Start Praxis Brennpunktschule versinkt im Chaos: Jetzt melden sich weitere Lehrkräfte zu Wort

Brennpunktschule versinkt im Chaos: Jetzt melden sich weitere Lehrkräfte zu Wort

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LUDWIGSHAFEN. Gewalt unter Jugendlichen, Amokalarme, eine zerstrittene Lehrerschaft und zum Schuljahresbeginn 18 krankgemeldete Lehrkräfte: Die Krise an der Karolina-Burger-Realschule plus, «Deutschlands gefährlichste Schule», hat sich seit Jahren hochgeschaukelt. Ursache sind offensichtlich ein Bündel von Problemen – von schwierigen sozialen Verhältnissen über Konflikte innerhalb der Schule bis hin zu möglichen Versäumnissen ihrer Führung und Aufsicht. Die Landesregierung will mit einer neuen Leitung einen Neustart erzwingen. Doch ein aktuelles Schreiben von Lehrkräften aus dem Kollegium lässt zweifelhaft erscheinen, ob ein personeller Schnitt an der Spitze genügt.

Löscht mal jemand? (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Die jüngsten Vorfälle liefern wieder jene Bilder, die der Karolina-Burger-Realschule plus inzwischen bundesweit einen zweifelhaften Ruf eingebracht haben. Erst vor wenigen Tagen rückte die Feuerwehr wegen Fehlalarmen an, auf dem Schulgelände prügelten sich 14-Jährige. In den vergangenen Jahren wurde Reizgas versprüht, die Polizei musste zu Großeinsätzen kommen. Im Mai 2025 attackierte eine Schülerin eine Lehrerin mit einem Messer; ein Gericht verfügte später ihre Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung.

Aus einzelnen Vorfällen ist längst eine Erzählung über die ganze Schule geworden. Von «Deutschlands gefährlichster Schule» ist die Rede, von Angst und Kontrollverlust. Die Polizei selbst warnt allerdings davor, aus spektakulären Fällen vorschnelle Schlüsse über die Entwicklung der Kriminalität an der Schule zu ziehen. Körperverletzungen kämen dort seit Jahren vor, erklärt das Polizeipräsidium. Ein allgemein herrschendes «Klima der Angst» bestätigt die Behörde jedoch nicht.

Das Land hat dennoch entschieden, dass es so nicht weitergehen kann. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) erklärte nach den Sommerferien, die Probleme seien «innerhalb der bestehenden Strukturen» nicht mehr zu lösen. Das Land müsse Verantwortung übernehmen und Lösungen ermöglichen. «Dafür braucht es einen Neustart.» Die Leitung der Schule soll neu aufgestellt werden.

Dass inzwischen auch die organisatorische Funktionsfähigkeit der Schule infrage steht, zeigen die Zahlen zum Schuljahresbeginn. Nach Angaben der Schulaufsicht meldeten sich 18 der insgesamt 56 Lehrkräfte krank. Hinzu kommen Brandbriefe, anonyme Vorwürfe, öffentliche Auseinandersetzungen und Unruhe über mögliche personelle Konsequenzen auch innerhalb des Kollegiums. Gespräche darüber sind nach Darstellung des Ministeriums noch nicht abgeschlossen.

Doch ob sich die Krise tatsächlich vor allem an der früheren Schulleitung festmachen lässt, ist innerhalb der Schule offenbar umstritten.

Eine dem Lokalmedium MRN-News vorliegende Stellungnahme von Lehrkräften aus dem Kollegium zeichnet ein wesentlich komplizierteres Bild. Die Autoren bestreiten weder die erheblichen Probleme an der Schule noch Fehler der früheren Führung. Sie wenden sich jedoch gegen die Vorstellung, mit dem Weggang von K. oder einem Austausch weiterer Personen ließen sich die Ursachen der Krise beseitigen.

«Die Probleme der Schule sind nicht erst unter der jetzigen Schulleitung entstanden», heißt es in der Stellungnahme, die ersichtlich noch aus der Phase stammt, in der K. die Schule leitete. Die Karolina-Burger-Realschule plus sei ein großes Schulsystem «mit einer in Teilen sehr herausfordernden Schülerschaft». Gewalt, massive Unterrichtsstörungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und andere schwere Vorfälle habe es bereits lange vor dem Amtsantritt von K. gegeben.

Als Beispiel nennen die Lehrkräfte einen Toilettenbrand aus dem Jahr 2021. Auch Bedrohungen, Zerstörungen und Erpressungen durch Schülerinnen und Schüler seien schon aus früheren Jahren bekannt gewesen. Eine Erklärung, nach der die heutigen Zustände erst unter K. entstanden seien, greife deshalb zu kurz. Die Krise hat eine längere Vorgeschichte.

Nach Darstellung der Lehrkräfte war die Schule über Jahre stark auf ihr Kerngeschäft Unterricht konzentriert. Schulentwicklung, eine Öffnung in den Stadtteil oder der Aufbau zusätzlicher Angebote hätten dagegen eine geringe Rolle gespielt. Das habe das Kollegium einerseits entlastet, weil zusätzliche Aufgaben weitgehend ferngehalten worden seien. Andererseits habe sich so eine Arbeitskultur herausgebildet, in der neue Projekte, zusätzliche Verantwortung und Veränderungen etablierter Abläufe wenig Platz gehabt hätten.

Unter K. sollte sich das ändern – und zwar grundlegend.

Die Stellungnahme listet eine Reihe von Projekten auf, die in den vergangenen Jahren aufgebaut, wiederbelebt oder ausgebaut worden seien: Streitschlichtung und Krisenteam, Schulsanitätsdienst und Brandschutz, eine intensivere Berufsorientierung, Kooperationen mit sozialen Einrichtungen und dem Stadtteil sowie die Umsetzung des Startchancen-Programms. Lehrkräfte seien stärker ermuntert worden, Fortbildungen zu besuchen und sich beruflich weiterzuentwickeln.

Der Ansatz dahinter sei richtig gewesen, schreiben die Autoren. Gerade angesichts der sozialen und pädagogischen Herausforderungen könne eine Schule wie die Karolina-Burger-Realschule plus nicht allein Unterrichtsanstalt sein. Sie brauche Elternarbeit, sozialpädagogische Unterstützung, Berufsorientierung und die Zusammenarbeit mit Einrichtungen außerhalb der Schule. Nicht jedes Angebot sei im Kollegium allerdings auf Zustimmung gestoßen.

«Veränderungsprozesse hätten deshalb vermutlich langsamer (vollzogen), stärker moderiert und teilweise besser kommuniziert werden müssen»

Die Reformen seien teilweise zu schnell erfolgt. K. habe innerhalb kurzer Zeit sehr viele Entwicklungen gleichzeitig anstoßen wollen. Das sei auf ein System getroffen, das zuvor über Jahre mit deutlich anderen Strukturen und Erwartungen gearbeitet habe. «Veränderungsprozesse hätten deshalb vermutlich langsamer (vollzogen), stärker moderiert und teilweise besser kommuniziert werden müssen», heißt es in der Stellungnahme. Nicht alle Beschäftigten hätten sich ausreichend mitgenommen gefühlt. Zudem sei von Lehrkräften stärker als zuvor selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten verlangt worden.

Dass dabei Führungsfehler gemacht wurden, stellen die Autoren ausdrücklich nicht in Abrede. «Es wäre deshalb falsch zu behaupten, bei der Führung und Kommunikation seien keine Fehler gemacht worden.» Ebenso falsch sei allerdings die umgekehrte Schlussfolgerung, dass die grundlegenden Probleme der Schule erst durch diese Fehler entstanden seien. Der Streit habe sich zunehmend auf die Person von K. verengt. Dadurch gerieten die strukturellen Probleme aus dem Blick.

Innerhalb der Lehrerschaft gebe es unterschiedliche Einschätzungen zur Schulentwicklung und zur aktuellen Situation. Beschäftigte, die sich keiner Seite zuordnen wollten oder die Entwicklung differenzierter beurteilten, erlebten die Atmosphäre teilweise als schwierig. «Die Auseinandersetzung sollte deshalb nicht weiter als Konflikt „Schulleiter gegen Kollegium“ geführt werden», heißt es in der Stellungnahme. Die Positionen innerhalb eines großen Kollegiums seien deutlich vielfältiger.

Welche Folgen die inneren Auseinandersetzungen inzwischen haben, zeigt sich gerade zu Beginn des neuen Schuljahres. Fast ein Drittel des Kollegiums war nach Angaben der Schulaufsicht krankgemeldet. Die Lehrkräfte, die weiter im Dienst seien, müssten nun nicht nur Unterricht auffangen, sondern auch zusätzliche organisatorische Aufgaben übernehmen, schreiben die Verfasser der Stellungnahme. Sie versuchten, «so viel Unterricht und schulischen Alltag wie möglich aufrechtzuerhalten».

Die öffentliche Wahrnehmung konzentriere sich dagegen weitgehend auf Krise und Konflikt.

Das betrifft nach Einschätzung der Lehrkräfte vor allem diejenigen, um die es eigentlich gehen müsste: die Schülerinnen und Schüler. Die große Mehrheit der Jugendlichen habe mit den öffentlich bekannt gewordenen Gewalttaten und anderen Vorfällen nichts zu tun. Trotzdem trügen sie inzwischen das Etikett, eine der problematischsten Schulen Deutschlands zu besuchen.

Für Jugendliche, die einen Abschluss schaffen und anschließend einen Ausbildungsplatz finden wollen, könne der schlechte Ruf der Schule zum zusätzlichen Problem werden. Gleichzeitig gefährde die Krise ausgerechnet jene Angebote, die ihre Chancen verbessern sollen: Berufsorientierung, Kooperationen mit Unternehmen und Einrichtungen, sozialpädagogische Projekte und Präventionsangebote – so weit die Binnensicht.

«Eine zerstrittene Lehrerschaft, ein umstrittener Schulleiter, vielleicht eine schwache Schulaufsicht – da kommen mehrere Faktoren zusammen»

Dass die Ursachen weit über die Person des früheren Schulleiters hinausreichen dürften, legt auch die Einschätzung eines ranghohen Beamten nahe, der namentlich nicht genannt werden will. «Das Problem ist multikausal», sagt er. Es gebe Eltern, «die null interessiert, was ihre Kinder in der Schule machen. Ob die bildungsmäßig etwas hinkriegen, ist denen völlig egal.» Hinzu kämen interne Faktoren: «Eine zerstrittene Lehrerschaft, ein umstrittener Schulleiter, vielleicht eine schwache Schulaufsicht – da kommen mehrere Faktoren zusammen.»

Die Lehrkräfte, die sich mit ihrer Stellungnahme zu Wort melden, fordern deshalb eine wesentlich langfristigere Unterstützung der Schule. Sie nennen eine engmaschige Begleitung durch Schulaufsicht und Schulträger, professionelle Supervision für Schulleitung und Kollegium sowie eine externe Moderation des verhärteten Konflikts. Denkbar seien auch zusätzliche erfahrene Führungskräfte beziehungsweise Schulmanager. Darüber hinaus brauche die Schule stärkere multiprofessionelle Teams, ausreichend Schulsozialarbeit, sozialpädagogische Unterstützung und Hilfe bei der Schul- und Organisationsentwicklung.

Die Probleme der Karolina-Burger-Realschule plus sollten weder «kleingeredet noch beschönigt» werden, schreiben sie. Sie seien jedoch «nicht innerhalb weniger Jahre entstanden» und könnten deshalb auch nicht einer einzelnen Person zugeschrieben werden. Entscheidend sei nun vor allem eins: zu klären, «welche dauerhaften personellen, pädagogischen und organisatorischen Strukturen braucht diese Schule, damit die Schülerinnen und Schüler die Unterstützung und Bildung erhalten, die ihnen zusteht?» News4teachers / mit Material der dpa

„Deutschlands gefährlichste Schule“: Lehrkraft schildert, wie über Jahre die Gewalt zunahm – und der Rückhalt verloren ging

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48 Kommentare
unfassbar
16 Tage zuvor

Meiner Meinung nach hilft bei der Schule erst einmal die Konzentration der Lehrer auf den Unterricht mit dem beschulbaren Teil der Jugendlichen und parallel dazu ein massiver Ausbau der Sozialarbeit für die anderen Jugendlichen. Allerdings nicht mit den üblichen Methoden der Sozialarbeiter, sondern angepasst an die wirksamen Maßnahmen für die jeweiligen Jugendlichen, auch wenn das der Ausbildung der Sozialarbeiter diametral gegenüber steht. Wird so aber vermutlich nicht passieren, weil das Geld kostet.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

„Meiner Meinung nach hilft bei der Schule erst einmal die Konzentration der Lehrer auf den Unterricht.“
Laut den Kolleg*innen im Artikel war genau dies ein Baustein, warum so wenig präventiv passierte.

„Allerdings nicht mit den üblichen Methoden der Sozialarbeiter, sondern angepasst an die wirksamen Maßnahmen für die jeweiligen Jugendlichen, auch wenn das der Ausbildung der Sozialarbeiter diametral gegenüber steht.“
Jaja, Blabla. Immer die gleichen unkonkreten Andeutungen, da die eigenen Gewaltphantasien Ihnen selbst zu peinlich sind, um sie auszuschreiben.
Also wieder nichtstun, Faust in der Tasche ballen und davon träumen, dass Rechtsextreme Sicherheitsdienste mit Tränengas in die Schule schicken (augenroll)

Rainer Zufall
16 Tage zuvor

„Nach Darstellung der Lehrkräfte war die Schule über Jahre stark auf ihr Kerngeschäft Unterricht konzentriert.“

„Gerade angesichts der sozialen und pädagogischen Herausforderungen könne eine Schule wie die Karolina-Burger-Realschule plus nicht allein Unterrichtsanstalt sein. Sie brauche Elternarbeit, sozialpädagogische Unterstützung, Berufsorientierung und die Zusammenarbeit mit Einrichtungen außerhalb der Schule.“

Bitter. Vielleicht ein Wink mit dem Zaubpfahl für Kolleg*innen, die sich gegen Prävention und „Pädagogisches Blabla“ verwehren… 🙁

Küstenfuchs
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich denke, das ist eher ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Schulaufsicht, dass neben dem Kerngeschäft Unterricht, was an dieser Schule offenbar alleine schon eine Herausforderung ist, Prävention und „Pädagogisches Blabla“ zeitlich nicht mehr drin ist. Wenn die Probleme der Schule so massiv sind, dann müssen zunächst mehr Lehrkräfte und mehr pädagogisches Personal zur Verfügung gestellt werden. Hier rächt es sich massiv, dass in den letzten Jahren hier (wie an allen anderen Schulen auch) keine Arbeitszeiterfassung stattgefunden hat.

Elternarbeit, gerade mit Eltern, denen fast alles scheißegal ist, oder Zusammenarbeit mit Institutionen von außerhalb (ver-) brauchen (Arbeits-)Zeit. Man kann doch nicht von den Lehrkräften verlangen, dauerhaft deutlich mehr als die vertraglich vereinbarten 1804 Stunden im Jahr zu arbeiten und sich dann auch noch von einer unerzogenen Schülerschaft (siehe Elternproblem) beleidigen oder bedrohen zu lassen.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

„[…] Prävention und „Pädagogisches Blabla“ zeitlich nicht mehr drin ist.“
Dem Artikel folgend schlossen Lehrkräfte dies schon vorher für sich aus. Im Nachhinein die schlechte Kooperation mit Eltern beklagen zu wollen, empfinde ich als vorgeschoben :/

Aber, da muss ich Ihnen recht geben, ist dies keine Ausrede für die Schulaufsicht, welche handeln ggf. bei Schulleitung und Teilen des Kollegiums hätte durchgreifen können

SchadeMarmelade
16 Tage zuvor

Es muss ja nicht Lynchjustiz sein. Man müsste SuS die alles boykottieren und für Probleme sorgen aus den Klassen rausnehmen können.
Was dann mit den SuS geschieht hängt von diesen ab. Einige müssten von 0 an alles lernen. In vielen Fällen geht es erstmal darum soziales Miteinander in seinen Grundformen zu lernen.

DerechteNorden
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

? So etwas entscheiden aber doch nicht die Sozialarbeiter*innen.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  SchadeMarmelade

„Man müsste SuS die alles boykottieren und für Probleme sorgen aus den Klassen rausnehmen können.“
Meinen Sie, dem stünde derzeit etwas im Wege? Unterrichts- bzw. Lerndruck oder unkooperative Lehrkräfte?

447
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Schlicht die Gesetzeslage und daraus abgeleitete Verordnungen.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  447

Welche Gesetzeslage schließt aus, dass die Schulsozialarbeit diese Schüler*innen aus dem Unterricht rausnimmt?

Oder was meinen Sie konkret?

447
12 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Äh, ja?

Einen Schüler „aus dem Unterricht verweisen“ kann/darf ein Sozialarbeiter schonmal gleich garnicht und selbst ein Lehrer nicht…das darf nur die SL und selbst das nur in engen Grenzen ?!
Äh, Schulrecht und so, mal reinschauen?

Wenn der Schulsozialarbeiter und äusserst entschlossenem Stirnrunzeln und tuefbesorgtem Pädagogenblick sagt: „Du kommst jetzt mit!“ und Schülerli bleibt ganz einfach sitzen und sagt „Nö.“ sind Sie schon gleich an der äussersten Grenze des Schulrechtes angelangt.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  447

„Einen Schüler „aus dem Unterricht verweisen“
Warum sollte er?
Sie als Lehrkraft können die Schulsozialarbeit beauftragen, bspw. ein Konfliktaufklärungsgespräch zu führen. Wenn dieser die Kooperation verweigert, findet das Gespräch ohne seine Sicht der Dinge statt – mit entsprechenden Konsequenzen am Schluss.

Phantasieren Sie noch vom CDU-Knast oder was genau wünschen Sie sich, was die Schulsozialarbeit können soll? 😀

SchadeMarmelade
15 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Dem steht so einiges im Wege.

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  SchadeMarmelade

Ach das!
Was meinen Sie konkret?

SchadeMarmelade
14 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Diese Kleinigkeit mit dem Recht auf Bildung.

  1. Schüler und SchülerInnen,ohne Klassenkonferenz, nur suspendieren zu können wenn sie eine Bedrohung für den Schulfrieden sind.
  2. Suspendierungen können angefochten werden. Kleinster Fehler und das Amt knickt ein.
  3. Das Amt gibt Anträgen zur Versetzungen an andere Schulen fast nie statt. (Der Schulweg ist nicht zumutbar etc.)
  4. Schulsozialarbeiter arbeiten nur mit dem Freiwilligkeitsprinzip.
  5. Eltern weigern sich die Schüler abzuholen.
  6. …. Keine Zeit für mehr. Ich muss kochen.
Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  SchadeMarmelade

zu 1: Warum sollten Schüler*innen ohne Klassenkonferent suspendiert werden können?

zu 2: Rechtstaat – besonders wenn jemand ohne Klassenkonferenz Schüler*innen suspendieren will 😉

zu 3: Das Amt soll also immer zustimmen? Ihnen ist schon klar, dass dann auch über das Jahr dauernd Schüler*innen bei Ihnen landen, die ohne Klassenkonferenz und Recht auf Widerspruch suspendiert wurden?

zu 4: BEAUFTRAGEN Sie die Schulsozialarbeit mit einem konkreten Fall, ggf. erfolgen dann Ihre Konsequenzen auch ohne Mitarbeit des Schülers/ der Schülerin.

zu 5: Echt ein Problem, Kinder in die Pampa schicken ist aber keine Option. Bei den Jugendlichen im Artikel glaube ich allerdings weniger, dass die von Mama abgeholt werden müssen.
Bei uns werden Kinder ggf. vorm/ im Rektorat geparkt – zumindest eine für sie spürbare Konsequenz/ Eskalationsstufe

„Diese Kleinigkeit mit dem Recht auf Bildung.“
Wenn Sie das Recht auf Bildung infrage stellen müssen, um einem Kind zu helfen, übersehen Sie möglicherweise etwas Grundlegendes…

Klaus Dengler
16 Tage zuvor

Liebe Redaktion, die Unterstellung der „Lynchjustiz“ gegenüber einer Idee eines Lesers ist nicht angemessen. Schulsozialarbeit steht massiv in der Kritik, zumindest bei Schulleitern die sich gut auskennen, weil sie sehr oft mit antiquierten Modellen arbeitet und die Konfrontation mit den Jugendlichen und den Eltern eher meidet. Im Grunde steht die banale Frage dahinter, warum hat sich die Situation an den Schulen nicht gebessert, obwohl die Schulsozialarbeit seit Jahren massiv ausgebaut wurde. Eine Erklärung aus meiner langjährigen Erfahrung: Sie versagt ab Klasse 7 aufwärts total. Sie erreicht schlichtweg die Jugendlichen nicht. Grüße Klaus Dengler

Maybe
15 Tage zuvor
Antwortet  Klaus Dengler

Scheint mit seinen oft abstrusen Ideen ( hoffentlich) kein Lehrer zu sein.
Was Schulsozialarbeit von außen angeht ists leider oft so wie Sie schreiben.
Wir haben zwei ‚Supergirls‘ an der Schule und ich bin heilfroh, dass sie nicht flüchten, da wir das Spektrum von vernachlässigt bis gewalttätig leider führen.

Jerunda
15 Tage zuvor
Antwortet  Klaus Dengler

Nach meinen langjährigen Erfahrungen mit (Schul)Sozialarbeitern sage ich: es gibt solche und auch andere! Bitte nicht alle über einen Kamm scheren!

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Auch Vehrenkamp gelesen, hm? 😉

Jerunda
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Unter anderem. 🙂 Aber ausserdem arbeitete ich viele Jahre mit verschiedenen Sozialarbeitern zusammen. Und erlebe auch jetzt verschiedene von ihnen hier im Kiez, eben solche und auch andere.

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Ich hätte Sie ja eher auf die Rentnerin mit Nachhilfe für alle Gesellschaftsgruppen, die gerade im Forum aktuell sind, getippt 😉

Aber immerhin brechen Sie für Ihre Bekannten eine Lanze und schreiben: „Es gibt solche und auch andere“
Die wissen wahrscheinlich nicht wohin mit der Dankbarkeit, wie Sie denen den Rücken stärken…

Rüdiger Vehrenkamp
15 Tage zuvor
Antwortet  Klaus Dengler

Soziale Arbeit beruht zu großen Teilen auf der freiwilligen Mitwirkung jener, die sie in Anspruch nehmen. Natürlich gehen die Kollegen auf Schüler zu, wenn sie bestimmte Verhaltensweisen an den Tag legen. Aber wenn die Jugendlichen nichts erzählen wollen, dann ist das so.

Rainer Zufall
13 Tage zuvor

„Soziale Arbeit beruht zu großen Teilen auf der freiwilligen Mitwirkung jener, die sie in Anspruch nehmen.“
Sie würden in diesem Fall eher darauf setzen, dass Ihre Arbeit freiwillig in Anspruch genommen wird, als dass Lehrkräfte Sie mit Konfliktklärungsgesprächen o.ä. beauftragen?

Heinz
12 Tage zuvor

Finde ich für Sozialarbeit aber auch genauso angemessen, wie es ist. Sozialarbeit soll halt überwiegend pädagogisch arbeiten und auch Vertrauen beim Gegenüber aufbauen. Es ist also nicht die Aufgabe von Sozialarbeit irgendwelche Massnahmen zur Strafe durchzusetzen, dafür sind schlichtweg die Schulen, die Lehrer und vor Allem die Schulleitungen verantwortlich. Alles im Rahmen der geltenden Gesetze, die vll. an der ein oder anderen Stelle etwas veraltet sind und auf die modernen Herausforderungen angepasst werden müssten.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

„Es ist also nicht die Aufgabe von Sozialarbeit irgendwelche Massnahmen zur Strafe durchzusetzen“
Volle Zustimmung, mit der Aufklärung von Konflikten können Schulsozialarbeiter*innen allerdings beauftragt werden.

447
15 Tage zuvor

Seit wann dürfen Sozialarbeiter eine (gar noch minderjährige) Person, die „alles boykottiert“, irgendwohin „mitnehmen“ oder gar irgendwo „rausnehmen“?
Das wären Rechtsverstösse.

Und das wissen Sie doch auch genau.

unfassbar
15 Tage zuvor
Antwortet  447

Das müsste sich per Gesetzesänderung regeln lassen.

447
15 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Das geht ja in anderen (demokratischen, wohlgemerkt!) Ländern auch problemlos.

In der BRD ist da allerdings schon die Meta-Taktik der Politik davor, Bildung für Wählerfühlis zu verkaufen davor.

Von daher ist es meiner Meinung nach unrealistisch, da etwas zu erwarten.

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  447

„In der BRD ist da allerdings schon die Meta-Taktik der Politik davor, Bildung für Wählerfühlis zu verkaufen davor.“
Wenn Wähler*innen mit einer Sache zufrieden sind dann ist es Bildung…

447
12 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Verbal vielleicht nicht – in Wahlentscheidung und Demonstrationsverhalten (sprich: in dem, was für Politik zählt) allerdings halt sehr wohl.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  447

„sprich: in dem, was für Politik zählt“
Ach, darum hat sich nach den Demonstrationen für mehr Bildung so viel verbessert. Ich sag den Erzieherinnen bescheid

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  447

Im Rahmen der Konfliktklärungsgespräche bspw?

Ribi
15 Tage zuvor

1. deutsche Kids aus dem Ghetto und unintegrierte Flüchtlingskinder und Romaskids dürften derzeit die Hauptprobleme machen, Ordnung durchsetzen, Rollerverbot in Innenstädte, durchaus robustes Eingreifen, Verweise und ja auch mehr Lehrkräfte und Sozialarbeit, auch Abschiebungen, wenn Gesamtfamilie Problem!

unverzagte
15 Tage zuvor
Antwortet  Ribi

Ach, leben rechtsradikale SuS nur in Ghettos ? Deren entsprechend problematischen Familien wollen Sie abschieben? Interessante Idee…aber vermutlich nicht machbar.

Maybe
15 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

….alle rechtsradikalen, samt Familie in Sachsen-Anhalt unterbringen….der Vorschlag wurde hier bereits genannt 😉

Rike
14 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Unterschiedlichen Lebensstilpräferenzen (korrelieren mit Kultur und politischen Werten) führen dazu, dass Menschen unterschiedliche Wohnumgebungen wählen.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  Rike

… und dem gleichen Bildungssystem angehören.

Wenn Sie schon richtig Trollen wollen, machen Sie sich zumindest die Mühe um eine neue Vorsilbe 😀

447
14 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Tja…und bei den (mittlerweile immer öfter in Berichten auftauchenden) „rechtsextremen Kindern“ (Stichwort Tauchergeste-Diskussion auf n4t usw. usf.) beisst sich die Schlange der politisierten Realitätsverleugnung und des politisierten Täterverstehertums in den eigenen Schwanz:

Das mittlerweile jahrzehntelang institutionalisierte (und damit in Verfahrensabläufe gegossene und dort reformunfähig geronnene) Täterverstehertum aus -in Wirklichkeit- politisierter Sympathie für anti-bürgerliches, anti-zivilisatorisches Verhalten kommt jetzt, wo der politische Zeitgeist sich zu drehen scheint, eben den rechten Tätern genau so zu gute:
– Ach, warum hat das arme, arme Kiiiiinnnd (=rechtsextremer Jugendlicher) zugehauen, gestossen, getreten, HKs geschmiert?
– Jaaaa, da muss man ganz sensiiiiibel und ohne Vooorurteeeeiiiile mal pädagooooogisch ergründen, wieso das Kiiiiinnnnd in der Gedenkstände Massenmordopfer verhöhnt!

Schon komisch, wie die Bewertung und die Wortwahl sich ändert, wie das alles plötzlich soooooo problemaaaaatisch ist – wo vorher frech und vehement jahrzehntelang und ganz offen:
– Täterschutz statt Opferschutz
– Gesprächshaltung statt pädagogische Handlung
– Relativierung, Kleinreden, Totschweigen, diskursiv wegdrücken
angesagt war.

Wäre es nicht für viele Kinder und Jugendliche trauriger Alltag, diesen Mitmenschen (faktisch schutzlos) ausgeliefert zu sein…man könnte drüber lachen.

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  447

„Tja…und bei den (mittlerweile immer öfter in Berichten auftauchenden) „rechtsextremen Kindern“ (Stichwort Tauchergeste-Diskussion auf n4t usw. usf.) beisst sich die Schlange der politisierten Realitätsverleugnung und des politisierten Täterverstehertums in den eigenen Schwanz“
Nur in Ihrem Kopf, wo anscheinend Probleme nicht MIT Kindern und Jugendlichen bearbeitet und überwinden versucht werden… – zu viel „Fühlifühli“ und „pädagogisches Blabla „für Ihre fachliche Expertise, nehme ich an :/

„Täterverstehertum“
Ja… wer will schon wissen, wie Täter*innen denken und zur Tat kommen…

„in Wirklichkeit- politisierter Sympathie für anti-bürgerliches, anti-zivilisatorisches Verhalten […]“
Sie schrieben „in meiner Fantasie“ falsch.

„Jaaaa, da muss man ganz sensiiiiibel und ohne Vooorurteeeeiiiile mal pädagooooogisch ergründen, wieso das Kiiiiinnnnd in der Gedenkstände Massenmordopfer verhöhnt!“
Ja. Wissenschaft bemüht sich, Vorurteile auszuschließen, sonst fangen Leute wieder mit der Schädelvermessung an…

„Schon komisch, wie die Bewertung und die Wortwahl sich ändert, wie das alles plötzlich soooooo problemaaaaatisch ist“
Sei sind ganz dicht dran! Das Verstehen eines Problems könnte etwas mit dessen Auflösung zu tun haben 😀

„wo vorher frech und vehement jahrzehntelang und ganz offen:
– Täterschutz statt Opferschutz“
Quelle? Also konkret, nicht in Ihrer Fantasie?

„Gesprächshaltung statt pädagogische Handlung“
Das ergibt wahrscheinlich für die allermeisten Menschen keinen Sinn, die Ihre Kommentare über „pädagogisches Blabla“ kennen. Der Rest könnte annehmen das Gespräche zur pädagogischen Arbeit gehören…

„Relativierung, Kleinreden, Totschweigen“
Da für Sie bereits das Verstehen als „Relativierung“ verstanden wird…
Aber totgeschwiegen wurde es ja wohl kaum, sofern Sie nicht ausschließlich von Ihren persönlichen Erfahrungen sprechen 😉

Also mal wieder der gleiche Murks wie immer:
Gegen pädagogische Arbeit, gegen Wissenschaft – dementsprechen für eine undifferenzierte Andeutung von „mehr Härte“ die bspw. von der AfD in Sachsen-Anhalt beschworen wird und bei kritischer Nachfrage in sich zusammenbröseln würde (gähn)

447
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Kurz gesagt:
Selbst wenn offen gesellschaftsfeindliche Kräfte (egal ob von rechts, von Islamismus, von links aus) sich bis hin zu Angriffen nicht nur im öffentlichen Raum, sondern schon offen(!), selbstbewusst und unverschämt innerhalb von Institutionen etablieren – Rainer und der pädagogische Mainstream wollen weiter pädagogische Sitzkreise durchführen. Mit genug Verständnis wird Nazi-Norbert, Kommunismus-Karla oder Islamismus-Freddy dann sicher ganz doll ein Einsehen haben.

Besser hätten Sie meine These garnicht stützen können.
Drone dankt.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  447

„Rainer und der pädagogische Mainstream wollen weiter pädagogische Sitzkreise durchführen.“
Mit den Kindern und Jugendlichen, ja – nennt sich pädagogische Arbeit.

„Drone dankt.“
Musste letztens an Sie denken 😀
https://www.der-postillon.com/2026/08/ulrich-siegmund.html

unverzagte
12 Tage zuvor
Antwortet  447

Vermeintliche Sympathien für „antibürgerliches Verhalten“ ist so gar nicht mit rechtsextremer Bedrohung für alle in diesem Lande gleichzusetzen. So gesehen hinkt Ihr Kausalitätsversuch gewaltig.
Sie verharmlosen damit Demokratiefeindlichkeit, ob bewusst oder unbeabsichtigt bleibt offen.

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Rechtsextremismus und Rassismus erkennt man immer an den Glatzen und Bomberjacken, sonst müsste man sich ja noch Gedanken über den eigenen Lebensbereich machen…
Ist alles gaaanz weit weg von „Uns“ 😉

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  Ribi

„deutsche Kids aus dem Ghetto und unintegrierte Flüchtlingskinder und Romaskids dürften derzeit die Hauptprobleme machen“
Ach die mit Dreck im Gesicht, die nichts mit UNSEREM Umfeld zu tun haben können/ dürfen.
Das macht es tatsächlich einfach…