Start Nachrichten Dinslaken ist kein Einzelfall: Zahl an Schulwegeunfällen steigt – auch tödliche

Dinslaken ist kein Einzelfall: Zahl an Schulwegeunfällen steigt – auch tödliche

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DÜSSELDORF. Der Weg zu Kita, Schule und Uni ist in vielen Fällen gefährlich: Jedes Jahr verunglücken über 20.000 Kinder und junge Leute unterwegs – allein in Nordrhein-Westfalen. Dabei sind auch tödliche Unfälle wie in dieser Woche in Dinslaken zu beklagen.

Knapp 25.000 Schulweg-Unfälle wurden 2025 registriert – allein in NRW (Symbolfoto. Foto: Shutterstock

Auf dem Weg zum Unterricht sind in Dinslaken drei zwölfjährige Jungen auf Fahrrädern von einem Auto angefahren worden. Zwei von ihnen starben. Ein besonders folgenschwerer Fall eines Wegeunfalls. Die Statistik der Unfallkasse NRW zeigt: Auch insgesamt legt die Zahl der Schulwegeunfälle seit der Corona-Zeit tendenziell wieder deutlich zu.

Die Schulwegeunfälle haben nach einem deutlichen Rückgang während der Pandemie mittlerweile fast wieder das Niveau vor Corona erreicht. Auf dem Weg von oder zur Schule, der Kita und der Hochschule haben sich 2025 landesweit insgesamt 24.191 Unfälle ereignet. Dabei kam es zu 5 tödlichen Unfällen. Das geht aus unveröffentlichten Daten der Unfallkasse NRW hervor.

In den Corona-Jahren 2020 und 2021 mit Einschränkung im Schulbetrieb lagen die Zahlen deutlich unter der Marke von 20.000 Schulwegeunfällen. Im Jahr 2022 waren es mit 23.157 Fällen wieder deutlich mehr. Im Jahr 2023 gab es einen weiteren leichten Anstieg und 2024 einen leichten Rückgang. Vor Corona wurden 25.497 Wegeunfälle im Jahr 2018 und 26.139 Fälle 2019 verzeichnet.

Mehrere tödliche Unfälle in der Vergangenheit

Obwohl im Jahr 2021 die Zahl der Schulwegeunfälle in NRW am niedrigsten war, waren damals sieben tödliche Unfälle zu beklagen. Das sind mehr tödliche Schulwegeunfälle gewesen als in den Jahren zuvor und danach. Im Jahr 2022 verlief ein Wegeunfall tödlich. In den anderen Jahren waren es mehrere pro Jahr. Zahlen für die ersten Monate 2026 liegen der Unfallkasse NRW nicht vor.

Die Schulwegeunfälle umfassen auch Wegeunfälle von Kita-Kindern und Studenten. Neben Verkehrsunfällen fließen auch weitere Verletzungen von Kindern und Jugendlichen auf dem Weg in die Statistik der Unfallkasse ein.

Initiative für Sicherheit setzt Aktionen fort

Jeder Schulwegeunfall ist einer zu viel – darauf weist die landesweite Initiative «#sicherimStraßenverkehr» immer wieder hin. «Deshalb muss unser Ziel sein, wir machen die Schulwege so sicher es geht, rüsten die Kinder aus so gut es geht und bereiten sie so gut es geht auf Gefahren im Straßenverkehr vor», sagt Mitinitiator Markus Szech. Die Initiative setze ihre Sicherheitsaktionen fort.

Es gehe darum, alle Verkehrsteilnehmer für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren, unterstrich Szech. Dazu gehörten Autofahrer und Fahrer von Lkws. So gebe es vor Schulen Geschwindigkeitsmessungen. Schulkinder wiesen bei Aktionen mit der Polizei in der Vergangenheit Fahrer auf ein Fehlverhalten hin oder bedankten sich auch für vorbildliches Verhalten. News4teachers / mit Material der dpa

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22 Kommentare
Fräulein Rottenmeier
7 Tage zuvor

Bei dem schrecklich Unfall in Dinslaken hatte die Fahrerin des PKWs einen Herzstillstand…..ein Aspekt, der nichts mit Verantwortungslosigkeit, überhöhter Geschwindigkeit etc. Zu tun hat.

dickebank
7 Tage zuvor

Ändert nichts an der Frage der Fahrtüchtigkeit bzw. Untüchtigkeit infolge der diagnostizierten und in der Vergangenheit versorgten kardiologischen Vorfälle.

Mika BB
7 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Was ist denn Ihre Ansicht dazu? Personen mit Herzinsuffizienz, Herzschrittmacher, mal nen Herzinfarkt gehabt, dürfen nie wieder ans Steuer? Wer soll das denn bezahlen, die alle in die BU zu schicken?

dickebank
5 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Frage ist doch, welche ärztliche Einschätzung gab es und welche Empfehlung wurde ausgesprochen.

Mika BB
4 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Genau, und ich vermute mal, dass Sie diese Einschätzung vermutlich nicht kennen.

dickebank
4 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Arztgeheimnis.

Mika BB
4 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Genau. Wenn die Frau kein Fahrverbot hatte, darf sie sich hinters Steuer setzen – wie jeder andere auch.
Sie schrieben:

„ Ändert nichts an der Frage der Fahrtüchtigkeit bzw. Untüchtigkeit infolge der diagnostizierten und in der Vergangenheit versorgten kardiologischen Vorfälle.“

Was also bezwecken Sie mit der Andeutung, die Frau wäre fahruntüchtig gewesen? Gleiches können Sie dann auch jemandem sagen, der während des Fahrens von einer Wespe gestochen wird und daraufhin einen Unfall verursacht (alles schon vorgekommen).
Oder Sie untersagen das Autofahren prinzipiell, da ja jeder während der Fahrt einen Schlaganfall, Herzinfarkt usw. bekommen kann.

So schrecklich dieser Unfall in Dinslaken ist: er gehört zum allgemeinen Lebensrisiko, welches sich nicht vermeiden lässt – es sei denn, alle Bordsteine werden zu 1m hohe Betonmauern umgebaut – mit Einschnitten zum Überqueren der Straße, und so der Autoverkehr wirksam vom Fußweg abgetrennt.

Mika BB
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Bin ich dabei, ich will auch keine Betonmauern. Ein Unfall, der durch ein medizinisches Akutereignis geschieht, lässt sich jedoch nicht durch eine respektvolle Vorfahrtkultur vermeiden. Wenn man derartige Ereignisse minimieren will, helfen nur Maßnahmen wie die von mir geschilderte. Oder man nimmt das allgemeine Lebensrisiko in Kauf.

Marie
3 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Auch mit roten Radwegen und respektvoller Vorfahrtskultur vermeidet man keinen Unfall infolge eines kardiologischen oder sonstigen medizinischen Notfalls.

dickebank
4 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Prozess abwarten, denn spätestens da wird die ärztliche Stellungnahme/das medizinische Gutachten entscheidend sein.
Bis dahin gilt ohnehin die Unschuldsvermutung.

Das Problem ist doch, selbst wenn es die ärztliche Empfehlung gegeben hat, wegen der Kreislaufprobleme nicht selbst zu fahren, ist das nicht bindend. Es wird – außer bei Berufskraftfahrern – auch keinen Hinweis an die Straßenverkehrsbehörde geben.

Mika BB
3 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Woher wissen Sie, dass es sich um Kreislaufprobleme handelte?

dickebank
3 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Medien, der Herzstillstand ist gem. Polizeibericht Auslöser für den Unfall gewesen.

Fräulein Rottenmeier
7 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Wissen Sie da mehr? War vor dem Unfall etwas diagnostiziert worden?

HarneEinrichson
5 Tage zuvor

Es ist laut Medienberichten ein Gerät im Einsatz, welches den Zeitpunkt/ die Dauer des Herzstillstandes gemessen hat. So ein Gerät kommt bestimmt nir zum Einsatz bei entsprechender Vorgeschichte

dickebank
5 Tage zuvor
Antwortet  HarneEinrichson

Implantierter Recorder.

Mika BB
4 Tage zuvor
Antwortet  HarneEinrichson

Nennt sich Herzschrittmacher.

Marie
3 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Wäre es ein Herzschrittmacher gewesen, hätte es entsprechend reagiert. Es war ein Gerät, dass die Herzaktivität lediglich aufzeichnet. Das wird eingesetzt, wenn andere Diagnoseverfahren keine aussagekräftigen Ergebnisse gebracht haben.

Susanne M.
6 Tage zuvor

Es muss viel mehr getan werden. Am Gymnasium meiner Töchter gab es in vier Jahren zwei Mal tödliche Fahrradunfälle und jedesmal durch einen Lastwagen, dessen Fahrer den Schüler nicht gesehen hatte. Trotzdem donnern heute noch Lastwagen diese Landstraße lang, und es gibt keinen Fahrradweg.
Einen Herzinfarkt am Steuer – das ist freilich trauriges Schicksal und wohl mit Prävention nicht zu verhindern.

dickebank
5 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Wer gegen einen SUV gewinnen will, muss eben einen Dingo kaufen.

TaMu
6 Tage zuvor

In meinem Wohnviertel wurden fast überall die Gehwege auf einer Straßenseite abgesenkt. Die Straßen sind so breit, dass zwei langsam fahrende PKW gut aneinander vorbeifahren können. Die Seite mit dem erhöhten Gehweg ist meistens zugeparkt. Man muss also warten und Gegenverkehr durchlassen. Die meisten haben es sich nun angewöhnt, mit 30 km/h über den abgesenkten Gehweg auszuweichen, so dass weiterhin aneinander vorbei gefahren werden kann, und sogar diejenigen anzuhupen, die das nicht tun. Es grenzen Gartentore und Ausfahrten an die abgesenkten Gehwege. Wer dort wohnt, ist in unmittelbarer Lebensgefahr, wenn er, sie oder es aus dem Gartentor auf den Gehweg läuft.
Auch an Abzweigungen kommen einem in der Kurve auf abgesenkten Gehwegen Autos entgegen. Dort gibt es wegen Mauern und Hecken keine Möglichkeit, das auf dem Gehweg herannahende Auto rechtzeitig zu sehen.
Ich wohne in einem wunderschönen Viertel ganz nahe an zwei Grundschulen und ich würde meine Kinder hier nicht mehr alleine zur Schule gehen lassen. Zum Glück sind meine Kinder erwachsen. Sie durften zu einer Zeit alleine zur Schule gehen, als Gehwege noch zu hoch für Stoßdämpfer waren.
Ich fürchte häufig die Nachricht von einem schweren Unfall aufgrund dieser baulichen Maßnahmen in den letzten Jahren und sehe das Ganze mit Sorge.

Stiller Beobachter
4 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

So eine Stelle haben wir auch. Hauptsache der Autoverkehr fließt.

Dazu kommt, dass in der Straße eigentlich Tempo 30 ist. Wieso eigentlich? Weil sich niemand dran hält.

Wechselnd ist die Seite beparkt, dazu Inseln geht die Straße um eine langgezogene Kurve mit teilweise auch Bäumen am Rand – überhaupt nicht sauber einsehbar. Trotzdem wird fleißig über den Gehweg ausgewichen und um die Kurve beschleunigt.

Tempokontrollen? Leider Fehlanzeige.
Im Umkreis: zwei Schulen und drei Kindergärten…