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Deutschlands Lehrer am Limit – Lehrermangel, Stress und psychische Erkrankungen zermürben das Lehrertum!

Überfüllte Klassen, überfüllte Stundenpläne und überfüllte Köpfe. Darüber klagen immer mehr Lehrkräfte. So ist es keineswegs verwunderlich, dass die Lehrerschaft im Schnitt ca. 16 Tage pro Jahr aus gesundheitlichen Gründen ausfällt. Ebenfalls werden die verbliebenen Lehrkräfte zusätzlich strapaziert, denn während viele ältere Lehrer aufgrund frühzeitiger Dienstunfähigkeit früher als geplant in Pension gehen, fehlt es an jungen Lehrkräften!

Resultat psychische Belastung

Überbeanspruchte Lehrer, die neben Vertretungsunterricht für kranke Kollegen und Klausurenkorrektur auch noch ein offenes Ohr für die Probleme der Schüler und deren Eltern haben müssen. Diese psychische Belastung schlägt immer öfter in physische Belastung um und manifestiert sich in Migräne-Anfällen, Panikattacken, Magenbeschwerden bis hin zum Burnout-Syndrom. Ein weiteres Problem welches die Lehrer zusätzlich Nerven kostet, ist die immer respektlosere Jugend die es bisweilen sogar bis zum Lehrermobbing treibt. Um im harten Lehralltag zu bestehen muss man also nicht nur außergewöhnlich geduldig, sondern auch in guter psychischer wie physischer Verfassung sein.

Zu viel Stress, Handlungsbedarf erforderlich
Wie wappne ich mich also am besten gegen zu viel Stress im Alltag? Und wie erkenne ich, wenn ich dabei bin die Schwelle zur Krankheit zu überschreiten? Mit ein paar einfachen Tricks und Übungen ist es tatsächlich möglich den Stressfaktor zu reduzieren und so gelassener und vor allem gesünder durch den Schulalltag zu gehen.

Lehrer am Limit

Eine angemessene Reaktion des Kultusministeriums wäre wohl Hilfseinrichtungen bzw. Präventionsmaßnahmen an jeder Schule zu integrieren und so nicht nur Geld zu sparen, sondern auch viele Lehrkräfte vor einem nervlichen Zusammenbruch zu bewahren. Mittlerweile geht nämlich aus einer Studie des Beamtenbundes und der Lehrverbände hervor, dass etwas 60% der Lehrerschaft schon eindeutige Burnout-Tendenzen aufweisen. Man sieht also klar: hier besteht eindeutiger Handlungsbedarf!

Gründe für frühzeitige Pensionierung
Schaut man sich die Ursachen der frühzeitigen Pensionierung einmal genauer an fällt sofort ins Auge, dass der häufigste Grund (57%) bei Frauen und Männern (37%) eindeutig psychischen Erkrankungen zugeordnet werden kann! Da die Häufigkeit der psychischen Erkrankungen signifikant ist, sollte man als Lehrer gewisse Vorkehrungsmaßnahmen für den Fall der Fälle erwägen. Eine gute Möglichkeit sich abzusichern ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Hierbei muss jedoch auf eine bestimmt Klausel geachtet werden, die nicht jeder Versicherer anbietet. Diese Klausel heißt Dienstunfähigkeits- oder kurz – Du-Klausel und sichert im Falle einer Krankheit nicht nur die Berufsunfähigkeit, sondern auch die Dienstunfähigkeit ab. Wird man für berufsunfähig befunden, ist man nämlich noch lange nicht dienstunfähig, da nur der Amtsarzt für dienstunfähig befinden kann. Da statistisch gesehen mit zunehmendem Alter auch die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen jeglicher Art steigt, wird es immer wichtiger sich ausreichend über die eigene Vorsorge zu informieren und auch vorzusorgen.

Gerade im Lehrberuf werden neben hohem Engagement auch Perfektionismus und soziale Kompetenzen verlangt, was viele Fachkräfte noch zusätzlich unter Druck setzt und so auch seinen Teil zur hohen Dienstunfähigkeitsrate beiträgt. Letztlich wird sich die Situation in den kommenden Jahren noch verschärfen, wenn nicht bald ein Umschwung im Denken des Kultusministeriums stattfindet und eine Lösung gefunden wird!
Weiterführende Informationen erhalten Sie im Dreiteiler des Beamteninfoportals. Informieren Sie sich eingehend über Risiken, Prävention und Lösungen unter www.beamten-infoportal.de/krankenakte-teil-1-der-deutsche-beamte

 

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