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Herausforderungen annehmen – Programmieren als neue grundlegende Fähigkeit

Der Übergang von Schule ins Berufsleben stellt für jeden Menschen einen entscheidenden Lebensabschnitt dar. Die Aufgabe der Schule besteht traditionell darin, Schülerinnen und Schüler auf diesen  richtungsweisenden Schritt möglichst gut vorzubereiten. Dieser Aspekt der schulischen Ausbildung, welcher für alle Bildungseinrichtungen, die nur bis zur Sekundarstufe I unterrichten, von größter Wichtigkeit ist, bereitet in der Praxis zunehmend Schwierigkeiten. Angesichts der sich rasch wandelnden Arbeitswelt müssen sich gerade diese Schulen neu orientieren. Ein Bereich, im welchem die Schwierigkeiten beim Übergang ins Berufsleben besonders deutlich zu Tage treten, ist die Digitalisierung, die mittlerweile in fast allen Berufsgruppen Einzug gehalten hat.

Die Neuausrichtung traditioneller Berufe und die Entstehung gänzlich neuer Berufsfelder erfordern neue Inhalte und Vorgehensweisen im Schulunterricht. Von dieser Erkenntnis ausgehend, erprobt die Oberschule Gehrden in der Region Hannover neue Möglichkeiten, ihre Schüler möglichst umfassend und kompetent über ihre eigenen Begabungen und deren Umsetzung in Rahmen einer Berufstätigkeit aufzuklären. Hierbei kommen sowohl zukunftsweisende Unterrichtsinhalte wie das Programmieren als auch neue, durch den systematischen Einsatz von mobiler Technologie unterstütze Unterrichtsformen zum Einsatz. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Schüler der OBS Gehrden die von der Wirtschaft so häufig eingeforderte Medienkompetenz nachhaltig vermittelt bekommen:

„Eine anwendungsbezogene Medienkompetenz, die in der Schule erworben wird, ist Zugangsvoraussetzung für Ausbildung und Studium.“ (Dr. Anja Heine, Volkswagen Akademie in Wolfsburg)

Ein ganzheitlicher Ansatz

Zwar verlangen Bildungspolitiker von den Schulen eine Öffnung gegenüber der Digitalisierung, doch bleibt dies in den meisten Schulen den individuellen Interessen einiger weniger Lehrkräfte überlassen. Während Schulen bisher vielerorts den Herausforderungen des digitalen Zeitalters eher in Form von Einzelaktionen entgegentreten, hat die Oberschule Gehrden als eine der ersten Bildungseinrichtungen in Niedersachsen einen ganzheitlichen, durch neuen Unterrichtsinhalte und -formen geprägten Ansatz entwickelt, der den Übergang ins Berufsleben erleichtern soll.

Ein wesentlicher Baustein dieses ganzheitlichen Ansatzes ist das Thema Programmieren, welches als fester Bestandteil in das Curriculum integriert wurde.

„Ein zukünftiger Arbeitnehmer muss in der digitalen  Berufswelt nicht nur bestehen, sondern kreativ und produktiv – auch durch Coding – Einfluss nehmen können. Wir als Schule müssen uns den neuen Herausforderungen des Arbeitsmarktes stellen und unseren Unterricht entsprechend anpassen.“ (Carsten Huge, Schulleiter, OBS Gehrden)

Wie alle anderen Projekte dieser Schule orientiert sich auch dieses an den zur Verfügung stehenden Ressourcen (1:1 Ausstattung mit iPads und digitaler Infrastruktur). Die Grundlage für den Coding-Unterricht bietet die App Swift Playgrounds und die  zugrundeliegende Programmiersprache Swift. Die App bietet den Schülern einen kleinschrittigen, motivierenden Ansatz, um die Grundlagen des Programmierens in kurzer Zeit spielerisch zu erlernen. Dazu gehören grundlegende Befehle und deren Verknüpfung zu komplexen Aktionsmustern. Die Auswirkungen der von den Schülern programmierten Befehle können jederzeit unter anderem an einem mBot der Firma Makeblock getestet und im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“ gemacht werden. Die hierbei erworbenen Kompetenzen erleichtern den Schülern den Umgang mit digitaler Technik signifikant – unabhängig vom später gewählten Beruf. Dies wird der Schule von den Leitern ihrer Ausbildungsbetriebe immer wieder bestätigt:

„EDV- und Programmierkenntnisse sind heute im Handwerk nicht mehr wegzudenken. Bewerber, die diese Kompetenzen bereits in der Schule erwerben sind bei uns gerne gesehen und haben Vorteile beim Berufseinstieg.“ (Detlef Hüper, Ausbilder und Eigentümer, Tischlerei Hüper)

Die Symbiose von Theorie und Praxis

Die nächsten Schritte des Coding-Unterrichts an der Oberschule Gehrden sind bereits in Planung: Derzeit wird die Einrichtung eines speziellen Coding-Raumes vorbereitet, in welchem die Schüler der höheren Jahrgangsstufen die Gelegenheit erhalten, Roboter nicht nur zu programmieren, sondern auch individuell zu konstruieren – ein Ansatz, der in naher Zukunft sicherlich noch weiter ausgebaut wird. Zugleich ist die Oberschule Gehrden ständig auf der Suche nach neuen pädagogischen Ansätzen. So wird beispielsweise an jahrgangsverbindenden Projekten gearbeitet, in denen fächerübergreifend Nutzungsmöglichkeiten des Wissens über digitale Zusammenhänge erfahrbar gemacht werden. Außerdem soll der Anschluss an die spätere Berufstätigkeit durch Kooperationen mit lokalen Unternehmen erleichtert werden. Hierzu sind bereits zahlreiche Kooperationspartner gefunden worden – u.a. die Deutsche Bahn und VW.

Mit den neuen, zukunftsweisenden Unterrichtsinhalten in Verbindung mit der Möglichkeit, authentische Einblicke in die Unternehmen zu erhalten, bietet die OBS Gehrden ihren Schülern schon heute beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Übertritt in das Berufsleben. Und die enge Verzahnung zwischen Schulalltag und Berufstätigkeit wird auch in Zukunft das pädagogische Vorgehen an der Oberschule Graden bestimmen. Nur eine Schule, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Neuentwicklungen erfolgreich aufnimmt, wird ihren Schülern eine erfolgversprechende Zukunftsperspektive eröffnen können.

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