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Das kleine Einmaleins der Ernährung: Schulen sollen mehr Wissen übers Essen und Trinken vermitteln

BERLIN. Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) hat die Schulen aufgefordert, mehr Wissen über das Essen und Trinken zu vermitteln. „Bisher findet kaum eine systematische Ernährungsbildung statt. Das muss sich ändern! Das kleine Einmaleins der Ernährung muss einen festen Platz in den Lehrplänen bekommen“, befand Schmidt – und rief eine Initiative ins Leben, die Eltern und Lehrkräfte mit Informationen und Unterrichtsmaterialien ausstatten soll. Denn, so Schmidt: „Der Grundstein für eine gesunde Lebensweise wird im Kindesalter gelegt.“

Minister Christian Schmidt stellt seine Kampagne zur Ernährungsbildung vor. Credit: Quelle: BMEL/photothek.net/Michael Gottschalk

Minister Christian Schmidt stellt seine Kampagne zur Ernährungsbildung vor. Credit: Quelle: BMEL/photothek.net/Michael Gottschalk

Erster Schritt der Kampagne: Das Bundesernährungsministerium hat für Schulen und Kitas Bildungspakete entwickelt – für Grundschulen beispielsweise handelt es sich dabei um den „Ernährungsführerschein“, ein fertig ausgearbeitetes Unterrichtskonzept für die dritte Klasse, bei dem der praktische Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten im Mittelpunkt steht. In sechs bis sieben Doppelstunden sollen die Schülerinnen und Schüler verschiedene kleine, kalte Gerichte zubereiten, und zwar direkt im Klassenzimmer. Alle Kinder, die eine schriftliche und die praktische Prüfung bestanden haben, sollen ein „Führerschein-Dokument“ mit Passbild und Schulstempel verliehen bekommen. Das Medienpaket, das für 40 Euro zuzüglich Versandkosten bestellt werden kann, enthält neben einem Lehrerheft mit Übungsbeschreibungen ein Heft mit 57 Kopiervorlagen für Folien, Arbeitsblätter, Rezepte, Mitbringlisten und Helferinformationen sowie Elternbriefe, Prüfungsbögen und Führerscheindokumente. Hier ist es zu beziehen.

Zweiter Schritt der Kampagne: die Einrichtung eines Nationalen Qualitätszentrums Schulverpflegung. Schmidt: „Mit dem Nationalen Qualitätszentrum für gesundes Essen in Kita und Schule, das mein Haus derzeit aufbaut, schaffen wir eine Anlaufstelle für die Caterer. Gemeinsam mit dem Qualitätszentrum werden die Ansprüche an eine gute Kita- und Schulverpflegung definiert und die Umsetzung der Qualitätsstandards vorangetrieben. Darüber hinaus ist geplant, dass das Zentrum Qualitätsnachweise festlegt, mit denen Caterer belegen können, dass sie für die Verpflegung in Kita und Schule qualifiziert sind.“ Damit wolle das Ernährungsministerium Eltern, Schulen, Kommunen und Trägereinrichtungen bei der Auswahl und Bewertung von Catering-Leistungen unterstützen. „Und wir wollen damit eine neue Preis-Wert Debatte für qualitativ gutes Schulessen starten“, erklärte Schmidt. n4t

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