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Kultusminister Stoch verspricht Realschulen im Südwesten 500 Lehrer mehr

Die Zukunft der mehr als 400 Realschulen in Baden-Württemberg ist gesichert. Sie sollen nach den Vorstellungen von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) zum Schuljahr 2016/17 für die Förderung ihrer immer unterschiedlicheren Schülerschaft 500 Lehrerstellen mehr erhalten. «Damit stellen wir sicher, dass Schüler der Realschule noch besser entsprechend ihrer Begabung unterrichtet werden können», sagte er in Stuttgart.

Um die 27,5 Millionen wird das Konzept unterschiedlicher Lehr-Niveaus voraussichtlich kosten. Differenzierter Unterricht ist auch deshalb notwendig, weil die Jugendlichen künftig an der Realschule auch einen Hauptschulabschluss machen können.

Führt eines der schwierigsten Ressorts in Baden-Württemberg: Kultusminister Andreas Stoch (SPD). Foto: Sven Teschke/Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Führt eines der schwierigsten Ressorts in Baden-Württemberg: Kultusminister Andreas Stoch (SPD). Foto: Sven Teschke/Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Ursprünglich war geplant, in den kommenden beiden Jahren je 1800 Lehrerstellen einzusparen – bezogen auf alle Schularten zusammen. Es sei aber Aufgabe des Landes, wie in anderen Bundesländern auch den schulpolitischen Strukturwandel mit höchster Qualität vorzunehmen. Stoch: «Nirgendwo hat das zu großen Einsparungen geführt.»

Grün-Rot strebt in der Schulpolitik ein Zwei-Säulen-Modell an, dessen eine Säule das Gymnasium ist. Lange war nicht klar, ob neben der Gemeinschaftsschule auch die Realschule zur zweiten Säule gehört. Stoch räumte mit der Ankündigung jeden Zweifel daran aus. Die Forderungen der Realschulen werden weitgehend erfüllt.

Damit straft der Sozialdemokrat eineinhalb Jahre vor der Landtagswahl die Opposition Lügen, die bereits den Untergang der Realschule prophezeit hatte. Die CDU hatte 2013 eine Kampagne «Pro Realschule» ins Leben gerufen, um die vermeintliche «Zerschlagung» der Realschule durch Grün-Rot zu verhindern. dpa

Ein Kommentar

  1. Mit diesen Beschlüssen macht Grün-Rot faktisch die Realschulen zu „Realschulen Plus“, wie das in Rheinland-Pfalz heißt, also zu einer Mischung aus Hauptschule und Realschule. In RP kann man mit einigen Jahren Vorlauf studieren, wohin das Niveau und der Ruf sich danach entwickeln. Ja, genau.

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