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Schulessenlieferant Sodexo sucht Ursache der Brechdurchfall-Erkrankungen

BERLIN. Nachdem Schulessenlieferant Sodexo am Freitag noch alle Verantwortung an der Brechdurchfallwelle von sich gewiesen hat, räumt das Unternehmen nun doch ein, dass nur Kinder betroffen seien, die von Ihnen geliefertes Essen gegessen hätten.

Nach der Magen-Darm-Erkrankungswelle bei Kindern wird in den meisten Küchen des Caterers Sodexo am Montag wieder Kantinen-Essen produziert. Nur in Berlin bleiben auf Wunsch des Senats zwei Küchen geschlossen, wie Unternehmenssprecher Stephan Dürholt am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa sagte. «Die Herbstferien dort entschärfen die Situation für uns allerdings etwas.» Während es von Sodexo noch am Freitag hieß, das Unternehmen sehe sich nicht für die Erkrankungswelle verantwortlich, sagte Dürholt nun: «Es hat sich mittlerweile herausgestellt, dass, soweit wir es alle wissen, tatsächlich nur Kinder betroffen sind, die von uns beliefert worden sind.» Dementsprechend intensiv seien die internen Untersuchungen.

Wenn das Schulessen schuld ist an den Massenerkrankungen, wäre das ein Skandal. (Foto: Xavier Echinas/Flickr CC BY-NC 2.0)

Sodexo hat ein Problem: Das Schulessen scheint tatsächlich Auslöser der Massenerkrankungen zu sein. (Foto: Xavier Echinas/Flickr CC BY-NC 2.0)

«Wir haben einige Dinge verändert; etwa unsere gesamten Küchen grundsätzlich desinfiziert. Wir haben eine sehr, sehr große, fast schon detektivische Kette in Gang gesetzt – um sämtliche Unterlagen, Lieferscheine und Lieferwege zu untersuchen und wirklich alles auszuschließen», sagte Dürholt.

Mit den Behörden gemeinsam sei eines schon festgestellt worden: «An unseren Produktionsprozessen und hygienischen Arbeitsweisen liegt es nicht. Da ist überhaupt nichts beanstandet worden – und wir sind sehr, sehr intensiv untersucht worden.» Wenn die Erkrankungswelle tatsächlich mit den Essenslieferungen im Zusammenhang stehe, sei davon auszugehen, dass es an einem zugelieferten Produkt liege. dpa

(30.9.2012)

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