
Der Nobelpreis kommt für Peter Hegemann nicht nach einem geradlinigen Aufstieg. Wer ihn kennt, erinnert sich vor allem an seine Ausdauer. «Peter Hegemann ist ein super Wissenschaftler und ein supernetter Kollege und Mensch», sagt Christina Beck, Pressesprecherin der Max-Planck-Gesellschaft, die mit ihm zusammengearbeitet hat. «Was ich an ihm bewundert habe, ist einfach, wie viele, viele Rückschläge er erst mal hinnehmen musste, bis dieser Durchbruch gekommen ist. Das ist kein Selbstläufer gewesen, dieses Geheimnis um die Kanalrhodopsine zu lüften.»
Erfolg oft mit Risiko verbunden
Tatsächlich hat Hegemann früh gelernt, dass wissenschaftlicher Erfolg oft mit Risiko verbunden ist. Als der junge Forscher vor einer wichtigen Karriereentscheidung stand, machte ihm sein damaliger Vorgesetzter ein Angebot. «Der Chef hat gesagt, das weiß ich noch ganz genau, Dieter Oesterhelt damals, du kannst mit mir arbeiten, du kannst so lange bleiben, wie du willst, bis zur Rente. Oder du kannst dein eigenes Zeug machen und dann musst du nach fünf Jahren verschwinden.» Von dieser Episode erzählte Hegemann vor einigen Jahren in einem Podcast der Humboldt-Universität.
Der 1954 in Münster geborene Wissenschaftler entschied sich für den unsicheren Weg. Nach seinem Studium der Chemie in Münster und München und der Promotion am Max-Planck-Institut für Biochemie ging er in die USA. Später wurde er Professor in Regensburg und schließlich an der Humboldt-Universität Berlin.
Hegemann fand in der Schule einiges langweilig
Von einer Forscherkarriere war in seiner Kindheit zunächst wenig zu erkennen. Sein Aufwachsen in Aachen beschrieb Hegemann als sehr traditionell. Er sei in einer Mediziner-Familie groß geworden und auf ein humanistisches Gymnasium gegangen, auf dem er jahrelang langweilige Berichte über die Kriege der Römer und Griechen habe übersetzen müssen. Er habe die Schule nicht gemocht – mit Ausnahme der Fächer Chemie, Physik, Biologie, Kunst und Musik. Er habe aber Spaß daran gehabt, im Orchester Flöte zu spielen und Motorrad zu fahren. «Also, wenn ich auf meine schulischen oder universitären Leistungen zurückblicke, dann war das absolut durchschnittlich.»
Rückschläge als Normalfall
Rückschläge seien in seiner Karriere nie die Ausnahme gewesen, sondern der Normalfall. «Man scheitert immer. Ich würde mal sagen, das tägliche Brot ist das Scheitern. Wir machen mal wieder neue Experimente in neue Richtungen. Die meisten Experimente gehen schief und wenn man das nicht verträgt, dann wird das auch in der Forschung nichts», sagt Hegemann.
Wissenschaftlicher Fortschritt entstehe oft gerade dort, wo etwas nicht wie erwartet verläuft. «Es ist immer eine Kombination aus Zufall und genauem Hinschauen und dann auch Kapieren, dass man etwas Interessantes auf der Hand hat. Und nicht die Sachen, die nicht ins Konzept passen, beiseiteschieben, sondern ich versuche meine Mitarbeiter immer zu motivieren, die Ergebnisse, die nicht ins Konzept passen, besonders gründlich anzuschauen.» Die Natur sei anders, «als man sich das mit unserem kleinen Verstand also vorstellt».
Wissenschaftswelt bereitet Sorge
Mit Sorge blickt Hegemann auf eine Wissenschaft, die immer stärker von Veröffentlichungszahlen und Kennziffern geprägt werde. «Ich würde meinen Kollegen besonders empfehlen, nicht die Anzahl von Publikationen zu bewerten nach drei, vier Jahren bei den jungen Leuten, sondern die Originalität der Forschung zu bewerten – was meine Kollegen leider nicht tun», kritisierte Hegemann 2023 in einem Video. «Und das führt dazu, dass die jungen Leute sich kaum noch trauen, wirklich neue, schwierige Themen anzupacken und über viele Jahre dran zu arbeiten. Und das muss sich ändern.»
«Er ist unerschrocken, einfach unerschrocken», meint Astrid Dostert, Geschäftsführerin der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität. «Er hat kein Problem damit, als Einziger eine andere Meinung zu haben.» News4teachers / mit Material der dpa










Gratulation an die Nobelpreisträger und Grüße an all die populistischen Jammerlappen, die unsere Schulen unentwegt schlechtreden müssen. Wenn die Bildung hierzulande so schlecht wäre wie behauptet, dann gäbe es solche Errungenschaften wohl kaum.
Wenn die Bildung hierzulande besser wäre, gäbe es solche Wissenschaftlerkarrieren vielleicht öfter – weil nicht so viel Potenzial verschleudert würde. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/10/von-der-hauptschule-bis-nach-harvard-warum-dr-yueksel-trotz-beeindruckender-bildungskarriere-das-deutsche-schulsystem-kritisiert/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Da würden mich jetzt aber doch mal die Statistiken interessieren.
Welche Staaten stellen denn die meisten Nobelpreisträger*innen und wie gerecht ist deren Schulsystem genau?
Als Deutschland noch viel ungerechter war, gab es gefühlt (?) mehr Preisträger*innen.
Interessant in diesem Zusammenhang wäre für mich auch die Antwort auf die Frage: Wann erhielt der erste Mensch aus einem nicht westlichen Land, also aus einem sogenannten Drittstaat bzw. aus einem Land, welches man als „Entwicklungsland“ bezeichnet(e), einen Nobelpreis? Viele Länder haben seit 1901 mächtig aufgeholt. Auch das könnte den „Rückgang“ bei deutschen Nobelpreisen teilweise erklären (es gibt mehr Anwärter darauf als früher).
Liste der Länder nach Nobelpreisträgern – Wikipedia
Ist schon komisch, dass „früher“ mehr Deutsche unter den Nobelpreisträgern waren als heute.
≡ Liste: 89 Deutsche Nobelpreisträger der Wissenschaft
Allerdings muss man auch das Durchschnittsalter der Preisträger beachten. In welcher Zeit besuchten sie die Schule und studierten.
Infografik: Nobelpreisverdächtiges Alter | Statista
Da besteht doch durchaus noch Hoffnung für die jetzigen jungen/ zukünftigen Akademiker. Man kann ja die Zukunft nicht voraussagen, schon gar nicht an Hand von schulischen Leistungen. 🙂
Der Mann ist 71 und damit vor 50-60 Jahren zur Schule gegangen. Jetzt denken Sie bitte über den Sinn Ihrer Argumentation nach.
Die Bildung in den 60ern und 70ern höre ich recht wenige „populistischen Jammerlappen“ schlechtreden.
Dann sollten Sie vielleicht mal Quellen aus der Zeit konsultieren: „Bildungskatastrophe“ (Picht).
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das ist ein Trugschluss. Manche sind trotz der ungeeigneten Beschulung (für sie) halt eben dort, wo sie sind.
Gerne können wir das genauer und konkreter behandeln hier, wenn Sie wollen.
Habe nur das „Gefühl“, dass es Ihnen darum gar nicht geht.
Geht hier nicht einiges durcheinander?
Luft nach oben ist sicher immer.
Es liegt allerdings nicht nur am System, sondern auch daran, was man selbst zu leisten bereit ist. Und ja, einige haben es da leichter als andere, das ist allerdings auf der ganzen Welt so. Und ich habe schon allein, weil ich in Deutschland geboren bin viele Vorteile gegenüber der Mehrzahl der Menschen in einigen anderen Teilen der Erde. Trotzdem schaffen es sehr viele Menschen, in sehr vielen Teilen der Welt etwas aus ihrem Leben zu machen (ob jetzt ein Nobelpreis das einzige Kriterium sein sollte, ist wahrscheinlich Ansichtssache). Es kann somit nicht alles nur am Schulsystem liegen. Nicht falsch verstehen, ich finde vieles verbesserungswürdig, keine Frage. Aber das ist doch echt monokausal gesehen. Nach dem Motto, bleibt der Erfolg aus, war allein die Schule Schuld. Es ist schon so eine Art Opferhaltung, man kann ja nicht anders, sie anderen sind Schuld, man hat ja keine Möglichkeiten usw. Bei uns gibt es so viele Angebote, man muss sie eben auch nutzen. Und ich musste mir selbst viel erarbeiten und es war oft nicht alles selbstverständlich für mich, daher weiß ich, dass man mit Anstrengungen weiter kommt, ohne halt eben nicht. Zumal ich auch noch der Meinung bin, dass Abi nicht alles ist und man aufhören sollte, daran Glück und Erfolg zu messen. Trotzdem soll man natürlich so vielen Kindern wie möglich eine gute Perspektive öffnen. Aber gute Möglichkeit sind nur ein Teil, sie richtig zu nutzen macht den größeren Anteil des Erfolgs aus.
Schließt sich doch nicht aus?
Stimmt ja auch, was Sie hier anbringen.
Verstehe nur den „Dissens“ nicht? Oder ist das eine „Erweiterung“? Oder haben Sie „Fragen“?
Man muss selbstverständlich auf „allen Ebenen“ schauen. Das ja klar.
Weiß echt nicht, wie Sie darauf kommen, dass ich hier rein „der Schule“ „die Schuld“ zu schuster.
Macht aber die Aussage:
„Wenn die Bildung hierzulande so schlecht wäre wie behauptet, dann gäbe es solche Errungenschaften wohl kaum.“
Halt nicht unbedingt richtiger. Das bleibt eben ein Trugschluss. Eine gute Leistung schließt sich auch bei schlechter Umsetzung einer Gesamtsystematik nicht per se aus.
Beispielsweise stehen Gymnasien [als Sonnenschein des deutschen Schulsystems] ja relativ gut dar. Klar. Segregation und so…
Nur „baden“ es andere irgendwo „aktuell“ aus.
Die Aussage der Redaktion:
„Wenn die Bildung hierzulande besser wäre, gäbe es solche Wissenschaftlerkarrieren vielleicht öfter – weil nicht so viel Potenzial verschleudert würde.“
Ist hingegen absolut logisch und richtig. Das ist halt ein „solider No-Brainer“. Also „No-Brainer nicht als „böse gemacht/eingeordnet“. Es ist halt einer. Die Aussage ist immer stimmig … Das ist so wie zu sagen: Wenn ich deutlich mehr esse, dann könnte ich dicker werden.
Ja … Das kann passieren. Und die Chance ist recht hoch sogar.
Es „spielt“ ja nicht im Bereich von „Realität“ oder „tatsächlicher Umsetzung“. Sondern in der Systematik des theoretischen Potentials.
Viele Menschen mit (sehr) hohem IQ haben „in der Bildungsebene“ „versagt“. Das „weiß“ man heutzutage … Und das ist halt eine „falsche Umgebung“ für diese (gewesen). Also man verlor gewaltiges Potential (erstmal). Diese mussten das dann ggf. „später“ „anders“ aufholen.
Und dieses Bewusstsein fehlt halt „als flächendeckende Erkenntnis“ bisschen.
Wenn sich jemand „mit dem Kopf auf die Hände ablegt“, dann war das früher oft „der wollte beim Unterricht nicht teilnehmen“ oder „der ist immer so müde“ … Heute weiß man in der tatsächlichen Fachexpertise, dass es häufig Kinder mit high functional Masking (Potential) sind.
Und hier „sollte“ man halt darauf achten, „wen“ man vor sich hat.
Ja, manche sind müde.
Ja … Manche haben auch mal kein Bock drauf.
Aber wann machen sie das? Wie machen sie das?
Mitunter bei elektiven Mutismus ist das bspw. ein „Musterverhalten“. Wenn man das Kind dann „zwingt zu sprechen“ … Ja mei … Dann ist dieser Ort der Schule offensichtlich halt einfach nicht qualifiziert in der Anwendung und dem Umgang solcher Bereichsebenen.
Darum geht es.
Zusätzlich muss man selbstverständlich auch alle Ebenen/Bereiche beachten:
– Familie
– Kind selbst
– Bildungssystem als „Ganzes“
– Schule als Ort des Lernens und Zusammenkommens usw.
– Konzeptsinnhaftigkeit
– Lehrkräfte und andere schulischen Personen
– Usw. usf.
Aber darum ging es doch bei dem Trugschluss gar nicht? Wäre ja ein Scheinargument/Strohmann, wenn man sagen würde, dass ich meine, dass „Schule alles richten muss“. Nö. Mit den Ressourcen und Rahmenbedingungen kann das gar nicht sein.
Und auch dem Elternhaus sollte was verlangt werden – ansonsten macht ja das GG diesbezüglich auch keinen Sinn. Wenn man sagt „sie können das aber nicht“ – wozu dann „diesen“ das Bestimmungsrecht geben? Mit welcher Begründung denn?
So ideologisch veranlagt bin ich nicht. Sorry.
Bei mir „Triggern“ nur eben so Dinge wie „Trugschlüsse“, „Inkonsequenzen“, „Inkonsistenzen“.
Und daher gehe ich „oft“ [gefühlt „sinnlos“? Für manche vllt.?] „starr“ auf so Begriffsunterschiede.
Das schießt bei mir massiv Dopamin aus und nen Trigger.
Geht mir da in dem Fall gar nicht drum „ob jemand anderes auch was zu leisten oder ‚Schuld‘ oder sonst was hat/muss“.
„Er sei in einer Mediziner-Familie groß geworden und auf ein humanistisches Gymnasium gegangen.“
Über den gleichzeitigen US-Nobelpreisträger Karl Deisseroth steht bei Wikipedia, sein Vater war schon Medizinprofessor und seine Ehefrau ist auch Stanford-Professorin für Neurologie. Von den 5 Kindern werden noch keine Preise vermeldet. Die sind auch noch zu jung für den Nobelpreis.
Also wieder diese schreckliche Clique von Bildungsbürgern. 🙂
Meine schulischen Leistungen waren auch unterdurchschnittlich. Zum Lehrer hat´ s gereicht. Im Ernst, wie oft höre ich das: Einstein in Mathe schlecht, Mozart wahrscheinlich in Musik – so what? Die Botschaft ist damit klar: Noten sind für die spätere Karriere nicht so relevant. Wozu also anstrengen?
PS: Schüler, die kein Problem damit haben, als einzige eine andere Meinung zu haben, habe ich genug. Nach dem Motto: Verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen, meine Meinung steht fest. Glückwunsch!
„Im Ernst, wie oft höre ich das: Einstein in Mathe schlecht„
Dieser Mythos ist in der Tat weit verbreitet, auch wenn er einem Faktencheck nicht standhält.
Unterschied zwischen deutscher und Schweizer Notenskala. Lediglich die Ziffern sind gleich, nicht aber gleichbedeutend.
Beispiele wie Hegemann werden gerne als Argumente für oder gegen ein Bildungssystem eingesetzt werden. Aber heutigen Nobelpreisträger haben vor über 30-50 Jahren die Schule besucht, in Zeiten, in denen das Schulsystem noch viel ungerechter als heute war.
Sollten wir das als einen Aufruf gegen mehr soziale Gerechtigkeit sehen? – Nein, sicher nicht! Aber wir sollten auch nicht dem Fehlschluss unterliegen, wir müssten uns nur viel mehr um unsere Kinder/Jugendlichen kümmern und könnten damit mehr zukünftige Nobelpreisträger „generieren“.
Auf jeden Nobelpreisträger kommende zig Tausende von Wissenschaftlern, die auch mit viel Einsatz gearbeitet und keinen Nobelpreis bekommen haben. Was sich aber bei den meisten Nobelpreisträgern zeigt ist, dass sie Jahre oder Jahrzenhnte hart gearbeitet haben, das richtige Förderumfeld gefunden haben und – auch das gehört dazu – viel Glück hatten!
Der Artikel zeigt m.E. klar die strukturellen Probleme unseres Wissenschaftssystems auf: Hegemann kritisiert, dass sich junge Forscher kaum noch an schwierige Themen herantrauen. Wie auch? Für eine Promotion in den Naturwissenschaften geht es um den Paper-Output. Die Zeit für eine Promotion und Habilitation sind begrenzt (Wissenschaftszeitvertraggesetz) und es gibt kaum sichere Mittelbau-Stellen!
Selbst junge Forschungsgruppenleiter können sich kaum an hoch-riskante Projekte herantrauen. Ein Bekannter von mir hatte bspw. damals ein spannendes Habilitationsprojekt, „high-risk, high-reward“, es hätte ein bahnbrechender Erfolg werden können. Nur leider war die Natur komplizierter als gedacht – und er ist komplett aus der Forschung raus! Für das, was Hegemann fordert, bräuchten wir etwas wie ein Whitehead-Institut, wo man risikoreiche, aber potentiell bahnbrechende Projekte auch durchführen kann.
Aber zurück zu den Schulen:
Hegemann sagt, dass ihn in der Schule besonders Naturwissenschaften interessiert hatten. Man kann vermutlich die Position auch wechseln und sagen, dass er das Glück hatte, Lehrkräfte zu haben, die eben für ihn passenden, spannenden Unterricht gemacht haben.
Bei Hegemann, aber auch bei Mahmut Martin Yüksel, wird betont, sie hätten sich nicht unterkriegen lassen, sie hätten sich extrem anstrengen müssen, um schlussendlich erfolgreich zu werden. Momentan entwicklen wir uns als Gesellschaft aber in die genau andere Richtung:
Falsch verstandene Bedürfnisorientierung (eigentlich: Wunschorientierung), Kinder, die als Projekte angesehen werden von „Rasenmäher-Eltern“, die den Kindern gar nicht mehr die Möglichkeit zum Scheitern und zum Wachsen daran geben. Dazu Lehrkräfte, die nicht mehr „streng“ (eher: kosequent) sein dürfen und v.a. Wohlfühlnoten geben sollen, damit niemand enttäuscht ist.
Natürlich sollten wir weiterhin versuchen, so viele Kinder wier möglich mitzunehmen. Aber dabei dürfen wir eben nicht den Blick auf diejenigen verlieren, die mehr könnten, aber sich nie anstrengen müssen. Denn diese werden sonst immer nur durchrutschen, sich nie anstrengen müssen, nicht ihrem Potential gemäß wachsen, bis sie dann irgendwann in der Oberstufe oder im Studium massiv scheitern.
Sehr gut zusammengefasst. Hier geht es um Willen und Engagement, auch bei Widrigkeiten. Eine Haltung, Interesse zu entwickeln, sich durch zubeißen, Scheitern in Kauf zu nehmen und weiterzumachen. Da spielt weder die Schulform, noch die Zeit eine Rolle. Diese Haltung ist aber anstrengend und deswegen heute bei den meisten so überhaupt nicht mehr angesagt, über alle Schulformen hinweg. Und auch bei den Eltern ist diese Haltung nicht angesagt, auf mehreren Ebenen. Die Kinder sollen ohne Anstrengungen überall gute Noten bekommen, damit alle glücklich sind. Gut umfasst dabei nur 1 und 2, eine 3 taugt schon nix mehr. Eltern wollen diese Noten in allen Fächern uns schauen nicht unbedingt auf die Stärken der Kinder. Das geht dann soweit, dass viele Kinder völlig gestresst sind und nur für Noten und nicht nach Interesse lernen. Steht doch oben „Interesse an Naturwissenschaften“. Und man muss sich einarbeiten, oberflächlich funktioniert das nicht.