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Wanka fordert mehr Wertschätzung für Lehrer

BERLIN. Lehrkräfte verdienen nach Auffassung von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka mehr Respekt von Gesellschaft und Eltern. Lehrern werde oft Unrecht getan, sagte die CDU-Politikerin der Chemnitzer „Freien Presse“. Sie leisteten außerordentlich viel, „aber wir können nicht erwarten, dass sie sämtliche Probleme unserer Gesellschaft lösen“.

Johanna Wanka sieht Studiengebühren als eine Notwendigkeit. (Foto: AxelHH/Wikimedia CC BY 3.0)

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka sieht Lehrkräfte von der Gesellschaft teils unfair behandelt. (Foto: AxelHH/Wikimedia CC BY 3.0)

Wanka mahnte, Lehrern eine höhere Wertschätzung entgegenzubringen, „statt ständig Mängel in ihren Fähigkeiten zu beklagen“. Sie sehe eine große Bereitschaft in der Lehrerschaft, sich Neuem zu stellen. „Aber wir sollten sie nicht mit übertriebenen Erwartungen überfordern.“ Die Autorität der Lehrer werde von manchen Eltern schnell infrage gestellt, wenn Schüler Leistungsdefizite haben. „Das ist nicht zu akzeptieren“, sagte die Ministerin. Dies habe vermutlich damit zu tun, „dass es manchmal bequemer ist, Verantwortung abzuschieben“. dpa

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Titelbild: wissenschaftsjahr / flickr (CC BY 2.0)

2 Kommentare

  1. Mehr Wertschätzung ist ja ganz nett, aber kann man das einfordern? Wertschätzung ergibt sich natürlich wesentlich durch überzeugende Leistungen. Dafür ist schon der Lehrer selbst verantwortlich. Was wir Lehrer brauchen ist eine klarere Rechtsstellung, wobei es auch dabei oftmals nur darum geht, dass Lehrer ihre Rechtsstellung besser kennen. Die Gerichte urteilen nämlich gar nicht immer so sehr gegen uns. Lehrer, die ihre Rechtsstellung (das Schulrecht meine ich) besser kennen, können auch allzu forschen Eltern gegenüber selbstbewusster auftreten, z.B. solchen, die um jede Zensur feilschen, weil fast alle Zensuren NICHT vor Gerichten anfechtbar sind. Allerdings sollte man seine Zensurenkriterien durchaus offenlegen, nicht nur den Eltern, sondern auch den Schülern gegenüber.

  2. Für mich würde sich Wertschätzung auch darin ausdrücken, dass Beamte und angestellte LehrerInnen gleich bezahlt werden und nicht immer zu allererst als Sparschweine der Länder und des Bundes benutzt werden. Gilt übrigens für andere Professionen der öffentlich Beschäftigten ebenso…

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