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Verbrechensopfer? Lehrer in Celle getötet – viele Schüler und Eltern bekunden Trauer auf Facebook

CELLE. Der Lehrer erscheint nicht zur Schule, geht nicht ans Telefon. Ein Kollege findet ihn tot zu Hause. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Wieso musste der 55-Jährige sterben?

Ein Lehrer ist vermutlich in seinem Haus in Celle erschlagen worden. Danach sehe es derzeit aus, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Wie der 55-Jährige ums Leben kam, sollen Gerichtsmediziner in Hannover klären. Das Ergebnis sollte im Laufe des Mittwochs vorliegen. Die Ermittler befragten Nachbarn, Kollegen und Freunde des Opfers. Die Hintergründe des Verbrechens waren zunächst unklar.

Ein Kollege hatte den Toten am Dienstagvormittag entdeckt. Der 55-Jährige war am Morgen nicht in der Schule erschienen und nicht ans Telefon gegangen. Daraufhin machte sich ein anderer Lehrer auf dem Weg zu ihm. Mit einem Ersatzschlüssel, den der 55-Jährige bei Nachbarn hinterlegt hatte, kam er in das Haus. Nach Angaben der Polizei war der Mann alleine in dem Haus gemeldet. Nach einem Bericht der «Celleschen Zeitung» soll er mit einer Lehrerin liiert gewesen sein.

Der 55-Jährige hatte sich nach Angaben der Malteser ehrenamtlich in der Flüchtlingsunterkunft im Celler Stadtteil Scheuen engagiert. Dort arbeitete er vor allem als Dolmetscher. «Wir sind bestürzt und entsetzt über seinen Tod», sagte Malteser-Sprecher Michael Lukas. Das Team trauere um den 55-Jährigen und sei in Gedanken bei den Angehörigen. «Wir wünschen uns eine schnelle Aufklärung des Todesfalls.»

Auf Facebook hinterließen Schüler und Eltern Beileidsbekundungen. Viele bezeichneten den 55-Jährigen als beliebten Lehrer und wunderbaren Menschen, der immer für seine Schüler da war. dpa

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