Lambrecht: Zurückhaltung bei Strafen wegen Klima-Schulschwänzen

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BERLIN. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat dazu aufgerufen, mit Sanktionen gegen das Schulschwänzen bei Teilnehmern an den Freitagsdemonstrationen für Klimaschutz verantwortungsvoll umzugehen. Sie finde es toll, wie junge Menschen sich beim Thema Klimaschutz engagierten – «da habe ich den ganz großen Respekt davor», sagte Lambrecht beim Tag der offenen Tür der Bundespressekonferenz in Berlin. Dass die jungen Menschen das Thema in die Mitte der Bevölkerung gebracht hätten, sei klasse. «Und das muss man auch mal wirklich honorieren.»

Das Engagement junger Menschen beim Klimaschutz müsse man „auch mal wirklich honorieren“, findet Bundesjustizministerin Christine Lambrecht. Foto: Olaf Kosinsky / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Aus diesem Grund solle man mit Fragen, ob es wegen der Teilnahme an Freitagsdemonstrationen der Schüler Sanktionen oder Strafen gebe, «sehr zurückhaltend umgehen», sagte Lambrecht. Entsprechend sollten die jeweils zuständigen Schulen in den Ländern dieses Engagement bewerten. «Ich fände es gut, wenn man sehr, sehr verantwortungsbewusst mit jungen, engagierten Menschen in den jeweiligen Schulen auch umgeht.»

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Die Stadt Mannheim hatte beispielsweise Mitte Juli nach breiter Kritik Bußgelder gegen vier Familien aufgehoben, deren Kinder während der Schulzeit an Klimaprotesten teilgenommen hatten. (dpa)

Unterricht schwänzen für Klimaschutz – Schulleiter entscheiden über Strafen

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