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Ministerin ärgert Kritik an zu großen Klassen für Flüchtlingskinder

DRESDEN. Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) ärgert sich über die Kritik des Lehrerverbands an zu großen Klassen für Flüchtlingskinder. «Ich hätte mir etwas mehr Realitätssinn gewünscht», sagte sie am Montag beim Besuch einer Grundschule in Dresden. Der Lehrerverband hatte von bis zu 24 Schülern in «Deutsch als Zweitsprache»-Klassen gesprochen. Diese Zahl könne «nie und nimmer» stimmen, so Kurth.

Die Ministerin präsentierte die Pläne der Landesregierung für die Integration von Schülern mit sogenanntem Migrationshintergrund. Im Haushalt für dieses und das kommende Jahr seien dafür zusätzlich 5,7 Millionen Euro eingeplant, sagte Kurth. Der Landtag muss den Doppelhaushalt noch beschließen. Mit dem Geld könnten 100 neue Lehrer eingestellt werden, so die Politikerin.

Nach Angaben des Ministeriums ist die Zahl der Migrantenkinder an den Schulen im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent gestiegen. Derzeit würden mehr als 3000 Schüler in gut 160 Klassen in «Deutsch als Zweitsprache» unterrichtet, sagte Kurth. dpa

Zum Bericht: Flüchtlingskinder: Babylon im Klassenraum und Panik bei jedem Knall

2 Kommentare

  1. Man wundert sich.

    „Bis zu“ (!) 24 Kinder sitzen also in einer dieser Klassen.

    Was natürlich auf keinen Fall (!) sein kann.

    Aber gleichzeitig verteilen sich ca. 3000 solcher Kinder auf ca. 160 Klassen. Was rein rechnerisch ca. 18,75 Kinder pro Klasse macht, wenn die Verteilung exakt gleichmäßig ist, was sie natürlich nicht ist. Dies bedeutet, dass der Sprung auf 24 in einzelnen Fällen ja nun nicht soooo groß ist.

    Bleiben zwei Frage:

    1. Wie sinnvoll ist es, mit „bis zu“-Formulierungen zu arbeiten?
    2. Wie sinnvoll ist es für eine Ministern, sich aufs dünne Eis des „kann nie und nimmer sein“ zu begeben?

  2. Kann es auch sein, dass in dem Bericht Flüchtlingskinder (= mit den Eltern aus Kriegsgebieten o.ä. geflohen) mit Migrationskindern (Eltern sind Gastarbeiter) in einen Topf geworfen werden ?!?

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