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Kopfnoten in Mecklenburg-Vorpommern: Verhalten wird mit Eins bis Sechs bewertet

SCHWERIN. Das Arbeits- und Sozialverhalten von Mecklenburg-Vorpommerns Schülern wird künftig entsprechend dem Zensurensystem mit «Sehr gut» bis «Ungenügend» bewertet. Jeder Schüler an den allgemeinbildenden Schulen bekomme die Bewertung ab Klasse zwei bis zum ersten Halbjahr der zehnten Klasse, teilte das Bildungsministerium mit.

Auf den Abgangs- und Abschlusszeugnissen wird das Arbeits- und Sozialverhalten nicht bewertet. Bisher seien das Arbeits- und das Sozialverhalten getrennt bewertet worden. Die Noten dafür lauteten «Vorbildlich», «Gut», «Zufriedenstellend» und «Entwicklungsbedürftig». dpa

(15.5.2013)

 Zum Bericht: „IHKs im Nordosten begrüßen die  Ausweitung der Kopfnoten“

4 Kommentare

  1. In RLP gibt es „Mitarbeit“ und „Verhalten“. Diese Unterscheidung finde ich sehr nützlich.

  2. Ich hatte heute diesen Kommentar schon an anderer Stelle gesetzt, weil ich mich verklickt hatte. Hier also noch einmal:_____

    Kopfnoten sind gut und sinnvoll, aber sie müssen die richtigen Bereiche abdecken. Mitarbeit gehört sicher nicht dazu, denn mündliche Mitarbeit wird in dem jeweiligen Fach bewertet. Außerdem kann auch ein eher zurückhaltender Schüler sehr gute Leistungen bringen. In Niedersachsen gibt es die Kopfnoten für “Sozialverhalten” und Arbeitsverhalten”. Das ist sehr viel sinnvoller: ARBEITSVERHALTEN bewertet, ob Schüler die Materialien und Hausaufgaben regelmäßig und ordentlich erledigen, Heftführung, selbstständiges Arbeiten etc, auf keinen Fall aber die Mitarbeit. SOZIALVERHALTEN bewertet Hilfsbereitschaft, Umgang im Klassenverband, soziales Engagement (diverse Ämter z.B Klassensprecher, Schulsprecher, Schulsanitätsdienst, freiwilliges Nachhilfeangebot für jüngere Schüler, Streitschlichter, Einsatz für andere Schüler, kooperatives Verhalten, etc. ___
    Wir haben für beide Bereiche einen Kriterienkatalog von ca. 15 Punkten erarbeitet, damit es wirklich halbwegs gerecht zugeht. Auch hier macht der Klassenlehrer Vorschläge, denen sich die Fachlehrer anschließen oder Gegenvorschläge machen können. Auch das ist effektiv, aber nicht so pauschal wie oben erwähnt. Wir haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass jeder Kollege andere Vorstellungen von gutem Sozialverhalten hatte. Vereinfacht und überspitzt gesagt: Je weniger man von einem Schüler mitbekam, desto angepasster und unauffälliger war er – also gutes Sozialverhalten – und das trifft in den seltensten Fällen zu. Auch ein “aufmüpfiger” 😉 Schüler, der sich für eine Sache einsetzt, zeigt ein sehr gutes Sozialverhalten, auch wenn er dadurch “unbequemer” wird. ___
    Ich halte Kopfnoten für sehr sinnvoll, wenn sie eben die richtigen Bereiche bewerten. Mitarbeit ist sicher nicht geeignet, weil ich die Note ja schon fachgebunden vergebe.

  3. Bei den Kopfnoten könnte ich mir auch sehr gut eine moderne Variante mit modernen Kategorien vorstellen, aber weil es so ungemein schwer ist, da eine Einigung hinzubekommen, bin ich auch mit dem Alt-Bewährten zufrieden. Im Osten kenne das alle heutigen Eltern noch aus ihrer eigenen Kindheit. Sie sind deshalb zu rund 80% in Umfragen dafür, zumal sie von der Schule auch immer mehr eine Wahrnehmung ihres Erziehungsauftrages erwarten. Dass auf Abgangszeugnissen diese Bewertungen entfallen, begrüße ich, denn es geht eben nicht um eine Dienstleistung für die Wirtschaft. Die Kategorien finde ich ok, man kann zu allem ein Für und Wider finden. Subjektivität lässt sich auch bei den Fachnoten nicht ausschließen. Wofür der eine Lehrer noch eine 2 gibt, gibt der andere schon eine 3. Das ist einfach so. Das Mittel aller Lehrerbewertungen ergibt dann aber doch auch bei den Verhaltensnoten / Kopfnoten ein durchaus realistisches Bild – vor allem gibt es uns auch die Möglichkeit, Verhalten und Leistung voneinander zu trennen sowie Verhalten als Basis guter Leistungen aufzuwerten.

  4. Zitat sofawolf: “ Dass auf Abgangszeugnissen diese Bewertungen entfallen, begrüße ich, denn es geht eben nicht um eine Dienstleistung für die Wirtschaft.“ Das ist zwar gut gemeint, geht aber völlig an der Realität vorbei. Die Schüler bewerben sich normalerweise mit dem Halbjahreszeugnis in der 10. Klasse, manche schon mit dem Endzeugnis der 9. Klasse und dann weiter im Laufe des 10. Schuljahres.

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