Menschenrechte, Flucht, Diskrimierung: Kostenlose “School Talks” noch bis Oktober buchbar

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BERLIN. Nach dem Motto “Einmischen statt wegschauen“ bietet der gemeinnützige und von der Robert Bosch Stiftung unterstütze Verein Hawar.help so genannte moderierte “School Talks”. Sie sollen Diskussionen über Menschenrechte, Diskriminierung und Verfolgung von Minderheiten auch außerhalb des Lehrplans ermöglichen und sind für Schulen kostenlos.

Menschenrechtsaktivistin und Journalistin: Vereinsgründerin Düzen Tekkal. Foto: Hawar.help, https://hawar.help

Herausforderungen wie Flucht und Zuwanderung prägen unsere Zeit und Rechtspopulisten setzen nach wie vor auf eine „Wir gegen die“-Mentalität. Der Dialog über unterschiedliche Sichtweisen scheint nötiger denn je. Diese Bildungsarbeit möchte die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete deutsche Journalistin, Filmemacherin und Autorin Düzen Tekkal mit ihrem 2015 gegründeten Verein unterstützen – eine Herzensangelegenheit für die kurdischstämmige Jesidin, die als Kriegsberichterstatterin und in ihrem Film  „Háwar – Meine Reise in den Genozid“ den Völkermord an den Jesiden durch die IS-Terrormiliz dokumentierte.

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So sind denn auch bei den “Talks” mit Schülern und Schülerinnen persönliches Engagement und Erfahrungen ein wichtiges Thema. Dazu kommen “Moderatoren” an die Schule, die etwas zu erzählen haben. Neben Tekkal selbst, zum Beispiel auch ihre Schwester Tuğba, die als ehemalige Fußballbundesligaspielern und Initiatorin des Integrationsprojekts “Scoring Girls” bekannt ist, sowie der Sozialaktivist und Journalist Ali Can oder Schauspielerin und
Sängerin Denise M‘Baye.

Die Gäste moderieren die circa 1,5 Stunden langen Gesprächsrunden, die mit Vor- und Nachbereitung auch einen Projekttag füllen können. Ein kurzer Dokumentarfilm über die Verfolgung der Jesiden dient bei den “School Talks” als Fallstudie und Einstieg in das Thema. Er soll auch auf Fluchtursachen und die Tragweite von Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen und sie in einen globalen Zusammenhang stellen. Toleranz, lntegration, Armut, Krisen und Diskriminierung: All dies kommt in einer offenen Diskussion zur Sprache. So sollen die Schülerinnen und Schüler nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern auch motiviert werden, sich selbst gesellschaftlich zu engagieren.

Das Bildungsprojekt wird zu 100% von der Robert Bosch Stiftung und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt und gefördert und ist daher kostenfrei. Weitere Unterstützer findet der Verein unter anderem in Bundeskanzlerin Angela Merkel und Fernsehjournalistin Anne Will.

INFOS

Das Projekt ist geeignet für:

– alle Schultypen bundesweit

– Schüler/innen ab der 9. Klasse (14-18 Jahre)

– ab circa 100 Schülern/innen

Dauer: Circa 2 Schulstunden (1,5 Std.)
Wann: ab sofort bis Oktober 2019

Passende Fächer: Gesellschaftswissenschaften (Politik, Recht, Ethik, Geschichte,
Sozialwissenschaften, Demokratiebildung); Interkulturelle Bildung

Kontakt:

HAWAR.help e.V.
Web: www.hawar.help.de
E-Mail: info@hawar.help
Telefon: +49 (0)30 555782294

www.hawar.help

Broschüre zum Dowload: Broschüre SCHOOLTALK

 

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