öffentliche Wahrnehmung, die die Fachkräfteausbildung bis hin zu DQR6 am Berufskolleg gar nicht wahrnimmt und das BK auf Problemschülerinnen und -schüler reduziert.
Dabei ist das Berufskolleg in NRW die Einrichtung, die die Orientierung im Arbeitsleben und im Wirtschaftsleben aufbaut, die bei Lernenden über deren Feedback auch gestärkt wird.
Berufsschulen sind grundsätzlich Schulen der Sekundarstufe II. Es sind also die Studienräte zu Anstellung, die sich lieber an eine GS abordnen lassen anstatt sich an ein BK zu bewerben. Das ist also ein selbst verschuldetes Elend der armen Junglehrer.
Lehrkräftemangel in der Sonderpädagogik = mehr Inklusion.
Zum Glück hat NRW da investiert…
Wo bleibt denn eigentlich der Bürokratieabbau für Sonderpädagogen in der Grundschule, die mittlerweile die dreifache Arbeit haben, weil keine Stellen mehr nach besetzt werden?
Es ist nur noch absurd, was als Inklusion verkauft wird. Hauptsache das Papier stimmt.
Immer hieß es, mittels Verbeamtung würde der Lehrermangel beseitigt werden. NRW verbeamtet schon immer. Trotzdem wächst der Lehrermangel dort. Warum?
Soweit ich weiß, stimmt Ihre Behauptung: „ Immer hieß es, mittels Verbeamtung würde der Lehrermangel beseitigt werden.“ nicht. Behauptet wurde, dass ohne Verbeamtung der Lehrermangel noch viel extremer wäre!
Warum verbeamtet man dann?
Kommt mir nicht mit “weil es billiger ist”. Es findet sich bestimmt ein VWLer, der das langfristige Gesamtbild aufzeigt.
Was verstehen Sie an “dass ohne Verbeamtung der Lehrermangel noch viel extremer wäre” nicht?
Weil Geld und Arbeitsbedingungen stimmen müssen? Nur so eine verrückte Idee…
Eine Verbeamtung bringt nicht automatisch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, noch ein Mehr an Arbeitsfreude. Ein gravierendes Problem an sehr vielen Schulen ist die mangelhafte, bzw fehlende Erziehung der Kinder, und das nicht nur bei S u S mit ausländischen Wurzeln
Da sollte mann mall fragen, warum es so ist, man müsste Mall schauen wie viel in teilzeit arbeiten, und wieviel Krankheits bedient zu Hause sind,,,,, weil draußen in der freien Wirtschaft muß mann die Arbeit von anderen mit machen und wird auch nicht geh heult,, aber es gibt Berufsgruppe, da wird geheult, mann sollte sich Mall ein Beispiel nemmen an die erzieherin und Erzieher sie müssen ob sie wollen oder nicht, aber immer die armen Lehrer, ja ja lach, lach die bekommen viel geld, viel rende gut abgesicherte,, auch wenn sie nur halb tags arbeiten,,,,,,,,, also seber schuld, und die anderen müssen das bezahlen,,