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Gender-Professorin: Kinder-T-Shirts und Spielzeug transportieren Geschlechterklischees – und das wirkt sich negativ auf Schulleistungen aus

BERLIN. Mädchen wollen später einmal hübsche Prinzessinnen werden und Jungs mutige Ritter. Egal, ob das tatsächlich so ist – mit Kleidung und Spielzeug werden Kindern bereits solche Klischees vermittelt, wie eine aktuelle Studie zeigt. Eltern sollten dagegen etwas tun – meint jedenfalls Prof. Petra Lucht vom Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der Technischen Universität Berlin. Sie hat eine Studie betreut, bei der Studenten Sprüche auf Kinder-T-Shirts untersuchten und herausfanden, dass die Kleidung geschlechterbedingte Vorurteile untermauert.

Spielzeug, das tatsächlich alle Sterotypen zu den Geschlechterrollen transportiert: die Puppen Barbie und Ken. Foto: Barbiefotos / Flickr (CC BY-NC 2.0)

Spielzeug, das tatsächlich alle Sterotypen zu den Geschlechterrollen transportiert: die Puppen Barbie und Ken. Foto: Barbiefotos / Flickr (CC BY-NC 2.0)

Was haben die Studenten in der Studie untersucht?

Lucht: Das wichtigste Ergebnis der Studie ist, dass Schriftzüge auf Kinder-T-Shirts stereotype Geschlechterbilder vermitteln. Wenn Kinder diese T-Shirts tragen, werden ihnen damit tagtäglich Geschlechterstereotype wie eine zweite Haut übergestreift. Untersucht wurden 501 Kinder-T-Shirts.

Was war das Ergebnis?

Lucht: «Sweet», «happy», «cute», «lovely» gehörten zu den häufigsten Adjektiven bei den T-Shirts für Mädchen, bei den T-Shirts für Jungen überwogen «awesome», «crazy», «big» oder «strong». Während auf den T-Shirts für Mädchen also Themen wie Fröhlichkeit oder Unschuld im Vordergrund standen, waren es bei den Jungen Lässigkeit, Abenteuerlust und Stärke. Insgesamt fanden wir also unterschiedliche Leitmotive: Für die T-Shirts für Mädchen fanden wir die Motive wie Märchen und Träume, Unschuld und Naivität, Schönheit und Selbstbewusstsein. Für die T-Shirts für Jungen sah das jedoch so aus: Sport, Wettkampf, Teamgeist waren die Leitmotive, ebenso wie Abenteuer, Natur, Reisen, Superhelden und Superkräfte oder Rebellion und Grenzüberschreitungen.

Was sind Ihrer Meinung nach die negativen Effekte von Geschlechterstereotypen?

Lucht: Geschlechterstereotype wirken sich negativ auf die Persönlichkeitsentwicklung und auf die Leistungen zum Beispiel in der Schule aus. Generell tragen sie zu gesellschaftlichen Normierungen bei. Es ist schwer bis unmöglich, jenseits dieser Normen anerkannt zu werden. Für die Persönlichkeitsentwicklung ist ein vorurteilsfreies soziales Umfeld die erste Voraussetzung. Unsere Untersuchung der Schriftzüge auf Kinder-T-Shirts zeigt, dass möglicherweise nach wie vor nur ein geringes Bewusstsein für die negativen Auswirkungen von Geschlechterstereotypen in der Gesellschaft vorhanden ist. Wir lassen zu, dass Kinder diese Vorurteile schriftlich mit sich herumtragen.

Gibt es derartige Rollenzuteilungen auch bei anderen Dingen?

Lucht: Ja, mit Spielzeug, das die gegenwärtigen gesellschaftlichen Geschlechterverhältnisse widerspiegelt, wird schon früh die geschlechtsbezogene, gesellschaftliche Arbeitsteilung eingeübt. Spielzeug, das diese Arbeitsteilung nicht widerspiegelt, eröffnet mehr Möglichkeiten, sich auszuprobieren und geschlechterindifferent zu spielen. Spielzeug sollte keine Miniaturausgabe der Erwachsenenwelt sein.

Was sollen Eltern denn Ihrer Meinung nach tun, damit Kinder nicht mit diesen Vorurteilen aufwachsen?

Lucht: Eltern sollten – wenn möglich – kein Spielzeug kaufen, dass Geschlechterstereotype widerspiegelt. Das ist oft schwer möglich. Aber Eltern sollten Kindern in der gegenwärtigen Situation zumindest Spielzeug sowohl für Mädchen als auch für Jungen zur Verfügung stellen. Es ist schwierig, Eltern zu empfehlen, dass sie gegen soziale Normen entscheiden sollen, denn das kann dazu beitragen, dass ihre Kinder gehänselt oder aus dem sozialen Umfeld ausgeschlossen werden. Veränderungen gelingen hier nur, wenn das gesamte soziale Umfeld daran mitwirkt. Eltern haben nicht die alleinige Macht, gesellschaftliche Normen zu verändern. Im vorliegenden Fall der Schriftzüge auf Kinder-T-Shirts sehe ich eine wesentliche Verantwortung bei den Herstellerfirmen.

ZUR PERSON: Prof. Petra Lucht (48) ist Soziologin und dezeit Gastprofessorin für «Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften» an der Technischen Universität Berlin.

27 Kommentare

  1. Hoffentlich haben die Studenten die Studie nur für die leicht verdienten, jedoch inhaltlich dürftigen credit points gemacht und nicht weil sie dieser komplett besch****ten Auffassung folgen.

  2. Du liebe Güte. Die Dame weiß aber, dass es für extrem viele Berufe ne passende Barbie gibt? Ich glaube sogar ne Astronauten-Barbie. Wenn das mal nicht emanzipiert ist 😉

    • Ein Junge, Weltraum-Fan, geht mit seinen Eltern in den Spielzeugladen. Was sucht er sich aus?
      a) Weltraum von Playmobil
      b) Weltraum von LEGO
      c) Weltraum von Barbie

      Anrwort: Keine Ahnung, aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit und noch größerer Enttäuschung der Professorin NICHT c). Ich habe allerdings mal einen Artikel gelesen, in dem sich ein kleines Mädchen darüber geärgert hat, dass LEGO seine Themenwelten zu geschlechtsspezifisch und zu häufig zu männlich entwickelt.

      • Das kann ich sogar auch verstehen. Wobei ich als Kindmeine weiblichen Belleville-Figuren dann eben auch als Jungs gespielt hab. Gestört hats mich nicht.

  3. Spielzeug sollte keine Miniaturausgabe der Erwachsenenwelt sein.

    Was soll Spielzeug denn sonst sein? Es dient seit je her in der Tierwelt der Vorbereitung auf das Erwachsenenleben, beim Menschen ist das historisch betrachtet nicht anders.

    Wichtig ist nur, dass Eltern ihrem Sohn den Wunsch nach Barbies und ihrer Tochter den Wunsch nach Bauklötzen nicht abschlagen sollten. Diese Weigerung kann tatsächlich schwerwiegende Folgen haben. Entgegen der Auffassung, Hoffnung oder Einbildung der Professorin betrifft das aber nur sehr wenige Kinder.

  4. So etwas heißt auch noch FORSCHUNG?
    Nehmt den Gender – Leuten ihr “Spielzeug” weg und investiert das Geld dort, wo es tatsächlich gebraucht wird.

    • Wenn so viele Leute das Abitur bestehen und an die Universitäten drängen, muss man auch Studiengänge schaffen, die intelllektuell weniger fordern als Theoretische Physik. Für diese Studiengänge braucht man auch forschende Dozenten, die das Forschungsgebiet nicht als intellektuellen Durchfall entlarven können (bei Genderismus reicht schon gesunder Menschenverstand, der den Dozenten folglich fehlt).

      • Was ist denn eine Universität? Nach Bologna gibt es doch nur och Hochschulen, die mit einer Hochschulzugangsberechtigung aufgesucht werden können. Alssolche gelten:

        Die allgemeine Hochschulreife
        Die fachgebundene Hochschulreife
        Der Meister-/Technikerabschluss unter bestimmten Voraussetzungen

        Das Abitur als Prüfungsprozess zur Vergabe der AHR muss doch nur in gymnasialen Oberstufen an GY, GeS und BK absolviert werden.

        Der Weg über die Fachoberschulreife und die abgeschlossene Berufsausbildung in einer Fachoberschulklasse führt viel schneller und leichter an eine Hochschule.

        • mit welchem Meisterabschluss kann man denn Genderismus studieren? Mit einem ernsthaften Handwerksberuf jedenfalls nicht …

          • Es gibt ja nicht nur Handwerksmeister. Entweder ein HöHa- Abscluss oder ein Abschluss einer Fachoberschulklasse “Wirtschaft und Verwaltung”, da es in den kaufmännischen Berufen keinen Meister gibt. Die Alternative zum Technikerabschluss ist der Fachwirt.

            Im übrigen scheint Ihnen der Modulare Aufbau der Studiengänge noch nicht klar zu sein. Also erst einen Bachelor of Arts – Schwerpunkt Nail Design und anschließend der Masterstudiengang in Genderism

          • nail design finde ich reichlich anspruchsvoll für Genderismus, die ganzen höha-Gbschlüsse aber auch. höhäää oder haha vielleicht eher …

  5. Jede Forschung geht von Denkvoraussetzungen aus. Die unhinterfragte Grundannahme der Gender “Studies” ist, es sei böse, wenn Buben in ihrer Männlichkeit und Mädchen in ihrer Weiblichkeit bestärkt werden, die Bezeichnung dafür ist “Geschlechterstereotype”. Gerechtfertigt wird dies damit, dass die ca. 0,01 bis 0,1% der Menschen, deren biologisches Geschlecht nicht eindeutig ist oder die sich anders fühlen als es die Chromosomen in jeder Körperzelle und die Hormone in ihrem Leib festlegen, durch die Zuordnung zu “Mann” und “Frau” benachteiligt fühlen.

    • denken, guter witz …

      • Ich finde es in jeder Auseinandersetzung besser, inhaltlich zu argumentieren.

        • Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt, Entschuldigung:

          Sie schrieben: “Jede Forschung geht von Denkvoraussetzungen aus.”
          Ich schrieb: “denken, guter witz …” mit Bezug auf die (fehlenden) Denkvoraussetzungen der Gender Studies, ausdrücklich nicht auf Sie.

          Vom wissenschaftlichen Wert des Gender-Mainstreams, so wie ihn die Professorin vertritt, halte ich genauso viel wie Sie, nämlich gar nichts. Verschwendete Steuergelder, Manipulation des Volkes usw.

  6. mehrnachdenken

    Ein m.E. spannendes und aufschlussreiches Interview mit einer Transsexuellen zum Genderismus:

    http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/eine-transsexuelle-kritisiert-den-genderismus/

    • Ursula Prasuhn

      Vielen Dank für die Empfehlung! Das Interview bestätigt meinen Eindruck, dass die Gender-Apostel sogar den sexuellen Minderheiten, deren Interessenvertreter sie angeblich sind, gern die Meinung diktieren und Verhaltensvorschriften machen.
      Es herrscht “moralinsaure Heuchelei“, die “nichts mit Toleranz, Akzeptanz oder gar Respekt zu tun” hat, sondern ausschließlich mit „politisch motivierter Mitleidshausiererei“, sagt die transsexuelle
      Daniela Nowicki sehr mutig und treffend.

      • Mitleidshausiererei und Moralappelle bestimmen doch heutzutage die gesamte Politik. Allein in der Bildung läuft fast alles über die Mitleidsschiene. Kein Kind darf zurückbleiben, ausgegrenzt werden, schlechter dastehen auf Grund des Elternhauses, … etc.
        Ob Inklusion, Einheitsschule oder die Abschaffung von Noten u. Sitzenbleiben, alles wird übers Mitgefühl begründet und dagegen sprechende Sachargumente als unanständig zurückgewiesen.
        Diese moralinsaure Heuchelei zur Durchsetzung polit-ideologischer Interessen ist nicht nur mittelalterlich und erinnert an den irrationalen und selbstherrlichen Sündenkatalog der Kirche, sie ist auch zerstörerisch.
        Sie reduziert alles, was uns die Zeit der Aufklärung an Freiheit und Bereicherung gebracht hat, auf die Alleinherrschaft eines willkürlichen Moralverständnisses, das sogar wissenschaftliche Erkenntnisse verleugnet oder bis zur Verfälschung zurechtbiegt.
        Welch ein Rückfall unter der Illusion von humanem Fortschritt!

        • mehrnachdenken

          @F.H.
          Gut erkannt, und Sie haben ja so Recht! Richtig auch Ihr Hinweis auf die katholische Kirche. Erst durch M. Luther und seine Übersetzung der Bibel ins Deutsche kapierten die Leute, dass “Sünde” nicht automatisch “Fegefeuer” und ewiges “Schmoren in der Hölle” bedeutete.

          Nun ist es aber die Vorsitzende der CDU/CSU und Bundeskanzlerin der BR Deutschland, die eben diese emotionalen Mechanismen zur Begründung ihrer politischen Entscheidungen einsetzt.
          Wiederum bringt es ein Autor bei “tichys Einblick” m.E. wunderbar auf den Punkt:

          http://www.rolandtichy.de/meinungen/merkel-und-ihr-merk-wuerdiger-trick/

        • So ein Quatsch, F. H.. Inklusion, “Einheitschule” (gemeint ist offenbar die Gesamtschule) oder andere Schulreformen – nichts davon wird mit “Mitgefühl” begründet.

          Inklusion ist, da haben Sie offenbar etwas nicht mitbekommen, ein Menschenrecht – und keine Gabe aus Mitleid. Für die Gesamtschule werden allerlei Gründe angeführt (so haben ja bekanntlich alle PISA-Sieger Gesamtschulsysteme) – von “Mitgefühl” (mit wem denn bitte?) habe ich noch nie etwas gehört.

          Noten abschaffen? Tut ja kaum jemand – zuletzt gab’s mal eine Initiative in Schleswig-Holstein, die aber weitgehend gescheitert ist. Und dabei wurde dann – nicht ganz abwegig – die Motivation der Kinder als Begründung angeführt.

          Und die Maßgabe, möglichst “kein Kind zurückzulassen”, ist schlicht ein ökonomisches Gebot – weil es sehr viel günstiger ist, Kindern zu ordentlichen Berufsperspektiven zu verhelfen, als sie später mit den Mitteln des Sozialstaats zu unterhalten.

          Können Sie mal Ihre Kampfrhetorik einstelllen? “Moralinsaure Heuchelei” ist das, was Sie hier bieten – unterstellen Meinungsgegnern eine Haltung, die sie nicht haben, um sich anschließend darüber zu empören und den Untergang des Abendlandes an die Wand zu malen. Das ist AfD-Niveau. Erbärmlich.

          • Sie können es einfach nicht lassen, Bernd. Schieben Sie doch nicht immer Ihre eigenen Fehler (Polemik u. persönliche Angriffe.) anderen in die Schuhe.
            Sie können ja gern anderer Meinung sein, doch wie Sie das tun, ist kein Ruhmesblatt.
            Es ist schwer zu verstehen, wie jemand gegenüber dem eigenen Verhalten so blind sein kann. Oder glauben Sie, Ihr Empörungs- und Besserwissensgehabe beeindruckt und überzeugt?
            Wer ergeht sich denn hier in “Kampfrhetorik” und nennt das, was der andere sagt, “Quatsch”, “erbärmlich” und “AfD-Niveau”?

            Das, was Sie sachlich äußern, wie z.B. dass kein Kind zurückgelassen werden dürfe, “weil es sehr viel günstiger ist, Kindern zu ordentlichen Berufsperspektiven zu verhelfen, als sie später mit den Mitteln des Sozialstaats zu unterhalten” ist, mit Verlaub, billigste Augenwischerei und Nachbeterei beliebter Politikersprüche.
            Wenn das Berufsleben ansteht, helfen dem jungen Menschen keine geschönten Zensuren mehr und kein geschenkter Schulabschluss auf dem Papier.
            Kein Lehrer ist imstande, wirklich alle Schüler mitzunehmen und keinen zurückzulassen. Sie reden nur politische Werbung daher, haben aber keine Ahnung von der Realität.
            Können Sie eigentlich auch mal eine eigene Meinung vertreten und nicht immer nur das nachbeten und aggressiv verteidigen, was im Politzirkus als erwünschte Meinung gilt?

          • Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil – das macht Bernd schon prima.

            Wie sieht’s denn mit Ihren Argumenten aus? Reichlich dünne Suppe, wenn man neben den Beleidigungen mal nach dem Gehalt sucht – aha, kein Lehrer kann alle Schüler mitnehmen? Dann können wir die dööfsten 20 Prozent der Schüler doch gleich aus der Schule heraushalten, bringt ja eh nichts. Oder wie denken Sie sich das?

          • “Wenn deine Schrift dem Kenner nicht gefällt,
            so ist es schon ein böses Zeichen;
            doch wenn sie gar des Narren Lob erhält,
            so ist es Zeit, sie auszustreichen.”

            (Christian Fürchtegott Gellert)

            http://gedichte.xbib.de/Gellert_gedicht_Der+Maler.htm

  7. Die Autorin zeigt extreme Rollenklischees auf. Der Spur nach ist schon etwas Wahres dran. Sie können unter Umständen das einengende Rollendenken verstärken. Das aber nur, wenn keine Alternativen geboten werden (wie xxx schon schrieb). So klingen für mich die Schlüsse, die daraus gezogen werden, überzogen.
    Schaut man einmal die Erfahrungen in der Vergangenheit an: Es gab genug “Pippi Langstrümpfe” trotz Barbies. Bei den Jungs fällt mir kein Pendant ein. Das Aufweichen der Rollenklischees spiegelt sich auch in der Kinderliteratur wider.
    Jetzt nur zu Spielsachen:
    Außerdem sind die anderen Spielsachen ja nicht weggeschlossen. Und diskutiert man gerade nicht darüber, dass die Jungs mehr denn je benachteiligt sind im Lernen? Wie geht das zusammen mit den klischeebehafteten Spielsachen?
    Ich finde andere Dinge viel erschreckender: Z.B. dass Spielzeuge heutzutage so sind, dass wenig Kreativität entwickelt werden kann oder dass man in der Grundschule “Türme bauen und Brücke bauen” in den Lehrplan übernehmen muss, weil eine große Anzahl Kinder zuhause so etwas nicht mehr spielen. Oder dass es bei Lego vor allem um Legotechnik und nicht mehr um einfache Legobausteine geht. Oder dass viele Grundschüler Computer/Xbox/spiele machen. Es gab einmal eine Zeit, da hat man als Eltern darauf geachtet, dass die Kinder keine Kriegsspielzeuge bekommen, heute machen sie Ballerspiele am Bildschirm. Von diesem Aspekt her wäre ich für neutralere Spielsachen, die die Kreativität fördern.

  8. “Es ist schwierig, Eltern zu empfehlen, dass sie gegen soziale Normen entscheiden sollen, denn das kann dazu beitragen, dass ihre Kinder gehänselt oder aus dem sozialen Umfeld ausgeschlossen werden. Veränderungen gelingen hier nur, wenn das gesamte soziale Umfeld daran mitwirkt.”
    Hier noch ein Wort zu obiger Aussage:
    Ich bin der Meinung, dass die Autorin die Lage falsch einschätzt. In diesem Bereich gibt es nach meinen Erfahrungen wenig Probleme. In der Grundschule habe ich nicht den Eindruck, dass es deswegen Hänseleien gibt. Beispiel: Es gibt Jungs, die lieber mit den Mädchen “Mädchenspiele” machen und Mädchen, die lieber die wilden Spiele der Jungs spielen. Ich kann mich in Bezug auf “entgegengesetztes Rollenverhalten” an keine einzige Hänselei erinnern.
    Das Problem liegt woanders. Das Problem liegt eher darin, dass sowohl Jungen als auch Mädchen immer das Neuste haben wollen, damit sie nicht ausgeschlossen werden, z.B. Stickers, Sammelkarten, Smartphone….

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