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Misshandlungsvorwürfe: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Erzieherin

KOBLENZ. Erst schließt eine katholische Kita in Mainz, weil es unter deren Kindern zu Übergriffen gekommen sein soll. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft auch im Westerwald. Der Fall ist anders gelagert.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat Ermittlungen gegen eine Erzieherin in einem katholischen Kindergarten im Westerwald aufgenommen. Zwei Mütter werfen der Frau vor, ihren Kindern in der Kita im Ort Höhn auf den Po geschlagen, in den Arm gekniffen und sie gestoßen zu haben, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Außerdem soll sie den Kindern verboten haben, auf die Toilette zu gehen.

Misswirtschaft, Unterschlagung, Führungsversagen. Nun klärt das Arbeitsgericht Düsseldorf, ob dem Volkshochschulverband Schadenersatz zusteht. Foto: FaceMePLS / flickr (CC BY 2.0)

Staatsanwaltschaft ermittelt – Aufsichtspflicht verletzt? Foto: FaceMePLS / flickr (CC BY 2.0)

Den Kindern soll sie gesagt haben, es passiere etwas Schlimmes, sollten sie über Gewalt in dem Kindergarten reden. Eine Mutter gibt zudem an, die Erzieherin sei nicht eingeschritten, als ihr Kind von anderen Kindern geschlagen und gebissen worden sei. Die Staatsanwaltschaft Koblenz prüft nun die Vorwürfe.

«Damit haben wir gerechnet und das wollen wir auch», sagte ein Sprecher des zuständigen Bistums Limburg zu den Ermittlungen. Die Vorwürfe würden ernst genommen und sollten aufgeklärt werden. Das Bistum unterstütze die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen in der Kita mit 90 Kindern und 17 Erziehern.

Die Diözese erklärte gleichzeitig, sie habe bereits Gespräche mit allen Erziehern und auch mit anderen Eltern geführt. Daraus hätten sich bislang keine Hinweise ergeben, dass das Wohl der Kinder gefährdet sei. Die Diözese hatte bereits am Mittwoch mitgeteilt, der Frau die Arbeit in der Kita zunächst nicht verbieten zu wollen.

Eine katholische Kita in Mainz hatte ihre Erzieher entlassen, weil es zu Gewalt und sexuellen Übergriffen unter Kindern gekommen sein soll. Die Vorwürfe gehen weit über das hinaus, was unter alterstypischen Doktorspielen verstanden wird. Das Bistum Mainz warf den Mitarbeitern vor, ihre Aufsichtspflicht verletzt zu haben. Die Kita wurde dicht gemacht und bleibt bis September geschlossen. dpa

Ein Kommentar

  1. Offensichtlich haben die beiden Fälle in Mainz und im Westerwald nichts mit einander zu tun.
    Nach der Nachrichtenlage ist alles denkbar – wir alle wissen ja, was Kinder alles ihren Eltern erzählen, was in der Schule war, und welche Bandbreite die Reaktionen und Aktionen der Eltern haben können.

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