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Hessens Kultusministerin Nicola Beer will mehr Ganztagsschulen

WIESBADEN. Die hessischen Schulen stocken im kommenden Schuljahr ihre Ganztagsangebote weiter auf. Nach Angaben des Kultusministeriums wird es dann 848 Schulen mit verschiedenen Modellen der Ganztagsbetreuung geben. Im laufenden Schuljahr sind es 788 Schulen. „In den letzten Jahren haben wir unser Ganztagsangebot stark ausgebaut und werden dies auch zukünftig weiter tun“, sagte die neue Kultusministerin Nicola Beer (FDP) in Wiesbaden.

Die neue Kultusministerin will mehr Ganztagsangebote in Hessen. Foto: Frank Ossenbrink / Kultusministerium Hessen

Das Ministerium wehrt sich mit den Zahlen auch gegen Kritik der Bertelsmann-Stiftung, die Hessen jüngst als eins der Schlusslichter bei der Ganztagsbetreuung eingestuft hatte. Im Schuljahr 2010/11 habe es in Hessen nur an 37,8 Prozent aller allgemeinbildenden Schulen Ganztagsangebote gegeben bei einem Bundesdurchschnitt von 51,1 Prozent, hieß es in einer Studie. Legt man diesen Maßstab an, wird Hessen im kommenden Schuljahr etwa 45 Prozent erreichen.

In Beers Ressort wird die Quote für Grundschule und Mittelstufe anders berechnet. „Fast 50 Prozent aller öffentlichen Schulen im Bereich der Grundschulen, Förderschulen und der Sekundarstufe I verfügen über ein Ganztagsangebot. Somit wird den unterschiedlichen Wünschen der Eltern nach Nachmittagsbetreuung Rechnung getragen“, sagte die Ministerin.

Allerdings bleibt es dabei, dass vier von fünf Schulen vor allem Mittags- und Hausaufgabenbetreuung anbieten. Ein freiwilliges Ganztagsangebot an fünf Tagen der Woche wird es an 64 Schulen geben. Das sind 7,5 Prozent der berücksichtigten Grundschulen, Schulen mit Mittelstufe und Förderschulen. Gebundene Ganztagsschulen, an den die Schüler verpflichtend teilnehmen, wird es hessenweit 80 geben (9,4 Prozent).

Doch es gehe nicht nur um Zahlen, Hessen entwickele die Schulen mit einer neuen Ganztagsrichtlinie auch inhaltlich weiter, sagte Beer. Qualitätskriterien sollten jeder Schule helfen, die für sie passende Form der Ganztagsbetreuung zu finden, die für Eltern, Schüler und Lehrer Verlässlichkeit bietet. dpa

(10.06.2012)

Ein Kommentar

  1. Ich finde es ein bisschen schade, wenn Kinder ihr ganzes Leben, also den ganzen (Werk-)Tag nur noch in der Schule verbringen. Will man den Eltern damit eine Betreuung rund um die Uhr anbieten, sollte es auf alle Fälle freiwillig sein.

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