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SPD sieht hessische Landesregierung bei Odenwaldschule in der Pflicht

WIESBADEN. Die SPD hat die schwarz-grüne Landesregierung Hessens angesichts des Missbrauchsverdachts an der Odenwaldschule zum Einschreiten aufgefordert. «Sowohl das Kultusministerium als oberste Schulaufsichtsbehörde als auch das Sozialministerium, das die Funktion des Landesjugendamts wahrnimmt und damit für den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen zuständig ist, sind dazu verpflichtet, Stellung zu beziehen und tätig zu werden», sagte der Landtagsabgeordnete Gerhard Merz laut einer Mitteilung.

Die Landesregierung sei in der Pflicht, die Aufklärung des Falles voranzutreiben. Merz kritisierte, dass der Trägerverein der Schule Landesgelder für eine wissenschaftliche Studie zum Thema Kindesmissbrauch erhalte. «Angesichts der Tatsache, dass der Trägerverein offenkundig überfordert ist, seine Aufgaben zum Schutz der ihm anvertrauten Kinder wahrzunehmen, erscheint diese Förderung mehr und mehr fragwürdig», wird Merz zitiert.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Lehrer der Odenwaldschule wegen möglicher sexueller Übergriff auf Kinder. Der Pädagoge, der den Besitz von Kinderpornografie zugegeben hat, wurde fristlos entlassen. dpa

Zum Bericht: Odenwaldschule: Kinderporno-Affäre weitet sich aus – Staatsanwaltschaft ermittelt

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